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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Telephon 65.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-A bonnements-Preis bei der Expedition 9 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exll. Bestellgelds JnsettionSgebülir für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pig., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Donnerstag, 21. Oktober 1897.
Anreigen nimmt entgegen die Expedition diese« Blatte«, sowie die Annoncen-Bureaux vou Haasenstein & Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover. Vari«.
rrrll.Jahrg.
Telephon 56.
haftlich aus jq «rrn,
Zweites Blatt.
Schwurgericht.
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Rarburg, 19. Oktbr. (Schluß des zweiten —j", Knhaudlungstages.) Wie aus der Vernehmung der l. Eid, iß Zeugen zu ersehen war, wohnten die Angeklagte
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gab der bereits genannte Bayer in zwei einem Manne Namens Finger gehörigen Häusern. Beiden waten die Wohnungen gekündigt und herrschte deß- halb auch Aerger und Verdruß bei diesen über den Hausherren. Als nun Beyer in der Wohnung der Fnm Klinge eine kleine Schuld bezahlte, ging Finger wrbei und nun rief ersterer ihm allerlei Schimpf- woite nach, worauf der Hausherr mit seiner Frau, Me auch dazu kam, in das Haus ging und den Lärmenden auf die Straße beförderte. Als er (Anger) nun wieder fortgiug, blieb Beyer auf der Straße stehen und rief: „Hier hast Du nichts zu sigw!' und schimpfte weiter. In diesem Augenblicke soll nun die Frau Klinge das Fenster geöffnet mb dem Beyer zugenickt und ihn ermuntert haben, was diese heute ebenfalls wieder bestritt, gleichwie sie es auch damals unter eidlicher Aussage g>than. Einen äußerst gewandten Eindruck machte der Zeuge
Seyer. Derselbe erzählte eine lange Geschichte daß »eutsi ter Finger mit ihm schon eine geraume Zeit in lasser Feindschaft lebe und ihm auch schon einmal den v Dai Gerichtsvollzieher ins HauS geschickt habe. Er hätte
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j M können. Dies sei auch ein Grund, weßhalb I Finger auf ihn (Beyer) so eine Wuth habe. Der Ehemann der Angeklagten, ein 25 jähriger Mann, klli 8~u^tc auch, daß er beim Finger schlecht gemacht toorben sei, weil ihm dieser früher das von semeßi ihm bewohnte HauS verkaufen wollte und nachher essen i i keine Lust dazu hatte und ihm noch obendrein kündigte, nnig li Sehr belastend für die Angeklagte war die Aussage Adreß teS Zeugen Schweitzer, der aus einem Nachbarhause 1 Zins bet Sache zuhörte und nun auch sah, daß die Frau zufüge Dinge mit ihrem Kinde aus dem Fenster schaute
und dem lärmenden Bayer zunickte. Auf Vorhalt teS Staatsanwalts, ob er auch ganz sicher sei, daß das Nicken dem Bayer gegolten, antwortete dieser, baß er eS ganz genau geseh n und auch den Finger sofort darauf aufmerksam gemacht habe. Auch der te der Nähe des Houses wohnende Zeuge Runkel hätte wie die Frau Klinge dem Bayer zurief: „Immer testet druff!' Später stellte Runkel die Frau zur Rede und fragte sie, ob sie denn auch mit Finger Etwas vor habe, weil sie dem Bayer beihalte. Die Angeklagte erklärte hierzu, daß sie mit Runkel kein Dort gewechselt habe. Der Zeuge blieb bestimmt tei seiner Aussage. Bei einer Frau Meyer stand bie Angeklagte ftüher als Dienstmädchen in Stelle Aid litt damals an einem Ohrenleiben; auch eine JrUtte Zeugin versicherte bestimmt, daß die Frau ^uige schwerhörig sei. Als letzter Zeuge erschien ter Gensdarm vou Frankenberg, welcher die Ange- ^gre wie auch deren Mann als sehr nette Leute Widerte. In der Straße, in welcher die übrigen Zeugen wohnten, herrschten fortwährend Prozesse und Nachbar sei dem anderen gehässig. Die Zeugen, teil Ausnahme von Finger, seien theilwetse vorbe- b«lst, Runkel schon mit Zuchthaus, und sei auf deren Aussagen nicht viel zu geben. So blieb durch die Auskunft des Gensdarmen über den Leumund der Belastungszeugen nicht viel Gutes.
Die den Geschworenen vorgelegten Fragen formu- “(ten sich dahin: Ist die Angeklagte schuldig, den wissentlich falsch geleistet za haben und im Falle ter Verneinung dieser Frage: „Ist sie schuldig, den «alscheid fahrlässig geleistet zu haben." Der Staats- tevoalt, welcher hierauf das Wort nahm, führte u. 81. te*8, daß er sich in die eigenthümliche Lage versetzt We» sich für die Freisprechung zu interesfiren, sprach unter genauer Darlegung des Eindrucks, den die ^Handlung auf ihn gemacht, sehr günstig für die ^»geklagte auS und beantragt zum Schluß seiner Worte «reisprechung. Auch der Vertheidiger berief sich auf te* verschiedenen Momente, welche sich günstig für die ^geklagte erwiesen und beantragt vollständige Freimachung. Die Ursache der ganzen Anklage bilde 618 Zmglliß der Runkel, die ja genügend gekenn
zeichnet worden sei. Nach kurzer Berathung der Geschworenen wurden die Schuldfragen verneint und hierauf die Angeklagte freigesprochen. Die Kosten trägt die Staatskasse.
Ein verunglücktes Sozialreform- Projekt.
B. L. Die „Nordd. Allg. Ztg.' bringt in ihrer Nr. 338 einen Artikel über das Projekt einer Versicherung gegen die Folgen der Arbeitslosigkeit, in dem sie hervorhebt, daß die von mehreren Kommunen in Deutschland und der Schweiz gemachten Versuche überall nur negative Ergebnisse erzielt hätten. Natürlich bezieht sich dieses Problem wesentlich auf die Großstädte und die Jndustrieoezirke, denn auf dem Lande herrscht keine Arbeitslosigkeit, sondern Mangel an Arbeitern. In den Großstädten giebi es dagegen mehr Arbeiter als Arbeit und eine solche Reservearmee von Arbeitern ist günstig für die kapitalistischen Arbeitgeber, da sie die Löhne drückt und es erleichtert, bei Streiks oder vermehrten Aufträgen Rekruten heranzuziehen. Man ist also bestrebt, sich diese Reservearmee zu erhalten und so ist man auf den Gedanken einer Versicherung gegen Arbeitslosigkeit gekommen, damit die Arbetts- losen nicht fortziehen, z. B. auf's Land.
Es sind nun solche Versuche in der Schweiz, in Köln und in Bologna gemacht worden, am frühesten in Bern, wo die städtische Verwaltung mittels Beschlusses vom 13. Januar 1893 die Errichtung einer Versicherung gegen Arbeitslosigkeit anordnete. Im Mat 1894 folgte St. Gallen. Die letztgenannte Stadt gab jedoch den Weiterbetrieb des Instituts nach zwei Jahren wieder auf. Ueberall hat man die Erfahrung gemacht, daß dir Summen, welche zur Auszahlung gelangten, dir eingezahlten Beittäge bei Weitem überstiegen, und daß gewisse Klassen von Versicherten, z. B. Arbeiter der Baugewerbe, sehr bald, nachdem ihre Berechttgung auf Unterstützung begonnen — das Wort Unterstützung ist selbstverständlich im uneigentlichen Sinne gebraucht — auch auf solche Anspruch machen mußten. Der größte Theil der zur Auszahlung kommenden Summen mußte aus den von der Stadt hergegebenen oder von den Arbeitgebern oder aus Mildthätigkeit dem Institut zuge- floffenen Mitteln genommen werden. Nur in St. Gallen wurde der größere Theil aus Beiträgen der Versicherten bestritten; aber das konnte lediglich deshalb geschehen, weil die Zugehörigkett zur Kasse keine freiwillige, sondern eine gesetzlich erzwungene war.
Mtt großem Interesse hat man diese Versuche auch in Amerika verfolgt, wo man bei der großen Einwanderung vou Arbeitern an dieser Frage ja besonders interessirt ist. Im Septemberhefte der von der volkSwirthschaftlicheu Fakultät der Columbia- UutverMt herausgegebeneu BierteljahtSschrift „Poli» tical Science Quarterly-* bespricht William Franklin Willoughby aus Washington die bisher in dieser Richtung gemachten Erfahrungen und zieht aus ihnen ebenfalls ein negatives Resultat. Nur die vcrstcherungsähnlichen Maßnahmen der amerikanischen Arbeiter-Organisationen häll er für erfolgreich ; im Uebrigen empfiehlt er eine modifizirte Wohlthätigkeit. Im allgemeinen wird in dem angeführten Aufsatz aus diesen Erfahrungen der Schluß gezogen, die Hülfe bei Arbeitslosigkeit auf Grund des Versicherungs-Prinzips sei ein „Unding'.
Neuerdings hat sich der Parteitag der „deutschen Volkspartei', d. h. der süddeutschen Demokratie, auch mit dieser Frage beschäftigt und gleich einen Ausschuß eingesetzt, der einen bezüglichen Gesetzentwurf auSarbeiteu soll. Die Herren Demokraten hätten gut gethan, daS Problem schon früher zu erörtern, als man noch nicht von seiner Undurchführbarkeit überzeugt war; heute können sie mit der französischen Operettengendarmerie von sich sagen: Welch' unglücklicher Zufall — wir kommen immer zu spät.'
Vor jeder Versicherung gegen Arbeitslosigkeit hätten unseres Erachtens die modernen Staaten zunächst erst einmal die Sicherung der Produktion, die Erhaltung der Arbeitsgelegenheit und int Besonder solcher Arbeitsgelegenheit anzustrebeu, welche ihrer Natur nach möglichste Dauer verspricht. Das aber wird unstreitig die Arbeitsgelegenheit in der Landwtrthschaft fein. Wir empfehlen denjenigen deutschen Sozialpolitikmr, die sich für die Versicherung
gegen Arbeitslosigkeit interesfiren, die gegenwärtigen wirtschaftlichen Zustände in Deutschland erst einmal daraufhin zu prüfen, wie es unter ihnen mit der Erhaltung der Arbeitsgelegeuhett, insbesondere in der Landwirthschaft, aus sieht.
Hessen-Nassau und Nachbargebiete.
Aus dem Kreise Frankenberg, 18. Okt.
In letzter Woche fand in dem Hecker'schen Gasthaus zu Geismar eine gut besuchte Versammlung der L a n d l e h r e r des Kreises Frankenberg statt. Gegenstand der Tagesordnung war: „Stellungnahme der Landlehrer gegen die Bevorzugung der Stadtlehrer bezügl. der Alterszulagen.' Nach vielem Hin- und Herreden einigte man sich dahin, bei der König!. Regierung vorstellig zu werden und zu bitten, die Alterszulagen überall in derselben Höhe zu gewähren, wie dies früher auch geschah und im Kreis Biedenkopf auch jetzt geschehen ist.
Frankfurt, 20. Oktober. Seitens der Allgemeinen Rosen- Blumen- und Pflanzenausstellung wurde der Firma Lithograpische Anstalt für Reklame und Kunstdruck in Kaufbeuren, welche hervorragend schöne Arbeiten ausgestellt hatte, die außer Programm höchst zulässige Auszeichnunng, die Silberne Medaille, zuerkannt.
Vermischtes.
Ei« Hermannsdenkmal in den Vereinigten Staaten. Am 25. September ist in der von deutschen Turnern in Minnesota gegründeten Stadt Neu-Ulm dem Cheruskerfürsten Hermann ein stattliches Denkmal geweiht worden. Es ragt auf einer steilen, westlich von Neu-Ulm gelegenen Waldeshöhe empor und erinnert in seiner Architektur stark an das berühmte Hermannsdenkmal des Teutoburger Waldes. Es zerfällt bei einer Ge- sammthöhe von 34 Meter in drei Theile, einen massiven Unterbau, der eine Bibliothek und ein Museum enthalten soll; eine auf dem Unterbau errichtete Säulenhalle und eine Kuppel mit dem Standbilde. Das letztere, aus Kupfer getrieben, mißt vom Sockel bis zur Schwertspitze 9% Meter. Die Gesammt- kosten des Denkmals betrugen 20 000 Dollars, die zum größten Theil von den Hermann-Söhnen aufgebracht wurden, einem im Jahre 1840 in New- Aork gegründeten, ausschließlich deutschen Orden, der sich über die ganzen Vereinigten Staaten verbreitete und gegenwärtig über 500 Logen mit 33 000 Mitgliedern besitzt. Der Zweck des Verbandes besteht in der Wahrung der Interessen der Deutschen in Amerika, in gegenseitigem Schutz und in der Aufrechterhaltung, Pflege und Förderung deutscher Sitte, deutscher Sprache und deutschen Wissens. Das Panier des Ordens trägt die alten Farben der vierziger Jahre: schwarz-roth gold. Erwähnl zu werden verdient, daß das ganze Hermannsdenkmal ein Werk deutscher Hände ist. Der Architekt Julius Berndt entwarf den Plan und legte das Fundament; eine deutsche Firma in Milwaukee lieferte die Stahl- und Eisenarbeit, während der Oberbau von einem deutschen Unternehmer in St. Paul hergestellt wurde. Der Gnweihung des Denkmals wohnt n gegen 15 000 aus allen Teilen von Minnesota herbeigesttömte Deutsche bei. In dem Festzuge befanden sich folgende historische Gruppen: Germanische Jünglinge, Hermann der Cherusker mit Gefolge, Vater Rhein, Kaiser Rotbarts Erwachen, Vater Jahn, Germania, Columbia. In der Festrede hob der Großpräfident der Hermann-Söhne die Zwecke und Ziele des Bundes hervor. Seine ganzen Besttebungen seien damit ausgedrückt, daß der Orden sich nach jenem großen deutschen Cheruskerfürsten nenne. Wie er ein Einiger der deutschen Stämme gewesen und die Feinde Deutschlands vernichtet habe, so wolle der Orden die in Amerika zerstreuten Angehörigen deutscher Stämme zusammenfassen und gegen die Uebergrtffe der Natioisteu und Fremdenhaffer schützen. Zudem habe der Bund die Verpflichtung übernommen, deutsche Sillen, Ideale und Sprache zu hegen und in diesem Lande einzubürgern.
^estgenommeu. Arn 19. ds. Mts. ist in Leipzig der Mörder der Frau Hoß in der Person des Markthelfers Bäurich aus Weirnsdorf feftgenommen worden.
Eine schwere Strafe verhängte die Strafkammer in Elberfeld über den frühem Gefangenwärter Jakob Lücker. Er hatte sich von der Frau des Händlers Otto Dabringhaus durch ein kleines Geldgeschenk bestimmen lassen, deren im Gefäugniß sitzendem Manne etwas Kautabak, Wurst und Butter zu übermitteln. Die Strafkammer ahndete diese Pflichtverletzung mit 6 Monaten Gefängniß, Frau Dabringhaus kam mit 30 Mk. Geldbuße davon.
Schiffs - Unglück. Nach einer Depesche aus Havannah ist der Küstendampfer „Triton" au bet. Nordküste der Provinz Pinar del Rio gescheitert. Das Schiff soll überlastet gewesen fein. Von den 200 an Bord befindlichen Personen seien nur zwei gerettet worden.
Aus dc» deutschen Münzstätten sind im Monat September d. Js. geprägt worden: 7 081020 Mark in Doppelkronen und 20 843.48 Mark in Einpfennigstücken. Die Gesammtausprägung an Reichsmünzen, nach Abzug der wieder eingezogeven Stücke, bezifferte sich Ende September d. Js. auf 3160 511585 Mark in Goldmünzen, 494226 073.50 Mark in Silbermünzen, 55 611354.90 Mark in Nickel- und 13 534552.44 Mark in Kupfermünzen.
Todesfälle. Der Würzburger Universitäts- Professor Geheimrat v. Wegele, ein hervorragender Geschichtsgelehrter und Mitglied der Akademie der Wissenschaften ist gestorben. — Ebenso ist in Aachen Dr. Louis Alexander, Leiter der Augenheilanstalt für den Regierungsbezirk Aachen, gestern Nacht plötzlich gestorben.
Bom Büchermarkt
*** Für „U e 6 e r Land und Meer", da« alte Liebliugsjournal der gebildeten deutschen Familie, find die glänzenden Zeiten wiedergekehrt, in denen die Namen Hackländer und Hallberger sich zu gemeinsamem Wirken vereinigten. Da« erste Heft de« beginnenden vierzigsten Jahrgang« bietet eine solche Fülle ausgesuchten litterarischen Stoffe« und eine so hervorragende illustrative Aurstattung, zeigt in seiner Gesammtheit ein solch glückliche« Eingehen auf den Geschmack moderner Leser, baß e« die Aufmerksamkeit der weitesten Kreise auf sich ziehen muß. Zwei Beigaben, die von dem praktischen Verständniß der Deutschen VertagS-Anstalt für Bedürfnis und Liebhaberei moderner Leser zeugen, werden sicher großen Anklang finden: Eine erste Sette von acht illustrierten „Ueber Land und Meer-Postkarten", die, sehr reizvoll mit farbigen Ansichten von Alt-Stuttgatt au« gestattet, da« Entzücken jede« Sammler« sein müssen, sodann da» Anerbieten, den Abonnenten de« Blatte« jede eingesandte Original-Photographie in Mattpapier - Photographie vervtelfälttgen zn lassen, und zwar da« erste Dutzend für 2.60 Mk., jedes weitere Dutzend für 1.50 Mk. Die „Ueber Land und Meer-Photographien' werden fich in allen Abonnenten-Kreisen willkommen geheißen werden. Wir empfehlen allen unfern verehrlichen Lesern, fich da» erste Heft von der nächsten Buchhandlung kommen zu lassen, damit sie fich selbst durch den Augenschein Überzeugen, wa» diese« tteffliche Unterhaltungsjournal für seinen billigen AbonnementSprei« (vierteljährlich [13 Nummerns 3 Mark 50 Pfg., jede« der in vierzehntägigen Zwischenräumen erscheinenden Hefte 60 Pfg.) alle« bietet.
Bergnügungsanzeiger.
Repertoir-Entwnrf der Frankfurter Stadttheater.
Opernhan».
Mittwoch, 20. Oktober: „Königslinder". Donnerstag, 21. Okt.: „Der Prophet". Frestag, 22. Okt.: „Lumpaci VagabnndnS". Sonnabend, 23 Ott.: „Carmen". Sonntag, 24. Oktober: Nachmittag» 3% Uhr: „Die Fledermaus". Abends 7 Uhr: „Die Zauberflöte': Montag, 25. Oktober: „Die Räuber".
Schauspielhaus.
Mittwoch, 20. Oktbr.: „Die goldene Eva". Donnerstag, 21. Oktober: „Othello". Frestag, 22. Oktober: „Die goldene Eva". Sonnabend, 23. Oktbr.: „Die Journalisten". Sonntag, 24. Oktbri: Nachmittag« 3% Uhr: „Neu-Frauk- furt". Abend« 7 Uhr: „Die goldene Eva".
Denke» Sie sich aus einem
Pfund Mondamin zu 60 Pfennige lassen fich 10 JlamwetteS für 4—6 Personen Herstellen. Möchte der Preis aurb etwa« hoch erf deinen. so ist doch wiederum der Artikel dermaßen ergiebig, daß sehr wenig zu einem Pudding gehört, außerdem ist der durch Mondamin erlangte reine und köstliche Geschmack unvergleichlich für diese Zwecke. Haus- t:auen sollten dessen eingedenk fein, daß e» weder Zeit noch Mühe erfordert und die Zuthaten nicht mehr kosten al» wenn Mo-damin statt des gewöhnlichen Mehle» gebraucht wird. ES ist überall z« haben in Paketen 4 60, 30 und 15 Pfennige. En gros für Marburg bei Türk und Pabst; und Alb. Rosenthal in Frankfurt a. M.