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Telephon 55.

Die Trinksprüche in Peterhof.

* AIS man in Paris am 23. d. M. Telegramme

Bekanntlich hat jüngst die Kgl. Polizei-Behörde

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benten nnd ohne daß sie e8 wußte, traten ihr die Thronen in die Angen.

Ferner Auftlchtlgkett der Gefühle, welche er erweckt, die Ministerialverordnung, wonach biblische Vorgänge Reaieruna Ronde h»r ..-i ,, ~yu,FU1';t* f*r,*^,nN vom Theater fernzuhalten seien Die

nur noch enger werde knüpfen könne», die Frankreich I^hrre Instanz, an welche Rekurs ergriffen ist, wird und Rußland h,rMmn.« * UNh Herr Faure giebt I ^ltscheiden, ob in der That die angezogeue ministerielle ' er augenblicklich nach deS Zaren Worten I"Erordnung in der ganzen Strenge des Wortlauts

Wieder einmal, und zwar in Bergedorf bei Hamburg ist eine sozialdemokratische Ge-

l Zurückbleiben wollte, das verstand sich von selbst, rwd doch, eine hatte sich dazu erboten, Muth von Prack! DaS unbegreifliche Mädchen wollte sogar eine besondere Auszeichnung darin sehen, sich um Fräulein de Belho s Willen das Vergnügen, bei Hofe zu tanM zu versagen; doch, .was fällt Ihnen ein, Baronesse? Memen Sie, Dokter de Delho weiß dies Opfer zu schätzen?" hatte Tante Dina entschieden und da war fie erschrocken aufgesprungen und hatte mrt niedergeschlagene» Augen geantwortet,wie Sie wünschen! Ich werde rnttgehen." Wirllich, der Trotzkopf war nicht so schwer zu behandel». Fräulein Schueider bemerkte es mit Genogthuung und schob dreien Umstand ihrem klugen Vorgehen rn (ÄÄ w.)

Marburg

Donnerstag, 26. August 1897

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I Leseabende, und doch war etwas im Hause, was die all- -1 gemeine Stimmuug weit über jede Alltäglichkeit erhob, nämlich die Etuladungen zum Hofball uud ein Telegramm öo» Donna Shlva de Vclho, welches deren Wieder- kommen an einem der nächsten Tage in Ausficht stellte. Leider und seltsamer Weise war es gerade der Ballabevd, cm welchem fie ankommen mußte: Fatal, sehr fatal! iGar zu gern wäre Tante Dina mit dem Doppelge- sinn der Schönhett und des Reichthums, mit Muth und Sylva zugleich, in dem Ballsaal erschienen. Andrerseits häste nach dem Vorgefallenenen Donna deVelho einen bess rn Empfang haben müsien,

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toar der Hofe vorgestellt worden; das hohe Furstenpaar hatte die letzte Trägerin des alten Namens huldvollst empfangen uud ihr in Gnaden alle möglichen Aufmerksamkeiten erwiesen. Fräulein Schneider trug den Kopf noch um zwei Zentimeter )oi)er, denn sie hatte Ehre eingelegt mit dieser

|,3tanff. Zig.' anführen was mit folgenden Sätzen l Dcflinnt:

I ,@8 könnte Jemand den Titelhelden von Sudermanns

I a«n e»* für einen unglücklichen Pastor und das Tochterlein der HerodtaS, das dem Rabbi Johannes wie das Sinnbild der W-ltsünde erscheint, für ein neugieriges

I Krochen halten, er begriffe es dennoch nicht, worin btr G-fammtinhalt des Dramas selbst bei frommen

I Eiferern im Lande Anstoß erregen könnte. Etwa zwanzig I Peeionen verschiedener Richtungen waren versammelt, um Sudermanns Vorlesung anzuhören. Kaum Einer von ihnen wird die Gründe verstanden r 6Serabe bei dem .Johanne«" zur Auffrischung einer veralteten Polireiordre geführt haben. Den Eindruck, daß man hier vor einer Thatsache stehe, für die man keine rechte Erklärung weiß, hatten wohl alle Theilnehmrr."

LDer Bericht der .Frankfurter Zeitung" ist vornehmlich deßhalb von besonderem Jntereffe. teil sich au« ihm der positive Nachweis führen läßt, daß der handgreifliche Verstoß gegen die Logik, der in dem verallgemeinernden Uriheil der Berliner Kritiker liegt, sich eben nur aus der paralysirendrn Wirkung einer Abneigung gegen das Christen- erklatt. Sobald der erwähnte Kritiker zur r e i u ästhetischen Würdigung des Stückes übergeht, funktionitt Denkapparat wieder ganz normal, ohne alles Hemmniß. M°n ft°ulle, mit welcher Klarhett jetzt der Mann die Un­zulässigkeit der Beurtheilungsweise darlegt, die er noch soeben selbst zur Anwendung gebracht hat! Er schreibt wörtlich:

ErscheiM täglich außer an Wervagen nach Sonn- und " Ouattal-AbonnemeMs-Preis bei der Erve- n?en Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (Al.

's»mmfÄ;80eÄ för ?ie gespaltene Zette oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

,O ja, ich bitte, mein Herr! Grüßen Sie ihn vergessen'b auch, und . . . und

nicht^ all i"^ "Un^nn" bie Brillengeschichte und I als Frau Doktors stilleGMsch^st^^so"ptteinsarntar L T4? «WterUÄS

der Aufwallung ihres Herzens die Hand gereicht, und nun hielt er diese kleine, heiße, zitteinde Rechte fest uud zog fie leicht an seine Lippen. .Auf Wiedersehen, sagte er laut.

Mnth wußte nicht, wie fie hinaus gekommen war; einen Moment lang lehnte fie die Stirn an dte kalte Wand draußen; dann flog fie den Korridor entlang tn ihr Stübchen und weinte bitterlich.

.,®8 wird von Einzelnen kurz und bündig erklärt, die Dichtung hatte die Hörer iurgesammt gewattig er- griffen und sei als das LebenSwerk Sudermanns zu be- zeichnem Von der eigenen Empfindung sollte man nicht so bestimmt ans die Empfindungen Anderer schließen."

m M . dieser Satz ist außerordentlich zutteffend. Man könnte

.Wenn die Antwort der um ihr Urtheil angegangenen 1°°« noch hinzufug,n, daß er vom religiösen Emp- fr? -------» ntn finben ru noch wett höherem Maße gilt, als vom ästheti-

scheu. Im ästhetischen Urtheil werden Männer von gleicher Bildungsstufe und ähnlicher gesellschaftlicher Stellung bis- wet.en von einander abweichen, im Großen und Ganzen aber doch nicht so, daß nicht Jeder z. B. btt Bedeutung ©dbillHe und Goethe« zmübe, das religiöse Empstnden steht bet Angehörigen verschiedener Religionen und Well- auffasiuugen nothwendig im Gegensatz. Auf dem Gegensatz des Welt- und Gott - Empfindens beruht ja eben ? lotzteu Grunde die Verschiedenheit der Religionen. ES b^r^'tr übetflüssig sein, mit weiteten Gründen und Bi legen fn »iivB erregen »ttM, i es für e neu Juden oder Muhammedaner

o hatte man ihren Spruch als einen sachkundigen gelten 18"äunmöglich und darum auch unzulässig ist, zu be- lasten mn,n m.. Frsön I Eilen, war dem religiösen Empfinden des Christen an-

Personen ein-1 °8 I, wochte. Ntcht minder anmaßend aber ist «S, »wenn Einer, der gar kein, Religion besitzt -

J VUrrS6 uitltK11unb biti Sar r« Geschlecht in dreimeden will, wenn von dem religiösen Empfinden Anderer geurtheilt wird. Die Herten tvohl di, alte sprüchwörtliche Redenr art: .Sprechen wie der Blind, von den Farben"

nt- (*1cu4 verboten.) und am Ufer, im Vollbesitz aller Mittel und Kräfte, dlrn bleichen Gast senkten sie H .

BaroNeßcheN. I fielen nnfere ewigen, lachenden Gegner." Ireichte er ihr die Hand entgegen- fie sab es^nich?-!^? L 5* ma ,^ren Hunden antiertraut! Serenis-

Original-Rontmt von Ida John-Ärnftadt.S!SÜÜ.""-* Sfr. .. *. M »**!>. «MW.

Wünschen Sie, gnädiges Fräulein" faadÄ« 6 Pb W "^geregt; ziehe» Sie sich sprach er, .aber de» Papa darf ich 3^£n? JetnCn ^wohnten Gang im Pensionat Winkler, -o deVelho zu Lh, .wi-d« Man» ö Ki&t doch flnShi,8 ih» i» dieft»Tage»l" * M dte Lewo»e» u»d Mahlzeiten, di-Spaziergänge und

[[g TObi« J h tDoCnbjo ®^crIei zuzubringen?" welche Seite der Sieg sich neiat' bat Doktor belK P.Lbcnrn ? Er, beffen bloser Name

«LSFu - das junge Mädchen nicht ohne Widerstreben- fie t wahre» Wuthanfall zu versetze», er

W- ® We *' »tat gt.ijrit to wm febe Dwhlldi««», tt-tziz »b,ukh»«,Ziii, r-,o,IS Sie m«Sl,

* i# 3ta do« . . tatad--Lipp-- Ti ta ->,lta

fn rd T ooq unbeuommen, meine rch,Isamen Drucke; sie sprang sofort wieder aut Ich Ln ®ei6' Str kehrten^ fteudig dahin!empfehle mich, Herr Doktor," grüßte fie mit einer

gebrochenen Flügeln bem Sturtn l nic. , De Velho indeß hielt

-Da inen Sie sich Baronesse ffiimrfit Vergnüge», dem Fräulein Collega mtt

Macht,Mich e7;ich Ä'StC,ÄUn BE in d« Hörsälen gu begegnen?"

WZEL-M-WM

^h«llge Feuer vertheidigen, brauche» Sie bebende» Laute» Mflen 8ruft' m

i di. doch gewiß eine edle Bestimmung; I .Aber Baroueffe' m,r6 c,

i 0nte es fern, aber es ist I schnitt ihm das Wort fast beleidiaend iäb ab indem

trtz ist die Losung unserer Zeit, auch! sie Muth erinnerte: Sie haben Mist Mbit- mnl>l gW für uns Frauen; wir stehen mitten gan$ tiageffen, ^änTe®Äai?& K

*, H^beu; wohin wir uns Diesmal erhiett Tante Dina einen wirllich dank-

9 6 3dt' abtt fera Weg und Steg,!baren Blick aus den schönen Mädchenaugen, nur vor

GöeWsch Mun

* Litton: Martt 21, Jüustnrtes Ssnntagsblatt. ^Etwottlich für tttn allg«ttkttn Thett: Rttuckteur M. Hartmann

" ------ d« 3-serattnthttl: Joh. Koch, beide tn Marburg. '

5tn,rat entgegen bie Expedition diese« Blatte»,

Annoucen-Bureaur von Haasenstein L Vogler iu wtrti rx r.

Most!5i^mn^' Magdeburg uud Wien; Rudolf UM. Jllhlg.

»Frankfurt a.M., Berlin, Münchenu. Köln, C. L. ~T ö

^ DaubeLCo. in Frankfurt a. 20}.. Berlin. Hanuover. Dari» Telephon 55.

nit^t darin zu verzeichne», weder der Zar noch Herrittauen wir der Auftichttakeit des Zaren amen di-

5 $«Ä "La";,,nce' -«« p* m c<tir,bZ s-f

^such des Herrn Faure st ja noch nicht Unter diesen Umständen hat es für uns wenig9Werth M E° b« >'ta=e- wMtakb grtafWb «J, SMp°.HI- °b tata ja GelegenheitiaUiauetz" die Franzose» mtt den Russen vereint, not» Ahe«> 9a««m I 11

m dem begeisterten Empfange las, der dem Präfi- beendet und sollte 10

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»? 6 "!* U- ta ein.Ä Umschau.

uga"nm hlla? au« «Ära bl"Sier ?'e 3«° Ff"'?" $,kr6f aber bin Eta . » M> bi. «gl. PM,ei,S-hörb-

tz»etbra abertt ta ! S"b b_b"8'W»> tatfltara ilbmachuugra » ®ta bm Sub«»a«u,chra Th-al-rftück

Wil- M und Sckmktterlinae in X Boulevards! den gesteigerten Erwartungen der Franzosen nicht ent-! -Johannes die Erlaubuiß zur Aufführung I* Ln sowiefr^nE^^ssts^'? " ^'- sprächen. Der Zar hofft, sich fthr vorsichttg aus- untersagt. Das Verbot der Behörde f?ü6t fi<6

> w Ä bSunkr Ä s Esttett Feliskoff ""9 Ferntt Aufenthalt in Rußland .die A -m- °»S den siebziger Jahren stammende

nen L ureltFetiskoff . Ferner Auftichtlgkett der Gefühle, welche er erweckt die Miuisterialverordmma. wonack. mm«*, ___

E t £2 T Regierung Bande der Freundschaft und der ttefeu^^Svmpath -schlechthin

lün8 Festtug mit Be- nur noch enger werde knüvsen ?Rn,r" Ins

,utfdlt und Volksbelusttgungen ftstgesetzt werden, und Rußland vereinigen.

iffett* mit bei' wichttg°en"nattonalen°DDie ht^s fnrIkatf ff!,.c < z. »», SßoritnI ,M, .. , **».a.««

Dank- , Franzosen Faure's Reise nach Rußland ist Vnnla" ®tob 1 ^habt, bie Franzosen hätten mehr vom anzuwenden ist. Um .inzwischen einer Legenden- ttfl ge- ch i» ganz anderer Att zum Ausb^ wi- bd Un erwartet, sichtlich Mühe, diealliance" wahr- b'ldung vorzubeugen", hat der Direktor des Theaters, (5W ß in Deutschland b"m Ausbruch, tote beilscheinlicher zu wachen, indem er sagt:Dem tiefen |fur welches das neue Stück bestimmt war, etwa - hi-s. c. IGefühle der ganzen Nation entsprechend, kommt derIzwanzig Vertretern der Berliner Presse

nationaler Begeistemna werde! ^ur^di^° Präsident der Republik in bie Hauptstadt Eto. Majestät, Gelegenheit gegeben, aus einer Vorlesung des Stückes -e schon btt S XE ! ? die Er- um bte so mächtigen Bande zu bekräftigen und noch b°u bem Inhalt desselben Kenntniß zu nehmen unb Mhlt Es fin^in Vatts eine^ aan u Kd« enger zu knüpfen, bie unsere beiben Länder Verbindern durauf gestützt ein Urtheil auszusprechen, ob die bie benförab her arr* ^ffe Indem ich den Bode» Rußlands in dem Augenblicke ^walge Behauptung, daß durch die Behandlung, die

M überschwenalick^ I - wo das Herz der beiden Völker im Einklang d°r Verfasser dem Stoffe zu Theil tottden läßt

stin Anhang9wünschet daß Hen^Faure "einen*" \em 9lti^en ®ebanfen der gegenseitigen r^öse Gefühle verletzt werden, berechtigt sei oder ckttanröfischen Rtt^E'ul i ? einen 1$:reue und des Friedens u. s. f." Dies Wort!"^' $ierä bringt nun die .Nordd. Allg Ztg " M bÄÄ ®SÄXÄ! abW' »»MW«« taMrabe, htafütagra: ' |

X bWara b.rm. F° .. ® tata Müffra sich «ch btaal «ta.it 6e. L

ttiifif mehr ffr' f k bf durch die Revanche^ I gnugen, und ganz Frankreich mit ihnen Sie find! ? kuitr Weise verletzt werde, so war dagegen sicherlich nichts licht mehr allru fehr j» ----- - - - yun1,.,eraIeiniutoenben. Es war dann eben konüatirt ta L ,

schon am 24. d. M. Abends! KüsstH"sich' Kätier"Nik^»«°7nb unod« zwei mosaischen Religion gehörige Herr Xundd-r matttialist-sch I 31 fie eine kleine Enttäuschung erleben die ihnen I ftnhfk u und Faure vor Kron-1 öfstiwte Herr A. von bem Werk eines Schriftstellers, der im | in Baris selbst bei he« TrinKh«,* ' ^"en I stadt gegeben, werden von ihnen sicher auch sehr hoch! großen und Ganzen genommen mit Bezug auf die christ-I ftajnb Trinkspruchen geworden, I angeschlagen. Ma» batte von den Küffen beim | L i-bnn negativen Standpunkt theilt, nicht UN-

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S n-b- ^<-brä. ta Ibra 2 ta-ta. Wir Drattara erregen ^wttde,

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