30
von
Kaisettage und Denkmalsweihe
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W. Koblenz, 31. August.
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Der Erzählung Sylvas ist mir noch wenig zur! Vater todt?
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(Fortsetzung folgt.)
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonncments-Preis bei der Erve- ditwn 2ji„ bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (ein. BestellgeldJnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg
N -6« nicht zu Mama und Ergänzu^^ttag?^ Als Sylv7 von"'U° :6366 Millionen. Üaufgedrungenm Bräutigam ent-
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im Schlöffe Marschallstafel abaebalten !?- 9Een war unser Kaiser an Güte und Milde. Wenn I toa,lti9er' ergreifender Größe, sich spiegelnd indem ’ • ein Fesimabl für die Mit-1 «x1 D£n un? in ^inem Herzen ein Denkmal seiner Herr-1 ewigen, sagenumflossenen Strom. Aber weit schöner
äXWWft ÄÄ ä * * - «* ** -m- 0--M,b« ■ waren. I klingt, kein- Unzufriedenheit mehr. Am Fuße des Denkmal? I m“r,„aC 1.? e rf ® e b erun9' der Dank eines treten im Geiste alle Rheinländer zusammen, huldigen mit! fenten Heimgegangenen Herrscher, dessen
uns ihrem Kaiser und Könige und schwören, in guten und I großer Tugenden und Leistungen in so schöner und
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Telephon 55.
SPlütBtttÜ S8kT. 9rmmt en$C0Cn di- Expedition dieses Blattes,
!?^b' Annoncen-Bureaux vou Haasenstoin & Vogler in TvTH (vrtW
Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien- Rudolf AÄA11 cffllTlT
Donnerstag, 2. September 1897. M«ss« in Frankfu'rt a. M', Berlin, München m Kö'ln.L L.
—— ^flubt & Co. in Frankfurt a. M., Berlin. Hannover, Varis. Telephon 55.
otn iTL »iie9 Wlliiyer, 1 zu meine
J* ^."ner ist, Du ungerathen Kind! Er hat mit Dir, s-nd-» W Deine» Bruder zu einem schweren Sünder' Mtt, f:_: „2 r ■ ). ? bet Strafe.
öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckboi»
^k«d»«l-,: 3oh.Au-. «och, UniverfitätS-Buchdruckerei in Marburg, Vk »
Redaktion und Expedition: Markt 21. '^llltltl?!!?*^# SPDIttttddPVldll* Ber«rtw-rtlich für dm allgemein« Th-ll: Redakteur M. Hartman»
-- ---- ° kür den «n-ate-theü- Joh. Au«. Koch, beide i» Marburg. '
Die Festfteude der Coblcnzer und der vielen I wo der damalig- Vrinzregent von Preußen zielbewußt dm > Flutben de« „km m r+.r, t
Tausende von anwesenden Fremden wurde heute durchI^n zur Reorganisation der preußischen Arme« selbst au»- 'ä,,7lllä erhebt sich stolz das hehre
m"9^h7an^-tS^
Auf den bereits mitgetheilten Trinkspruch be81 £ Vj? bfcr, ^-immeL>eini9cr?a6en °uf, sobaß im MaanesalNr das Schwerst"/ erdulden muß? di? V.r-! und auch^mNamen 'seinn °Toch?er Meiner ^bock*
Ltzre der' (5™ J^oK P"rabe - Diner ant- berechtigtHstn. °Um^1 Uh^fand die SfSI«rang?®fo“siele ITante, unseren innigsten, 'wärmsten Dank
?? b”. b.9r0feb errog v on Baden: täfel bei dem Erbgroßherzoa von Baden im Gebäude l ?' r*8“6;^1 Jtet4ü57aI[ bemüt6ifl Gott di-Ehre und a»s fur das herrliche Denkmal und für die herr- wä«ta» @cbaubeh,eutc“neibi°8uBerb-“— «hänigsten, ehrfurchtsvollsten Dank ausspreche für I to?bef’ * ^!J?eiLt^i-In^tnen-. ■ huldvollen Worte der Anerkennung und der [St 2"h ihmmg, mit denen Ew. Majestät am heutigen?? m”.,-1 -U«r Festmahl Mr die »- das Armeecorps auszuzeichnen geruhten. Diesel Geheimen Comm?i?/t?M^ statt,welche 1 idigen Worte werden uns ein neuer Sporn sein l Reae?«eb,n b7^?7? 9C?en “•
Thatigkeit auf dem Wege, den!Rheine, Böllerschüsse donnern von den Schiffer? Der 177 “t“ "“"u rä“, ölu<“uc uno 'wwor-n, in guten nnoi»^o" uuu Meinungen in ,o icponer uno
i. Maiestat uns eben zu weisen die Gnade Ratten. | gaKe- fiat bit fdprlirfi, rcniTn «I» «m®00“« * ®ut ,unb ®[ut treu und g-horsam feiner eingehender Weise Mein Vetter, der Fürst zu Wied
ize es dem Corps gelingen, auch ferner stets sich k° f Denkmals-Enthullung auf B-f-hl- g-wartig zu '-in Wir b-kräftigm dies mit dem gedacht hat 3 '
ellerhöchste Zufriedenheit Ew Maiestät -u -rb^s/n INachmittag 4 Uhr verschoben. Dadurch ent-!Ruff. Unser all-rgnadigst-r Kaiser und König, unsere aller-!8 Mnnft, $. - . r .
mÄSät Etlichen Veranstaltungen, die aus •“** JJj? «nb .««Wl* ' Das schönste aber cm dem Denkmal war der
! versammelten Vertretern in iintoanbeI6arei $reue bCtH.SCtCr ÖI>r0£^en toaren' ctn,9e $et= j$kbebSe. ^Majestät^der"Kaiser'^und"2a'I ^,E enrm ais - Feter sand zur auge-l»»»S oe“‘ l-yonen Moment ywgegeben. Auf ■ 1 -cr un° Sbtlt9, | gebenen Stunde bei wahrem Kaiserwetter statt. 5Der|bte Nede des Fürsten von Wied folgte ein Rundgang
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i „Baroneßch7n"LrÄLlSöL
W in ihrer Erzählung fort: „3n einer fort, er Sn Dich nicht! . . “ Ach? Ich weiß ^n Baron^dmn°"se2« dm ' ^«t fei; frisch und gesund war er vor drei
«SKptÄi*Ä L Ä'
«, uL. Wm y1 ®,fft " bn r--d Md zur!verborge« worde«, Ihr B-rl-bl-r in da- A«!,Md
der Strafe. Und hier schreibt Mariano, er! Er hat Dich auch lieb Svlva- iL weist ,a "fber Baron Stelle rühren,! Zettel an Marianos Mutter übergeben, darin er um
Ä?Ä sh Ä* pÄSÄÄSÄ!
und Se7e h2-° S^HWe Mch^st/ttebm ttnnen ab« suchte seMe 2'E Fs" ^-»'°Arme7'Ünd Jose?h"S- SyÄ'L^-°L PaMon°E & «X 'Ä.TÄ M äÄäS? ÄäSSffiFFff SÄ' SäK 3»> '8 verzeiht Dir Dein Stiefvater auch." endlich, wir wollen scklasen «US dserde, dicht neben fich. Llchtschem nach; sie fanden die Pavillonthür ange-
^iama, aber ich habe gelacht, gelacht eine! £) "morgen! Waüber! Maltberi-9 htMteIBaron mnstt, Unbt Der!lehnt und Donna Josepha in einem der Rohrscffel
^«rulde ganz laut und blieb, wo ich war, lieber! Svlva - ban^ tnnrh, ,a m.* Mbelte Baron mußte den Verzweifelnden gebunden und ein- lehnen, erschreckend bleich und kaum der Sprache
st-rben, als nehmen den verhaßten Mann. 2el'und still b 4 btefcm in -mer Bambushütte zurücklaffen, um fähig. Fröstelnd nahm sie den schwarzen Sammtt-
°icht. Dein Vater, mein lieber Waüher, ' ' be” ^"en Jobe bu? Verfolger zu entgehen, mantel fester zusammen und bemühte fich, dem vor
- cht, 0^ mehr Mariano; ich war sehr böse, ------------ | to<F “5* ®£Ib“ geworden? Hatte ihr knieeuden Sohn in das Antlitz zu sehen. Ach,
Unb da starb vor vier Monaten mein. Der Erzäbluua Svlvoa ift n„r «»a orfi*H?buiSi?tJ 6Hf '„ ^am nicht dazu; fie hatte nur »och Zett mit
--- lh-Mldi- zum US*Ä£ ÄX’ffÄTÄ’Ä
. -men, davon ich schenkte einen Theil denIdeckt' wurde"""wa7' nur'^Blron^Woltbm^Is 8“ ,eben' nicbt8 8» Markige Schläge vor die festverriegette Thür machten
l» fr !»- für «ich b,t,n. M-ma !-« MrmLrnH- M SSta? wnSS Ä W 1“ ?"*te "b Me --b-b-°. P-d-° h-tt-di-D«i -« f.ta«
b‘m Knie, zu bitten; doch Liebe ist mehr; °°° ihm zu sehen. Waltber 8Ä “««»»»> "it Axt und Waffen her-
ig. b°ch nicht bei ihr und Nma; fie mußten! unerwarteten Ucberfall nickt ru webr^,- ff» smnmmt I ^nh ®a^ter' ^nertc auf seinem luftigen I begleitet, die Thür stürzte m dem Moment aus den
fc Gericht die Stadt und Straße in lag er geknebelt G Z- Seine Feinde F* “ den Angeln, als Baron Walther und Mariano - durch
§°?d wo Mariano wohnt, und ich bin ge- ihn dem Hungertode p ägebeT 3eTD6 in bem mSe £ S Z h b°ben bas Fenster geflüchtet - ihre Pferde bestiegen unb
zauber bas Meer in SBeiBnnAteH mie nnlMKon „r»<£u, m c.Da) tn oem-imutzie. .viun, ber Baron kannte ben Schwarzen, I bavonjaaten.
und aSb w mdU böS ft We vhnmächttge ein eigentümlich zischenber Laut befahl ihu von be? 19
s° lange bis » w aefagt & £ mnl i ^?a ? ^m Zerde, davonsprengen Plantage herab und einige Mllreis machten ihn ge
ll er yal gesagt, .Shlva, Du, wollte, sauste aus dem Gebubsch heraus, knapp vor!sprächig. Wohl eine halbe Stunde lang flüsterten
J Der Kaiser hörte bewegt zu. Die Großherzogin ? • alter ergrauter Krieger und von Baden war tief gerührt und auch die Kaiserin er, welche unter dem großen Kaiser unser
Die Den km als-Feier fand zur äuge- ^en ganz dem schönen Moment hingegeben. Auf^^?, und gründen helfen
— »«....«. ... - - - - oa-1-- '■ = ■ ---- - ■ ■ 'I Und wahrlich, recht hat das Volk, ihm Denk-
- <Nm „ .Riesenbau des Denkmals ist gewaltig "eindrucksvoll'!"« das Denkmal. Darnach hieltderKaistr°"bie!!?^" seinen Dank zu beweisen.
L?, h,r®, 3a ul. b«8 flogen Diepgen Festes Anwesend waren die Minister v. Miquel, Schönstedt Parade über die in Koblenz stehenden Truppen s ^rade in Koblenz insbesondere geht ein jeder
kBoraatten J ° k V unb ®raf P-sadowsky, die Spitzen der Civil- und °b- Ein Vorgang, der der gestrigen Parade ziemlich ^^uHerzen. Wie der große Kaiser
fSÜ D to“r beIe“^tct von der Militärbehörden, die Geistlichkeit, Vertreter der gleich tarn. Inzwischen sprach die Kaiserin die beiden b“ ^'"Koblenz residirte, vorbereriend
^»ogenlampeu. Die Mufikkorps, begleitet von Universität Bonn, der Provinz, Stadt, der Kreis- Künstler Schmitz-Berlin und Hundrieser-Berlin an! - vorschauend für seine Armee die Reorganlsatwn
ruckten in geschlossenem Zugelkriegerverband, Studenten aus Bonn und Aachen,«und äußerte ihnen ihren Dank und Anerkennung. e6c7°s. batJr auch auf dem Gebiete des
L£Jk“tcn auf dem freien Platz vor dem die hier anwesenden Fürstlichkeiten u. s. w. Der Um b-6 Uhr bestteg das Kaiserpaar nebst ©efolge I $ a.,t3le6e"8. “nb brr .Staatskunst Arbeiten geleistet, En8 m ?ft/ULnwt8 “i?0 We b°7^O0 Rhein war voller Festschiffe; eine zahllose Menschen- b°s Schiff und fuhr zum Schloß zurück, geleitet öon 9^ei I8t }a^' °® “ »n hohen
K - “nt“ anderen Stucken menge hatte sich an beiden Ufern bis zum Felsen Kanonendonner von Ehrenbreitstein und von den Hoch-1 ®s17e b " t besteigen durfte. Er trat »«btt »Frelichutz-Ouverture , „Es liegt eine! Ehrenbreitsteins hinauf aufgestellt. Um3^V Uhr! rufen einer überaus zahlreichen Menschenmenge am Ufer. ! 3 ^blenz, wie er auf den Thron stieg, hervor als S6ein / 2Bo0nel8 'Feuerzauber", fuhren Ihre Majestäten per Schiff mit der Kaiser- Um 6 Uhr begann ttn Schloß das Stände-!Mstzeug des Herrn, als welches ti hs VIII g°""vsam von sarnrntlichen Musik'! standarte vorn Schloß unter Salut- und Böllerschüffen! esse». Der Trinkspruch des Kaisers bei I er s^a'bten konnte.
Ne ietitl ffck vorgetrageu. Zum von den Schiffen und brausendem Jubel der Meuschen- diesem Festmahl e lautet? bat « A "7 5'" 2>i”se" ”n8 5ülften
Mße setzte sich der ganze Zug unter den KlangenImenge, sowie Glockenaeläute ab fflenen 41/ iifnJ ~ ,, pat er ein Kleinod wieder emporgehoben und zu
i?roßen Zapfenstteichs in Bewegung und defilirte!erfolgte die Landuna Der Kaffer trnn G-n-rnia Im, m» st"b b^ FestUange verrauscht,lhellem Sttahlen verholfeu, welches wir hoch unb
"m Fenstern des Schl-ste- wto, welcher »M m,L, di- 22 “ Ä S™ h-m» »alt« m-gen, dar Ist das Königt um «on
**h a« «erntte. 3« läni G-. iL7'd«, SchwMM a“tao,“n M WsK L Ä bte ®”“'8 ®”b“' “ ®»«W~ I-«n sch««
t Miedlle der Kaiser mit seiner Schrncstcr der B--räiM«ri»«n- der S-!nn-»-,-In-"di-li «Z^if hi. S an ^be-npeovtnzlPsltchteti. seinem niemals endenden, stets anbautrnbeu
«» Liki-ri- »on Schnnmbmg.Lippe, »ährend F a -« i n »i - d b"" «L«, S,6“* S””„ f181' -b" ."n! in »“ ”»6™ nnd »rdeste«, mit seiner fnrchtbaren «er.
-Prunkmahles und der Senerade hatte der Kaiser! w« maMw ,r ki* : : m . | 9^^st" st"d, zunächst tn der alten | antwortung vor dem Schöpfer allein, von der kein
»-h.lt- lang- Unt-rr-dung-n mit L H-r„, nra ÄftStV,.ÄVft ®« «'**“8Sä,b' ,tte **"' «---rdn-t-nhan-, I-in
sfcüige. Die ungeheure Menschenmenge hatte die|[ürL di- Theilnahm- an b-r h-nttg-n F-i-r. Ew. Majestät|!!,n Mo an? Laacher See,!Volk den Fürsten entbinden kann.
T 7 ; .. L ,^„^.!haben selbst dies- Stell- an d«m Zusammenfluff« der b-iden!, Benehiüs ihr frommes Werk! Dieser Verantwortung bewußt und sich als Mst-
k-Ulf dem Balkon des Schlosses die MajestätenId-s Rheineslüeiben und der Welt zeigen, daß seinem Gott!zeug des Herrn bettachtend, hat in tiefster Demuth ' ?'n'ei^°nen vieltausendstimmige Hunahrufe, I Der historische Boden ist ein hchres Wahrzeichens doppitter treue "unb“ 2J all r l an* bSIi ebWn V”*»8 I ^r ,einen Weg gewanbelt. Er hat
Hk mcht enben wollten. Die Menge staute fichl B-zi-hung: einmal kann Niemand auf b«m Rhein den hürfmLn r !^b “ bet ^e- uns die Einigkeit und das Denffche Reich wieder-
»f *m Schlosse und sang begeistert das „Heil Dir Mn 'ntlang fahren, ohne das Denkmal zu »blick-n, vE-rung g r o ß z u z l e h e n und zu pflegen. gegeben, und hier in dieser schöne» Provinz sind Ipegerfra»^. welches die Rhe nprovinz als Zeichen ti«fster Dankbarkeit ! Der heutige Tag führte uns wiederum zu einer seine hohen Gedanken entstanden und aerefft an dies«
---L Ito ...to «Wi; ton ... n WW d-ngr-i-nü-is-r. a« ^»9*,« Ubta. W (SXä Xa«M*Äl M