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M 220.

T«l«phon 65.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein & Vogler in VYVH 5r<mffurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf AÄJU1. jOPtg. M-sse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. ,.r,h6n ..

Daube & Eo. in Frankfurt a. M.. Berliu. Hannover. Vari». Telephon 55.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und LNH _____

Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe- Vllv (1

dition 2 Mc., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exll. ö

Bestellgeld Jnserttonsgebühr für die gespaltene Zeile m ionr?

oder deren Raum IO Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.SDÜHIUtUj, 19. öCplCttWCt 1897

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die streife Marburg nnd Kirchhain.

Jllustrirtes S-nntagsblatt.

Abonnements - Einladung.

Wir laden hiermst ergebenst zum Bezug der Oberhessischen Zeitung" ft da» mit dem 1. Oktober beginnende 4 Vierteljahr «97 ein.

Die «Oberhessische Zeitung" bietet für Jeden, tat die national« Wohlfahrt und di« Erhaltung von Tr«ur z, Boiler und Reich, von Ordnung und guter Sitte, von ftligiofität und Vaterlandsliebe am Herzen liegen, «ine Mommene politische Anregung. Die .O b e r h e s s i s ch« Zeitung" berücksichtigt neben dem politischen Theile auch tavirthschaftlichen Interessen von Handel «d Gewerbe, Industrie und Landwirthschaft in thuulichstem M«, wird überdies für di« Landwirth« im nahenden hübst und Winter wieder mehr besondere Fachlektüre zu hingen bestrebt sein, da solche dem Landmann au den tagen Winterabenden besonders willkommen ist.

Durch vorzüglichste telegraphische Berichterstattung ist ft.Oberhessis ch« Zeitung" in der Lage, die Vor­ige im Aus- und Inland rasch und in zuverlässigster lSeise zur Kenntniß ihrer Leser zu bring«». Ueberdies oidmet die »Oberhessisch« Zeitung" den lokalen wdstädtischen Interessen in Marburg, wir den Umgängen in Kreis und Provinz die eingehendste Be- Wnng; stellt auch jedem Leser ihren Sprechsaal zu öffent- : Wt Erörterung allgemein interesiauter Angelegenheiten jk Beifügung.

J L Reben der Veröffentlichung des spannenden und ge- t üegenen Romans »Das Teufelcheu" von Marie Bernhard tad die ,O b e r h e s s i s ch e Zeitung" in ihrem MÄeton auch dem Gebiete der Wiffenschaften, der Weratur und Kunst ihre besonder« Aufmerksamk«st widmen, iiechies ihre Leser über land- und forstwirthschaftlich Er- »«hnmswerthes, über Statistik und Volkswirthschaft stets N dem Laufenden halten und unter der Rubrik »Ber- MteS" eine Reihe von Berichten über TageSereigniffe im ist«» Wechsel darbieten.

i Als Beilagen bringt die .Oberhessische Zeitung" daS »Kreis blatt" für die Kreise Marburg isdKirchhain und dasJllnstrirte Sonntagsblatt".

Inserate finden bei der großen, fortwährend im küigm begriffenen Austage der »Oberhessischen Zritung" die geeignetste Verbrettung. Die Jnsertious- Mr beträgt für die gespallene Zeile oder deren Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Wir ersuchen nun nameutlich auswärtige Leser, ihre Wellung bei der Post (Quartals-Preis bei der Expedition

(Nachdruck verboten.)

Das Teufelchen.

Roman von Marie Bernhard.

.Fahr' zu, Santo, fahr' zu lK Die Pferde müssen « aushattcnI"GW^

Der Insasse deS Wagens rief es tu polnischer vprochc und erhob sich ungeduldig halb vom Sitz, ^-be» ihm wurde ein unterdrücktes Schluchzen

.Ruhig, liebe Frau, ruhig!" tröstete er, während W selbst die Stimme von verhaltener Auftegung £*' .Ich sagte Dir ja, Du solltest daheim bleiben! J* Anblick, den ein entgleister Zug bietet, auf ?ltm Felde, mitten in der Nacht, ist nichts für Rauen! Aber Du wolltest nicht hören!"

»Weil ich inzwischen gestorben wäre vor Angst! ® Hause ist Alles vorbereitet, die Gastzimmer ?°den erleuchtet und durchwärmt, die Dienstleute "b wach, unsere alte Tereska hält Wein, Charpie «Wen bereit, falls wir Verwundete mttbringen für mich gab es nichts mehr zu thun.

werde aufhör« zu weinen, Du sollst nicht über klagen dürfen!"

-Der Mann suchte im Dunkel der Nacht ihre ^ld und hielt fie fest in der seinen.

»Hermann wird uns dem großen Wagen einholen, wenn Du nicht rascher fährst!" rief E Wieder polnisch dem Kutscher zu. .Du denkst nur k- Deine Pferde nnd nicht an die Menschenleben,

°uf dem Spiel stehen."

Iauko hieb auf die Rappen rin und brummte in seinen Bart.

j L Wagen blieb es jetzt still, die Dame wickelte 5. 'est in ihr Tuch, denn die Septembemacht war 911 heftiger Sturm schüttelte die Bäume, die

2 Mk, bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. excl Bestell­geld) baldgefl. anfgeben zu wollen. Nenhinzutretend« er­hallen vom Tage der Bestellung bi» 1. Oktober bi« »Ober- hesfische Zeitung" gratis zugesendet. Auch find wir gern bereit, Probe-Nummern nach auswärts poftfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, die »Oberhessische Zeitung" weitersendrn und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben laffen, falls nicht ausdrücklich« Abbestellung erfolgt.

Redallion und Verlag der »Oberh. Zeitung".

Militär-Vereine und Sozial­demokraten.

* Die .Frankfurter Zeitung" und Blätter ihres Anhanges ereifern sich darüber, daß der Vorstand des deutschen Kriegerbundes in derParole" Folgendes veröffentlicht hat:

»Wir müffen «in für alle Mal dem Einwande «nt« gegentreten, daß der Kampf g-gen die Anschauungen der Sozmldemokratir den Satzungen unserer Vereine widerstreb«. Das ist nicht der Fall, denn bi« sozial­demokratisch« Partei hat sich durch ihr Programm außerhalb der politischen, auf dem Bod«n "vierer staatliche» und Gesellschaftsordnung wirkende» Parteien gestellt und sich als die Umsturzpartei erklärt, und deßhalb findet die SatzungSbestimmnng, wonach die Vereine sich mit der Erörterung politischer Dinge nicht zu befaffen haben, auf die Stellungnahme unserer Vereine gegenüber der sozialdemokratischen Partei keine Anwendung."

Das demokratische Blatt des Herrn Sonnemann äußert sich hierzu wie folgt:

Die Vorstellung, daß di« sozialdemokrattsche Partei wegen ihres Programms außerhalb der polttische» Parteien steh«, ist so sonderbar und verräth so wenig Kenntniß von Recht und Gesetz, wie man es eigentlich von keinem Staats­bürger voraursetze» sollte. Nach solchen Anschauungen könnte man ja di« Sozialdemokratte von der politische» Ver­tretung überhaupt ausschließen und fie überhaupt als außerhalb des Gesetzes stehend bezeichne». Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Kriegervereine bei Befolgung der ihnen vom Bundesvorstand insinuirte» Maximen schnur­stracks dem Vereinsgesetz zuwiderhandeln und dem Straf richter verfallen muffen; sie haben sich mit gar keiner Politik und mit gar keiner politischen Richtung zu befaffen."

Sonderbar* undzu wenig Kenntniß von Recht und Gesetz verrathend" nennt hier ein demokratffches Blatt die unumstößliche Wahrheit, daß die Sozialdemokratie zu den politischen Parteien gewiß nicht zu rechnen ist. So lange die Politik die Kunst bleibt, zu bester Ausgestaltung der Verhältnisie in staatlicher Gemeinsamkeit nach außen und innen zu Aller m ö g l i ch st e m Vortheil im Staate müzuwirken, so lange ist die Sozialdemokratie

am Wege standen, am Himmel jagten dunkle un­förmlich zusammengeballte Wolkenmassen, die jeden Sternenschimmer erstickten und nur zuweilen den Mond durchließen, der alsbald schwarze Schleier vor seine fahlglänzeude Scheibe zog, als wollte er angst­voll sein Antlitz verhüllen.

Nu» bog der Wagen auf die Chaussee ein; unter den Pferdehufev stoben Helle Funken auf. Von beiden Setten der Fahrenden wuchs dichter, dunkler Wald empor, und in den massiven Waldkronen heulte der. Sturm, wie unheilverkündend. Noch eine Viertelstunde schwindelnd rascher Fahrt, dann gewahrte man rechts hinüber einen unruhigen Licht­schimmer, und der Wind trug vereinzelte schwache Töne herüber.

Vorwärts, Santo! Dort hinüber! Vorsichtig fahren hier ist Brachfeld! So ist's recht, hier hälft Du still, die Pferde können scheuen, wir wollen zu Fuß hinüber. Bedeck' die Rappe», und warte hier auf uns 1"

Herr von Tyrnau hob seine Gattin auS dem Wage» und Beide strebte» der Unglücksstätte zu. Man unterschied berettS eine langgestreckte, formlose Maffe, die unbeweglich lag, einzelne Laterne» und Lichter, die hin- und hergetragen wurde», und aus den schwachen Tönen war ein herzzerreißendes Rufen und Sammern, eia Auffchreien und Stöhnen geworden, das schauerlich über die öde» Felder tönte.

Bereits war Hilfe von verschiedenen Seiten er­schienen, doch war die Verwirrung nichtsdestoweniger unbeschreiblich. Drei, vier Waggons lagen überein- andergestürzt, die zerschlagenen Fenster nach oben gekehrt, die Maschine hatte sich mit furchtbarer Vehemenz in den lockern Erdboden gebohrt, der Viehwagen lag absetts, die Räder aufwärts gekehrt, und das angst­volle Brüllen der halb erstickten Thiere, an deren I

keine politische Partei. Sie erstrebt Dinge, die nicht zu ermöglichen sind. Das ist hier wie anderswo wahrlich zur Genüge dargethan worden. Nicht auf Kenntniß von Recht und Gesetz kommt es im obigen Falle bei Beurtheilung der Sozialdemokratie durch die Kriegervereine an, sondern auf Kenntniß des Wesens der Polittk als solche. Will dasFrank­furter Blatt" den Leuten weißmache», daß die sozial- demokrattschen Abgeordneten im Reichstag ernstlich Willens wären, im Rahmen des nur Möglichen unsere staatlichen und gesellschaftlichen Gtundordnungen bestens ausbauen zu helfen. Dann müßten diese Herren Bebel, Liebknecht und Genossen über dem Wesen der Politik die Endziele ihrer Sozialdemokratie völlig vergessen! Und das geht doch für dieFührer", wie dies auch aus ihrer Thätigkeit im Reichstage, wo fie gleich bei Einweihung des neuen Reichstagsgebäudes beim Kaiserhoch fitzen blieben, zu ersehen ist, aus nahe­liegendsten Gründen nicht an.

Nach unserer dmch dieFrankfurter Ztg." und ihren Anhang niemals zu ändernden Ansicht befaffen sich die Kriegervereine also absolut nicht mit Politik, wenn sie sich mit dem Gegensatz ihrer Vereine zur S ozialdemokratie befassen. Aber dies geben natürlich die Demokraten in ihrer Freund- und Wahlverwandtschaft für die Genossen" ^nicht zu. Deßhalb wollen wir hier diese Frage einmal von anderer Seite bettachten: Was die Kriegervereine wollen, das wissen wir, das weiß auch recht gut dieFrankfurter Ztg." und wir freuen uns, wenn sie im vitalsten Snteresse unseres Reiches und Staats thunlichst erstarken. Was aber so fragen wir will ein Sozialdemokrat in einem Kriegervereine? Auf diese Frage giebt es nur zwei ehrliche Antworten: entweder er will dort sozialdemokratische Propa­ganda treiben, oder er ist einer der vielen Sozialdemokraten, die sich für solche aus­geben, aber nicht wissen, was sie wollen! Sm letzteren Falle kann ein Kriegerverei» solch' ein Mitglied absolut nicht gebrauchen, denn ein Mitglied eines deutschen Kriegervereins weiß ganz genau, was es im Snterefle von Kaiser und Reich will. Für den Fall beabsichtigter sozialdemokratischer Propa­ganda hat der Kriegerverein nicht nur daS Recht, sondern die Pflicht, diese vaterlandslosen, unpolittschev Srrlehren nicht in die Reihen seiner Mitglieder dringen zu lassen. Diese Pflicht ist ihm gerade so heilig, wie fie der Heeresleitung ihrer Fürsorge gegen jedwedes Eindringen sozialdemokratischer Srrlehre

Befreiung niemand dachte, vermehrte noch die Schrecken der nächtlicheu Scene. Wehklagende Gruppen hier und dort bann wieder eine einzelne Gestatt, die suchend und fragend mit wirrem Haar und wüdem Blick von Einem zum Andern stürzte und an einigen Stelle» eine stumme hiflos zusammengesuukene Maffe am Boden schwer verwundet oder tobt.

Herr von Tyrnau suchte fich sofort zu orientireu.

Ein Arzt ... ist ein 8rgt zur Stelle?" fragte er einen Bahnbeamteu mit zerrissener, blutbefleckter Uniform, ber eilig an ihm vorüberwoltte.

»Sa Doktor Hartwig aus Gnesen, er war gerabe in der Nähe bei Herrn Wagner, wo ein Kind krank ist."

Sind Wagen in Bereitschaft, die Todten und Verwundeten aufzuvehmen? Mein zweiter Kutscher muß bald mtt einem Leiterwagen einttcffen, er soll fich gleichfalls drüben postiren. Wie viel Todte haben Sie?"

Der Beamte zuckte die Achseln.

Bis jetzt fünf, aber wtt haben noch nicht Alle heraus, und bei Allen die wir gefunden, hat man noch nicht Wttderlebungsversuche anstellen können cs ist eben zu viel zu thun! Da bringen fie wieder Einen!"

Frau von Tyrnau zuckte zusammen, als zwei kräfttge Männer eine leblose Gestatt dicht an ihre vorüber­trugen. Das Gesicht war mit einem Tuch bedeckt, eine Hand hing schlaff herunter nnd streifte den Boden.

Komm!" sagte ihr Gemahl hastig und zog fie mit sich fort,komm zum Arzt, er ist ein tüchtiger, wenn auch wortkarger und kalter Man», und wird thun, was in seinen Kräften steht. Aber fteilich . . . . wirst Du's ertragen können? Es wird dort Schreckliches zu sehen geben."

Dottor Hartwig stand gebückt über eine Trag-

in unser deutsches Heer ist. Ein Sozialdemokrat könnte nur die Kriegervereine innerlich zersetzen wollen. Und solche Leute sollen die Kriegervereine nicht hinauswerfe», sondern »»ter fich dulde», das ist einfach eine beleidigende Zumuthung der Demokratie gegen unsere alten deutschen Krieger! Wir meinen und mit uns Jeder, der das eigentliche Wesen und die Endziele der Sozialdemokratte kennt, die deutschen Kriegervereine habe» ebenso gut, wie jeder andere Verein im deutschen Reiche das Recht, ihre Mitglieder auf die Prinzipien ihres Vereins einzuschwöre». Die Prinzipien der deutschen Kriegervereine aber find treu monarchische, patriottsche und nationale, fie halten fest an Ordnung und Disziplin, an Gottessurcht und Liebe zu Kaiser und Reich, fie find Deutsch treu bis zum Tode! Um solchen Vereinen mit Fug und Recht anzugehören, kann man nicht Sozialdemokrat sein. Wer das als Sozialdemokrat nicht merft und nicht sich selbst sagt, den gönnen wir den Herren Bebel und Genossen.

Umschau.

Sn Leipzig tagte dieser Tage ber 12. Delegttten- tag des 3nnun g s v er b andes deutscher Bau­gewerksmeister, beschäftigte sich in der Haupt­sache mit der Frage der Stteiks und nahm ein­stimmig den Anttag der SnnnngBund der Bau-, Maurer- und Zimmermeister zu Berlin" an: Die Delegirtenversammlung wolle beschließen:den Mit- gliedern des Snnungsverbandes zu empfehlen, keine Gesellen aus Orten, in denen eine Arbeitseinstellung eingetteten sei, zu beschäftigen." Sn ber Debatte be­merkte ber Referent Rathszimmermeister Vollmer- Berlin, zur Widerlegung der auf dem Nürnberger Delegirtentag laut gewordenen juristischen Bedenken gegen den Anttag habe die Berliner Snnung sich an das Reichsamt des Snnem gewendet, welches durch den Regierungsrath der bett. Abtheilung erklärt habe, diese Bedenken nicht zu theilen. Auch andere Be­hörden hätten den Antrag für zulässig erklätt. Bon besonderem Belang war die Mittheilung des Rechts- beistandes des Verbandes, Kreisgerichtsrath a. D. Dr. Hilfe - Berlin, Strafsenats - Mitglieder des Reichs­gerichts hätten fich ihm gegenüber geäußert, daß unter Umständen in der Aufforderung zum Stteik die Aufforderung zum Ungehorsam erblickt werden könnte und demgemäß Laudfriedensbruch vorliegen würde. Es empfehle fich daher, bei den Reichs- und Staats-Sustizbehörden immer erneut zu beantragen,

bahre, auf die man Decken und Wagenttssen gebreitet hatte. Ein junges Mädchen lag darauf, das soeben unter seinen Bemühungen die Augen aufgeschlagen hatte, aber nur, nm in ein lautes Sammern auszubrechen.

Anton, nm Gotteswillen wo ist Anton? 34 will nicht mehr leben, wen» er nicht auch ge­rettet ist Anton nur ein Wort... ich will sterben ... ich will .. ."

Sie bäumte fich mit einer wilden Bewegung empor, um gttich darauf stöhnend zurüchufinke».

Will jemand fie festhalte» k" fragte der Arzt fich im Kreise umhersehend.Der linke Fuß scheint schwer verletzt zu sein ich will nachsehen . . . So ich Santo Shnen!" Dies galt Herrn von Tyrnau, der daS Mädchen mit kräftiger Hand nieder­hielt.Es ist, wie ich dachte ... der linke Fuß ist gebrochen, ich muß einen Nothverbaud anlegen. Halten Sie die Laterne höher!"

Wenige Minute» später langte der Leiterwagen vom Gut deS Herrn von Tyrnau an; die Kranke wurde weich in Stroh und Decken darauf gebettet; fie schluchzte unaufhörlich und bat immer wieder, man möge fie um Gotteswillen die Todten und Ver­wundeten sehen lasse», damtt fie erfahre, was aus ihrem Bränttgam geworden sei.

Fra» von Tyrnau stand, während ihr Gatte über­all half und Hand anlegte, der Leiterwagen sich rasch mit mehr oder weniger schwer Verwundete» füllte, seitwätts und blickte mtt feuchte» Auge» auf die er­greifende» Scene», die fich vor ihr enttollen. Vor ihr toiete eine junge Fran, den leblosen Körper ihres Mannes in den Armen, wieder und immer wieder hob fie das schlaff zurückggesunkene Haupt empor, küßte die tolten Lippen, rief ihn mit den zärtlichste» Name» uud hob ihre Auge» in flehentlichster Bitte ö» dem Arzt auf, obgleich fie wissen mußte, daß hier