Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
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In Frankreich erinnerte in der gestrigen Sitzung des Senats Loubet in einer Ansprache an das große Braudnuglück im Wohlthätigkeitsbazar, welches Trauer über ganz Frankreich verbreitet, aber auch gezeigt habe, welch' edle Gefühle die Solidarität
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Beroutworttich für btn eUgantintn Thril: Redakteur M. Hartmann, für bat Meratrnthell: Joh. Keg. Koch, beid« in Marburg.
immliche bei der Sache.
Der Eindruck, den die stürmische Bewegung, sie — wie besonders betont werden muß — nur «der Presse, nicht aber in der Bevölkerung be- mckbar ist, machen muß, ist im ersten Augenblicke da, daß der Glauben erweckt wird, die Oppofitions- Meien sehen sich selbst durch das Vereinsgesetz bedroht. Das wirft aber ein schlechtes Licht auf
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Merem Vaterlande bedroht; solche Uebertreibungen vilken aber im höchsten Grade lächerlich. Und gerade
In Potsdam tagt zur Zeil die kirchliche Conferenz. Auf ihr sagte u. A. der Superintendent der Kurmaik br. Dryander: „Hüten wir uns ravor, den Schein für die Wirklichkeit zu nehmen! Wenn es auf die Wirklichkeit in erster Linie an- kommt, so ist dem G e i st l i ch e n auch versagt, zu agitiren, politisch und sozial zu a g i t i r e n. Ich bin mir vollkommen klar und gewiß, unter dem Vorbehalt, daß nicht jedes jedem verboten sei, und daß am rechten Ort zuweilen auch )ie ganze Persönlichkeit einzutreten hat — das unter diesen öffentlichen Agitationen das Beste leidet und herabgezogen wird, was der Geistliche zu bieten hat, was ihn über diesen trüben, stauberfüllte» Dunstkreis der irdischen Interessen hinaushebt: seine Innerlichkeit." Konststorialpräsiednt D Schmidt sagte u. A. in seiner Begrüßungsrede: „Wir haben so viel zu thun, um die Gemeindeglieder in in ihrem Glauben festzirhaüeu, daß wir alle Kraft daran wenden können. Zu meiner Betrübniß habe ich in verschiedenen Parteiblättern den Vorwurf gelesen, daß ein Pfarrverein seine Pflicht nicht gethan habe, weil er den Geistlichen das Rückgrat gegen die Aufsichtsbehörden nicht gestärkt habe. Wohin sollen wir kommen? Die Geistlichen können nichts Schlimmeres thun, als sich den Rücken gegen uns stärken zu lassen, die wir nur für sie arbeite». Wohl aber haben wir alle Ursache, uns den Rücken stärken zu lassen gegen die Weltsucht, gegen die Sucht, die sagt: Lasset uns essen und trinken, denn morgen find wir tobt."
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unbelästigt weiter. Wie will man einer solchen Partei „geistig" beikowmen, deren ganzes Wesen auf unwahrem Schein bemht? Und wird namentlich das Centrum die Verantwortung dafür übernehmen wollen, wenn die offen die christliche Religion bekämpfende Sozialdemokratie immer weiter die Herzen )er Jugend und des ganzen Volkes vergiftet? Uns cheint, daß es ebenfalls auf eine Bloßstellung hinausläuft, wenn die Oppositionsparteien es auf den erwähnten Eindruck, den ihr Gebühren machen muß, ankommen lassen.
„Wir taxieren die lärmende Opposition der Linken und des Centrums aber nicht nach Eindrücken, sondern nach Beobachtungen, und danach ist in unseren Augen der Zweck des ganzen Geschreis für die Linke der, einen festen Zusammenschluß des ge- ammten Liberalismus herbeizuführen, wie er bis jetzt von jener Seite vergebens erstrebt wokden ist. Die Nationalliberalen sollen für den Abmarsch nach links gewonnen werden und die „Nationalzeitung", die schon lange auf dieses Ziel hinarbeitet, ist mit ihrer „Nationalliberalen Korrespondenz" mit verdächtigem Eifer bemüht, bei dem thörichten Oppositionslärm die Führung zu erlangen. Steht also im Vordergründe dieser neuesten „liberalen" Bewegung die Vereinsfreiheit, ein Aushängeschild, durch das man die Nationalliberalen anzu- locke» hofft, so sind im Hintergründe die bekannten wirthschaftlichen Fragen plazirt, für welche man den einmal nach links gedrängten rechten Flügel der nationalliberalen Partei später auch noch einzufangen hofft. Um diesem das Abschwenken nach links plausibler zu machen, wendet die „NationalzeitungS"- Presse den Kniff an, auch an das „liberale" Herz der Freikonservativen zu appelliren, die doch „in ge- wiffer Beziehung eine Mittelpartei" sei — als ob die um die „Nationalzeitung" gruppirten radikal- manchesteilichen Nationaüiberalen jemals als Mittel- parteiler betrachtet werden könnten! Wenn das Centrum tapfer mitschreit, so hat es natürlich seine eigenen Gründe dafür; denn in dieser Partei spielen, wie die „Köln. Volkszeitung" erklärt hat, die Partei- intereffen die erste Rolle. DasCeutrum beabsichtigt nichts Geringeres als der „Reichsregierung" ... und „höher hinauf" seine Macht Wien zu lassen. Im Reichstage herrscht das Centrum und durch das Reichsparlament erstrebt es, auch die Einzellandtage zu beherrsche»! Das ist deS Pudels Kem! Werden sich dazu die vernünftigen Nationallibeialen hergeben?"
Der Zweck des Geschrei's.
Das Organ der konservativen Partei
Der Anfcmg des Endes des türkisch- griechischen Kriegs, dem ein türkisches Kesseltreiben gegen die Griechen bis zu deren Verlust
i-ß die demokratischen Parteien und das Centmm in Aussicht nehmen, gelegentlich solche Ziele zu Ber« scheu, die unter die Bestimmungen der Vereins- zeschuovelle fallen würden. Man sollte sich also simh so frenetisches Geschrei doch nicht unnütz iloßstellen!
Ein weiterer Eindmck des blinden Oppofitions- linns ist der, daß jeder Unbefangene die Empfindung habe» muß, die demokratischen Parteien sammt dem Temum wollen die revoluttonäre Sozialdemokratie te einem gesetzlichen Vorgehen deS durch fie in ttmei Existenz bedrohten Staates schützen. Bislang der es ja noch immer die Ansicht der Demokratie, r- sei nur möglich, der Sozialdemokratie durch Kampf ;Bit „geistigen Waffen" Herr zu werden. Dieser Btmpf aber hat vollständig Fiasko gemacht. Ist ein .Emudsatz" der Umsturzpartei haltlos geworden, so *ft fie ihn kaltlächelnd über Bord und agüirt
dürfen. Und nun lieber Herr Pastor bitte, bringen Sie nicht weiter in mich, Sie wiffen, wozu ich mich einmal entschloflen habe nach reiflicher Ueberlegung, bavon gebe ich nicht ab. Jebe weitere Gelbspenbe von Seiten Wolfs würbe mich tief verletzen, mich in meinen Augen emiebrigeu, ba eS mir nicht gelungen ist sein Herz zu gewinnen, unb er seine Liebe einer Anberen gegeben hat, find meine Ansprüche an ihn erloschen."
„Was aber willst Du aufangen, unglückliches Kind? Hier bei Deiner Mutter bleiben, die diese — auch ich muß es so nennen — übertriebene Zartheit niemals verstehen und deßhalb auch niemals verzeihen wttd? Bedenke, was das aber für Dich heißt."
„Ich habe es bedachr, Herr Pastor, schon als ich von meiner Mutter die ganze niederschmetternde Wahrhett erfuhr. Sie bat mich damals, mein kleines Kapttal, das mir der Vater zur eigenen Disposition vermacht hat, meinem Bruder zu überweisen. Ich verweigerie es in der Voraussicht, daß schon bald die Zeit kommen könnte, in der ich eS selbst brauchen würde. Mittellos bin ich also nicht, und da ich entschloflen bin, mich wieder meinem Berufe zuzuwenden, den ich niemals hätte verlassen sollen, wttd wohl auch für meine Zukunft ziemlich gesorgt sein."
„Du kennst das Leben nicht," meinte der Pastor kopfschüttelnd, „und ahnst nicht, wie schwer es für eine Frau ist, sich durchzubringen, und wie fie Gott danken muß, wenn das Schicksal fie so fü&ri, daß ihre Existenz auf alle Fälle gesichert ist. Ich kenne die Höhe des kleinen Kapttals, das Dein Eigenthum ist, es genügt kaum zum nothdürstigen Lebensunterhalte. Du wirst mir antworten: Ich will mich out eigene Füße stellen und werde, was ich gebrauche,
und Verchen
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An,rigar nimmt entgegen M« Expedition dieser Blattes, sowie di» Annoncen-Bureaui von Haasrnstrin & Vogler in Frankfurt a. M., Laffel, Magdeburg und Men; Rudolf Moff, in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. ’ H
Doud« 4 <w. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».
Der englische Agitator Tom Ma», der Dockarbeiteraufwiegler, war in Paris jüngst nicht glücklicher als in Hamburg; die Polizei sorgte auch dort ur sein Fortkommen. Und dabei mußte er sogar sie schmerzliche Erfahrung machen, daß die Republik für Leute seines Schlages noch weniger gastfteundlich ist, als die Monarchieen; denn diese ließen ihn wenigstens einmal zu Worte kommen; in Paris aber ward er abgefaßt, einer steckbrieflichen Prüfung betreffs seines Aussehens unterworfen und auf die Bahn begleitet, ehe er noch in der Oeffentlichkeit den Mund aufgethan. Und so fuhr er vom St. Lazare- Bahnhof nach London ab, begleitet von Frau Macpherson, der Frau eines Sozialisten, die in der Hand einen Sttauß aus Mohnblumen und rothen Nelken hielt. Aber für gefchettert hätt Tom seine Sendung nicht: die Hafenarbeiter von Paris hätten sich schon organistrt, und demnächst würden durch englische Sendboten die Häfen von La Rochelle, Bordeaux, Nantes, Le Havre und Dunkergue einem sozialistischen Kreuzzuge unterworfen werden, um sie zum Anschluffe an die „International Federation“ zu bestimmen. Indessen wttd ihnen schon die fran- zöfische Regierung heimleuchten; eine auswärtige Aufreizung der Hafenarbeiter bei dem allgemeinen Rückgänge der französischen Handelsschifffahrt: das fehlte den Franzose» noch.
, »Unter gewöhnlichen Verhältnissen gewiß!" überholte fie. „Bei mir ist eS aber etwas durch- Anderes. Sie wisse» ja überdem, daß ich, so- ich von jden Gründen gehört, die den Baron !äm Ettigehen der Ehe mtt mir veranlaßt haben, .entschlösse» war, weder dtt mtt zugedachte Erb- anzutreten, noch unsere Ehe als eine für's
der Herzen verbinden unb alle Franzosen in gemein» arnem Schmerze einanber uahebringen. In der Deputirtenkammer verlas Briffon ein Telegramm bes Präfibenten ber italienischen Kammer, ber seine Theilnahme an ber Katastrophe im Wohlthätigkeitsbazar ausdrückt. Briffon giebt wiederholt einem Danke gegenüber dem italienischen Volke Ausdruck und weist darauf hin, daß Frantteich Theil- nahmebeweise von der ganzen Welt empfangen habe. Alsdann gedenkt Briffon rühmend ber Personen, bie ich als Retter bei bent Brandunglück hervorgethan >aben unb wibmet ben Opfern ber Katastrophe warme Worte bes Gedächtnisses. Weiter wandte sich der Präsident tadelnd gegen Pater Olivier, der bei der Trauerfeier vor der Notredamkirche gesagt habe, die Katastrophe sei eine Sühnung des Verschuldens Frankreichs. Lockroh beanttagte, baß bie Rede Brissons in ganz Frankreich durch Maueranschlag bekannt gemacht werde. Der Anttag wurde angenommen.
Umschau.
In der gestrigen Sitzung des Reichstages wurde zwar das Rickert'sche Noth-Vereins- Gesetz bei 137 fehlenden Abgeordneten mit 207 gegen 53 Stimmen angenommen. Der Bundes- rath wird es ober zweifellos ablehnen, denn Staatssekretär von Bötticher erklärte gestern im Reichstage: „Sollte die heutige Aktion dazu bestimmt ein, einen Widerspruch zwischen der preußischen Regierung und der Reichsverwaltung nachzuweisen, so kann ich bemerken, daß in diesem Punkte zwischen >en verbündeten Regierungen und ber preußischen Regierung eine Differenz nicht besteht."
„Deines Gemahls Vetter, bei Legotionsiath," wandte er sich rasch an Ilse. „Suche Dich zu faffen Liebe. Er vor Allen braucht nichts von dem, was in Dir vorgeht, zu bemerken."
„Ohne Sorgen; ich weiß, was ich dem Namen schuldig bin, den ich trage."
Und nachdenklich fügte sie hinzu:
»Sem Vetter, der ihn beinahe getöbtet hätte, ben er für feinen schlimmsten Feinb hätt, unb ber es doch im Grunde nicht ist, wie Sie nach Fräulein Altwiels Erzählungen glauben annehmeu zu dürfen. War er schon öfter bei Ihnen, Herr Pastor?"
„Nein, er kommt heute zum ersten Mal, und wie ich vermnthe, um Dich zu begrüßen."
„O mein Gott, mich? Aber warum? Will er vielleicht konstattren, daß fein Vetter wieder ein Weib unglücklich gemacht hat? Nein, diesen Triumph werde ich ihm nicht bereiten."
»3ch glaube. Du beuriheilst ihn zu ungünstig mit der Voreiugenommenheü Deines Gatten! Er wttd Dtt, wohl durch Fräulein Altwiel dazu er- muthigt, eine Aufmerksamkeit erweisen wollen, das ist Alles!"
Der Pastor hatte richttg geurtheilt.
Wenn auch ein wenig Neugier dabei war, Wolfs Gattin, die dieser zwischen ihn und den Besitz von Gattersberg geschoben hatte, von Angesicht zu Angesicht zu sehen, hiett es Axel doch auch für Pflicht, als einer des Namens Wenzelen ihr persönlich seine Hochachtung zu erweisen, und da er am andern Tage schon mtt Käthe zusammen Radnitz zu ber» lassen gedachte, so blieb ihm keine Zeit mehr, ihr seinen Besuch im Hanse der Mutter abzustatten.
(Forisetzmig folgt.)
hinzuverdienen. Gut, aber wenn Du einmal krank wirst, sonst Dtt ein Unglück zustößt, was dann? Deine Mutter hat vollkommen recht, wenn fie eine Enffagung, wie Du fie hier üben willst, nicht dulden will. Es giebt Grenze» auch für die allerbesten Empfindungen."
Ilse erhob jetzt wie bittend die Hände gegen ben Pastor:
»Wenn ich aber nicht kann, nicht kann," rief fie bebenb. „Lieber Alles, Alles ertragen, als vo» ihm eine Bezahlung für bie Dienste aunehmen, die ich ihm geleistet habe. Er soll wenigstens toiffen, daß ich nicht aus Jntereffe gehandelt habe. Seine Achtung, das ist ja das Einzige, was ich mtt erringen kann, erringen muß, soll ich mtt den Hall für das Leben bewahren."
Bewegt bettachtete der Pastor die leidenschaftlich erregten Züge ber jungen Frau. Wie fie ihn liebt, bachte er, unb solch ein Herz stößt er von sich, ber Thor!
»Ich sehe wohl," bemerkte er dann milbe, „baß es beffer ist, über bie Sache jetzt nicht weiter zu uerbanbeln. Du wirst später vielleicht ruhinger herüber benken."
„Nie, nie!"
„Unb ich soll bem Justizrath wttklich in dem von Dtt geäußerten Sinne antworten? Glaube mir, Niemand, Weber ber Baron, noch sein Rechts- freunb wird diese Großmnth verstehen."
„Mag es drum sein! Ich bin es mtt selbst schuldig! Sprechen wir nicht mehr davon."
Draußen wurden jetzt Stimmen laut. Der Pastor [trat on's Fenster und sah zu seinem Erstaunen, daß Fräulein Altwiel nicht der einzige Gast, den Frau und Töchter mitbrachten, sondern daß auch Axel von Wenzelen mtt ihnen war.
gDnferb. Korresp." schreibt Folgendes: Das betäubende Geschrei, welches die demokrattsche
Marburg
Donnerstag, 20. Mai 1897
Mj) gefährlichen Zwecken entgegengerieten werden Iran? Es ist nun doch Wohl nicht anzunehmen,
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnserttonSgebühr für die gespaltene Zeile »der deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
(Nachdruck verboten.)
Schwester Ilse.
Roman von Clariffa Loh de.
(Fortsetzung.)
j „Sie können doch unmöglich glauben," sagte Tse zu dem Pastor, „daß ich noch, nach unserer Warnung, auch nur einen Pfennig von ihm an- *§men würde?" Ich weiß ja, daß ich, obwohl *8 Namen seiner Gattin tragend, 'ihm doch nie ^»8 Anderes als eine Pflegerin gewesen bin. Diese meine Leistung ist beendet, ich habe damit Mt8 mehr zu beanspruchen."
„Sei nicht thöricht, Ilse! Ich bitte Dich, fich Singe einmal so an, wie fie find, 'und stelle nicht auf einen so hyperidealistischen Stand- ^»kt. Mag er Dich betrachtet haben, als was er E, fakttsch bist Du seine Gattin, für deren Unter- sbit er die Pflicht hat zu sorgen."
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M '2en bindende zu betrachten, im Falle er gesund
Jllustrirtcs Sonntagsblatt
U diejenigen Parteien machen den lautesten Skandal, 12, sie fich der thatsächlichen und größten Gefahr gegen« jfa, die unserem Vaterlande im Innern droht, kühl siz in's Herz hinein verhalten, das ist das Er-
„Aber das ist ein Unding. „Ja, wenn Du A wärest! Doch Du bist es nicht, unb selbst, Du nur seine Pflegerin gewesen, so hättest doch auch ein Anrecht, für Deine Dienste ein ®*<raiöaient zu erhalien, das bent Vermögensstanbe 8,8 Baron entspricht."
b »Ich habe viel von ihm empfangen, mehr als * unter anberen Verhältnissen hätte beanspruchen
«rcsie über die preußische Vereinsgesetznovelle ansttrnrnt, n 'ch gyfjt nicht nur aus konservattve Gemüther, sondern ■■jj auf jeden ruhig denkenden, liberalen Staats« CCL jtzger einen seltsamen Eindruck. Wozu dieser Lärm?
Knm die grundsätzliche Opposition, die hier getrieben 62 tirb, nicht auch in Ruhe ebenso kräftig ober womöglich ''Es xch kräftiger betätigt werden? Es wird ja ein ' M Lesen gemacht, als sei jede persönliche Freiheit in
| jene Parteien. Denn was bezweckt der Gesetzentwurf
' enderes, als. eine Handhabe zu gewähren, mittels
■ ieren bem Mißbrauche ber Vereinsfreiheit zu staats-