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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.

Rkdoktio« md So-eMon- Markt 21. Jllustrirtes Sonntagsblatt, s?

M 173.

Telephon 66.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- uno Feiertagen. Quartal-Abonnemems-Preis bei der Expe­dition 2 W.., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zelle oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Dienstag, 27. Juli 1897.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieser Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux vou Haasenstein & Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.. Berlin, Hannover. Vari».

XXXlI.3o6rg.

Telephon 56.

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die Monate August und September auf die

| nebst deren Gratisbeilagen

»reis b l att" für die Kreise Marburg uni »chhain,Illustriertes Sonntags^ Ltt" undVerloosungsliste bei »l. preußischen Klassenlotterie" eben von allen Postanstalten, Lanvdrief. Lni, in der Expedition (Markt 21) Mr von unseren Filial - Sxpeditioncr I Kirchhain, Neustadt und Wetter em Mnqrnounnen.

Die Entscheidung

)r das Geschick der Vereinsgesetz-Nooelle to Sonnabend Nachmittag im Abgcordnetenhause Mn; wie wir kaum bezweifelt, ist sie mit einer Wiüat von ganzen 4 Stimmen, mit 209 gegen 6 Stimmen abgelehnt worden. Wir haben i zu dieser Ablehnung berests genugsam geäußert, ßm aber nachstehend noch einen ausführlichen M über die entscheidende Abgeord- strnHaussitzung geben:

13« der Generaldebatte führte der Minister des kni Frhr. v. d. Recke aus, daß die Regierung [6 reiflicher Erwägung dem Gesetzentwurf in der ßrmg des Herrenhauses zugestimmt und es über- Vnvi habe, dieselbe diesem Hause zur Annahme empfehlen. Das dringende Bedürfniß, die staat- ka Machtbefugnisse auf dem Gebiet des Vereins- d Dersarnrnlungswesens zu vermehren, ergebe sich toti, daß seit Aufhebung des Sozialistengesetzes isozialdemokratischen Bestrebungen zur Untergrabung t Äaars- und Gesellschaftsordnung einfach geduldet chm müßten. Sobald diese Bestrebungen als un- te: und verwerflich gesetzlich gekennzeichnet würden, Dr sich auch ein großer Theil der Bevölkerung Mi sofort zurückziehen. Da die sozialdemokratische ^vion sich jetzt von den Städten aus auch auf

(Nachdruck verboten.)

[Baroneßchen."

| Original-Roman von Ida John-Arnftadt.

i I.

s Ammtliche Fenster des Mttelbaues schimmerten ! erleuchtet durch die Märznacht, und doch war es Mheimlich still auf der Pracksburg nach all den Pa, nach Jagd und Ball und Schmausereien. Im Wnmer auf einem steiflehnigen Sessel nickte ein ffMann in der Livree des Hauses; vergeblich Wen seine Lider gegen den Schlaf, drüben von °Thurmuhr schlug es Eins, und er war seit sechs­füßig Stunden auf dm Füßen gewesen; zur f kam er aber doch nicht, eine Männerhand legte schwer auf seine Schulter.

f^err Professor befehlen?" fuhr er auf, er- Wu, als habe er etwas versäumt. Der fremde F sah ihn mitleidig au.Es hilft nichts, I&®, Sie müssen den Baron herschaffen. Die r*9t Frau verlangt jetzt selbst nach ihm, und suchte wir haben keine Zeit mehr zu ver- F* Die letzten Worte sagte er eigevthömlich ^.Großer Gott, nur das nicht, nicht das kfmste!" stöhnte der greise Dimer und Thränen F8 in seinen grauen Bart. Durch die Pottiere F8 blickte ängstlich eine junge Diaconisfin: ^Profeffor, bitte!" Wie eine sauste Klage kam ihren Lippe». Der Arzt zog die Uhr und We sich noch einmal an Stephan,weiß Herr ? Prack, daß ich hier bin?"

t^irphan schüttelte bettübt dm ergrauteu Kops, F3* ^nung! Als der Baron vorgestern wegfuhr, ^hier noch alles Freude und Herrlichkeit, und t** sollte er durchaus nichts erfahre». Die

das Land erstrecke, müßten nicht nur die Abgeord­neten aus industtiellen, sondem auch die aus länd­lichen Kreisen sich überlegen, ob sie die Verantwortung dafür übernehmen könnten, der Regierung Machtbe­fugnisse dagegen zu verweigern. Ganz besonders ließen militättsche Rücksichten die Regierung wünschen, die gewünschten Machtbefugnisse zu bekommen, da das Liebeswerben der Sozialdemokratte um das Heer, insbesondere um die Reservisten und Landwehr­männer täglich stärker werde. Sobald die sozial­demokratischen Führer merften, daß der Staat auf das Heer nicht mehr rechnen könne, sei der Anfang vom Ende gekommen. Die Regierung glaube nicht an das Märchen, daß die Sozialdemokratie eine Reformpattei sei, sondem halte sie für eine revolutionäre im wahren Sinne des Wortes, welche bei der ersten besten Gelegenheit versuchen werde, die staatliche Ord­nung zu stürzen. Polizeimittel stellten allerdings keine Radikalmittel dar; der Schwerpunkt der Abwehr­maßregeln liege auf positivem, auf dem religiösen und sozialen Gebiet, und die Regierung werde mit den Versuchen nicht innehalten, auf diesem Wege der Sozialdemokratie beizukommen. Die Staatsregierung habe nie verhehlt, daß eine reichsgesetzliche Regelung ihr am meisten erwünscht gewesen wäre; weil davon zur Zeit kein Erfolg zu erwatten sei, habe sie den landesgesetzlichen Weg betreten müssen. Sie hätte dabei die Sondergesetzgebung lieber vermieden, glaube aber, die Fassung des Herrenhauses nicht ablehnen zu sollen. Das Schlußprotokoll der Reichsverfassung gebe den Einzelstaaten die landesgesetzliche Regelung anheim, solange das Reich von seiner gesetzgeberischen Befugniß auf dem betreffenden Gebiet noch keinen Gebrauch gemacht habe. Die vorgeschlagenen Be­stimmungen träten in ' keiner Weise berechtigten Be­strebungen der Arbeiter auf Verbesserung ihrer Ver­hältnisse entgegen, sie könnten also in keiner Weise verbittern. Der Einwand, daß ein einzelner Bundes­staat nicht beiartige Schutzmaßregeln ergreifen dürfe, weil die sozialdemokratische Bewegung dann vielleicht in einen anderen Bundesstaat übertragen würde, sei dadurch widerlegt, daß wir gerade Machtbefugnisse erstrebten, welche in anderen Bundesstaaten bereits bestünden. Der Redner fühtte als Beleg an, daß zwei anarchistische Vereine, die in Hamburg aufge­hoben wurden, sich sofott in Altona wieder neu ge­gründet haben. Die Regierung bitte das Haus dringend, die vom Herrenhause gebotene Hand der Verständigung anzunehmen. Der gesunde Menschenverstand fordere gebieterisch,

gnädige Frau wollte es nicht. Heute nun giebt die alte Excellenz von Damnitz eine» großen Masken­ball . . ."

Na, reiten Sie so schnell Sie können," unter­brach ihn der berühmte Mann und ging hinüber. Zehn Minuten später sprengte Stephan den Burg­weg hinab, die Damnitzer Straße entlang.

@in Schauer ging durch die ganze Natur, halb Wintertücke, halb Frühlingsathem. Wie riesige Karnevals-Gestallen, im tollen Reigen, jagten dunkle Wolken oben hin, die laublosen Pappeln am Wege bogen sich metertief zu der Sturmesmelodie und wo ein Mondschimmer durchbrach, gleiste und schwamm er in Regenfluth, zwischm Schollen und Schneeresten, es war eben eine richtige Märznacht. Flocken und Tropfenschauer nmquirlten den einsamen Retter, doch dieser fühlte, hätte und sah nichts, als das Unheil, von dem er kam. Vor zwei Jahren war seine junge Herrin glücksttahlend auf der Pracksburg ein­gezogen, am Anne des heißgeliebten Gatten, und es war alle Tage Sonnenschein gewesen um den Baron, den» sie hatte jeder Rose, die das Leben trieb, die Dorne» abgebrochen und für sich behalten, so sehr sie verwundeten, ihm gab sie nur den Glanz und Duft, er war ja ein Künstler. Seine bildende Hand modellitte aus Gyps und Thon die schönsten Tinge und alle Welt im Umkreis der Burg nannte ihn den Künstlerbaron. Stephan, der ihn vom ersten Schrei an kannte, wußte nicht, um wen ihm m e hr bangte, um das junge, edle Weib ober um ihn, der es ver- lierm sollte. Doch da blitzte eS ja schon hell herüber vom Damnitzer Schlosse, noch eine Wendung, und Stephan ritt in dm Hof hinein. Walzerklänge brausten chm entgegen; fremde Kutscher und Be- dientm brängten sich zwischen den Wagenreihen unb eine heffere Stimme johlte ihm zu:Hnrrah, der

einem unversöhnlichen Feind so bald und so kräftig wie möglich zu Leibe zu gehen. Die Besorgnisse des Mißbrauchs durch untergeordnete Polizeibeamte und theoreüsche Bedenken bedeuteten diesem dringenden Bedürfnisse gegenüber nichts. Die Regierung verdiene Dank dafür, daß sic den Finger in die Wunde gelegt habe; das Haus möge ihr helfen, die Krankheit zu heilen, welche am Herzen des Volkes freffe.

Abg. Hobrecht (notlib.) versichert, daß seine Partei die ernste Gefahr der sozialdemokratischen Agitation stets anerkannt habe; diese sei aber in den letzten Jahren nicht schlimmer geworden, die Auf­regung darüber vielmehr künstlich gemacht. Die Gründe, welche die Nationalliberalen gegen die Arttkel I und III der ursprünglichen Vorlage gehabt, seien auch heute noch für sie maßgebend; und doch würden sie diese, falls zwischen ihr und den freikonservativen Anträgen zu wählen sei, vorziehen; denn der Staat müsse mit den ihm zu Gebote stehenden Mitteln jegliche gegen seine Sicherhett gettchteten Bestrebungen bekämpfen, gleichviel von welcher Seite er könne außer der sozialdemokratischen auch andere nennen sie kämen. Die Verhetzung von Arbeitern gegen die Arbeitgeber, die Streikagitation würden durch das Gesetz gar nicht getroffen. Eine geschickte und energische Handhabung der gegebenen Mittel könne schon jetzt vielen liebeln Vorbeugen; die praktischen Engländer hüteten sich, das Versammlungsvergnügen irgendwie zu beschränken. Bei der jetzigen Lage stimme seine Partei mit Ausnahme eines Einzigen gegen das ganze Gesetz.

Abg. Graf zu Limburg-Stirum (kons.) hält die Beschlüffe des Herrenhauses für das Minimum dessen, was man annehmen müsse. Seine Partei werbe für Artikel I stimmen, wenn biejer aber ab­gelehnt werden sollte, gegen das ganze Gesetz. Die Rede des Ministers habe seine Partei befriedigt, und seine entschiedene und bestimmte Sprache müsse auch im Volke Befriedigung Hervorrufen, welches wisse, daß durch ewiges Hetzen die Gemüther nur zu ge= waltthätigen Aktionen vorbereitet würden. Die Ver­antwortung für das Scheitern des Gesetzes tteffe allein die nationalliberale Partei, hinter der diesmal die Mehrheit des Vürgetthums nicht stehe. Wenn das Gesetz jetzt scheitere, möge die Regiemng die Sache nicht als adgethan betrachten, sondem auf dem erfreulicherweise betretenen Wege fortschreiten.

Abg. Lieber (Ctr.) erklärt, daß seine Partei an der Ablehnung der Vorlage festhalte, weil sie nicht irgend eine Partei der Polizeiwillkür preisgeben

Pracksburger hoch zu Roß! Punsch her! Es lebe Prinz Karneval!" Stephan wies das dampfende Getränk, das ihm ein grinsender Kollege hinaufhielt, barsch zurück, sprang vom Pferd, und warf die Zügel dem ersten, beste» Stallknechte zn.Na nu! Was ist dmn los?" riefen sie ihm überall nach, wo er sich winkend und wehrend dnrchdrängte. Er schien bekannt zu sein in dem ftemden Schloß; auf stillen, matterleuchteten Treppen und Gängen kam er unbemerkt bis in die Garderobe.Nanttte, geben Sie mir den rothen Domino dott vom Ständer, bitte, nur auf eine Viertelstunde." Die niedliche Zofe zuckte zusammen.Ach Sie find es, Stephan! Gern, doch er gehört dem Grafen Chewsky." Einerlei! Nur schnell, ich muß den gnädigen Herrn sprechen, sofott, und möchte doch ohne Aus­sehen in den Saal kommen."Ist etwas geschehen auf der Pracksburg? Die Baronin? ..." Fräulein Nonette bekam keine Antwott, der rothe Domino rauschte foeben hinaus.

Undine, schöne Nixe, wamm lockst Du mich mit Deinen unergründlichen Augen, daß ich Dir folgen muß, überall, heute und immer?" flüsterte der prächtigste Marquis im Saale einem schlanken Wellenmädchen zu. Sie wehrte ihm zwar mit dem ginnen Lattichblatt-Fächer, konnte es aber doch nicht hindern, daß er ihr langwallendes, blondes Haar scherzhaft an seine Lippen drückte unb eine Seerose aus ihrem Kranz an den goldgestickten Sammetrock heftete.Ernennen Sie mich zn Ihrem Ritter, Cowtesse!" flehte er in übermüthiger Karnevals - stimmung und sank vor ihr auf ein Knie, mitten im Saale, vor allen Gästen.

Stehm Sie augenblicklich auf, Baron Prack! Wenn Fran Kathinka Sie sähe!" Wie ein Schatten entschlüpfte ihm die schöne Maske; er erhob sich

wolle; denn den Beschlüssen des Herrenhauses fehlte jegliche juristische Konsistenz. Daß die Begründung des Ministers den Widerspruch der Mehrheit des Hauses hervorgemfen habe, dürfte sich Abg. Graf Limburg nicht verhehlen. Früher habe es geheißen, ein Staat, der zwei Millionen Bajonette habe, brauche die soziale Frage nicht zu fürchten, »vd jetzt erkläre man diese Bajonette für bedroht. Gegen die Konum- pirung der Rekruten und Reservisten durch Flugschriften biete das Gesetz keine Handhabe. Der Minister habe anerkannt, daß der Schwerpunkt des Kampfes gegen die Sozialdemokratie auf religiösem und sozialem Gebiet liege; gerade auf diesem aber schreite bie Regierung rückwärts, während feine Fraktion bereit sei, hier Reformen zu fördern.

Abg. Frhr. v. Zedlitz (freitonf.) bestreitet, daß die Sozialpolitik rückläufig sei, und vertritt die Vor­lage mit dem Hinweis darauf, daß man, wenn man auch nicht alle Quellen der Verfühmng verstopfen könne, doch die erreichbaren verstopfen müsse. Wenn das Gesetz jetzt scheitere, möge die Regiemng von dem schlecht unterrichteten Landtage an den besser zu unterrichtenden appelliren.

Abg. Rickert (freif. Ver) vertritt die Ablehnung der Vorlage, die auch die Mehrheit des Volkes verlange.

Vizepräsident des Staatsministeriums v. Miquel will auf die Gründe für und wider die Vorlage nicht eingehen, da erfahrungsgemäß Stellungnahmen der Fraktionen unüberwindlich seien, sondern nur den Mißdeutungen und Befürchtungen entgegentteten, welche vielfach an das Vorgehen der Staatsregierung ge­knüpft würden. Von einer Bedrohung der bürgerlichen Freiheit und der verfassungs­mäßigen Rechte des Volkes unter Führung einer Junkerherrschaft, wie die Schlagwörter lauteten, sei keine Rede, die Stellung der Regierung zu den Parteien werde durch das Schicksal der Vorlage in keiner Weise alterirt werden. Wir hätten keine Partei­regierung; die Regierung lasse sich nur von den all­gemeinen großen Interessen des Staates und der Gesellschaft leiten. Die sich abspielenden wirthschaft- lichen Jnteressenkämpfe würfen auf die politische Auf­fassung der Betheiligten ihre Schatten; ttotzdem sei aber das Bewußtsein der Gemeinsamkeit der ganzen arbeitenden und erwerbenden Klassen kolossal gewachsen, und diese Entwickelung werde hoffentlich in einem großen Kompromiß solcher Berufszweige enden, mit denen die Regierung zusamm c n g ehen könne, indem sie auch ihrerseits eine feste Stellung einnehme. Auf solcher Mittellinie werde Jeder das Erreichbare

schwerfällig und sah sich betreten um inmitten des lachenden, kopfschüttelnden, bunten Menschenschwarms. Ein unbekannter Mann in rothem Domino und Federhut trat an ihn heran und flüstette ihm ein paar Worte zu. Der Baron ward bleich, ein Zittern ging durch seine kräftige Gestalt.Komm!" sagte er mit gänzlich veränderter Stimme und wankte am Arm des Unbekannten dutch die tanzenden, ftöhliche» Reihm. Man sah ihm nach, neugierig oder gleich- giltig, und vom Orchester herab erbrausten neue rauschende Weisen.---

Die Pracksburg, das malerische Gebäude mit seinen Thürmchen und verfallenden Mauern war doch nur noch ein Schern alter Herrlichkeit, und Baron Walther von Prack hatte sie von feinen Vätern er­erbt als der Letzte eines edlen Namens. So recht feudal war es längst nicht mehr hinter den Wänden und Bogenfenstem, doch es gewahtte das Niemand; die Vornehmheit der jungen Herrschaft unb die MajestätNatur" maskirten alle Schäden. Die Herrschaft mit edler Liebenswürdigkeit und die vier Jahreszeiten mtt allerlei blühendem, grünem Gerank oder Schneezieratth, mit Dohlenschwärmen oder Fmhlings-Herrlichkett, je nach dem Himmelszeichen. Der altmodische Küchenschlot dampfte unaufhörlich. Aber was bei Tage die vielen Gäste vertilgt hatten und des Abends in Raketen, Champagner und anderem Knallwerk anfgegangen war, daS hatte die junge, zatte Baronin in einsam Durchwachten Nacht­stunden mtt zahllosen Thränen beweint; ihr ange- betener Walther sah es ja nicht; er wußte nicht ein­mal, warum sein Weib, plötzlich einfach wie eine Nonne daherging, ohne Perlen, Gold und Geschmeide, in schlichtem schwarten Sammet.

(Fottsetzung folgt.)