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öcheutliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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Zweites Blatt

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Hchrte Dame, welche ein Vermögen von 9000 Mk.

^Dies verlockte den Angeklagten, selbst als II lUKeier aufzutreten. In seinem Bewerbungsschreiben 111 RMderte er sich selbst als ein Muster von Tüchtig­

stimmte das Resultat mit dem von Flammarion

litmmte oas meputoi mu oem von flammarion Händler. Abonnements nachgewiesenen nicht, der Kranke aber bekräftigte! beiden und bei der Post.

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lächelnd, er irre sich nicht. Nach langem Suchen fand man endlich, daß im Weik des französischen Astronomen thatsächlich ein Druckfehler enthalten, und daß die von dem Unbekannten gefundene Lösung die richtige sei. Man photographirte den im Uebrigen absolut geistesverwirrten Mann, und das der Polizei übermittelte Bild führte endlich zur Entdeckung, daß der Geisteskranke niemand Anderer sei, als Moriz Frankl, der einst in ganz Europa be­rühmte Rechenkünstler.

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsettionsgebühr für die gespaltene Zeile »der deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Geschäftliche Mittheilungen.

Die Media-Kleidung oder:Welche Unter­kleider wähle ?" so bi titelt sich ein bei Herrn A Linneborn, Hagen bei Allendoif in Westfalen erschienenes Merkchen, welches obige Frage vom hyg rutschen und praktischen Stand­pur kie aus bespricht. Die Erzeugnisse der Natur im Thier­mit, Pflanzenreiche soll der Mensch darauf hin prüfen, ob sie ihm zur gesunden Kleidung dienlich find, die besten der- selben, diese dann durch die Technik zu einem Kleid« ge­stalten, welches bei der Kälte erwärmt, bei der Hitze nicht brennt und zu unnatürlicher Transpiration reizt. Nach diesen Ideen d S Verfassers ist die Media - Kleidung von ihm fabrizirt. Gewählt ist bei derselben Wolle und Lei, en. Die gesundheitlichen Vorzüge, welche Leinen und Wolle von Natur aus haben, sind durch «in besonderes Verfahren ge­hoben worden. Die Media - Kleidung auS einer in einer Masche gebildeten Doppelschicht; di« innere aus präparirten Leinenfädrn bestehende berührt allein den Körper, frottirt di« Haut, hält die Poren offen und den Körperwärme. In der Äroschüre find zahlreiche Atteste von Professoren und Aerzten und allen Berufsständen sogar vom König!. Kriegs- Ministerium zum Abdruck gebracht. Zu haben ist die Bro­schüre durch den Verfasser und durch die Firma Phil. Brauer Inh I. Herdickerhcff, welche den Alleinverkauf für Marburg überuommeu hat, und zwar kostenlos.

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lag einging. Am Abend des 31. Dezember v. . traten sie die Reise an. Frau v. B. führte 900 art mit sich, die E. ihr durch das Vorgeben schwindelte, daß er dafür französisches Geld ein­

ein müsse. Ans dem Bahnhofe nahm er für ine Begleiterin einen Platz im Schlafwagen, während er si sich mit einem Platz zweiter Klasse begnügte, nahm Abschied von ihr mit dem Versprechen, daß am folgenden Morgen den Kaffee gemeinsam in ensburg einnehmen würden. Als der Zug dort gekommen war, ließ L. sich nicht blicken. Nach Am Fragen erfuhr Frau v. B., daß er den Zug Kreits in Leipzig verlassen habe. Die arme Frau ieranb sich in einer heiklen Lage, sie führte keinen

nig Geld bei sich und mußte den Kredit des nhofswirths in Anspruch nehmen. Sie fuhr «n bis München weiter, in der Hoffnung, daß ihr igam durch irgend ein Hindcrniß aufgehalten den sei. Sie täuschte sich auch hierin, ihre Fahr­lautete nur bis München, und die dortige Be­de nahm sich der Verlassenen an und sorgte für Rückbeförderung nach Berlin. Inzwischen war saubere Bräutigam auf einem anderen Wege nach a gereift und hatte seine ganze Baarschaft nach iigen Tagen verspielt. SeinSystem" taugte nichts, er nach Berlin zurückkehrte, wurde er verhaftet, w er diesen Betrug ausführte, hatte er einen begangen. Bei dem Schneider Schütz,

Berzeichnitz

der für das Sommersemester 1897 an hiesiger Universität immatrikulirten resp. inskribirten Studirendrn. Z - .

95. Nehmiz, Johannes, Magdeburg, Med., Steinweg 6.

96. Ecker, Karl, Hannover, Med , Ketzerbach 61.

97 Gran, Eduard, Köpenik, Med., Ketzerbach 47.

98. Hahn, Theodor, Ballersbach, Med., Zwischenh. 6.

99. Becker, Wilhelm, Kreuznach, Med., Bahnhofstr. 38.

100. Sprenker, Theodor, Beckum, Med., Steinweg 6.

1'1. Reinhard, Friedrich, Melsungen, Med., Stetnweg 9.

102. Peters, Richard, Scharfendot, Med., Roth. Grab 2a.

103. Küster, Hermann, Godesberg, Med., Renthof 11.

104. Bechthold, Karl, Frankfurt a. M. Med., Ketzerb 43.

105. Gleistmann, Johannes, Jakobshagen, Med., Bahn­hofstraße 16.

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Martin Estor, Untergasse 8.

einem in bedrängten Verhältnissen lebenden Jungge­sellen, hatte L. eine Schlafstelle inne, die gleich.eilig seinBureau" vorstellte. Er erzählte seinem Wirth so viel von seinemSystem", welches ihn so leicht zum reichen Manne machen solle, daß derselbe ihm schließlich glaubte. Lange schlug dem Schütz vor, er solle ein Mädchen mit etwas Vermögen heirathen und sofort nach der Hochzeit mit ihm nach Nizza reifen, um in Monte Carlo die Bank zu sprengen. Schütz ging darauf ein. Es fand sich auch ein be- dauernswerthes Geschöpf, welches ihm 1000 Mark mit in die Ehe brachte. Schütz nahm hiervon 800 Mark und dampfte mit dem Angeklagten nach Nizza ab. Das Geld war im Handumdrehen verloren, das System" des Angeklagten hatte sich auch damals nicht bewährt. Schütz bekundete im Termin, daß Lange ihn in's tiefste Elend gestürzt habe. Als der Angeklagte trotz aller Vorhaltungen des Vorsitzenden allerlei Winkelzüge machte und auch seinem Ver- theidiger durch falsche Angaben fein Amt erschwerte, erklärte der Letztere, daß er die Vertheidigung nieder­lege. Er bitte aber, den Termin zu vertagen, damit der Angeklagte im Stande sei, sich einen anderen Vertheidiger zu wählen. Der Gerichtshof sah sich nickt veranlaßt, diesem Anträge statt zu geben, die Verhandlung wurde ohne Vertheidiger zu Ende ge­fügt und endete nach dem Anträge des Staatsan­walts mit der Verurtheilnng des Angeklagten zu einer Gesangnißstrafe von 2 Jahren und 3- jährigem Ehrverlust.

Vor 28 Jahren verlor der damalige Pächter des Gutes Ladziza, Herr von Uslar, auf dem Felde seinen Trauring, welcher trotz allen Suchens nicht znm Vorschein kam. Vorige Woche nun fand der damalige Kutscher des Genannten, der jetzt eine Parzelle des Ackerstücks, auf welchem der Ring verloren wurde, inne hat, diesen bei der Be­stellung des Ackers. Er übersandte den Fund seinem in Schlauroth bei Görlitz wohnenden Eigenthümer, welcher dem ehrlichen Finder zwei Flaschen Wein und 15 Mark übersandte.

Irre geworden. Die Polizei von Budapest brachte in der vorigen Woche einen Unbekannten nach der Engels selber Irrenanstalt. Der Unglück­liche lief unausgesetzt, er sei der liebe Gott, der die Gerechten ins Himmelreich sichre. Seinen Namen vermochte man nicht herauszubekommen. Behufs Feststellung feiner intellektuellen Fähigkeiten gaben ihm die Irrenärzte Rechenexempel auf, welche der Geistesgestörte mit solcher Präzision und Raschheit löste, daß die Aerzle völlig verblüfft waren. Schließ­lich stellte der Direktor der Irrenanstalt folgende Frage:Von den Wellen der rott)en Farbe finden 15 000 auf einer Linie von einem Zentimeter Platz; da nun das Licht in einer Sekunde 42 000 Meilen durchstiegt, wie viele Wellen erreichen das Auge in einer Sekunde?" Jrn Nu erwiderte der Unbekannte: 450 Billionen Auch auf einige daS Gebiet [der höchsten Mathematik berührende Fragen aus Flam- marions Astronomie über die Bewegung der Himmels­körper gab der Mann sofort Antworten. Einmal

Landwirtschaftliches.

Gegen die Schafräude. Aus den Berichten über das Auftreten der Schafräude in Preußen (mit Ausschluß des Kreises Grafschaft Bentheim) im Jahre 1896 geht hervor, daß die Tilgung dieser Seuche im letzten Jahre keine wesentlichen Fortschritte gemacht hat. Die Zahl der dem Badeverfahren unterworfenen Schafe betrug im Jahre 1895 29 555 Stück, im Jahre 1896 noch 28 514 Stück. Das Verfahren gelangte, wie im Jahre 1895, in 13 Re­gierungsbezirken zur Anwendung. Am häufigsten trat die Räude auf in den Regierungsbezirken Osnabrück, Cassel, Hannover, Hildesheim, Stade und Magdeburg; dagegen blieben von ihr verschont die Provinzen Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Posen, Schlesien und Schleswig-Holstein, sowie die Regierungsbezirke Frankfurt, Aurich, Wiesbaden, Koblenz, Köln, Trier und Aachen. Der Minister für Landwirthschaft hat angeordnet, daß zur weiteren Unterdrückung der Schafräude das bisherige Tilgungs- Verfahren auch im laufenden Jahre angewendet wird.

Marburg

Freitag, 30. April 1897.

106. Hofmann, Hermann, Niederscheld, Med., Ketzerb. 43.

107. Ambos, Hubert, Düren, Wed., HaSpelstr. 4.

108. Langsdorf, Otto. Cassel, Med, Ketzerb. 50.

109. Weber, Wilhelm, Solingen, Med., Steinweg 26.

110. Müller, Adolf, Schloß Wittgenstein, Med., Renthof 2.

111. Tiäb, Emil, Hanau, Med , Steinweg 46.

Ostheim, Ludwig, Marburg, Med, Rosenstr. 12.

Schminke, Richard, Altenritte, Med., Zwischenh. 3.

Kapp, . Joseph, Mainz, Med., Bahnhofstr. 27.

Daske, Otto, Alt Hartmannsdorf, Med., Marbacher- Weg 24.

Versicherungswesen.

BaSlerLebens-VersicherungS-Gesell- schaft In der Sitzung des VerwaltungsratheS vom 7. April wurden von der Direktion der Rechnungsabschluß und die Bilanz pro 1897 vorgelegt und vom Verwaltungs­rath genehmigt. Der erzielte Reingewinn aus der Lebens­und Unfall Versicherungs-Abtheilung beträgt Mk. 537818,54, woraus nach Absetzung der statutenmäßigen R serve rc. die mit Gewinnbetheiligung Bei sicherten Mk. 400 000, die Aktionäre Mk. 80 000, = 10"/« der Baareinzahlung er­halten sollen. Der Bersicheiungsbestand stellte sich Ende 1896 in der Lebens-Versich-rungs-Abtheilung auf: 29 312 Policen über Mk 118 6 2 766 Kapital-Versicherungen und Mk. 493 521 Renten und in der Unfall - VersicherungS- AblHeilung auf 23 598 vei sicherten Personen mit Mk. 526 044 088 für den Todes» und Jnvaliditäts - Fall und mit Mk. !43 926 Tagescntschädigungen bei vorübergehender Erwerbsunfähigkeit.

Puhlmann, Richard, Potsdam, Med., Roserstr. 13.

Strupp, Gustav, Treysa, Med., Rother Graben 5.

Rahne, Karl, Erfurt, Med, Ketzerbach. 12.

119. Wintzer, Paul, Forbach, Med., Frankfutterstr. 44.

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Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXII. Svafira

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itit und Solidität, der es nur der Unredlichkeit einer Londoner Bankfirma zu verdanken habe, daß fein ikdenteudes Vermögen verloren gegangen fei. Frau (B. ließ sich überreden, im November sand die Belobung statt. Die Braut opferte zunächst 3000 Rar!, wofür Lange die Wohnungs-Einrichtung be­sorgen sollte. Er brauchte das Geld für sich. Im TanÄ Anwar sollte die Hochzeit ftaitfinben. Vorher Über- SchÄg rtbeie L. seine Braut, mit ihm eine Reise nach Nizza, d. Gch z,zw. Monte Carlo zu machen. Er behauptete, daß Gold« «ein System erfunden habe, wonach er unbedingt Zunge- in einer Spielbank gewinnen müsse. Wenn sie zu i'Aro-z Meiern Unternehmen 500 Mark und 400 Mark für Senate fe Reisekosten opfern wolle, so würden sie als reiche Leute nach Berlin zurückkehren. Diese Aussicht schien ttttNWs Frau v. B. so verlockend, daß sie auf den Vor-

Fräuii», Kotz

MS empörend und schändlich bezeichnete am j2. b. M. in Berlin der Vorsitzende der 3. Stras- totmer des Landgerichts I, Landgerichts-Direktor Kieler, die Handlungsweise, welche den Kaufmann Lskar Waldemar Lange auf die Anklagebank führte, «dnge, ein 48 jähriger Mann, der über große Ge­wißheit und Redegabe verfügt, ernährte sich durch peiraths Vermittelung en. Auf eine seiner noucen meldete sich die Wittwe v. B., eine schon

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