Einzelbild herunterladen
 

M 235.

Telephon 55.

öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchbai»

*"6-- Jllustrirtes Sonntagsblatt. *ȣ**> * **

M1 ______für ben »seratruthell: Joh. An, Loch, beide in Marburg.

5d«ta^en.to-% SJI(ItBlttü ' fSw" m1* tn&eflt" We Expedttiou dieses Blatte,.

bitten 2 M., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (erfi. VWV ß ^»u°"cen-Bnreaur von Haasenstein L Vogler in YYYTT CVnfirrt

Bestellgeld. JvserttonSgcnälu- für bie gespalten« steile. # r Frankfurt^a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf HHl.

rt« deren Raum lofa. Reklamen für die steile ^fg D0NNerstag, 7. Oktober 1897. LubeLL°wFraL . KÄJÜ' Telephon 65.

Zweites Blatt.

Landwitthschaftlichcs.

Tie freisinnigen Bolköparteiler tneffen völlig «begründeter Weise dem freifinnigen Eugen Richter 'scheu Nürnberger Agrarprogramm .besondere Bedeutung" bei und bilden sich laut der Boss. Ztg." ein, daraus dieVerkehrtheit" der Be­hauptung, daßdie Linke kein Verständniß für die Landwirthschaft und kein Herz für ihre Noth" habe, beweisen zu können. Aber was diese» volkspartei­liche Agrarprogramm fordert, dient nicht zur Ent­lastung, sondern vielmehr zur Belastung der Landwirthe, soweit es nicht alte konservative Forderungen abschreibt. Das platte Land leidet an Mangel von Arbeitskräften: daS volksparteiliche Agrarprogramm will den Wegzug in die Großstädte und Jndustrieorie noch begünstigen, indem es Er­mäßigung der Fahrpreise dritter Klasse fordert. Die Landgemeinden ieufzen unter schweren Lasten. Der Freisinn will Einführung des Stadtrechtes und llebernahme der Polizeiverwaltung für die Dorf­gemeinden, also eine ganj. erhebliche Mehrbelastung. Das freisinnige Agrarprogramm spricht zwar von Neugestaltung" der Handelsverträge; allein in dem Programm für die Reichstagswahlen erklärt sich die Richtersche Partei direkt fürErneuerung und Verallgemeinerung" der Verträge. Wenn dabei vonHebung der Viehzucht" gesprochen wird, so ist das eine bloße Phrase; denn bekanntlich be­kämpft der Freisinn jede staatliche Maßregel gegen die Einschleppung von Viehseuchen.

Eigenthümlich nimmt es sich aus, daß daS frei» stonige Agrarprogramm fürVermehrung des kleineren bäuerlichen Besitzes" und fürAnsiedelung von möglichst viel Arbeitskräften" sich ausspricht, während doch noch in aller Welt Erinnerung ist, daß die Linke gegen Rentengüter und Ansiedelungsgesetz gestimmt hat. Daß der Freisinn von jeher die Zerschlagung des Großgrundbesitzes im Interesse der Börse und des Großkapitalismuß befürwortet, weil er kalkulirt, daß eS mit der Auskaufung der Kleinen rascher und leichter gehen würde, als mit der der Großen, ist bekannt. Wenn das Agrarprogramm aber einerseits dieUeberlassung der Domänen zur inneren Koloni­sation" und andererseitsPflege, Schutz und Er­haltung deS Waldes" fordert, so zeigt das, mit wie wenig Verständniß der Freisinn zu Nürnberg Agrarpolitik getrieben hat. Erhaltung und Pflege des Waldes ist bekanntlich nur im Großbetriebe mög- W Ein Zerschlagen der Domänen würde den Waldbestand decimiren.

An diesen Widersprüchen, an Forderungen wie »Schutz gegen Hochwasser" was mag man sich ® Nürnberg dabei gedacht habens erkennt man "Eich den ganzen Werth des freisinnigen Agrar­programms. Die Konservativen werden also die Richter'schenAgrarier" bei den Reichstagswahlen vrcht zu fürchten haben. DaS Ganze ist, so schließen bie vorstehenden, derKonserv.Korresp." entnommenen Ausführungen, nicht» als ein papierener Humbug.

Schutz der dem Ackerbau nützlichen Vögel

»ndNothwendigkeit eines weiteren internationalen ornithologischen Kongresses. Die ^tomologische Se'tion der Französischen Landwirih- Ichsfls-Gesellschaft hatte vor kurzem Gelegenheit, sich Ast der ebenso alten als bestrittenen Frage des Vogelschutzes im Interesse der Vertheidigung von «arten, Feld und Wald gegen die Myriaden von Pflanzen und Produkte zerstörenden Jnsikten zu befassen.

Herr Dr. Carl Ohlsen in Rom befürwortet nun Ühr dringend, zu endlicher praktischer Erledigung bieser Frage einen weiteren internationalen Pogelschutz Kongteß zu veranstalten und sagt:Was die Wichtigkeit anbetrtfft, dürste es genügen, daran iu erinnern, daß gerade auf einem jener Kongresse, Uud zwar auf dem in Wien im Jahre 1884 abge- halteuen, der Grundsatz feierlich anerkannt wurde, daß Allgemeine Schutzoorkehrungen nöthig Men, ohne welche die, in ben einzelnen Staaten

diesbezüglich getroffenen Schutzvorkehrungen, ohne jegliche Wirksamkeit bleiben würden. Denn dies muß klar gestellt werden: der von ver­schiedenen Seiten angerufene Schutz betrifft zumeist bie SBanber« ober 3ugüögel, wie sie ge­wöhnlich benannt werben; welchesWild* unbedingt als internationales Eigenihum be­trachtet werden muß. Der wahnsinnigen Verheerung gegenüber, die man nun hauptsächlich unter diesen Wandervögeln gerade während der Wanderzeit ober des Zuges, zumal im süblichen Europa unb vor Allem in Italien treibt, entsteht das gebieterische Be- dürfniß gesetzlicher Bestimmungen und gemeinsamer diplomatischer Verträge zwischen sämmtlichen Staaten, welche insgesammt dieses Vermögen aller, diesen internationalen Reichthum wahren wollen.

Die ornithologischen Kongrefle von Wien und Pest und vielleicht die internationale Kommission von Paris vom Jahre 1895 selbst, haben ben Grund zu solchen Verträgen bloß borbereitet. Zwischen jeder jener Versammlungen fühlte sich jeder einzelne Staat bewogen, sich mit den übrigen Ländern betreffs be­wußten Schutzes zu verbinden. Jede solcher Ver­sammlungen bildet einen Schritt weiter zu dem ge­meinsamen Bündniß, zu diesem internationalen Bund, welcher einem erhabenen Ziele allgemeinen Schutzes zustrebt. Die Pariser Konferenz vom Jahre 1895 erwies die Nsthweud gleit jener Schutzmaßregeln noch besser; derselben gelang eS jedoch nicht, in unumstöß­licher Weise zu bewirken, daß sämuttliche Staaten sich endlich wie ein Mann zum erwünschten Schutze ver­einigten. Die Konferenz ließ daher den Raum zur Hoffnung offen, daß eine weitere Versammlung der Frage den Weg zur schleunigen Lösung bahnen möge. Daher die Nothwendigkeit de» neuen internationalen Kongresses, welcher gemäß vorher zwischen verschiedenen Jägerei- und Ackerbaugesellschaften und einigen verschiedenen Staaten angehörigen Persönlichkeiten betreffs der Ornithologie in ihrem Verhältnisse zum Ackerbau und der Wald­kultur getroffenen Uebereintommen, bereits in Paris hätte abgchalten werden sollen. Besagter Kongreß jätte der logische Folgesatz der Pariser Versammlung des Jahres 1895, die nothwendige Vollendung einer entworfenen Vereinbarung, eines unvollendeten Werkes ein sollen. Wenn daher, zumal Seitens der ftanzöst- cheo Regierung, Mittel gefunden werden, diese neue nternatianale Versammlung zu Stande zu bringen, wird damit ein zweckmäßiges und höchst nütz­liches Werk vollbracht und hoffe ich, baß bet bescheidene Wunsch (welcher aller derer ist, die sich Ür diese schwierige und alte Frage intereffiren) in >cn leitenden Sphären Italiens die beste Aufnahme inden möge.

Pariser Leben.

Paris, 3. Okt. Das grause Drama, deffen 2pfer vor einigen Jahren der Abbe de Broglie war, >at sich vorgestern hier wiederholl: der Kaplan Menard von der Medard - Kirche erhielt am Hellen Tage, als er mit der Wegzehrung sich zu einem Kranken begab, auf der Straße von einem Weibsbilde einen lebensgefährlichen Messerstich in ben Rückcn. Das Weibsbild entfloh und ist zur Stunbe noch nicht entbeckt; aber ihr Name unb ihr Lebenslauf tnb bekannt; sie heißt Au.ustine Pöpe, stammt aus Nantes, wo ihre Mutter noch lebt. Von ben sieben Töchtern biefer unglücklichen Mutter schlug nur eine einzige gut an; sie ist in Paris verheirathet; bie : ihrigen haben sich hier unb in ber Prov nz beui Leben ber Halbweltlerinnen ergeben. Tie Mörderin Augustinelandete" hier vor zwölf Jahren als bie Maitresse eines Börsianers, ber sie üppig aus hielt, ihr dann ztilwcilig eine Monaispension aussetzte und ie schli ßlich verließ. Seildem sank sie bann zur gemeinen Straßenvenus herunter, nannte sich nach­einander Frau Cnzin unb Frau Coquarb unb ver­fügte, als sie zum letzten Male ihre Wohnung wegen unbezahlten Mrethzinses wechseln mußte, nur mehr über e'ne Hutschachtel. Bei allem Elenb aber scheint ibr bas religiöse Bedürfnis? treu geblieben zu sein; ie ging jeden Tag zur Messe. Indessen war es leider nickt ber heili e Antonius, ben sie in ber Medard Kirche verehrte, sondern ber Kaplan, ber Abbe Kenarb, berso sanft predigte und so klagend fang"; eine Stimme hatte ihrs angethan und bald auch

seine Person; und eines Tages denn sandte sie ihm einen Brief zu. Schon lange hatte sie reichen jungen Leuten und Ehemännern gegenüber ein Erpressungssystem betrieben, das sie mehrere Male auf die Polizeipräfektur führte. Obgleich nun An­fangs bei ihrer Verehrung für den 2Ibb6 Geldrück­sichten ihr fern gelegen haben mochten, so sagte ihr doch jedenfalls eine innere Stimme, daß, wenn der Geistliche sich einmal mit ihr eingelassen, er ihr schon seine Börse zur Verfügung stellen würde; mit dieser doppelten Absicht suchte sie also persönliche Ver­bindungen mit ihm anzuknüpf-n, Als ihre Haus- wirthin sie wegen ihrer auffälligen Kirchengängerei zur Rede stellte, erklärte sie offen, eS geschehe das des 2tbbe8 wegen; sie glaube nicht an all den Firlefanz, aberdort ist ein artiger Sitar, der so gut predigt und eine so süße und wehmüthige Stimme hat, wenn er singt, daß ich nie bie Kirche verlasse, ohne im Tiefsten aufgeregt zu sein". Der Abbe aber zerriß ihren Brief, ohne ihn zu lesen, gewarnt eben burch den Mord des Abbö de Broglie vor allen hysterischen Frauenzimmern. Dann versuchte sie es, sich ihm im Beichtstuhl zu nähern, ebenfalls ver­geblich ; der Geistliche wies sie an einen andern Beichtvater. Darob ergrimmte denn Augustine und beschloß, sich ihm überall in den Weg zu stellen unb ihn mit ihren Liebes- unb Bettelbriefen mürbe zu machen. Es finben sich in biefen Briefen wunder­liche Stellen.ES ist Frühling", so heißt es in einem ber ersten,alles erwacht in ber Natur; wollen Sie allein ewig gegen bie Klagen einer armen ©ünberin taub bleiben?" lieber biefen Herzenserguß hatte sie einen Pierrot gezeichnet. Im nächsten Brief eröffnete sie ihm, baß bank seiner Prebigt enblich ber liebe Herrgott sich auf sie herabgelassen, unb bat ihn nm Geld, nmihre Seele zu retten und ihren Körper zu bewahren". Bald schlug sie den Ton der Eifersucht an:Beim Gottesdienste schauen Sie mit Vorliebe die jungen Damen an, die sich absichtlich in Ihre Nähe stellen, aber für mich haben Sie keinen Blick des Mitleids. Wehe!" Auf die Eifer­sucht folgten Drohungen:Nehmen Sie sich in acht; es genügt nicht die Jungfrau Maria zu lieben, um sich der Liebesschuld gegenüber einer Frau zu ent­ledigen." Sie schien schließlich sogar glauben zu sollen, daß der Abbe ihrer spotte, und verdachte es dessen Vater der bei dem Abbö wohnte, weil er sich die Stiefel auf ihrem Steig abputzte; sie hielt sich fürbie Unglücklichste aller ßiebenben in Gott" unb stellte ihm schließlich ben Tod in Aussicht. Schicken Sie mir nur 100 Franken ober ich springe beute Abenb ins Wasser, aber vorher werbe ich Sie töbten." Diese ihre Schreiben unterzeichnete sie in mannigfachster Weise, mit Angelina, Augustine, Frau C., Frau Cocquarb;Liebhaberin ber Tngenb",in Thränen aufgelöste Magbalene". Der Abbe pflegte diese Briefe zu zerstören, nicht aber ohne sie vorher ben übrigen Geistlichen vorgelesen zu haben, bamit auch sie gegen bas Weib auf ber Hut seien; nur versäumte er dabei, ben einzig richtigen Weg ein» zuschlagen unb bie Polizei von ben Erpressungs­versuchen in Kenntniß zu setzen. Vorgestern nun, als er einer Sterbenden die Wegzehrung überbrachte und habet, wie eS Vorschrift ist, ist, in sich gekehrt, einherwandelte, nahte sie sich ihm, und zwar mit einem rothbefeberten Hute auf bem Kopfe; sie ließ ihn an sich Vorbeigehen, sah ihn haß- erfüüt an, stieß ihm bann ein langes Küchenmesser in ben Rücken unb entfloh. Der Abbe fühlte sich ge­troffen, setzte aber voller Pflichtgefühl seinen Weg fort, nachdem er einem Lumpensammler, welcher ber Scene beigewohnt, zugerufen, bie Unglückliche verhaften ju lassen. Aber halb sah er sich zum Umkehr geuöthigt, doch weigerte er sich, zu Hause angelangt, sich nieder­zulegen, bis ein anderer Geistlicher die Ueberbringung ber Wegzehrung übernommen. Dies bauerte eine halbe Stunbe; als fein Ersatzbruder anlangte, be­merkte er zu blefent;Eine Verrückte hat mir einen Messerstich versetzt, als ich einer Sterbenden das heilige Abendmahl überbrachte; ich glaube, bie Waffe ift in der Wunde stecken geblieben." Und darauf 8°9 er sich selbst das Meffer heraus, eine Klinge von 15 cm Länge; ein dicker Blutstrom entquoll sofort her Wunde. Haben wir hier nicht einen modernen Epaminondas in geistlicher Tracht vor uns! Jedenfalls verrieth kaum größern Muth ber clasfische Epaminondas, ber bekanntlich das Schwert erst ans ber Wunbe zog, als er vernommen, daß

seine Thebaner gesiegt. Glücklicherweise hat annoch der Abbe das Schicksal. des Griechen nicht getheilt, er lebt noch, wenn auch der gefährliche Stich eine Resection ber verletzten Eingeweide nöthig macht. Bon der Mörderin fehtt noch jede Spur. Legt man sich nun diese grause Geschichte mit etwas Phantasie zurecht, so hat man einen Stoff, dessen sich die Geheimnisse von Paris kaum rühmen können. Augustine Pepe ist, wie neuerdings gemeldet wird, am 5. d. M. in Eiampes bei Paris ver­haftet worden. (Köln. Ztg.)

Vermischtes.

Annehmlichkeiten für ForschuvgSreifende. In Bombay in Indien ist ein Schreiben des Reisenden Henry Savage Landor eingelaufen, der nach einem erfolglosen Versuch, Lhassa zu erreichen, nach Indien zurückgekehrt ist. Landor trat seine Expedition mit 30 Mann an, von denen 28 nach dem Betreten Tibets befertirten. Landor führte 56 Märsche nur mit einem Träger und einem Kuli aus, verlor alle Vorräthe unb gerieth in bie Ge­fangenschaft der Tibetaner. Dieselben legten sie in Ketten unb verurteilten sie zum Tobe, ber Träger wurde grausam auSgepcitscht unb Landor zum Richtplatz gebracht, wo er mit glühenden Eisen gemartert wurde. Die Tibetaner beschlossen darauf ihn zu enthaupten, doch der Dalai-Lama tijat der Exekution im letzten Augenblick Einhalt und wandelte das EnthauptungS- urtheil in Folterung um, wodurch Landor am Rückgrat, an Beinen und Füßen, Armen und Händen verletzt wurde. Landor lag acht Tage in Ftsseln, feine Diener achtzehn Tage lang. Schließlich wurden die (gefangenen entlassen und Landor ist jetzt mit 22 Wunden bedeckt nach Indien zuruckgekehrt.

Die erste deutsche Katzenaußstellung ist am Freitag in München in Gegenwart der Frau Prinzessin Gisela durch den Thiermaler I. Bungartz eröffnet worden. Die ans ganz Deutschland beschickte Ausstellung erfreute sich lebhaften Besuches, besonders von Seite der Damenwett. Aus langen Tischen find die gut versicherten Käfige aufgestellt, ans welchen die verschiedenen Murrs, Hinzes und Miezchen die Beschauer anblinzeln. Hier sind fast alle Arten der Hauskatzen bis zu der prächtigen Angorakatze zu finden, darunter Prachtexemplare zu hohen Preisen, wie z. B. ein mächtiger weißer Kater, für ben bas lübsche Sümmchen von 1000 Mk. geforbert wird. Biele Thiere find jedoch unverkäuflich, und die Sorge >er Besitzer unb Besitzerinnen um ihre Lieblinge zeigt ich in ben schön ausgestatteten, mit weißen Kissen 6er« ebenen Käfigen. Große Anziehungskraft hübet, wie >ieAllg. Zig." schreibt, eine Angorafamilie, be» tehenb ans bem Elternpaar unb sechs reizenden Jungen, von denen vier, wie die Eltern, ganz weiß, eines gestromt unb baS letzte rabenschwarz find. Ausstellerin ist Frau Professor Dr. «Reibet bach-Müncheu. Mehrere Thiere siub mtt ursprüng. licheu Todfeiubeu zusammen ftieblich in einem Käfig bereinigt, so eine Katze mit Vögeln, ein Kater mtt einem Affen.

Vom Büchermarkt

*** Soeben erschien die erste Nummer de» 84. Jahr­ganges de» allbekanntenDaheim", den Ernst Muellen- dach mtt seinem großen RomanIm Waisenheim" und Ernst Behreud mit seiner humoristischen Novelle .Han» Mannharts glückhaft Schifflein' eröffnen. Die Nummer bringt u. a. ferner einen sehr zeitgemäßen AttttelEisen- bahn-Sicherhett" von H v. Spielberg und einen Aufsatz überSchweizer Ballonfahrten" von I. C Heer u. s. f Auch sechs Bettagen bilden in ihrer Vielseitigkeit in der That einen Vorzug desDaheim", wie ihn keine zwette rllnstrirte Zeitung des In- und Auslandes bietet.

** In feinem Kontakt mit Leben und Zett, bringt das beliebte FrauenblattHäuslicher Rathgeber" in der soeben erschienenen Nr. 39 ansprechende Gaben, welche in Poesie und Prosa der Herbststimmung Rechnung tragen. Lehrreich ist eine Arbeit ÜberDie Rückerstattung der zur JnvaliditätS- und Altersversicherung geleisteten Beiträge an sich verheirathende weibliche Personen".Der Garten der kleinen Marie",, eine Erzählung von Dorothea Goebeler schildert die rührende Einsatt eines Kindes und ihren segens­reichen Einfluß auf ein leidendes Fraueugemüth. Im Modentheil finden wir 8 Modelle zu Damentoiletten 1 Bluse, 2 Jacketts und weitere Angaben, zu denen der beigegebene Schnittmuster-Bogen, der zahlreiche Vorlagen in Handarbeiten enthält, meist die Schnitte bringt Probe- nummern lederzeit von Jedermann gratis und 'franko ,n 8£8>®4-Wita w ELzholzstratzr 19.