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Paares in Petersburg.

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Melodien deutscher und russischer Musik herüber.

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(Nachdruck verboten.)

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ist mein Geheimniß, gnädiger Herr. Der

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lic prachtvolle Kronstädter Jnnenrhede öffnete sich, lb zeigte die ansehnliche Flotte, deren Schiffe alle

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Mane" passirte mit Kurs nach Peterhof zu. Schon n der Festung Kronstadt wurden in der Ferne ein wattiger russischer Panzer und ein Kreuzer sichtbar. Isbald hinter Kronstadt wurde die russische Kaiser-

hten chr 11.

itte sich inzwischen voll aufgeklärt, nur eine leichte «hle ging von den mehr und mehr hinter dem mizonr verschwindenden Wolken aus.

Punkt 11 Uhr wurden die fernen Rauchwolken es deutschen Geschwaders sichtbar. Eine Viertel-

Reichskanzlei, Wilmowski, und verschiedenen Mit­gliedern der deutschen Botschaft wurden hohe Ordens­auszeichnungen verliehen. Das deuffche Kaiserpaar äußert immer wieder die hohe Genugthuung über den besonders innigen und schönen Empfang, der ihm von dem Zarenpaar bereüet worden ist. Nach dem Familienfrühstück begab sich das deutsche Kaiserpaar nach der Villa Alexandria zu Besuch des Zarenpaares und besuchte sodann die übrigen Mitglieder des Zarenhauses.

es gestattet, dem Kaiserschiff am weitesten ent« mzufahren. DieZarewna" umkreiste die langsam «fahrendeHohenzollern". Stürmische, begeisterte elrufe der Deutschen Petersburgs und der deutschen ationen aus ganz Rußland begrüßten zuerst

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Telephon 55.

bei bleichende Schiffskörper derHohenzollern"

e Herr, aber die Zeit ist schnell, die Zest ist ' aber der Rath nicht! Guter Rath ist theuer, chter erst recht! Ich gebe Ihnen den guten um- Herr Baron, aus lauter Hochachtung und cht vor dem erlauchten Geschlecht. Wenn der gnädige selige Herr Baron-Vater einmal

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-Abomiements-Preis bei der Expe­dition 2, bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

»schweigen Sie! So weit, wie Sie meinen, ks noch nicht auf der Pracksburg!"

. »Möchten Sie recht haben, gnädiger Herr; aber haben es nicht, und heute Abend punkt Sechs er da sein, der Herr Polizeidirektor, mit den , die Keiner gern fleht in seinem Hause, Keiner, der Herr Baron nicht."

Herr von Prack stöhnte laut auf, und Levy weiter;nun also! Da mnß der Levy

fer helfen! nicht wahr? Es gibt aber nur . Wege: den einen können der Herr Baron nicht Klagen, den andern wollen Eure Gnaden nicht durchaus nicht. Nun, was sagen der gnädige

an derHoheuzollern" angelegt, von wo er sich später gleichfalls nach Peterhof begab. Auf der Fahrt nach Peterhof verweilten die Herrschaften lange auf Deck der rusfischen Kaiseryacht; die beiden Kaiserinnen hatten bequeme Sitze eingenommen und unterhielten sich, während die beiden Kaiser in lebhaftem Gespräch in der Nähe standen. Don den dicht besetzten Dampfern wurden die Majestäten überall mit lautem Jubel be­grüßt. Auch die deuffchen Marinemannschasten wurden von de» russischen Kameraden herzlich begrüßt. Das Wetter am Nachmittag war fortwährend pracht­voll bei leichtem Nordostwind und scheint dauernd günstig bleiben zu wollen.

Bei der Begrüßung des deutschen Kaiserpaares beglückwünschte der Zar Kaiser Wilhelm zu seiner Ernennung zum Admiral ä la suite der ruf« fischen Flotte. Von den Salutschüssen der Peterhofer Marinestation empfangen, legte die russische Kaiser­yachtAlexandria" um V(4 Uhr in Peterhof an. Beim Herannahen derAlexandria" ertönte von der Landungsbrücke der Ehrensalut und wett in die See hinaus leuchteten den Kaiserlichen Gästen in goldenen Lettern die Worte entgegen:Imperator! et Regi Guilelmo II. salve!" Zum Empfang der Gäste hatten sich sämmtliche in Peterhof anwesenden Groß­fürsten und Großfürstinnen auf dem Landungssteg versammelt. Außerdem hatten hier das Gefolge des Zaren und der Großfürsten, sowie der deutsche Reichs­kanzler Fürst zu Hohenlohe und der Botschafter von Bülow mit dem Personal der deutschen Botschaft Aufstellung genommen. Nach der Landung begrüßte das deutsche Kaiserpaar die russischen Groß­fürstinnen wärnistens und durch mehrfache Umar­mungen. Danach fand Gerde statt, wobei der Zar den Reichskanzler Hohenlohe und v. Bülow in ein längeres Gespräch zog. Bei Abschreiten der Front der Ehrenwache begrüßte Kaiser Wilhelm diese in russischer Sprache, worauf die Antwort entgegen« tönte!Der Herr gebe Dir langes Leben!" Nunmehr bestiegen die beiden Kaiser einen russisch bespannten Wagen, während die beiden Kaiserinnen sich eines Viererzuges L la Daumont bedienten, um nach dem großen Palais in Peterhof zu fahren, wo das deutsche Kaiserpaar abstieg. Bei der Wagenfahrt ins Palais folgten hinter den beiden Wagen mit den Kaisern und Kaiserinnen im dritten Wagen Prinz Heinrich mit dem Großfürsten Wladimir. Nach dem Dejeuner überbrachte Graf Murawjew dem mit der Führung der Geschäfte des auswärtigen Amts Beauf­tragten Botschafter Bülow Namens des Zaren das Alexandernewski - Großkrenz. Auch dem Chef der

B a r o n e ß ch e n."

Original-Roman von Ida Jahn-Arnstadt.

(Fortsetzung.)

»Halten zu Gnaden, Herr Baron! Wer

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b£n Wogen heraus und bald hörte man die skkPlänge desHeil Dir im Siegerkranz" von Hohenzollern" her. Der deutschen Kolonie

Marburg

Dienstag, 10. August 1897.

und schritt über den Hof. Seltsam: Hans hielt des Grafen Rappen, und Chewsky schwang sich eben hinauf. Was war vorgefallen zwischen ihm und der Kleinen? Was sollte sie thun? Am liebsten hätte ste fich verborgen gehalten, doch dazu war es zu spät; Chewsky konnte sie gesehen haben.

Her Graf, wollen Sie uns verlassen?" rief sie scheinbar bestürzt hinüber und strebte vorwärts zu kommen. Der vornehme Retter saß schon im Sattel; er lüftete die Pelzmütze und neigte sich ruhig, wie immer; kein Zug in seinem Gesicht verrieth, daß er soeben einKörbchen" einge­steckt hatte.

Ans Wiedersehen, verehrte Freundin, im nächste» Jahre!" scherzte er, man fängt an, zu vergessen; Prinz Max hatte mir höchst seinen Besuch zu einer Sylvester-Bowle anfagen lassen und da habe ich »och Verschiedenes mit der Wirthschafterin zu be­sprechen. Viel Dank für die freundliche Einladung und einen vergnügten Abend," und fort war er.

Fräulein Almuth von Prack war nicht geschaffen für die große Comödie des Lebens, darin sie ihre bescheidene und doch so große Rolle spielte; sie be­kam jedes Mal Lampenfieber, sobald es galt, etwas 8U sagen, was die Convienienz ihr auf die Lippen legte.Furchtlos und treu", das war auch ihr Wahlspruch: was darüber war widerte fie an. Darum erschien ihr Muth mit allen ihren Fehlern und Rückfichtslosigketten als das Ideal eines deutschen Mädchens. Ja, fie war stolz auf den Liebling ihres Herzens, de» fie doch zumeist erzogen, und mit Recht. Jetzt sollte fie das Kind hergeben zu fremben Seiten, welche ben eigenartigen Charakter gewiß uicht verstanden. Es wurde ihr so schwer, mußte es denn sei»?

Obe», hinter den Gardine», verborgen von

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schrieben das Wechselchen? Der Herr on! Wer hat gewarnt? Der Levy! t Zett, kommt Rath, sagten damals der

, , Mde später grüßten Kanonensalven aller russischen c We und des Kronstädter Forts die an der Spitze 9e^J>rädjtigen Geschwaders in die Bucht einfahrende lfferyachtHohenzollern". Immer mehr hob

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^entz. 4 mal, ftavv, Heioj ^ähnH ng ii. Dons, cmW. nerft. k, H nneff.

Herr Baron können fragen, aber Levy muß schweigen ; das ist Bedingung."

Kaufen Sie für de» Grafe» Chewsky?"

Weiß ich nicht, gnädiger Herr. Ich kaufe für mich heute, und der Herr Baron streiche» ein das schöne Geld, das viele Geld, und können einlösen heute Abend punkt Sechs das Wechselchen und können ..." Was Levy noch flüsterte, war nicht zu verstehen.

Fräulein von Prack athmete auf. Gott sei Dank, daß es noch eine Rettung gab! Energisch klopfte fie an, ihr Bruder, mit hochrothem Gesicht, das Haar verwildert um die Schläfe, öffnete ihr; er sah aus wie ein alter Man» in diesem Augenblick. Kommst Du nicht herüber, Walther, zum Mittags- essen?" sagte fie mit innigem Ausdruck.Graf Chewsky ist unser Gast."

Der Baron zuckte zusammen.Ich kann nicht, Almuth; Geschäfte! Entschuldige mich bei Chewsky Ah, da bringst Du ja etwas! Gut, gut so! Langen Sie zu, Levy."

Der alte Mann raffte eiligst eine Menge um­herliegender Papiere zusammen und stopfte fie in seine Brieftasche.Ergebenster Diener, gnädigstes Fräulein! schlechte Zett! Kein Geld unter ben Leuten!

Almuth legte das mitgebrachte Tafelzeug auf und sevirte eigenhändig für Levy. Stephan war ja verreist, und der Baron lehnte es entschieden ab, jetzt zu effen.

Don der Thurmuhr schlug es dreiviertel Eins; es war die höchste Zett zum Diner, und o, Gott, daS hatte sie vergessen Muth, das arme Ding war allein mit dem Grafe»; wie peinlich für das junge Mädchen; unter ben obwaltenben Ver­hältnisse» k Eiligst verabschiedete fie sich h» Atelier

jTSü bßenrhede abgegangen. Kurz vor 9 Uhr lief die > 501 Onega" durch die Newamündung; alsbald folgte ein i-Sei Sliter großer Dampfer des deutschen Vereins,Palme", Hfüa er ebenfalls etwa 500 Deutsche führte. Zahlreiche tdeft Eche Gesellschasts- und Privatdampfer folgten, alle ämj ichi besetzt. Ueberall herrschte eine herzliche, warme ; emi iivnmung, und von den Dampfern klangen die stöh-

, Frei: DieH e

3 Der Besuch des deutschen Kaiser-

anor In Petersburg begrüßte am Sonnabend u. h Mh regnerischer Nacht ein sonnenklarer heiterer Morgen 3 biz v Festgäste, welche in früher Stunde an den Till ewaqnais der Abfahrt ihrer Schiffe harrte». Die ft. A wyche Kolonie fuhr auf dem DampferZarewna" i. bi® ch etwa 500 Mitgliedern und deren Damen um »er Al % Uhr unter den Klängen vaterländischer Weisen u. nij «ch der Kronstädter Außenrhede. De» Vertretern 0; 1! u Presse war der Dampfer des russische» Admiralitäts- u. f ubesOnega" eingeräumt. DieCharlotte" war

(4 ifulge veränderter Dispositionen nicht nach der

Der Baron sagte nichts. Eine Weile lang blieb 8anz sM; Fräulein Almuth hörte chr eigenes 3 klopfen; endlich fragte er,und für wen wollen <? . * die Pracksburg kaufen?"

Umschau.

Die amerikanische Presse empfindet mit dem bösen Gewissen, das fie wegen des nun glücklich unter Dach und Fach gebrachten Dingley-Tarifs hat, die seitens der englischen Regierung erfolgte Kündigung des deutsch-englischen und des belgisch-englischen Handelsverttages als eine Maßregel, welche ben Vereinigten Staaten erheblichen Schaden zufügen muß. Kanada erhält nach Beseittgnng der genannten Verträge freie Hand bezüglich der Regelung seines Einfuhrhandels. Die Amerikaner fürchten mit Recht, daß Kanada, welches ebenso wie andere Länder ver­gebens gegen die amerikanische Hochschutzzollpolitik protestirt hat, nunmehr die englische Einfuhr auf Kosten der amerikanischen besonders bevorzugen werde. Das ist ja auch die offenbare Absicht Englands, so­weit Kanada, welches den Anstoß zur Kündigung der Handelsverträge gab, in Bettacht kommt, unb deß- wegen erscheint die Kündigung, abgesehen von ihrer allgemettien Bedeutung, für die zollpolitischen Zu- kunftspläne Englands auch als eine indirekte Wieder- vergeltungsmaßregel gegen den Dingley-Tarif. Von Wiedervergeltungsmaßregeln anderer Länder ist noch nichts bekannt,obwohl nicht allcinDentschland Oesterreich- Ungarn, Frantteich, Italien, Belgien, Dänemark, die Türke,, China und Japan, sondern, wie sich jetzt herausstellt, auch England Protest gegen den Erlaß des Dingley-Tarifs eingelegt hatten. Die amerikanische Regierung beantwortete die Proteste summarisch mit dem Hinweise auf die sogenannte Gegenseitigkeits- Bestimmung des Dingley-Tarifgesetzes. Diese Be­stimmung besagt,, daß gewiffe Zollsätze herabgesetzt werden können, falls auswärtige Staaten gewissen Erzeugnissen der Vereinigten Staaten durch Verträge eine entsprechende Vergünstigung zu Theil werden lassen, und daß auf eine Anzahl von auswärttgeu Erzeugnissen, welchen der Tarif zollfteie Einfuhr ge­währt, ein Zoll gelegt werden kann, wenn der Präst- dent der Vereinigten Staaten die Ueberzeugung ge- Hyacinthen und Tulpen, lehnte Muth und blickte verstohlen in den Schloßhof hinab. Gottlob, er war fortgeritten, der Schreckliche, den sie jetzt ver­achtete. Thränen standen in ihren Augen; ach, sie kannte die Menschen nicht, nicht das Leben; fremd und falt dunkelte die Zukunft fie an; wie sollte sie sich zurecht finde»? Sie war glücklich ge­wesen bisher; erst heute war fie fich dcffen bewußt geworden, so kurz vor Trennung von Allem, was ihr lieb, von Tante Almuth »nd dem Vater, dem armen, den fie erst heute etwas bester verstehen ge­lernt hatte. Wie gut, daß er vermögend, reich war, nach ihrer Meinung. Es hätte sie um seinetwillen doch bekümmert, den Millionär abgewiesen zu haben. Ob fie jenem Fremde» wohl einmal begegnen, b^auBen in der Welt begegnen würde, jenem jungen Fremden, der damals mit Papa gekommen war? Solche und ähnliche Gedanken wirbelten durch ihr Köpfchen. Thorhett! Sie nestette ihr Medaillon von der Kette und öffnete es; mit den Kinderschuhen

sie auch alles Kindische ablegen an der Schwelle des großen Lebens; und doch was schadete es, wenn das unscheinbare Papierfetzche» unter der Locke vom Haupte ihrer verklätten Mutter liegen blieb? Sinnend blickte fie auf beides nieder. Sylva!" flüsterte fie nachdenklich vor sich hin, wie sie schon hundert Mal gethan in all den Jahren; doch wie ganz anders erklang es heute! Nicht ver- ständnißlos fragenb, wie sonst, halb jubelnd, halb schmerzlich bewegt. Für ben, welcher diese» Name» hier uiedergeschriebe», bedeutete er nicht das was fie so ost vermuthet, aber ihr Vater ihr lieber thenrer Vater hatte ihn im heiße» Schmie» aus- gesprochen.

(Fortsetzung folgt )

Liv »l. h ;bife ! D-g Freit, buftri liebet [j e|»

Altreigen nimmt entgegen die Expedition diese» Blatte», sowie die Aniwncen-Bureanx von Haasenstein & Vogler in VVVTT tfrottffurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf A.ÄJL11. ^Zlll)lft. Moste in Frankfurt a. M., Berlin. München u. Köln, C. L. K,

Daube & Co. in Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover. Vari». Telephon 55.

* i gleicher Richtung nach Außen der Einfahrt der t u. mischen Kaiserflotte zugewendet lagen. '

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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain Jllustrirtes S-nntagsblatt. T* * *»«»-

_________________________________________________________________ ' __ J Mr den Jnseratentheil: Joh. Aug. Koch, beide in Marburg.

sachtStandart" passirt und genau am Ausgange b Kronstädter Bucht Halt gemacht. Das Wetter poliit

das deutsche Kaiserpaar. Als dann die Gestalt des Kaisers auf der oberen Kommandobrücke sichtbar wurde, ertönte von den nächstliegenden russischen Schiffen die deutsche Hymne. Die Kanonensalven wurden übertönt von den brausenden Zurufen der Menge. DieHohenzollern", die Kaiserstandarte am Großtop, die russische Flagge am Vordersteven »nd die deutsche Kriegsflagge am Hintersteven, fuhr langsam an der Linie der russtchen Kriegsschiffe vorbei, alsbald von Torpedobooten und kleinen Dampfer» umschwärmt. Der Kaiser, in der Uniform des Wiborgschen Regiments, immer auf der Kommandobrücke stehend, grüßte nach allen Seiten. DieGefion" folgte unmittelbar der Hohenzollern", sodann kamKurfürst Friedrich Wilhelm" unb kurz dahinter der AvisoJagd", welcher an Stelle derCharlotte" zunächst Kronstadt vor Anker ging.

Punkt 12 Uhr ging dieHohenzollern" vor Anker. Kanonenschüsse kündigten die von Peterhof her erfolgende Anfahrt der russischen Kaiseryacht Alexandria" mit den russischen Majestäten an Bord an. DieAlexandria" ging in der Nähe der Hohenzollern" vor Anker. Alsbald schifften sich Kaiser Nikolaus und Kaiserin Alexandra, sowie Großfürst Alexis der Kaiser und der Großfürst trugen deutsche Admiralsuniform und der deutsche Botschafter Fürst Radolin nach der Hohenzollern" ein; dort erschienen an der Falltreppe Kaiser Wilhelm unb Kaiserin Auguste Victoria, Kaiser Wilhelm mit bem Banbe des Andreasordens. Als das russische Kaiserpaar ben Fuß ber Falltreppe betrat, eilte Kaiser Wilhelm bemfelben entgegen. Beide Kaiser umarmten und küßten sich wiederholt auf das herzlichste. Kaiser Wilhelm schritt sodann der Kaiserin Alexandra entgegen, küßte derselben die Hand und geleitete sie zur Kaiserin Auguste Victoria hinauf, welche bereits die letzten Stufen entgegen« schritt. Die beiden Kaiserinnen umarmten sich eben­falls auf das herzlichste. Beide Kaiser küßten den Kaiserinnen die Hand und wurden von diesen auf die Stirne geküßt. Kaiser Nikolaus hatte das Bande des Schwarzen Adlerordens angelegt. Nach einem viertel­stündigen Aufenthalt an Bord derHohenzollern" begab sich das russische Kaiserpaar, begleitet von dem deutschen Kaiserpaar, dem Großfürsten - Großadmiral und dem Fürsten Radolin, nach derAlexandria" zurück, welche sich sofort nach Peterhof in Fahrt setzte, wo sie gegen 1 Uhr unter dem Donner der Salutgeschütze einttaf. Unterdessen hatte Prinz Heinrich, auf seinem Torpedoboot von dem am ent­ferntesten liegendenKönig Wilhelm" kommend,