in
m
it,
it,
-z,
ft,
N
N
n.
iemest fien v mig
.HZ 250.
Ttltphoa 55.
ichulen, deren Wirkungskreis sich über das ganze Reich erstreckt, sowie der Centralstelle für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen Beihülfen zuzuwendea, und vor Kurzem ist vom Grafen Posadowsky der neuerdings gegründeten Deutschen Versuchsanstalt für Lederindustrie zu Freiberg i. S. eine Unterstützung gewährt worden. In Dieser Anstalt sollen namentlich auch umfasieude Uutersuchuugen über die Verwendbarkeit der verschiedenen Gerbmaterialien und Gerb- prozeffe veranstaltet werden, eine Wirksamkeit, welche für die inländische Produktion wesentliche Bedeutung erlangen kann, auch für die Fußbekleidung des Heeres von Wichtigkeit ist.
I» Bayern stand in der vorgestrigen Sitzung der Kammer der Abgeordneten ein Antrag des Abg. Dr. Ratzinger zur Bewirthschaft u. A. die sofortige Aufhebung der gemischten Tranfitlager, die Beseitigung der Zollkredite sowie die sofortige Kündigung des Meistbegünstigungsvertrages mit Nord-Amerika fordert und ferner verlangt, daß bei dem Abschluß neuer Handelsverträge die Getreide- und Holzzölle erhöht würden. Dr. Ratzinger begründete diesen Antrag in längerer Rede. Der Abg. Pichler (Zentr.) begründete einige Abänderungsanträge, welche an den erwäbnten Hauptforderungen jedoch festhalteu. Die Abgg. Diehl (liberal) und Bcckh (kons.) traten gleichfalls für die Forderungen ein. Alle Redner betonten, baß das Interesse der Landwirth- schaft insbesondere die Kündigung des Meist- begünstigm gsverlrages mit Nord - Amerika und womöglich auch die Kündigung der Meistbegünstigungsverträge mit ande en überseeischen Staaten, speziell Argentinien, fordere. Nur der Abg. Wolfram (lib.) trat im Jliteresie von Handel und Industrie den Forderungen er tgegen. ter FinarMinister Dr. Freiherr von Riedel erklärte, die Forderung des Antrages Ratzing« r bezüglich der Aufhebung der gewischten Tra, sirlager und Beseitigung des Zollkredites deckten sich dem Sinne nach mit dem Anträge des Grafen von Schwer n im Reichstage. Die bayerische Regierung werde im Bundesrath für dieien Antrag etntretcn. Was für den Schutz der bayerischen Holz-Industrie gelhan werden könne, werde Seitens tnr Regierung gesa ehre. Der Minister-Präsident Di. Frbr. v. Crailsheim besprach die handelepolitischen Beziehungen zu Nord- Amerika und betonte: man dürfe seine Entschlüsse in dieser B ziebung nur nach gründlicher Erwägung aller Verhältnisie fassen. Die landwirthschafilichen Interessen an dem Venrage mit Nord-Amerika seien nicht so groß, wie vielfach behauptet werde. Was
zeitung" ist bereits dieser Standpunkt treffend vertreten und darauf hingewiesen worden, daß gewisse Kompensationen, oder mit anderen Worten, anderweitige Reformen des Wahlrechts notwendig seien, bevor au die Bewilligung einer Diätenzahlung gedacht werden könne. Es zeigt sich auch in dieser Frage, daß gerade diejenigen Parteien und Politiker, welche fich als die eifrigsten Hüter der Reichsver- faffung aufspielen, geneigt find, mit leichtem Herzen Bestimmungen, die verfassungsmäßig festgelegt find, über Bord zu werfen, wenn dadurch der demokratischen Propaganda Vorschub geleistet wird. Mag die Diätenlofigkeit auch die Wirkung nicht gehabt haben, die von ihr erwartet worden ist, weil vielfach an Stelle offizieller Tagegelder Parteidiäten getreten find, so kann doch dieses Korrelat zum allgemeinen Wahlrechte nicht ohne weiteres aufgegeben werden. ES wäre vielmehr angezeigt, den Artikel 32 der Reichsverfaffung, welcher die Reichstagsabgeordneten verpflichtet, ihre Mandate ohne Entschädigung auSzuüben, dahin näher zu präzifiren, daß es Verbote» werde, Parteidiäten einzustreichen. Es wird auch in der demokratische» Presse, wo es in deren Parteirichtung paßt, viel von der Beachtung des Sinnes der Gesetzgebung gesprochen. Der Sinn der Verfassung aber, wonach die Gewährung von Diäten grundsätzlich ausgeschlossen ist, wird von jener Seite kaltblütig ignorirt. Wer aber an dergleichen grundsätzlichen Bestimmungen rüttelt, ohne zugleich eine entsprechende Reform herbeizuführe», der bringt das ganze System in Unordnung und daran kann die konservative Partei sich am wenigsten betheiligen.
Bekanntlich weist das laufende Jahr zum ersten Mal im Etat des Reichsamts des Innern einen Fonds auf, welcher zur Unter st ützung der allgemeinen Interessen von Handel und Gewerbe bestimmt ist. Wenn auch mit den beschränkten Mitteln äußerst sparsam gewirth- schaftet werden muß, so haben sie es doch ermög- iicht, einer Reihe wichtiger Unternehmungen nachdrückliche Förderung angedeihen zu lassen. Im Vordergründe steht für dieses Jahr die Entsendung gewerblicher Sachverständiger nach Ostasien, welche durch Beiträge des Reichs, Preußens, Sachsens und zahlreicher industrieller Vereine, Handelskammern :c. zu Stande gebracht ist. Sie geht ihrem Ende entgegen, und daS Ergebniß wird, nach den schon jetzt vorliegenden Berichten zu urtheilen, den Erwartungen entsprechen. Daneben hat der Staatssekretär des Innern sich in der Lage gesehen, mehrere» Fach-
Ericheint täglich «urhrr an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quanal-81 bonnemems-Preir bei der Expedition 2 3**l, bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (erfi. Bestellgeld. Jnsertionsgebübr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pi«.. Reklamen für die Zeile 25 Pso
Marburg
Sonntag. 24 Oktober 1897
Umschau.
Die Frage der Einführung von ReichstagS- diäten wird neuerdings in der Presse vielfach erörtert. ES ist begreiflich, daß über dieses Thema, welches seit dem Bestehen der Diätenlofigkeit, also deS Reichstags, nicht allein mehr als ein viertel- hundertmal auf der Tagesordnung deS deutschen Parlaments gestanden hat, sondein auch in der Presse nach allen Richtungen auf das Eingehendste und Vielfältigste besprochen worden ist, nichts Neves mehr gesagt werden kann. Die Bedenken aber, welche der Einführung von Reichstagsdiäten entgegenstehen, find für die konservative Partei nach wie vor so erheblich, daß diese kaum sich jemals wird entschließen können, ohne Weiteres ihre Zustimmung zu einer so weittragenden Verfassungsänderung zu gebe», wie sie die Diäleneinführung darstellen würde. In der „Kreuz
dämmen, indem eS seinen Einfluß behufs Rückkehr W einem befferen Ton geltend macht.
Es ist noch gar nicht so lange her, daß die demokratische Presse über die Anstrengung deS Prozeffes gegen von Tausch und Genossen die größte Freude zeigte weil sie annahm oder wenigstens anzunehmen vorgab, die Verurtheilung der „politischen Intriganten" werde daS Jutrigantenthum selbst unterbinde». Ist aber auch hui int entferntesten dieses Ziel erreicht worden? Sind die Treibereien im Stil der Leckert und Konsorten ans den Spalte» der Preffe verschwunden? Das wird keineswegs behauptet werden dürfen. Es wird in denselben Blättern, die sich in dem damaligen Prozeß einen Namen gemacht hatten, ruhig „fortge- leckert". Duch dieser Prozeß war nur ein Symptom dafür, das ein Teil unserer Presse, um mit der „Berliner Zeitung" zu sprechen, vo» einer Seuche, nämlich von der Seuche der SensationSmacherei, ergriffen ist.
Läßt fich dieser Seuche auf dem Wege des Pro- zesses nicht beikommen, sondern ist es Sache der Zeitungsleser, hier eine Gesundung herbeizuführen, so sind Majestätsbeleidigungen durch Strafverfahren ohne Zweifel einzudämmen und namentlich ist es möglich und wünschenswerth, den Anreizungen der Presse zu solchen Straflhaten soviel es geht entgegenzutreten. Allein auch bei Bekämpfung dieser Seuche muß das Publikum das Beste selber thun und darauf halten, daß die deutsche Presse — wenigstens soweit sie sich monarchisch nennt — der monarchischen Gesinnung auch in Ton und Haltung Ausdruck giebt.
Eine Seuche,
iggti die demokratische „Berliner Zeitung" die Ma- ^ßztzbeleidigungsprozesse, hat aber entschieden Unrecht mit dieser Bezeichnung; denn die Prozesse sind nur Symptom der Seuche. Wenn aber das Blatt , Ui Meinung ist, diese „Seuche" zum Verschwinde» Qiagen zu können, indem man das Symptom be- ieitifle, die Seuche selbst aber frei und unbehindert «ch entwickeln ließe, so straft es diese Bezeichnung Sjgen. Wir erkennen den Umstand vollkommen an, dch eine widerliche Begleiterscheinung der Majestäts- Mtigungsprozesse das Denunziantenthnm ist; allein dieses zeigt sich auch auf anderen Gebieten und «amtlich daS politische Denunziantenthum hat gerade «f der Seite der Demokratie in der letzten Zeit stark « Ausbreitung gewonnen.
llnsereS Erachtens ist eS die Aufgabe der Presse,
-richt sowohl gegen die Majestätsbeleidigungsprozesse ifich zu wenden, sondern vielmehr gegen die Beleidi-
en selbst. Leider geschieht daS nicht; in einem n Theile der Presse begegnet man weit eher Bestreben, die allerhöchste Person in ganz un- ’ger Weise zu kritifiren und auf diese Weise rfichtige" Leser geradem zu Majestätsbeleidigungen eizeu als der Befolgung des Zieles, das Lese- ikum zu einer schuldigen Achtung vor der Majestät erziehen.
Wenn man jetzt anläßlich der Bestrafung eines curs wegen Beleidigung des Königs der Belgier ruft und meint, fortan fei kein Deutscher mehr Strafe sicher, so stellt sich die betreffende Presse übelste Zcngniß ans. Der Ton unserer Zestungen t doch wahrlich nicht so mustergiltig, als daß er erheblich verfeinert werden könnte. Zum Schaden »er Presse und unserer ZeitungSleser würde es sich nicht gereiche», wenn in den deutschen Blättern f gehalten würde, daß Beleidigungen überhaupt us fernbleiben.
Wst können n»S, so führt das Organ unserer tei nur zu richtig ans, nicht denken, daß die Äschen ZeitungSleser es als einen Mangel empfinden Adressa »irden, wenn ihre Blätter sich befleißigten, sachlich, ZinmL und anständig, statt „sensationell", iufügeui .^uud beleidigend zu schreiben. Nicht « Majestätsbeleidigungsprozesse als solche sind eine Zrmmei. Mche, sondern vielmehr die verschiedenen pikanten Cabim ^chleierteu Anreizungen der Preffe und Versamm- ZimwL Usredner, die Beleidigungen und natürlich auch Reffe provozireu. Das deutsche Lesepublikum hat l mSbÄ 1 "Ekommen in der Hand, diese Seuche einzu-
wrlj<ifdje Zeilmg
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchkai«.
Jllustrirtes Sonntagsblatt.
Änietgen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein & Vogler in VYVH Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf AAAll. M°sse m Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. ..
Daube & Co. in Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover, Vari». Telephon 55.
d. o. . mit öbl. Zi- rhne Ca» L Cabws mit Cai-
(Nachdruck verboten.)
Das Teufelchen.
Rouum von Marie Bernhard.
(Fortsetzung.)
tCabo
>e»
>l. Zn»2 ZiorrnL'
Zw-- ^3hre kleinen Zähne preßten die Unterlippe so S8- daß sie weiß wurde, sie nahm ihre Hand ainii^ vom Gesicht und starrte ihn aus verstörten ay.
iimmer. tu®" Gingen nach Klarheit, eine unaussprechliche ? «hnmg, ein tiefes Mitleid mit fich selbst, und über
m. ® Allen eine unbestimmte Furcht vor etwas Un-
das in der Lust z» schweben schien und b?Pw- ??b' wie eine Wetterwolke, über ihr stand. — t Cab. war rasch aufgestanden und hatte UN- . Ziwoi 7^ sich die Hand nach ihr ausgestreckt, und fie rl fle und hielt fich daran fest, als wolle fie fich titten starken Halt klammern.
.HUf mir, Alexander, ach hilf mir! Ich bin ffWr vh habe, — ich möchte Dir sagen"--
jnöbMl .Ich weiß, Virgiuie, ich weiß!" unterbracher üverWLb r Stammeln, und die Stimme, die eben Lj w schön und tief empfunden gesungen hatte, war letzt weich und milde, als klinge der Nachhall Lab.,0 itiedes immer noch mit. .Habe Vertrauen zu immer h,' Dich aus! Nicht war, — Du liebst 'S von Delft?" -
“■ . konnte es nicht sehen in der Dämmerung, _ brenneudroth wie in Zorn und Beschämung 'gi * ihr blüthenzartes Gesicht lief, — er sah nur, jinifflcr B ne mit der freien Hand die Augen bedeckte, m. C-b *ie, wie sie die andere aus der seinen vergeblich *61- S9* Dringen strebte und hörte, wie fie in ein fassungs- 5Benf> 8 schluchzen ausbrach.
Zimsc- ^-Nicht wahr, Virginie, ich habe recht gesehen?" Ziwo>^ *8? er noch einmal.
„Ja denn, Du hast recht gesehen, wann hätte mein kluger Bruder Alexander," — fie betonte die zwei letzten Worte mit Höhnischer Bitterkeit — „fich je geirrt? Es ist, wie Du sagtest, — und ich bin sehr, sehr unglücklich!"
„Unglücklich, wenn Du ihn liebst, Virgiuie?"
Sie begann von Neuern zu weinen, so daß es fie schüttelte. Alexander sah fie rathloS an, seine Angen irrten scheu über das goldene Lockenhaar und die schöne Gestalt, unwillkürlich faßte er ihre Hand, die er immer noch in der (einigen hielt, fester und zog fie näher an fich, um fie gleich darauf, daS blaffe Antlitz von dunkler Beschämung überflammt, wieder fteizugeben.
„Liebst Du ihn," fragte er, einen Schritt zurück- tretend, „mehr als Dein eigenes Leben? Liebst Du ihn so, daß Welt und Menschen, Verhältnisse und drohende Schicksale wie Schatten vei finken vor der Größe und Macht Deiner Liebe? Liebst Du ihn so, daß Du Alles verlassen, Alles ausgeben könntest was bisher Dein Leben ausfüllte,■ Dich freudig an seine Seite stellen und diesen Platz mit keinem, mit keinem vertauschen möchtest, und böte man Dir alle Herrlichkeiten der Well? Sieh, Virgiuie, das ist Liebe!"
„Das ist Liebe!" wiederholle sie ausathmend. „Aber woher kannst Du so davon sprechen, Alexander? Hast Du sie so gut kennen gelernt?"
„Es handelt sich hier nicht um mich," gab er schroff zurück, und bie drohende Falte, die seines Großvaters Antlitz so eigenartig gezeichnet, grub sich in feine Stirn. „Ich frage Dich, ob Du ihn liebst — diesen — diesen--Mann, — es ist meine
Pflicht, Dich das zu fragen, und mein Recht!"
„Und wenn ich Ja antworte?"
„So will ich Dir jedes Unrecht, das ich Dir
in Gedanken und Worten gethan, abbitten! Wer tief und wahrhaftig, opferfreudig und groß zu lieben versteht, der kann nicht leicht und oberflächlich sein, der kann nicht an äußeren Dingen nur seinen Genuß finden. Ich kenne den Freiherrn von Delft nicht, ich glaube, wir sind sehr verschieden und dürften einander kaum sympathisch berühren, — — aber Du--Du--liebst ihn,--Du hast
mich gebeten: hilf mir! Was soll ich denn für Dich thun?"
„Die Eltern, — Dein Vater — er hält ihn für keinen Ehrenmann — er würde aufhören, mich seine Tochter zu nennen, wenn er wüßte —"
Sie konnte den Satz nicht zu Ende bringen, — fie »ahm ihr Taschentuch und hielt es sich vor die Lippen, damit er nicht sehen sollte, wie hilflos sie zuckten.
„Das weiß ich!" beftfitigte er ernst. „Mein Pater ist weich und gut, aber unbeugsam streng und gerecht im Punkt der Ehre, — und daS muß so sein! Vielleicht aber, er hat nie mit mir von Herrn von Delft gesprochen — vielleicht hat das Gerücht ihm falsche Angaben über das Leben des Mannes ^getragen, vielleicht ist er nicht gut berichtet. Laß mich daS genau untersuchen, sei Überzeugt, daß ich gewissenhaft zu Werke gehen, keine Quelle unerforscht, keinen Fingerzeig unbeachtet (affen werde. Du habe Geduld bis dahin, — ich weiß, ich verlange viel von Dir, es muß aber so fein, wenn ich Deine Sache fördern und vor den Eltern vertreten soll. Ich will dcß Du glücklich wirst!"
„Glücklich!" Virginie sprach das Wort nach, aber es klang bei ihr, wie ein Weheruf.
Alexander wandte mit einer fast gewaltsamen Bewegung die Augen von ihr weg, — es war rasch dunkel geworden, in allen Ecken des großen Saales
tauchten schwarze Schatten auf, nur in der Mitte war noch helles Dämmerlicht. Vor einem der Fenster stand eine Kugelakazie, so dicht, daß ihre Blätter fast das Glas berührten, — jetzt machte ein kühler Abendwind fich auf und warf die biegsamen Zweige gegen die Scheiben, daß fie leise Hinten.
Mit einer nervös aufgeregten Geberde drehte Alexander sich um, bann lächelte er über fich selbst, aber es war das alte Lächeln nicht, das kühle, spöttische! Es sollte so fein, aber es war ein offenbarer Schmerzenszug dabei.
„Noch eins, Virginie!" Schon nah der Thür, wandte er fich noch einmal zurück. „Wirst Du mir verzeihe» — es kann fein, daß meine Frage Dich Häuft — um Deiner eigenen Wohlfahrt willen, zu meiner innere Beruhigung stelle ich fie! bist Du deS — des Herr» von Delft ganz stcher? Liebt et Dich Über Alles, wie Du ihn liebst?"
„Alexander!" Zornig wollte fie auffahreu, aber es war ein Ausdruck in feinem Gesicht, der fie zur Wahrheit zwang. „Ich — ich — weiß nicht!" lüfterte fie unsicher.
„Du weißt nicht? Wie soll ich das auffaffen?"
„Er ist nicht so wie Du, — Arno! Er ist ganz, ganz anders! Als ich ihm heute — wir sprachen uns soeben drüben im Wald am See — sagte, wie es steht, wie Papa darüber denkt, welche Hindernisse ich uns entgegenstellen, — da da hat er gar nicht ernst mit mir gesprochen, als handelte es fich um wichtige Tinge, — sondern — er ist so ganz Man» von Welt--aber er liebt mich, — o ja, er
tebt mich! schloß fie mit leidenschaftlichem Trotz.
Alexander's ohnehin dunkles Gesicht war, während re sprach, finster wie eine Wetterwolke geworden. Tie schwarzen Brauen gefurcht, daß fie auf der Stirn zusammentrafen, ein drohendes Funkeln in den