Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
3-h-«oü, UÄverfitätS-Buchdmckerei in Marburg. O Vf SllT/tW »«aotwartlich für d« -llgvmÄm Th«ll: R«dakt«r M. Hartmann,
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Marburg
Freitag, 16. April 1897.
Brqeigeu nimmt entgegen die Expedition diese? Blatt»«, sowie di« Anuoncea-Bureanx von Haasenftein & Vogler in Frankfurt a. M., Caflel, Magdeburg und SBitn; Rudolf Mofs« in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. Land« L Lo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari«.
LXXU. Jahrg.
Erstes Blatt.
Tharfteüag ist wieder! Ernster, stiller, weihe- «ller Tag! An diesem Tag schweigt der Lärm des Marktes. Jede Lustbarkeit wird zurückgestellt. Das pije öffentliche Leben trägt das Gepräge feierlicher bchc. Voller als sonst im ganzen Jahre find die (jn^en. Wer noch irgend auf seinen Christennameu Noas hält, den zieht es hin zum Gotteshause. Der ,uß kein Herz in der Brust haben, der kein Gefühl fr die Größe dieses Tages befitzt. Freilich auf eine iichrstäüe ruft uns der Charfreitag, auf eine Stätte es Grauens und Schreckens. Ein kahler, öder, chanriger Hügel. Und auf dem Hügel hochaufgelichtet rei Kreuze. Und an den Kreuzen drei arme un- lücklichr Menschenkinder in Qual und Todes noth rei Uebeühäter, die man abthun, von denen man die Keuschheit befreien will. Aber von dem in der Mitte fr selbst der ihn verdammende Richter bekennen wffen: Ich finde keine Schuld an ihm! Und der Wptmann, der den Blutbefehl ausrichten muß, Welt staunend den Kopf und ruft: Fürwahr, dieser 8 ein frommer Mensch und Gottes Sohn gewesen!
Ein schönes Dichterwort sagt: „Die Stätte, die k guter Mensch betrat, fie ist geweiht für alle Zeiten/ doppelt geweiht aber ist der Ort, wo ein edles Herz u Tode brach. Nur mit einem Gefühl der Ehrfurcht innen wir an solch eine Stätte treten. Dies Gefühl tigert sich zur Andacht, wo ein Wohlthäter der Keuschheit seine schöne Seele ausgehaucht hat. Und esto stärker, desto innerlicher fühlen wir uns ergriffen, ! härter und schwerer der Todeskampf war, den er eßehen mußte. Hier aber ist cs der beste der ieuschen, dessen Herzblut wir fließen sehn. Das ffegnetste Leben sinkt hier in den Tod. Ein Mann, er nur für die Menschen gelebt hat, ie er seine Brüder nannte, der wird hier von diesen elbeu Menschen dafür ans Kreuz geschlagen. Wo st je auf Erden etwas gescheh», das diesem Tode lichc? Für uns hat er sein Leben gelassen, für
(Nachdruck verboten.)
Schwester Ilse.
Roman von Clariffa Lohde.
(Fortsetzung.)
„Muß denn die Kunst immer schön sein?" fragte iäthc dann Axel. „Wenn sie nur interessant ist —"
„Und wahr; daran aber taffen es diese Herren möhulich fehlen, obwohl sie sich stets Naturalisten tonen.*
.Sie sehen eben Welt und Menschen mit ihren lugen —“
.»Das heißt mit kranken Augen; unsere großen «eifter sahen anders. Weißt Du, was die Griechen üs höchste Kunst erkannten? Die Jedem im Volke totzändlich war, und an der sich nicht nur Künstler
Kunstverständige, sondern Ackersleute, Fischer
Vogelsteller freuten. Wen aber erfreuen diese "Mannten Farbensymphonien, diese häßlichen, ver- fflkten, stierenden Menschen, diese grellgrünen Wiesen ,u unmöglich großen Schafen und Schweinen, den «letten Kühen? Ich denke, Niemanden. Nein, 68 ist keine Kunst mehr, das sind Kunststückchen, 16 die Zauberkünstler sie uns vormachen, wenn sie
ihre Fingerfertigkeit Wunder vorführen, die doch Wunder find/
-Käthe lachte.
. .Und was ist denn nach Deiner Anficht wahre
M?n
»Suchen wir sie, Käthe! Sie ist noch nicht ** und lebt auch noch unter uns/
L »3a, suchen wir fte/ sagte fie, den hübschen mit herausforderndem Ausdruck nach ihm hin-
L Schon in einem der nächstliegenden Säle blieb BJt! vor dem Porträt einer Dame stehen.
uns hat er Marter und Schmach auf sich genommen, für u n s hat er sich verblutet am Holze des Fluchs, so bekunden es die Zeugen aller Zeiten. FÜr uns, das ist's erst, was diesem Tode seine eigentliche Macht giebt über unser Gemüth, das ist's, was uns das Kreuz so groß und heilig^macht. Und mit dem Dichter sprechen auch wir:
Du König aller Herzen, Erhab'ner Gottessohn Du ttägst der Menschheit Schmerzen, Der Menschheit bittem Hohn.
Doch süße Himmelswonne
Umschwebt den bleichen Mund;
Du bist des Lebens Sonne Auf diesem Erdenrund.
Umschau.
Der genaue Bericht über die näheren Umstände, unter denen das Ableben des Großherzog von Mecklenburg-Schwerin erfolgte, ist vorgestern von dem Rütmeister v. Kap Herr aus Cannes überbracht worden. Diesem Berichte ist folgender Bericht der Aerzte Dr. Müller und Dr. Haun angeschlossen:
Während der letzten Tage und schlaflosen Nächte war der ärzüiche Dienst bei dem Großherzoge so organisirt, daß Tag und Nacht ein Arzt im Zimmer bei demselben oder im Nebenzimmer sich aufhielt. Am 10. April, Abends gegen 7 k Uhr, äußerte der hohe Patient, wie er stets zu ihun pflegt«, wenn er schlafen wollte, deu Wunsch, allein zu sein, weil er fich schläfrig fühlte. Er ließ die Frau Großherzogin vorher um 7 Uhr kommen, der gegenüber er auch denselben Wunsch äußettt. Der Arzt du jour versuchte im Zimmer zu bleiben, in der Vefürchturg, daß eventuell ein Kollaps eintreten könnt», mußte aber aus spezielles Verlangen desielben daffelbe auch verlaffen. Das Bewußtsein war bis zum Hinausgehen des Arztes vollständig klar, und der hohe Patient in zufriedener Stimmung. Der Arzt wartete im Korridor mit dem Kammerdiener zusammen, um an der Thür zu horchen, wie der Krank- alhmete. Nachdem er wiederholt das erschwerte Athmen des hohen Pattenten vernommen hatte, konnte er nach einigen Minuten, an der Thür stehend, nichts mehr hören, und trat deshalb in das Zimmer, du er einen Kollaps befürchtete. Beim Oeffneu der Thür fand er, daß Se. Kgl. Sohett das Zimmer verlaffen hatte. Gleich darauf wurde durch einen Lakaien gemeldet, daß der hohe Herr auf dem Fahrweg« zwischen der Villa und dem Marstall liegend gefunden sei. Nachdem derselbe ins Haus gebracht und auf dem Bett bequem gelagert war, ergab dir Untersuchung, daß neben einer unbedeutenden Abschürfung der Haut am Scheitel eine Ve letzung der Wirbelsäule stattgefnnden hatte,
„Das also genügt Seinen Kunstansprüchen?" fragte Käthe.
„Ja, denn es giebt Natur, doch nicht abge- schriebeu wie eine Photographie, sondern in ihrer Individualität aufgefaßt, die Wahrheit in ihrer vollendetsten Form. Der Kopf ist durchaus nicht schön; aber es spricht aus diesen Zügen etwas, was uns den feinen Beobachter und denkenden Künstler verräth: Seele! Wo findest Du die in den Porträts der Naturalisten?"
„Von der Seele fteilich will man da nichts wissen/ meinte Käthe. „Man strebt nur danach, der Natur auch in ihren Zufälligkeiten gerecht zu werden, und das führt zuweilen zu Jrrthümern/
„Von denen Du Dich doch aber fern zu halten suchst, Käthe, wie ich zu meiner Freude an dem Bilde meiner Braut bemerke/
Sie sah ihn lächelnd von der Seite an.
„Findest Du es gut und find die Grahams auch damit zufrieden?"
„Ach, da trauest Du den Amerikanerinnen zu viel zu. Alles, was Kunst heißt, ist ihnen ein völlig unbekanntes Gebiet. Sie werden Beide zufrieden fein, wenn es Dir gelingt, Adelineos Schönheit gerecht zu werden."
„Das ist schwer, um so mehr, als ich alle Augenblicke, wie auch heute erst, Absagen wegen Migräne erhalte."
„Leider," meinte Axel, zu Bodm blickend, „be- findet sich Adeline feit letzter Zeit immer nicht ganz wohl."
Käthe sah ihn von der Seite an; fie fand, er sehe bleich und verstimmt aus. Aber fie mochte nicht wetter fragen, sondern schritt schweigend mit ihm die Reihen der Säle entlang, bis sie in einem von ihnen die Geheimräthin ermüdet auf einem
in Folge deren die beretts befürchtete tzerzlähmung herbeigeführt wurde. Es ist anzuuehmen, daß Se. Kgl. Hoheit bei ringetrrtener Athem, wie früher häufig, im ©arten frisch« Luft zu schöpfen versucht hat, und daß nach dieser für seinen Kräfteznstand übermäßigen Anstrengung eine Ohnmacht eingetreten ist, während welcher Allerhöchstderselbe über das Geländer gestürzt ist.
Ein Bericht des Frhrn. v. Maltzahn besagt:
Dem Berichte der Herren Aezte habe ich noch die nachstehenden Angaben hinzuzufügen: Der Gärtner der Villa Favortte, welche der Villa Wenden gegenüber liegt, und deflen Frau hörten Hilferufe auf der Straße und fanden dort Se König!. Hoheit den ©roßherzog liegen. Auf Befragen antwortete Allerhöchstderselbe: „J’ai voulu prendre Fair et suis tombe par le mur“, dem Kammerdiener Sagrow, welcher ungefähr 7 Uhr 40 Min. zufällig die Straß« entlang kam, sagte der Großherzog: „Gagrow, wie komme ich hierher? Se. Königliche Hoheit wurde nun in die Villa getragen und zunächst in seinem Wohnzimmer au den Rollstuhl, bann sehr bald in da» Bett gelegt Seienisfismus entschlief nach heftigen Schmerzen sanft um 8 Uhr 40 Minuten. Se. Königliche Hoheit war bei vollem Bewnßttein und erkannte die am Bett Anwesenden, nannte dieselben verschiedentlich beim Namen. Es waren zugegen Ihre Kaiser!. Hohett die Frau Großherzogin, Se. König!. Hoheit der Erbgroßherzog, Ihre Hoheit Herzog n Alexandrine, Se Durch!. Prinz Heinrich XVIII. Reuß und Ihr« Hoheit die Frau Prinzeß Reuß, General v. Maltzahn, Dr. Müller, Dr Haun, Garderobier Fischer, Lakai Wulff und Henning.
In Köln hielt dieser Tage in dortiger Lesehalle Geh. Hofrath Professor Dr. Oncken aus Gießen einen Vortrag über die Entstehung des Dreibundes, auf dessen Hauptinhalt wtt hier zmück- kommen wollen. Im Eingang bezeichnete der Redner den Dreibund als die Versöhnung der Gegensätze, die seit der Neugestaltung Europas auf dem Wiener Kongreß mehr als ein halbes Jahrhundert lang in Westeuropa in gewaltigen Kämpfen mireinander gerungen haben. Auf der einen Seite hatte das von der ideenlose» Metternich'schen Politik geleitete Oesterreich sich schon vor seinem Beitritt zur letzten Koalition gegen Napoleon I. durch geheime Abmachungen mit Rußland und anderen Mächte» seine beherrschende Stellung in Deutschland wie in Italien gesichert und dann diese Machtstellung mit allen Rütteln festzuhalten gesucht. Dem gegenüber waren Deutschland und Italien nach mannigfachen vergeblichen Anläufen im Kampfe mit Oesterreich endlich zu der lang erstrebten nationalen Einheit gelangt. Daß so bald schon zwischen Deutschland und dem besiegten Oesterreich ei» Bündniß- und Freundschaftsverhältniß entstand, ist das unsterbliche Verdienst des Fürsten Bismarck, der nach der Niederwerfung Oesterreichs diesen Staat nicht als besiegten behandett, vielmehr dessen ungeschmälerten Besitzstand gegen die Milttär-
Sopha fanden, während Elly ihnen etwas verdrießlich zurief:
„Aber bleibt Ihr lange! Mama ist schon ganz schwach; wir wolle» doch noch bei Bauer Kaffee trinken —"
»Die Tante hat ja nut zu befehlen," sagte Axel artig, und bot der alten Dame feinen Arm, um sie hinaus zu führen. Doch war es nicht leicht, einen Platz zu finden. Erst als man eine Weile dem Strome der Lustwandelnden gefolgt war, gelang es Axel, einen eben frei gewordenen Tisch zu sichern. Kaum hatten sie sich gesetzt, als ein Herr von einem Nebentische aufsprang und zu ihnen trat, um sie zu begrüßen.
Es war ein Kollege Axels, Doktor Schimmer, ?er mit ihm im Auswärtigen Amt arbeitete und auch »en Samen bekannt war.
„Gestatten Fran Gehettnräthin, daß ich einen Augenblick mich zu Ihnen setze?" wandte er sich artig zu der allen Same.
„Sehr angenehm, Herr Soktor."
„Gut, daß ich Sie treffe, Menzelen," wandte er sich artig zu diesem, seinen Stuhl an dessen Sette chiebend. Komme geradewegs von Josty, wo ich nir erlaubt habe, ein Zeitungsblatt, natürlich mit Bewilligung des Oberkellners für Sie zu eskamotire». Sie neueste Nachricht von Gattersberg —"
Axel wechselte die Farbe —"
„Hoffentlich keine schlechte?"
„Jrn Gegcntheil; aber Sie werde» baff sein. Der Herr Baron Wolf liebt, wie es scheint, die Welt stets auf eine ganz besondere Art in Er- iaunen zu versetzen. Er, der vermuthlich Sterbende, chlägt dem Tode plötzlich ein Schnippchen und, verwundern Sie fich nicht zu sehr, zieht es vor, statt
Partei mit allem Nachdruck durchgesetzt hatte. Ser durch Beitritt Rußlands ins Leben getretene Dreikaiserbund sollte jedoch nicht von langer Dauer sein. Bismarck war auf dem Berliner Kongreß in dem Grade für die Interessen Rußlands eingetteten, daß er von sich sagen konnte, er habe verdient, mit dem höchsten russischen Orden ausgezeichnet zu werden, wenn er diesen nicht schon besäße. Nichtsdestoweniger gelang es Gortschakow, dem steten geheimen Widersacher Bismarcks, Alexander II. zu dem Glauben zu überreden, es sei Bismarcks Schuld, daß Rußland seine Pläne auf der Balkanhalbinsel nicht erreiche. Die fich dann vollziehende Annäherung Frankreichs a» Rußland rief zunächst das Schutzbündniß zwischen Deutschland und Oesterreich hervor. Daß diesem Bündniß Italien beitrat ttotz der alten Feindschaft mit Oesterreich, trotz des noch bestehenden Widerstreites mancher Interessen der beiden Mächte und ttotz der naturgemäßen Hinneigung der Italiener zu den stammverwandten Franzosen, ihren Bundesgenossen in dem ersten erfolgreichen Kampfe gegen die habsburgische Fremdherrschaft, das konnte nur geschehen infolge der schweren Verletzungen, welche Italien durch die französtsche Polittk erlitt. Sa war es zunächst die ulttamontaue Partei in Frankreich, die zur Zeit der Präsidentschaft Mac Mahons durch ihre Absicht der Wiederherstellung des Kirchenstaats die Vorliebe der Italiener für dieFranzosen erheblich abkühlte. Weitstärker noch toirfte aber später die schmähliche Ueberltftang des unfähigen radikalen Ministeriums Cairoli bei der Besitznahme von Tunis durch die französische Republik. Jetzt kam der Verttag Italiens mit Oesterreich und damit Italiens Beittttt zum Sreibunde zustande — ein Vertrag zwischen den drei Mächten des Dreibundes bestehe nämlich nicht. Die einzelnen Bestimmungen dieses Vertrages zwischen Italien und Oesterreich find noch nicht bekannt; das aber ist zweifellos, daß die vertragschließenden Mächte sich gegenfeitig ihre» Besitzstand gewährleisten; das bedeutet also für Italien die Lossagung von'den Irredentisten und für Oesterreich den Verzicht auf jede Mitwirkung zur Wiederherstellung des Kirchenstaates.
Mit Bezug auf die Beerdigung des Herrn Staatssekretär von Stephan schreibt der „Vorwärts":
„Der Kondukt hatte insoweit eine entfernte Aehnlichkeit mit dem imposanten ©rabgeleite, das acht Tage vorher unserem Parteigenossen Schultze gegeben worden war, als auch Proletarier daran thkilnahmen. Es waren dies die Post-Unterbeamten, deren Leiden unter Stephans
des häßlichen Sensenmannes ein hübsches junges Weib zu untarnten."
»Also doch," riefen die Santen wie aus einem Munde.
„Erklären Sie fich deutlicher," sagte Axel, der noch in Zweifel war, ob nicht Alles eine Mystifikation sei. „Ser Kranke, kaum erst in der Rekonvalesceitz sich Befindende, sollte an's Heirathen denken? Unmöglich, weich' Mädchen würde sich zum Eingehen solcher Ehe entschließen? Keine jedenfalls, die der iolze Wolf geneigt fein könnte, zur Baronin von Menzelen und Schloßherrin von Gattersberg zu erheben."
Elly hatte heute schon von der Eva von Strach von so etwas gehört, warf die Geheimräthin ein; ich nahm es jedoch für ein leeres Geschütz, über das gar nicht Wetter zu reden sei —"
»Und doch muß dieses Geschwätz wohl auf Wahr- heit beruhen," fuhr Sottor Schimmer fort, und nahm ein Zeitungsblatt aus der Tasche, das er Axel hinüber reichte. „Lesen Sie selbst! Sie unglaublichste Geschichte, die ich je gehört habe."
Axel faltete das Blatt auseinander und las den Hochaufhorchenden halblaut vor:
„In dem nahen Gatterberg wird in den nächsten Tagen die Vermählung des Barons Wolf von Menzelen mit dem uns Allen wohlbekannten Fräulein Ilse von Bellin, oder besser, Schwester Ilse, statt- inden. Wie erinnerlich, befand fich Baron von Wenzelen infolge feiner schweren Verwundung int Duell mit dem eigenen Vetter hier in unserem Badeort bei Doktor Balzer in Behandlung, Fräulein Bellin, die, obwohl zur Krankenpflegerin in Berlin ausgebildet, bisher nur privatim in ihrem Heimaths- . orte ihrem fteiwiüig gewählten Berufe nachgegangen war, entschloß sich, da keine andere Pflegerin zur