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Telephon 55.

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W. Homburg, 3. September.

Mene Badestadt hat sich flott und finnig heraus-

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wieder allein auseffeu, aber 's geht ja nicht, diesmal nichts Und Du hast junge, starke Schulter», Du trägst's mü; ich werde doch mein Baroneßchen kennen! Also 'raus Kamst: Die Burg ist verkauft . . . ."

” utycnen lammiucye „Viumcyen ; Laven L? wie ein junges Mädchen und Muth sagte >7- -lernen Sie Ihre Vokabeln, ' ~

Marburg

Sonntag, 5. September 1897.

(Nachdruck verboten.)

„Baroneßchen." Original-Roman von Ida John-Aruftadt.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouartal-Abonnements-Preis bei der Erve- ditwn 2 Ml., bei allen Postämtern 2 M. 25 Pfa. (erkl Bestellgeld,. Jnsertionsgebiihr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

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„An wen?" schrie Mnth auf und blieb stehe», mitten auf der Straße. Tabert sah fie verwundert ao und sagte kopfschüttelnd, „geht eS Dst so nahe? Das hab' ich nicht gewußt, sonst wär' ich dort ge­blieben! Wer sie hat, weiß mir einer, der Levy! Doch dem gehört fie nicht; er hat fie für einen Aus­ländische» gekauft oder für den Grafen, de» Chewsky . . . ." Muth lächelte schon wieder, „mit dem habe ich mich verlobt, Tabert, gratulire mir!" Doch entsetzt war Tabert von ihr hinweggetteten; „ist das Dein Ernst? Sag's doch! Es ist nicht wahr, Kind! Mit dem? Nein, gelt nein?" ’

-Doch!" versicherte Muth, „unauflöslich; aber weiter. Du hast mir noch mehr zu sagen!" Ja wcnn's so ist, da weiß ich doch nicht . . . Ganz kleinlaut und betrübt sprach jetzt der alte Mann das rüttelre die schlafende Energie, die künstlich' zum Schweigen gebrachte, in der starken Mädchenseele auf. „Dir sag' ich alles, Tabert, aber später, wenn ich - f-me Frau bin; sieh, Dn bist schuld, aber weiter.

2-bett Sum Ablegen'zu nöthigen Fräulein I befahl dem" vttblüfft"dast7h7nVm Di bo$ E und der hochnäsige Diener noch Fräulein Schneider, tu einer Stunde _ tz,.'„ . Er sah doch so „nobel aus: das I zurück und grüßen Sie FrSutei» V. ^.'Llänzte m untadelrcher Form und über dem Hören Sie, Martin?

•■**7 * Frack leuchteten die hohen Vatermörder 1

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und „ja, Baroneßchen! Ich hab'Dir viel zu sagen," I „ Idre Mühe sparen.

a .antwortete der alte Mann mit bekümmert blickenden! , u&r erschien Doktor de Velho, und! Muth hatte nämlich gar nicht Zeit gehabt, erst

Ser bntt, mtA u an |Sl"9en- Muth nahm ohne westeres Pelzjäckchen und!°^Elch Muth »och nicht zurück war, gruppstte man lei» Gasthaus aufzusuchen; unterwegs schon hatte der

geba^, einen alten MannI Barett von dem Garderobehalter im Vorsaal und Iu” b.‘e Tafel. Sylva saß neben ihrem Bruder, I alte Mann begonnen, „warum ich selbst da bin und FraulemIbefahl dem verblüfft dastehenden Diener, sagen Sie,"^"b in weißen Kaschmir gekleidet, weinrothe!nicht ein Brief, das weißt Du doch, Baroneßchen: y* ■ Fraulcrn Schneider, iu einer Stunde wäre ich wieder IF?Ie!’en~n und Haar, und doch das BildI Das Papier ist nicht zuverlässig; es erzähst die Dinge °aszurück und grüßen Sie Fräulein de Velho! — 1^"?" ^«gst. „Sie muß kommen, jede Minute!"!manchmal anders, als sie ihm aufgettagen find; ich ", ,. M? — Warum antworten SieIsich und die Andern und nahm von jedem!muß in Deine Hellen Augen sehen können, wenn ich's _ .. , r.;2nUVX^M — Martin verneigte sich, „zu Befehl, ohne emen Biffen anznrühren; „wir wollen!Dir sag', wie's zu Hause steht! Guck, Du sollst's

Knabengesichtchen;! gnädiges Fräulein," aber seiner Bedienten-Seele war! ^n°n?uf sie! Das hilft!" Und fie erhoben «nicht wissen! Das gnädige Fräulein Almuth will's

'-les doch noch nicht klar, ob die Baroneffe wirklich| . ?lc Mariano tränt das seine leer big1“"'— " '------ " ' *

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£immt entgegen die Expedition dieses Blatte«, E die Annoncen-Bureaux von Haasenstein & Vogler in vvvn Magdeburg und Wien; Rudolf aaXII.

M°si« in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. ~ , -

Daube & Co. in Frankfurt a. M„ Berlin. Hannover, Vari«. Telephon 55.

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbain ~

Redaktion nnd Expedition: Markt 21. Jllustrirtes Sonntagsblatt. Berantworütch für den allgemeine» Theil: Redakteur Ä Hartman»

------- -------für den Znseratnühell.- Joh. Aug. Koch, beide in Marburg.

8t i vvmi ytivtn, |uuiycii wiuucngqugiajen

vt bife „W#ebern«t" in ben Stulpen-,es doch noch nicht klar, ob die Baroneffe wirklich!me Gläser; Mariano tränt das seine leer bis » ben blitzblanken, wie bet dem flottesten mit diesem Menschen gehen wollte. Nun er erlebte bt" Ie^ten Tropfen, da tönte die Klingel. „O,

M «ntn |e8 wirtlich! Arm in Arm sogar ging Muth mü!^ ^mmt, sie kommt!" jubelte Sylva und Alle

' 8Äe Sl0am'hm über die Sttaße; es sah zu drollig aus, das Mten der Thür, doch der Diener präsentirte

i ttatfe[fiftn«nnpnp ^rnfnm AS ^"dchens,große, schöne, elegant gekleidete Mädchen, neben dem rwet Btllets, welche soeben abgegeben worden * \f8f? b bütete Rose, mtt!eigenthümlichen Männchen, dessen Hut fast höher,""""' ,ttne3 an Fräulein Schneider, das andere

| £ biete Ätn 2”bk3Srrnnfa"b Se“' a18 ,e“ bwerghastes Oberkörpercheu: ben fur et,lDa>

L dst fi?'L»och Ä b-r L.°L 9Ä;£ Är£ Vdaß^^dem B' “ 2“-* ■ biefe öot » $»' »#«

-9Ö1 ^dolle, theure Camelienbouquet drin aus demlgemutbet hätte' in s» Lnin v?“ r kt8r onb ®a& c§ ihrem Bruder. „Mir

L' G Er sie kaum angesehen; es hätte verwelken | aüsmaeh^ Die Blümck^ suchte fie und erhob fich; Doktor

7' heute noch, wenn fich Fräulein Schneider! Blume» am Fenster »Ä ß*“ ‘SS&I?*- nm Entschuldigung und die Erlaubniß, erbarmt und > in eine Vase mit ”8fÄ ± Rimmer geleiten zu bfixfen;

jf 9crcttet Hütte. Tabetts Blumen starben 5*bieman sah beutlich, bafe er mit einem schweren Ent' -inen seligeren Tod am Güttel bei jetzt wirk- ihren WeinÄvf ^Sr Dottor bekam I schluffe tonpfte: wollte er bie kaum wieder Er-

A-klichen, jungen Braut. Wenn es Graf! .Winkler" behinttn ihre Rub^Sn va mit f°rtnchmen? Tante Dina

? gewußt hätte! Durch die angelehnte Thür den Anblick geschilbert batte iMrfÄhS? SS M &r““ 9an? entsetzt an! „Laßt Euch Bienen sämmtliche „Blümchen"; Tabert ein gutes % ÄÄ

Hl -ttnien Sie Ihre Vokabeln, meineDamen'l" Muths'° ta A^llg!meinm°^und"^esen^Fall^S's im Beart^^b^"^ crbaIten 6on ö» Haus und ist Ar flog zwar zu, aber dahinter erhob sich Besondere, daß gar ?ei° stüren2 X S "bzureisen; vielleicht erreiche ich sie noch

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Homburger Kaisertage. I Aussicht Hellen Jubel riefen neifern 91 ftenh hie mr I homüM 13 c o n t i V e nri st a, der mit Erfolg I i-ch Zur Begrüßung der Majestäten meldete und von

.. , NH ftüh S>/,llhr fuhr,» Ihre Majestäten b«g„r°i8 ™trm”knZrafenbtU$rommto',1Sdfa mb Mm'fit Mn”a<" --r-h«s»-»!,»hlr-ich bttfammell mb begtübk ‘ Ht° Snfdutpmt hifer und bie Kaiserin sowie ber König Signalisten löO ߣa^95 VT mcbr unb mc^I angestrebt wirb. Es!mit begeisterten Evvivarufen Eine Aborbnuna ber

siedtt !--Sachsen und bie anberen Fürstlichkeiten von! sM8a„ fn fnrf Pauken-1 entspricht einem von bem italienischen Staatsmanne | Kolonie wurde von den Majestäten im Wagen

^.Mzburg in dem Kaiserlichen und einem zweiten | tarifier Marsckmustkinstmn^n^ Reihe null- selbst geäußerten Wunsch, daß er zu Kaiser Wilhelm, empfangen, wobei ein in den italienischen National- WGrderzuge »ach Homburg v. d.H. ab. Der^^Prinz- in diese» Beziehung tritt. Wie seine Vorgänger färben gekleidetes Mädchen der KöSgin "einen hen-

fje M und die Prinzessin Ludwig begleiteten das!gezweifelt Tat ler toeife es 'iefet aam in unserem Monarchen lichen Blumenstrauß überreichte. Um II Uhr erfolgte

D£ ckipaar zum Bahnhof. Trotz des strömenden!8Mola Bast und hi/b 6 Marken Schirmherrn des Friedens finden und die Abfahrt nach Homburg. Bei seiner Ankunft Ws hatte fich in Würzburg eine große Menschen-1^ dem Tr£fÄnll'. Ä ? ^««6-« -men wahren Freund Italiens." in Chiasso hatte König Humbnt eft! herzliches

- mge angesammelt, welche die Fürstlichkeste» mit!»-.,,^^ in Durchmarsch von! Die meisten italienisch en Blätter schreiben!Begrüßungs - Telegramm an den fätoeheritoen

(S!* toben Hochrufen begrüßte. Auf bem bortigenKen aeftriaen^L^hinhnrl^ffi8 ° Königs Humbert nach Hom-Bundesrath gerichtet, welches dieser in ebenso'freund-

chihof wrn eine Kompagnie bes Leib-RegimeM hte einSirt finb9 bV p0Ittifdöe Bedeutung pU 2BOrten nn ba ftM

1 über Musik aufgestellt. . b" JumkEhrendienst be-1und halten die Zusammenkunft für eine neue Be- Hier in Hombura ttafen die italienisLen Maieftäten

Unsere seit Jahresftist in raschem Aufschwung fanterie- und Husaren-Regimente?rnd^Jä"g e^ REau? fei'nt den Dnibund al???/3 f ^"tralbahnhofe Nachmittags ein und wurden

| Mene Badestadt hat sich flott und finnig heraus- Zum Sedanfest hatte» die hiefiae» Kri?aernereineIS “r8a'nDreibund als stärkstes Friedens- von dem Kaiserpaar, dem Prinzen Albrecht 6» * Die Ehrenstraße ist die Luisenstraße vom,an dem an derLuisenstraße stehenden DenkmalKränre!»nh 6em er Ruhe, Arbeitend dem Herzog vo» Cambridge nebst Gefolge

pc. chhof zum Schloß. Vom Bahnhofsgebäude kann niedergelegt, ebenso am Kaiser MedrW-"^enk^l"in! letzte?Jabren Schlagen m den empfangen. Als der Zug hielt, trat der Kaiser an

° sagen: es hat über die Toppen geflaggt, denn den Kuranlagen. $ tn | leW Wen Wre. _ den Wage», begrüßte nnd küßte die Königin auf

ilchcr tft mit Hilfe von Flaggenstangen und zahllose»! Die „Nordd. Allgem Zta " schreibt ru den!h-i,i- <hm h«? i in ‘ S ° " de r zu g fuhrIbeide Wangen und umarmte und küßte alsdann den teuren mit Signalwimpeln in allen Farben über HomburgrBeg egn»naen• Me kommend n S ÄS ? °Uf Bahnhof ein. König wiederholt. Nach der Vorstellung des beider-

^Hauptgesimse wie ein Dreimaster aufgeputzt. Tage X «?i® a«f« * *«1 feitlBMjBefoIa«. schritten die Majestäten die Front

Mrsteuzimmer, welches außer dem Kaiserpaare, B e kund u na eines r enn h f A n f t $ n »r Ito. t '"wie ber Groß her z o g von Iber Ehrencompagnie (3. Compagnie beS Jäger- Wze lange Reihe beutscher unb ftember Herrscher h ä l t n i s s e s gewibmet, bas in ben Empfindungen militärii'rfie^iSnfTO^ f ^‘h TÄ“! 9ID.6ei batariaDnS 91X1 11 »u Marburg) ab, bereu Vorbei- Fursten ankommen sehen wird, hat reichendes deutsches Volkes von jeher einen besonders I di-> ?PS?8??' l-HEderKalsermarsch alsdann erfolgte. Hieraus erfolgte die Fahrt ---- und Fahnenschmuck erhalten und ist mit sympathisch n Widerhall gefunden HÄ und durch b“ -rr ®’"ntDa?se ausgestellten 9. nach dem Schlöffe. Infanterie bildete auf den fest-

Änen und kostbaren Gehängen prunkvoll benfen an u^ren Ä ton. ^erSDrf ab" Iic6 «efchmückten Sttaßen Spalier. Vor dem

»et. I» der Luisenstraße setzt sich dieser Fest-, geheiligt ist. Der ritterliche Sohn Viktor! bekannte? Daumont Pavillon des Kurhauses hielten die Wagen und der

«ck fort, die russischen, italienischen, englischen Emanuels und die anmu thsvolle SöniainIiSAmnhrnn ^ fm.a0e" . untfr Begleitung elner Oberburgermrister begrüßte das Königspaar, das "" grüßen die hohen Gäste aus diesen Margherita^taZ t (WFWdW&boll banfte. Das Publikum brachte stÜMische

, die deutschen Könige und Fürsten finden nössischen Deutscblanb a s ? - der zahlreichcn Menschenmenge Mbelnd Ovationen dar.

Wappen und Fahnen in reich» AnordnunaI! edlen begrüßt, bis zu dem vor dem Curhaus —

|Äba*eUS£?«bflteX ^rfV”^ tTfirrfeiäeUge1e0rneT I “übSei^?” ©obann I UmschllU.

U Verwendung von Laubgehängen zur Verzierung!Schönheit. Was der Landschaft tora^e0?rnS^h” ?rh"S" h? 55)0 bie Mittheilungen des Pariser „Temps",

VHäuserfronten und in wohlgelungenem Aufbau Zauber gebricht, wird die Herzlichkeit deutscher Gast- ÄfirSm/iSr ^«6 unb|ber von der französischen Regierung stets gut

Wen eine Reihe von Ehrenpforten unb Obelisken-, freundschaft zu ersetzen wffsen ^Möchten bie er- t wiederholt bie Hand reichte., unterrichtet erhalten wird, über die bekannte Depesche

An an den Sttaßenkreuzungen. Die Ehrenpforte | lauchten Gäste die ihnen von unterem Serrfckervaar bem Schlöffe fort-, bes Ministerpräsidenten Meline an die annektirten

dem Kurhause, wo sich die Sttaße zu einem entgegengebrachte innige Zuneiguvg als ein Unterpfand König Wilhelm saroßheSoafich ^ stsl? N? ?1 M ? 8/' 6eutC nod) ^»e Widerlegung "tcb" T-PPichgärtoerei erweitert, der Sympathien betrachten, die diesseits der Alpen dessen Wf^iser Wilhelm II ift cin Zweifel an ihrer Richtig-

Schauplatz ber Begrüßung des deutschen und überall in deutschen Landen für Stalin wirksam und aufaestellt war Nack Ehrenwache kett nicht mehr möglich. Die Handlungsweise

^en^et^ dmch die Stadt, m deren mit unserem Gefftes- und Wben »«5^ gÄ fcTgroßer EMembl r.a Äf rfan3.Lf 1 f 61 n 1 fter8 Mt sich dem- B» der Bürgermeister Dr. Tettenborn sprechen I verknüpft sind. Möge der Könialicke Freund untere« I "Empfang statt. Gleich! nach, so heißt es tn einer Berliner Mittheilung an

ln »<«1« d-,mm»»«>,-,!'-,7Lh„nA£“E£Ä"£ »Si SSEÄ“?b?si«sw.-,

eK,M -»I-stch-r d-s »»m SnrbiriltM F,hr». Neue einen ledeMgen Andruck tontet rnremimd-ri-n 3® Ba, elwerd Khmfer und ,tobe Taltlojjzleit dm; sie

«altzahn nunmehr bekannt gegebenen genaueren Bollttast des Reiches empfangen das mit seinem Maie ft ät-n Ltf s» Ä F*“ m,t voller Ruhe gu beurteilen, wird der

g^et 1-ch, sie-, die,. -n«j.nn. d-e sinnen«--'«-- L-sisiln Lt