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Telephon 65.

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg «nd Kirchhain Jllnstrirtes Sonntagsblatt.

«nötigen nimmt entgegen die Expedition dieser Blatte», sowie die Anncncen-Bureaux von Haasentzcin & Vogler in VVVTJ Frankfurt o. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf ÄAÄ11 JODTg. M-fK in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L.

Daube & Co. in Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover. Vari». Telepbon 55.

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sd die Monate November und Dezember auf die

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nebst deren Gratisbeilage«

^ireisblatt" für die Kreise Marburg unl jnhhain, „Illustriertes Sonntags iatt" und „Verlooiungsliste der gl. preußischen Klassenlotterie" «den von allen Poflanstalten, Landbrief- igern, in der Expedition (Markt 21), sowie m unferen Filial-Expeditionen in Kirchhain, mfiadt und Wetter entgegengenommen.

Neuhinzutretende Abonnenten erhalten s Zeitung vom 1. November ab gratis ^geliefert.

zucken über das „Vertrösten" auf eine spätere, günstige Wirkung derselben abzuurtheilen.

Wir begreife« die Ungeduld der interesstrten Kreise, die so lange unter den Auswüchsen der Gewerbe« freiheit gelitten und immer vergeblich auf ein Ein­schreiten der Gesetzgebung zu ihren Gunsten gehofft hatten, vollkommen. Allein je länger diese Schäden bestanden und auf dem ehrlichen Gewerbe gedrückt haben, einen desto längeren Zeitraum erfordert nicht nur die Beseitigung dieser Schäden selbst, sondern mehr noch die der von ihnen verursachten üblen Folgen. Von heut auf morgen läßt fich wahrlich keine zweckmäßige Reform ausführen, und nur, wenn alle Beteiligten mit Ausdauer «nd Geduld Hand ans Werk legen, kann eine solche den gewünschten Erfolg haben.

Von zwei Seiten wird aus egoistischen Gründen die Neigung, der Ungebulb anheimzufallen, genährt und ausge eutet. Einmal durch Agitationsparteien, die der Bevölkerung einreben wollen, wenn sie das Heft in Händen hätten, würde die gewerbliche Reform rascher und gründlicher wirken; dann durch die Frei­händler, die an der angebliche» Unwirksamkeit der Reformgesetze deren Nutzlosigkeit nachzuweisen sich be­mühen, um so allmählig den Boden für eine Ab­

schaffung derselben zu bereiten. Man laffe sich durch solche Ma chenschaften nicht täuschen, sondern entschließe sich, erst einmal abzuwarten, was werden wird.

Allers its hat man wahrlich genug Erfahrungen von früh« gesammelt, um die Haltlosigkeit solcher Einwürfe, wie sie jetzt namentlich von anttsemitischer und manwesterlicher Seite beispielsweise wegen der Wirkungslosigkeit der HandwerksgesetzeS und der Bör'enreform erhoben werde», richtig tariren zu können. Wie absprechend ist nicht über die Arbeiter- Versicherungs esetzgebung geurtheilt worden, bevor die­selbe ihre jetzt allseitig anerkannten segensreichen Wirkungen gezeitigt hatte, Wirkungen, die durch manche noch zu beseitigende Fehler in den Gesetzen nicht be- eintröd tigt werden. Ist es also nicht widersinnig, von so weitausschauende» Gesetzeswerken, wie den vorher erwähnten, soforttge Abstellung aller einge- wurzelten Sckäden zu erwarten?

Noch suchen die mächtigen Gegner jener Reformen durck pa'sioen Widerstand und allerlei intriguante Manöver dagegen anzukäwpfen: doch wenn sie sehen werden, daß die Dinge ruhig und unaufhaltsam weitergehen, so wird auch der Widerstand aufhören. Ebensowenig wie durch Drohungen aber laffe man sich durch Versprechungen einschüchtern und auS der Ruhe bringen 1 Gewerbliche Reformen kann man

der,

(Nachdruck verboten.)

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schwebend, so daß ihre herunterhängenden fast die dunkle» Welle« berührte», die

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** Hände anmuthig gestützt, daS Köpfchen wie ^ungsvoll vorgeneigt, Geist und Uebermuth und

das Bild msprünglich bei einem gewiffe» — warten Sie, der Name muß mir einfalle»!--ArnSberg,

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schill er de Libelle,---Über das ganze Bild

war das träumerische Helldunkel einer Sommernacht ausgegoffen, — mattsilberne Sterne blitzten hier und da am Himmel durch die dichten Baumkronen, und die bleiche Mondsichel spiegelte fich im dunklen Waffer.---

Alexander war neben den Baron getreten, er antwortete nicht auf deffe» Frage, und der junge Mann bemerkte es auch nicht, er stand ganz unter dem Eindruck des Bildes.

„Wie ist mir denn?" sagte er nach einer langen Panse und zog die Brauen zusammen, wie ein Mensch, her fich energisch auf etwas besinnen will. „Hat nicht unser großer Kunstmäcen, Baron Greiner, fich ein solches Bild bestellt? Er hat eS kürzlich bekommen,--wie heißt doch gleich der Maler,

der es ihm gefertigt hat? Sie müssen ihn ja kenne», — solch' ein langer Mensch, trägt immer einen Sammetrock, hat einen brandrothen Bart, kommt häufig in unfern Klub--nicht? Nun,

eS tbut nichts zur Sache, — jedenfalls hat her das Bild gemalt, genau nach diesem Vorwurf, — es ist aber kein Schatte» von diesem Meisterstück! Wenn Greiner das sehen könnte, — eS ist ja groß­artig! Wie in aller Welt komme» Sie den» dazu? Es ist unvollendet, sagen Sie? Ja wohl, das seh' ich, aber waS thnt das? WaS da noch fehlt, ist reines Beiwerk, daS kann Jeder, der die technischen Begriffe einigermaßen loS hat, nach- pinfeln! Wer ist denn der Meister? Ei» ver­storbener Freund von Ihnen? Richttg,---

nun fällt mir die ganze Geschichte ein! Greiner hatte

°er

Ueberjpannte Erwartungen.

ist in der letzten Zeit eine Reihe von Gesetzen len worden, die feit Jahren schon angestrebt, ohne kisel geeignet find, eine wohlthättge Wirkung nament-- : zum Schutze der Produktivgewerbe auszuuden. « so manches dieser Gesetze, die daS Ziel Haven, Mrankenlose Gewerbefreiheit, die fich namentlich -die nicht kapitalkräftigen Gewerbetreibenden als stilvoll erwiesen hat, einzudämmen, auch nicht ollen tätigten Wünschen entspricht, so steht doch fest, I dadurch auf dem Wege zu einem wirksamen Dtze unserer nationalen Produktion schon ein ganz ltktabler Fortschritt gemacht ist. Man wird also prter Zuversicht die Wirkungen, welche durch jene «t Gesetzgebung gezeitigt werden, abwarten können. B Abwarten aber find leider recht viele Leute keine stde. Wenn gestern ein Gesetz erlassen ist, so its nach der Meinung vieler heute schon ent= chmd wirken. Gerade aber das gesetzgeberische jpeifen in das gewerbliche Gebiet darf kein sicher, sondern muß ein allmählich-S sein. Mcht ist eS darum, mit ungeduldigem Drängen ? sofortige Wirkungsäuberung neueingeführter sicher Maßregeln zu verlangen und mit Achsel-

®«te," sagte Baron Haidhausen zu Alexander 1 Tyrnau, „hier ist die Kravatte — ich sehe mich Wien ein wenig bei Ihnen um. Ihr Schlaf­fer ist auch — mein Gott, Tyrnau, seit wann V denn dies Bild bei Ihnen?"

war daS einzige Oelgemälde in Alexanders ■ttong, die Hülle, welche eS während feiner Ab- Meit bedeckt hatte, lag am Boden — er hatte Hort nach feiner Ankunft entfernt.

68 war kein vollkommen auSgeführteS Bild, das 1 btr aufmerksame Beschauer auf den ersten Blick,

Roman von Marie Bernhard.

(Fortsetzung.)

-Legen Sie rasch die letzte Hand an

. .jt# T^ungsvou borgenetgt, Geist uno uenermuiq nno io B Lcmne in jedem Zug des reizenden Gesichts.

1 (66* 1 11,19 ein Phantastisches, silberweißes Gewand, su ? ^anz von Nachtlilien im Haar nnd eine Hlblüthe auf der Brust. Am Ufer, hinter und age, chr schwebte», halb von niederhängendem Ge- • C b erborgen, kleine weiße Elfin, — ®lüb= «t«. huuk umy um ctnyauen i--zitnevag,

^che» leuchteten wie goldene Aenglein im dunklen ja wohl, Arnsberg — bestellt, und der ist darüber “ em Titanias Stirn flatterte eine blau-! gestorben. Schade drum! Der hätte von fich reden

der Staffage fehlte noch mancherlei, einzelne Wen waren nur angebeutet und machten den >dstlck einer Skizze. I» der Hauptgruppe war Gemälde freilich fertig. — Diese Hauptgruppe * den Mittelpunkt ein: Die Elfenkönigin Titania, JSUS’ ^Ugkgliedettes, weißes, golblockiges Gefchöpfchen, - einem knorrigen Eichenap über einem Waffer-

nidit übers Knie brechen. Wer aber zum Zwecke bes Wählerfanges die Ungeduld unserer Gewerbetteibenden zu steigern beflissen ist und fie dadurch abhält, that- kräftig einzugreifen, um die zu feinen Gunsten er­lassenen Gesetze zu fördern, der handelt verwerflich, denn versprechen und tadeln ist leicht, im Halten und Bessermachen aber haben sich gerade solche Mandatjäger niemals als zuverlässig erwiesen.

Umschau.

Ein erneut auf genommener Versuch der Opposition? - preffe, Unzufriedenheit und Verstimmung zu erregen, knüpft an die Zusage an, welche der Herr Reichs­kanzler im Juni 1896 hinsichtlich der Aufhebung des Verbindungsverbots für politische Vereine gegeben hat. Man giebt fich den An­schein, zu verlangen, daß in der nächsten Reichstags­session die Aufhebung jenes Verbots von Reichswegen erfolge, und stellt eS so dar, als ob ein solches Vorgehen zur Erfüllung der von dem Herrn Reichs­kanzler gegebenen Zusicherung iwthwendig fei. Letztere Behauptung trifft bekanntlich nicht zu. Der Fürst Reichskanzler hat fich nur anheischig gemacht, die Bundesregierungen zur Aufhebung des Verbindungs­verbots im Wege der Landesgesetzgebung zu bewegen, und zwar so, daß die Aufhebung noch vor dem Inkrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuches erfolge. ES ist daher auch schon der Zeit nach die Behauptung völlig ungerechtfertigt, daß die Aufhebung deS Ver­einigungsverbots in der nächsten parlamentarischen Campagne erfolge« müffe. Wenn ferner in früherer Zeit die Aushebung des Verbindungsverbots im Wege der Reichsgesetzgebung in Erwägung kommen konnte, s» kann davon nach de» Vorgängen des letzten Sommers jetzt ernstlich nicht mehr die Rede fein. Schon das Vorgehen der preußischen Regierung in Bezug auf die Revision deS Vereinsgesetzes vom 11. Juni 1850 schließt ein solches Vorgehen im Wege der Reichsgesetzgebung völlig aus. Vor All m aber hat, so hebt treffend die „Post" hervor, der Reichstag selbst durch die Einbringung deS sogenannten Reichs-Vereins NothgesetzeS und die Begründung dieses Antrages, durch welches derselbe den Charatter eines Geßlerhutes für die Bundesregierungen bekam, den Weg der Reichsgefetzgebung für jetzt ungangbar ge­macht. Gerade dieser Umstand, daß die Parteien, deren Presse jetzt die Aufhebung des Verbindungs­verbots von Reichswegen verlangt, durch ihr Vor­gehen daS Beschreiten dieses Weges unmöglich gemacht

gemacht! — Diese Titaniia — fegen Sie mir eins, Verehrtester, — ist das Modell eine Wienerin?"

„Nein! keine Wienerin?"

„Dacht' ich mir! — Wissen Sie etwas Näheres davon, und wollen Sie es mir erzählen?"

„3dj wüßte Manches darüber zu sagen, aber ich möchte davon nicht sprechen!"

Der Andere fuhr herum und maß Alexander mit einem halb lächelnden, halb bedauernden Blick.

„Sie meinen, wir müßten befreundeter sein, als es thatsächlich der Fall ist, wenn Sie mir Ihr Ver­trauen schenken sollten, — vielleicht halten Sie mich auch nicht für diskret genug! Jedenfalls haben Sie Ihre guten Gründe für Ihr Schweigen, unb es freut mich, daß Sie so aufrichtig gegen mich find. Es thut mir in diesem speciellen Fall leid, daß ich den näheren Zusammenhang nicht erfahren soll, denn ich habe lange kein so entzückendes Gesicht gesehen, wie das dieser Titania — was hat fie für wunderschöne Augen! Sie find glücklich, Tyrnau, dies Bild zu besitzen!"

Der Arzt stand seitwärts und bedrachtete sein beneidetes (Ngenthum mit einem Blick, in dem fich nichts von Glück widerspiegette.

«Ja, es Hilst Alles nicht, — wir müffe» fort!" seufzte der Baron und wandte fich zögernd ab. »Mein kleiner Groom muß fich sonst von meinen ungeduldigen Pferden die Armmuskeln entzwei reißen laffen. DaS aber sage ich Ihnen, Tyrnau! ich komme oft wieder, um Ihrer Titania in die ver­führerischen Augen zu sehen."

„Sie werden mir jederzeit willkommen fein!"

„Wirklich? Ihr GefichtSausdruck ist mtt Ihren Motten nicht ganz d’ accord, mein Bester, — Sie finb geizig mit Ihrem Kunstwerk! Gleichviel, ich komme doch!"

haben, kann nicht nachdrücklich genug immer wieder in Erinnerung gebracht werden. E

Die Frage, ob die landwirthschaftliche oder die industrielle Bevölkerung wehr« kräftiger fei, wird jetzt als zu Gunsten deS letzteren BevölkerungSiheilS gelöst hingestellt, nachdem die Ergebnisse deS Militär - Ersatzgeschäfts aus dem Jahre 1896/97 für Bay rn dies zu betätigen scheinen und Professor Lujo Brentano in München mit dem Aufgebot von Material aus der Berufs­statistik auch für die Jndustri eingetreten ist, nachdem er die Fragestellung vollständig verschoben hat. Die Frage, welche man bisher immer gestellt hat, und der auch jene, durch alle Zeitungen gegangene bayettsche Statistik dienen sollte, war die: ob die Landwirthschaft verhältnißnäßig mtlr taugliche Soldaten stelle, als bie Industrie, insbesondere die Fabrikindustrie? Die allgemeine Stimmung war bisher zu Gunsten der Landwirrhschaft; aber der so­genannte gesunde Menschenverstand geht ja oft irre, und es ist gut, ihn durch die Statistik w kontrollire»; nur darf man freilich die Statistik nicht falsch an­wenden, wie bas in der Beurrheilung der bayerischen Zahlen geschehen ist, und muß mit ihr die Frage beantworten, welche gestellt ist, nicht aber, wie Brentano, eine ganz andere. In der bayerischen Ersatzstatistik sind die borgest Men und ausgehobenen Mannschaften auf 5 Berufsabiheilungen veitheilt: 1. Land- und Forstwirihschaft, 2. Industrie und Ge­werbe einschließlich Bergbau und Bauwesen, 3. Handel und Verkehr einschließlich Gostwirthschost, 4. sonstige Berufe, 5. ohne Beins, und eS hat fich ergeben, daß im Ersabj- Hr 1896 97 auf Ab- iheilung 1. 40,0 Prozent der Vorgestellte«, 40,2 Prozent der Ausg- hobenen kamen, auf Abtheilung 2 45,7 und 49,3; also He „Industrie" ergab mehr Prozente tauglicher Soldaten. Erstens find das nur Zahlen eines Jahr s; ab r wenn diese Nachweise auch jährlich dieselbe Arrwo t geben sollten, io ist doch mit Aufnahmen, die sch auf den augenblicklichen B-ruf des borgest llten Mannes bett hen, die Frage nicht zu beantworten; denn man weiß nicht, wo ist der Mann aufgetoadifen, unb wie Ion« ist er schon bei der Industrie, wann ist er vom Lande in die Stadt gekommen? Da-- h>t Brentano auch ganz richtig hervorgehoben (Aufsatz in Nr. 3 der „Naiion"), und er wünscht die Untersuchung auf den Beruf der Eltern erstreckt zu sehen. Dazu find aber bie An- gaben in den Rekrutirungslisten nicht vollständig und genau genug. Brentano schlägt einen ganz andern

Lachend schob er seinen A>m unter den des Arztes und zwei Minuten darauf jagten die feurigen Traber des Barons mit ihnen durch Wiens menschenwimmelnde Sttaßeu.

Ein paar Stunden später saßen fie nebeneinander im Parket der Hofoper in eifrigem Gespräch, bie zu- ftrömenbe Menge bes Publikums musternd, jüngst gehabte Erlebnifle austauschend, — Alexander durch ein paar Gläser guten Weines unb ein ausgewähltes Diner in ber ihm sympathischen Gesellschaft bes Barons animitt und beiter gestimmt, so daß er mehr sprach, als es sonst seine Art war. Hinter den Beiden waren zufällig ein paar gemeinsame Bekannte, Mit­glieder desselben Klubs, zu fitzen gekommen, denen Alexander wie der Held eines RitterromaneS erschien, da er in Bukarest mit Tob unb Gefahr gekämpft hatte, währenb sie selbst in Wien in geschäftigem Nichtsthun, Wettrennen, Hazarbspiel und sonstigen Dingen, mit denen junge Herren fich die Zett ver« tteiben, ihre Tage hingebracht hatte».

Der Vorhang rauschte auf, und die ersten vier Scenen gingen ohne sonderliche Aufmerksamkeit deS Publikums vorüber, — Jeder »artete gespannt auf den Moment, da Carmen-Lucca ihre» Fuß auf die Bühne setzen würde. Auch Alexander war ziemlich zerstreut und mit seine» Gedanke» wenig bei der Oper, — er hörte seine Bekannten hinter fich unaus­gesetzt in aufgeregtem Ton mit einander flüstern, ohne unterscheiden zu können, welches Thema fie so lebhaft beschäftigte. Mit dem Erscheinen der Cigarren« arbeiterinne» auf der Bühne fand fich auch fein In« tereffe, und als vollends die Hauptheldin hervorttat und eine so originelle, eigenartige Leistung aus der Rolle der Carmen schuf, war et ganz bei der Sache.

Der erste Att war zu Ende. Aus der Brücke stehend, im Triumph die fesselnden Hände schüttelnd, jeder Zoll