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hie Leiche des erstochenen Soldaten geschafft L nachdem durch den Garnison - Auditeur der Bestand ausgenommen worden war. Die Haupt- Kjaen wurden festgenommen.

Aus den Ereignissen im Jahre 1848.

Eine freimüthige Charakterisirung

der Generale v. Steinmetz und von W r a n g e l, welche in dem soeben erschienenen ersten Baude derAuszeichnungen des Prinzen Kraft zu Hohenlohe-Ingelfingen* (Lcrlag der Königlichen Hofbuchhaudlung von E. S. Mittler u. Sohn in Berlin SW12) neben vielen Charakteristiken berühmter Männer sich findet, sei in dem Folgenden mitgetheilt:

Die Beschlüffe der Berliner Nationalversammlung (1848) hatten, nachdem sich die leitende Partei von dem Mißlingen ihrer Juniversuche erholt hatte, einen immer revolutionäreren Charakter angenommen. Die umstürzenden Elemente in Frankfurt und Berlin gingen dabei Hand in Hand, und die Regierung sah voraus, daß es zu einem neuen Entscheidungskampfe kommen werde. In diesem Entscheidungskampfe konnte es> sich aber nicht mehr um diese oder jene Regierungsform handeln, sondern es mußte dabei die Frage entschieden werden, ob überhaupt irgend eine Ordnung oder die Anarchie zur Herrschaft zu erheben sei. Es wurden seitens der Regierung daher aus­reichende Truppenmassen in der Umgegend von Berlin zusammengezogen und so in den nächsten Dörfern vertheilt, daß ein einziger Befehl genügt haben würde, um Berlin vollständig einzuschließen.

Ein Theil Truppen, die in Schleswig gekämpft hatten, kehrte, nachdem mit Dänemark ein Waffen­stillstand geschlossen war, ebenfalls nach der Umgegend von Berlin zurück, und der General v. W r a n g e l erhielt das Oberkommando.

Wir ttafen nach einem längeren Marsch in dem uns zugewiesenen Kantonnement Blankenburg im Norden von Berlin ein, wo wir mit den Truppen des zweiten Infanterie-Regiments zusammenlagen. Das zweite Regiment hatte im Kriege in Schleswig sich mit Ruhm bedeckt und war begierig, nun in Berlin Ordnung zu schaffen. Es hatte am achtzehnten März bereits in Berlin gefochten und dort seinen sehr verehrten Obersten, einen Grafen v. d. Schulen­burg, verloren, der durch eine Kopfwunde gefechts­unfähig wurde. Es erhielt dann einen Führer in dem Major v. Steinmetz (vom Garde-Reserve- Regiment), einen sehr harten Mann, der sich im Kriege so unbeliebt gemacht hatte, daß jetzt in der Nähe von Berlin die unerquicklichsten au Aufruhr streifenden Aufttitte bei den Mannschaften vorkamen. Ich bin nicht dabei gewesen, aber die Offiziere ei­

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- nicht auSgeführt worden war. Der Stuben- brachte darauf die Schuldigen zur Anzeige, ^scheinen sich nun dahin verabredet zu haben, Ztuvenältesten einen Denkzettel zu geben, ohne Wen, daß sie sich eines schweren militärischen ^hens schuldig machen würden. Als der Kälteste Abends nach Zapfenstreich wieder in ^scrne zurückkehrte, wurde er von einem seiner kgfameiaben, der aus dem Bette sprang, direkt angegriffen; da auch die übrigen hinzu- fial, war der Angegriffene gezwungen, sich zur . zn setzen. Es handelte sich in diesem Falle m thätlichen Angriff Untergebener gegen einen

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Legten. Der Angegriffene zog das Seitengewehr M feinen ersten Angreifer über den Haufen, .gaffe drang demselben in die Stuft und L das Herz durchbohrt zu haben, denn der be- Corz brach tobt zusammen.

-Ncudi «genossen stürzten sich nun auf den Stuben- c ^nge!^ $ und schlugen und mißhandelten ihn in iCfährijj imfter Weise. Schwer verletzt wurde er wild na; tinem Schädelbruch und aus Mehrern Stich- rnd Wich blutend von Unteroffizieren, die durch den bringenj , herbeigelost waren, aufgefunden. C.. ... gleich z, ( wurde nach der That eine mit Blut befleckte öeftimmy et aufgefunden, die wahrscheinlich den Angreifern jnangiijf, gaffe gedient hat. Der schwerverletzte Stuben- bei günj t wurde in das Militärlazareth gebracht, wohin

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iisenbahn-Unglück. Zwischen Thaingen und Ingen entgleiste vorgestern Abend ein kreisen ichnellzug. Zwei Personenwagen stürzten ildete. I örei Meter hohen Damm herab. Von 18 reizende «gben wurden sieben verletzt.

tte giohii grtrunten. Eine Mutter mit ihren beiden nbe, nnfi f6tn ^nd ein anderer Knabe sind vorgestern ^on 01 torfteid) von Weißwasser bei Görlitz ertrunken.

a 5jau hatte ihre irn Eise eingebrochenen Kinder .wollen.

® Ium Siebrrt'schen Familienmord wird aus

. tiottenburg weiter berichtet: Die Ursache zur i ist in fortgesetzten ehelichen Zwistigkeiten zu * j. Der Anfangs gegen de» Ehemann

zähllen, baß der Major v. Steinmetz im kritischsten Augenblicke sich nachgiebig gezeigt habe. Er ist später als General-Felbmarschall bekannter geworben.

Die FreiheitShelben in Berlin erfuhren natürlich bie Ansammlung ber Truppen unb bie Ernennung Wraugels zum Oberkommanbirenben. Wrangel wurde nun in den Volksversammlungen für einen Hoch- verräther erllärt und diese Erklärung an allen Sttaßeuecken Berlins angeschlagen.

In den ersten Tagen unseres EinrückenS in diese Kantonnements traf dort ber General v. Wrangel ein. Es würben einige Bataillone unb Eskabrons und zwei Batterien zusammengezogen und von ihm besichtigt. Es beschränkte sich bie Besichtigung auf eine Paradeaufstellung unb einen Vorbeimarsch unb eine Versammlung ber Offiziere, um eine Rede zu hören.

Es war dies das erste Mal, daß ich mit Wrangel in irgend eine Berührung kam. Bis dahin hatte ich nur von ihm gehört und ihn von Weitem ge­sehen. Sein erstes Auftreten enttäuschte mich gewaltig, denn ich hatte nach Allem, was ich von ihm gehört hatte, erwartet, einen bedeutenden Feldherr« zu sehen. Er leistete an Grobheit daS Unglaubliche, besonders gegen ganz alte, ehrwürdige Offiziere, wegen eines falschen TritieS ihres scheu gewordenen ober unruhigen PserdeS. Er sagte ihnen seine Grobheiten im Kreise sämmtlicher Offiziere. Dann hielt er eine Rede über die politische Situation, ber reine Wortschwall mit Ausbrücken, bie in ihrem theatralischen Charakter den Einbruch verfehlten, weil man bie Absicht merkte. Er meinte sogar bie heißesten KrokobilSthränen, weil ihn bei Berliner Straßenpöbel für einen Hochverrälher erklärt habe. Wir würben bas für eine Ehre ge­halten haben. Sehr verstimmt rückten wir wieber in unser Kantonnement ein.

Neueste Telegramme

Wolffs Bureau.

Berlin, 8. Dezbr. Wolffs Bureau melbet aus Porte au Prime vom 7. b. M.: Die Regierung Haiti's hat bie Forderungen des deutscherseits ge­stellten Ultimatums erfüllt, darauf sind vom deutschen Geschäftsträger die im Augenblick bet Ueberreichung des Ultimatums abgebrochenen diplomatischen Be­ziehungen bereits wieder aufgenommen worden.

Berli«, 7. Dezember. Pie Morgenblätter melden aus Aussig: Bei einem Neubau stürzte ein Gerüst von 3 Stock herab. Vier Arbeiter wurden getödtet, vier schwer verletzt.

Wie«, 8. Dezbr. Als Vertreter des deutsche« Kaisers wird Biceadmiral Köster der Beisetzu»g des verstorbene» Admirals Freiherr» v. St er »eck beiwohnen. Viceadmiral Köster wird heute aus Kiel hier eintreffen.

Rom, 8. Dezbr. De» Blätter» zufolge ver­handelte bi Rndini gestern mit Zanarbelli, um benfelben zum Eintritt in das Sabine! zu be­wegen. Zanarbelli habe dies abgelehnt; seine Freunde inbeffen drängten ihn, ber Aufforberung RudiniS Folge z» leisten.

Sassari, 8. Dezbr. Der Schaden, den der Wirbelsturm in dem Arrondissement Iglesias anrichtete, ist sehr bedeutend. Viele Häuser sind ein­gestürzt. Bisher wurden 3 Leichen aus den Trümmer» hervorgezoge». Au mehreren Stellen erreichte dar Wasser den Stand von einem Meter.

Londo«, 7. Dezember. Das Bureau Reuter erfährt aus Port au Prime: Haiti bewilligte alle Forderungen Deutschlands. Dem ersten Theil der Forderungen fei gestern Abend Genüge geschehen. Das haitische FlaggschiffCretea Pierrot*, unter Admiral Killick, senkte vor de» deutschen Schiffen seine Flagge. Das MuflkkorpS ber haitischen Flotte spielte die deutsche National­hymne.Cretea Pierrot* gab einen Salut von 21 Schuß ab, der von dem deutschen Flaggschiff Charlotte* erwidert wurde. Der zweite Theil der geforderten ceremoniellen Genugthuung werde heute zur Ausführung gelangen. Der deutsche Geschäfts­träger Schwerin werde in förmlicher, feierlicher Weise von den haitischen Beamte« empfangen werde». Letztere hätten Langens die Versicherung abgegeben, daß gegen die Beamten, bie für bie gegenwärtige Entfrembung zwischen Deutschlanb unb Haiti ver­antwortlich seien, eine summarische Justiz vollstreckt werden solle. Die Fremden, welche sich an Bord ber im Hafen Itegenben Schiffe geflüchtet, ftnb in bie Stadt zurückgekehrt.

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