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ins.

Zweites Blatt

Bekanntlich besitzt Belgien, kraft der Verfassung

ISudjm Sozialisten und dcr katholischen Partei. Während überall sonst die Arbeiterklasse sich über die Hindernisse «klagte, die sich ihrer beruflichen Vereinigung ent-

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verkarst ist Juweliere — besonders in Brüssel —

irr Anhänger durch Berufsve eine ist einer der Haupt-

; Hess.

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Verletzung gegen das junge Mädchcn seinen Abschluß

LkiPjiß,

Ende. Fräulein Eirtch war nach dem Vorfälle furcht-

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politische als »irthschaftliche Organisationen sind.

daiische Bewegung intensiver als dort. Die Baufs-

27 £

An die deutschen Landwirthe!

ibeb. FrÄ üsche Konservative und katholische Demokraten Ar­ges Oba kterberufäDcrtint gegründet. Noch mehr als in den

hauptsächlicher Zweck gewesen zu sein, nicht aber der tampf für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Hinsicht eine Ausnahme gemacht. Der

Proletariats ist während langer Zeit dem

jegenft Uten, haben seltsamerweise die belgischen arbeitet es versäumt, sich einer Waffe zu bemächligen,

3.

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imus ima

in dieser Rest des Gedanken geblieben, zahlreich

lmäus, ;e 3.

Scheid, 37.

für Deutschland, Neuwied.

Deutsche Landwirthschasts-Gesellschaft, Berlin.

Bund der Landwirthe, Berlin.

Bayerischer Landesverband landwirthschaftlicher

Darlehenskassenvereine, München.

Westfälischer Bauern-Veretn, Münster i. W.

Rheinischer Bauern-Verein, K mpen.

Badischer Bauern-Verein, Fautenbach.

Trierischer Bauernverein, Trier.

M jebcm Gewerbe.

Als die Arbeiterpartei sich im Jahre 1885 kon>

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3 11 wyf <

Es liegt nunmehr im eigensten Interesse aller deutschen Landwirthe, diese hochwichtige Thatsache in ihrer Tragweite dadurch zu würdigen, daß sie sich einer dieser Körperschaften entweder direkt oder in­direkt anschlteßen, vor allen Dingen sich aber jedes Einkaufes von Thomasmehl bis zum Abschluß der eingeleiteten Verhandlungen enthalten. Denn eS ist uns von maßgebender Stelle bestätigt worden, daß bis jetzt die Preise für das Jahr 1898 überhaupt noch nicht, also auch nicht für die Händler, festgesetzt und vor Mitte Dezember auch nicht zu erwarten sind. Daher ist auch kein Händler in der Lage, Thomas­mehl auf Gmnd der zu erwartenden Preisfeststellung schon jetzt anzubieten.

Die Erweiterung des Gebietes der Thätigkett der Bezugsvereinigung ist in Aussicht genommen.

Der Ausschuß der Bezugsvereinigung erwartet mit Zuversicht, daß seine Thäiigkeit die allseitige Unterstützung der deutschen Landwirthschaft findet.

Berlin, den 30. November 1897.

Bezugsvereinigung der deutschen Landwirthe.

Der Vorsitzende des Ausschusses: HaaS, Geh. RegierungSrath zu Offenbach a. M.

ieiter eintritt, dürfte für weile Kreise lehrreich fein. 8tt unS ist vielfach die Ansicht verbreitet, daß die Sozialdemokratie desto mehr zunehme, je mehr sie kt Vereinsfreiheit entbehre. In Belgien herrscht

Zur Gewerkvereinsfrage.

Einem Aufsatze deS Herrn Professor Mahaim-

Zwei Selbstmörderinnen.

In Wien erschien vor einigen Tagen eine junge, elegant gekleidete Dame im Laden deS Schuh­machers Eigl und wollte dort Einkäufe machen. Die int Laden mit einer Bedienerin anwesende Frau Eigl glaubte in dem Mädchen ein Frauenzimmer wieder zu erkennen, das ihr vor mehreren Monaten vier Paar Schuhe gestohlen, und sagte das auch so­fort. Die Frau glaubte den gegenteiligen Ver­sicherungen der Dame nicht und versperrte ihr den Ausweg. In ihrer Erregung ergriff diese einen in der Nähe befindlichen Etsenstab, schlug damit die ihr in den Weg tretende Bedienerin, zertrümmerte dann das Schaufenster und sprang durch die Oeffnung auf die Straße. Hier wurde ste von der mittler­weile von dem Schuhmacher herbeigerufenen Polizei festgenommen. Auf dem Kommissariate stellte sich heraus, daß die Dame die Tochter des angesehenen Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Eirich war. Dieser selbst, alsbald herbeigebolt, bestätigte dies und erklärte, daß seine Tochter unmöglich eine Diebin sein könne und daß ein unglückseliger Jrrthum vorliegen müsse. Das Mädchen wurde unter diesen Umständen wieder auf freien Fuß gesetzt. Man glaubte, daß der gewiß tragische Fall mit der anhängig gemachten EhrenbeleidigunaS- und Berlenmdungsklage gegen die Schustersfrau und mit einer Anklage wegen Körper-

,lä 288, Telephon 55.

selbstständige Kaufleute durch dar jüngst beliebte Vorgehen der Standard Oil Co. und ihrer beut dien Geschäftsstellen, der Deutsch- Amerikanischen Petroleum-Gesellschaft und der Mannheim-Bremer Petroleum-Aktiengesellschaft ernstlich be­droht wird.

Als Symptom der drohenden Alleinherrschaft der Standard Oil Co. über Wefleurova verdient aber hervor­gehoben zu werden der Rückzug der russischen Petroleums aus dem Wettbewerb, gekennzeichnet durch die Aufgabe der deutschen und belgischen Niederlassungen des Syndikais der Baku-Produzenten und namentlich ein Vertrag, welcher von den deutschen Zweigen der Standard Oil Co. den deutschen Petroleum-Großhändlern oufgenölhigt werden soll und von einem Theile derselben aus Noth bereits unter­zeichnet werden mußte. Ein Formular zu diesem Vertrage liegt hier bei. Dieser Vertrag liefert baS ganze beutsche Petroleumgeschäft völlig hilflos ber Macht ber Stanbarb Oil Co. aus

Wir sagen hilflos, beim bie Verhandlungen, die to t mit der einzigen deutschen Vertreterin ber noch unabhängigen amerikanischen Petroleumprobuzenten, mit der Pure Oil Co. in Hamburg gepflogen, Haden erkennen lassen, daß diese jedenfalls im Augenblick nicht in bei Loge ist, ben Wettbewerb mit ber übermächtigen Stan' erb Oil Co. auf- zunedmen, und es ist mindestens zweifelhaft, ob sie je oder wenigstens so zeitig tu die Lage kommen wirb, um noch ein unabhängiges beutscheS Petrolcumgeschäfe zu finben. besten ste sich in bem Kampfe gegen das Monopol be­dienen kann.

Gelingt eS der Pure Oil Co. nicht — und wir haben begründete Anlaß zu der Bcfürchtung, daß eS nicht ge lingen wird —, ihre Kampfbereitschaft zu vollenden, bevo die deutschen Petroleumgroßhändler, dem Zwange gehorchend, sich der Standard Oll Co. unterworfen haben, so ist die

ihrer Interessen auf Grund eines festen Vertrages zur »Bezugsvereinigung der deutschen Land­wirt he* verbunden haben.

Der nächste Zweck dieser Vereinigung ist, die Zersplitterung zu beseitigeu/'wie sie sich bisher, ins besondere auf dem Gebiete deS Handels mit Thomas­mehl, zum Schaden der deutschen Landwirthe einge­bürgert hatte, und im Einvernehmen mit den Thomas phosphatfabriken feste Grundlagen für dies Geschäft zu vereinbaren und durchzuführen. Die Verhand­lungen mit den Organisationen der Fabrikanten sind bereits eingeleitet und berechtigen dank des auf dieser Seite gezeigten Entgegenkommens zu den besten Hoffnungen auf den Abschluß für das Jahr 1898.

Die Körperschaften, welche sich dieser ^Bezugs- Vereinigung angeschlossen haben, sind folgende:

1. Allgemeiner Verband der deutschen landwirth- schaftlichen Genossenschaften, Offenbach a. M.

2. Generalanwaltschaft ländlicher Genossenschaften

llebenaschung kam Adele'Eirich nicht, dagegen brachte chm ein Dienstmann die Geschäftsschlüssel und einen mit Bleistift geschriebenen Brief, der dieselben llnschuldsbetheurungen enthielt, wie der Brief an die Mutter. Herr Knecht brach beim Lesen dieses Briefes in Thränett aus und rief unausgesetzt: „Meine Arme! Ich wußte ja, daß sie unschuldig ist!" Ein ähnlicher Fall wird übrigens dem „Neuen Wiener Tageblatt* aus Keszthely am Plattensee gemeldet: Ein Fräulein Ida Chorherr, die 21jährige Tochter eines Wiener Musikdirektors, war seit mehrern Monaten in Keszthely als Verkäuferin in dem Modewaarengeschäft Sorna Kransz bedienstet. Sie war ein ebenso intelligentes und fleißiges, wie schönes Mädchen und erfreute sich eines tadellosen Rufes. Von dem Modewaarengeschäft wurde nun der Abgang einiger minderwertigen Gegenstände, es heißt eines Dutzend Taschentücher, feftgestellt. Der Geschäftsinhaber glaubte, dies in erster Linie bei dem Märchen zu finden, da die.verschwundenen Gegenstände ihrer Ob­hut anöertraut waren. Der Verkäuferin konnte nichts nachgewieien werben, die Gegenstände waten auf un­erklärliche Weise verschwunden Fräulein Chorherr litt jedoch unter dem schimpflichen Verdachte des Dieb­stahls und nahm sich dies so sehr zu Herzen, daß sie beschloß, sich zu töten. Plötzlich war das Mädchen verschwunden und alle Nachfor'chungen nach seinem Verbleiben waren erfolglos. Vor wenigen Tagen bemerkten die Fischer eine Leiche auf der Wasserfläche des Plattensees schwimmen. Die Fischer ruderten der Leiche nach, hoben fie in das Boot und brachten sie aus Ufer. Später wurde festgestellt, daß die Tote Ida Chorherr war.

bar aufgeregt, und obwohl Niemand aus ihrer Um­gebung an ihre Schuld glaubte, ging ihr der Ge­danke, für eine Diebin gehalten zu werden, nicht mehr ans dem Kopfe. Am Morgen des 27. November bevor die junge Dame in das Geschäft, in dem sie eine leitende Stellung hatte, gehen sollte, hat fie sich in der Wohnung ihrer Eltern durch einen Reoolver- schuß getödtet. An ihre Mutter hat die Un­glückliche folgenden Brief hinterlaffen: „Mama, wenn du dies in meiner Tasche findest, ist Dein Kind tot, eines unglückseligen Verhältnisses wegen, das grabe mich treffen mußte. Ich kann nicht vor tausend Menschen int Landesgerichte als eine Diebin stehen, ich würde wahnsinnig werden. Ich gehe, ich muß gehen, die Schande bringt mich um; wie mich nur die Leute ansehen! Mama, ich bin keine Diebin, ich habe die vier Paar Schuhe nicht genommen. Am Rande deS Grabes lügt man nicht! Wenn auch er­wiesen wird, daß ich unschuldig bin, ein Makel hastet ja doch für ewig auf meinem Namen. Ich sehne den Tod herbei. Ich hatte zu sehr gelitten. Lebet wohl, eure unglückliche Adi.* Auch an ihren Ches, Herrn Knecht, Inhaber einer Sammtwarenfabrik, hat die Verlebte noch ein Schreiben, ähnlichen Inhalts wie das obige, gerichtet. Herr Knecht wollte eben eine Geschäftsreise an treten und Fräulein Eirich sollte di. Leitung des Geschäfts übernehmen. Allein zu seiner

Vergnügungsanzeiger.

Repeitoii-Entwuif der Frankfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Dannerstag, 9. Dezentt er „Die Königin von Saba*. Sonnabend, 11. Dezember „Ter schwarze Domino." Sonntag, 12. Dezember, Nachmittags 3'/, Uhr „Schöne Helena". Abends 7 Uhr „Robert der Teufel*. Dienstag, 14. Dezember „Teil'.

Schauspielhaus.

Donnerstag, 9. Dezember „Minna von Barnhelm". Freitag, 10. Dezember „Götz von Berlichingen*. Sonn­abend, 11. Dezember „Jugendfreunde". Sonntag, 12. Dezember, Nachmittags 3Vs Uhr „Die Journalisten". Abends 7 Uhr „Jugendfreunde". Montag, 13. Dezember „Lachende Erben".

sfäDeretne zu bild». Aber erst in den letzten Jahren haben die Arbeiter von der Lereinsfteihe t Gebrauch gemacht, um Berufsvereine iii gründen, und zwar besonders unter der Führung

Volkswirthschastliches.

Ein in Mannheim zusammengetretenesComitö unabhängiger Petroleum - Großhändler Südwest-Deutschlands hat an den Reichskanzler eine Petitton in Sachen des Petroleum - Monopols gerichtet. Es heißt darin:

Wenn die gehorsamst Unterfertigten sich gestatten, auf die großen Gefahren hinzutoeisen, welche die Alleinherrschaft

Vom Büchermarkt.

*** Für die Festtage. Eine sehr hübsche Variation der GratulationSkarten, die schon so lange genug die Mode beherrscht haben, daß eine Abwechslung willkommen erscheint, sind die n neu kleinen Namenbüchlein. Siezeigen, wie die „Wiener Mode" in ihrem soeben erschienenen Hefte miithellt, auf ihrem vorderen Umschläge ein reizend auS- geführtes Bildchen in allerliebster Umrandung, unter welchem ein wtiblichei Name — der Name der Empfängerin - er­scheint. Innen ist eine freie Seite für die Widmung deS Büchleins bcstimmt, auf welche man seine Grüße oder Wünsch', vielleicht sogar ein paar hübsche Verse setzen kann. Dann folgt — und darin liegt eben der besondere Werth deS BüchelchenS — eine interessante und ausführliche Be­sprechung der Namens, unter dem das Buch in die Wllt wandert. Jede Marie. Anna, Rosa, Therese u. s. w. kann da lesen, wo ihr Name herkommt, was er bedeutet und auch welche berühmte oder berüchtigte Frauen der Ver­gangenheit und Gegenwart fie unter ihre Namensschwestern zählen darf. Die kleine, niedliche Gabe erhält dadurch also gewissermaßen einen litterarrichev Werth Die Namen- büchrein sind im Beilage der „Wiener Mode" erschienen uni, ebendaselbst, sowie durch jede Buchhandlung zu beziehen.

*4* „Wie r ch mein aJlagenleiben heilte." Winke und Rathschläge zu Kräftigung eines kranken MagenS. Von einem Laien. Hygieia - Verlag — 60 Pfg, Die B-oichüre ist durch jede Buwh ndlung zu beziehen. Gegen Ei sendung von 60 Pfg. auch direkt franco vom Hygieia - Verlag, Hohensietn - Ernstthal.

*** Au» dem Empfang der ersten Dezembernummern der belannten, dem Betriebe und der neueren Technik der Landwirthschaft gewidmeten großen Zeitung „Deutsche Landwirthschaftliche Presse" und der gleichzeitig erschien inert Nummer 49 der beliebten illuftrirten jagdlichen Wochenschrfft „Wild und Hund", erfahren wir, daß deren Verlagsbuchhandlung Paul Parey in Berlin SW., Hedemannstraße 10, jedem Laudwirth oder Jäger, der darum bittet, die D-zembernummern der Blätter umsonst und postfrei übersendet. Wir weisen darauf hin, da Bei« muthlich viele unserer Leser von dem Anerbieten gern Ge­brauch machen werden.

*♦* Einen Kampf zwischen Stier und Löwe schildert unS Thiermaler Paul Brockmüller in einem packenden Bilde, das in dem soeben au» gegebenen Heft 10 der großen illuftrirten Familienzeitschrift „Für All« Welt" (Deutscher VerlagShau» Bong u. Co., Berlin W. Preis bi8 VierzehntagShefteS 40 Pf.) ver­öffentlicht wird.

r Zeit 8g geschloff, ' 1898

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lungr, Ion.

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ige Jit, Wjch über die Berufsvereine in Belgien („Soziale nstag q Praxis" Nr. 9) entnehmen wir nachstehende interessante Uhr 8g Darstellung:

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lwohnei - M 1830, bie vollkommenste Vereins- unb Ver- ib Som sMmlungsfreihcit. Es existiert bafelbft kein gesetz- fr geäfft M-z Hinderniß für Arbeiter unb Unternehmer, Be- mber 189i

arbttf# Diese Darstellung, bie um so interessanter ist, gjef* sie in ber „Sozialen Praxis* veröffentlicht wirb, hie bekanntlich für volle Koalitionsfteih-it ber Ar-

o! Die Einheitsbestrebungen ber deutschen Landwirthe 1(8% vs wiithschastlichem Gebiete haben in ber jüngsten Seit den Erfolg gehabt, baß bie großen mit bem Ankauf lanbwirthschaftlicher LebarfSstoffe befaßten

amerikanische Standard Oil Co. in unbestrittenem 'Besitze ie8 deutschen Marktes, fie erwirkt ein thatsächlicher Monopol für die Versorgung Deutschlands mit Petroleum und ist in •>en Stand gesetzt, die Prise zu diktiien, wie sie das schor Bisher in den Gebieten gethan hat, wo sie keinen Wider­stand fand, z. B. an den deutschen Ostseepiätzen Königsberg, Danzig 2C. und in deren Hinterland, Die enorme land oirthschaftliche Bedeutung eines solchen Privatmonopol» liegt in der Thatsache, da6 die Standard Oil Co. innerhalb weiter Grenzen die Macht erhätt, die deutschen Petroleum­konsumenten zu besteuern; eine Erhöhung deS Petroleum- Preises auch nur um 1 Mark für den Doppel- zentner kostet Deutschland zu Gunsten amerikanischer Äroßkapitalisten nicht viel weniger al» 1 ( Millionen.

Am 17. v. MtS. find die Petroleumgroßhändler Süd- weftdeutschlands hier zusammengetreten, um die Mittel ge­meinsamer Abwehr der Monopolbistrebungen zu beratben: ste haben dabei einstimmig gegen das Vorgehen der deutschen Zweige der Standard Oil Co. pioteftirt unb die ergebens- Unterfertigten berichten. Wir erfüllen diesen Auftrag durch Vorlage eines Berichts und bitten, indem wir bestimmte! Vorschläge uns enthalten, Euer Durchlaucht wollen bot- geneigtist veranlassen, daß die Reichsrigierung unS im Kampfe gegen nie Monopolbestrebungen der Standa-d Oil Co. mit aH n geeigneten Mitteln unterstütze im Kampfe gegen eine Uebermacht, der wir ohne diese Unterstützung stcher erliegen müssen.

In Ehrerbietung

DaS ßomtie unabhängiger Petroleumgroßhäudler Südwestdeutss land»:

Felix Wachenheim, in Firma I. Henningers Nachf Mannheim, Vorfitzender.

Georg Schreiber, in Firma Joh Schreiber, Mannheim. August Wall, in Firma Woll und Horn, Mannheim.

I. Kuhn, in Firma I. Kuhn II , Worms.

5 Würben auch wir entgegengeb«, wenn bei uns bie K' ätzten Schranken ber Koalitionsfreiheit fallen sollten.

_ .He frei vor ihnen lag. Jedoch haben einige Elite- ler-Bick Werbe, z. B. bie Buchdrucker, die Handschuhmacher,

-- Zwecke ber fatalistischen Agitation geworden.

Neue ni Nach d m Beispiel der Sozialisten haben katho-

L« ,, J kuipf und Wahlmache ausgebildet und dienen den lOI V« Parteien als Rekrutirungsgebiete. Solchen Zuständen

10 Vs M pjialistischen Syndikaten hat hier ber politische ^gtcibttt Zweck, bie Wahlmache, bie wirihschaftlichen iterrfN1 Absichten zurückgebrängt Die liberale Partei ist ber 1006 Allerdings biefent Vorbilde gefolgt, aber mit weniger Betten i Erfolg. Ihre „Arbeiteiligen" find numerisch nicht isl. grari ftrf genug, um sich in Berufsvereine scheiden zu elb rett« Bnnen. Im Allgemeinen kann man fagen, daß mit Ausnahme einiger hochstehender Gewerbe, wie ber

2. Luchdruckerei, unb in Brüssel, die ungeheure Mehr- "*heit ber belgischen Arbeitersyndikate bis jetzt viel eher

öchentltche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg «nd Kirchhain.

IfcbeHbe e» eflHbttbn: Warft 31. Jllustrirtes Sonntagsblatt.

der Standard Oll Co. auf bem deutschen Petroliurnrnarkt! 1--..»-«—-» *.v|u,lud

irn Gefolge haben würde, so find fie dazu veranlaßt weil' finden würbe. Aber das Schicksal wollte ein tragischeres ihre Existenz als Petroleum-Großhändler und ihre Ehre als (* • — - - . — ■ -

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dolle Vereinsfreiheit unb nirgends ist die sozialdemo- *225 h'-‘. " „ „ ' ' 7 "■ 1 ' m 7“ L08S 108 teilte haben sich als Organisationen für Klassen- io 1 ’

;4 ^tiner berufsmäßigen Vereinigung fremd

5ITU1! Di- „Internationale" hatte freilich

und btö .Sektionen" in's Leben gerufen. Aber diese Gruppen (751 »aren keineswegs von Arbeitern gleichen Berufs - - gebildet. Der Klaffenkampf scheint ihr

dition 2 an, bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. ffr"Ä aTXXXII ^abra

Bestellgeld,. Jnsertionsgcbül-i für die gespaltene Zelle Fiar^urt a M' KQ AAA11.

deren Raum io Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. D0NNerstllg, 9. Dezember 1897 We L Lo. ÄaZrt Telephon 55.

»Wuirte, veranlaßte fie anfangs nicht eine Bewegung itt ich 1 fft die Berufsverein?, sondern ste gründete Genossen- aß ich *■ schiften, besonders Bäckereien, und regionale Arbeiter- ht verlaß verbände, die Arbeiter von allen Gewerben um von die!! fa^en. Ab r es bedurfte nur weniger Jahre, um Oes M P^tei zu zeigen, wie nützlich die verufsvereine und sa ften, ura neue Anhänger zu gewinnen und bie Pro - enschevd zgganda für bie Wahlinteressen zu t und oi urganiftren. So ist bie Zahl ber sozialistischen Syu- ne HeilA Mate immer mehr gewachsen unb bie Organisation

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