Zum Schutze gegen Kontraktbruch
»us dem Hannoverschen übersendet der „Korresp.
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w kontraktbrüchig geworden wäre». Das Gericht
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(Fortsetzung folgt)
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fses, der sich zwischen den Parteien aus Anlaß Kontraktbruches entspannen hat. Nach den Be- ungen des ordnungsmäßig ausgestellten Arbeits- ages waren die Arbeiterinnen verpflichtet, vom jahr bis zur Beendigung aller Feldarbeiten im bst ans der Besitzung des betteffenden Landwirths ihnen übertragenen Arbeiten gut auszuführen, r Garantie für Innehaltung des Vertrages und ermig gegen Kontraktbruch hatte sich der Besitzer agsmäßig das Recht Vorbehalten, in den ersten estswochen nach und nach 12 Mk. von dem Lohn Arbeiterin bis zur ordnungsmäßigen Beendigung konttaktlich übernommenen Arbeiten zurückzube- tm. Acht der Arbeiterinnen weigerten sich im
ber, die letzte der ihnen aufgettagenen Arbeiten, Bedecken der Rübenmieten mit einer zehnzölligen schicht auszuführen, obgleich diese Arbeit besonders Kontrakt erwähnt ist. Sie forderten Auszahlung einbehaltenen Lohnes und des Reisegeldes zur ahrt und reisten, als ihnen dieses verweigert de, nach ihrer Heimath ab, um von dort aus tzw ihren Arbeitgeber klagbar zu werden. Das " ige Kgl. Amtsgericht verurtheilte den Beklagten zur Auszahlung des einbehaltenen Lohnes, ch es ausdrücklich anerkannte, daß der Beer zur Einbehaltung des Geldes be-
Marburg
Sonnabend, 21. August 1897.
In den nächsten Monaten werden die Behörden dazu übergehen können, die in der jüngst veröffentlichten neuesten Gewerbeordnungsnovelle vorgezeichnete Handwerksorganisation zur Durchführung zu bringen. Man wird nur noch abwarten müssen bis der Bundesrath wieder seine Plenarsitzungen ausgenommen und das Normalstatut für die Zwangs- mnungen herausgegeben haben wird, um mit den Ernzelarbeiten zu beginnen. Es wird sich dabei sowohl darum handeln, die schon bestehenden In- nungen den neuen Vorschriften anzupaffeu, als auch die Umfragen über die Zwangsinnungen in die Wege
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ob sie ihre bisherigen Bezüge (festes Gehatt und Kollegiengelder) weiterhin Ibehatten oder nach dem neuen System ihr Dienstein- I “)™PIen aus Grundgehalt, Dienstalterszulage und der I Hälfte der Kollegiengelder zusammengesetzt sehen «wollten, wobei dann die andere Hälfte der letzteren I Gelder in die Staatskasse fließt, bezw. zu einem Aus- gabefonds vereinigt wird, welcher „zu jährlichen Zu- Ischössen an etatsmäßige Professoren mit geringfügigen i Nebenbezügen* bestimmt ist. Wie sich erwarten ließ, «haben diejenigen Lehrer, deren Einkommen zur Zett «schon höher ist, als es nach dem neuen System sein «würde, sich für Beibehaltung des bisherigen Be- I soldungsverfahrens erklärt. Die „Berl. Wissenschaft!. ICorresp.*, welche dies mittheilt, fügt hinzu, es habe bei den Debatten über die Regelung der Professoren, gehälter nichts darüber verlautet, wie es mit der Be- I rechnung der gestundeten Kollegienhonorare eingerichtet I Serben soll, und äußert Besorgnisse wegen einer rnög- ucher Weise bevorstehenden Erschwerung solcher Sinndungen. Diese Besorgniffe erscheinen durchaus unbegründet, wie denn auch bei den Landtagsver- Handlungen und -Beschlüssen die Berechnung der ge- stundeten Gelder geregelt ist. Die in einem Jahre buchmäßig gestundeten Honorare werden bei der Berechnung des Antheils an den Kollegiengeldern einfach [ignorirL Hingegen werden die in demselben Jahre tatsächlich eingegangenen, in früheren Jahren gestundeten Gelder mit in Anrechnung gebracht. Also die Verrechnung ist gesetzlich ganz genau und, wie bei den Verhandlungen des Landtags sich ergab, in allseits befriedigender Weise geordnet, und die Einrichtung der Stundung von Kollegienhonorare» bleibt von dieser Neuerung völlig unberührt.
(Nachdruck verboten.)
„Baroneßchen." Original-Roman von Ida John-Arnstadt.
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“ ° Leichtsinn, Tantes Stimme zitierte Muth sah nachdenklich vor sich nieder; ein Wort SnVsrf. Aufregung, „und nun marsch zu laus ihrem Munde konnte dieser geschmähten Tobten u"l> Thee getrunken, kochend heißen; wenn «die Ehre wiedergeben. Was sollte fie tbun?
Dir das nicht geschadet hat, bann bist Du Über- Schweigen, schweigen! Es war' das beste der
Unsterbl^, hätte sie nichts genützt und den Lebend^
„Unsterblich! Gell, Tantchen,* l-------- “
Ki»d rm alten Uebermuth, „aber ich folge ja schon,
V "suuor, oer der Kälte.
es heimlich thuu, in der Nacht, ' böses Kind! Ich habe gar kein Wort
-Muth, Du bist wohl im'Fieber?* forschte f° aI(ein $fer h«mn zu wandern?- Fraulmi von Prack ganz ängstlich, doch Muth lachte: ! ,lt U1KHC nnr iqre
„Warum? I Tante von der Sette an und lächelte: Daß fie fich
„Well Du phautastrst. Die ClothildiS war keine könne, glaubte doch Tantchen wohl selber
Dulderm; im Gegentheil, fie war so lebenslustig, . Dann gingen fie hinaus, fest an einander daß sie in wenigen Jahren eine halbe Million ver-1 ^schmiegt, bei ungewissem Laternenschein, der Schlüssel schwendete und uns Prack'S um ihre besten Güter dreh» fich im Schloß und ihre Schritte verhallten brachte.* «auf den Steiufließeu. j
ilchd I 3m Ahnensaal war wieder alles wie zuvor
Natittttck JPcx381' met?. Du das, Liebling? still und dunkel und einsam; nur über ^Fraü Sohn ?nser^StammL!. einziger Clothildis Antlitz huschte ein Mondschimmer; es
gesagt'habm.*^ f “ M DDn $r 9etabe au8' al8 «mge ttaumhastes Lächeln
(Fortsetzung.)
klei<V-lles Licht und eiskalte, modrige Luft schlug auf 1 Almuth von Prack entgegen, als fie die zum Ahnensaal öffnete. Muth war da
^"begreifliche Kind hatte die beiden schweren, Ml Kandelaber mit Kerze» besteckt und vor ein ^/chleppt; es war eins der unscheinbarsten
■ ^tigt gewesen sein würde, wenn die Arbeiter-
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TPP e« Bundes der Landwiithe* ein Landwirth einen !vv m ihm mit mehreren Arbeiterinnen im vorigen Jahre rüg --^geschloffenen Arbeitsvertrag und die Akten des
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnra und tiirrfih-n.. v»rmd««l»sr I-h. An» »och, Univerfitäts-Buchdruckerei in Marburg. Xz i UUV MlTUjIjlUH
«tbaW» md Erpedition: Mar» 21. . Berantworttich für dm allgm-.inm Thttl- Redakt«. »
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b?9 für das Verhaltmß zwischen Arbeitgebern I handnehmenden Conttaktbimch mif dem Lande Thür und .Nehmer» auf dem Laude aber ist, bari» hat u»b Thor »och weiter öffnen u»b ih» gewffftrmaL »e n0”^3 Recht, das Erkenntniß der gesetzlich sankttoniren will. Was Hilst dem Besitzer ? i fu^n982nftan5' an d» der Streitfall ge- bas Recht, gerichtliche Lilfe aeaen kouttattbrüchiae langte. Das König!. Landgericht verwarf die 9e. Arbeiter in Slnfpr«^ 3» neimen toenn er vemttkeil/nd-^°6ten gegen das ihn zur Sa^lung 9te^^t ^at, feinen 6^620^=
6eTe‘n^aItun9 w-nigsttn/einm etoÄfffJSli ronie in K’ner UrtbetlSbegruniiing, baß es in Bezug Hintergrunb zu geben?
auf die Verpflichtung zur Herausgabe der zurückbe-!— ___
halteueu 12 Mk. Arbeitslohn ganz unerheblich fei, I ~ ~
ob em Contraktbruch seitens der Arbeitnehmer vor- UMschllU.
Z 2 Reichsgesetzes vom 21. Juli Von konservativer Seite ist schon vielfach der der Arb stgeb?r Lob »?in?7b ausgesprochen worben, daß als nothwendiges
Z h,„ „ Lohuelnbehaltungeu aus- Correlat des allgemeinen Wahlrechts die Wahl-
rechtlichen Auflü?n?"5-°°m^ wider-pflicht eingeführt werden möge. Wir wüßten nicht, h ältn Heg durck h„ 8ÜKr1 biefeS verlangen eiugewendet werben könnte'
durch den Arbeitnehmer gegen den Unter den heutigen Verhältnissen ist die Wahlpflicht bb"ch Eehenben Schaden gesichert zu sein, als eine der ernstesten Pflichten für den deutsche» Staats- St nitelr h,r Md'' ?ENN m diesem Paragraph!n bürger. Wird dieselbe von einem großen Theil- der ist außer der Beschlagnahme des Arbeits-und Dienst-1 Wahlberechtigten nicht erfüllt, so muß im Interesse Anweisnn"^N^«k" ^gung darüber durch Cession, der Staatserhaltung darauf gedrungen werden/ daß °be,r,.bur^ ein auderes Rechts-lein Zwang gegen die Säumigen msgeübt werde^ g schäft für nnwirksam erklärt, wenn fie vor der «Solchen Zwang üben heute schon die radikalen Parteien! Leistung der SIrbeti und vor Ablauf des Tages, an I auf ihre Angehörigen in hohem Maße aus und da-1 £ " l“ «etroffen wirb.* durch wirb vielfach das Wahlresultat verschoben'
y. , A"f welche andere Weise solle» denn ländliche I Richtig also wäre es, wenn die säumigen Wähler! Arbeitgeber sich vor der oft sehr schweren, ihre ganze statt von den Agitatoren von Staatswegen zur ©rj ?eck?lich7AkSchädigung durch wider- füllung ihrer Pflicht angehatten, würden. Daß die beines kontraktlich radikalen Parteien einen solchen Wahlzwangs mit h 99jrß.ifb CMißverhältnisses seitens scheelen Auge» ansehen, ist nicht zu verwundern J ber Arbeiter schützen, wenn man ihnen nicht einmal! denn diese wissen ihre Wähler bis zum letzten Mann!
*embebaltu„g lasten an die Urne zu tteibem^ Dashindert aber Mt will. Die Arbeitnehmer sind federzeit in der Lage,!daß der Staat bezw. das Reich die Sache in die! sich bei etwaiger Kontraktverletzung seitens des Arbeit-!Hand nimmt. Der „Vorwärts* meint zwar die! !enn r? richterlicher Hilfe zu sichern; Wahlpflicht würde nur ein Wählen unter Polizei-!
Mr wL J f1 «9e effe9r ?n» vermögenbe Besitzer ist aussicht und Fabrikantenfuchtel sein, allein das ist Äu. . ? 3 ,,/nders liegt es rm umgekehrten eine ganz unsinnige Uebertreibung. Ganz im Gegen-1 ^ überhaupt, vielleicht einzelne theil findet jetzt das Wählen der sozialdemokratischen AusnahmefMe abgerechnet, nicht m der Lage, mit Parteigänger unter der Parteifuchtel statt und das! Hilfe des Gerichts die Arbeitnehmer selbst für die!würde unter der Herrschaft des Wahlzwanges aller-! chwerste Schäbignng durch widerrechtliche Lösung des l dings anders werde». 3 9 I
Arbettsverhältnisses regeßpflichttg zu machen, weil der! ____ L
9Ef?» toa8 man ihm nehmen könnte. Die preußische Unterrichtsverwaltung hat imSerJi ©oHte der § 2 des angezogenen Gesetzes wirklich folg der LandtagSbeschlüffe betreffs der Besoldungs-,!
mit gefalteten Hände», als könne fie fich nicht "en vom Anblick in bas zarte, junge, nun vermoderte Frauenantlitz; so versunken war fw Tantes Kommen gar nicht bemertte.
fw Kopf und Schultern in ein wollenes aber Fräulein von Prack gewahrte doch u fcZ;®Ilcbtr bebte» vor Saite und die Zähnchen !r I^erschiugen.
5ränlein Dina Schneider war die Seele des „Instituts für junge Damen aus de» höchste» Stande»* in der Victoriastraße; die eigentliche Be- vollendete das lnur Auftegung bereüet mtt "ihrer Erzählung ^fie""fie I K-kk" "erw. Winkler, hatte nur bas
.. „ -----, folge ja schon,!allein hatte die Sühne auf fich genommen alleinb’o be8 Hauses hergegeben und
E noch diese Kußhand für unsere Gräfin-Ahne «uch wollte fie.alles vollführen, was zu thuu ihr!n"319 Nerven und das
Clochildis und dann schnell die Lichter aus und gujauferlegt war. 8 9 ! Andenken ihres selige» Mannes zu pflegen, sowie
«x.:— — 1 hebe neuaukommende Pensionärin von der Bahn ab
zuholen. Backfischchen oder gar Kinder fand man "icht unter der Dutzendzahl der Damen,'; nämlich würben nicht ausgenommen, grund- fttzlich nicht, so oft selbst hochgestellte Famllien den Versuch gewagt hatten, an dieser Grenze zu rütteln Fräulein Schneider nahm mit Vorliebe reiche Aus-
Deinem schrecklichen Thee.* ' | _ r m ,
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Auaen* Unb^'tnh-ffiA 6 ? £ ?e6, b'F °lt werden, - mid Muth, beide Laternm üi derlA^okratentöchter, natürlich nnr nm des Rufes L L? «W. ? *” WW--, und gab ihn-- «i-d--«m,«„d M’3SX
“f «»--». .r-d wohl. Du -M- D-Id-MZ„ dar I-d>- Licht -rl-ich, ichüu-lt- fichlAch-m' ÄSÄ
sttJl 7_ er.-.-,, ... Inacht so allein hier bersti» -» tnnnh^T- Neujahrs, d s guten Tones, die feme Appretur, die fie ihren
lungeu Damen zu geben verstand, machte diese zu Muth antwortete nicht; fie blickte nur ihre Zl-rden der Gesellschaft, sogar auf den Hofbällen de hm. k., ' - - - Mette bas Penfionat „Winkler* eine Rolle; sämmtliche
Cavaliere umschwärmten die Crbmnen von Gold nnd Namen. Fräulein Schneider war nicht umsonst Erziehen» tm hiesige» Fürstenhause gewesen, war außer diesem Vorzug eine große Pädagogin und hatte bezüglich ihrer Erziehungsmethode Erfolge zu verzeichnen wie kaum ei» Schulrath; ein einziger Ausblick ihrer stahlblaue» Auge» brachte die Verstockteüe zur Besinnung und die Verwöhnteste z» Gehorsam.
Wn. Danach hätten also die betteffenden
-rmiehmerinnen ihre» Kontrakt nach Anschauung • 1t Gerichts erfüllt — andere Feldarbeiten waren AH» - mehr auszuführen — und waren berechtigt, [51; l^nbige« Lohn zu fordern. Obgleich durch - - verständige festgestellt wurde, daß es in dortiger «ab und auch sonst wohl allgemein üblich sei, ubenmieten zunächst mit einer dünnen und erst seiender Kälte mtt einer stärkeren Erddecke zu
«rhnmt entgegen di« Expedition diese- Blatte», 'e die Annonceu-Bureaux von Haasmstein & Vogler in vVvit rv t Magdeburg und Wien; Rudolf HXII.Juhlg.
wZraMfutt a.M., Berlin, München n. Köln, C. Q. , ö Daube & Eo. in Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover, Vari». Telephon 55.
Mt» - ...........— ..... .....
[51; ^rkung der bereits von den Arbeiterinnen auf- e 18. S3rrenen Erddecke bis. zur Dicke von 10 Zoll zu
’JMi rief fie außer fich. Das junge ^ wandte fich um, langsam, wie eine Nacht- JJ*» ohne jedes Verständniß; blaß nnd müde tzz ^v lhre holden Züge ans der dunklen Hülle ä'. ? tzU bist Du es?* sagte fie tonlos, .tv-ß, Z,/chlafst Du nicht?*
5trag* von Prack war über ihre Kräfte ge-
(51^ tzKj. Dieser Tag hatte des Schrecklichen zu viel 7*4/# . ”e konnte fich kaum »och auftecht
lehnte fich an die erste beste Säule 9 ?w"d sofort neben ihr und stützte fie l51s hLmir' Tante Almuth, ich mußte doch Ab- «i2men, ti0“ der Familie, und Du hättest mtt's
■t&Z a?* erlaubt, bei der Kälte.*
Htl it.B.
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'M
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mwlli 1 ; Blumen wüten. Lias Gerrchl
Mim ^5, "ich/ die Ueberzeugung gewinnen, daß les geschehen ser; denn dadurch, daß der Arbeit- 1 ee sich zunächst mit einem schwächeren als dem ee iraktmäßig ausbedungenen lOzölligen Bedecken der 1ttii «'n zufrieden gegeben, habe er den Rechtsanspruch
Wt, nachttäglich bei eintretenbem Froste eine