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Deutsches Reich.

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fielen und die Spitzen der Behörden der Rhein- rovinz und der Eisenbahndirektion Elberfeld.

Auf der Brücke nahm Prinz Friedrich Leopold lufsteüung auf einem erhöhten Platze, und Ober- Lrgermeister v. Bohlen aus Remscheid hielt eine Kisprache an ihn, worin er betonte, daß seit einem -Iben Jahrhundert zum ersten Male ein Mitglied es Königshauses das bergische Land besuche aus lnlaß der Eröffnung der Eisenbahnverbindung mschen zwei blühenden Städten. Er wies auf die nchfigkeit der Einwohner hin, die aus diesem Lande rc Stätte blühenden Gewerbefleißes gemacht haben. k>« Redner sprach dann den Dank der beiden Städte

Penden Garten, in dessen hohen Kastauienbäumeu Sperlinge lärmten und die Amseln pfiffe». Das zarte Grün des Lenzes rief in seinem Herzen ^Erinnerung an die herrliche» Wälder feiner heimath wach, die er im letzten Sommer seit ?» langen Jahren wieder besucht hatte, das ttscher der Bügel erinnerte ihn au die harmlose, 'e Jugend und plötzlich, er wußte selbst wie ihm der Gedanke gekommen, stand vor seelischen Auge wieder das Bild des lieblichen , s, dem sein männliches jgerg in heißer .schäft entgegengeschlagen. Niemals sollte er lieber sehen sie selbst hatte sich von ihm > sie konnte ihm nicht verleihen, daß sein 2 schon einmal einer anderen gehört ihrer

"n Mutter.

~ wie thöricht war doch das Menschenherz! ® er doch geglaubt, daß sein Herz schon längst gewesen, daß es die Sprache der Liebe, der schäft nicht mehr verstünde, und jetzt, wie aus M, langem Traum erwacht, jauchzte sein Herz

en Urhebern und Erbauern der Brücke aus, die au -hnhest ihres Gleichen suche und alle ähnlichen -utm des Festlandes überrage, und endete mit wem Hoch auf den Kaiser. Dieses Hoch wurde bh der Festversammlung und von sämmtlichen an n Brücke in große» Massen lagernden Zuschauern it Begeisterung aufgenomme»; alle sangen dann die utimlljtjmne. Boni Klüppelstei» aus erwiderte ft Kapelle die Klänge der auf der Brücke aufge- Aten Militärkapelle. Alsdann sprach Minister fielen:

> e r Große", dessen in Wilhelmshaven statt-

RemscheidSolingen,

ie an der Kaiser-Wilhelm-Brücke bei Müngsten er-

>lgte, nahm gestern einen erhebenden Verlauf. Für

(Nachdruck verboten.

Erloschene Sterne.

Roman aus der Gegenwart von O. Elster.

(Fortsetzung.)

Professor Schäffler's Antlitz war ernster und geworden als in dem letzten Sommer. Seine blickten trauriger und um seine Lippen lag schwermüthiger Zug. Sinnend blickte er in den

olingen und Remscheid entgegengenommen. Den zen begleiteten die Minister Dr. v. Miguel und

bie Festgesellschaft, die um 10 Uhr Vormittags von Eiolmgen mit Sonderzug auf die Brücke geführt imrbc, war etwa auf dem dritten Pfeiler von der Bolinger Seite aus ein mittels aufgesteckter Fahnen hyeichncter Versammlungsort durch Fußdecken herge- ichttt, in dessen Mitte nach der Außenseite hin em offenes Zelt für den Vertreter des Kaisers, den Prinzen Friedrich Leopold, aufgeschlagen war. Auch ber Eingang der Brücke war mit Fahnen reich ge­muckt und die an demselben belegenen bretternen

Assistenzarztes und schrak leicht zusammen, als dieser sagte:Es befinden sich »och zwei Damen, eine ältere unb eine jüngere, im Vorzimmer, Herr Professor, bie ältere Dame ist leidend, soll ich die Dame hereinführen? Die Sprechstunde ist fteilich vorüber..."

Führen Sie die Dame herein. Dann aber bitte ich für heute Niemanden mehr vorzulaffen. Ich bin zu erschöpft."

Sehr recht, Herr Professor."

Der junge Arzt entfernte sich und der Profeffor nahm an seinem Schreibtisch wieder Platz. Nach einige» Minuten kehrte der Asfisteozarzt in Begleitung einer in tiefes Schwarz gekleidete» Dame zurück, deren Antlitz von einem dichten schwarzen Schleier verhüllt war.

Der Profeffor erhob sich.

Wollen Sie hier Platz nehme», gnädige Frau, und mir sagen, was Ihnen fehlt. Zugleich Bitte ich den Schleier zurückzuschlagen."

Ich möchte den Herrn Professor allein spreche»," flüsterte die Dame.

Es ist n»r mein Assistenzarzt zugegen, gnädige Frau."

Es handeft sich nicht um eine ärzüichc Kou- suüation . . . ."

Ah! Das ist etwas Anderes."

Der junge Arzt zog sich zurück. Der Professor trat näher au die verschleierte Dame heran.

Bitte gnädige Frau wir find allein. Um was handelt es sich!"

Mtt einem raschen Griff schlug die Dame den chwarzen Schleier zurück. Mit einem Ausruf der Überraschung taumelle der Profeffor zurück, sich chwer auf den Schreibttsch stützend. Ein todtblaffes Antlitz, in schmerzlichem Lächeln bezogen, zwei

\t 17. bahn N! zrens turben

deutscher Jngenieurknnst und deutschen Arbeits- fleißes einzig in seiner Art dasieht. Mtt gerechtem Stolze können wir alle auf dieses Werk sehen und besonders die;enigen Männer, die dieses Riesenwerk geschaffen, die d n Vlan dieses Verkehrsweges ersonnen und ihm die vollendete, kubne Gestalt gegeben haben und die in der Werkstätte und auf der Baustelle an seiner Ausführung betheiligt gewesen sind. Die höchste Anerkennung mögen Sie und das bergische Land und besonders die beiden Städte darin finden, daß Se. Majestät der Kaiser allergnädigst geruht haben, dem Bauwerk deffen Bogen am 22. März d. I geschlossen worden ist, an dem Tage, an dem ganz Deutschland das weihevolle Andenken an seinen großen Kaiser feierte, den ^Q-mcrL.®a*,cr Wilbelm-Brücke zu geben. Weithin leuchtet dieser Name vom Scheitel der Brücke über Berg und Thal. So Gott will, wird das Bauwerk zum Segen gereichen dem Lande ringSrum unter mächttgem Schutz und Schirm des weisen und gerechten Regiments des HohenzollernhauseS. Gottesfurcht, KönigStreue und Vaterlands- Uebe, unermüdliche Arbeitskraft und Schaffensfreudigkeit und die Zierden der Städte und der Höhen des bergischen Landes immer gewesen, möge es für alle Zukunft so sein, dann wird bei diesem neuen Verkehrswege Gottes Segen nicht ausbleiben. In diesem Sinne gestatten mir Eure Kgl. Hoheit und alle Festgenossen, an Sie die Bitte zu richten, sich zu dem Rufe zu vereinigen: Das bergische Land, dieses Juwel in der Krone Preußens, lebe hoch!

Alsdann erklärte der Minister die Brücke für eröffnet und geleitete ben Prinzen über die Brücke, von wo man eine herrliche Aussicht über das Wupper- thal und die umliegenden Höhen genoß. Hierauf fuhr der Sonderfestzug nach Remscheid, wo er von einer großen Menschenmasse festlich empfangen wurde. In den Straßen bildete» Kriegervereine, Feuerwehren und Schulen Spalier und zahlreiche Musik- und Trommlercorps spielten allenthalben. Die Aus­schmückung der Stadt war allgemein und ganz hervor­ragend und die Begeisterung der Remscheider außer­ordentlich groß. Das Wetter herrlich. Vorgestern Abend hatten die Bürger dem Geh. Commercienrath Friederichs, als einem wirksamen Vorkämpfer für das Riesenwerk, einen nach tausenden Theilnehmeru zählenden Fackelzug mit Ständchen gebracht, eine Ehre, die allgemein als eine wohlverdiente empfunden wird.

Der Prinz Friedrich Leopold, der in der Uniform des 1. Husaren-RegimentS erschienen war, stieg nach seinem festliche» Einzug bei dem Geheimrath Friedrichs ab, dem er einen langem Besuch abstattete. Ihm voraus ritt ein Kriegerverein. Nachdem nahm der Prinz in den Räumen des Gesangvereins Concordia ei» Frühstück ein, woselbst er von dem Verein mit einem patriotischen Liede und von Geheimrath Friedrichs mit einer Ansprache begrüßt wurde. Der- elbe Verein hatte auch auf der Brücke gesungen Nach Beendigung des Frühstücks fuhr der Prinz mit

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hschaften für die Bauarbeiter hatten sich hinter (4jpünen Birkenreisem förmlich versteckt. Der Festzug _ dem Prinzen Friedrich Leopold traf um 10 Uhr JJjSJormittogS aus Solingen bei der Brücke ein. Hier be die Vorstellung der städttschen Vertreter von

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er und Güie el,

v 'M Gegenwart Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen Friedrich Md, des erlauchten Vertreters unseres allergnädigften weis und König» von Preußen, find wir in feierlicher M»de versammelt, um ein Bauwerk seiner Besttmmung ^^^Mtgegenzuführen, das als hochragendes Monument

dm Rk"Een zur Thalsperre und von dort, anlmedaille geschmückter Reisender. Jeder von Beiden L r b ® ud£ ? 5 "hr Nachmittags taub Keilte bem Plauderer auf Befragen dasWie und m Solingen eme Begrüßung durch die vereinigten! Wo" der Erwerbung seiner Auszeichnung mit. Der Gesangvereine statt und hierauf die Fahrt zum Kaiser-1 mit dem Eisernen Krmz Dekorirte hatte im ftanzö- tomL Selbig en, woselbst das Festessen abgehaften I fischen Kriege feine Feldwache vor einem feindlichen _________________________________lUeberfall bewahrt, der andere hatte sechs Meuschen-

Ileben gerettet. DieBerlinerZeitung" schreibt nun:

Umschau. | .®°.nbet6or gingen mir die Eindrücke durch den Kopf,

m .. |die ich soeben erhalten hatte. Zwei Männer saßen da

Neuerdings ist auf Veranlassung einer von einem I "eben mir, die von demselben Staate für zwei Thaten aus- freifinnigen Bürgermeister geleiteten städtischen Polizei-1 ^äc?ct diametral gegenüberstehen,

oirenen ätoang und die moralische Bedrohung!weil er ebenso viele Menschen vom Tode errettet hat. Es der Arbeitswilligen durch Strike-I'K doch ein sonderbares Ding, diese Staatsmoral! Sie posten strafrechtlich vorzugehen, das Schöffengericht,btn ?e£,rJler unb btn Vernichter dort. Beide LS Ybra & M.ffSÄ"»?.'«

@tritep°ften wegen groben Unfugs entsprochen und!Erkläret mir, Graf Detinbur,

das Landgericht nach einer sehr bemerkenswertheu I Diesen Zwiespalt der Natur!"

Rede des Ersten Staatsanwalts, in welcher nament« | Die Sache liegt aber doch ein wenig anders lich m sehr wirksamer Weise das Recht auf Arbeit Der tapfere Krieger erhielt sein Kreuz nicht, weil er der Koalttionsfteiheit entgegcngestellt wurde, die Be-1 sechs Männern das Lebenslicht ausgeblasen, sondern rufung gegen das Urtheil des Schöffengerichts ver-lweil er durch diese Tötung das Zurückweichen einer warfen. Darüber natürlich Heller Zorn des sozial- Angriffskolonne bewirft und einrn Ueberfall, der sehr demokrattschen Parteiorgans. Denn die Freiheit der! vielen Drntschen das Leben hätte kosten können ver- Arbeiter und deren Schutz gilt dem sozialdemoftattsche» hindert hat. Er hat also eine sehr schwerwiegende Blatte, tote der Sozialdemokratie überha pt, nur so- rettende Thai vollbracht und einZwiespalt" zwischen mCrL c ° Ian0e' sich in den Dienst ihrer! den beiden Auszeichnungen ist auch künstlich zu kon- Besttebungen, insbesondere in den der Verhetzung von struiren nicht möglich. DieBerliner Ztg." hatte Arbeitgeber und Arbeitnehmer stellt. Diejenigen Ar-!wohl nur den Zweck, durch ihrgemüthvolles" Ar aber, welche von ihrem guten Rechte, ihre Plaudern die militärischen Dekorattonen in Mißkredit

jederzeit zu verwerthen, Gebrauch machen M bringen; das wird ihr aber nicht gelingen. So­

und Arbeit suchen, wenn fie nicht feiern wollen, sollen! lauge es der, von der heldenmüthigen Frau v. Suttner vogelfrei sein. Jeder moralische Zwang ihnen gegen-! kommandirte» Friedensgarde nicht aelinat burtfi ub« wird gebilligt unb selbst bie gröblichste Bedrohung! Zungenfertigkeit bie feindlichen Heere zu entwaffnen nb dw Anwendung von Gewalt würde ohne das! solange wird eine ftiegerische Heldenthat stets als stufte Verbot in der Gewerbeordnung nach der Art der schönste Ruhm des Mannes und die Auszeichnung der Behandlung der befteffenden Straffälle anempfohlc», dafür stets als sein herrlichster Schmuck gelten Jn- .Das Recht auf Arbeit und die Freiheit der dessen würde eine siegreiche Zungenfertigkeit vor ^^"swilllgen wird von der Sozialdemoftatie auf! dem Femde sicher nicht ohne Ordensauszeichnung das gröblichste mißachtet; ein dmilicher Fingerzeig, I bleiben. 8 $ 9

meint diePost", wie es um Recht und Freiheit bei ------

der erstrebten Alleinherrschaft des Proletariats bestellt fern würde!

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchham

Redaktion und Expedition: Martt 21. Jllustrirtes Sonntaasblatt. Verantworttich für den allgemeinen Theil: Redatteur M. Hartmann

' ----- 1 n sür den Ageratentheil: Joh. Aug. Koch, beide in Marburg. '

., . I SctHti / 15. 3uli. Sin Zclcornmni au8

5Dte Strmmungsmache gegen denIBergen von heute Morgen meldet: Se Majestät ? V vm cCl6t ^°st recht sonderbare Blüthen. der Kaiser ist gestern Abend hier eingetroffen ^ählt da dieBerliner Zeitung", ein demoftattsches I Das Wetter ist prachtvoll. 8 " '

Organ, in einergemüthvollen" Plauderei von einer| Der Kaiser tnirh Sw ,

be! r1?! bem Plauderer zwei De- Vollziehung des Taufattes an bem Panzer ?« körnte gegenubergefeffen haben und zwar einer mit demErsatz Friedrich der K S,- L fernen Kreuze und ein anderer mit der Retttmgs-1 Stapellauf am 31 d. M. * '

grofee, stiere, erloschene, glanzlose Augen starrten ihm! Eine Weile herrschte ttese Stille m entgegen, das ganze Antlitz, umrahmt von dem Ein tiefer Seufzer rang M aSh« »SJS schwarzen Schleier, einem Todtenkopf gleichrnd. er sentte das Zanvt hLL? Roberts, äx* °°" Läsf Me *

xx ^cir Profeffor. Fürchten Sie!Nicht wahr, es ist vorüber?" front* R» K-i.

.weine ftühere Leidenschafttichkett zu hatten 'damals im Sommrn retfit^ liebe? ^rrnnb

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nt7t erlangen ich habe Sie ich habe!Und was fuhrt Sie fonft in mir»"

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«Wn.etBMa., bk ntchli mch, °uf6rt,n fe»« ft e(fd' hin unb fttzt, sich

. . I selbst in den Stuhl vor seinem Schreibttsch, stützte

«ie mickt<^t lassen! die Stirn in die Hand blickte zu Bode». Er ver-

möglicklein^ St8 unteifu4en - 68 wnd Hilfe mochte den Anblick des todtblassrn Angesichtes, der u «J ". r , Iverglasten, erloschenen Augen nicht mehr zu ertraam Ueberäeugen Sie sich, ob Hilft möglich ist." Lin unendliches Wehgefühl schlich sich in sein Herz

bafi hns aUr Hnb CI^°6 das Haupt, I sein Auge ward feucht und ein schneidender Schmerz Sonnenlicht voll auf ihr Antlitz fiel. Der drohte feine Brust zu zersprengen

Mior ftanb erschüttert ba, er wagte nicht zu! nicht mehr zu spreche», er wäre fonft in inwLa Rethen, sem erfahrener Blick sagte ihm sofort, daß! Schluchze» ausgebrochen. 1 t<8

gier febe Hoffnung verloren, ber Sehnerv ber Augen! O ihr Sterne ber Juaend Skm o, .

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1 (Sortierung folgt.)

eC| langem Traum erwacht, jauchzte ^sproßte unb keimte ber Lenz ber Liebe

. kmpor unb nur mit Aufbietung feiner ganzen ff fit "Urkraft vermochte er feinen Gefühlen Schweigen »» Stoteten.

senfte tief das Haupt unb kreuzte bie Arme 6te Prust. Er überhörte ben Wiedereintritt des

mn en^e0en bie Expedition dieser Blatte-, ~

b>° Annoncen-Bureaux von Haasenstein & Vogler in

t. v 4 n ,-ku v Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf AaXII.

Sonnabend, 17. Juli 1897. ^O,IC 5ra"ffrt a-»erlln, München u. Köln, C. L. B

_______________________________ Daube & Co. in Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover. Varis. Telephon 55.

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