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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
»nük«»d Verla«: S»h- Su» «och, UniverfitätsEuchdrnckerei tu Marburg, ««antwortlich für dm allgemeine, Lhril: Redakteur M. Hartmann,
«tbottioa «d Expedition: Markt 31. für dm »geratenthril: Joh. «u«. »och, Brite in Marburg.
iret.
M 265.
Telephon 65.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. - Ouartal-Abonnemmts-Preis bei der Expedition 2 M'c., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (eftl. Bestellgeld. JnsertionSgebül>r für die gespalten« Zeile oder deren Raum 10 Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Donnerstag, 11. November 1897.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieser Blatte», sowie di« Annoncm-Bureaux von Haasensteiu & Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moss« in Frankfurt a. M„ Berlin, München u. Köln, C L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover. Bari».
rrrii.Jahrg.
Telephon 55.
Zweites Blatt.
Schuldenbeitreibung.
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welche vom Antragsteller selbst zu tragen sind. Der« mige Mängel, die sich vorzugsweise bemeikbar Alchen, mögen hier Erwähnung finden. In den 5ttr. Gesuchen werden nicht selten die Angabe des Lornamens des Schuldners, bei Ehefrauen oder Wittwen auch deren früherer Familiennamen, aller- stift aber solche ü'er Stand odcr Gewerbe, mit» unter sogar über den Wohnort des Schuldners Aierlasseu, was nicht nur den Vorschriften des § 630 der Crvilpro.cßordnung widerst ebt und deß-
iagen dem Briefkasten oder dem Bureau des Gerichts inne Gesuche. Unterbrochen wird aber die Verjährung nicht schon durch das Einreichen des Gesuchs, sondern erft durch Zustellung des Zahlungsbefehls. Es muß also zuvor die Thätigkeit des Richters, deS Gerichtsschreibers und des Gerichtsvollziehers nacheinder
mit der Anbringung solcher Gesuche nicht bis über die Hälfte des Monats Dezember hinaus zu säumen. Lies um so weniger, als die bett. Anträge nicht selten an Mängeln leiden, welche zur Zurückweisung derselben führen, im günstigsten Falle zu Voiver-
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♦ Marburg, 10. Novbr. Mit dem Schlüsse des laufenden Jahres, in dessen letztem Quartale wir bereits angelangt sind, tritt an Handel- und Gewerbe- tuibenbe die alljährlich wiederkehrende Nothwendigkeit heran, die gerichtliche Einziebung derjenigen Ausstände, welche nach dem kurhefstschen Gesetz vom 14. Juli 1853 der dreijährigen Klageverjährung unterworfen find, zu betreiben, um sich dadurch gegen den Ablauf der kurzen Verjährungsfrist zu schützen. Regelmäßig geschieht dies — wie auch zweckmäßig — im Mahn- derfahren nach § 628 ff. der Deutschen Civilprozeß- Ordnung. Doch werd-n erfahrungsmäßig bei den Gesuchen um Erlassung eines Zahlungsbefehls trotz des langjährigen Bestehens der Civilprozeßordnung (64H i immer noch eine Reihe von sehr erheblichen Fehlern
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dalb oftmals zur kostenfälligen Zurückweisung des sesetz 6 führt, fordern auch leicht störende und den Antragsteller ganz empfindlich schädigende Verwechslungen nach sich zieht. Ein anderer häufig erkannter ^hler ist ungenügende Bezeichnung des Schuldgrundes. Derselbe soll nach der Civilprozeßordnung „bestimmt* ^gegeben werden. Es genügt z. B. nicht, wenn i>tt Gläubiger einen Geldbetrag „für Maaren" mit Zinsen seit dem und dem Tage fordert. Vielmehr ' 154 «uß, will er nicht — was fich an erster Stelle — . J «1^^ — eine specificirte Klage-Rechnung bei. 1 legen, mindestens gesagt sein, daß und wann die
i _ Waaren käuflich zu den beigefügten handelsüblichen
verabredeten Preisen geliefert worden, sowie As welchem Grunde (Kreditgewährung bis dahin ®ib dergleichen) seit dem angeführten Tage Zinsen bkau pruchl werden. Die Unterlaffung hat, abgesehen don per eventuellen Zurückweisung- des Antrags, beispielsweise die nachtheilige Folge, daß, wenn später derselbe Gläubiger gegen denselben Schuldner sagend auftritt, die bestrittene Identität der Forderung einer bereits früher eingeklagten nicht, oder nur ®it großen prozessualischen Weitläufigkeiten festgestellt beiden kann. Sorgfältiger, als es oftmals geschieht, R erwägen hat auch der Gläubiger, ob daS von ihm
l», nnb Versehen gemacht, welche geeignet sind, den lligUH Rechtsuchmden durch unnöt rige Kosten und Weiterungen | mpfindl che N-chiheile zuzufügen. Auf die erheb-
I lichsten Riißstände, die in dieser Beziehung zu Tage
! j \ getreten ftno, wöge daher mit einigen Worten aufmerksam gemacht werden. Vor Allem sei vor der । so oft wahrgeuommenen Verspätung der Gesuche hier ii verwarnt. Man glaubt genug zu thun, wenn man, II bevor die dreijährige Verjährungsfrist endigt, seine ivohl gar massenhaft angesammelten Anträge auf
। Zahlungsbefehle niederschretbt oder wenigstens noch I dem Amtsgericht einreicht und Übermacht zu diesem
I Zwecke manchmal erst in den allerletzten Dezember-
- iügungen Anlaß geben, die häufig nicht rechtzeitig zu
(6931 «kbigen sind, regelmäßig aber Kosten verursachen,
9 5 275 Platz greifen, wozu häufig unter dem Drucke der JtänN GeschäflSlast, zumal am Jahresschlüsse, aller An- i Harri snmgung ungeachtet, die erforderliche Zeit nicht mehr r Untt übrig bleibt und kann gar manchmal selbst den als ettml .sehr eilig" bezeichneten Gesuche» keine Folge mehr Ulcngn gegeben werden. Dringend empfiehlt es sich dah-r,
angegangene Gericht auch daS Zuständige ist. Zahlungsbefehle können nämlich — abgesehen von der hier kaum in Betracht kommenden Ausnahme deS dringlichen Gerichtsstandes — nur bei demjenigen Amtsgericht erwirkt werden, bei welchem der allgemeine persönliche Gerichtsstand des Schuldners ist, und dieses ist regelmäßig dasjenige Amtsgericht, in dessen Bezirk sich der Wohnsitz deS Schuldners befindet. Rur in den verhältnißmäßig wenig vorkommenden Fällen, wo der letztere überhaupt keinen Wohnsitz hat, kann der Zahlungsbefehl von demjenigen Amtsgerichte erlassen werden, in dessen Bezirk der Schuldner sich aufhält. In allen übrigen Fällen ist dies zulässig, selbst wenn der Aufenthalt von längerer Dauer ist — sofern eben nicht bet Schuldner daselbst zugleich seinen Wohnsitz hat. Daher können z. B. bei dem hiesigen Amtsgericht gegen diejenigen Studirenden der hiesigen Universität, welche sich nur ihres Studiums halber hier aufhalten, ohne zugleich ihre Heimath in dem hiesigen Gerichtsbezirk zu haben, Zahlungsbefehle nicht erwirkt werden. Dasselbe gilt beispielsweise von denjenigen, welche in dem hiesigen Bataillon nur zur Erfüllung ihrer Wehrpflicht dienen, den Einjährig- Freiwilligen sowohl, tote den zweijährig Dienenden, ferner von den Dienstboten, Hand- und Fabrikarbeitern, Gesellen, Gehilfen und Lehrlingen, welche im Bezirk des hiesigen Amtsgerichts beschäftigt sind, ohne daselbst ihre Heimath zu haben — obwohl diese Personen durch eine Klage bei diesem Gericht belangt werden könnten. Die Anbringung deS Antrages auf Zahlungsbefehl bei einem unzuständigen Gericht hat aber immer die kostenfällige Zurückweisung desselben zur Folge und darf man nicht etwa erwarten, daß der Antrag an das zuständige Gericht abgegeben werde.
Hessen-Nassau und Nachbargebiete.
Frankenberg, 9. Novbr. Während der Zeit vorn 1. Januar 1891 bls Ende September 1897 sind von versicherten Personen des Kreises Frankenberg durch Vermittelung des Königlichen Landrathsamtes in Frankenberg im Ganzen 159 Anträge auf Bewilligung von Altersrenten gestellt worden. Davon kamen bis Ende September 1897 zur Erledigung: 122 durch Festsetzung des Rentenanspruchs, 35 durch Ablehnung, 2 durch den während des Verfahrens eingetretenen Tod der Antragsteller ?c. Die bewilligten Altersrenten betrugen: für 79 männliche und 43 weibliche Personen zusammen jährlich = 14719,80 Mk. Von den 122 Rentenempfängern find bezw. waren beschäftigt: 73 in der Land- und Forstwirthschaft, 13 in der Industrie, 15 durch Lohnarbeit wechselnder Art, 19 im Staats- rc. Dienste, 2 im Gesindedienste. Ende September 1897 blieben, nach Abgang durch Tod rc , noch 82 Altersrenten mit zusammen 9631,80 Mk. zu zahlen. Die Zahl der in der Zeit vorn 23. November 1891, von welchem Tage ab gesetzlich zuerst Anspruch auf Invalidenrente erhoben werden konnte, bis Ende September 1897 durch Vermittelung des Königlichen Landrathsamtes in Frankenberg gestellten Anträge auf Bewilligung von Invalidenrenten beträgt 87. Davon kamen bis Ende September 1897 zur Erledigung: 50 durch Festsetzung des Rentenansp uchs, 31 durch Ablehnung, 6 auf sonstige Weise. Die festgesetzten Invalidenrenten betrugen für 44 männliche und 6 weibliche Personen im Ganzen jährlich 6079,20 Mark. Von diesen Personen waren beschäftigt: 28 in der Land- und Foistwirthsckaft, 13 in der Industrie, 1 durch Lohnarbeit wechselnder Art, 1 im Staats- rc. Dienste, 1 im Gefindedienste. Nachdem 12 Invalidenrenten durch Tod der Empfänger und durch Wiedergewinnung der Erwerbsfähigkeit der Empfänger rc. In Abzug gekommen waren, biteben Ende September 1897 noch 38 Invalidenrenten im Gesammtbetrage von jährlich 4652,20 Mk. zu zahlen.
? Arolsen, 7. Novbr. Gestern wurde die hiesige, neuerbaute katholische Kirche ihrer Bestimmung übergeben und von dem Bischof zu Paderborn, welcher auch die Festpredigt hielt, eingeweiht, nachdem Seitens des hiesigen katholischen Geistlichen das Hochamt celebrirt worden war. An den Einweihungs- feierlichkeiten hatten auch der Fürst und Fürstin Friedrich, Prinz Heinrich zu Waldeck und Gemahlin von Landau i. W., Herr Landesbttektor v. Saldern, die Spitzen der Militär-, Cioil- und städttschen Behörden Theil genommen. Der Herr Bischof, welcher
heute noch die Firmung vornimmt, war gestern zum Diner bei Hof geladen. — Die Hagener Jäger, 21 an der Zahl, Pächter der Feld- und Waldjagd unserer Nachbarstadt Volkmarsen, beendigten gestern ein zweitägiges Treiben, bei welchem 13 Stück Rehe, 5 Böcke und 8 Riken, 51 Hasen, 2 Füchse und eine Parthie Hühner zur Sttecke kamen. — Im Walde bei Ippinghausen wurde gestern das dreijährige Kind eines dasigen Ortsbürgers, welches sich im Walde verirrte und seit 2 Tagen vermißt wurde, von Holzhauern hinter einem Busche kauernd aufgefunden, wo das arme Geschöpf ohne Speise und Trank auch des Nachts kampirt hatte. — Letzten Donnerstag blieb der 11.50 Uhr Vormittags hier von Warburg her eintreffenbe Personenzug eine Sttecke vor Station Cülte plötzlich halten. Die Maschine hatte einen Federbruch erlitten. Der Vorfall machte das Mitreisende Publikum stutzig, doch der Schaden wurde, da Mannschaften zur Stelle waren, und die Maschinenführer ihr Werkzeug rc. bei der Hand hatten, sehr rasch wieder ausgebessert, um die Fahrt nach etwa einer halben Stunde Aufenthalt wieder fortsetzen zu können.
Vermischtes.
Kaiserjagd in Pieödors. Bei der ersten in der Feldmark Sttenz-Nanndorf beginnenden und an dem nach Gerbstädt führenden Wege endigenden Streife auf Haft» schoß am 5. ds. Mts. der Kaiser 236 Hasen. Bei einem Kess, llreiben war dann infolge des Eindringens der das Treiben umgebenden Menschenmenge daS Ergebniß der Jagd nur gering. Der Kaiser schoß hier nur 20 Hasen, insgesammt also 265 Hasen. Bei dem sich anschließenden Fasanen- treiben, daS für den Kaiser und sieben Herren im Busch, für die übrigen Herren im Park stattfand, erlegte der Kaiser 30 Fasanen. Die gejammte Strecke betrug für S. M. den Kaiser 265 Hasen, 30 Fasanen, 30 Rebhühner, 3 Kaninchen, 3 Elstern und eine Eule. Die Tagesstrecke 1019 Hasen, 38 Fasanen, 30 Rebhühner, drei Kaninchen, drei Elstern, eine Krähe und eine Eule. Bei der Rückkehr hatten im Pies- borfer Schloßhof 103 Schüler der 2. Bürgerschule zu Eisleben mit ben vorn Kaiser geschenkten Hörnern nnb mit Trommeln unb Que pfeifen unter Leitung bes Lehrers Gottschalk in vier Gliedern Aufstellung genommen. Sichtlich erfreut begrüßte der Kaiser die jugendliche Schaar, entstieg dem Wagen und schritt unter den Klängen eines von den Knaben gespielten Marsches salutirend die Front entlang. Lehrer Gottschalk wurde vom Kaiser durch eine längere Ansprache ausgezeichnet. Zunächst drückte der Kaiser seine Freude aus, daß die „Jungens" in so kurzer Zeit sich an die jüngst übermittelten Instrumente gewöhnt hätten, fragte sodann nach der Beschaffenheit der Hörner und ob diese dem Zweck entsprächen und fand die Leistungen der Schüler so vorzüglich, daß eS, wie er meinte, schade sein würde, wenn die „Jungens" das Blasen später einstellen würden. Z»m Lehrer dann wieder gewendet, verkündete der Kaiser, daß für die Schüler an ein pünktliches Erre chen deS Zuges nicht mehr zu denken fei, und daß deßhalb, bevor die fünf von ihm zu stellenden Leiterwagen einttäfen, für eine Be- wirthung der Kinder mir Kaffee und Kuchen im Wirtshause zu Piesdorf geiorgt sei. Mit den be lohnenden Worte»; „Sehr gut gemacht, ausgezeichnet, Jungens," entließ der Kaiser die jugendliche Schaar, ihr nachsehend, bis sie aus dem Parkthor entschwunden war.
Bergnjjgimgsanzeiger.
Rep er toir-Entwurf der Frankfurter Stabtth«at«r.
Opernha» ».
Mittwoch, ben 10 November: „Mignon". Donnerstag, den 1L November: Zum ersten Male: „Boheme". Sonnabenb, ben 18. November: „Der Prophet". SonMag, den 14. November: 31/» Uhr: „Fledermaus". 7 Uhr: „BohSme".
Schauspielhaus.
Mittwoch, ben 10. Novbr.: „Die Räuber". Donnerstag, den 11. November: „Die goldene Eva", Freitag, den 12. November: „lieber unsere Kraft". Sonnabend, den 13. November: Zum ersten Male: „Hans Huckebein". Sonntag, den 14. November: 3% Uhr: „Iphigenie auf Tauris'. 7 Uhr: „Hans Huckebein", Montag, den 15. November: „Relegitte Studenten".
Bom Büchermarkt.
*** Sizilien und andere Gegenden Italien». Reiseerinnerungen von I. V. Widmann. - Johannes Brahms gewidmet in treuer Erinnerung an herzliche Freundschaft und Reisekameradschaft. — Preis 3.20 Mk, fein gebunden 4 Mk. (I. Huber» Verlag in Frauenfeld). Es find in diesem sehr empfehlenSwerthen Buche in feffelnder Weise die Reisen erzählt, die der durch seine Reiseschildernngen längst in weiten Kreisen b-kannte Berfaffer gemeinsam mit Johanne» Brahms, de« großen Komponisten, auSgeführt hat
„Da» Stöantement", monatliche Ueberstcht über die Personal-Veränderungen innerhalb deS gesummten Deutschen ReichSheereS mit den neuesten AnciennetätSlisten. HerauSgegeben von Richard Schott, Verlag Berlin W„ Leipzigerstraße 8 (T. Trautwein'sche Buchhandlung). — DaS vortreffliche Nachschlag'werk setzt in seiner die zahlreichen Personal-Veränderungen vom Oktober in übersichtlicher Weise zusammenfaffenden Nummer VI die Veröffentlichung der AnciennetätSlisten fort, die al» Ersatz für die mühevolle Arbeit de» Nachträgen» in die Rangliste ganz besonder» viel Anklang finden. DaS durch alle Buchhandlungen und Postanstalten, sowie direkt vom Verlage zu beziehende Werk enthält diesmal die AnciennetätSlisten der Oberstlieutenants von der Infanterie nach dem Stande von Ende Ottober.
Marktberichte.
Frankfurt, 8. Novbr. (Getreidemarkt). Das starke Angebot von einheimischen Brodfrüchten fand am heutigen Wochenmarkt nur theilweise Placement. Die anfänglich höher gehaltenen Forderungen scheiterten an der Zurückhaltung der Mühlen und die beschränkten Umsätze in Weizen könn en schließlich nur durch eine Preiseinbuße herbeigeführt werden. Roggen still und bester behauptet. Ausländische Brodfrüchte schleppend und bei verthcuertem Einstandspreis höher gehalten aber dazu schwer verkäuflich. Gerste fast bei ruhigem Geschäft. Hafer gut begehrt und bester bezahlt. Mai» lebhaft gehand-U zu anziehenden Preisen. Zu nottren nach Qualität: Weizen, hiesiger und Wetteraner 19,40-19,50, kurhessischer Mk. 19,40- 19,50, norddeutscher 00,00 CO,CO, russischer M 20,50—21,»0, Redwinter Mk. 21,20-21,50 Laplata Mk. 00,00- 00,00, Kansas Mk. 21,30- 21,60 Roggen, hiesiger Mr. 14,75-15 00, Pfälzer 00,00—00,00, Westerioggen 16,25—15,75, russischer 15,25 bi« 15,75, amerikanischer Mk. 00,00 00,00, Gerste, hiesige 18,25-19,60 Mk., Pfälzer 19 19,50 Mk., fränkisch, Mk. 00,00, Riedgeiste Mk. 19,00 19,75, ungarische Mk 00,00 bi» 00,00, Hafer, hiesiger Mk. 14,25 bi» 14 76, bayerischer Mk. 14,00 15,2 , russischer Mk. 14,25-16,00, amerikanischer Mk. 14,25 bi» 15,00. Mais, mixed M. 9,70—10,00, Donaumai» 3Jf. 1(,00-10,50, Laplata Mk. 10,00—10,50 Alle» per 100 Kilo netto effektiv loco hier. — Mehl unverändert. E» nottrt nach Qualität: Weizenmehl, hiesige» Nr. 0 Mk. 30,50- 31,50, feinere Marken 32,50 - 33,50 Nr. 1 28,50—29,50, feinere Marken 29,60 bis 30,60, Nr. 2 Mk. 27,00-27,60, feinere Marken Mk. 28,00 bis 28,60 Nr. 3 25,50—26,00, feinere Marken 26,50 bis 27,50, Nr. 4 24,00 24,50, feinere Marken 24,75-25,60 Roggenmehl, hiesige» Nr. 0 Mk. 23,50—24,50, Nr. 1 Mk. 21,00-22,00, Nr. 2 Mk. 17,00 - 18,00. Alles per 100 Kilo incl. Sack loco hier. Futterarttkel ziemlich lebhafter. Es nottren: Weizenschalen Mk. 3,90 4,10 Weizenkleie Mk. 3,85 - 4,00 Roggenkleie 4,75—4,95, Futtermehl 5,50 bi» 6,75, Biertreber, getrocknet, Mk. 4,75—6,25 je nad Qualität. Alle» per 50 Kilo netto effektiv loco hier.
Frankfurt a. M., 8. November. (Biehmarkt.) Der heutige Viehmarkt war mit 371 Ochsen, 30 Bullen 683 Kühen, Rindern und Stieren, 254 Kälbern, 1184 Hämmeln, 1215 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. 70 72 Mk., 2. Qual. 62 bi» 65 Mk , Bullen 1. Qual. 54 56 Mk., 2. Qual., 60 bi« 52 Mk., Kühe, Rinder und Stiere 1. Qual. 66 - 60 Mk., 2. Qualität 42 46 Mk. Alle» per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qualität 70 76 Pfg., 2. Qual. 60 bis
6-* Pfg., Hammel 1. Qual 55—57 Pfg., 2. Qual. 42 bis
48 Pfg., Schweine 1. Qual. 65-66 Pfg., 2. Qual. 68 bi»
64 Pfg. Alles per '/» Kilo Schlachtgewicht. An» Oester
reich standen 8 Bullen und 31 Ochsen »um Verkauf.
Schiffs-Nachrichten.
Norddeutscher Lloyd, Breme» Marburger Bettie ter: Herr Rentier Enker. Neueste Dampfer» beweguugen: D. „Crefeld" nach Galvestou 7. Nov. in Galveston
„ „Mainz" „ Brasilien 5. „ in Bahia
„ .Friedrichd. Gr." „ Australien 6 „ in Adelaide
« „Königin Luise" „ Bremen 8. „ in Bremerhaven
„ „Wartburg" „ „ 7. „ in Lissabon
„ „Preußen" „ „ 7. „ in Neapel
„ „Sachsen" „ „ 7. „ in Hongkong
„ „Darmstadt" „ „ 6. „ in Aden
„ „Werra" „ Genna 5. „ in Genua.
Unsere Lieblinge esse» es gern.
Ein nahrhaftes und liebliches Gericht läßt fich leicht durch einfaches Koch-n der Milch mit Mondamin beritten. Eine solche Nahrung ist leicht verdaulich und reizt durch den eigenen Wohlgeschmack zu wetterem Genuß, es ist so ergiebig, daß nur wenig Mondamin zu nehmen ist, und stellt sich daher nicht teurer als gewöhnliche» Mehl. Bei Nahrung für Kinder nnb St ante ist dieser Vorteil besonder» gut angebracht. Mondamin ist überall ,n haben in Paketen & 60, 30 und 15 Pfennige. En gros für Marburg bei Türk und Pabst; und Alb. Rosenthal in Frankfurt a.M.