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Zweites Blatt.

ihm ein Anderer,

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singen

and raucht! — Verstanden? Wenn ich als

j Mer Feldsoldat mich nicht um das bischen Regen u*.J‘®nmcie' darf eS Euch, junge Grasteufel, gar nicht

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Ruhig,

(Schluß folgt.)

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ein der

wettert der Ober­hab' ich Hunger! Kommt denn die

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1 j» And roch als häst

„O, Feldwebel!" ruft ihm eia Reservelieutenant zu, „lassen Sie die Leute nur singen, bei dem Ge­sang — reißt der Gegner aas, wenn er in unsere Nähe kommen sollte, und wir sind vor Ueberfall

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spie!

warfen sich auf ihrem Strohlager hin und her und suchten den Schlaf, der nicht kommen wollte.

Wer schon einmal ein Biwack im Regen mit­gemacht, wird mir beipflichten, wenn ich behaupte, daß es angenehmere Situationen im Leben giebt, als diese.

Legt man sich auf die rechte Seite, regnet es in das linke Ohr und ebenso umgekehrt; ändert man die Lage und liegt auf dem Bauche, regnet es in's Genick, während bei einer Lage auf dem Rücken der Regen ins Gesicht schlägt — kurz, man mag liegen, wie man will — es ist eine sehr „angenehme Ge- schicht".

Die Soldaten fluchen und schimpfen halblaut über den „heiligen Sankt Petrus," welcher beim Militär — warum weiß ich nicht — als Wetler- macher gilt; aber alles Schimpfen hilft nichts — es regnet „schön stad" weiter.

ge chützt."

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nach

kommt der Feldwebel herbeigeeilt. StillenÜum!"

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Das dritte Bataillon setzt Vorposten aus.

Nachdem der Herr Oberst abgeritten war, konnte Herr Major seiner üblen Laune wieder die el schießen lassen.

„Habt Jhr'S gehört, Ihr Hannakenl Kriegs­ack heißt's! Also, da bitte ich mir aus, daß er von Euch sich rührt; tiefste Stille muß chen, kein Feuer darf angezündet werden —

„die Menasch kommt bald; es wird drinn im Ort für uns mitabkocht; heut' giebt's wieder Corned, beef, dös Büchsenfleisch, wo so gut schmeckt, daß mer's am liebsten wegschütten thut — o, Du lieb's Herrgottle, nur a m a l wann's wieder Leberknödel geben that —"

„Hör auf, Hintermayer, mit die Lebertnödel; da lauft mir das Wasser im Mund zusammen; wer wird denn jetzt an s o w a s denken — bei dem Hunger —"

„Nazi, wenn Du gar so arg Hunger hast, dann leg' Dich auf den Bauch, dann dentt der Magen — es ist Nacht und er ist ruhig!"

„Männer, tapfere Krieger!" fängt einer an, „weil's hier gar so schön und gemüthlich ist, woll'n mir amal a Lied singen und ich schlage vor, wir singen das schöne Lied: „Steh' ich in finst'rer Mitternachl!"

„Bravo!" rufen die Oifiziere, welche an'S Fenster getreten find, dem poetischen Nachtwächter zu — „das soll.hie und da vorkommen, wie man sagt, — aber nix G'wifles weiß mer net." Die Herren setzen sich wieder an die Tafel und die Gläser werden noch öfter geleert.

Der Baron nähert sich einmal dem Oberst: „Für Ihren armen Major habe ich e'n wenig ge­sorgt: ich ließ ihm durch einen Stallburschen ein paar Rebhühner und ein paar Flaschen Wein hinaus- briugen, damit er doch auch innerlich naß wird!"

„Herr Baron! Das war eine edle That! Ich danke Ihnen schon jetzt für diese große Liebens- würdigke t gegen einen meiner Offiziere; der Major wird sich jedenfalls morgen früh vor dem Abmarsche noch persönlich bei Ihnen bedanken! Meine Herren Kameraden, trinken wir wiederholt auf das Wobl unseres hochverehrten Gastftenndes, des Herrn Baron von Wildenberg, der nicht nur uns so liebenswürdig ausgenommen, sondern der auch noch der Kameraden gedenkt, die da draußen an den Hecken und Zäunen liegen, der die Hungrigen speiset und die Durstigen träntet! Herr Baron von Wildenberg lebe hoch! hoch! hoch!"

Der Baron dankt verbindlichst nach allen Seiten: „Meine Herren, ich tanke Ihnen; was ich gethan, ist ja nur Christen- und Kameradenpflicht, denn ich bin ja auch einer der Mitkämpfer vom großen Kriege 1870—71 gewesen — wie Sie wissen, meine Herren — lassen Sic uns deßhalb rufen: „Es lebe Kaiser und Reich! Hurrah! Hurrah! Hurrah!"

Draußen im Biwack war es weniger gemüthlich, als hier im Schlosse; die Offiziere und Soldaten

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Telephon 65.

hinunter, dann setzte er mich wie ein kleines Kind auf die Erde und sagte mit fteuudlichem Lächeln? „Mein Name ist v. Bismarck; ich wollte Sie nur von dem Pudel befteien."

Duell. Vorgestern früh hat auf dem Schießstande in Bremen ein P i st o l e n d u e l l unter den schwersten Bedingungen zwischen den Sekonde-Lieute- nants von Schoenfeld und Siegmund vom 75. Hanseatischen Regiment stattgefunden. Schoenfeld wurde durch die Brust geschossen. Sein Zustand ist hoffnungslos.

Eine der schnellsten Ballonfahrten haben vor­gestern die Lieutenants v. Kähler und v. Kleist von der Luftschifferabtheilung unternommen. Sie hatten Mittags nm 12 Uhr 20 Minuten vom Tempelhofer Felde den Aufstieg unternommen und landeten Nach­mittags auf den Feldern der Ortschaft Langhelwigs- dorf bei B o l k e n h a i n. Der Ballon trieb nach Süd« ost mit einer zeitweisen Geschwindigkeit von 90 km die Stunde, also 25 m in der Sekunde, während 30 m bereits die Schnelligkeit des Orkans ist. Die sonnenbeleuchteten Wolken wie die schneebedeckten Berge boten den Aeronauten ein wunderbares Bild. Durch die zerriffenen Wolken wurden denn auch mehrere Aufnahmen einiger Ortschaften gemacht. Die Offiziere erreichten eine Höhe von 2000 m. AIS sie abstiegen, waren besonders merkwürdig die wirbelartigeu Wind­bewegungen, denen ste zwischen 700—500 m be- begneten. Die Landung ging ohne Unfall von statten. — ' .—;—n

„ Stiefelschnurrbartkapuziner!" niedermayer, Nazi, „Herrschaft! Mei Magen, der bellt nur so! „Menasch" net bald?"

„Jawohl, Nazi!" entgegnet

„Jawohl," rufen die Soldaten, „döS wir, also:"

„Steh' ich in finst'rer Mitternacht Chor: Mit Stiefel und mit Sporn, So einsam auf der füllen Wacht, Chor: Mit Stiefel und mit Sporn, So denk' ich an mein fernes Lieb, Chor: Mit Stiefel und mit Sporn, Ob sie auch treu und hold verblieb, Chor: Mit Stiefel und mit Sporn."

Versicherungs-Wesen.

Preußischer Beamten»Verein tn Hannover. Leben»-, Kapital- (Aussteuer- und Militärdienst»), Leib­renten- und Begräbnißgeld - VeisicherungS - Anstalt für all« Deutschen Reichs-, Staats- und Kommunal- ec. Beamten, Geistlichen, Lehrer, Rechtsanwälte, Aerzte, Thierärzte, Apotheker, Redakteure, Jngeniere uns geprüft« Baumeister, sowie für Privatbeamte in gesicherten Stellungen. Shine bezahlten Agenten und in Folge beffen niedrige VerwaltungS- kosten. BersicherungSbestand Ende Oktober 1897: 48613 Lerficherungen über 158 703300 Mark Kapital und 367 857 Mark jährliche Rente. Reiner Zugang vom 1. Januar bi» Ende Oktober 1897: 2922 Versicherungen über 11418060 Mark Kapital und 36 HO Mark jährliche Reut«. Ver­mögens bestand: 43 862000 Mark.

Und so wird das schöne Lied fort gesungen. „Jetzt aber schön piano — mit G'fühl." „Du gehst jetzt in Dein Kämmerlein, Chor: Mit St'efel und mit Starrt, Wohl Abends bei der Lampe Schein, Chor: Mit Stiefel und mit Sporn, Und schickst Dein Nachtgebet zum Herrn, Chor: Mit Stiefel und mit Sporn, Auch für den Liebsten in der Fern, Chor: Mit Stiefel und mit Sporn.

„Kerle, wollt Ihr wohl ruhig sein mit Eurem Brüllen, es ist Kriegsbiwack — keine Maus darf sich rühren und Ihr schreit wie die Jochgeier,"

Vermischtes.

AuS BiSmarckS Studienzeit weiß der „Han uov. Rur." folgende Anekdote zu berichten. Der verstorbene Kammerkonfulent Reuter in Celle pflegte gern zu erzählen, wie er einst in Göttingen Bismarcks Bekanntschaft gemacht habe. Ich tarn, so erzählte er, eines Abends von der Kneipe und machte auf der Weendersttaße etwas Randal, so daß ein Pudel (Pedell) herbeikam und mich verhaften wollte. In dem Augenblick kam ein baumlanger Stubent vorbei, packte mich und setzte mich (Reuter war ein ziemlich kleiner, schmächtiger Herr) auf feine Schulter und lief mit mir davon. Ich war wüthend, strampelte mit den Füßen und rief: »Herr, was fällt Ihnen ein, lassen Sie mich herunter, wer find Sie?" Der Student hötte gar uicht auf mich und lief mit mir die Grohnderstraße

„Mein lieber Kriener, mich reißt'S heute wieder ganz infam in meinem verwundeten Fuß; ich muß mich doch in'S Ort hinein begeben; der Oberst hat mir'8 ja, wie Sie wissen, selbst angeboten; aber wissen Sie, mein bester Adjutant, würde ich es an­genommen haben, hätte sich der Oberst wahrscheinlich gedacht: ,aha, der ist doch nimmer recht felddienst­tauglich' und dann — ,blaue Briefe kommen bald!' Ah, Donnerwetter, wie das reißt in meinem Fuß! Wenn es also, lieber Kriener, etwas geben sollte, z. B. Allarm, so wissen Sie, ich bin gleich da, ix dem ersten Hanse links, am Dorfeingang, und setzen mich sogleich in Kemttniß! Nicht wahr, mein Lieber? Also, adieu! Aber Niemanden etwas sagen! Ver­standen? Gute Nacht! Morgen früh auf Wieder­sehen!"

„Der Alte ist doch in's Dorf gegangen!" macht ringe Zeit darauf die Runde dnrch's Lager; „so, so, also doch: der alte Feldsoldat, dem ein gutes Bett lieber ist, als das schlechteste Biwack!" bemerkt ein vorwitziger Lieutenant. „Nein, umgekehrt hat er gesagt: ihm sei ein solches Biwack lieber, als das schönste Bett daheim!"

Es gießt unterdessen „schön stad" — wie die Soldaten sagen — weiter und es ist deßhalb eine recht angenehme Nacht für die Biwackirenden zu er­warten.

Drinnen im Orte, im Schlosse, sitzen der Herr Oberst und die anderen Offiziere an der reichbesetzten Tafel und „hauen" nach Soldatenweise ordentlich ein, denn der Herr Baron hat ein ganz vorzügliches Diner serviren lassen.

„O, wie ist eS hier so schön, so gemüthlich," äußert der Oberst, „Dank Ihrer liebenswürdigen Gastfteundschaft, verehrter Herr Baron; wir sitzen hier so warm, so trocken, indeß mein armer Major von T. draußen im Biwack liegt, bei strömendem Regen, ohne Feuer, bei sehr mangelhafter Ver­pflegung —"

„Geehrter Herr Graf, dem letzteren ist abzu- helfeu," bemerkt verbindlichst der gastftenndliche Baron und verläßt auf einige Minuten das Zimmer.

Die Offiziere sind in lebhaftester Unterhaltung begriffen; die feinen Weine nach dem vorzüglichen Mahle machen ihre Wirkung geltend; eS herrscht eine fröhliche Stimmung im Kreise; es wird ge­lacht, Anekdoten erzählt, Kriegserinnerungen auf« gefrischt, da — ertönt auf einmal vor dem Schlosse

Bom Büchermarkt.

*«* Di« Baronin Wally vo.. Rüxl«b«n, dir unt«r d«m Namen H. Carmer bekannt« Dichterin, plaudert unter „Selbsterlebtes" in der neuesten Nummer <Nr. v) der unter der bewährten Leitung der bekannten und beliebten Schrift- stellerin Anna Wothe stehenden Wochenschrift „VonHau» zu Hau»" sehr feffelnb über ihre Kindheit in bei ste be­reit» bie e:fte Anregung zu schriftstellerischen Thäligkeit er- hielt. Die vorliegende Nummer zeichnet sich wieder durch Stichhaltigkeit aus. Der Bezugspreis für'S Vierteljahr be­trägt nur 1.60 Maik Probenummern versendet die Ge­schäftsstelle „Von Haus zn Haus', Adolf Mahn'« Verlag in Leipzig, kostenfrei und franko an jede aufgegebene Adresie,

*** In einem Artikel „Unser täglich Gift" von S. Stefan in dem soeben ausgegebenen Heft 9 der bekannten illustrittenFvmilienzeitschrift „Für alle Welt" (Deutsches Berlagrhaus Bong & Co., Berlin W., Preis der Vierzehn- tagShefteS 40 Pfg), welcher unser« Genußmittel einer tin- gehenden sachverständigen Kritik unterzieht, wird eine Anekdote mitgetheilt, die Kaiser Wilhelm I. einmal erzählte, als Jemand ihm gegenüber die Behauptung ausgestellt Hari«, die absolute Enthaltsamkeit von alkoholischen Getränken ver­längere da» Leben. Daffelbe Heft, in dem wir diese Anekdote finden, enthält außerdem noch neben überaus spannenden Romanen ein« reizend« Novelle „Jagendliebe" von JameS Greenwood. reich illustrirt« Artikel über die Heilmann- Lokomotioe, über Unterricht in der Blindenschule u s. w

Die Elektricität im Dienst« d«r H«il- künde. Eines der ältesten unter den Heilmitteln, welches bi« heute fein« souverän« Herrschaft bewahrt hat, ist die Elektricität, deren Heilwirkung eingehend ein interessanter Aussatz im neuesten Hefte der allbeliebten illustrirten Familien- ztitschlift .Zur Guten Stunde" (Deutsches Verlagshaus Bong & Co, Berlin W. 67., Preis des VierzehntagrhefteS 40 Pfg.) behandelt. Auch di« übrigen Darbietungen der Hefte« stehen text.ich wie bildlich auf der mustergiltigen Höhe, welche diese Zestschrift feit Langem erreicht hat.

*** In der Berliner Hofgefillschaft wird die Pflege der Musik eifrig betrieben. Der Kaiser, der ja selbst komponirt, hat wesentlich zum Aufschwung dieses regen künstlerischen Leben« beigetragen Einen ungemein fesselnde» Einblick in bie musikalischen Leistungen biefer bevorzugten Kreise Berlins bidet bas soeben erschienene Hefr 6 bet „Modernen Kunst" (Rich. Bong'« Kunstverlag, Berlin W. 67. — Preis des Hefte» 60 Pfg.) Durch Bild und Wort lernen wir die besten Pianisten, Violinisten, Cellisten, Sänger, Sängerinnen und Komponisten aus den vornehmsten Berliner Salons kennen. Reich ist auch die Fülle anderer Gaben die tn Heft 6 enthalten sind Der billige Preis des Heftes, der nur 60 Pfennig beträgt, ist nicht hoch genug anzuerkemien.

n; mir ist ein solches Biwack viel lieber, als m das schönste Bett!"

Mehrere Lieutenants schüttelten den Kopf, sagen 4» nichts.

Stroh zum Lagern ist nicht vorhanden; aber klb haben findige Leute in der Nähe einen großen Mtrohhaufen entdeckt und nun beginnt ein eifriges MmlicheS Wandern — eS ist inzwischen dunkel ge- Mrden — vorn Biwack zum Sttohhaufen und von TRt zurück, bis schließlich der Sttohhaufen ver- Wvunden ist, dafür haben aber die durchnäßten Meger wenigstens eine ttockene Unterlage gefunden. ^Allerdings hätte der Herr Major es nicht sehen jfcfcn, welcher starken Verweichlichung seine jungen XSrasteufel" sich schuldig machen, aber der Herr Major war auf einmal verschwunden und nicht mehr sthen.

i$tr Major von T. hatte nach Beziehen des MvackS feinen Diener auf die Seite genommen: fcttoie, schau einmal, ob Du nicht im Otte eine iPtterfunft findest; ich will doch lieber heute in ein Fttt kommen; es reißt mich gerade heute wieder ftotj erbärmlich in meinem verwundeten Fuß und F Herr Oberst hat es mir ja angeboten —" | Kurze Zeit darauf meldet der brave Alvis feinem !Krrn „gehorsamst", „ich hab' schon a ,Chamber!" F* sein Bruder war auch mit in Frankreich gewesen r- „a bons Chamberl — für den Herrn Major Wunden; ich hab' an Feldwebel ransg'jagt und Wb' ihm g'sagt: da kommt der Herr Major rein!" I „Schon gut, Alois, trage einstweilen mein Ge- Wck hinein, laffe ordentlich einheizen, ich komme Weich nach! Aber — Maul halten! Verstanden!" 1 Der Major winkt feinen Adjutanten heran, faßt g® kameradschaftlich unter dem Arm — eine sonst g» ihm nie gezeigte Verttaulichkeit — und führt p5 ein paar Schritte auf die Seite.

Hornfignal, es „tutet" zehnmal und dann singt „Wächter der Nacht":

„hött, Ihr Herrn, und laßt Euch sag'n, Die Glock' hat zehn Uhr g'schlag'n.

Bauern! Verwahrt Thür'n und Ladeln, Sonst steig'» die Soldaten zu Euere Madeln!

Tut! Tut! Hat zehn Uhr g'schlag'n!"

«öcheuttiche Beilage«: ftreiftUtt für tte Kreye Marburg wt> Kirchhai«.

"ktatllon Mb ^s«btom:*SÖ«ttS2LirlllIerd Jllrrftrirte- S-rnttag-blatt. s'oTAu°g! Kochbtid«^in^Marb"g°””'

(Nachdruck verboten.)

In die unrechte Kehle.

gilitär-Humoreske aus vergangener Zeit von Heinrich vo« Selbitz.

(Fortsetzung au» Nr. 273)

„Herr Oberst sind sehr gütig; danke jedoch ganz khorsamst für gütiges Anerbieten, denn ein alter Übzugs-Soldat wie ich kümmett sich nicht um ein ischen Regen; ich verlasse mein Bataillon nicht; °r bischen Regen! Bin das gewohnt vorn Feld- ige her; gerade solch ein miserables Wetter macht lit Vergnügen, erinnert mich an die große Wäsche m Bar-le-duc bis Sedan 1870, wo es auch jeden lag regnete und wo wir alle Tage im nassen Biwack igen."

„Weiß — weiß es — mein Bester! War ja lbst dabei; aber ich mache Ihnen das Anerbieten, » sind jetzt schon fast zwanzig Jahre seit dem Feld- igt verflossen und wir find beide nicht jünger ge» eiben, also —"

-n „Danke nochmals ganz gehorsamst, Herr Oberst; 2 ter von meinem Bataillon trenne ich mich nicht, ws Hier keiner Bedingung, ich halte auch aus, was —ir Anderer leistet — "

S „Wie Sie wollen, mein lieber von T., ich habe Ihnen angeboten, also, wenn nicht — denn nicht! rieu, (mein Bester, gute Nacht und gute Wacht!" nicht dem Major freundlich die Hand, wendet di Pferd und sprengt mit seinem Adjutanten davon. Das erste Bataillon des Regiments rückt in die chaft Hohenberg ein, der Oberst mit mehreren !|r Msizieren findet im Schlosse bei dem Freiherrn von ] 1 Mldenberg Quartier. Das zweite Bataillon bezieht m ■-•trfunft in dem eine halbe Stunde entfernten »rfe Lossau.

. Erscheint täglich außer an Werktage» »ach Sonn« und w

Säe ÄÄ» sm U Marburg,

Ä'ti'ÄttS » «Äl K Donnerstag, 25. November 1897.

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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes,

sowie die Annoncen - Bureau; von Haasensttin u. Vogler in Y YYII CfrnlirA

Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf

Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; E. L.

Daube u. Co. tn Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Paris Telephon 66.