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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«

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^nkBtrtea: 3»h. ®*S- Koch, Uuiv«rsttät»-B»chdruck»r«i in Marburg.

Ätbofttoe und Expedition: Markt 51.

Änteigoi nimmt entgegen die Eweditiou diese« Blatte«.

sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein & Bögler in VVVH

Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf AÄA11. ^yUOTfl«

Stoffe in Frankfurt a. M-, Berlin, München u. Köln, 6. L. R-

Daube 4 6«. in Frankfurt a. M.. Berlin. Sauuover, Bari». $

Jllustrirtcs Sonntagsblatt.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Soun- und

W» 6)QK Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe- WlUVvUm

£0«3. dition 2 M., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. «

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raephou 55. (bet deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. ©OlttltfltJ, O. jD^CHIDCT lö97,

Zweites Blatt.

Aus dem Voranschlag des M

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DaS ReichSgesuudheitsamt

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iz auf die Arbeiten einwirken würde, ist die eines technischen HülssarbeiterS in Zugang

9.

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Phaushaüs-Etats für 189899.

D er Börsenausschuß, Seils vor dem Jukrasttreten des Börsengesetzes

roa 2/3 auf die zufolge des Börsengesetzes an chchußmitglieder zu zahlenden, nach den üb- Tätzen berechneten Tagegelder und Reisekosten

Im Patentamt

die starke Zunahme der Geschäfte die Ein- von neun hauptamtlichen technischen Mit­erforderlich.

»r den Kaiser Wilhelm-Kanal

are, nur ne wkißi Äußert ttf. Pst t wem« ig 2 $. ;pft »er> 75, hast M. Sei» laut. ge. klar lihl nähme

ws eine Ausgabe von 25 000 M. für das tsjahr gerechnet werden, zumal da der pro- Ausschuß aus nur 30 Mitgliedern bestand, t endgültig gebildeten Börsenausschuß aber glieder mit der gleichen Zahl von Stell- angehören, < und da die Kosten für die ichtliche Berufungskammer hinzutreten.

Im Statist0sch e^n 2t‘m t

die stetige ZunahmeKderEGeschäfte eine Ver­des Büreaupersonals erforderlich. Für die des Handels des deutschen Zollgebiets mit slande sind die zur Bearbeitung kommenden se seit 1892 von 10 700 000 auf etwa 000 gestiegen, ohne daß seit jener Zeit eine rung des Personals für diesen Arbeitszweig

N.

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trrf er 1 Betten il. ld r

zjj -! eines auf dem Gebiet der Botanik anSge- ■Lß ds Hülfsarbeiters, der nicht nur die in daS einschlagenden Arbeiten der Lebensmittelunter-

l und periodischen Veröffentlichungen der von Narktkommissionen telegraphisch mitgetheilten idepreisnachrichten eine Vermehrung des Per- ,, ’• Demgemäß find zwei öüreaubeamte, füu: d beseit miats-Assistenlen und sechs Büreauhllfsarbeiter c Gaia igang gebracht.

subventwnirten Dampserlinten vermittelten und m wverkehrs weisen eine erhebliche Zunahme auf; e Heilo ch erheischt die dem Stattstischen Amte seit Be- 1 dis Jahres 1897 übertragene Bearbeitung der täg-

______ _ Jen, sondern auch die botanischen Arbeiten für [tue N ^zueibuch und zugleich die Frage der AnS- >ed. Ai *8 von Pflanzen aus den Schutzgebieten er- ef. sowie auf dem Gebiete des Pflanzenschutzes qi/3 5 1 sein kann. Da das Bedürfniß ein dauerndes wtelltMid da ein häufigerer Wechsel in der Person

bei der Zunahme des Kanalverkehrs, die Steigerung der Einnahmen um 184 600 M.

läßt, die bisherige Zahl der Lootseu (60 Mreichend erwiesen, um so mehr, als 10 Lootseu keresse der Betriebssicherheit ausschließlich als . lotsen für das Einloolsen der Schiffe aus der Eller

«lt“p e Brunsbütteler Schleusen Verwendung finden 6‘ Zur Zeit werden deshalb außer den etats- Sil' to Loosen remuneratorisch 20 HültSlootsen I 3 9: lügt, von denen zunächst 10 zur etatsmäßigen ; "ung gebracht werden sollen. — Im Suez- find bei einem Verkehre von nur 3409 Schiffen -Bei ®? ^re 1896 (gegen 19 960 im Kaiser Wtlhelm- ll 96 Lootseu beschäftigt.

-rfor^ deutsche Schi ff SklassifikationS- < V ft a 11 „Germanischer Lloyd",

P ben Vorjahren eine Beihülfe von je 20 000

MeuH

a, während der Rest sich aus den Ausgaben A J dir Drucklegung der Verhandlungen und der itten Gutachten, aus Vergütungen und Re- Altonen für die stenographische Aufnahme der *tayL Bölungeti und für die Protokollführung zu- ... l Hmsetzte. Bei Zugrundelegung dieser Ergebnisse

husch gebildet worden war, hat in der Zeü

I9- bis 26. November 1896 getagt. Hierdurch Ratten^^“ öon me^r oI§ 9000 M. erwachsen, wo- er zu

den hat. Ferner müssen für die erweiterte jon die! Ki des Veredelungsverkehrs und der Handels- hes Mit ttje neue Arbeitskräfte berangezogen werden. >nd die Kttminalstattstik und die Statistik des von

M. aus Reichsmin. In gewährt worden ist, um ih m Wettbewerbe mit den ausländischen Gesellschaftei den wünschenswerten Erfolg und damit der deutsche Handelsflotte und dem deutschen Schiffsbau die Ui abhängigkeit vom Auslande zu sichern, hat im letzte Jahre erfreuliche Fortschtttte zu verzeichnen gehabt Die Anstalt hat die Klassifikation der deutschen Schiff n weiterem Umfang an sich gezogen, daneben abe in ausgedehntem Maße ihre Thätigkeit in Gemein schäft mit der Seeberufsgenossenschaft der lieber wachung der Schifffahrtsbetriebe und der Verbefferuns der Sicherheitseinrichtungen auf den deutschen Kauf fahrteischiffeu gewidmet. Diese Mitwirkung bei der Lösung staatlicher Aufgaben erfordert eine stetig Ausdehnung und Vervollkommnung der Betriebs- einttchtungen der Anstalt. Die hierdurch bedingten Kosten können in den durch den augenblicklich regen Schiffsbau erzielten vorübergehenden Mehreinnahmen nur zu einem Theile Deckung finden. Zur Auftecht- erhaltung des finanziellen Gleichgewichts bedarf die Klassifikationsanstalt auch im Etatsjahr 1898-99 einer Beihülfe, welche in gleicher Höhe wie im Vor­jahr eingestellt worden ist.

Für die Ausschmückung des Reichs- tagsgebändeS

mit Bildwerken und Malereien sind in den Rechnungs­jahren 1893/97 im Ganzen 924000 M. bereit­gestellt worden; über diesen Bettag ist nach Maß­gabe der von der Reichstagsbaukommission gefaßten Beschlüsse bis auf einen geringfügigen Rest von rund 12 000 M. verfügt. Die künstlerische Ausschmückung des Gebäudes ist damit noch nicht zum Abschlüsse gebracht; vielmehr harren noch zahlreiche, zumTheil bedeutsame und kostspielige Kunstwerke der Ausführung, wenn das Gebäude in allen seinen Theilen den in Aussicht genommenen Schmuck erhalten soll.

Die Preise der einzelnen Kunstwerke kaffen sich im Voraus mit Sicherheit nicht schätze»; nach einer von dem leitenden Archftekten aufgestellten über­schlägigen Berechnung wird int Ganzen noch ein Be­trag von etwa 1000 000 M. erforderlich sein. Die Ausmalung der großen Halle ist hierbei nicht berück­sichtigt, da ihre Kosten, so lange ein bestimmter Plan noch nicht vorliegt, auch nicht annäherungsweise be­ziffert werden können.

Die Beschaffung der in Rede stebenden Kunst­werke wird eine längere Reihe von Jahren in An­spruch nehmen, so daß auch die erforderlichen Mittel in einzelnen Jahresraten flü fig zu machen sein werden. Um einen stetigen Fortgang der Arbeiten zu ermöglichen, empfiehlt es sich, in die nächst­folgenden Etats regelmäßig eine gleichbleibende Summe einzustellen. Wird diese, wie für das Jahr 1898/99 geschehen soll, auf 100 000 M. bemessen, so erpicht sich für den Abschluß der künstlettschen Ausschmückung ein zehnjähttger Zeitraum.

Militärseelsorge.

Das Bedürfniß einer ausreichenderen Pastottrung 9er Militärgemeinden ist in dem letzten Jahrzehnt 'eftänbig gestiegen, so daß die vorhandene Zahl der eistlichen Kräf e in den größeren Garnisonen bis iber die zulässige Grenze schon angespannt ist. In leineren Garnisonen sind die vorhandenen Civil- leistlichen ost nicht in der Lage, neben ihrer Civil- gemeiude auch noch die Militärgemeinde in aus­giebiger Weise zu pastoriren. Es ist daher die Annahme seelsorgerischer Hülfskräfte erforderlich, zu oeren Entschädigung der Mehrbedarf von 14400 M. erforderlich wird.

Generalinspekteur der Kavallerie.

Im Interesse der Einheitlichkeit in der Aus­bildung der Kavallette ist die Schaffung von Stellen für einen Generalinspekteur der Kavallette und für weitere zwei Kavallerieinspekteure erforderlich. Dem Generalinspekteur der Kavallerie sollen außer den vier Kaoalletteinspekteuren auch das Militär-Reit- inftitut und daS Militär-Veterinärwesen unterstellt werden, um hierdurch eine dringend wünschens- werthe Entlastung des KttegsministettumS herbei­zuführen.

Im Große» General st ab stellen die Aufgaben der kriegsgeschichtlichen Ab- theilung und der Bibliothek des großen General­stabes an die für diese Dienstzweige verfügbaren Generalstabsoffiziere Anforderungen, denen sie nicht im vollen Maße gerecht werden können, weil einer­seits die Offiziere zu häufig wechseln und deshalb vielfach nicht gehöttg mit ihren Aufgaben vertraut werden, und weil anbercrfeitS die einschlägigen Ar­beiten fortgesetzt an Umfang zunehmen. Es ist beshalb nothwenbig, las Personal für tiefe Ar­beiten burch Offiziere zu verstärken, bie Gewähr für ein längeres Verbleiben in der Stellung bieten. Diese Bedinguna werben penstonirte Offiziere mit ber nöthigen wissenschaftlichen Bildung am meisten erfüllen. Zunächst stnb zwei Stellen für solche Offi­ziere angesetzt.

Generalstabsübungsreisen werben jetzt jährlich bei 11 Armeekorps abgehalten. Die Erfahrungen haben ergeben, daß dies für bie Ausv'lbung unb Uebung ber Generalstabsoffiziere sowie einer hinreichenden Zahl von Truppenoffizieren nich' genügt. Es ist deshalb nothwenbig, fortan jährlich bei allen — 16 — Armeekorps General- stabsüvungsreisen stattfinben zu lassen. Die Kosten ber mehr erforberlidjen fünf Uebungsreisen ergeben nach bem Durchschnitt ber Vorjahre von 5000 M. für eine UebungSrcife ben Betrag von 25 000 M.

Organisatiousänberungen im

Sanitäts-Offizierkorps.

Seit ben 70er Jahren macht sich ein im Fehl­betrag ber Assistenzärzte Ausdruck fiubenber, bis vor

Für bie Normalaichungskommisfion ist behufs Erttchtung ttues Dieustgebäubes ein Grund- ftück erworben worbe». Die Koste» beS Baues be­laufen sich vorläufig auf 720 000 M. Als erste Rate hierfür, sowie zur Ausstattung mit wissenschaft­lichen Hülfsmitteln, Apparaten unb Möbeln sinb als erste Rate 300000 M. in ben Etat eingestellt.

Die Versuche zur Erforschung der Maul - und Klane»seuche habe» Wege» der schwiettgen Erlangung und Ver- wetthung des BersuchSmatettalS und mit Rücksicht auf die mit der Ermittelung des Krankhtttserregers verbundenen besonderen Schwiettgkeiten im vdttgen Etatsjahre nicht beendet werden können. Zur Weiter­führung der Versuche wird der Bettag von 25 000 M. nothwenbig sein.

Die Etatsstärke deS deutschen Heeres für daS Etatsjahr 1898/99 beträgt 23 176 Offi­ziere ; an Unteroffizieren 1134 Zahlmeisterafpiranten, 6362 Spielleute, 1936 Lazarathgehülseu, 68 775 sonstige Unteroffiziere, zusammen 78 207 Unteroffi­ziere; an Gemeinen 16 869 Spielleute, 1929 Unter« lazarethgehülfen, 7130 Oekonomie - Handwerker, 453 201 Kapitulanten, son ige Gefreite und Ge­meine, zusammen 479 229 Gemeine; ferner 2103 Militärärzte, 1050'Zahlmeister, Militärmusikinspizient, Werkstättenvorsteher bei ber Lustschifferabtheilung, 583 Roßärzte, 1012 Büchsenmacher unb Waffen­meister, 93 Sattler xnb 98 038 Dienstpferde.

Kurzem stetig zuuehmenber Mangel an Sanitäts- osfifieren geltenb. Es fehlten im Jahre 1875: 330, d. i. 47 Prozent bes Etatssolls an Assistenz­ärzten, am 31. März 1897: 561, b. i. 63 Procent, im Oktober 1897: 550, b. i. 67 Procent bes Etats­solls. Abbülfe kann nur geschaffen werben burch eine Besserstellung der älteren Sanitätsoffiziere. Diese ist in ber Weise beabsichtigt, baß die Ober­stabsärzte künftig je zur Hälfte 5850 und 5400 M. erhalten, während die Stabsärzte, entsprechend den ihnen im Range gleichstehenden Hauptleuten, in 2 Klaffen (je 50 Procent mit 3900 und 2700 M.) getheilt werden sollen. Die Durchführung dieser Maßnahme vertbttlt sich glttchmäßig auf 4 Jahre; für 1898/99 ist das erste SSiertel ber entstehenben Kosten angeforbert worben.

Ferner ist in Uebereinstimmung mit der Heeres­verwaltung eine Aenbening in den Rangvethältuisien und Gebührnissen der Sanitätsoffiziere der Mattne derart in Aussicht genommen, daß die Oberstabs­ärzte sämmtlich den Rang der Korvettenkapitäne, so­wie je zur Hälfte 5850 M. und 5400 M. Gehalt erhalten, während die Stabsärzte, entsprechend den ihnen im Range gleichstehenden Kapitäulieutenants, in 2 Klassen (je 50 Procent mit 3900 M. und 2700 M. Gehalt) getheilt werben. Die Durch­führung dieser Maßregel soll in einem Zeiträume von 4 Jahren erfolgen.

Im Etat der Reichspostverwaltung ist ein Zugang von 2100 Stelle» für Unterbeamte

im inneren Dienst bei ben Post- unb Telegraphen« ämtern, im Ortsbestellnugs-, im Postbegleitungs- unb im Telegraphenleitungsaufseherbienst in Ansatz gebracht worben, ferner ist außer ber Umwandlung von 29 Postagenturen in Postämter III. Klasse die Errichtung von 200 neuen Postagenturen vorgesehen worden. Zur Vervollständigung der Telegraphen­anlagen ist die Summe von 15285 000 M. gegen 10 849 000 M. int Vorjahr angesetzt worden.

Für Po st neubauten sind, abgesehen von den zweiten und ferneren Raten für bereits im Bau begriffene neue Dienstgebäude, erste Raten in den Etat eingestellt zur Vergrößerung des Telegrapbengrundstücks an der Französische», Jäger- und Oberwallstraße in Berlin, zu Um- und Erweiterungsbauten in Chemnitz, Guben und Ham­burg, zur Vergrößerung des Postgrundstücks in Erfutt, zur Herstellung neuer Dienstgebäube in Altenburg, Dessau, Oldenburg, Staßfurt und Wesel, und zum Erwerb eines Grundstücks in Coburg und Hamburg.

Anleihegesetz.

Gleichzeittg mit dem Etat ist dem Reichstag der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres, der Mattne und der Reichseisenbahnen in Höhe von 55 629 991 M. zugegangen.

Münzprägung.

Im Etatsjahre 1898/99 soll nach Maßgabe des Vettehrsbedarss mit ber Ausprägung von Reichs- Silber-, Nickel- unb Kupfermünzen fottgesahren werben. Es läßt sich erwarten, baß hierbei ein Bruttomünzgewinn von 1437 000 M. einschließlich ber sonstigen Einnahmen erzielt werben wirb, bem eine Ausgabe hauptsächlich an Prägekosten von runb 220 000 M. gegenübersteht.

Der Etat ber Schutzgebiete ist festgesetzt für bas ostafrikanische Schutzgebiet auf 5 9*-5 200 (6 069 900) M., für Kamerun auf 1394100 (1271400) M., für Togo auf 550 000 (400 000) M. unb für bas sübwestasttkanische Schutz­gebiet auf 5000 600 (3 565 000) M.

In Kamerun

besteht bie bewaffnete Macht zur Zeit neben einer Polizeitruppe von 100 Farbigen aus einer Schutz­truppe, zu welcher außer ben europäischen unb ben farbigen Chargen und außer den farbigen Spiel­leuten 200 farbige Mannschaften gehören.

Diese Machtmittel laben sich indessen als unzu­länglich erwiesen. Die Verhältnisse erheischen eine Vermehrung der Schutzttuppe, um den Gouverneur in den Stand zu setzen, die Schutzgewalt in ange­messener Weise zum Ausdrucke zu bringen und da­durch auch auf eine weitere Bethätigung des sich im Schutzgebiete regenden Unternehmungsgeistes hinzu- wirken. Kamerun berechtigt in seiner Weiterentwick- als Plantagengebiet zu den besten Hoffnungen. Er­folge in dieser Hinsicht sind aber in erster Linie von ber Gewährleistung eines burch Bebrohungen seitens unruhiger eingeborener Elemente ungestött blelbenben Betriebs abhängig.

Im Hinblick auf bie zur Zett noch beschränkte finanzielle Lttstungsfähigkttt bes Schutzgebiets ist eine Verstärkung bei Schutztruppe um nur 100 Manu inS Auge gefaßt.

Für Togo

soll die nach der Erläuterung im Etat für 1897 98 in Ausficht genommene Umwandlung der Polizeittuppe in eine Kaiserliche Schutztruppe vertagt bleiben, bis »ach vollständiger Durchführung der Grenzregulirung für die Gliederung der Truppe und für die Bemessung ihrer Stärke die erforderliche Grundlage gegeben wird.

Ländliche Fortbildungsschulen.

Der Landwttthschaftsminister hat an sämtätliche LandwttthfchaftSkammer», an ben Centralausschuß bet Königlichen Lanbwirthschafts - Gesellschaft zu Hannover, an ben Vorstand deS laubwirthschastliche» ProvinzicckvereinS für ’ Westfalen unb Lippe zu Münster i. SB., an daS Präsidium des landwirth- fchaftlichen Vereins für Rheinpreußen zu Bonn und an die Centtalstelle des Vereins zur Beförderung von Landwitthfchast und Gewerbe in Hohenzollern zu Sigmaringen^ einen Erlaß, bett, die lind-