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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

Jll«ftrirtes So««tagsblatt.

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ßiiechenland den Rücktritt des Ministerpräfi-

INM jtmai Delyannis herbeiführte, weil er sich mit

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Wendung sehr langsam vorgeht. Gestern trafen

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apfer, Ase». huhe, u den (312

chwischen Bevölkerung ist wieder Ruhe eingekehrt; i« Stadt ist jedoch noch voll von Reservisten, Fiei- Mgen und Irregulären, da deren Aufrüstung und

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_____ter vorigen Regierung werden von manchen der ferne zur Last gelegt, und daher sei Mißmuth gegen

zz halten, indem er einen Haufen von Freiwilligen ob Ruhestörern, die sich gewaltsam Gewehre be- jchaffi hatten, znr Ruhe und zur Rückgabe der gaffen bewog. Hierauf wandte der König sich ihm zu und wünschte seinen Einttitt in die Re- gienmg, den er, da DelyanniS sich hartnäckig weigerte, seine Entlassung nachzusuchen, nur durch kffen Verabschiedung und die Berufung des neuen MietS erreichen konnte. Jetzt spricht man wieder Mich von der Abberufung der Prinzen aus den jkswandostellen durch die neue Regierung.

Im Privatgespräch äußerte Malli, die Fehler

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$jn nicht mehr sicher gegen die Bevölkerung fühlte, zialli aber, der am 25. April von Thessalien nach Wen zmückkehtte und mit Enthüllungen über die gpegsührung gefährlich werden konnte, zeigte sich am =J7. April bereit und fähig, den Pöbel im Zaume

zum türkisch-griechischen Kriege.

GS ist zweifellos, daß K ö n i g G e o r g von

Einer Meldung derAgence Havas" zufolge haben die Vorverhandlungen über den Vorschlag Lord Salisburys über den Zusammeuttitt einer Konferenz in Paris zur Regelung des türkisch griechischen St-eit- falles mehrere Tage gedauert, find aber nunmehr aufgegeben worden.

diese entstanden. Die Regierung theile diese Anficht Ähr, und man dürfe die Verantwortung nicht auf de unverantwortliche Stelle wälzen. In der

Massen Einhalt zu thun. Die Truppen drängten au: die Brücke zu, wo fie bei ihrer Annäherung die Sttaßen durch Tausende von Schafen und durch die bäuerliche Bevölkerung der Gegend ganz und gar gesperrt fanden, so rasch hatte sich die Panik ver­breitet. Es ist unmöglich, auf thelegraphischem Wege eine Beschreibung dieses kopflosen Rückzuges einer Armee von 11000 Mann nvd 40 Geschützen zu geben. Als ich morgens 3 Uhr über die Brücke nach Arta kam, fand ich alles von panischem Schrecken erfüllt, und als ich mich nach Patras begab, standen sämmlliche griechischen Truppen wieder in den allen Stellungen, die sie vor der Kriegserklärung einge­nommen hatten: nicht ein einziger Mann, befindet fich noch auf türkischem Gebiete.

In Turnavo und Larissa find Feldlazareihe er­richtet worden. Nach tüttischen Angabe» find 'die Feldbefestigungen bei VelestinoS von den Türken ge­nommen worden; die Kämpfe dauern fort. Die Verbindungen zwischen P h a r s a l a und V o l o ist gestört. Von den Türken wurden zehn Geschütze er­beutet. Das ganze türkische Geschwader ist in den Dardanellen wieder vereinigt. Die Panzerschiffe find längs der beiden Seiten der Be- festtgungen vertheilt. Die Torpedoboote stehen ab­wechselnd unter Dampf und pattoullire» vor und in den Dardanellen. I» den Werken von Hazidieh und Tschimentik find elekttische Scheinwerfer zur Beleuch­tung während der Nacht aufgestellt.

Der türkische Gouverneur auf Kreta protestirte gegen die Entscheidung der Admirale, wonach den Einwohnern gestattet wird, ans dem Innern der Insel nach Kanea zu kommen zur Verproviantiruug. Der Gouverneur fordert eine scharfe Blockade. In Kanea, sowie in Retymo, Kandia und Sitia sind Französische Postbureaus eröffnet worden. In einer Unterredung mit den englischen und italienischen Admiralen erklärten die Führer der Aufständischen, fie könnten nicht in Unterhandlungen eintreten, ehe ihnen nicht die Einzklheiten der für Kreta beabsichttgten Autonomie bekannt seien. Die Admirale gaben das Versprechen, es würde den Kretern vollständige Auto­nomie gegeben und die Ernennung des Gouverneurs der Insel der Nationalversammlung zur Bestättgung unterbreitet werden. Bei Kandia griff in der Nacht zum 2. Mai eine Abteilung Aufständischer das Fort Jzzedin an; fie wurde jedoch durch das lebhafte Feuer der internationalen Besatzungstruppen zurückgeworfen.

Der deutsche KreuzerKaiserin Augusta" ist von Kreta in Phaleron augekommen.

Marburg

Mittwoch, 5. Mai 1897.

Depeschen aus Konstantinopel bestätigen, daß die umung von Pharsala begonnen hat. den Depeschen heißt es ferner, daß die Griechen Vorbereitungen treffen, um bei Pharsala eine t zu liefern, sondern fich in der Richtung nach

«okos auf die vom Othrysgebirge gebildete " lich Vertheidigungslinie zurückziehen. Endlich azen die Depeschen, daß die Griechen Arta zu äwen beginnen.

lieber das Gefecht ber Pentepigadia und den Rückzug der Griechen liegt ein Bericht ber »Daily News" vor, der zunächst die beiberfeüigen Stellungen im Passa von Pentepigadia vom 28. April schildert. Eine türkische Infanterie- Abtheilung in der Gesammtstärke von 4000 Mann und einigen Geschützen hatte mehreremale versucht, den Hügelkamm zu erstürmen, der von 600 Jägern und 400 Mann anderer griechischer Truppen mit zwei Geschützen ver­teidigt wurde, während weitere 600 Jäger mit jroe ; Geschützen die mittlere Höhe besetzt hielten. Es war augenscheinlich, daß die griechische Besatzung des KammeS dringend der Verstärkungen bedurfte, da die türkischen Angriffe mit großer Entschlossenheit ausge­führt wurden. Die Absendung von Verstärkungen wäre auch leicht gewesen, da die Griechen zwischen Hanopulo und ihrer vorgeschobenen Stellung über 6600 Mann und 30 Geschütze verfügten. Auffallender­weise traft« keine Verstärkung-» ein, und die Türken erneuerten daher am 29. April morgens ihr Geschützfeuer, das am Nachmittag noch an Stärke zunahm. Es war offenbar, daß die Türken einen energischen Angriff vorbereiteten. Aus nicht aufge­klärten Gründen hatten inzwischen dir griechischen Geschütze auf dem Kamm das Feuer eingestellt, und als plötzlich um 3V2 Uhr die Türken ein heftiges Infanterie-Schnellfeuer eröffneten und ihre Kolonnen vor dem griechischen rechten Flügel zu einem Sturm­angriff zusammenzogen, schwiegen auch die griechischen Geschütze aus der mittler« Höhe und fuhren 20 Minuten später ab, um so rasch wie möglich auf Hanopulo zurückzugehen. Die Jäger auf dem Hügel­kamm erwiderten tapfer das mörderische Feuer der Angreifer und hielten seihst gegen eine zehnfache Uebermacht bis 5 Uhr mnthig Stand bei einem Ver­lust von 100 Man«, wurden aber unter lautem Geschrei und dem mit dem fortgesetzten Krachen der Gewehre untermischten Klange der Signalhörner den Hang hinunter geworfen. Auch dann noch unterhielten einige Schützen ein Schützenfeuer auf die verfolgenden Türken, doch diese hatten in­zwischen den Kamm besetzt und überschütteten nun­mehr auch die griechische Stellung auf der mittlere Höhe mit ihrem vernichtenden Feuer. Nun war alles bald zu Ende, der Befehl zum allgemeinen Rückzng wurde gegeben, und schon um 5 U Uhr waren alle Stellungen verlassen und die Türken verfolgten die fich zurückziehenden Jäger auf Hanopulo zu. Als ich den letztere Ort erreichte, fand ich die griechischen Offiziere vergeblich bemüht, der unauf­haltsamen Rückwärtsbewegung der

Deutsches Reich.

Srtlitt, 3. Mai. Se. Majestät der Kaiser begab fich heute Vormittag 9 Uhr vom Neuen Palais zu Pferde nach dem Bornstedter Felde und besichtigte hier die drei Bataillone des 1. Garde-Regiments z. F. Nach der Besichtigung fand eine Gefechtsübung im Feuer statt, an welcher das Leib-Garde-Husaren- Regiment, eine Schwadron der Gardes du Corps, eine Schwadron des 3. Garde - Ulanen - Regiments, vom 2. Feld-Arttllerie-Regiment die Fußbatterien und zwei reitende Batterien theilvahmen. Nach einem zweimaligen Parademarsch trat da» 1. Garde- Regiment z. F. zn einem Viereck zusammen. Der Kaiser trat in die Mitte und hielt eine Ansprache. Alsdann setzte fich der Kaiser an die Spitze des Regiments, führte es durch Potsdam, hielt am Offizierscafino des Regiments einen nochmaligen Vorbei­marsch ab, begab fich hierauf in das Offizierscafino und nahm hier das Frühstück ein. An demselben nahmen außerdem Theil Prinz Friedrich Leopold, mehrere Generale und frembe Offiziere.

Die Ernennung des Unterstaatssekretärs im Reichspostamt, Fischer, zum Staatssekretär an Stelle Stephans gilt, derNat.-Ztg." zufolge, nunmehr als wahrscheinlich. Sein Nachfolger würde der Direttor im Reichspostamt, Fritsch, werden und in dessen Direktor posten der Geh. Oberposttaih Krätke einrücken.

Im Kultusministerium trat heute Vormittag unter dem Vorfitz des Wirtlichen Geheimen Ober­regierungsrath L r. von Bartsch eine ans Parla­mentariern, Verwaltungsbeamten und medizinischen Sachverständigen bestehende freie Kommission zusammen zur Vorberathung der Grundzüge ber Um- 8 eft a11 u n g der Medizinalbehörden.

DerReichsanzeiger" meldet: Durch Kabinets- ordre vom 28. v. M. ist Generaloberst o. Lotz auS seinem Abschiedsgesuch von der Stellung als Oberbefehlshaber der Marken und Gouverneur von Berlin entbunden und zu den Offizieren zur Dis­position übergetteten, aber ä la suite des Königs- Husaren-Regiments verblieben. Durch Kabinetsordre

Anj«igen nimmt entgegen die Expedition diese« Blatt«», sowie die Annoncen-Bnreaux von Haasrnstein & Vogler in _____

Frankfurt a. M., Lasse!, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXII. Stobra.

M-ss« in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L.

Land« LCo. in Fraukfutt a. M., Berlin, Hannover, Pari«.

4 kk italienische Freiwillige unter Führung des kmbaldianers Berte in Athen ein, und wurden mit Jubel »dkl p$tiB Stürmische Theilnahme erregte auch Abends M k Abmarsch der 2000 epirotischen Freiwilligen, 0" knmter ein junges Mädchen als Fahnenträgerin, chh bi dk Gegenstand der Bewunderung ist. Im Athener ßrlizeigefängniß find zwanzig türkische Gefangene

«t zwei Offizieren untergebracht. Die Menge

Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und

* rx » Feiertagen. Quartal-AbonnementS-Preis bei der Expe- Ifo 1()4 bttlon 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Psg. (exkl.

* Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gehaltene Zeile oder deren Raum 10 Big.. Reklamen für die Zeile 25 Psg.

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(Nachdruck verboten.)

Schwester Ilse.

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Roman von Clariffa Lohde. (Fortsetzung.)

-Professor Riefeuthal wird uns begleiten," rief ' ihr ichou von Wettern entgegen.Seine wird uns sehr nützlich sein. UebrigcnS ich nicht ohne Mühe den Wagen erhalten.

ro0J -D, Ilse sagte es fich ja jeden Tag, Wolfs (22K «chlwollen, seine Achtung, ja, die besaß sie, aber

kartetsanften Antlitz gewichen, wie eS sich in dem ßlisz» ** des Beisammenseins gewandelt hatte. Er c sah es nicht; ihm war fie ja immer die gleiche (V Üblich liebevolle Gefährtin, und er glaubte, sich lieft genug zu thun, wenn er fie mit dem h-ßj, Akt eines Cavaliers behändeste und fie mit der 2-^ l®18 Zuvorkommenheit umgab, die ein Mann . j Gattin schuldig ist. Daß fie etwas entbehrte,

\ 61 kaum, und hätte er eS geahnt: konnte

qr denn mehr geben, als er überhaupt zu geben

P? Siebe? Die fich zu erringen, schien ihr vom , schick versagt zu fein. Wenn Liebe Liebe erwecken IHfi S hier bestätigte fich diese allgemeine Regel nicht.

E He war er Alles, ihr Glück, ihre Sonne, und ". , * ffe damals dem Kranken ohne Befiunen ihre A hingegeben hatte, nm in dem Bemühen, für $ sorgen, für ihn zu leben, so würde fie es heute noch dem Gesunden thun. Aber der bedurfte ihrer nicht, der Gesunde sah in leu 2« * Au eine Fessel, und eine Fessel durfte fie ihm \ werden! Wolf kehrte zurück, Ilse zwang

sbur«» «tz p, einem Lächeln, so schwer ihr auch um'» Herz ____Hätte Wolf genauer auf fie geachtet, ihm wäre

Die Hotelequipage ist schon von Neuangekommenen Gästen mit Beschlag belegt worden, die denselben Ausflug wie wir beabsichtigen und bereits fort sind. Doch versprach der Wirth, so rasch als möglich ein anderes Gefährt herbeizuschaffen. Bitte, mache Dich fertifl!"

Es war eine köstliche Fahrt, unvergeßlich für Ilse; die letzte, die fie in äußerer friedlicher Ge­meinschaft mit dem Gatten unternahm.

Der Professor war sehr hetter gelaunt, ihn muthete Alles an wie ein Sang ans alter Zeit, und sein Mund floß über in Dithyramben der Be­geisterung.

Auf der Spauiata wandelte das Volk schon in festtäglicher Stimmung, Griechen und Albanese» in ihren Feierkleidern, Männer mit dunklen verbrannten Gesichter», in weißen faltigen lleberröcken mit Gamaschen und Schnabelschuhen, den rothen Fez auf dem schwarzlockigen Haar, stolz einherschreitend, sorglos und vornehm wie antike Helden, Frauen in prächtige» gestickten Gewänder», Kette» von Silber­münzen um den Hals, Mieder und Schuhe roth mit Gold gestickt, um den Kopf ein feines gebliches Schleiergewebe, unter dem goldene Münzen auf die schmale gebräunte Stirn herabfielen.

»Ach, Du schöne Insel, daß ich Dich so bald verlassen muß!" rief der Professor, dessen Urlaub mtt dem Beginn des neuen Semesters erlosch, empathischSehen Sie nur dort! Ist eS nicht, als ob die antiken Chöre, die einst zu dem Eleufinne» fich um den Altar des Bachus schlangen, wieder lebendig geworden wären? Haben Sie je etwas Schöneres gesehen, lieber Baron, als die Augen dieser Frauen? Die sammetbraune Farbe, der edle mandelförmige Schnitt und der von dunklen Wimpern halb verschleierte Blick, die feingezeichneten Brauen

die die Alten Bogen des Eros nannten. Ach, gnädigste Frau, halten Sie das Herz Ihres Ge­mahls fest, hier könnte eS wirklich in ernste Gefahr gerathen."

Ueber Ilses Züge huschte ein trübes Lächeln. Kann man denn verliere«, waS man niemals besessen hat? tönte eS in ihr. Ach, daß fie eifersüchtig sein dürfte!

_ Man fuhr die von den Engländer« angelegte schöne Via Marina entlang, durch die venezianischen Bastionen nach der Villa Reale und weiter an den entzückenden Villen vorbei, die dort vornehme Griechen und reiche Ausländer errichtet haben, alle von büchender Rosenpracht, von Erttabänmen, Orangen und Palmen umgeben. Dann hinauf nach dem kleinen anmuthigeu Wetter Hagia AnalipfiS mtt seinen prächtigen Olivenhainen.

Hier bewegen fich ftöhliche Gruppe», bekränzte Jünglinge und Jungftauen Arm in Arm beim Klange einer Flöte dahinschreitend, dort drehen fich kräftige Männergestatten im Tanze, das lockige schwarze Haar bacchantisch im Winde flatternd; geborene Ballettänzer, an Grazie ihre geschulten Kollegen bei unS weit übertreffend.

Tief unten zwischen dunklen Höhenzügen blintt »er Hyaäische See auf, dahinter das Meer und die Berge von Epirus, von Duft umschleiert, ein Bild von so sehr berückendem Reiz, wie eS wenige in Europa giebt.

Schweigend schauen Wolf und Ilse von der Anhöhe, auf die fie der Professor Rieftnchal geführt hat, darauf hinab. Dieser selbst trippelt aufgeregt hin und her, und immer wieder stößt er die Frage hervor:

Nun, habe ich zu viel gesagt? Ist das nicht der richtige Hintergrund für die herrliche Odyssee?

Und wenn die Gelehrten auch noch daran zweifeln wollen, daß dieses die Phäakeninsel gewesen ist, wo Odysseus landete, vermag irgend eine andere der jonischen Inseln den Dichterttaum Homers so zu verwirkliche«, wie dieses wundervolle Eiland? Sehen Sie dort, wo der See nach dem Meere zu sich öffnet, jene jäh emporsteigenden schmalen Klippen. Dort stehen die beiden Klöster, zu denen ich Sie ühren will, das eine ein Nonnen-, das andere ein Mönchskloster. Doch brechen wft auf, damit wir nicht zu spät dort hinkommen und daheim das Mittagessen versäumen."

Und wieder trägt das leichte Gefährt sie weiter, das schattige Bergelände hinunter, durch Me Gründe, in denen muntere Quellen sprudeln, von Myrte», Oleander und Grauatbüschen umsäumt. Tiefer noch, wo der Weg zum See fühlt, springen lachende Kinder den fahrenden entgegen, Blumensträuße und Lotusfrüchte zum Kaufe anbietenb. Der Professor und Wolf nehmen ihnen eine Anzahl ab. Wolf steckt selbst ein Sttänßchen an Ilses Brest, es ist eine der ersten Aufmerksamkeiten, die er ihr erweist, und die fie innerlich erzittern macht. In Wahihett steigt es warm i» Wolfs Herzen auf, als er sieht, wie die fünften Züge Ilses in Verklärung beim Anschauen all dieser Schönheit leuchten. So viel ist er ihr ja an Dank schuldig. Vielleicht wäre et ohne fie gar nicht im Stande, das Alles zu sehen zu genieße» Er sagt sich das täglich, und sucht sich in das stille ruhige Lebe» a» ihrer Sette hinein zu gewöhnen. Wenn nur das heiße, verlangende Blut mit der zunehmenden Gesundheit nicht wieder so begehrlich in ihm aufwallte!

(Fortsetzung folgt.)