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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese« Blatte«, mwi« die Annoncen-Bureanx von Haasenstein * Vogler in „ “■ M., Eaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf LLXU
M-st« in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. * 'WWb »So. in Frankfurt a. M., Berlill, Hauuova, Pari».
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Die „Times" bringt einen sehr düstern Stimmungs- tzriicht auS Athen, der die Lage des griechischen Königshauses als höchst bedenklich Erstellt. Nicht nur gegen den König, sondern gegen ä2t drei Prinzen werde zügellos getobt. Ein Um- Wg der Stimmung wäre nur für de» fast undenk- tzieu Fall eines wirklichen Kriegserfolges zu hoffen. Inf Vorschlag des Ministers des Innern hat der A«ig angeordnet, daß heute (5. Mai) sein kunmStag nicht gefeiert werde. Die Abberufung des Obersten Vasfos aus Krela wird verschieden zedeutet; zum Theil glaubt man, er solle den Obersten Manos im Kommando in EpiruS ersetzen. W Bassos kommen die zwölf ältesten Unteroffiziere Mck, deren man für die Einexerzierung der Reserven
«wr Maßstab für ihre Bedeutung. Jedenfalls Wen die Griechen, wie aus Räumung Polos
zweihundert Matrosen landete und die Stadt besetzte. Man nimmt an, daß es sich nicht um eine sogenannte Einmischung, sondern lediglich um den Schutz der zum großen Theil Ausländern gehörenden Waarenvorrähte gegen zweifelhafte griechische Freiwillige handelte, deren Treiben im geräumten Lariffa bedauerlich ausgefallen ist.
In Konstantinopel übereichten die Botschafter Frankreichs und Englands eine von de» übrigen Botschaftern unterstützte Rote wegen der rück stchtslosen Austreibung der Griechen. Der Generalstab im türkischen Hauptquartier ist nun für ein Vorgehen bis Domoko, was die Zustimmung des Sultans erfahren haben soll. Der türkische Kriegsminister berief das dritte Aufgebot im Korpsbereiche von Saloniki ein. Die türkische Division Hairi, die sich auf dem Marsche von Karditza nach Pharsala befindet, besetzte die Dörfer Kurtest, Kumades Deltveli, Dautli, Tschetatchi und Kaputsi. Am Ausgange des Golfes von Arta ist, wie das Blatt weiter meldet, ein griechisches Kriegsschiff gesunken; infolge deffen find die griechischen Schiffe in dem Golf eingeschloffen. Die Nachricht, daß die griechische» Truppen Epirus bereits ganz geräumt hätten, ist verfrüht, dieselben halten vielmehr die Batterie in Jmaret, das Blockhaus Rogis und einige andere Stellungen im Terovuni-Gebirge besetzt. Wie der „Agenzia Stefane" aus Athen gemeldet wird, benachrichtigte die griechische Regierung ihre Vertreter im Ausland e, die Annahme von Freiwilligen für die griechische Armee einzustellen. Von Konstantinopel aus ist Ghazi Osman Pascha vom Kriegsschauplätze zurückberufen worden, hat jedoch dringend ersucht, bleiben zu dürfe«.
Im englischen Uuterhause erklärte gestern der Staatssekretär Curzon, zwischen den Großmächte» finde ein Meinungsaustausch in der türkisch-griechischen Angelegenheit statt, es sei aber unmöglich, über den Charakter der Unterhandlungen Mittheilungen zu machen. Die Mächte wünschten ernstlich, ein Ende des Krieges herbeizuführen; aber die erste Vorbedingung für eine erfolgreiche Ver- müteluag sei, daß die Kriegführenden den Beweis gäben, daß fie bereit seien, die Vermittelung anzu- nehmen. Der englische Vermittelungsvorschlag ist inzwischen abgelehnt worden, doch verratheu die Nachrichten aus Atheu weuigstenS mehrfache Neigung, dem griechische» Elende ein Ende zu machen.
Deutsches Reich.
»erlitt, 4. Mai. Se. Majestät der Kaiser emfing gestern Morgen um 73/4 Uhr den Chef des Civilkabinets, Wirklichen Geheimen Rath Dr. von Lucanus zum Vortrage und befichtigte von 9 Uhr an auf dem Bornstedter Felde die Bataillone des ersten Garde - Regiments zu Fuß. Vorher empfing Se. Majestät den Prinzen Taribatra von Siam, welcher durch seinen Oheim, den Prinzen Svasti, Bruder des Königs von Siam, vorgestelll wurde. Von 3 Uhr an hörte Se. Majestät im Stadtschloffe die Vorträge des Vertreters des Staatssekretärs des Reichs-Martneamts, Kontre-Admirals Büchse! und des Chefs des MarinekabinetS, Kontre-Admirals Freiherrn von Senden-Bibran. Hmte Morgen 8 Uhr 15 Minuten begab sich Se. Majestät mittels Sonderzuges von der Station Wildpark nach Stettin, um auf der Werst des „Vulkan" dem Stapellauf des Schnelldampfers des Norddeutschen „Kaiser Wilhelm der Große" beizuwohnen. Bei der Ankunft in Stettin, welche Vormittags 11 Uhr 20 Minuten erfolgte, wurde der Kaiser auf dem Bahnhof von dem Ober- Präsidenten der Provinz Pommern, Staats-Minister von Puttkamer, dem Polizei-Präsidenten von Stettin Dr. von Zander und dem Vorsitzenden des Aufsichtsraths des „Vulkan", Geheimen Kommerzien Rath Schlutow empfangen. Vom Bahnhof begab sich Se. Majestät an Bord des am Bollwerk bereit liegenden Salondampfers „Neptun", der Se. Majestät und das Gefolge nach der Werft des „Vulkan" tu Bredow führte. Die Stadt Stettin war festlich geschmückt. Nach Ankunst in Bredow schritt der Kaiser die Front der Ehren-Kompagnie ab und begab sich alsdann auf die am Bug des Schiffes errichtete Tribüne, wo er sich die Gemahlin des Präsidenten des „Norddeutschen Lloyd", Frau Geo. Plate, welche den Taufakts an dem ablaufenden Dampfer vollzog, vorstellen ließ. Nach der in Verse» gehaltenen Taufrede, in welcher vor Alle» des Herrschers gedacht wurde, dessen Name» das ablaufende Schiff tragen soll, des Kaisers Wilhelm des Großen, begab der Kaiser sich mit einem Theil des Gefolges, geleitet von den Mitgliedern des Auffichtsraths des „Norddeutschen Lloyd" und den Herren vom „Vulkan", nach dem an der Backbordseite des Dampfers errichteten Pavillon, um von hier aus den Stapellauf beffer übersehen zu können. Letzterer ging glücklich von Statten. Se.. Majestät begab sich nach Beendigung der Feier sofort nach Stettin zurück, um dort bei dem Oberpräfidenten das Frühstück einzuuehme». — Der Doppelschrauben-
Marburg
Donnerstag, 6. Mai 1897.
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,rf<g Zum türkisch-griechischen Kriege.
Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm der Große", welcher das größte Schiff der Welt ist und nach seiner Ferttgstellung wohl auch das schnellste sein wird, hat Einrichtungen, um als Hilfskreuzer der Kaiserlichen Marine zu dienen. Derselbe wird auf der Newyorker Linie verkehren und soll die erste Reise »ach Newyork im September dieses Jahres antteten.
— Wie man aus Kiel meldet, wird fich Prinz Heinrich am 20. d. M. an Bord des „König Wilhelm" nach England begeben. An diesem Tage werden die Geschwaderübungeu in der Nordsee vor Helgoland ihren Abschluß finde». Am 21. Mai tritt das 1. Geschwader die Heimreise »ach Kiel a», wo die einzelnen Schiffe des Geschwaders in der letzte» Maiwoche durch den kommandirende» Admiral befehligt werden sollen. Erwähnt sei hier zu der von der Demokratie so fructificirte» Telegramm- Affaire, daß mehrere Blätter aus Haynau L Schl. Folgendes berichten: Die Eltern eines zur Besatzung des „König Wilhelm" gehörigen Seesoldaten publizire» heute eineu Brief ihres Sohnes vom 17. April, in welchem dieser schreibt: „Diese Woche kam Prinz Heinrich unverhofft an Bord, ließ die Mannschaft antteten und verlas eine Depesche Sr. Majestät, die nahezu wörtlich etwa lautete:
■3" ^ent Sommer feiert unsere Großmutter, Are Majestät die Königin Viktoria, ihr sechzig, lähriges Regierungsjubttäum; dabei werde» die Flaggen aller Völker vertrete» fein. Ich beauf- trage mit Meinem Schiff „König Wilhelm" die deutsche Flagge zu repräsentireu, und hoffe, dl- Mannschaft trotz der alten Konstruktion ihres Schiffes Deuffchland würdig vertteteu wird Ä « ?ef Satzung Meines Schiffes „König Wilhelm" sofort bekannt zu geben."
- Wie die „N. A. Ztg." hört, ist der Geheime Kommerzienrath Albert Schlutow zum Mite liebe des Herrenhauses berufen worden.
— Mit dem am 1. Mai verstorbene» ehemahlige» Direktor rrn Reichs-Postamt, Wirkliche» Geheimen Rath Hake ist wiederum eine derjenigen Persönlichsten aus dem Leben geschieden, die in der reichbe- wegten Zett von 1866 und 1870/71 bei der Erweiterung und Neuorganisation des heimathlichen Postwesens erfolgreich mttgewttkt haben. Nur wenige
?aLer ihm im Tode vorangegangene» Staatssekretär des Reichs-Postamtes Lr. von Aephan überlebt, dessen treuer »nd verdienstvoller Mitarbeiter er lange Jahre gewesen ist. Als ei»
Hebet die Gefechte bei Welestinon liegen :—< schr ausführliche, aber belanglose Depeschen vor. Die angeblichen Siege der Griechen beschränken fich «ilgeufälliz auf Scharmützel gegen türkische Auf- ^rnvgsvorstöße. Die geringen Verluste gewähren
tivochM rttbe|:
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnernents-PreiS bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnserrionsgebühr für die gespaltene Zeile •ber deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
, Roi Adern. Die griechische Regierung soll hierüber mit Stt« tat betreffenden Mächten bereits Fühlung genommen andi Ad bei ihnen geneigtes Entgegenkommen gefunden Wen.
Aii Äaff, denn die jetzige Regierung will keine mangcl- ochsa |efl ausgebildeten Leute mehr wegschicken, wie Ralli (28 » Privatgespräch äußert. Die Berliner Blätter mblö stssm diese Abberufung ziemlich opttmistisch auf.
(8$ Obgleich, so heißt es dort, vorläufig bloß Oberst ---- Lassos von Kreta abberufen und durch den Oberst . etaifo ersetzt worden ist, herrscht doch kein Zweifel, ' baß damit der erste Schritt zum Rückzug Griechen- bb8 von der Insel Kreta gethan ist. Es ver- liuttt, Statkos Aufgabe, welcher Vasfos fich ige ! «hi unterziehen wollte, werde eben die Räumung
(281 litta8 bilden. Die Kriegsschiffe der westlichen lLlA^aßmächte dürsten die griechischen Truppe» in ri^sber Zukunft von Kreta nach ihrer Heimath de-
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai». Jllustrirtes Sonntagsblatt.
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iarorgeht, daß die Linie Welestiuon-Volo unhaltbar J ' V- Aufsehen erregt hier die Nachricht, daß in P™- «pentoan; eines englischen und eines ttalienische» iUll .^Ssschiffes sowie des griechischen Geschwaders ein ^uanzösisches Kriegsschiff in Volo
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Ei» Kloster, das so klein ist, daß nur
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$ «njige Nonne darin Platz hat, die zugleich
161 Hausverwalterin und Herzensvertraute
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2” rriaueu und Jungstaven der Umgegend ist, die
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,.8® Ufer deS hylläischen Sees, vor einem ^ale» Landstreffen, der das kleine Eiland wtt ? Kloster Vlacherena dem Festland verbindet, hält ^Wagen mtt Wolf, Jffe und Professor Riefenthal
iu chr gewandert kommen, um ihr nicht allein *bcich»n, sondern auch Rath und Hilfe von ihr Eine merkwürdige Alte, die weit und brett rilrbt nnb geschätzt wirb. Sehen Sie nur, wie fie umringt ist von jungen hübschen Mädchen, die ^helfen, ihr Kirchlein zum Fest mit Myrten zu Mucken."
(Nachdruck verboten.)
Schwester Ilse.
Roman von Clariffa Lohde.
(Fortsetzung.)
Kleine Häuschen, von Gärten umgebe», leuchten $ Sette auf. Weiße Lämmer grafen dort unter Gütige» Olivenbäumen.
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£ je! Mu mehreren andern.
-Die gute Athanasia hat schon Besuch," ruft % * Professor, eiligst auS dem Wagen springend.
■v jj werden da ein Unikum kenne» lernen," 41(9 « fich zu de» hinter ihm Hcrschrettenden;
% 3? man kann nur im Gänsemarsch die Landzunge
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löt. Mtt steuudlichem Gruße tritt die alte Nonne st "Neuangekommenen entgegen. In der That, eine ?8 M ,^l®üibige Alle. Welch mildes Antlitz! Meuschen- '* - p und Lebenssteude sprechen aus diesen edel- < Zügen von echt griechischen Typus, in i s*. zahlreichen Falte» und Runzel» die 'einstige ^°nheü nicht zu berwischen vermögen. „Wie
glücklich," denk Ilse, „wer so wie diese Nonne alt werden kann, so in treuem Schaffen, ohne Groll, ohne Wünsche und Begehren, nur der Liebe waltend, im Dienste Gottes."
Der Professor Riefeuthal macht fie aus den Kirchhof aufmerksam, der dicht neben dem kleinen Häuschen der Nonne liegt, eben so klein wie Kirche »nd Kloster selbst.
„Hier wttd fie ruhe», die gute Alte, neben ihren Vorgängerinnen, ein einziger Stein trägt die Namen Aller; noch ist Platz für einige, die nach Athanasia ihres Amtts hier in dem meerumrauschten Eiland walten werden. Ist er gefüllt, so wird ein zweiter aufgerichtet, bis dereinst vielleicht einmal das Meer kommt und Alles wegspütt, Haus uud Kirche und Stein."
Wolf ist borangegangen nach der Kapelle. Eine Anzahl von Fremden, Inhaber der vor der Landenge wartenden Wagen, die, anders als Woff, zuerst daS Mönchskloster besucht haben und deßhalb schon auf dem Rückwege begriffen find, beschäftigten fich eben damit, bunte Osterkerzen vor dem Bilde der heilige» Pulcheria, der Schutzpattoui» des Klosters, anzuzüude». Zwei Damen find darunter in grauen Reisekleidein, mtt dichten blauen Schleiern vor dem Gesicht, deren Gestatten Wolf auffalle». Etwas in den Bewegungen der Eine» erinnert ihn ziemlich erregend an Adeline. Unruhig tritt er ihr näher, nun w-ndet fie ihm ihr Antlitz zu, ein leiser Schrei löst sich von ihren Lippen.
„Wolf — Baron von Wenzelen!"
Es ist ihre Stimme; fie ist es, Adeline, und nun hebt sie, wie Kühlung suchend, den Schleier, und er sieht einen Moment in ein paar rehbraune bittende Augen, Augen, die ihn schon einmal berückt haben, die ihm zum Verderbe» geworden sind.
ßriiSfer Bewegung dreht er fich um und faßt Ilses Arm, die ihm mtt dem Professor gefolgt ist, fi- mtt sich hinausziehend: *
„Lassen Sie uns fort von Merl" ruft er dem Professor zu.
.Um Himmelswillen, was haben Sie?" fragt dieser erstaunt.
„Nichts, der Dunst des Weihrauchs; es wird vorübergcheu."
Der Professor ruft sofort das andere Eiland an. Der Fährmann dort löst seine Barke und kommt eiligst herbei, die Besucher herübeMholeu.
Die Klippe Pantokrator, bedeutend vornehmer als die Wohnstätte Athanasias, wenn auch nm zwei Mönchen Wohnung gebend, erhebt fich über einem mit Sartenanlagen gezierten, terrassenförmigen Auf- bau. Eine Weinlaube überdacht die Plattform vor der Kirche, Lorbeer, Rosen und Caetus blühen um d» Mauern des Klosters, das schlanke Cypreffen emrahmen.
„Ein so fteundlicher Empfang wie drüben von der guten Schwester Athanasia wttd uns hier nicht zu^Theil werden," meinte der Professor. „Die heiligen Vättr hier zeige» fich sehr verschlossen gegen die Fremden, wenn sie es auch zulassen, daß das Eiland besichtigt wird; den» die Büchse an der Kirchen- mauer, in die hauptsächlich die Fremden opfern, muß das nöthige Geld zum Unterhalt des Klosters liefern sonst würde man wohl auch kaum Zutritt haben."
Auch hier sind die Mönche mtt dem Ausschmücken ihrer Kirche beschäftigt, zwei hochgewachsene Männer mit edelgeschnitteneu Gesichtern, der hohen Priester- mütze auf dem zu einem Knoten geschürzten üppigen Haupthaar, das, da es nicht abgeschnilten werden darf, gelöst oft bis zum Gürtel hinabwallt.
Sie grüßen die Ankömmlinge schweigend, ohne fich m ihrer Arbett stören zu lassen. Wolf ist nicht "" Sache und fieht zerstreut aus. Nur halb hörte er auf die Erklärungen des Professors, so daß Ilse fich doppelt aufmerksam zeigte, obwohl auch sie fich dmch ihres Gatten veränderter Wesen beunruhigt suhlte. Sie hat de» Vorgang in der Kapelle der heiligen Pulcheria wohl bemerk, ohne stch jedoch eine Erklärung dafür geben zu können. , S« den», wie man diese Insel getauft
bat? fragt der Professor, als sie draußen in der
SBetnlaube zu kurzer Rast auf eine dort stehende Bank sich ntebergelaffen haben. „Schauen Sie fich einmal ihre Form an. Woran erinnert fie?"
Weder Wolf noch Ilse finden eine Antwort.
„Sie ratheu eS nicht," fährt der Professor fort, .Nun den», die Sage glaubt, in dieser Klippe das durch Poseidon versteinerte Phäakenschiff deS Odysseus zu sehen. Und gleicht das Plateau hier in feiner Form nicht wirklich dem Verdeck eines Schiffes? Aber ich sehe," fügte er ein wenig verstimmt durch )ie sichtlich abnehmende Aufmerksamkeit seiner Be- glettcr hinzu, „die Herrschaften find müde. Ich will nur eine griechische Inschrift, die mir eben an der Mauer in's Auge fiel, durchlesen, dann wollen wir aufbrechen."
Ilse faßt, als Beide allein sind, besorgt des Gatten Hand.
„Du fühlst Dich doch nicht unwohl, Wolf?"
„Nein, nein, wehrt er ungeduldig Die Begegnung war's nur. Ahnst Du, wer die Dame» sind, die mit uns tu der Kapelle der heilige» Pulcheria waren, wie sie hierher kommen?"
„Wie sollte ich? Tu kennst sie?"
„Es ist die Braut Axels und deren Mutter." (Fortsetzung folgt.)