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»Guten Abend, meine Herrschaften; lassen Sie sich nicht stören." Der späte Gast sprach es so ruhig, als verstünde sich sein Kommen von selbst, als sei der jungen Baronesse Abweisung von heute Morgen eitel Phrase gewesen. Er hatte draußen abgelegt; in seiner kleidsamen Jägerttacht, tadellos und ritterlich von Kopf bis zu Füßen, stand er vor den Ueberraschten »nd duldete deren Begrüßung wie ein Souverän; das weiße Geficht lenchtete fast in vornehmer Ruhe unter dem schwarzglänzenden Bart- und Scheitelhaar hervor. „Seine Dmchlaucht der Prinz wurde in letzter Stunde noch in die Residenz berufen," berichtete er ausdrucksvoll und langsam, „auffälliger Weise ward mir die Ehre der Begleitung nur bis an ihren Grenzstein zu Theil, Baron; Prinz Max scheint gerade Sttaßen nicht zu lieben, er mchm den Umweg über Damnitz, und sein Schimmel trabte so vergnügt, als sei eS eine alle Gewohnhett, diesen Weg zu gehen, als reftbtre der Hof gegenwärtig bei der jüngsten und schönsten Sttohwittwe des Landes, der Herrin vom Danmitzer Schloß."
Muth verstand des Grafen leise Anspielung nicht; mtt großen, unschuldigen Augen sah sie zu ihm hinüber; nur der Baron biß sich mit einem unbestimmbaren Laut auf die Lippen und seine Schwester nestette mü niedergeschlagenen Lidern nachdenklich am Gürtel; sie suchte offenbar de« Weinkellerschlüssel.
_ »Also der Depesche aus N. verdanken wir Ihren Besuch?" lachte der Baron; dabei lag ein ge- fpannter Ausdruck auf seinem Geficht und eine stille Frage in Fräulein Almuths Zügen. War Chewsky der Käufer der Pracksburg? doch der Graf blieb unergründlich; es war fast undenkbar, daß er sich Levys als Vermittler bedient haben könne; freilich,
Für den Aufenthatt des Präsidenttn der französischen Republik Faure in Rußland ist nachstehendes Programm offiziell veröffentlicht worden:
Der Präsident trifft am 28. August, Vormittag» 10 Uhr, in Kronstadt ein und wird daselbst von dem Großadmiral Großfürsten Alexis, dem Leiter de» Marine- Ministerium» Tyrtow, dem Chef des Generalstab, der Marine, Vize- Admiral Avellan u. A. empfangen. Der Großfürst wird dem Präsidenten die Offiziere der kaiserlichen Marine vor- stellen. Gegen 11 Uhr trifft der Kaiser Nikolaus mü allen Großfürsten, dem Gefolge, den Behörden von Peterhof und der Ehrengard« auf dem Quai in Peterhof ein. Nach dem Empfange begeben sich der Kaiser nnd der Präsident in
unseren Kaiser, unsere Nation Gut und Blut ein — von Nachfragen, was in s o l ch e r Sache etwa Friedens- Kongresse bestimmten, wird bann nie bie Rebe sein. Ei« Souverain, bei sich beu Wünschen tiefer Friedenskongresse gegenüber binden wollte, unterzeichnete seine Thronentsagung. Den Frieden wollen wir Alle, speziell unser Kaiser und wir, aber nur in Ehren, deshalb halten wir das Schwert scharf und das Pulver ttocken, denn für manche Dinge giebt es nichts anderes als gerechten Zorn, Muth und Vaterlandsliebe — und unter diesem Zeichen erhoffen wir mtt Gottes Hilfe, wenn unumgänglicher Krieg käme, unter unseres Kaisers, unserer Fürsttn und Heerführer Führung allzeit den Sieg!
” *rnano heute wiedergesehn in Wirklichkeit, so edel (,R* schön wie einst, nur männlicher und kraftvoller, ll1 mußte fit sogar Abschied nehmeu von seinem
erst davon überzeugt haben werde, daß dir Bestimmung darüber, wer in einem Streit Recht hab», einem unabhängigen Schiedsspruch übertragen werden müsse, werden auch dir jetzigen Schwierigkeiten bald genug über wunden sein."
Die Stellen, welche in der vorstehenden Aeußerung des Herrn Arnaud durch gesperrten Druck hervorgehoben find, besagen zur Genüge, wie es eigentlich um die Möglichkeit der Ausführung der Kongreß- Zwecke steht. Es ist ideelle Phantasterei, was diese Kongreßbesucher treiben. Herr Arnaud und seine Landsleute z. B. würden, wenn fie dies Schiedsgericht oder diese gegensettige juristische Bindung der Völker „mit der vermeintlich nöthigen Exekutiv - Gewalt" erreicht glaubten, diese Entscheidung über das Recht der oder jener Natton nicht blos für die Zukunft gelten lassen wollen. Sie würden einen eminenten Erfolg in Frankreich mit einer Agitation erreichen, die bann bahin ginge, bie Frage über bie Zugehörigkeit von Elsaß-Lothringen burch jene Instanzen entfdjeiben zu lassen. Wo bliebe ba bie Exekutivgewalt? Glaubt benn wirklich Einer von all' benen, bie an solchen Kongressen, wie bem derzeitigen Hamburger theilnehmen, wir Deutschen würben bie uns einst gewaltsam entrissenen unb mit unserem Blute eroberten Provinzen jemals ohne Krieg bis auf's Meffer gegen bett, bet fie uns rauben will, herauSgeben? Das anzunehmen, ist von einem Politiker, bei bas Wesen bei Völker kennt, einfach eine Schwachköpfigkeit.
Möglich, baß stch in einem französischen Parlamente aus Rücksicht auf Elsaß-Lothringen einmal eine Mehrheit finben könnte, bie für solche internationale Friedens-Abmachungen unb Bindungen stimmte; in einem deutschen Parlamente ist so etwas doch nicht denkbar. Aber auf das Parlament kommt es in solchem Falle in Deutschland nicht so an, als aus seinen Monarchen, feine Fürsten und den furor teutonicus, wie unser Altreichskanzler sagt. Auch er hat ja mit Kaiser Wilhelms Zustimmung um Dinge, wir die Philippinen-Frage, ein Schiedsgericht berufen und den Papst zum Schiedsrichter ernennen lasten — aber solche Fragen sind denn doch weit zu unterscheiden von denen, bei betten es sich um feindliche Angriffe auf deutsche Ehre, deutsches Gut, deutschen Besitz, Selbständigkeü u. s. w. handelt. Hier wird das Papier mit seinen Abmachungen stets ohnmächtig und »nberückfichttgt bleiben gegenüber bem Zorn unb der gerechten Entrüstung einer gesaunnten Nation. In bet Kiaft bestärkt uns in solchem Falle bei Glaube an unser gutes Recht unb bo8 Vertrauen auf Gottes Hllfe. Freubig setzen wir bann für
Ehewsky verstand sich zu beherrschen, wie keiner. Nun, vielleicht löste fich daS Räthsel noch vor Neujahr: der Kraft eines feurigen Trunkes widersteht manchmal bas eifeinste Wollen nicht, buchte bei Hausherr und beeilte fich, bie Sprengwurzel aller Verschlossenheit auch hier anzuwenben; „entschuldigen Sie, Graf Ehewsky," meinte er lachenb, „dies Znckerwaffer ist nicht für wackre Zecher, ich gehe, einige Flaschen Sekt anznfahren, Almuth, Du begleitest mich wohl?" Das Fräulein, schon bereit, enschulbigte fich, „für einen Gast ist unser Sylvester- ttank auch nicht berechnet, Walther; wie hätte ich ahnen können, daß uns noch so hoher lieber Besuch beschicken sei.
Der Graf wat aufgesprungen und prottstirtr, „nein, nein, meine Gnädige! Lasten Sie alles wie es ist, ich bin ohnehin in unverantwortlich leichtsinniger Art in Ihren Burgfrieden eingedtuugen, aber — sehen Sie — wie soll ich sagen? — Der Lichtschimmer hier oben zieht Menschenherzen an wie eine Magnetnadel das Eisen; freilich zeigt er auch nach dem kalten Norden wie diese: die Batoneste hat wiederum keine» Willkommen Gruß für mich."
Muth wollte anffahren, aber fie besann fich; wie unter dämonischer Gewalt senkte fie Köpfchen und Blick; der Baron und seine Schwester sahen bettoffen nach ihr hin! So demüthig wie jetzt eben hatte fich die Stolze noch nie verneigt. Kein Wort kam übet ihre blassen Lippen; ciskatt legte fich ihre Hand in die des Grafen, aber es mußte doch eine Ermuthigung in diesem Händedruck liegen: wie im Triumph blitzten die kühldlickeuden Männerangm auf.
(Fortsetzung folgt.)
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konnte nichts mehr bedeuten nach idem schwersten aller Kämpfe. Ihre Ftöhlichkett steckte die Andern an; manch' übermüthiges Scherzwort flog hin und her; nut als Mitternacht herankam, wurde es stiller und Mer. Tante Almuth war völlig eingenickt, Muth blickte vor fich nieder, als wüste fie etwas ableseu von der weißgedeckttu Tischfläche, die Lösung eines schweren RäthselS; am tiefsten aber träumte Baron von Prack: lieber ihm wehten Palmenzweige und heiße, sonnige Südlüste; fern donnerte daS Meer gegen Felsenwände und ein Mädchenkopf, — dnnkellockig, bleich und schön — neigte fich zu ihm her. Da kam es herangebraust, erschreckend laut und jäh, zierliche Steppenroste stampften den Utwaldboden; — ein Hüne in Pflanzertracht, mit rothem brutalen Geficht unter bem breitrandigen Panamahute riß bie zitternde Mädchenblume aus seinen Annen und er durste ihn nicht niederschlagen, denn Stritte legten fich lähmend um feine Hände und der ihn so höhnisch anladjte war, —' Sylva de Belho's verlobter Bräuttgam — und er — Baron Walther, bet deutsche Edelmann — war ein Räuber; vor einer Stunde hatte Kirchenfegen und Priester- wort unter dem Kuppeldach hundertjähriger Banm- riesen bie treubrüchige Braut zu seinem Weibe gemacht.
„Papachen, ist Dir etwas? Du seufzest ja so ttef," schmeichette Muth unb zupfte Tante Almuth am Aermel; braußen schien Jemanb mit Bälde zu sprechen. Der Baron fuhr auf, „ich bin müde, Liebling: es ist Zett zum Schlafengehen," unb Tante erhob fich erschrocken. Da öffnete fich bie Thür: »Seine Excellenz, Graf Chewsky," melbete bie Köchin. Das ungewohnte Geschäft schien ihr Mühe zu machen, man hörte es den wankenden Stimm- lauten deutlich an; aber eS mußte fein, Stephan war ja nicht ba!
Umschau.
Das angesehene russische Blatt „Grashbanin" schreibt: Zu urtheilen nach ben Einbrücken, welche Kaiser Wilhelm hier burch seine Person gemacht hat, müste gesagt werbe», baß seine Reise etwas höheres war, als ein bloßer Besuch, eS war ein Austausch politischer Anschauungen über die Lage Europas, fie gab bem Kaiser Veranlassung, sich die Sympathie der russischen Gesellschaft zu erwerben und war ein Ereigniß, welches diesen Wunsch mit vollem Erfolge krönte. Dieser Eindruck sei ein ernster, er festige in jedem Russen die Ueberzeuguug, daß zur Zeit, wo der Kaiser von Rußland dessen bedürfen werde, er in seinem erhabenen Nachbarn einen zuverlässigen treuen Freund finden werde. In der internationalen Politik habe ein solcher Eindruck seinen Werth und welcher En- thufiasmus auch immer zwei Wochen später zu Ehren der ftanzöfisch - russischen Sympathieen ausbreche, er werde die Dauerhaftigkeit des sympathischen Eindruckes, den der Deutsche Kaiser hervorgerufen, nicht vertilgen und nicht schwächen.
lRachdruck verboten.)
„Baroneßchen." Original-Roman von Ida John-Arnstadt.
(Fortsetzung.)
offenem Wagen nach dem Großen Palais in Peterhof, wo der Präsident durch den Verweser des Hofministeriums, den Ober-Hof-Marschall, den Ober Zeremonienmeister, den Hof- Marschall und da» Stadthaupt von Peterhof begrüßt wird. Mittag» stattet der Präsident der Kaiserin einen Be'uch ab. Um 1 Uhr findet Frühstück im Weißen Saal» des Großen Palais in Peterhof statt, an welchem der Kaiser, der Präsident Faure, alle Großfürsten, der französisch» Minister de» Auswärtigen Hanotaux, der russische Minister de» Auswärtigen Graf Murawjew, der franzöfische Botschafter Graf Montebello und eine eng begrenzte Anzahl von Personen au» dem Gefolge des Kaisers und des Präfidenten theil- nehmeu. Nach dem Dejeuner stattet der Präfident bett Mitgliedern der Kaiserlichen Famllie Besuche ab. Um 7 Uhr Abends ist Galadiner im Saale PeterS d«S Großen im Palais zu Peterhof, um 9*/i Uhr Abends Galavorstellung im Theater in Peterhof, wo das Ballet zum „Somwer- nachtstraum" zur Aufführung kommt. Außerdem findet Illumination der Gärten vor dem Palais statt. — Am zweiten Tage, dem 24. August, begiebt fich der Präfident Faure um 107» Uhr Vormittags an Bord btt Kaiserlichen Dacht .Alexandria" nach St. Petersburg, woselbst an Borb der Dacht bas Dejeuner eingenommen wirb. Bei ber Ausschiffung wirb ber Präsibent durch die städtischen Behörden mit dem Stadthaupt an der Spitze feierlich empfangen. Der Präfident besucht sodann die Beter PaulS-Kathedrale^ Nach einer Rundfahrt durch die Stadt findet di» Grundsteinlegung für da» neue franzöfische Krankenhau» und die neu» Newa-Brücke, welche von den Werken in Battgnolle» erbaut wird, statt. Später empfängt der Präfident Faure im Winterpalai» die Munizipalität in corpore. Um 5’/3 Uhr erfolgt im Winterpalais die Vorstellung des diplomatischen Korps, später findet im Hotel der französischen Botschaft ein Diner zu Ehren de» Präfideuten statt. Rach dem Diner empfängt der Präfident die Deputationen der französischen Kolonien aus den größeren russtsche» Städte» und kehrt sodann nach Peterhof zurück, — Am dritten Tage, dem 25. August, begiebt fich der Präsident Morgens mit den Kaiserlich russtscheu Majestäten von Peterhof nach Krasnoje- Szelo zur Truppeurevue. Daselbst wird in dem Kaiserlich«» Zelt das Frühstück eingenommen. Nach dem Frühstück werden die sämmtlichen Offiziere des franzöfischen Geschwader», welch» zu der Revu» eingeladen find, den Majestäten »or- getzellt. Um 4 Uhr erfolgt die Rückkehr nach Peterhof. Um 7 Uhr findet zu Ehren de» ftanzöfischen Geschwader» im Saale Peter» des Großen im Palais zu Peterhof ein Diner statt. Für den Abend ist große Illumination der Garten in Peterhof, Spazierfahrt, Thee in Monplaifir und Kunstfeueiwerk in Ausficht genommen. — Am vielten Tage, dem 26. August, begiebt fich der Präfident mit dem Kaiser, in Begleitung des Großadmirals und des Gefolge», nach Kronstadt; daselbst befichtigt ber Kaiser das franzöfische Geichwader, sodann wttd das Frühstück an Bord der Kaiserlich russische» Dacht „Standard" eingenommen Hierauf erfolgt der Abschied des Präsidenten.
Die Rabikolen unb Demokraten reiben fich mit ganz besonderer Vorliebe am „Bunde der Land- wirthe." Der Vorstand des „Bundes der Land- wirthe" hat an den preußischen Eisenbahnminister das Ersuchen gerichttt, daß für die Maaren, die den Ueberfchwemmteu als Unterstützung zugesaudt werden,
Friedens-Kongresse.
Die Demottaten-Blätter verzeichnen mit Behagen „Friedenswerk" des zur Zeit tagenden VIII.
Friedens-Kongresses in Harn- As. Außer der bekannten Frau Baronin von er nimmt eine ganze Anzahl Damen an diesem sie Theil: bie Pariser Arbeiter - Vertteterin Vincent, die englische Frauen - Vereins - Ver- gdtrin Mrs. Robinson, Frau Lina Morgenstern aus Balin, Frl. Ottilie Hoffmann aus Bremen als Ver- tderin des Bundes deutscher Frauen-Vereine u. A. EeS Hauptkontingent der männlichen Theilnehmer
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Muth, „fein Flügelschlag bedeutet Freude, ^-chen, Papa, auf fröhliches Wiedersehen;" Sie J Z? ben feingeschliffenen Punschkelch hoch; ein ?"®er Glanz lag auf ihrer Stirn, auf ihrem Wesen; durch das Klingen der Gläser hin- j $ tönte ihr Lachen in alter Lustigkett; fie hatte schieden; was und wie es nun kam, das
öchentlichc Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain. Jllustrirteö Sonntagsblatt.
’ ° _________Tui oen jneratentpetl: Joh. Aug. Koch, beide in Marburg.
[j) ♦ Haftung des Krieges.
* Die Mittel und Wege zu dieser so „manschen
Atu Paris, London, Berlin und Bern. Die "s l wichen haben in ihrem nunmehr 8. Kongreffe nichts ♦i stwgeres vor, als Wetter zu arbeiten an der Ab-
auf immer. Nicht einmal entsagungsvoll wie durste sie feiner gedenken, denn sie wurde Andern Braut; die künftige Gräfin Chewsky ihrem Gemahl wenigstens ein absolut reines entgegenbringen.
Baron Prack, ber schweigenb unb finster am . Me saß unb ben Dampfringeln der Bowle zusah, J erst jetzt Schwester unb Kind zu gewahren: er plötzlich auf und breitete die Arme aus.
-Rem Liebling!" sagte er zu Muth, und das schöne
Wir laffeu nun nachstehend zur Kennzeichnung k Meinung dieser besonderen Art von „Friedens- tonben" auch die Ausführungen eines Franzosen schm. Nach den Berichten über die derzeitige lagung betonte am Sonnabend in Hamburg Herr feile Arnaud aus Luzarches im Departement Seine K Lotte,
.daß an bem Tag», wo bi» Völker bie errungene "titelt genießend überall Bündnisse geschloffen haben «den, für diese Konföderation ein Gerichtshof eingesetzt •rot, der alle vorkommenden Differenzen zn schlichten feen und auch geeignete Exekutive besitzen Hrbe, um bie Urtheile auch duichzuführen. Dann •ehe aber auch das Werk beS Frieden» so weit fortge« Bitten sein, daß eS sich seinem Schluffe nähere. Bisher s seine solche Federation aber noch nicht zu taffen und daher entstehe di» Nothwendtgkett für bie mbcnSfreunbe, ein juristische» Band zwischen den Wern suchen. V-rschiedene Kongrefle haben sich bereits dem Studium der Frag» beschäftigt und in Antwerpen bem Code de F Arbitrage international «inmüthig zu- ■&nmt worden, dessen Hauptverfaffer der anwesende Herr «»utaine fei. Wenn man die öffentliche Meinung
Aschen flüchtete an fein Herz, innig wie nie zuvor, lächelte zu ihm auf, „wir wollen vergnügt fein ’bitfer letzten Stunde, nicht wahr, Papa?" Dann M sie die silberne Punschkelle, balancirte fie auf Finger und verneigte fich dazu vor Fräulein ** Prack: „Tantchen, hiermit überreiche ich Dtt Symbol Deiner Hausfrauenwürde; spende uns einen Königlichen Trunk."
r^ante Almuth hob den Kops: „Es fliegt ein r! Al durch'z Zimmer." „Das ist das neue Jahr,"
♦ stündlichen" Aufgabe leuchten ihnen ihrer Anficht ♦ Kffl immer mehr ein. ES gelangte soeben auf dem | Hamburger Kongresse nachfolgende Resolution m Annahme:
. ♦ »In Erwägung, daß jede Sttettigkeit unter den Völker» j vf dem Rechtswege beigelegt werden sollte, erklärt der U ♦ dllzrtß seine Absicht, eine Verbesserung der internationalen * sqähungen herbeizuführen, so daß ein internationaler Ge- 22j ichlihof erzielt werden kann, bem bie Streiter alle ihre
♦ Gütigkeiten vorzulegen haben.
♦ Er labet daher bi» Friedensgesellschaften ein, all» An-
, 4 fagungen zu machen, um di» Aufnahm» der Verpflichtung ♦ st internationalen Streitigkeiten auf schiedsgerichtlichem ♦ Str einem anderen gerichtlichen Wege zu schlichten, in die DM kfafiung aller civilifirten Staaten herbeizuführen.
IäTmsSSm Marburg »ajSWbS
Mttwoch, 18. August 1897.