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Erstes Blatt

Franzosen und Kaiser Wilhelm II.

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1.

dies Arttkel, in dem es hieß:

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u $lt Pastorin kam nun auch aus der Küche her- 100 ste mit dem Mädchen bei der Bereitung des beschäftigt war, und reichte dem Gatten Begrüßung den Mund zum Suffe hin. Die (2*7 ®»nte fie nicht geben, weil fie beim Bereiten ^üges mit Mehl bestäubt war.

.Die Kinder find ganz außer fich vor Freude

Lorten:Die Gegenwart Wilhelms II. zu Paris iaa weiß dies in Europa auch sehr gut wäre chu Herausforderung, ein wahres Ultimatum/

SUl'v. uv»/«..*« gii pun uuu| gu ivmuivli,

M wenn man die strengsten Maßregeln gegen die tociigifi Beleidigungen Seitens verrückter oder unge- schlacht« Menschen treffen müßte/

Sie will in Deutschland diejenigen Volkskreise, über die fie ein Belehrungsmonopol fich anmsßt, gegen die Polizei verhetzen und weiter unzufrieden machen. Denn ihre Ernte gedeiht nur auf dem Boden der Unzuftiedenheit. Meinte fie es ehrlich, so müßte sie mit allen das Wohl der Arbeiter wftklich im Auge behaltenden Politikern darauf sinnen, die sozialdemo­kratische Agitation, weil sie revolutionär ist, von der reinen Arbeiterfache zu trennen! Denn die Sache der Arbeiter wird erst von da an wieder einen wirklichen Aufschwung nehmen können, wo durch das Gesetz die revolutionäre Sozialisten-Aaitation richtig gekennzeichnet ist und durch staatliche Machtmittel von der Arbeiterbewegung klar unterschieden werden kann. Einer Arbeiterschaft aber, welche durch die revoluttonären Sozialdemokraten geführt wird, völlige Akttonsfreiheit zu lassen, das wäre wahrlich nicht liberal; es wäre unverantwortlich!

ihres .Preßtone Flegel. Die Pariser Blätter jattliren jetzt oft die Frage, ob KaiserWilhelm

müthigen Täuschungen ebenso wenig frei, wie von unbedachten und der Kritik ausgesetzten Ereiferungen. Belege dafür find die Sozialisten, die er zuerst, in der Hoffnung, sie zu entwaffnen, hätschelte, dann aber mit einer an Hast streifenden Härte verfolgte. So wie er ist aber hebt er sich in einer sehr inter­essanten Art dune maniSre fort piquante von der Alltäglichkeit der meisten Herrscher Europas ab, die entweder beherrscht von ihrer Umgebung oder hypnottsirt von ihren Parlamenten ruhig nur eine Sorge zur Schau fragen, nämlich am Leben zu bleiben und nicht entthront zu werden. Auf alle Fälle ist es sicher, daß Wilhelm II. durch die eben vollzogenen beredten Akte nämlich dem Präsidenten der Republik den Ausdruck feines Beileids zu telegrophireu und einen der ersten Persönlichkeiten seines Reiches abznsenden, um ihn persönlich bei dem Todtendienste in Rotte-Dame zu vertreten die Pariser und sogar alle Franzosen zwingt, fich mtt dem zu beschäftigen, was er denkt und waS er hofft. Betteffs letztern Punktes hüten wir uns wohl, seinem Verhallen den kindischen Be­weggrund unterzuschieben, den man ihm gewöhnlich zuschreibt, nämlich den Wunsch, sich zur Pariser Aus­stellung von 1900 zu begeben. Aber unserer Ansicht nach beherrscht ein praktischerer Gedanke die Haltung des jungen deutschen Kaisers. Er legt den Finger auf die Mißlichkeit des nimmer endenden Haffes; er mißt mit entsetztem Auge die unergründliche Tiefe des Mutigen Kirchhofes, den nichts ausfüllen kann, und er, der an Gott glaubt und der Herrn Felix Saure zum Gebrauche eines Wortes (Dieu) bekehrt zu haben scheint, wünscht vielleicht einfach, daß ein Wunder geschehe, um eine Annäherung zu er­möglichen, an der man sonst verzweifeln müßte/

Der deutsche Kaiser hat 10000 Francs für die von dem Wohlthätigkettsbazar unterstützten An­stalten gespendet. Der deutsche Botschafter Graf Münster hat die Summe bereits der Vorsitzenden des Comites, Prinzessin Wagram, übergeben.

(Nachdruck verboten.)

Schwester Ilse.

Roman von Clariffa Lahde.

itWWpmg.)

19.

Die radikale Demokratie

hat mtt der Sozialdernokratte es n. A. auch gemein­sam, daß sie sich sehr oft auf englische Verhältnisse für vorbildlich für die Deutschen beruft. Das hat erst dieser Tage wieder > einmal in einer öffentlichen Versammlung hier selbst ein Gießener sozialdemokratischer Redner gethan, und jetzt beutet soeben wieder die Presse der Demokratie einige Stellen aus einem neuen Aufsätze Liebknechts aus, in welchem letzterer

Umschau.

Die Linksliberalen haben in der letzten Zeit in ihrer Presse großen Spettakel um die Beteins- g e s e tz - Aenderung gemacht. Gestern gab nun im preußischen Abgeordnetenhause auf die wiederholte Anftage des Abgeordneten Rickert nach dem Vereins­gesetze der Ministerpräsident Fürst zn Hohenlohe folgende Erklärung ab: Der Abgeordnete hat gefragt, wie es mit dem Vereins- gesetz steht. Ich erlaube mir folgende Erklärung abzugeben:

Die König!. Staatkiegiernng hat bei Eröffnung der gegenwärtigen Tagung des Landtags mstgethellt, daß über eine Revision des in Preußen geltenden Vereins und Ver- sammlungsrechts eingehende Erörterungen gepflogen worden sind. Rach dem Ergebniß dieser Verhandlungen, welche bei der Schwierigkeit der Gegenstandes naturgemäß eine längere Z'it in Anspruch nehmen mußten, kann ich nunmehr er­klären, daß die Staate regierung ihrer Zusage gemäß zwar deren ist, auf das im § 8 des Vereinsgesetzes enthaltene Verbindungsverbot, soweit eS die Verbindung inländischer Vereine untereinander betrifft, zu verzichten; die Staate» regierung glaubt jedoch eine Aenderung deS bestehenden VereinSgesetzeS nicht auf diese Maßregel beschränken zu rollen sondern die Revision gleichzeitig auf einige andere Punkte ausdehnen zu dürfen (Beifall rechts), die fich nach den bisherigen Erfahrungen ai6 reformbedürftig heransge- bellt haben. Ein entsprechender Gesetzentwurf ist nunmehr ferti gkstellt, und ich habe die allertöchste Ermächtigung zur Vorlage an den Landtag erhalten. DaS EtaatSministerinm wird fich alsbald fchlüsfig machen, ob es gerathen erscheint, noch in der gegenwärtigen vorgerückten Session des Land- tagS demselben den Gesetzentwurf zur verfassungsmäßigen Bischlußfaflnng zugehen zu lasiert. Mir persön ich er cheint eS zweifelhaft, ob es möglich sein wird, den Gesetzentwurf

zurückhaltend.Sie hat rnft natürlich nichts Näheres j Wort habe ich doch auch dabei mitzusprechen, das

werden Sie ja bald auch einseheu, Herr Pastor, und keine Beschlüfle faffen, ohne daß ich dabei bin/

Gewiß nicht/ beruhigte der Pastor die Auf- geregte, Ilses Winke folgend, die die Thür ihre» Zimmers ftst hinter fich zuzog.

Es war daflelbe, einfach aber mit schlichter A«- muth geordnete Zimmer, das fie als Mädchen be­wohnt hatte, in dem auf ihre besondere Bitte nichts geändert war, da es auch ferner für fie als Gast­zimmer bei ihren Besuchen im Hanse der Mutter bestimmt war. Aber der harmonisch geordnete Raum, dem fie die eigene Individualität ausgeprägt hatte, stimmte nicht mehr mtt der jetzigen Erscheinung seiner Bewohnerin.

Nicht ohne Wehmuth ließ der Pastor seinen Blick über fie hiuschweiseu. Die Mutter hatte recht. Ilse hatte fich veräudert. So bleich sah fie aus, so schmal waren ihre Wangen geworden, und waS ihm früher gerade so lieb an ihr gewesen, der Aus­druck innerer Zufriedenheit, an dem selbst die ost unliebsame« Berhältuiffe in ihrer Familie nichts zu ändern vermocht hatte«, war a«S ihre« Zügen ge­wichen. Ans dem jungen, klar und unschuldig in die Welt blickenden Mädchen war ein Weib geworden, dem Schmerz, Leid und Bitterkett nicht ganz fremd geblieben.

Mtt stürmischer Bewegung warf fie ihre Arme um den Hals des treuen Seelsorgers und, ihren Kops an seine Schulter pressend, brach fie in ein heftiges, unaufhaltsames Schluchzen aus.

Ruhig, Kind, ruhig/ suchte er fie zu be­schwichtigen, mit sanfter Hand über ihr weiches, noch immer wie ehedem glatt geschetteltes Haar fahrend und führte fie nach dem Sopha hin, wo er an ihrer Seite Platz nahm.

(Fortsetzung folgt.)

atitf e.

tt!

itr dm tg, Don

.Das wollen wir sehen/ meinte der Pastor, erst ben Brief lesen*

»Ach ja/ rief Meta geschäftig,erst den Bries, wir haben ihn in Deinem Studierzimmer auf ben Schreibtisch gelegt. Soll ich ihn holen?-

Laßt nur und mäßigt Eure Neugier/

Damit zog ber Pastor gemessen unb ohne Eile einen Ueberrock aus unb hing ihn nebst bem Hut tu bas Borzimmer an ben Nagel. Daun erst ging er in fein Stttbierzimmer, ben Mädchen winkend, znrückzubleiben.

Nun, Papa?- rief Elsbeth, als die Suppe endlich aus dem Tische dampfte, an des Vaters Thür topfend.Die Mutter läßt bitten/ nm mit lehcudeu Augen gleich hinzuzufetzen:Dürfen wir zu gife?*

Heute nicht/ meinte der Pastor mit einem ernsten Gesicht, das jede Widerrede verbot.

Aber warum nicht, Papa?- riefen nein beide Schwestern betrübt wie aus einem Munde.Ilse ift doch nicht krank?'

Nicht krank, aber doch angegriffen von der Reife. Ich werde das erste Mal allein fie aufsuchen/

Ach, so bleibt fie länger hier?- warf die Pastorin ein,ich glaubte, fie wäre nur auf einen Tag herübergekommen.'

Einige Zeit wohl, fie ist noch allein hier ohne Gemahl, der wahrscheinlich erst nachkommeu wird, wenn es hier erst wärmer und Alles zu seinem Empfange geordnet ist/

Ja, ja, man sagt, ein zu frühes Heimreisen ans dem Süden fei gefährlich/ meinte die Pastorin. .Doch scheint es mir ein gute? Zeichen für des Barons Befinden, daß er Ilse hat vorausreiseu lasten.'

Das denke ich auch/ entgegnete ber Pastor

«nadaai nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annoucen-Buream von Haasenstein & Vogler in

Srraffnrt a. M., Cassel, Magdeburg unb Wien; Rudolf XXXII. Iakra.

Moss« in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. *

Daube * Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover Pari».

Papa, ja, erlaube uns/ bat Elsbeth yH .Was fie nur Alles zu erzählen haben Don dem schönen Korfu und ihrer ganzen langen

igt, je Ausstellung im Jahre 1900 nach Paris kommen ren U werbe. DerFigaro" brachte hierzu am 9. b. M. ne ist, dies Artikel, in bem es hieß:

torf» ««"»er jtno ganz außer stly vor yreuoe

>£ 1L°fr Heimkehr Ilses unb wollen- durchaus nach ag N zu ihr hinaus."

rbatii 6üte große Anzahl Franzosen bleiben Dentsch- iyS gegenüber trotz aller Mühen unseres Kaisers in

den Engländer wieder recht schmeichelt. Nach der demottatischen Presse wäre aus dem Liebknechtschen Aufsatze erwiesen, daß die Sozialdemottatie in Eng­land nur darum nicht aufkomme» könne, weil dort der Arbeiter frei zu reden und zu schreiben iw Stande sei, was er wolle, wett dort Umzüge unb Versammlungen veranstaltet werden könnten, soviel man nur möge, ohne daß die Polizei sich im ge­ringsten darum kümmere. Bei uns aber sorge derJunker- und P o l i z e i ft a a t* reichlich für»besseres Futter für die Sozialismusbazillen". Für den englischen Arbetter gebe es keinen Staat, den er hassen könne; der deutsche Arbeiter aber ver­möge keinen Schritt zu thun, bet ihn nicht mit bem Staate in mehr ober weniger unangenehme Be­rührung bringe."

Die demokratische Presse ist mit ihrer Nutzan­wendung der Liebknechl'scheu Auslastungen rasch fertig, fie schreibt, dadurch fei ber Beweis erbracht, daß btr Sozialdemokratie nur durch eineecht liberale Verwaltung unb Gesetzgebung" beizukommen sei. Unserer Meinung nach ist bei uns in Deutsch­land Gesetzgebung wie Verwaltung in vielen Stücken liberaler als in England. Man vergleiche doch nur einmal das beiderseitige Wahlrecht. Allein auch was die Preste anlangt, so ist diese drüben schwerlich freier als bei uns unb hinsichtlich ber Vetsarnrnlungs- unbUmzugs" - Freiheit liegt es boch nur an ber Sozialbemokratie unb beten staatsgefährlichen Agi­tationen, wen» in biesem Punkte bie Polizeizügel ein wenig straffet augezogen werden.

Die Demokratie benutzt hier das alle Taschen spielerkunststück der sozialdemoktattschen Führer, die Sozialdemokratie für gleichbedeutend zu erklären mit ber Arbeiterschaft. Die Letztere mag zu einem großen Theile in bem Jrrthum befangen sein, daß es so wäre; aber unsere Herrn Demokraten wiffeu gleich den beutscheu sozialdemokratischen Führern, daß bie .Führet- ber englischen Ar Miteischaft gar keine Sozial­demokraten, sondern alle selbst Arbeiter find, die auf nationalem Bode» st. Heu. Bei uns aber haben Revolutionäre, bie gar nicht zur Ar­beiterschaft gerechnet werden dürfen, Journalisten, Akademiker, Rentner, Gastwirthe, kigartenhändler und dergleichen bet Arbeiterbewegung fich bemächtigt, nicht um ben Arbeitern die Lage zn verbessern, sondern nm den Umsturz des Bestehenden herbeizuführen und von den Groschen ber auf fie heteingefallenen Arbeiter ein behagliches Dasein zu führen.

_ Die Demokratie ftuklificirt bie Liebknecht'schen Sätze eben einmal toieber ans purem Egoismus, geschschrieben; aber ich werbe ja Alles höre», wenn ich Nachmittags zu ihr gehe/

Seiu Aussehen wat seht ernst unb in fich ge­kehrt, als et eine Stunde baraus den Weg «ach ber Villa Frau von Bellins antrat. Die wenigen Zeile«, bie Ilse ihm geschrieben, hatte« ihn seht nachdenklich gemacht unb ihretwillen mit Sorge erfüllt.

.Verzeihe« Sie. mein bereiter Freund/ so hieß es darin,wenn ich nicht wie sonst meinen ersten Gang »ach dem lieben Pfarrhause sein laste und Sie statt besten bitte, im Hause bet Mutter mich auszu suchen. Die Grünbe hoffe ich Ihne« halb münblich auseinanbetsetze» zu können.

Stets

Ihre bankbate treue Jlse/

So viel ist mir klar, dachte ber Pastor, e§ ist ba etwas vorgefallen, etwas Schwerwiegendes. Daß er fich in seiner Annahme nicht täuschte, sah et so­gleich an ben Gesicht Fran Bellins, bie auf fein Läute« selbst öffnete unb ihn mit fich ttr'S Wohn­zimmer zog, wo fie ihn mit einem Schwall von Worten unb Klagen überschüttete.

»Vch, Herr Pastor, Herr Pastor, was fie nur dazu sagen werden? Mein armes Kind, na, Sie »erben ja gleich sehen, was aus ihr geworben ist. Nicht toieber zu erkennen ist fie; », mein Hott, ich weiß wftklich nicht, was werden soll.'

Aber liebe gnädige Frau/ wehrte ber Pastor ab, .lasten Sie mich nur erst hören, was eigentlich geschehen ist.'

i Nun erschien Ilses schlanke Gestatt fin ber Thür zum Nebenzimmer.

Ich bitte Dich, Mama, laß mich mit bem Herrn Pastor allein sprechen.'

Ja, ja, ba Du es durchaus willst; aber ein

(308 »3lfe, Schwester Ilse ist wieder hier!'

-JBHt diesem Jubelruf empfingen Elsbeth und den heimkehrenden Vater schon vor der Thür Hauses. Ans Pastor Seyffahrts wohlwollenden «M malte fich eine freudige Uebettaschung.

-Äse wieder in der Heimath? Wo ist ste?'

. -Leider nicht bei uns/ sagte Elsbeth, ihren 7308t 01 dr« des Vaters schiebend und mit ihm die

=1&2aL$um Borflut hinaufsteigend.Sie ist bei »tatet, ber Fran Majorin/

L - y Dem .gegenüber kann man in bem Pariser Blatt rf u. .Patrie" vom 10. d. M., das für einen gewissen reiben! fauIe ^pfel anzusammeln anräth, mit Fettdruck "^^tigt lesen, daß fich in Paris ein preußisches finb t dlatt aufgethan habe,Un Journal prussien ä 1 Paris", und zwar derFigaro". Und derJom", i pi Zcft des Erpterniers Bourgeois L-ibblatt, schlißt a- 18ä : feinen LeitartikelWilhelm zu Paris' mit den

____ -Und hat einen Brief an Dich geschickt/ fügt J50' sich an ben andern Atm beB Vaters hängend, ^tiger Mene Hinz«.

gfiss Ünbö/' nan kB* mich nut erst anfathmen,

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und

_ Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe- ZUtttljlJlllJ U

>0 111 dtttou 2 Ml, bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. ö

U* Bestellgeld). Jnserttonsgebühr für die gespaltene Zelle DoNNerstlM 13 Mai 1897 oder lwreu Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. AWUlCl JlUlj, JJIUI -LOtJt.

: gerito /Venn Deutschland amtlich an der Ausstellung von /Oy 1900 theilnimmt, so sehen wir nicht, wie man den deutschen Mer abhalten könnte, zu jener Zeit nach Paris zu kommen- Ui 9tt ( * * ..... -

öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Jllustrirtes Sonntagsblatt.

f Sieht man von den ewige» Unarten ber Revanche- p Jtate^ab, so kann man immerhin doch dem Artikel la .Figaro', dem wir obige Stelle entnehmen, noch eäiche seht beachtenswerthe Sätze über unsere» Kaiser atlehmn, die hier folgen mögen. Der Eheftedatteur

. , .Figaro" schreibt:

B1S61I ,, -Da es kindisch wäre, sich absichtlich über den Werth iE Feinde zu täuschen, so scheint uns ber Augen- )UU: W günftig, gewifle neue Züge in ber statt! chen $8®- des Kaisers Wilhelm 11. hervorzudebeu. Man San, wie man dies bei Beginn feiner Regierung Flan, feine Neigung, sich in den Vordergrund zu Webm unb sich bei allen Ereignissen auszuzeichnen, düstren, aber wenn man nicht zu jenen anrüchigen ?amote» gehört, bie ihren Nationalstolz in bie Av- /,8rong des Offenkundigen setzen, so kann man nicht ®8>w, daß der deutsche Kaiser eine denkende, mit llKi-i fast tadellosen Gefühl für die internationalen ^Michkeiten ausgestattete Individualität ist, die W eine ebenso eigenartige wie seht strenge Vot- jWhing von den Pflichten eines Staatsoberhauptes