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Zweites Blatt.

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Edklhrock, Paul, Gescher, Jura, Wettergaflk 30.

Carstens, Karl, Bremen, Neuere Spr, Lutherstraß« 18.

Saran, Benno, Berlin, Naturw-, Kasernenstr 14.

Hammer, Erich, Erfurt, Phil, Rother Graben 2.

Becker, Franz, Frankfurter a/M, Chem., Hofstadt 18.

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Bell, Hans, Eschwege, Med., Untergasse 13.

Forner, Friedrich, Borsigwerk, Med., Kasernenstr. 23.

Nacke, Einst, Loccum, Med., Steinweg 1.

Gontermann, Kail, Halver, Med., Bahnhofstraße 27.

Fuchs, Hugo, Bochum. Med., Ketzerboch 87.

Gause, Karl, Frankfurt a/M , Med., Caffelerstr- 6

Lockmann, Felix, Frankfurta/M., Med, Stetuweg 19.

Echlomka, Theodor, Groß Leuthen, Med., Schwan­allee 24.

Thoma, Rudolf, Basel, Med., Hofstadt 22.

Stempel, August, Straßburg. Jura, Nikolaistraß« 9.

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Erschein täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertage«. Quartal-AbonnementS-Preis bei der Expe­dition 2 Mi., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld Jnfertionsgebül>r für die gespaltene Zeile ober deren Raum io Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg

die Zulässigkeit vom Anträger zur formellen Geschäfts- oehandlung erhält der Generalredner für die Vorlage, der Jungtscheche Engel, daS Wort:

Derselbe spricht unter fortwährendem Lärm der Linken und führt auS: Die Gründe der Obstruktion lägen in der ungerechten nationalen Selbstüberhebung. Das Provisorium sei ein Uebel, aber doch ein kleinere«, als jene Reihe von Eventualitäten, die in den letzten Tagen angedeutet wurden Mit Rückstcht auf die Staatsnothwendigkeit, sowie auf die Aenderung des Mahlverkehrs würden die Jungtschechen für die Ueberweisung der Regierungsvorlage an den öudget- ausschuß stimmen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen rechts, Widerspruch und Unruhe links.)

Der Geueralredner gegen die Vorlage, Prade, (deutschvolklich) wendet sich gegen den Vorredner und behauptet, die Jungtschechen seien für ihre Abstimmung durch die Sprachenverordnung bezahlt. Die Bank­frage erörternd, wünscht Redner an Stelle der jetzigen Oesterreichisch-Ungarischen Bank eine öster­reichische und eine ungarische Staatsbank. Sodann weist Redner eingehend auf die Nachtheile hin, welche die Verlängerung des bestehenden Ausgleichs auf 1 Jahr für die Industrie und Landwirtbschaft haben würden. Auf die Quotenfragen übergehend bezeichnet Redner die Forderungen der ungarischen Quotendeputation für höchst ungerecht. Was die politische Lage angehe, so werde das deutsche Volk sich die Sprachenverordnungen nun und nimmer ge­fallen lassen. Es sei möglich, daß die Obstruktion jetzt nicht durchdringe, schließlich aber werde das deutsche Volk in dem ihm aufe legten Kampfe doch siegen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen links.) Es folgt eine Reihe that'ächlicher Berichtigungen.

Ihn 7r/2 früh dauert die Sitzung noch fort.

streitig die Moritz SchauenburgscheBerlag»- Handlung in Lahr, die Herausgeberin de» weitaus bekanntesten und beliebtesten Kommersbuches, mit ihren Neueivführungen gehabt, Scheffel, Baumbach find durch fie sangbar gemacht worden, zahlreiche andere, zum schönsten Bestände der akademischen und überhaupt der all­gemeinen Geselligkeit gehörende Lieder verdanken ihr «ine solche Vermittlung. Nun hatte fich die genannte VerlagS- handlung nach 40 jährigem fröhlichen und glücklichen Ge­deihen ihre» Buches zu einer völligen Umarbeitung «nt- ichloffen. Sie hat damit ein treffliches Kommersbuch geliefert. Bunt durcheinander einzelne herauSgreifend nennen wir von den Dichtern darin neuaufgenommener Beiträge die Namen K Weit brecht, Hermann AllmerS, Wild Hertz, E. Rittershaus, Ernst Scherenberg, Cäsar Flaischlen, Edwin Bormann, Karl Schönhardt, O. F Gensichen, E. von Wildenbruch, Julius Wolff, H. Elliffen und deu jungen Gottfr. Doehler. Her vor heb :n möchten wir be­sonder» Rich. b. Wilpert und G. H Schneideeck, welche beide, tiefer al» gewöhnlich durch die studentische Ober- flächenromaotik hindurchdringend, echteste Poefie be» aka- demischen Lebens bringen Poetische Gefälligkeit zeigt der stcher» gesellige Humor von Rud. Hermann?; und sonst nur als .gelehrt" bckannt- Herren begegnen uns auch, wieEd.Heyck, von dessen der Studienzeit entstammenden Beiträgen der eine schon vor der Aufnahme in'« Kommersbuch zum neuen stolze«Renomrnirlied" bei den Studenten geworden war. Von den schon bekannnteren Komponisten studentischer Lieder kommen die des Perl o und filia hospitalis jetzt erst zur vollen Entfaltung Besonders O. Lob hat «ine Anzahl neuer Singweisen geschaffen, di« wie wir wohl prophe­zeien dürfen in Zukunst den akademischen Gesang haupt­sächlich beherrschen werden. Der Verdienste Lutw'g Liebe» gedenkt speziell daS Vorwort des neuen Buches. Wenn das Vorwort mit Recht rühmt, dem Lahrer Kommersbuch sei eS vergönnt gewesen, nach dem Wunsche der ersten Heraus­geber ein Volksbuch zu werden und ein gute» Stück studentischen Frohsinn» und akademischen Geistes in breit« Schichten des deutichen Publikum» zu tragen, so darf die Fortdauer dieser Wirkung überall, soweit di« deutsch« Zunge klingt, auch der noch vorliegenden geschmackvollen Umgestaltung des beliebten Buches mit Sicherhett voran»- gesagt werden.

226. Lüpke, Wilhelm, Kasekow, Jura, Markt 20.

227. Ziekgraf, Alfred, Annweiler, Math, Reitgasse 3.

228. Sch nl, Karl, Frankenberg, Theol. u Phil-, Afföller 4.

229. Birschel, Edmund. Gruiten, Phil., Wörthftraße 6.

230. Lange, Ernst, Plagwitz, Chem., Metzgergasse 4.

23L Maio, Alexander, Glasgow, Phil, Haspelstraße 19.

232. Haage, Gottfried, Erfurt, Neuere Sprache, Hofstadt 11.

233. Volkwein, Wilhelm, Hauede, Phil., Wörthftraße 6.

234. Mayer, Ernst, Lillenbaeg, Jura.

235« Fischer, Waldemar, Elberfed, Chem., Wilhelmstraß« 2.

Die Kinder esse« eS gern vereint wieder einmal mit Recht den Wahrspruch: Da» Gute bricht fich Bahn, denn soeben geht uns durch unfern .... Korrespondenten die Nachricht zu, daß Mondamin-Brown u d Polson auf der so großartig beschickten Be lincr Ausstellung für Nahrungsmittel, vom 9. Oktober bis 9 November, mit der silbernen Meda lle prämiirt ward n ist. Diese reue AuS- zeichnui g reiht sich würd'g den auf früheren Ausstellungen erhaltenen höchsten Piämiirungen an und bestä igt den mehr denn 40jährigen Weltruf B owa und Polson». Daß oi« so beliebten Mond min - 2 peilen nicht nur die Kinder eru essen, sondern auch Mütter und Väter, Geiund« und Kranke, wird wohl am besten durch die Beliebtheit erwiesen, deren sich Mondamin erfreut Im Speisezimmer eine köst­liche Mahlzeit für jede Hauifron, im Kinderzimmec ein werthvolle» Nährmittel für jede Mutter, im Krankenzimmer ein treuer Helfer für jeden Arzt, ist Mondamin mtt Recht unentbehrlich im Haushalt geworden, und wo noch nicht eiu- geführt, berechtigt, von der fürsorglichen Hausfrau erprobt zu werden, zumal Mondamin schon in den kleinsten Packungen überall «rhättlich ist.

Schusses zur Bcrathung des Ausgleichsprovisoiiums 101 12 Mitglieder Der Antrag wird hinreichend ^«stützt. Groß wünscht, das Haus zu befragen, die Debatte infolge dieses Antrages wiedereröffnel ^rben soll. Vizepräsident Abraharnowicz erklärt die Tragung für unzulässig. Nach kurzer Debatte «der

Lwas verlangt. Er habe als Bürgermeister von Bien mit Graf Badeni, als Minister des .inner», 8id zu besprechen, und werde dies auch künftighin htm (Lebhafter Beifall btt den Ehr stlich-Sozialen). 8löck er beantragt Schluß bet Sitzung, der in 2 Namentlichen Abstimmungen abgelehnt wird. Abg. ^arapich beantragt Schluß der Debatte. Abg Heeger fcinfmt geheime, ev nt namentliche Abstimmung hier­über (Tumult links.) Wolf trommelt auf dem ltdeckel, w lchen ihn mehrere czechische $Mo dn te z u e n 11 e 16 e n suche» Es ent»

Berzeichnitz

b«r für da» Wintersemester 1897/98 an hiesiger Universität immatrikulirten refp. inskribirten Studirend««.

215. Schwenkenbecher, Alfred, Erfurt, Med., Ketzerbach 87.

Die Sitzung des österreichischen Abgeordnetenhauses

vom 5. November Nachts.

Am 4. November wurde in Wien die Geheim- Sitzung des österreichischen Abgeordnetenhauses Nach mittags 5s/4 Uhr unterbrochen, um 71 ,'2 Uhr begann bie öffentliche Sitzung. Auf der Tagesordnung steht

Ausgleichsprovisorium. Die Linke verlangt Wmisch die Fortsetzung der geheimen Sitzung. Der Lickpiästdent erklärt, er könne nicht zugeben, daß die Seichästso-dnung dazu benutzt werde, jede Thätigkeit des Hauses zu verhindern, und befragt das Haus, welches mit großer Mehrheit die ausschließliche Ver-

M 262

T«l«pho» 55.

Vermischtes.

Bon der Heimath des Tokajers wird der Weserzeitung* geschrieben: In früheren Zeiten durfte der Tokajer Berg nur von Männern betreten werden und das zarte Geschlecht mußte sich gegen­über der Helmstätte desWeines aller ungarischen Weine* sehr vorsichtig verhalten, denn damals war der Berg als Versammlungsort von Hexen und ver­schiedenem anderem Geistergesindel berüchtigt. Noch im Jahre 1703 wurde ein Mädchen angeklagt, als Hexe den Geisterversammlungen am Tokajer Berg beigewohnt zu haben. Heutzutage aber kann der Tokajer Berg auch von den Damen ganz sicher besucht werden, und es verlohnt fich wahrlich der Mühe, besonders zu jetziger Jahreszeit, wo bald die Lese der goldigen Trauben beginnt, der Hegyallja einen Besuch abzustatteu. Unter diesem Namen versteht man die ungefähr 10 km breite und 30 km lange Weingebtrgsgegend, welche die Ortschaften Tokaj, Tarzal, MaLd und Talljan umfaßt und den welt­berühmten Tokajer Wein und Ausbruch liefert. Wir finden hier ca. 7600 ha Weingärten, aus welchen in guten Jahren 8590 000 hl. Wei« erzeugt werden. Schon länger als ein Jahrtausend wird hier der Weinbau betrieben, dessen erste Anfänge man sogar in der Zeit des römischen Kaisers Probus sucht. Der berühmteste Wein wächst übrig­ens nicht gerade bei Tokay, sondern in der Nähe der Ortschaft Tallja, welche auch wegen ihres all­jährlich im Oktober abgehaitenen Jahrmarites, an welchem eine unglaubliche Menge Weinfässer zum Verkauf gebracht roerbm, weithin bekannt ist. Der Wein ber Hegyallja verbankt seinen Welttuf hauptsächlich der äußerst emsigen Pflege, bem sorg­fältigen Sortiren bei Trauben unb ber späten Lese, bmch welch letzteren Umftanb die Beeren fast zu Rosinen werden unb nunmehr einen ung m in süßen dicklichen Saft zurückbeholte». Man unterscheidet hwsiwtlild der Qualität dreier lei Sorten:Tokajer- Esienz" oder Ausbruch I Klasse, d. h. den Saft, welcher durch die eig ne Schwere der Trauben aus- flietzt, ferner denTokajer Ausbruch II. Klasse," und den sogen.Maschlasch," b. i. bie geringste unb leicht ste Qualität, welche meist im Julande konsumirt wirb, währenb bie beiben ersteren Sorten hauptsächlich zum Export gelangen. Aber ebenso, wie nicht alles, was glänzt, Golb ist, so giebt es auch viele golbig glänzende, süßliche Weine, ungefähr 60 Sorten, bie wohl alsechte Tokajer" etiquetiirt unb verkauft toetbcn, aber niemals bie Hegyallja gesehen habe», sonbern minberwerthige Weinsorten stnb, bie ans Italien, Griechenland unb Kleinasien nach de» verschiebensten Gegenbe» Ungarns eingeführt

sind unb dann als Tokajer knlttvirt und i» den Handel gebracht werden. Die Weinlese beginnt in der Hegyallja erst am 17. November und ist ein wahres ungarisches Nationalfest, welches seinen Mittelpunkt in dem Marktflecken MaLd hat, der bann zugleich Hauptversammlungsort des Abels unb Börsenplatz beS Weinhandels ist. DieTokajer Berggruppe", wie die Hegyallja auch genannt wird, erzeugt ungefähr 34 Sorten edle Weine, aber die Krone aller dieser Weine, ber MezeS MLle, zu DeutschHonigseim", gedeiht nur auf dem früher erwähnten 250 Fuß hohenTokajer Berg", an dessen Ostseite sonst unbedeutende kleine Stadt Tokaj malerisch gelegen ist."

Singvögel in China Die Chinese« legen großes Interesse für diese Thierzucht an den Tag, namentlich für Arten, bie ihnen neu ftnb; sie ver­stehe» auch in hohem Maße bie Kunst Thiere wie Bären, Affen unb Mäuse abzurichten, deren Fertig­keiten von der Menge in den Straßen der größern Städte täglich bewundert werden können. Irgend eine Naturgabe oder Geschicklichkeit, die ein Thier be­sitzt, nennen sie Pen-'chih; spreizt ein Pfau seinen Schwanz, um seine wunderschönen Federn zu zeigen, so ist dies Pen schih. So verhält es sich auch mit dem lieblichen Gesänge des Kanarienvogels, der vor etwa fünfzig Jahren nach China eingeführt wurde, und dessenMacht des Gesanges" ebenfalls mit dem­selben Ausdrucke bezeichnet wird. Vor etwa vierzig Jahren zahlte man in diesem Lande 50 Mark für ein Paar Kanarienvögel, Männchen und Weibchen. Dieser Vogel kommt in China ausgezeichnet fort und hat sich seit jener Zeit ungemein vermehrt, sodaß man heutzutage ein Pärchen für 34 Mk kaufen kann. Die Zucht dieser Vögel wird gegenwärtig in allen größern Städten Nord« und Südchinas betrieben; auch haben die Chinesen sie sehr lieb, wie auch ihre Lerchen und andere Singvögel. Der Sohn des Reiches der Mitte nimmt, wenn er spazieren geht was fich allerdings nicht allzu häufig ereignet , seinen Vogel int Käfig mit sich; er hängt den Bauer unter einem Baume oder sonst wo im Freien auf, wo die Schönheit der Natur den kleinen Ge­fangene» zum Singe» ausmuntert und so dazu bei­trägt, das Herz seines Herrn zu erheitern, der Übrigens von dem Gesänge des Vogels mehr hält, als von ber Unterhaltung mit einem Freunbe. Erheiternb unb klangreich wie auch bie Noten beS Kanarienvogels sein mögen, so können sie boch wohl kaum mit bene» der mongolischen Lerche, chinesisch - Pai-ling, verglichen werben, bie eine Art Spottbrossel ist, unb bie, wie die Chinesen behaupten, dreizehn ver­schiedene Laute nachahmen kann. Diese Vögel haben ein scheckiges, graues Gefieder und ahmen die Stimmen der Elster, Krähe, des Sperlings, des Spechts, der Katze u. s. w. nach, die des letztge­nannten Tieres namentlich ganz vorzüglich. Eine gute mongolische Lerche ist bis 50 Mk. werth Diese chinesi ehe Spottdrossel Hai zu Gefährten in China die Nachttgall, Drossel, Amsel, Lerche unb bm Dompfaffen. Die Lerche lehrt man ihren Schwanz wie einen Fächer zu gebrauchen, unb bie Flügel, während fie singt, auf unb nieber zu schlagen. Der Papagei ist wegen seiner Fähigkeit, bie menschliche Stimme nachzucchme», stit vielen Jahrhunberien ein LieblingSvogel ber Chinesen ge­wesen. Eines ber berühmtesten chinesi che» Werke, Die über Ornithologie handeln, beschreibt den Papagei wie folgt:Der Vogel findet sich in den im Süden von China gelegenen Ländern in großer Zahl vor, auch ißt man ihn dort; falls man ihn nach den nördlichen Ländern nimmt, wird er krank, bekommt dar Fieber, wie der Mensch, und stirbt. Der weiße Papagei (womit wohl ber Kakadu gemeint ist» ist so groß wie eine kleine Gans, unb bieier nur allein lernt sprechen. Seine Flügel finb weiß wie Schnee unb glänzen wie weißer Nephrit; berührt man fein Gefieder mit ber Hand, so bleibt ein klebriges Pulver daran hängen. Seine Fußsohlen ähneln den Flügeln von Schmetterlingen." (Ostasiatischer Lloyd.)

Vom Büchermarkt

** 6in neue» Kommersbuch Neue Lieber mit Aussicht auf Dauer einführen zu wollen, ift ein Unter nehmen, zu dessen Gelingen die verschiedensten Voibeb ngungtn erfüllt sein müssen; mit Recht versinkt wieder in völlige Verschollenhett, was ein« Zett lang nur bei einiger Ge­duld erfreut hat. Besondere» Geschick und Glück hat un<

Marburg

Sonntag, 7. November 1897.

241. Paditzky, Friedheln, Duisburg, Med, Elisabethstr. 10.

242. Merkelbach, Mathias, Witten, Phil, Harpelstraße 1.

243. Zipperling, Albert, Frankfurt a/M, Phil., Kasernen- ftraße 27.

244. Hackemack, Gustav. Bentrop, Phil., Hirschberg 3.

245. Schuß, Gustav, Freudenberg, Neuere Sprach«, Mtter- gaffe 42.

246. Brahms, Dietrich, Sande, Jura, Untergaffe 10.

247. Jungklau», Erich, Berlin, Med, Wehrdaer Weg 18.

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® unserer Mitte. (Stümtscher Beifall unb Hände­klatschen bei den Christi ch-Sozialen und rechts). Er, ^dner fei nicht gegen den Ausgleich, er wolle aber ^»kinen gerechten Ausgleich, weshalb seine Partei gegen (5 ^gegenwärtigen Ausgleich stimmen werbe. Lueger be- ___stricht sodann sein Ve-hällniß zur Regierung unb erklärt, 'Ministerpräsident Graf Badeni habe von ihm »ie

Beobachtung ber Geschäftsordnung eine Geheimsitzung, üa8 ber Vicepräst^ent untr Hinweis auf ben Be schlich ber Oeff ntlichkeit ber Sitzung ablehnt. Die Linke hindert Lueger am Sprechen. Die Scene Säuert 10 Uhr 30 Min. noch an.

Ueber bie fernere Sitzung wirb unterm 1>. November früh 2 Uhr berichtet: Der Bärn bauerte bis gegen 11 Uhr Nichts fort. Einzelne Abgeordnete der Linken fingen

Mu dor:Schluß", wozu die Abg. Wolf und

Mk auf die Pulte trommeln. Inzwischen bewä tzijcht Lueger, zuerst in Folge des LärweS un- schi »erständlich, aömältg wirb es jedoch ruhiger. Man r ko» sLit Lueg r, dir ben Ausgleich mit Ungarn bekämpft, v Beil die jüdischen Magyaren sowohl in bie Säcke > Vei 4er Tschechen, als auch in bie ber Deutschen a. M jnifen wollten. Unter grafetm Beifall unb --khäiwellatschen vururthrilt Lueger bie Schönererianer, rMche er Landesveiräther nennt, nnb sagt, in Preußen tote man so eher Frechheit, wie sie Schönerer ent« Welt habe, längst ein Ende gemacht. Nur wir Mulbtgen dulden einen solchen Schurken

Handlung des Ausgleichsprovisoriums beschliefet. Die lev li, g^immung ruft stürmischen Widerspruch unb ßäitn . bei ber Linken hervor. Der erste R buer Lueger cnT>1 ton wegen des so ldauernden Lärms nicht zu Worte 55 taten. Der V'cepräsident unterbricht 8 Uhr 10 Mia. fie Sitzung, welche nach 10 Minuten wieder aufge- lummen wird.

' fl Nach Wiederaufnahme der Sitzung dauert der I y üfcm fort; zwischen Schönererianer« und Christlich- nozialen kommt es zu einem heftigen Wortwechsel.

I Mb nt ber Lärm sich zeitweilig gelegt, beginnt Jen."BeBet uiit seiner Rede. Er sagt, kein ehrlicher «MMeutscher könne mit solchen Gassinjungen gemeinsame Ache machen. Reimer beantragt, behufs strikter

Anzeigen nimmt entgegen die Expebitiou dieses Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haafenstrin & Vogler in YVYIT CX/Ar/» Frankfutt a. M., Cassel, Magdeburg und Men; Rudolf AAA11.

Moss« in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C L. <r»r»h6n« 55 Daube & Co. in Frankfutt a. M., Berlin. Hannover. Bari».

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

8«rfe|: Joh. »«». Loch, Univerfitätd-Buchdruckertt in Marburg, »t'H1 Berantworüich für dr« allgemein«, Thell- Redakteur Rk. Hartmann,

Redaktion md Expedition: Marit 21. V'VHHIWyPVlUVU für bat Dgerateutheil: Joh. Au« «och, beide i» Marburg.

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Ahnung dieses Antrags bie Verstärkung bes Bubget-

-lUN^ u.3^ s-'ks

Nt ein Hanbgemenge Zahlreiche Abgeorbt ete ken klopfen a f ihre Pulte. Unter oh,en- .Btt» ;®tt ä u en bem Lärm beain t dien amtliche Ab- 80^ ^wmung. Der Antrag a ff Schiun der Debatte rombt in X ^ikntlich r Abstimmung mit 179 gegen 118 St.

^genommen. Sing. Groß beantragt Ueberweisung ^wcii sis ÄurgleichsprovisorinrnS an einen besonderen Aus U-4uß von 48 Mttgltebern und im Fülle ber Ab-