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nehmen mit den Mächten der Finsterniß, er wollte den erloschenen Augen wieder Licht und Sonne geben, der erloschenen Seele wieder Glück und Freude! Und wenn in den Augen, in der Seele wieder der Strahl des Lichtes, des Glückes erglänzte, dann wollte er die Arme weit öffnen dem Glück, von dem er früher als Jüngling geträumt und wollte das Glück auch jetzt noch, als gereifter Manu an ein Herz ziehen und noch einmal in seinem Leben glücklich sein, er, der so vielen Menschen Licht und Glück zurückgegeben.
Es war Nacht geworden. Tiefe Schatten lagerten über dem Walde, in dem der Nachtwind flüsteite und seltsame Stimmen laut wurden. Der Profeffor trat auf den Felsen Vorsprung, von dem aus man einen weite» Ausblick auf die Berge und Thäler genast. Unter den dichtbelaubten Säumen des Gartens war es so schwül und heiß, hier auf dem freien Felscn athmete er auf; ein kühler Luftzug strich vom Thale herauf, das in undurchdringliche Schatten ge- HM, zu seinen Füßen lag; über ihm wölbte sich der nächlliche Himmel mit dem zahllosen Heer der Sterne.
_ Wie sie flimmerten und schimmerten diese glänzenden Augen der Nacht! Waren das dort oben wirklich erloschene Welten, die nur in erborgtem Scheine erglänzten? Nein, nein, die Augen, die glanzenden Augen der Nacht waren sie, der tröst, und ruhebringenden Nacht, die sich so weich auf Herz und Seele legte, wie Mutterhände auf die fieberheiße «Stirn des kranken Kindes.
Leuchtende, glänzende, funkelnde Augen der Kraft und Hoffnung spendende» Nacht, des geheimnißvollen Dunkels, der trostreichen, milben Stille, die alle die brausenden, gellenden, sausenden Disharmonien des Tages, der vielbeschäftigten Welt aufsaugt und
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Gerichtes verfielen. Mit der Monarchie stellt die sozialdemokratische Hetztheorie die Oberhäupter von „Bourgeosisrepuliken" auf eine Stute, und da wir bis dato auf dem Erdenrund noch nirgends em sozialdemokratisch-anarchistisches Gemeinwesen erblicken, so haben die Prästdenten der modernen Republiken seitens der Sozialdemokratie keine glimpflichere Behandlung zu erwarten als die Beherrscher monarchischer Staaten.
Nun ist es aber doch für jeden denkenden Menschen einleuchtend, daß unter der breiten Masse der sozial demokratischen Anhänger immer einige besonders exaltirte Naturen vorhanden fein werden, auch welche die zwei- schneidgen Theorien der Führer ähnlich wirken müssen, wie der in ein gefülltes Pulverfaß springende Funken. Die sozialdemokratischen Lehren enthalten das stärkste moralische Gift. Es müßte geradezu mit Wunder- dingen zugehen, wenn die Einführung desselben in charakterschwache, aber fanatisch veranlagte Gemüther ohne Unglück snzurichten abliefe. Man zeige den blinden Hassestrieben des Pöbels ein greifbares Siel, und es werden sich immer einzelne Individuen finden, die sich dadurch in einer Weise fascinirt fühlen, daß fie, ohne gerade direkt fürs Irrenhaus reif zu sein, dem Zwange einer übermächtigen Suggestion unterliegen und eine That begehen, vor der ein geistig normales Hirn unwillkürlich zurückprallt. Man bringe die sozialdemokratische Ver- fehmung des monarchischen Regimes und einen zu überspannten Ideen neigenden Anhänger der sozialdemokratischen Lehren zusammen, und der Attentatsfrevler ist fertig. Insofern nehmen wir keinen Anstand, auch das jüngste Attentat gegen den Prästdenten Faure, ebenso wie die Ermordung seines Amte Vorgängers durch Caserio, oder den neulichen Mordanfall Acciaritos auf den König Humbert den sozialdemokratischen Führern an die Rockschöße zu hängen. Diese Herren selber halten sich ja wohlweislich aus der Schußlinie; ihnen dient ihre hetzerische Thäligkeit nur _ dazu, sich glänzende, immer hübsch nach Tausenden abgerundete Einnahmen aus der sozialdemokratischen, von den Arbeitergroschen gespeisten Parteikaffe zu verschaffen, unbekümmert darum, ob charakterschwache Individuen sich an dem ihnen eingeflößten Gifttranke bis zum Wahnsinn berauschen und ihre in diesem Taumel begangenen Attentats- rcvel mit dem Schaffst oder bestenfalls mit lebens langem Verlust der Freiheit zu büßen haben. Will man in dem hier des Näheren bargelegten Sinne bie Wahnwitzausrebe, womit bie Sozialdemokratie sich bie Attentatssrevler abschütteln möchte, gelten laffen, so
(Nachdruck verboten.
Erloschene Sterne.
Roman aus der Gegenwart von O. Elster.
«Id an den sich in erschreckcnbem Maße häufenben kntatsfteveln ber letzte» Jahre haben wollen, so ed es doch gestattet sein, sich die Herren und ihr frisches Treiben gerade unter dem Gesichtspunkte r mobernen Attentatsepidemie etwas näher auzusehen.
Die Sozialdemokratie erklärt neben den Jnsti- W»en ber Religion unb des Privateigenthums ge- ta auch die Institution der Monarchie für die midursache alles irdischen Elends. Nach ihrer Bettung kann nur die republikanische Staatsform J ?Völkern das Heil bringen. Die sozialdemokratischen < ihrer predigen zwar nicht öffentlich und mit direkten taten den Konigsmord, aber die ihrem Einflüsse (393$ ^liegenden Preßorgane versäumen keine Ge- t >°cheit, das monarchische Prinzip in der s W, ®;on seiner gekrönten Vertreter den Kreisen ihrer z-r Wn Gefolgschaft verhaßt und verächtlich zu Uflü). ®fn' und jene als „Märtyrer" für die Sache des zu fei rn, welche wegen versuchten oder vollem Fürstenmordes der rächenden Nemesis des
Attentate und Sozialdemokratie.
Die verhetzenden Lehren der Sozialdemokratie •erben burdijeine i nternationale Organisation Breitet. Sie stehe» in geistig ursächlichem Zu- i@$enbange mit den Attentaten und allen übrigen Mkensti eichen und Verrücktheiten exaltirter Köpfe, d Hödel und ein Nobiling haben den Chriftlich- Bojialtn und Nationalliberalen angehört, so lange fc roch bei Vernunft waren, dann ließen sie sich vch sozialdemokratische Irrlehren zu weit hinreißen g) versuchten die Ermordung unseres großen ersten züsels. Attentäter, denen ihre Attentate gelungen to, feiern nicht nur die Anarchisten, sie feiert auch »sozialdemokratische Partei-Kalender als „Märtyrer" ab verzeichnet ihre Gedenktage. Neuerdings sind sch dem Attentate Acciarito's auf König Humbert itüete zwei Verrücktheiten solcher Art zu verzeichnen, L gegen den Republik-Präsidenten Faure in Paris, ah vorgestern ebendaselbst gegen beliebige Mrgeois" verübt worden find, als eine Bombe ef ber place de la Concorde vor der Straßtag-Statue platzte. Niemand ist dabei zum Glück «letzt worden. Es ist richtig, Mordanschläge sind «at die Oberhäupter, sei eS monarchischer, sei es Mblikauischer Gemeinwesen, auch schon in ver- Wgenen Zeiten verübt worden, wo von einer sozial- dwkraüschen Massenverhetzung, wie sie jetzt im Htm Umfange betrieben wird, noch keine Rede sein taute. Wenn aber die Führer der Sozialdemocratie ! durchaus gar keine, auch nur intellektuelle Mit-
wlt strahlenden, tröstenden, hoffnungsfreudigen Augen IKraft steht. College Winter erzählte mir von ‘Wem KS'Äl’*,w- - r- -°m W-« ÄÄ
>!- W-naw ta w, !° W.-S ÄÄ tata Ä’SS a erloschenen Sterne seiner Jugend, seines «recht weit zu öffnen. Ich habe de» Augenspiegel Äten Glanze " Schönheit, im mitgebracht. Die Untersuchung wird nicht schmerzen "
TTT L., fürchte die Schmerzen nicht," entgegnete
v, * . I ^chrlud Frau Ottilie, die bei dem Klang seiner
"^ch bringe ^hnen hier einen Kollegen, verehrte I stimme aufmerksam aufhorchte, als berühre sie dieser Fra» Fahreubiink, Doktor Ehlers, Spezialarzt der «tiefe, sanfte Klang angenehm.
wellt" nnd^dem ?d Sommerfrische Er hielt ihre Hand in der seinigen und führte
CollaeEblersb!? Augenleiden _ erzählte, sie zum Fenster. Dann nahm er seine Instrumente
College Ehlers hat die Gute gehabt, auf meine Bitte «hervor.
mitzukommen . . . I ™ . r
«E- D°°°- «üta,
»l-tt-aü-I-m «»I Lett öffnen. Ich werde Aue» nicht wehe ,h»». *
Ii$ und langem weißen Haupthaar, den berühmten« rc» sa ’
College» Frau Ottilien vor, die fich in der langsamen nnh nl bet Augen
Art der Blinden aus ihrem Seffel erhob und demÄ ?Ur Ic,fe öffnete
fremden Arzt die schmale, bleiche Hand entgegenstreckte. 2?® 525*, £ Mge Mädchen
.« >ft freundlich «m Ihnen,
?*“’ Stim»e, .daß Siel Miner »»/der Profeffor ang^wmeu^vaeen"^ Dovor
^a6e.n' och glaube aber, daß alle!Winter nickte ihr mit derfchmitztem Lächeln tu- ein Mtox”“ * m,6t Wft” ' •' '** Err-ihen flieg iuchren Waugm ewM, te
Er suhlte die warme, weiche, schlaffe Hand in der l athemlosem Schweigen stand fie da, mit aroße» eunge», er |ah das blaffe, leidende Gesicht, die er-1 glänzenden Augen auf den Professor blickend der loschene», glanzlosen Augen, die überschlanke Gestalt,«von Hellem Sonnenschein überfluthet in der Fenster- “nb euL büteres Weh, ein schmerzliches Mllgefühl I nische stand, leicht vornübergebeugt und durch dm urchzuckte ,em Herz. War das seine Jugend —! Augenspiegel die Augen ihrer Mutter beobachtend das fern Glück?— I Sie mußte die Hand auf das heftig pochende He«
, sich und führte die schmale, bleiche «preflen, fie fürchtete, daß der laute Schlag ihre!
Hand ehrfurchtsvoll an die Lippen. Herzens den Arzt stören könnte. 8 9
»Es ist mir keine Mühe, gnädige grau," sprach . x
er tief bewegt, mit leicht vibiirender Stimme, „meinen! (Fortsetzung folgt.)
leidenden Mitmenschen zu helfen, so west es in meiner! -------------
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haben- Augen — eine erloschene, ausge-
189--' « &li von Liebe und Glück, von Hoffnung
-i ^"tgkest! Erloschene Augen — ein ausge- er. T1 Traum — eine erloschene Seele!--
!8ticIet^e lich aufathmend empor! Er war stark
«Aeigm nimmt entgegen die Expedition dieses Bl-tteS, J1". Annoncen-Bnieaux von Haafenstein & Bögler in
U.' Eaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXII Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. »An, C. L. »nnbe»Lo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
cinctbcft0 furchtbareren An «gewissen Stellen der Reichsregierung zu finden war, t age gegen die Führer zu, die um niedngster persön- eine Thatsache, Über die fich die Konservastven seit aSnrno8h?9Kbe^ne8 bi-C r.?brfltnbe be<?.ä}e? pörft Bismarcks Ausscheiden recht bald klar waren. grl!iUn,9,=i8 Volksgewiffens auf sich laden. Ist ein «In der weiteren Entwickelung der inneren Krise ist, Attentatsfrevler als nicht im Vollbesitz seines geistigen I wie man annehmen muß, gestern eine Stockung einqe» Gleichgewichts zu betrachte», so sind sie es, die ihn treten, die anscheinend darin ihren Gmnd ZTS haben und daher bte Hauptverant-1 es noch nicht feststeht, ob Herr v. Miquel nur St«» Es^ailb! ^°^evelthot tragen Ipräfibent bes preußischen Staatsministeriums ober
w-eber zweifellos, daßder auch gleichzeitig „Vizekanzler" werben soll. Ver- 5 9r 1 ?,C s°r'°ldem°krastschen saffungsmäßig ist bisher ein Vizekanzler gar nicht
bene» manche vorgesehen. Staatssekretär Tirpitz hat sofort einen
demokratische^, verzweifelt nahe kommen, thunüchst Urlaub von 2i/z Monaten erhalten und wird den-
gesetzlich verhindert werde» muß und manchmal kommt «selben in den nächsten Tagen antieten Reichskanzler
e§ .un! b"r' al8,.Db das Reichsstrafgesetzbuch doch Fürst Hohenlohe hat sich gestern bereits in Begleiwng wird btC?f a18 °8. d°M benutzt des Geh. Raths v. Wilmowski und des Rittmeisters
wird. Die Mmderfahrigen, die am Leichtesten durch Grafen Schönborn-Wiesentheid nach Köln begeben, Hetzereien veri>reht gemacht werden, find unbedingt! wohin Abends über Bielefeld auch der Kaiser «Reifte
?effinen “nb Versammlungen auszu- Programmgemäß sollte auch Hm von Bötticher Wlietzen, hier hoffen wir extra auf bte preußische ben Feierlichkeiten in Köln beiwohnen. Ob er abge» S±Se^;?Dene- Aber wenn der Zweck ber reift, ober noch in Berlin ist, barüber verweigere
würde reA f0|man im Reichsamt des Innern diese Nacht jede
das Relchsstrafgesetzbiich nichts taugen, wenn Auskunft. Von Köln wirb bekanntlich der Kaiser cs den Staat, die Gesellschaftsordnung zu sichern nach Cuxhaven und Helgoland reifen, um bann von Füürer^de? bestänu°£a,.s sozialdemokratischer Kiel aus die Nordlandreise anzutreten. Mau nimmt Führer, der beständig auf Umsturz der öffentlichen I daher an, daß die Entscheidung über die fernere
--"ich? dlos sinnt, sonder» dazu in Wort «Zusammensetzung der Reichsregierung schon bei dem und Schrift hetzt, bei bient sicher ebensogut Strafe, «letzten gemeinsamen Empfang des Reichskanzlers und t ,oIc^c.n H^ereien bethört, sichIdes Finanzministers gefallen oder aber daß fie auf Verkehrtheiten, tote Attentaten, zu Helden I längere Zeit vertagt sei, und auffallend ist unter S5a^er” slrr den internationalen «diesen Umständen folgendes Berliner Telegramm des soztalbemokrattschen Kalender machen möchten! «„Hamb. Konefp.": „Es gewinnt den Anschein, als '— - - - lob die letzte» Besprechungen des Kaisers mit dem
Umfdlflll «Reichskanzler und dem Finanzminister Vorbereitungen
« - , , . ‘ „ «und Bestimmungen für einen Personenwechsel
61 CJ9C1 meldet nunmehr!in einigen hohen Reichs- und Staatsämtern gegolten
äUm Staatssekretär des Nächsten Dienstag tritt der Reichstag wieder Nack ^er°^oln ^ 'rnenmn geruhsi" zusammen, um zunächst die dritte Lesung der Hand-
Nach der „Köln. Ztg. soll das Entlasfungs-lw erks vorl a g e vorzunehmen. Es ist zu er= $r“|,beaenf beS Reichsversicherungsamts warten, daß bie Freunde des Entwurfs so zahlreich Dr. Bödiker vom Kaiser bereits genehmigt sein.!wie möglich eintreffen werden nm d-nk-rt,-« Gestern Mittag empfing der Kaiser wieder den Staats- unter Dach zu bringen I»' letzttr @Se baf bel Ministeriums v. Bötticher. Viele beutsche Blatter l Deutschlanbs eine Voistellung an ben Reichstaa ae- H/orn von Botllcher bereits als abgegangen «richtet, um einige Abänderungen der Vorlage zu be- d"e?^" 8°b£" bss, Staatssekretärs des «wirken. Wir würden in dem Versuche, dieftn' Vor- ffe wets^^ernn« - finden stellungen Folge zu geben, eine Gefährdung der Vor-
fie meist heraus, daß doch recht wenig Energie an läge zu erblicken. Was in diesem Reichstage und
(Fortsetzung.)
-Die Leidenden, Duldenden, Elenden und Armen ® in Doktor Ehlers, wie er sich hier nannte, L«8 einem Heiland empor, er vermochte sie ja zu von dem Leiden, er vermochte ihnen ja die nfil ber Gottesgaben, das Licht der Augen, den . Sonnenschein und mit ihm alle Schön- dieser Welt wiederzugeben.
-- . E "icht nur die Armen und Elenden kamen
c_13^ ‘ auch bie Großen biefer Welt ehrten ihn
warztt 2 er gewollt, ein Platz neben bem Kaiser-
n der. r. Throne wäre für ihn offen gewesen. Ein rlerti- freier, starker Mann ber Wissenschaft stand Jta den Höhen ber Menschheit, ein stolzes, freies, * Herz schlug ihm in ber Brust unb doch Li dieses Herz jetzt, wo ihn seine Jugender- Etagen ansahen, gleich erloschenen Augen, so gegetls - so hülfcheischenb, so mitleibserregenb. Er- stnd- ™e, glanzlose, starre Augen!
___J tz--."ustmal hatten fie in Jugenbftohfinn und digusk Ochern Uebermuth geglänzt! Einstmals spiegelten tz,^ve, Mond und Sterne, die ganze schöne
<Sk*i ^»lt in ihnen, einstmals sprühte aus ihnen ick, iü "ie ftohe Sanne des jungen Herzens, die Ort»- u?,9' die beseeligende Ahnung eines kommenden jema^”ee!