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WM

in Kirchhain, Neustadt und

gegengenommen.

JK 151.

Telephon 55.

Bestellungen

für das dritte Quartal auf die

Heeres zu benutzen wäre, wodurch jede Uebervortheilung der Kriegsverwaltung, wie sie in vergangenen Zeiten constatirt werden konnte, für alle Zeiten vermieden würde. De» Konsumenten, besonders den kleineren auf dem Lande, wird der Vortheil geboten werden, jederjeit billige und gute Waaie aus den Silos zu beziehen und die theueren Zwischenhändler- und Frachtkosten zu ersparen.

Schließlich würde den Mühlen neben dem zuletzt genannten Moment noch das zu Gute kommen, daß auch fie ihren Bedarf jederzeit decken könnten und durch einen zu schaffenden Kredit auch sie nicht mehr in den Händen unserer Händler blieben. Es würde aber auch ein direkter Austausch ihrer Produkte an die Genossenschaften und Darlehnskassenvereine mög­lich sein, und würde auch hier dem Lande viel Geld erhalten bleiben.

Alle diese Punkte lassen wohl den berechtigten Schluß zu, daß jeder dieser neuen Art der Selbst­hilfe nur beistimmen kann, zum Segen unserer so arg nothleidenden ländlichen Bevölkerung, und so zum Segen unseres geliebten deutschen Vaterlandes'"

Lavganhaltender Beifall lohnte diese schöne Rede

Zsitrmg

nebst deren Gratisbeilage«

Umschau.

Der Rücktritt des Staatssekretärs Frhrn. v. Marschall wird in der gesammten Presse fortgesetzt aufs Eifrigste erörtert. DieKreuz­zeitung" schreibt: Es wäre polüische Heuchelei, und zwar die thörichffte, weil sie Niemanden täuschen konnte, wenn wir behaupteten, die Konservativen be­dauerten den Abgang des Frhrn. v. Marschall. Wenn sie etwas bedauert haben, so war es der Umstand, daß dieser aus ihren Reihen hervorgegangene, un­zweifelhaft arbeitsame und begabte Staatsmann nach dem Scheiden des Fürsten Bismarck eine Eib- schaft antrat, die in ihrer weiteren Entwickelung ihn vor Allem wirthschaftspolitisch in die entschiedenste Gegnerschaft zu ihnen drängte. Gewiß wird der unbefangene Beurtheiler gern zugeben, daß, besonders seit der Fürst Hohenlohe Reichskanzler geworden ist, auch Frhr. v. Marschall in der auswärtigen Politik erne glückliche Hand bewies, aber die u n s e l i g e n Handelsverträge werden für die Konser­vativen stets mit seinem Namen verknüpft bleiben. Frhr. v. Marschall hat sich augenscheinlich immer mehr von der Caprivischen Doktrin einseitig be- jenschen laffen, Deutschlands Heil beruhe in erster Linie auf einer exporffähigen Industrie. Dazu kam die Art seiner unzweifelhaft großen dialeftischen Be-

Professor, haben Sie doch Müleid mit der Frau

-3ch werde meine Pflicht thun, mehr kann man von mir nicht verlangen."

In dem verdunkelte» Gemach ruhte grau Fahren­brink auf einer Chaiselongue. Rasch erhob fie fich bei dem Eintrstt der Aerzte und streckte dem Profeffor die Hände entgegen.

Sieht man Sie endlich einmal wieder, lieber Professor?" fragte sie lächelnd. '

n -Doktor Winter sagte mir, daß sich der Zu­stand ^hrer Augen wieder verschlimmert habe, gnädige Frau," entgegnete der Professor in förm­licher Weise.Ich hieü es deßhalb für meine Pflicht, vor meiner Abreise, noch einmal vorzukommen, um dann mti Doktor Winter die weitere Bchandlungs- weise zu verabreden. Darf ich bitten, hier an das Fenster zu treten, gnädige Frau."

Ottilie richtete fich straff empor. In solch förm­lichem Tone hatte der Professor noch nie zu ihr ge- sprachen. Sie fühlte fich verletzt, doch dann floa ei» Lächeln über ihr Antlitz.

Doktor Winter ist ein langjähriger Freund," sagte fie mti leichter Schelmerei.Ich habe keine Geheimviffe vor ihm . . ."

Wollen Sie jetzt die Güte haben, mich Ihre Augen sehen zu lassen?"

Der Professor zog in geschäftsmäßiger Weise de» Augenspiegel und die anderen Instrumente her­vor. Doktor Winter löste die Binde von Ottiliens Augen, ihr zuflüsternd:Wir sprechen später über das Andere - treten Sie jetzt an das Fens« "

Sie gehorchte lächelnd. * ' '''

(Fortsetzung folgt.)

Sigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes.

die Annoncen-Bnreaux von Haasenstein & Vogler in vvm> tfrantfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf HXH. 3>(WT(I. Moste m Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, 6. L. t ö

Daube & Co. tn Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover. Varis. .. Telephon o5.

Silo - Genossenschaften Lbcffen baIb iebtr Bauer auf dem Lande kennen! Ein Hauptvortheil besteht aber in dem Lombardiren (Scbluß) . Ier"c"irb; und die ihm bis auf den Pfennig den des Getreides, so daß nun der Bauer nicht mehr

m r 'T?1 r . I wirklichen Werth seiner Maare angiebt, ihn aber auch l nöthig hat, aus Geldmangel zu iedem Vreise ver-

f. * % bte Genossenschaften einzeln! bald anregen wird nur noch gute Frucht zu liefern, I kaufen zu muffen. Wer mit offenen Auaen aefeben' F bergefteltt, eru6ngt e8 sie mit "nander zu verbinden,, kein Unkraut mehr zu dulde» und so höhere Erträge! wie hier die Gcldnoth gar manchen billigen Abschluß ±b??IbJS1.Wtlben.M in Provinzial- zu erzielen, als bisher; er wird eine Ehre darin gezeitigt und ben W^TEeS ber6anbe unb diese wieder zu einem Centralverband I suchen, Prima-Qualität zu habe» und beste Preise zu, Ankauf tijeuerer Waare verpflichtet hat weist aan' Mammen, um so em wirk.ch Ganzes zu bilden, bekommen. Dies wird die ganze stellenweise noch genau, daß allechschon dies«^Punft wichtig aenua ; Reuwied übernimmt die Oberleitung, ohne besondere! recht gleichgiltige Wirthschastswcise beeinflussen und list, um eine genossenschaftliche Getreideverwertbuna ; große Verwaltungskosten zu berechnen, bte Filial-1 von bedeutend wohlthätiger erzieherischer Wirkung sein. I anzustreben. Träten alle die Opfer einer solchen r b^^E ^un btel rurf.lbr! Provinzen gleichfalls, I Um die erste Bedingung zu diesem Fortschritt zu I mißbräuchlichen Geldnoth als Zeugen auf wir würden b b, verpflichten sich I erfüllen, nämlich ein tadelloses Saatgut herzustellen, I nicht umhin können, unfern Vorfahren' uns selbst

^nrCn ^CIlt^LC e»' ou8 drin I bewähren sich wieder die Reinigungsvorrichtuogen der I den Vorwurf zu machen, daß hier nicht früher daraus ° < «d »-Ich- Artt» Fmch« taoenr. Silas, dmch bie ja b,r LmdwI-IH fein Ltr-Le nm Bedacht genoL« mrk, £ w r Jr richtigen I gehen zn lassen braucht, um es rein und befreit non! großes Kapital zu erhalten.

Absatzquellen zu sorge» durch unsere weitverzweigte I allem Unkraut zurückzunehmen. Diese Reinigungs-! Aber nicht nur die Landwirthschaft auch der blC 0e^aiJenf Ereile über ganz Deutsch-1vonichtungen werden es aber auch ferner ermöglichen,I Staat, der Konsument und vor allen Dingen die ; E"b, ^stzustellen und dieselben wöchentlich durch die! daß aller Staub und die Verderbniß bringenden I mittleren und Heineren Mühlen werden Vortheil Centrale den einzelnen Genossenschaften müzutheilen. I Bakterie» dem Getreide genommen werden, um eine I davon haben. Der Staat, indem alles für die Dann habe» w.r eine» großer-The l des Frucht-gleichmäßige, sich gut halteude Frucht zu erziele». Armee nöthige Getreide"tuete MwBetaiiita JanbelS für uns, ersetzen die letzt fehlenden Börsen-!Es werden allerdings dadurch 12 °/0 an Gewicht Qualität und Quantität von deutschen^Produzenten » ;3ett« 3tQai uDnn,k bi? IcbtflK<$ den , verloren gehen, die ftüher mit bezahlt wurden, aber!geliefert werden könnte. Unsere für ihr Vaterland de^Handel^en^ftricht^ ^ Dann Ü T/'Th1 ickrei"er bie Waare, desto besser stets opferfteudige Landwirthschaft würde sicher ihre

i n* X? » ; & °? r aucb eni): Ibe,r Preis, und da dre Zeit nicht mehr fern sein!Zustimmung dazu geben, daß im Kriegsfälle der Be-

-4, bestimmte Frucht kostet, denn alle die! wirb, baß Qualitätspreise aufkommen werben, wird I stand der Getreidesilos zunächst zur Verpflegung des

heutige» Notizen find ja nur annähernd richtig. I sich dies um so fühlbarer machen. Aber auch den Kem Bauer auf dem Lande kann aus ihnen ersehen,, weiteren Vortheil haben wir Landwirthe, daß wir was wirklich der Preis ist, weil eine Beschreibung I den Schmutz nicht mehr in der Kleie zu theuerem der Qualität fehlt. Er nimmt kurzer Hand das Preis zurücknehme» muffen, sondern nm total reine Mittel der Preisnotizen und glaubt, gut verkauft zu Maare ohne schädliche Beimischungen beanspruchen haben, schadrgt sich aber dabei in den meisten Fällen, I können. Zieht man ferner in Betracht, daß durch und wer mitten im Leben gestanden und für seine die Entfernung der dem Getreide intensiv anhängenden Nebenmenschen fich interesstrt hat, weiß genau, was, Schmutztheilchen dasselbe vor dem Verderben geschützt für die Kreise Marburg uu> «Mg» »Ä"'

Urrchhatn, fr viertes Sonntags I kommen, daß nicht einmal ein Nachbar dem andern! in die andere von Zeit zu Zeit übergeführt wird so blatt" undV erlo of un q s liste be be $rei8 fa0te' bcn cr bekommen, einmal wird jeder Landwirth einsehen, welch großen Werth t , . r ,, . laus weiß Gott was für Gründen, dann aber and),Iein Silo hat. Wie anaenebm ferner wenn i-h-r

Kgl. preußischen Klassenlotterie'Iweil ihn der Händler verpflichtet hatte, nichts zu «größere und kleinere Bauer sofort von'der Maschine werden noch von allen Haftanstalten, Land'1'a8en. um ihm das Geschäft nicht zu verderben. Unb, weg womöglich ungesackt, nur in einem guten Kasten- briefträaern, in der Ervedition (Markt 21 ^' konnte bis heute von einem bestimmten wagen nach dem nächsten Silo abliefern kann und . . . J | Oualitatspreis, nach dem fich ganz Deutschland richten, dadurch das Aufbringen auf den Boden, das Um»

sowie von unseren Filial- Expeditione! I konnte, die Rede sein? Nimmermehr, da der schlechteste I stechen, Eintrocknen und den Mäuseftaß erspmt und " "*''* I Wetter enl |ta klatg,-Weizen, der als Hühnerfutter unfern sicher ist, daß das Getreide gut erhalten bleibt'

Hausstauen zu gering war, aber schlechthin doch als I Diese Ersparniß allein wird schon die Unkosten aus- Weizen mit bestimmtem niedrigen Preis bezeichnet gleichen, die bas Lagerhaus bringt. Dieselben werben Neuzugehende Abonnenten erhalten die »würbe, ebensogut mit aufgeführt wurde, als unser «sich auf höchstens 6000 Mk. belaufen, also pro Ctr. bereits erschienenen Nummern des neuen I^^n ^"b^en. |1° Pfg- Aufnahme- unb Reinigungsgebühr, bas

w , r. . , | Unb bies fuhrt uns zu de» Vortherlen, Lagergeld beträgt pro Woche 1 Pfa. aewiß ein Satz

Romans gratis nachgeliefert. I welche bte Silogenossenschaften bieten. Als Iber auf unfern Schüttböden gleichfalls nicht erreicht

-- | ersten bekommen wir einen bestimmten Qualitätspreis, | wird.

MchjsM Mm, Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «»d Mrchbai»

Redaktion und Expedition: Markt 21. AUusttirtcs Sonntaasblatt. Verantwortlich für den allgemeinen Theil: Redakteur M. Hartmann

T n Nr den Inseratentheil: Joh. Ang. Koch, beide in Marburg.

(Nachdruck verboten. I wäre vermieden worden, über das zn sprechen uns | von einander gehen, die Zeit heilt wohl die Wunde

Erloschene Sterne. M1 QiaRam IX M I ' e - )tnb ein Mann,

«oman aus her <Senemnr+ n atu L "peben Tag nahm ich mir vor, entgegnete er I em Gelehrter, ein berühmter, hochgestellter Mann (Fortsetzung.)6er .mcine Bekannt-«Sie werden mich, das bescheidene Landmädchen bald

Meine snh.*»r SS x n- schuft mti Ihrer Mama zu fprechen. 2Benn @ie bergeffen ^aben . . .'

sagte"^Otti to £fetinrb ^5fffer bE s° glücklich, so lustig, so vertrauensvoll vorNiemals niemals . . . ."

tagte Ottr zu Profeffor Schäffler,,ch halte eqmtr stehen sah, vermochte ich das richtige Wort nicht!Sie werden mich vergessen wie Kie L wen» m°n fie auf de» Besuch des zu finde». Ich glaubte mich stark ^^ugf L L MutieNer^ wie S.e - meiue

Lieber Onkel Doktor,Ifühl z» bekämpfen, zu unterdrücken, das doch baldOtii nicht dies Wort! Mcht dieses Wort'" Ü ?? ? memer Mama zu mein ganzes Denken ausfüllte . . . ."Ich wollte Sie nicht kränken - lebm Sie

müzutbetien?^ b Professors 1^O spreche» Sie nicht mehr so, Herr Professor,"!wohl . . ." Sie wandte fich ab. Er rief ihren

,3 , . I bat fie, mdem fie bte Augen mit einem unsäglich! Namen, noch einmal blieb fie stehen, und blickte ibn

S mS%beff?I0 Sr? PIau9.cn Ausdruck zu ihm emporhob.Es mußte unter Thränen lächelnd an.

riniae Minute? ;u 2en?e^ M einmal Alles an den Tag kommen undMuß es denn sein?" kam eS stöhnend über

«mge Mtmtieu zu schenken. «bann - ah, wie konnten Sie denken, daß ich meiner,seine Lippen. 9

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Sönn"?Sie'"versteheu w"e7chma'zlicb"^°kommen find, so kann ich doch Abschied 'von Ihnen Gedanken zu saffen. Da fühlte eine Hand auf b,w?n?Vi? '^^ch x6> alle Inehmen. - Leben Ste wohl ..." seiner Schulter, verstörten Angestchts blickte er auf

Das^iunae MSdcke« sesHe hi» 9f ;. L . »Jetzt bot fie ihm bie Hand. Aber ber Schmerz,,Doktor Winter ftanb neben ihm.

Wb2?h Ä nieber'|bte Lerdenschaft Überwältigte ihn, er stützte sich mitKommen Sie, Professor. Fra» Ottilie erwartet

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SL"? K m», bnrans hatte Id» em unb auch ft- -rb-btt in Nttl-ib aus Siebe. Swft »wunden" --hob ft» hMh, ' S b" »ie«n ßes Unglück evtstehm können. Weßhalb sagten,legte fie die Hand auf feinen Arm. ,Haare zurück und sagte raub- 9ftnhr»n fnff»«

ihr1 S' nabt ^sebr^nab h°?°N-bs"s! M-E"« ,pra^ ftc bebender, halb uns gehen. Ich will wenigstens meine Pflicht als

«ie thr emst nahe, sehr nahe gestanden? Vieles! erstickter Stimme.Laffen Sie uns ohne Groll, A^t erfüllen."

Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- uno <"

Feiertagen. Quartal-Abonnements-Prcis bei der Expe- lyiötültVrt

dition 2 Mc., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exll.

Bestellgeld. Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile i O>.*U inner

oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. SüUnCrftflß, 1. 1897.