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Telephon 55.
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(Nachdruck verboten.)
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Wandelnden schritt riesengroß vor ihm her. Er hatte den Blick daraus gehestet, an seinem Geist' zogen die Jahre vorüber, die er auf dem Gymnasium verlebt, — ungewisse Zukunftsbilder tauchten vor ihm auf —
Da kreuzte sich der Weg vor ihm, und er mußte aufblicken, denn hier traf ihn die Sonne mit voller Macht, so daß er unwillkürlich in de» Schatten zu- rückttat und nach der Lichtung hinübersah, die nur zwei riesige Ahornbäume trug, zwischen denen eine Schaukel befestigt war.
Auf der Schaukel stand ein kleines Mädchen in wehendem Hellem Kleide, dir Hände fest um die starken Seile geklammert, welche das schmale Brettchen hielten; mit einer Kraft und Gewandtheit, welche bei einem so zierlichen, garten Wesen in Erstaunen setzen konnte, schleuderte das Kind die Schaukel schwindelndhoch empor, daß sie das Laub der Baumkronen streifte, welche unter den heftigen Berührungen leise zitterten. DaS ganze Bild, wie Alexander es sah, stand wie auf Goldgrund, und wenn die Schaukel rückwärts sauste, umgab daS flatternde Lockenhaar des Kiudes sein Gesichtchen wie eine flammende Glorie.
Wie Vögel oft während des Fliegens einen zwitschernden Lant auSstoße», als freuten sie sich, so Pfeilgeschwind dir Lust zu durchschneiden, so kam dann und wann ein frohlockender Jubelton von den Lippen des Kindes, und dazu lachte eS, daß die Zähnchen weiß hervorblitzteu. Alexander stand wie gebannt, die Augen unverwandt auf das phantastische Bild gerichtet, das zwischen Erde und Himmel zu schweben schien; noch lange hätte er stehen und schauen mögen, aber jetzt trafen ihn die Augen des Kindes, und er sah, wie es sofort nachließ und mit allen Kräften bemüht war, die Schaukel zum SW-
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iege» käst-
Roman von Marie Bernhard.
(Fortsetzung.)
Stau Doris eilte gewandt die Treppenstufen ,mab und kam gerade unten an, als ihr Sohn W dem Wagen sprang und sie in die Arme schloß. Theresia stand dabei und hielt es für ihr Pflicht zu ^rweu, — die rothe Mütze auf dem jugendlichen Vanpt des Studenten gemahnte sie an die Conföderatka. ««der hochselige Wladimir von Sttygowski bei lettischen Festen und Versammlungen anfzusetzen W-Sie, und sie fand zu ihrem Leidwesen, daß Großvater Enkel einander immer ähnlicher geworden seien. h Auch Frau Doris sah zu dem hochaufgeschossenen ^uigen Menschen, der ihre zarte Gestalt beträchtlich klagte, erstaunt empor, als könnte sie sich in Anblick nicht finden. Er sah lächelnd auf « Mutter nieder, dann wieder zu feinem Vater während er der alten Theresia saust die ^und streichelte; man sah es ihm an, es war ihm wieder in der Heimath zu sein, unter den eurigen.
r. »Also ein Arzt willst Du werden, Du böser ®®9e,_ nicht Deines Vaters Gut übernehmen und to .tüchtiger Landwirth, ein Wohlthäter vieler "Aschen sein, wie er?" fragte Fran von Tyrnau. » .»2ch habe dem Vater unterwegs berettS meine gesagt, liebe Mutter, und hoffe, als Arzt ^o^viel der Meuschheü zu nützen, wie als Land- $»3a, ja — sieh' ihn Dir nur an!" lachte der l®*“- »Wie er da vor Dir steht, ist er ein ganz in sich abgeschlossener Mensch, und ich alter
Reben der Veröffentlichung bei spannenden und gediegenen RomanS »DaS Teufelchen" von Marie Bernhard »ob die »Oberhessische Zeitung" in ihrem Feuilleton auch dem Gebiete der Wissenschaften, der Meratur und Kunst ihre besondere Aufmerksamkeit widmen, äberdies ihre Leser über land- und forstwirthschasilich Er- »ähnenswertheS, über Statistik und VolkSwirthschaft stets rof dem Laufenden halten und unter der Rubrik »Vermischtes" eine Reihe von Berichten über Tagesereignisse im bauten Wechsel darbieten.
Als Beilagen bringt die »Oberhessische Zeitung" daS »Kreisblatt" für die Kreise Marburg MdKirchhaiu und daS »Jllustrirte Sonntagsblatt".
Inserate finden bei der großen, fortwährend im Steigen begriffenen Auflage der »Oberhessischen Zeitung" die geeignetste Verbreitung. Die Jusertions- ßebühr beträgt für die gespaltene Zeile oder bereit Raum 10 Psg. Reklamen für bie Zeile 25 Pfg.
Wir ersuchen nun uamenttich auSwärttge Leser, ihre Bestellung bei bet Post (Quartals-Preis bei der Expedition 8 Mk, bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. excl. Bestell
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Redaktion und Verlag der »Oberh. Zeitung".
Krautjunker mußte vor seiner jungen Weisheit die Segel einziehen!"
Alexander schwieg verletzt. Der leichte Humor fehlte ihm, des Vaters gutgemeinten Scherz lächelnd zu pariren. Unmuthig wandte er sich ab.
„Komm," sagte seine Mutter zärtlich, „in der Veranda, die die Schattenseite hat, hab' ich Allerlei aufhagen lassen, was mein Kind Alexander gern gegeffen hat, — der Herr Doktor in spe wird eS hoffentlich nicht verschmähen! Rufe Virginie, Thereska!"
Die Alte verschwand und kam nach einer langen Welle mit der Meldung zurück, das Kind sei wieder einmal nicht zu finden, — man müsse warten, bis der junger es in das Haus treibe.
Eine halbe Stunde später ging Alexander mit nachdenklich gesenktem Haupt durch den väterlichen ©arten. Die Mutter hatte er sich nicht nehmen lassen, unter Assistenz ThereSka's selbst seine Sachen auszupacken, um vor allen Dingen feine Wäsche einer gründlichen Jnspizirung zu unterwerfe», — der Vater verhandelte mtt seinem Verwaller, und dem jungen Studenten that nach dem eifrig geführten Gespräch und der ununterbrochene» Aufregung der letzte» Tage die Stille, welche ihn hier umgab, in der Seele wohl.
Denn still, abendstill war's weit und breit in dem ausgedehnten Park. Herbstlich kühl wehte schon die Lust, kein Vogelstimmchen ließ sich mehr vernehme», — im bunten Blätterschmuck standen regungslos die schönen, alten Bäume, am Wege blühte Herbstflieder unb die hohe, farbenbunte Georgine, ein leiser Hauch des Vergehens unb Sterbens kam durch die stille Lust gezogen. Lange bluttothe Strahlen warf die Sonne im Verscheiden auf ben Bobe», unb der Schatte» des langsam
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Umschau.
3» einem Erlaß des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten vom 26. September d. I. wird ben Königl. Eisenbahndirekttonen und den Vorständen ber Eisen-
Marburg
Freitag, 1. Oktober 1897.
Gegenüber ben Forbernngen „für" bie Lanbwirth- schast, bie nicht weniger als 17 Nummern umfassen, nimmt sich bas sozialeProgramm des Freisinns ziemlich „mager" aus. Allein ebensowenig, wie trotz alle» Sttäubens selbst die Demokratie dem Einflüsse der Agrarbewegung sich länger zu entziehen vermochte, kann sie auf die Dauer die soziale» Bestrebungen ignorieren. Wenigstens ben guten Willen mußte ber Nürnberger Parteitag zeigen, um ben Wählern mit einem Hinweis auf bas Programm sagen zu können: „auch wir finb sozial." Es wirb aber Niemanb recht glauben wollen, baß eine Partei, bie Großkapital unb Börse, Gelb- unb Waarenwucher, Konfekttons- und Großmagazinwesen begünstigt, die den krassen Egoismus predigt und dem Staate eine bloße „Nachtwächterrolle" zuweist, für Sozialreformen etwas übrig haben könne, baß sie, bie gegen Sonntagsruhe unb Fabrikinspekttonen ankämpft, zu einem Ausbau der Arbeiterschutzgesetzgebung bie Hani) bieten werbe unb daß sie es mit ihrer Forderung, die öffentlichen Betriebe zu sozialen Musteranstalten, ernst meinen könne, da sie in Großstädten, wo sie die Verwaltung in Händen hat, gar nicht daran denkt, solche Musterwirthschaft zu treiben.
Mit ihrem „sozialen" Programm wird also die freifinnige Volkspartei den Konservativen wirklich nicht gefährlich werden. Weder die nicht-sozialdemokratischen Arbeiter, noch die sozial gerichtete» Wähler gebe» heutzutage etwas auf Programme. Thaten sind es, wonach die Parteien beurtheilt werden. Was aber die Thaten auf sozialem Gebiete anbetrifft, so kann die konservative Partei sich immer noch sehen lassen. Das Centrum sucht zwar, unserer Partei gegenüber Mißtrauen hervorzurufen; allein wie weit wären wir mit unserer Sozialreform, wenn nicht gerade die Konservativen dafür stets opferwillig eingetreten wären? Es ist auch nicht richtig, wenn stellenweise immer noch behauptet wird, die konservative Partei arbeite auf einen Stillstand in der Sozialreform hin. Nicht Stillstand, noch viel weniger Rückschritt auf diesem Gebiete ist es, was die Konservativen anstreben, sondern ein planvolles , von einseitigen Uebcrtreibungen sich fern« haltendes Fortschreiten, das einzig und allein die Gewähr für ein Gelingen in sich trägt.
Ein Blick in das volksparteiliche Arsenal.
Der taktische Aufmarsch, den die freiftnnige Volkspartei in Nürnberg vollzogen hat, läßt die Frontlinien deutlich erkennen, in welcher die freisinnigen Wahloperationen sich bewegen werden. Es soll gegen bie „Junker" gehe». Der unermübliche Schlachttuf ber bemokratischen Presse ist in Nürnberg sanktioniert, der „Vernichtungskampf gegen die Junker" — bas soll heiße»: gegen bie konservative Partei — ist proklamiert unb in ben Resolutionen, bie ber Nürnberger Parteitag beschlossen hat, sinb bie Waffen geschmiedet worden, durch die man die „für Absolutismus und Staatsstreich" begeisterten „Ostelber" zu Paaren treiben will. Für uns alle, die ber in Geisteswaffen strotzende Freisinn so grausam bedroht, dürste es von Interesse sein, in das reiche Arsenal ber Richter'schen Partei einen Blick zu thim, um solchen mächtigen Rüstungen gegenüber Abwehrungsmaßregeln treffen zu können.
Man fürchte sich nicht. Ein Gang burch bie geistige Rüstkammer des Freisinns ist weder gefährlich — der Freffinn befolgt die Taktik ber Tmkos, bie ihre Gegner burch Geschrei zu verblüffen suche», bekanntlich aber anno 70 bei ben Deutschen damit kein Glück hatten —, noch beabsichtigen wir, ihn weit auszudehnen. Die Nürnberger Resolutionen sind so „vielseitig" und so reich- baltig, daß es sogar freiftnnigen Agitationsgenies schwer fallen wird, sich darin zurecht zu finden. Unserer Ansicht nach genügt darum eine „Stichprobe" vollkommen, um die Beschaffenheit der freisinnigen Geisteswaffen zu erkennen unb um uns an der Unbefangenheit zu ergötzen, mit welcher ber Freisinn feine Programmergänzungen vornimmt. Als Prachtstücke ber Nürnberger Beschlüsse gelten das Programm für die Reichstagswahlen, in dem die Richler'sche Partei zum ersten Male zu bei sozialen Frage Stellung nimmt unb das Agrarprogramm, durch bas ben „Junkern" der Wind aus den Segeln genommen werden soll.
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Wir laden hiermit «rgebenst zum Bezug der „Oberhessischen Zeitung" sti dar mit dem 1. Oktober beginnende 4. Vierteljahr 1897 ein.
Die »Oberhessische Zeitung" bietet für Jeden, ban die nationale Wohlfahrt und die Erhaltung von Treue zu Kaiser und Reich, von Ordnung und guter Sitte, von Religiosität und Vaterlandsliebe am Herzen liegen, eine Mkommene politische Anregung. Die »Oberhessische Zeitung" berückfichttgt neben dem politischen Theile auch diewirthschaftlichen Interessen von Handel und Gewerbe, Industrie und Landwirthschaft in thunlichstem Naße, wird überdies für di« Landwirth« im nahenden Herbst und Winter wieder wehr besondere Fachlettüre zu bringen bestrebt sein, da solche dem Landmann an den langen Winterabenden besonders willkommen ist.
Durch vorzüglichste telegraphische Berichterstattung ist die ,O b e r h e s s if ch e Z r i t u n g" in der Lage, die Vorgänge im Aus- und Inland rasch und in zuverlässigster Weise zur Kenntniß ihrer Leser zu bringen. UeberdieS widmet die »Oberhessische Zeitung" den lokalen und städtischen Interessen in Marburg, wie den Vorgängen in Kreis und Provinz die eingehendste Beachtung ; stellt auch jedem Leser ihren Sprechsaal zu öffentlicher Erörterung allgemein iutcreffanter Angelegenheiten zur Verfügung.
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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, sowie die Annoncen-Bureaux vou Haasenstein & Vogler in VYVTT cy Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf AÄA11. (11)10 M-ff- in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. ~ „ ..
Daube & Co. in Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover. Vari». Leieppon &&.
bahnbettiebs- unb Maschineninspektionen die strengste Beachtung ber Vorschriften über bie tägliche Dienstdauer bes BetriebspersonalS wieberholt eingeschärft und gleichzeitig auf Folgendes »och besonders aufmerksam gemacht:
1. Durch den Erlaß vom 31. Januar 1896 ist den Königlichen Eisenbahndirettionen aufgegeben worden, festzu- stellen und zu berichten, ob die erwähnten Vorschriften überall durchgeführt, oder ob noch Abweichungen zugelaffen waren. Die Berichte ergaben, daß die Vorschriften im ganzen Staatsbahnbereiche im Wesentlichen durchgeführt waren, und nur in Einzelfällen noch Abweichungen bestanden. Durch Erlaß vom 15. Mai 1896 ist den Anträgen der Eisenbahndirekitoneu, soweit sie auf Aufhebung der Abweichungen gerichtet waren, überall zugestimmt, zugleich aber auch bestimmt worden, daß die weiteren Abweichungen, obwohl ihre Beibehaltung für unbedenklich bezeichnet war, spätistens mit dem Beginne des Winterfahrplaves 1896-97 beseitigt weiden sollten. Der Minister vertraut, daß diese Weisung überall genau befolgt worden ist, und daß in der Zwischenzeit keinerlei Abweichungen zugelaffen find. Sollte es dennoch geschehen sein, so wird die unverzügliche Abstellung erwartet. Nur für den Bereich der ehemaligen hessischen LudwrgSbahn ist eine allmähliche Durchführung der Vorschriften mit Rücksicht darauf zugelaffen, daß, wie ftstge stellt ist, vorschriftsmäßig ausgebildete Kräfte in der erforderlichen Anzahl weder bei der Uebernahme des Unternehmens vorhanden waren, noch in der Zwischenzeit heran» gezogen werden konnten. Di- Königlich preußische und Großheizoglich hessische Eisenbahndirektion in Mainz wolle indessen auf die alsbaldige Ausbildung der zur Durch- führung der Vorschriften benöthigten Kräfte mit allem Nach- druck ytvwukeu.
2. Durch den Erlaß vom 4. März 1896 sind bie Dienstvorsteher, JnspektionSvorstände und Direktionsmitglieder angewiesen worden, dafür zu sorgen, daß zur Be- IfirfnW,1» bfA»en ."Selmäßigen Bedarf übersteigenden Bedürfnisses stets eine ausreichende Anzahl von fnfrfwn Aushilfskräften bereit gehalten wird, welche in Bezug auf b 6ln BefähigungSvorschrifttn des BundeS-
raths voll entsprechen ES ist darin ferner darauf aufmerksam gewacht, daß auch in diesen Fällen die vom Bundesrath« vorgeschrrebint Probezeit vollständig zurückgelegt und außerdem vom Jnspektionrvoistande persönlich festgestellt
5 Aushilfskräfte für diejenigen Dienst- n,i iv tn ^getragen werden sollen, die vor-
g-fchriebene B-sahrgung besitzen. Z-ugniff- der D-enst- f’nMU1\? een Zweck nicht ausreichend. Welche
SXS. S«Se •“*b™3»- 3. Wie durch den Erlaß vom 24. August 1891 bekannt ÄwrfÄ'.k: ?inem Einzelfalle die Ueberbürdung
-in-S Hilfsbediensteteo darauf zurückzuführen, daß er während der ihm gewahrten Ruhezeit eine Beschäftigung bei einer nachgefucht und gefunden hatte. AuS di. er Veranlassung wurde den Ti-nstvorsteh-rn die B-r- pflichtung auferlegt, in Fällen der zeitweiligen Heran- ziehung von Personal aus anderen Dienststellen jedekmal □ b»°J? überzeugen, daß durch di-weiter« Verwendung des Bediensteten, unter Einrechnung der bereit« statt- ftanb zu bringen. Das ging aber nicht so rasch, unb bie Kleine machte plötzlich Miene, während des Schwingens abzuspringen, als Alexander erschrocken herzulief, um sie aufznfangen. Mit einem ungestümen Satz verließ sie ihre» hohen Standpunkt und sprang geradewegs in feine toeitgeöffneten Arme.
»Du wildes Kind," tadelte er, und feine Stimme bebte leist vor Schreck. „Du hättest Dich ja für alle Zett unglücklich mache» könne»! Wie leicht —"
„Ach Du, ach Du!" unterbrach sie ih» athemloS. „Mir paffirt nichts, ich habe ja eine Katzennatur, sagt Papa. Hoch schaukeln ist himmlisch, — jetzt wirst Du immer mit dabei sein, nicht wahr? Dann geht's noch mal so hoch l"
.. Erfühlte ihr kleines Herz rasch und wild gegen feine Brust klopfen und ihren warmen Achem auf feiner Wange. Sie ließ sich jetzt an ihm nieder gleiten und sagte stolz:
„Er ist richtig Student! Da hat er die rothe Mütze! Ich hab' eS ja gewußt! Aber fleh einmal, wie ich gewachsen bin! Früher reichte ich Dir nur bis dahin, — und jetzt"---
»3etzt reichst Du mir wieder nur „bis dahin", Du Närrchen, weil ich inzwischen auch wieder ge» wachsen bin!"
Virginie sah mit großen Augen zu ihm auf und sagte dann ehrlich:
„Das war 'mal dumm von mir!*
„Darum mußt Du fleißig lernen, um klua z» werden!"
Sie lachte ungläubig.
„Glaubst Du, daß das Lerne» klug macht. Alex? Ich nicht!" V '
(Fortsetzung folgt.)
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg nnd Kirchhain.
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