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W Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

M: etaf lieb 8«rfa« r 2-h- A-g. So-Ij, UniversiiLtS-Buchdruckerei in Marburg, SmntiMdM fit bin eHetatthttn »dl: «eboÄeur SR. fiettme«-

Jllustrirtes Sonntagsblatt

Berantworüich fit ben allgemeinen Lheil: Redakteur M. Hartmann,

fit ben Hdrratmthdl: Joh. Äug. «och. Mb« in Marburg.

Eine öffentliche Versammlung

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(Fortsetzung folgt.)

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mehr gab. Deßhalb nur fort, that, was Ehre und Gewisfen er sich doch voll bewußt, was seinen Namen trag, der hin-

seiner schwersten Leidenstage

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(SOI JüQut

es keine Befreiung fort, ehe er etwas ihm verbot. War er der Frau, die gebenden Genossin schulsig war.

Spät Abends noch, ehe er sich zur Ruhe legte, schickte er Georg nach dem Bureau, um zu erfahren, wann der nächste Dampfer von Korfu abgehe.

formt? Oder fürchten Sie die Gegenwart Ihrer Gemahlin? Aber nein, die Frau Baroniu ist ja auch zu vernünftig, sie giebt solchem Wunder der Natur gegenüber Ihnen Absolution für Alles, ich wette darauf."

Lachend wendet er sich nach Ilse hin, die, wie mechanisch mit dem Kopfe nickend, seine Worte wiederholt:

Ja, Absolution für Alle» !*

Sie Glücklicher, hören Sie denn nicht? Eine Perle haben Sie zur Frau, wahrhaftig eine Perle, die wirklich nicht nöthig hat, den Vergleich mit irgend einem weiblichen Wesen in der Welt zu fürchten und wäre es Aphrodite selbst, die hier aus dem Meere stiege, einen zweiten Odysseus aus den Irrfahrten seines Lebens zu erretten ha haha l"

Der gute Professor ahnte wenig, welche Wunde» fein harmloser Scherz in der Seele des Mannes neben ihm auftiß, welcher Sturm der Leidenschaft in diesem Augenblick über diesen dahinbrauste. Schon fühlte Wolf es deutlich, für ihn gab cs nur noch eine Rettung: Flucht! Flucht aus dem Be­reiche ihrer Augen, ihrer Stimme, ihrer ganzen hold­seligen Persönlichkeit. Ebenso, wie an dem Tage, als er sie zuerst gesehen hatte, fühlte er, wie sein ganzes Wesen in heißem Begehren sich immer zu ihr drängte, wie ein Zauberbann ihn umwob, aus dem

schmetterten den üblichen Nachruf zu widmen, hielt der konservattve Redner nicht recht nöthig; er sagt sich: für eine n e n e Partei, wie die Naticnalsozialen, die sonst absolut nichts Neues, sondern nur Geliehenes bringt, und so einseitig das Unternehmer« thum bekämpft, muß partettaktisch doch ein Trümmer­haufen geschaffen werde», ibr paffen die Trümmer der Konservativen Partei; sehen sich die Herren nur vor, daß sie nicht über diese Trümmer stolpern und sich im Falle kaput schlagen!

Nun kam ein sozialdemokratischer Redner, ein Herr Scheidemann aus Gießen. Er erkannte zunächst den konservattven Schutt- und Trümmerhaufen mit größter Wonne an; auch Herr Hartmann habe mit seiner Rede bewiesen, daß er in diesen Trümmern stehe, daun gab Redner noch etliche Schmeicheleien für die konservative Partei zum Besten, die ja auch die Schöpferin des Sozialistengesetzes gewesen, mi: dem man doch die sozialdemokratischen wirthschaftlichen Ideen nicht vernichten könne. Nun kam ein Wust jener falschen und verkehrten Ideen, auf denen die volksbeglückende" Sozialdemokratie herum­reitet, in dem Wahne und in der Volksverblendung, daß ihr das berechtigte Monopol zustehe, die Arbetter-Jntereffen, die Volks-Interessen heute alleinig zu vertteten, wo das Volk nur das Recht habe: Soldat zu werden, Steuern zu zahlen und das Maul zu halten. Daun Angriffe persön­licher Natur, die Herr Scheidemann gegen Herrn Lorenz schleuderte, die Verurtheilung der bekannten Schönlank'schen Erklärungen contra Liebknecht über besser gewordene Arbeiterlebenshaltung und endlich die gänzliche Absage der Sozialdemokratie an die National-Sozialen. (Beifall der Sozialdemokraten.)

Herr Redakteur Hartmann bemerkte gegen den Vorredner, daß das Sozialistengesetz nicht geschaffen worden fei, um die wirthschaftliche Seite der sozialdemokratischen Lehre zu bekämpfen, sondern, es sei eine Folge der traurigen Thalsache, daß sich Sub­jette fanden, welche die Verrückt- und Verruchtheit so weit ttiebeu, daß sie auf unseren alten ehrwürdigen Kaiser schossen. (Lebhaftes Bravo!)

Nun ergriff das Wort der Verleger derHess. Landeszeitung", Herr Bader. Er leitete seine Rede mit den verletzendsten persönlichen Bemerkungen gegen Herrn Redakteur Hartmann ein. Dieser Re­dakteur derOberhessischen Zeitung" solle sich erst hinter die Bücher setzen und etwas lernen, er seiab­solut unwissend" in der Polittk, komme seines Wissens aus dem Obottitenlande (ist natürlich auch nicht wahr!), sein Blatt habe Arttkel für die Abschaffung unseres

tfti xcb Verlag! Joh. Ang. «och, UuivrrsitLtr-Buchdruckrrd in Marburg, Redaktion und Expedition: Martt 21.

allgemeinen direkten geheimen Wahlrechts zum Reichstag geschrieben < selbstverständlich pure Tendenz-Erfindung l), Herr Hattmann fehle überall da, wo Herr Bader auf dem Lande spreche (doch recht anmaßend!) und er werde schon noch das Genügende erleben,wenn er zur Reichstagswahl noch da sei" und Herrn Bader gegenüberstehe. Dann die üblichen komischen Tiraden des Herrn Bader gegen alldeutsche Politik, gegen Heer und Flotte, Ausbeutung des Pettrsfalles ht möglichst gegen die deutsche Kolouialpolittk hetzendem Sinne, Abfertigung der Profesioren und seinerTom- militonen", der anwesenden Studirenden, die noch aus der Tasche ihres Vaters lebten (die anwesenden Herren Studirenden protestirten laut gegen diesenKommilitonen") und endlich ein radikaler Knalleffekt mit seinem Redeschluß von dem angeblicten vaterlandslosen Gesindel". Ueberdies die bekannten demottattscheu Bemerkungen gegen die Nationalsozialen!

Herr Redakteur Hartmann bemerkte hiernach, daß er ans dem Umstande, daß Herr Bader in öffent­licher Versammlung das schwächste Kampfmittel, die persönlichen Beleidigungen hervorinche, nur den Schluß ziehen könne, daß er in derOber- hessischen Zeitung" auf dem richtigen Wege der Be­kämpfung der radikalen Demottatte fei. Er könne aus Selbstachtung Herrn Bader auf dieses Niveau der Diskussion nicht folgen. Gegen Herrn Scheidemann, der nun obendrein auch persönlich gegen Herrn Hartmann wurde, bemerkte er, daß nach der heutigen Rede dieses Sozialdemokraten, nach Schriften und Reden der Genossen dasVolk", als btffen Vertreter sich Herr Scheid mann doch aufspiele, denn doch nicht so sehr unter dem angeblich-n Zwange leide: den Mund zu halten! Daß jetzt Alle dienen müßten imHeere, sei sehr gut. Angesichts der Sozialdemokratie sei die allgemeine Wehrpflicht ein Moment erfreulichster moralischer Regeneration der deutschen Jugend! Als dann Herr Scheidemann noch Herrn Hartmann auch Unkenntniß vorwarf, denn Hödel sei bei Stöckers Pa tei, Nobiling bei den Nalionalliberalcn eingeschrieben gewesen, bemerkte, zumal auch Herr Bader nocbmals aufirat und sagte:Wenn sich Herr Hartmann verletzt fühlt, so ist er doch nicht m ine Schuld, weuu er so wenig gelernt hat" (allg meines Zischen und Enttüstung) bemerkte, wie gesagt Herr Hart­mann: Weder Herr Bader noch Herr Scheidemann seien zu seinem Tröste die letzten Instanzen zum Be­fund darüber, wieviel er wisse und gelernt habe; das wiffe er aber ganz genau, daß Hödel und

Nach zwei Tagen, lautete die Antwort. Am ersten Ostertage Abends käme ein Lloyddampfer von Athen, der nach Brindisi und Triest bestimmt sei, derselbe, den auch der Profeflor zur Rückkehr nach Deutschland benutzen wolle.

Zwei Tage noch," stöhnte Wolf auf.Aber da es nicht anders fein kann, müssen wir uns schon gedulden. Bitte, Liebe, rüste Alles bis dahin zur Abreise."

Ilse antwortete nicht. Kopfschmerzen vorschützend zog sie sich sogleich in ihr Zimmer zurück. Lange noch hörte sie, wie ihr Gatte mit unregelmäßigen Schritten, ruhelos auf und nieder ging. Das Haupt in die Kissen bergend, stöhnte sie qualvoll auf. Ihr war wie zum Sterben zu Muth, so ohne Hoffnung, ohne Trost. O, wäre es ei» Traum, Alles, Alles! Ragte sie leise, und gäbe es noch ein Erwachen für mich!

traten in der national-sozialen Partei in dieser Hinsicht gefunden, so fei es Zeit, den Kampf gegen die Rechte, «egen Feudalismus und Junkerthum, gegen die Kons ervativen, namentlich die ostelbischen Großgrundbesitzer aufzunehmen. Nunvernichtete" nach seiner Ansicht mit wenigen Worten der national- soziale Redner die gefammte konservative Partei, die allerdings jetzt nochimmerhin von Bedeutung sei." Er sagte, unter natürlich großem Applaus der Sozial­und sonstigen anwesenden Demokraten, die Konser­vativen sind nur reaktionär und liegen wie ein Alp auf dem Volke. Der Liberalismus habe den Kampf gegen sie nicht aufnehmen können, denn er habe aus­reichend um feine Existenz zu kämpfen gehabt. Die Konservativen haben auch historische Verdienste, aber das war einmal, sie haben ihre Zeit gehabt, sie waren einmal die Säulen des preußischen Staates und des Königthums, aber das liegt weit zurück, heute find sie einSchutt- und Trümmerhaufen." (Gelächter, Beifall der Liebknechtiauer und Demo­kraten. Dann 5 Minuten Pause.)

Die Tismsflon eröffnete zunächst nach der Pause Herr Hartmann, Redakteur derOberhesflscheu Zeitung." Er nahm das deutsche Unternehmerthum und die deutsche Großindustrie energisch in Schutz aeg-n den Vorwurf, daß sie jetzt nur reaktionär, kurzsichtig und arbeiterausbeutend sei, wies nach, was sie, außer Tragung der Lasten der staatlichen sozial- reformatotifdjen Gesetze, freiwillig für die Besserung der L bensverhältnisse ihrer Arbeiter namentlich in den größten deutschen Betrieben gethan hat und warnte eindringlich davor, die unbillige Losung anrzugeben:für die Arbeiter gegen das Unternehmerthum!" Auch er erkannte ein gemeinsames Interesse beider Gruppen, die der Arbeiter (nicht der Sozialdemottatie) und bet Unter­nehmer an, wies nach, wie Staat und Konservattve das Jnteresie der Arbeiter im Sinne der Botschaft Wilhelms des Großen vom 17. November 1881 in unserem Reiche in muftergiltiger und auf­richtigster Weise betätigt haben und bezeichnete es bann doch als eine herzlich ideelle, nicht zu verwirk- lichende Auffaffung, daß Naüoualliberale und Sozial­demokratie sich in der Lorenz'schen Weise in der national- sozialen Partei zusammenfinden könnten. Die Sozialdemokratie sei und bleib e inter­national. lieber die obige, vermeintliche Zer­schmetterung der Konservativen, ihre Lorcnz'sche Ver­wandlung in einen, wenn auch nach Lorenzimmer­hin" noch bedeutenden Schutt- und Trümmerhaufen extra Worte zu machen ober ber so ungeahnt 3er»

tonbung des Deutschen Reiches ein, las durch Prst Bismarck schließlich doch anders geartet sei, Ä es die Nationalliberalen gewollt. Letztere Partei tzbi sich inzwischen zur Partei der dmrsche» Groß-

e und des Unternehrnerthums ausgestaltet.

Sozialdemokraten verkennen nun, daß die Ar'eiter die Unternehmer an der Förderung der deutschen industrie bis zur Mitbcherrschung des Welt- ein wesentliches gemeinsames Interesse . Jetzt allerdings sei unsere Großindusttie nur dem Uebergangsstadiurn hierzu, es sei noch eine Großindustrie, ein halbes Unternehmerthum, die Unternehmer seien reaktionär und kurzsichtig, t drückten und beuteten die Arbeiter nur aus und ßhalb führten die National-Sozialen jetzt für

k Arbeiter mit den Gewerkschaften, die sich im ge- vll offen Gegensatz zu ber Sozialdemokratie befänden, den «tipf gegen das Unternehmerthum. Redner entwickelte w seine Ideen über die Arbeiterrechte gegenüber w Unternehmer, sprach sachlich in seiner Weise über iLage ber Unternehmer, bie Fortschritte der Technik, t mehr unb mehr Arbeitslose schaffe, und zeigte . _ idei einen auffallenden Idealismus mit der Aus- CH ffung, daß Sozialdemokratie und Nationalliberale iJnieresse der nationalen Industrie sich doch schl'- h in ihrer Gemeinsamkeit finden wurden zur Be- ttdmig nationaler Weltpolitik. Diese bedinge auch 2973 t Stärke unseres Heeres und unserer Marine.

Hillen fich erst Nationalliberale und Sozialvemo-

Marburg

Sonnabend, 8. Mai 1897.

Nachkommen. Ilse verneigte fich; eine fliegende Röthe bedeckte einen Augenblick ihre Wangen, sonst verrieth nichts ihre innere Erregung.

A propos, wie stehts heute Abend?" rief der Professor sie an.Die Damen wollen fich meiner Führung »ach der Kathedrale von San Spiridion anoertrauen. Ich hoffe, Baroo, Sie find mit Ihrer Frau Gemahlin auch von der Parthie."

Das wollen wir später noch verabreden; jetzt muß ich erst meinen mir vorgeschriebenen Spaziergang an treten."

Er zog grüßend feinen Hut, und Ilse den Arm bietend, ging er weiter.

»Ein eigcnthümsicher Herr, dieser Baron!" meinte der Professor kopfschütteld.Man sagt, er soll einer der reichsten Grundbesitzer Norddeutschlands sein, dazu ein so schöner stattlicher Mann, Gatte einer eben so vortrefflichen als anmutigen Frau, unb boch trotz aller Bebingungen bes Glückes inner­lich unbefriedigt, ohne rechte Freube am Leben. Mir unerklärlich!"

Vielleicht," warf Abeliue leichthin ein,ist er in seiner Ehe boch nicht ganz so glücklich, als Sie meinen."

Der Profeffor schüttelte ben Kopf.

Nein, nein, bas kann nicht sein. Die Baronin ist ein Juwel, eine ganz seltene Frau, bie muß eben Mann glücklich machen. Unb wie sie ihn ge- )fkgt hat in feiner Krankheit mit so stiller, ge­duldiger Treue und Hingebung! Wir Alle hier im Hotel haben sie bewundert!"

Sie ist gelernte Krankenpflegerin." warf Mrs. Graham mti etwas hoch mütHigern Achselzucken ein, »da ist es kein Wunder, wenn sie das Pflegen gut versteht."

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein & Vogler in Frankfurt a. M., Eaflel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXII. Mra M-sse in Frankfurt a. SW, Berlin, München n. «Sin, C. L.

Daube * Co. in Frankfurt a. M Berlin, Hannover, Pari«.

Unwillkürlich lenkte fich aber Ilses Blick u,) Mue hin. Wie schön sie war! Ja, sie begriff fc wie ihr Anblick schon Wolfs leicht erregbares «st in Wallung bringen mußte. Und auch sie war Abfalls ihm gegenüber nicht kalt geblieben. E«sdte sich ihr Kopf in diesem Augenblick, wie

17.

Es war unmöglich für Wolf, so sehr er eS auch wünschte, einer Begegnung mit den Grahams aus dem Wege zu gehen. Schon bei seinem ersten Ausgange am folgenden Tage traf er sie auf der Terraffe des Hotels. Der Professor faß an dem­selben Tische. Ganz unbefangen ftretfte Mrs. Graham dem an ihr Vorübergehenden die Hand zum Gruße entgegen.

»Welche Freude, hier in der Fremde, einen so lieben Freund zu treffen!"

Auch Adeline lächelte ihn, wenn auch mit etwas verschämter Befangenheit, an, die ihr aber sehr gut stand.

Wollen Sie uns nicht mit Ihrer Frau Ge­mahlin bekannt machen?"

Wolf konnte nicht anders, als diesem Verlangen

77^ ^rvl in den Händen, die Behörden, das Militär, ! Geistlichkeit, die Bürger und das Volk. Wie d|l 1 Heer von Leuchtkugeln in der Lust. Auch auf ^Balkonen blitzte es jetzt auf, Jeder steckte seine ^kerze an. Der Oberkellner reichte auch den ^ien des Hotels eine hin, Adeline hatte sich erhoben " staub mit ber brennenben Kerze, in ber Hand Balustrade gelehnt.

»Gin Bild zum Entzücken. Sehen Sie doch nur /i reizende Nachbarin an, Baron," flüsterte der >essor in Ekstase dem neben ihm stehenden Wolf c. »Ein Heiligenbild, wie kein Maler es besser p^den kann. Sind Sie denn ganz aus Eis ge­

(Nachdrnck verboten.) SchwefterJlse.

Roman von Clariffa Lohde.

(Fortsetzung.)

^Esch angezogen, nach der Seite hin, wo Wolf oliLc! Und er? Ilse zuckte zusammen. Sie hatte b ghp ®Wn, wie beider Blicke sich trafen, in einander imü . ^ien wurde Gesang hörbar. Die Prozeifion ftiM ö 8on der nahen Kathedrale des hell gen Spiiidion R voran Knaben mit Rosengewinven, die mit «s Stimmen das Kyric Eleysou in bie Nacht ^schmetterten, bann unter golbenem Baldachin Don Priestern in blinkenden Prachtgewändera ge- r.8tne Christusbild, von Blumen fast verdeckt, ba=

jgija für ben gestrigen Abend hier in Marburg bie National- Sozialen wiederum nach dem Saalbau jjjfen. Als Redner war Herr Lorenz aus ajjjjig angekündigt. Der Saal füllte sich nach 8 ffljr nur recht langsam, das Interesse, das wohl utji aus Neugier das vorige Mal dort der gepfropft uje Saal an der nationalsozialen Partei bewies, ' tient stark erloschen zu sein. Die Anwesenden I rfftn in ber Mehrzahl jüngere Leute, meist gtubtrenbe ber hiesigen Universität, überdies hielten :($ ßjeßcner unb hiesige Sozialdemokraten eine der

' Tafeln besetzt.

. , Der Vorsitzende ertheilte alsbald bas Wort Herrn lnchW welcher bemerkte, er wolle über Wesen und 119 ber National-Sozialen reben, bie an bie Stelle

kt bisherigen Parteien, beten Zeit vorüber sei, zu

e, treten hätten. Mit Voraussetzung biesesVorüber" irtcitl*jgr bit alten Parteien, außer ber Sozialdemokratie, ging nun Redner auf bie von ihm anerkannten großen früheren Verdienste der Nationalliberalen um die

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