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Telephon 55.

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** beides ist wenigsten» im ersten Stadium einer Kolonial-

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(Fortsetzung folgt.)

Muth: „Sie werden sich allein haben, bis ich denke in einigen

wandte sich dann wieder an nun noch Ihre Stübchen für — die Amerikanerin kommt;

Tagen."

Muth verabschiedete sich

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*) Mas lehrt un» die englische Kolonialpolitik? Von »ul Peter». Berlin, Hermann Walther (Friedrich

aus Stoff zu entströmen, blau, in abstechenden Mustern waren auch die Behänge an den Lhüren rmd Himmelbetten; Meublement, Bettwäsche und Service wirklich kostbar. Das einzige große Fenster bildete zugleich die Thür nach dem Balkon, jetzt freilich war sie verhüllt, aber Muth hob ein wenig die schweren Fallen der Gardine und blickte hinaus: mondbeglänzt lag ein verschneiter Garten und' da­hinter die herrlichste Winterlandschast mit Wald- konttrren und Höhenzügen; links, über einem ruinen­artigen Bauwerk stand der alte treue Gefährte unseres Erdensterns, der ruhig mitwandernde Mond. Zu ihm hatte dereinst schon die unglückliche Ahne auf- gebllckt; so auch stand er über der Pracksburg, das Bild kampflosen Friedens, und sie — und fiel Es war ja wieder des Fremde», de Velho's Antlitz und Gestall, was fich da oben zwischen Himmel und Erde hinzeichnete! Nicht nach Tante Almuth und dem Vater oder gar zu dem gräflichen Bräutigam zogen ihre Gedanken, nicht in die Heimath, nein; zu ihm, dem Unbekannten, ewig Unerreichbaren! Nicht einmal all das Neuerlebte löschte die Er- nnerung an ihn aus. Das mußte ei» Ende haben;

Zweck, um das Wohlbefinden des Einzelnen zu Meisten und zu befördern, daS Staatsganze sei i gemeinsamer Besitz aller dazu gehörigen iduen, daher die Freude und der Stolz des 9dncn an diesem nationalen Gesammtbesitz, und

. . Darum auch war

.es dem Manue, welcher dort auf einen Bescheid wartete, als träte eine Feengestalt über die Schwelle; er^ vergaß sogar Gruß und Verbeugung, er, der an Fürstenhöfen und Salons frei und formenkundig verkehrte; aber Muth bemerkte dies grobe Verstoßen gar nicht, lähmenter Schrecken bannte fie auf die Stelle, wo sie stand: Er war es ja, Mariano de Velho! Der Diener des Hauses kam aus dem Empfangszimmer und meldete: „Herr Dollor find willkommen." De Velho zuckte zusammen und besann fich, daß er eine Dame doch zu grüßen habe; aber als er seinen Fehler gut machen und den Blick von Neuem nach ihr richten wollte, war Muth ver­schwunden. Dafür erschien Fräulein Schneider in der Salonthür und nöthigte ihn zum Eintteteu.

M dieser Betrachtung stellt Dr. Peters folgendes diienprogramm auf:

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unter >e Er- (4900 »er.

Aber wirklich sie schlief em, schlief den festen, traumlosen Schlaf der Jugend, bis Fräulein schnerder an ihre Thür Köpfte und weckte: Fräulein von Prack, find Sie krank? Wir fitzen bereüs beim zwetteu Frühstück."

Muth fuhr erschrocken auf, denn es war schon Heller Tag. „Ich komme," rief sie beschämt, und! deettte fich, fich anzukleiden. Es ging jedoch wie!

entwicklung erforderlich, bi» so viel Menschen in dem Lande eingetroffen find, um sich selbst zu schützen, und bi» sie auch ihre eigene Finanzverwaltnng einiichten können. E» handelt stch also um eine Schutztruppe, eine Justiz- und Zollver­waltung. Alles andere ist umsomehr vom liebel, al» e» außer der wirklichen Schädigung, welche es dem Gedeihen der Neugrundung bringt, dem Muiterlande ganz unnütze Kosten auferlegt... die der Staat sparen und außerordent- ltch nützlich in Wege- und Eisenbahnbauten anlegen könnte. DK Verwaltung soll den w rthschaftlichen Jntereffen folgen, nicht ihnen voran gehen.'

Kann Deutschland sich nicht zu einer solchen, rein wirthschastlichcn Kolonialpolitik entschließen, meint Dr. Peters, so möge es seine Kolonien ruhig an England verkaufen, das ihm einen hübschen Preis dafür zahlen werde.

Während wir dem Großbritannier aus wirthschaftlichen Gründen nicht so gläubig gegenüber­stehen, wie Dr. Peters, können wir seinem Urtheil über den Büreaukratismus in unserer Kolonialver­waltung nur zustimm en. Was auf diesem Gebiete an wunderbaren Polizeioerordnungen und sonstigen Vorschriften geleistet worden ist, das ist wohl noch in Aller Gedächtniß und es dürfte die höchste Zeit für eine gründliche Reform unserer Kolonialverwaltung sein, sollen nicht die tüchtigen Männer, die wir hinaus­senden, ihre besten Kräfte im Kampfe mit dem grünen Tisch daheim verzehren. Das soll kein Vorwurf gegen einzelne Personen fein, wohl aber ein solcher gegen das System, mit dem endgültig gebrochen werden muß. Ueber das „Wie?" hat Dr. Peters in feiner kleinen Schrift so beachtenswerthe Winke gegeben, daß wir allen Grund haben, ihm dafür dankbar zu sein und diese Winke auch zu befolgen, denn mit Recht sagt Dr. Peters zum Schluß: „Das Deutsche Reich wird im zwanzigsten Jahrhundert eine große See- und Kolonialmacht sein, oder es wird überhaupt keine große Macht mehr sein."

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Umschau.

Die „Hamburger Nachrichten" kommen nochmals auf die vielerörterte Unterredung Bismarcks mit W i n d t.h o r st vor Fürst Bismarcks Rücktritt zurück und sagen: Wenn es richttg ist, daß 1890 an maßgebender Stelle der Wunsch bestand, die aristokratischen Elemente des Centrums zu gewinnen, wird es begreiflich, daß Windthorst das Bedürfniß hatte, zu versuchen, ob durch Verhandlungen mit Bismarck eine Rückendeckung gegen solche Bestrebungen zu erreichen wäre. Bei seinen Beziehungen zu Bismarck hätte Windthorst aber keines Vermittlers

. . beinahe herzlich und olgte dem Mädchen über Corridor und Vorsaal in >as Zimmer. Merkwürdig, auch hier war es be­haglich warm; der Luftheizungsapparat funkttonirte gut, oder hatte man doch vorher schon diesen Raum ür sie bestimmt? Ihr Gepäck fteilich befand sich nicht darin; das Mädchen und der Diener schafften es eben erst herein. Süßer Dust, halb Rose, halb Resede, schien den dunkelblau bekleideten Wänden

(Fortsetzung.)

Mäulein Schneider lächelte ein wenig, „und wie

--mü der Musik?"

-*Nt wie ich möchte; der Ausdruck ist laien- • 8, nur das Empfinden beseligt mich; ich beneide ■homa* Arübenden Künstler von Gottes Gnaden." Sich!-- .Vie denken Sie fich die Gesellschaft?"

Schulisch fAlnVihrS'^ff ^ante Lampe auf den jedes Mal, wen» tteibend^Unruhe die Hände strhri scyreivtffch, schloß ihre Koffer auf und begann aus-les aelana ibr s;, m,, 1 ’ '

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mähl‘ Erste Empfinden war, das Stuben- | es dem Manue. welck« hort ""rdch-n zu wecken, und um Aufschluß zu bitten, doch das ging nicht an, zumal fie nicht Bescheid wußte in dem fremden Hause. Wäre nur die Nacht erst hm gewesen: fich« konnte fie kein Auge zuthun und doch v«langte ihr jung« Körper — durch das Klopfen aller Pulse hindurch — gebietrisch nach Ruhe; die Austegung d« beiden letzten Tage war doch zu groß gewesen.

SSt !Dn Verhandlungen Stoilow erklärte der bulgarische Agent im Ministerium

Etwa Nebenabsichten des Aeußern in Wien, die im „B«l. Localanzeiger" mit diesem Umweg verband. I v«öffentlichte Erklärung Stoilow's fei entstellt wieder-

rrnmUA 1777 _ t , gegeben; eine verletzende Absicht habe Stoilow voll- d« Deutsch!» ^Emen ferngelegen; er bedauere daher die Publi-

o« deutschen Kolonialgesellschaft erlaßtIkatton. Die verröaerke htefer csrtfinrunn

ä* k*e" »«w stoflow's von Sofia

«schast es als eine ihrer vornehmsten 1 und dadurch hervorgerufene Mißverständnisse begründet poliht für die Schaffung einer starken deutschen Flotte I gelten. 8

3U tvirken. Von dies« Erkenntniß ausgehend ist fiel -------------

einesteils bemüht gewesen, Verständniß für die Roth- Als am Mittwoch die B o m b e vor d« H o b e n Wendigkeit der Flottenvermehrung in den Kreisen berl Pforte platzte, erließ der Krieasminister der ffck Deutschen Kolomalgesellschaft und darüber hinaus zu dort befand, sofort an die Militärposten d« StM ^e", anderntheils hat sie sich wiederholt v«anlaßt I Konstantinopel den telegraphischen Befehl, keinerlei be!üattck/^ Verstärkung der deutschen Flotte Ausschreitungen zu dulden; die Ruhe ist daher

bezüglichen Wunsche m Form von Eingaben an überall gesichert. Hie und da tauchen dort Knüvvel- maßgebender Stelle zur Geltung zu bringen. Ein-1 männer" auf, welche sogleich verhaftet werden Der

Eser aus Anlaß der 25. Wiederkehr des Tages in dem Moment verhaftet wurde, als er die Bombe l^OO^im^^/nichttcken^Sckioss^^^s^8^^ I anzünden wollte, ist aus Konstantinopel, Quartier

der tti Münck n am Ä M °"f Beschiüasch, gebürtig und noch sehr jung. Nach der

* München am 12. Ium d. Js. abgehaltenen I vorjährigen Revolte verließ er die Türkei und aina Hauptversammlung uns«er Gesellschaft der Beschluß nach Bulgarien, dann nach Odessa- von dorther kam einer Verstärkung der deutschen Flotte aufzunehmen | welcher an der astatischen Küste ;u ankern und ;wei und zur Bestreitung der hierdurch entstehenden Aus- bis drei Tage zu bleiben vlleai um Nroviüonen g^en durch Aufbringung freiwilliger Beittäge einen «einzunehmen. Die Handelsdampfer werden von der Fo 7uia^!?-i^9^^b8?'^'utschen Hafenpolizei nicht allzu f^ÄS, fo daß Heat es „ «Sf rer smf dem Attentäter die Landung nicht schwer gemacht

Mittel für neu u Snhä Wege etwa wurde. Die von ihm in die Bank gebrachte Bombe Mittel für neu zu erbauende Schiffe aufzubringen, war in Amerika hergestellt.

vielmehr soll das Ergebniß der von uns zu ver-l _____

anstaltenden Sammlung ausschließlich dem Zweckel Die „Köln. Ztg." schreibt- Die Melduna der S? benriÄ?0“"9/ ba6 ,e8 »U' durch °m° „Times",' baß bie°Ott7manische BankeL Million : flotte gelingen kann, „das größereI Franken als Theilzahlung auf die arieckische

deutsche Reich fest an unser heimisches zu gliedern", K r i easent s ck ä d i 7, n « in möglichst weiten Kreisen durch Wort und Schrift ist bisher ohne Bestättquna aeblttben ebenso Eingang zu verschaffen. Wir richten daher an alle eine aubereMelbuug,nach d« die Griechm innSpr, /ivt wifm .... o.ix ..- m k , I su Paris eine weitere Million aufgetrieben

ondere auch an uns«-! zur Zeit nicht im Vaterlande hätten. Bisher haben sich solche Nachrichten i7mer a£b8 eUtV ^Eich uns Deutschlands nachträglich nicht bewahrheitest Wenn^aber jetzt

. J „.m. ^rzen liegt, bte ergebenste Bitte, uns I wider Erwarten das Gegentheil eintreten sollte so b7c ttnw.lligen Beiträgen, welche würde uns das nur sehr fefieinen meU

geseMckaft Ber in W ®V°"qo 1b« Türkei leichter zu ihrem Gelbe kommen ^dotsdamerstr. 22a,«würde und auch die Aussichten der griechischen

SfL«“* toaren' 6et Unfcrm Vorhaben Gläubiger nicht verschlechtert werden würden. Änn —_________. «ober die „Times" hingesügt, daß durch diese Geld-

hhaliig« .'Da« Einzige, was eine junge Kolonie pom Mutier- ^benöthigt, ist: Schutz für Leben und Eigenthum und 7?q„ «pcherheit. Daneben wird der Staat Organe halten L4"* , welche die Zölle und etwaig, Steuern erheben.

von Prack; wollen Sie fich d« Fremden *L°13 möglich annehmen?"

'5-rnn wir uns gegenseitig gefallen, ja."

^0"" für heute gute Nacht." Bei diesem , - ■ ^brütfe Tante Dina auf die Klingel; das l

Pfff, 7 Mädchen trat ein. „Martin hat noch ein 4??® oach dem Bahnhof zu besorgen, rufen '■ ’ • vorher ab« geleüen Sie das gnädige

ui - das Balkonzimm«," befahl fie und

kr dann der englische Patriotismus, der die letzte idlage der englischen Größe bilde. Hieraus eut- 'cklt sich die individuelle Bewegungsfteiheit in lbmdnng mit gesetzlicher Ordnung, das Self- liiement, die lokale Autonomie, die dann ihrer- die englischen Kolonien zu dem gemacht haben, fie heute sind, in deren Gemeinwesen der Staat insoweit eingriff, als sie selbst es wünschten.

S einzige Mal, daß England von dieser Rege! hatte den Abfall des größten Theils seiner weiikanischen Kolonien und die Bildung der Äigten Staaten zur Folge. England wird diesen niemals wieder begehen, und darum glaubt ^Peters an einen Erfolg des imperialistischen Ge- ... . j Ens, an ein engeres Zusammenschließen der Kolonien ' i bera Mutterlande.

■Sie denken Sie sich die Gesellschaft?" Ein nothwendiges liebel, dem Keines ent- schoss «!N kann; als ein Netz von Heuchelei und Lüge, am “7 Würde der Seele zum Opf« fällt; ich hasse rüg p- «geböte!" f

Te- ,^ntc Dina lächelte wieder, „die Sphynx wird und -r. »nge Schülerin zu bekehren wissen." Das gen lw Pn and Antworten währte so lange, bis

Schneid« den Umfang der Kenntniffe und

-2 ^ereigenschaften dieses Trotzkopfes festgestellt zu d« Uebnzeugung gekommen war, daß

,7, bei aller Lückenhastigkeü des Wissens und ^eit des Wesens doch den K«n zu einer ® ersten Ranges in sich trug. Darauf baute Uren $ia». „In diesen Tagen erwarten wir »sländeiin, die sehr verwöhnte Tochter eines chidusttiellen und bedeutend älter als Sie,

Llov Was lehrt uns die englische UptOto, Kolonialpolitik V

. 0«» Zn Nr. 36 und 31 des „Deutschen Wochenblattes" Mentlicht Dr. Karl Peters unter diesem Titel »Reihe von Betrachtungen, die jetzt auch als ,, . toberobbrmf erschienen *) unb bie gerabe im gegen« JS irrigen Augenblick besonders beachtenswerth sind.

—2L7 Ausgehend von der imperialistischen Stimmung, liege, , bas ga ze jüngst gefeierte Jubiläum der Königin KäseMoria kennzeichnete, untersucht Dr. Peters bt tel und Wege, durch welche England seine jetzix Machtstellung «reicht hat und knüpft daran d - erungen für die deutsche Kolonialpolttik, an de (4IiDi Manche so Manches mit Recht auszusetzen haben, ersten Grund für die britischen Erfolge erblickt in ber Charakterbeanlagung des Engländers lvllWi „als einer kühl berechnenden, zähen und selbf ßten Art das Herrschen im Blute liege." Ihm bie staatliche Organisation immer nur Mittel

Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg ««d Kirckbni«

Redaktion mtb Expedition: Markt 21. Jllustrirtes Sonntagsblatt. Verantwortlich für den allgemein« Theü: Redakteur M. Hartmann

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(Nachdruck verboten.)

„Baroneßchen."

Original-Roman von Ida John-Arnstadt.