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Zweites Blatt.

Juni,

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$u versehen habe. Wem ich Vertrauen schenke, dem

Jevertänder (schwarzbunt) 356 Stück, b) vom Weser­

beu gewollten, loyalen Gebrauch machen werde.

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marschschlag, ebenfalls schwarzbunt, (Oldenburger, Hannoveraner, Bremer) 70 Stück, c) von rothbunten

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steinische Elbmarschen, Süderdithmarschen und ähnliche) und der Hannoverschen Elbmarschen, soweit sie nicht unter Shorthorn gehören, 214 Stück, d) von rothen Milchviehschlägen Schleswigs (Angler und ähnlichen), 126 Stück, e) von anderen deutschen Niederungs- une Landschlägen (rothbunten und rothen Ostfriesen, rothbuntem Vieh des Mederrheins, West­falens und ähnlichen Landschlägen) 202 Stück, von Shorthorns außerdem 73 Stück, sowie endlich 26 Ochsen und 20 Kühe zur Zugprüfung. Den klarsten und deutlichsten Ueberblick über diese Vertretung des deutschen Rindviehbestandes werden die wieder in um­fassender Weise vorbereiteten Vorführungen an den letzten drei Tage gewähren, in denen zu festgesetzten Stunden einerseits typische Vertretergruppen der ver­schiedenen Schläge und Zuchtgebiete und andererseits alle preisgekrönten Rinder im großen Ring vor der Tribüne vorbeigeführt werden. In einem besonderen Stallschuppen werden außerdem noch die je 3 besten Kühe aus den 7 Landschaften ausgestellt sein, die an dem kürzlich beendeten großen Milchfettergiebigkeits- Wettbewerbe betheiligt gewesen sind.

WT Wer schnell u. billigst Stellung sinden will, verlange per Postkarte die Deutsche,Vakauzen-Post' i.Eßlingeu.

Perfekte Schneidern nimmt noch Kundschaft an, in und außer dem Hause. (3565 Näheres in d. Exp. d.Bl.

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Kriegserinnerung und Schlachtenbeute dem Sultan zugesendet werden.

Ueberfahren. Wie dieElberfelder Zeitung" meldet, wurden gestern von einem Zuge der Elberfelder Thalbahn zwei Frauen überfahren, deren eine sofort getödtet, die andere tödtlich verletzt wurde.

Theures Bild. Die WienerNeue Musikalische Presse" theilt ein hübsches Beispiel von Selbstüber­hebung einer Sängerin mit. Das Blatt schreibt: Frau Claus-Fränkel in Prag, die wir um ihr Bild ersuchten, da wir den Lesern das Bildniß der in unseren Prager Berichten oft rühmlichst er­wähnten Sängerin des deutschen Landestheaters nicht länger vorenthalten wollten, ließ unserem Bericht­erstatter mittheilen, daß sie die Wiedergabe nur gegen eine Bezahlung von 100 Fl. ö. W. gestatte. Wir sind ja, wenn es sich um künstlerische Dinge handelt, zu Opfern stets bereit, ziehen es aber in diesen Falle vor, unseren Lesern statt des theuren Bildes zu 100 Fl. lieber diese Spezialität photographischer Selbst­schätzung vorzuführen."

Aus Wien berichtet unter dem Schlagworte Urwienerisch" desN. Wr. Tgebl.": Ein mtt Ziegeln beladener Wagen fährt bei einem Neu­bau vorbei. Der Kutscher eines dahinter fahrenden Wagens will vorkommen; es entwickelt sich nun folgendes Gespräch: Erster Kutscher: Geftriwaida farodo! Zweiter Kutscher: Jlodeuonitodo! Ein Sprachforscher, dem wir diesen Beittag zur urwienerischen Dtalektkenntniß verdanken, hatte die Liebenswürdigkeit, gleich die Uebersetzung des Zwie­gesprächs beizufügen; sie lautet: Erster Kutscher: Geh' vor, weiter, fahr' ab da! Zweüer Kutscher: Ich'lad' eh' noch nicht ab da!

Nun herrscht aber doch unter den Arbeitgebern, überhaupt unter allen solchen Männern, die mit der Jugend ttgendwelche autoritative Berührung haben, schon längst und allgemein die Eikenntniß, daß die jetzt den Minderjährigen gesetzlich zustehende Befugniß zum Besuche polittscher Vereine und Versammlungen zu einem wirklichen Fluch für die jungen Leute selbst und für das gesellschaftliche Milieu, in dem sie stehen, geworden ist. Man möchte wünschen, daß eine bezügliche Statistik möglich wäre, um einwandfrei darzuthun, welch heillose Verwirrung in jugendlichen, des selbstständigen Denkens noch ungewohnten, der Reife des Urtheils und der praktlschen Lebenserfahrung ermangelnden Köpfen durch Vollpftopfung mit demagogischen Schlag­worten und mtt Truglehren, die an den schwachen Seiten der Menschennatur einsetzen und statt an die Vernunft, an die Begehrlichkeit und Leidenschaft appelliren, angestiftet wird. Welche Unmasse von Zeit und Geld, das die Lehrlinge, jugendliche Fabrik­arbeiter 2C., besser zu ihrer intellektuellen und technischen Fortbildung anwenden könnten, wird durch das gewohnheitsmäßige Herumlungern in Volksversamm­lungen und Vereinen fortgeworfen! Wer einer ver­nunftgemäßen Einschränkung der Vereins- und Ver- sammlungsftequenz durch Minderjährige zustimmt, erzeigt den Betteffenden eine wirkliche Wohlthat, wenn sie von diesen auch zunächst als solche nicht erkannt und anerkannt werden mag. Was will es demgegen­über besagen, daß in der Theorie die Möglichkeü einer gelegentlichen mißbräuchlichen Anwendung der diskretionären Machtbefugnisse des behördlichen Apparates gegeben ist. Der Mißbrauch hebt doch, nach einer allgemein gültigen Regel, den Gebrauch nicht auf. Und wo gtebt es schließlich in unserem öffentlichen Leben eine Einrichtung, mit der nicht möglicherweise auch einmal Mißbrauch getrieben werden könnte. Der hieraus entnommene Einwand gegen schärfere Fassung der Gesetzesbestimmungen beweist mithin zuviel, und also garnichts. Freilich muß ganze Arbeit gemacht werden. Die in der dritten Lesung der Vereinsgesetznovelle mit der prinzipiell richtigen Ausschließung der Minderjährigen verquickten accessorischen Bestimmungen beschränken nachttäglich den Effekt jener Ausschließungsmaßregel in einer Weise, welche den Gewinn ziemlich illusorisch macht. Im Lande dürfte nur eine solche Regelung Beifall finden, welche der vorzeitigen politischen Korrumpirung der unreifen jungen Leute in Volksversammlungen und Vereinen uuverklausulirte Schranken zieht.

Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Aboimcmenrs-PreiS bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Psg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertiousgebühr für die gespaltene Zeile »der deren Raum 10 Psg.. Reklamen für die Zeile 25 Psg.

ZWMr-Kkzckuhit.

Bringe dieselbe in empfehlende

G-fchLftlich- Mittheilunge«.

Als einen wahren Segen betrache ich", so schrieb JustuS von Liebig am 12, Oktober 1864 an seinen Freund Friedr. Wöhler,die Einführung dieses Fleisch-Exttatts.' Dar war der Ausdruck der Herzensfreude der großen Ge- lehtten, daß die ersten Versuche zur Fabrikation des Flrisch- ExtratteS im großem Maßftabe aus südamerikantschem Fleische in Fray-BentonS gelungen waren. So wurde der Fleischreichthum der Pampas auch anderer Ländern dienstbar gemacht, tn der ganzen Welt kennt und schätzt man jetzt da« unübertreffliche Fabrikat der Liebig'S Fleisch-Exttatt-Com­pagnie, desgleichen ihr Fleisch-Pepton, das namentlich Blut­armen und Magenleidenden so gute Dienste leistet.

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bewillige ich, was er zu einem, auch von mir ge- Höhenschläge, 40 Vogelsberger, 17 Harzer und 15 billigten Zweck braucht, in der Ueberzeugung, daß er Siegerläudei. Von den Niederungsschlägen u. s. w. Son den ihm zur Verfügung gestellten Mitteln nur sind angemeldet, und zwar: a) Holländer, Ostfriesen,

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Landwirtschaftliches.

Landwirthschastliche Ausstellung in Hamburg. Die vom 17.21. Juni d. I. stattfindende Aus­stellung liegt im Bereiche der Gebiete, die den zahlreichsten Viehbestand bezüglich des Niederungs­rindes aufweisen, das seinerseits wieder 54,57 °/0 des Gesammtbestandes im Deutschen Reiche ans- rnacht. Dementsprechend gestaltet sich denn auch die angemeldete Beschickung der Hamburger Ausstellung. Es kommen zur Ausstellung 156 Vertreter der Gebirgs- und Höhenschläge Deutschlands, davon 48 Simmenthaler (großes Fleckvieh), 36 gelbe einfarbige

Hüttneraugen- Operationei werden ausgeführt durch

Vermischtes.

Eine krieSgefangene T ogge. Die Dogge des Prinzen Nikolaus von Griechenland ist alstürkischer Kriegsgefangener in Saloniki ein­geliefert worden. Ihr Herr hatte das Thier in Larissa zurückgelassen. Zano so heißt der Hund erregt jetzt mehr Aussehen im türkischen Lager als alle anderen Kriegsgefangenen zusammengenommen. Er ist ein mächtiger Däne von vorschriftsmäßiger Schieferfarbe, seine Ohren sind gestutzt. Der Adjutant des Sultans, Kenan Bey, fand den Hund bei seiner Ankunft in Larissa in sehr niedergeschlagener Stimmung über den Verlust seines Herrn, und nahm, da er ein großer Hundefreund ist, das Thier mit sich nach Saloniki, wohin er zum Rapport befohlen war. Da man aber stark griechische Sympathien in dem vierbeinigen Schlachtenbummler fürchtete, so wurde Zano" mit Maulkorb und Kette versehen. Der Soldatenmantel eines Evzonen wurde ihm als Lager­statt zugewiesen. Drei türkische Soldaten mußten bei ihm Wache stehen. Es tarnen nämlich so zahlreiche Neugierige, um den seltenen Gefangenen anzustaunen, daß man der Vorsicht halber Wächter bei ihm postiren mußte. Später, als er in einen Wagm ge­bracht wurde, um Photographin zu werden, sammelte sich eine große Menschenmenge an, um dem Gefährte zu folgen.Zano" ließ sich nicht lange bitten. Mit einem mächtigen Satze war er im Wagen und auf dem Sitze, wo er sich zum Ergötzen der Menge behaglich umherwälzte. Adjutant Kenan Bey setzte sich zu seinem Gefangenen, ein Sergeant und der Soldat, denen die Führung des Thieres überttagen worden, nahmen neben dem Kutscher Platz. Diese Ehrenwache schienZano" ganz besonders zu in« teresfiren, denn er sprang auf den Rücksitz, stellte seine riesigen Tatzen auf den Kutschbock und streckte seinen mächtigen blauen Kopf zwischen den Soldaten oben hindurch. Unter dem Huirah der Zuschauer ging cs bann fort zum Photographen. Wahrscheinlich wird das Bild und später auchZano" selbst als

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Vergnügungsauzeiger.

Repertoir-Entwurf der Frankfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Sonnabend, den 5. JuniMignon." Sonntag, den 6. JuniAfrikanerin * Montag, den 7. JuniLohengrin." Dienstag, den 8. JuniEine Nacht in Venedig."

Schauspielhaus.

Sonnabend, den 5. JuniDie versunkene Glocke." Sonntag, den 6. JuniHüttenbefitzer." Montag, dm 7. JuniVersunkene Glocke."

Königliches Theater zn Cassel.

Sonntag, den 6. JuniTannhäuser." Montag, den 7. JuniMignon." Dienstag, den 8. Juni »Der attesisch« Brunnen." Mittwoch, den 9. JuniDer Wagen kommt", Durch'S Ohr",Die Vrilobung bei der Laterne." Donnerstag, den 10. JuniDer Rubin." Frestag, den 11. JuniDer Waffenschmied." Sonnabend, den 12. Juni Dir Welt in der man sich langweilt." Sonntag, dm 13, JuniDer Trompeter von Säkkingen."

Marburg

Sonnabend, 5. Juni 1897.

Lnzeigm nimmt entgegen die Expeditio» dieses Blattes.

sowie di« Annoncm-Burmux von Haasmstein & Vogler in _____

Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wim; Rudolf 2UL2LU. ^atira Moff« in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. 'O'*') ö

Daube 4 Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris

Die Revision des Vereins- und Versammlungsrechts.

Als die jetzt geltenden Gesetzesbestimmungen über Lmms- und Versammlungswesen für Preußen er­lassen wurden, entsprachen sie im Wesentlichen den damals vorhandenen Bedürfnissen. Daß sich jemals M demagogisches Treiben entwickeln könnte, welches selbst vor den elementarsten Begriffen und Grundlagen aller vernünftigen Ordnung in Staat, Gesellschaft, Sirche, Vaterland, Werkstatt, Familie ufto. nicht Halt machen, und sich insonderheit der Vereine und Ver­sammlungen zu seinen Massenkorruptionsbesttebungen bedienen würde, wurde weder von der Gesetzgebung, : «och von der Verwaltung damals vorausgesehen. Inzwischen hat die Umsturzpropaganda eine Macht, Heftigkeit und Ausdehnung angenommen, welche das Wehende mit ernstester Gefahr bedroht und eine tzrer wirksamsten Waffen ans dem Arsenal des gdtenben Vereins- unb Versammlungsrechtes insofern bezieht, als bieses auf Boraursetzungen sich aufbaut, welche heute nicht mehr zutteffen. Wie man unter solchen Umständen eine zeitgemäße Revision der ein­schlägigen Materie im Sinne einer angemessenen Ver­stärkung der Schutzmittel des Staats gegen gemein­gefährliche Bestrebungen beanstanden kann, ist den Männern des praktischen Lebens, soweit sie nicht in die Kategorie der sog. katilinarischen Existenzen fallen, rar dadurch verständlich, daß sie sich sagen, jene parlamentarische Opposition gegen eine schärfere Fassung gewisser Bestimmungen, namentlich gegen die grundsätzliche Ausschließung der Minderjährigen von der Theilnahme an politischen Versammlungen und Vereinen, kann nur durch Erwägungen bedingt sein, welche dem Formalismus und Dokttinarismus, nicht aber den Wahrnehmungen und Erfahrungen des öffentlichen Ledens das entscheidende Gewicht zu- gestehen!

Wie durch die fonftigett Aktionen der linksseitigen Opposition des Abgeordnetenhauses zieht sich auch durch ihre Stellungnahme gegen die zeitgemäße Ergänzung - des Vereins- und Versammlungsrechts gleich einem rothen Faden die noch ans dem Revolutionsjahre 1848 überkommene Anschauungsweise, als sei die Regierung die geborene Feindin des Volkes, und alles, was vom Regierungstisch aus dem Volke dar­igeboten wird, ein Danaergeschenk, vor dessen An­nahme man sich hüten müsse. Der Stein des Au- stoßes, über welchen die Gegner der strafferen Hand­habung des Vereins- unb Versammlungswesen nicht hiuwegkommen, ist die Nothwendigkeit dem Staate innerhalb bestimmter Grenzen freie Hand zu lassen, bamit er nach seinem eigenen Ermessen eingreifen kann. Diese grundsätzliche Verweigerung von dis- ketionären Machtbefugnissen läßt sich nur aus der vorhin erwähnten, ttabitionellen Anschauung jedes »gesinnungstüchtigen Volksmannes" erklären, daß man ßch seitens der Staatsregierung stets des Schlimmsten

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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreife Marbnrg und Kirchham.

und »arlagr ll»h. An» Koch, UniversitätS-Buchdruckerei in Marburg, Verantwortlich für b<n allgemein«» Thril: Redakteur M. Hartmann,

»Kdaktion mld Expedition: Martt 21. für den Hssnateutheil: Joh. Ang. Koch, beide in Marburg.

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