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Wöchentliche Beilagen: Kreisbtatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

Jlluftrirtes Sonntagsblatt.TÄtäÄÄS.Äifiar* _________«y^ T ________für d« Dlgeratemhetl: Zo h. Äug. Loch, Mb« in Marburg.

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Der Pastor schaute zu Boden. Hatte der Baron

« | nicht recht? Der Mann, der ihm die tödtliche Kvr x-g-l in die Brust gesandt, hatte freilich ein solches I Anrecht verwirkt.

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guten Kampf des Glaubens und Zuversicht auf die ewige Liebe, die sich unserer erbarmt hat. Für den wird die Karwoche gesegnet und köstlich sei», dem sie de» Entschluß im Herzen lebendig macht, dem Herr» auf seinem Kreuzeswege zu folgen und im ge­trosten Glauben an den Bater, der uns liebt, ein Lebe» der Liebe und der Aufopferung zu führe». Denn das allein giebt der Seele Frieden und hilf uns die Welt überwinden.

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»Das weiß ich. Aber ich habe keine so nahe- stchenden Erben, daß sie ein Anrecht hätten, von mir zu verlangen, um ihretwillen einem letzten

Marburg

Dienstag, 13. April 1897.

5 3 Wunsch«, der Pflege einer so liebevollen Hand zu » entsagen."

(Nachdruck verboten.)

S ch w e ft e r I l s e.

Roman von Clariffa Lahde.

(Fortsetzung.)

Haben Sie aber auch bedacht/ sagte der Pastor

zu Wolf,daß Sie dadurch die Ansprüche Ihrer rechtmäßigen Erben kürzen?"

Um des Barons Mund zuckte es bitter.

Die Charwoche.

Ernste Gedanken sind es, die die nun begonnene Karwoche in de» Christeuherze» weckt. Das Bild des Gekreuzigte» erhebt sich mitte» i» der weltlichm Unruhe und dem irdische» Treiben des All­tagslebens mahnend vor unseren Augen u»d weist mit einer Gewalt, der nur der äußerste Leichtsinn wider­stehen kann, auf daS hin, was jenseüs unserer all- täglichm Sorgen und Freuden, waS über allem irdischen Thun und Treiben als der wahre SBenf des Menschen, als das eine, was uns noch ist und unserer Seele Friede» giebt, uns allen aufbehalten ist. Vor der Predigt vom Kreuze Christi erblaßt und erbleicht der Glanz alles dessen, worin der sinn liche Mensch das Glück des Lebens zu finden glaubt: die Tiefen und Abgründe des Lebens thun sich vor »ns auf und kein schmeichlerischer Wahn und Trug vermag uns über seinen Ernst und seine Traurigkeit hinwegzutäuscheu. In dem Anblick des göttlichen Dulders, der in der tiefften Todesnoth mit dem Worte des Sieges auf den Lippen vollendet hat, er- kermen wir, daß es eine Kraft giebt, die im Stande ist, den Menschen zu beseligen bis zuletzt und ihm das Leben trotz all seiner Mühen und Thränen köst- ich und segensvoll zu machen, den Geist Gottes, der ms im Glauben auf den Vater im Himmel der­en lehrt, der uns in der Liebe unsere Selbstsucht vergessen und uns demüthig Gott und dem Nächsten dienen treibt.

Die höchste Liebesoffenbarung Gottes erkennen ir darin, daß er seinen Sohn unser menschliches odeSlos hat theilen lasten und damit dem Tode inen Schrecken genommen, die Menschen von dem luche der Gottverlassenheit befreit hat. Es brauchte iefer Gottesthat, um auch die schwerste Roth dieser lichkeit zu überwinden. Gottes Liebe ist mächtiger, s Sünde und Tod. GotttS Sohn ist Sieger über alle Feinde unseres Geschlechtes. Darum sollen die isten lernen, die Wett und, das Leben ernst hmen und doch fröhlich sein, die eigene Schwachheit

Ungerechtigkeit einsehen und doch nicht bezogen, er Blick auf Christi Kreuz giebt uns Muth zum

Umschau.

Zu der Greizer Fa h n en - A ffair e be­richtet in Ergänzung der von uns schon gebrachten Mittheilungen dieNordd. Allg. Ztg.": Se. Durch! Heinrich XXII., regierender Fürst von Reuß ältere Linie, hat, sobald er bei seiner Rückkehr aus dem Süden von der in seiner Abwesenhett durch einen fürstlichen Beamten in Greiz veranlaßten, verletzenden Behandlung der preußischen Landesfarben erfahren hatte, in einem eigenhändigen Schreiben Sr. Majestät dem Kaiser und König sein lebhaftes Bedauern über das Vorkommniß ausgedrückt und daran die Mütheilung geknüpft, daß der Mißgriff des bett. Beamten durch Enthebung desselben von der ihm anverttautm Stellverttetung geahndet worden ist. Se. Majestät der Kaiser hat darauf in einem Ant­wortschreiben dem Fürsten Reuß ä. S. seinen Dank für diese Mütheilung ausgesprochen und den Zwischen­fall für erledigt erklärt.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Abonnements-PreiS bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 28 Pfg. (exll. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zell« »der deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg-

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icm-Bureaux von Haasenstein & Vogler in

., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXII. Habra urt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L.

Frankfurt a. M., Berlin, Himnove«, Pari».

rIch habe dem nichts entgegenzusetzen."

Dann, Herr Pastor, nur eine Bitte noch: Lasten Sie die Entscheidung nicht lange auf sich Watten. 3ch lechze nach der Heimkehr in mein Haus. Dort de ich ruhiger mein Loos erttagen, hier wttd ir jede Minute zur Pein."

Der Pastor hatte sich erhoben.

Sie wollen abreisen?"

Morgen wenn es geht."

Und Ilse?"

Ich hoste, sie wird groß genug denken um mich Ächt allein fottgehen zu lasten. Voraussichtlich läßt fich unsere Trauung bald ermöglichen. Doch darüber sprechen wir noch. Jetzt senden Sie mir Ilse."

KUnd gerade weil ich mich geliebt weiß, Herr ^- Pastor," fuhr Wolf fort,begreifen Sie wohl, daß

x ich der Verwaiste, der Einsame, von ihr mit die r-» s Augen zudrücken lassen möchte?"

Das vom Reichstage nunmehr endgiltig ange­nommene neue Handelsgesetzbuch hat eine nach Erlaß des Börsengesetzes aufgetauchte Stteit- ftage zur Erledigung gebracht. Der 8 69 des Börsen­gesetzes verschafft den Börsentermingeschäften eine bisher vermißte Rechtssicherheit, indem er bestimmt, daß von Personen, die in das Börsenregister einge- ttageu find, der sog. D i ffer enz einwaud nicht erhoben werden kann. Es war nun behauptet worden, diese Bestimmung werde infolge des § 764 des Bürger­lichen Gesetzbuchs außer Wirksamkeit treten und da­mit der Votthell der Einttagung in das Börsen- register thellweise fottfallen. Obwohl gegen eine derattige Auslegung des Bürgerlichen Gesetzbuchs überwiegende Gründe sprechen, so schien es doch er­wünscht, etwaigen Schwankungen in der Rechtsprechung vorzubeugen. Zu diesem Zwecke hat im Artikel 14 des Einführungsgesetzes zu dem neuen Handelsgesetz-

Er reichte dem Pastor zum Abschied die Hand, die dieser warm drückte.

Er hat doch noch mehr Gefühl als ich Anfangs geglaubt habe.

Mit diesem Gedanken trat der Pastor in Ilses Zimmer,' die ihm entgegeneilte und ihren Kopf in heftigster Erregung an seine Brust drückte. Er neigte sich zu ihr und küßte ihre Stirn.

Ich rathe nicht ab," sagte er leise.

Jetzt schaute sie mit ihren strahlenden Augen zu rhm auf:

O lieber, lieber Herr Pastor!"

Wohl gemerkt, ich sagte nur, ich rathe nicht ab. Was Du auf Dich nimmst, wenn Du dem Baron einJa" sagst, ist schwer und verantworttich, rnd dunkel die Zukunft, der Du entgegengehst. Aber so viel auch dagegen spricht, mein Beto ein­zulegen, Wie ich mich nicht befugt. Thue, waS Dein Herz Dir zu thun gebietet!

Sie preßte ihre Lippen ans des Pastors Hand. Sie wissen ja, wie es längst entschieden hat. Geben Sie mir Ihren Segen dazu."

Er strich ihr leise über das Haupt:

Der Herr sei mit Dir und dem, das Du vor­hast !"

Dank, tausend Dank!"

Und nun laffe de» da drin nicht länger Watten. Er gehött nicht zu den Geduldigen und ist gewöhnt, Alles zu erreichen, was er will, das habe ch schon in den wenigen Minuten des Zusammen­eins erfonnt."

»34 werde nur dafür leben, seine Wünsche, einen Willen zu erfüllen."

Gutes Kind!"

Er geleitete sie bis zur Thür, dann schlug er nachdenklich den Heimweg ein.

buche folgende Vorschrift Aufnahme gefunden:Die Vorschttst im § 69 des Börsengesetzes wird durch die Vorschrift des § 764 des Bürgerlichen Gesetzbuchs nicht berühtt."

Die Naumanu'schen National-Sozialen hatten m Berlin zum 9. d. M. Abends eine Versammlung der Handwerksmeister einberufe». DiePost" bettchtet über diese Ver­sammlung:Einige der Guladuugen bedachten Meister waren allerdings unter der co. 50 Köpfe zählenden Versammlung zu bemerken; die größere Hälfte der Versammlung bestand jedoch aus Sozial­demokraten , die fich um den bekannten Waldeck Manasse gruppitten.

Der Referent, Redakteur Weinhause» von der Zett , spöttelte viel über die Haltung derallen" Parteien der Handwerkerfrage, denen der Befähigungsnachweis und die Zwangsinnung als einziger Prüfstein in der Sache gatten. Wenn die National-Sozialen Vertteter iw Reichs­tage br äßen, so hätten fich diese ficherlich nicht zu einem so destruktiven Vorgehen hergegeben, sondern dir Handwerker auf den einzig richttgen Weg der reinen GewerkschastS- orgauisation htngrwieseu. Die Innungen Knuten nichts ««ton,, so lange fie auf eine konservativ - antisemitische Politik nicht verzichteten.

Obermeister Hartmann von der GastwirthS-Innung meint, die freiwilline Innung habe in Berlin gar keinen Werth, well hier in Folge der steifinoigen Agitation nie eine solche Jnnnng zu Stande kommen könnte. Die Haltung der Antisemiten und des Bundes der Landwitthe sei konse­quent. Die National-Sozialen kämen ja überhaupt nicht in Betracht; ihre Thättgkrtt für die Handwerker bestehe im wesentlichen dattn, daß fie dir Gesellen gegen die M»ister aufhetzten.

Redattrur v. G, r l a ch von derZeit" fand, daß den Jnnuugsmeiftern immer nur an ihrem eigenen Wohl, nie­mals aber an dem ihrer Gesellen gellgrn fei. Die Hand- werkerfreundlichkell der AntisemÜrn sei nur Sttmmenfang. (Ohorufr) Dir Haudwrrkrr sollten sich die Sozialdemokraten in ihrer polttischen Entwickelung z u m M u st e r n e h m e n! Die Sozialdemokraüe treibe vernünfttge Politik, indem fie nehme,waS fie ttiegen kann". Der Gedanke der Zwangsinnung hat für den Redner, der unter der Lettung des HofpredigerS a. D Stöcker in feiner Stellung als Redaüeur desVolk" der eifrigste Verfechter der Zwangsinnungen war, jetzt .etwas Ungeheuerliches".

Völker von der Steinsetzer-Innung er- klatte: Er sehne fich gar nicht, vor einer Versammlung zn sprechen, in der keine Handwerker anwesend feien. (Ohorufe seitens einiger nattonal - sozialer Graveorgehilfen.) Die Handwerker feien in WahrheÜ national und s o, i a l, freilich im andern Sinne, als die Freunde des Psarrers Naumann, die vom praktischen Leben .keinen blauen Dunst' hätten. (Zustimmung.)

Weitere Redner, darunter ein Egidyaner, bornierten gegen denantisozialen Charakter" der Jnnungs-

Wie fie hier in Hettheim das Glück des Mädchens preisen, es beneiden werden! Und doch wünschte ich ihr wäre diese Prüfung erspatt geblieben; denn es gehött ein starkes Herz dazu, um fie in der rechten Weise zu bestehen.

6.

Mama, Mama, heut hab ich Dtt aber eine Neuigkeit"

Mit diesen Motten stürmte ein junges Mädchen in das bescheiden eingerichtete Wohnzimmer der Ge­heimräthin von Willrich, einer Geborenen von Menzelen, und daher Tante zweüen Grades der beiden Vettern, deren so verhängnißvoll ausgefallenes Duell sie selbst in aller Munde gebracht und sie zu vielgenannten PersönlichkeÜen gemacht hatte.

Nur nicht so ungestüm, Elly," mahnte die alle Dame, die mit einer Handarbeit beschäftigt am Fenster saß. Dabei ließ fie aber doch lächelnd einen reundlichen Blick über die jugendlich schlanke Ge­stalt ihrer Tochter gleiten, der einzigen, die fie neben dem in einem auswärttgen Regiment als Offizier stehenden Sohne besaß, die, feit einigen Monaten Schülerin der Hochschule für Mufik, eben aus dieser zur Mütagszeit heimkehrte. Sie ahnte im Ausdruck wie in der Form des Gesichtes der Mutter, die ttotz ihrer graue» Haare durch den fteundlich Hellen Ausdruck der Augen und das deutlich aus­gesprochene Wohlwollen in ihren Zügen, noch an­ziehend und jugendlich erschien.

Nun also Elly, die Neuigkeit!"

Rathe, Mama, rathe!"

Das junge Mädchen hatte sich nachdem fie die Mnsikmappe abgelegt, in einen Stuhl geworfen und blickte, das Geficht in die Hände gestützt, gespannt auf die Mutter.

Vorlage. Allmählich wurde» alle Besucher aus der Versammlung hiuausgeredet."

An der griechisch-türkischen Grenze ist die Lage sehr gefährlich für den Frieden geworden. Die türkische ZeitungSabah" veröffentlicht folgende Depesche aus Elassoua: Am 9. d. M. versuchten ungefähr 1000 Griechen die Grenze zu über­schreiten bis nach Grevena. Die türkischen Truppen feuerten und zwangen die Griechen zum Rüchuge. Die Verluste auf gttechischer Seite sind bettächüich. Der Oberbefehlshaber der türkischen Truppen Edhem-Pascha und die Kommandanten der dritten und fünften Divifioa trafen entsprechende Anordnungen. Grevena ist viel toeiter vor gegen die türkische Grenze als sich die Gnechen vor 11 Jahren vorgewagt haben. In den Reihen der Angreifer sind griechische Uniformen Bemerft worden. Die Loge wird als äußerst ernst bettachtet. Marschall Edhem- Pascha verbleibt im Hauptquattier in Erwartung weiterer Nachttchten. Der Marschall hat die Divisions­generale angewiesen, sich zu sofortigem Borgehen in Bereitschaft zu hatten. Die Reserve rückte aus dem Lager aus, um näher gegen die Vertheidigungslinie anfzumarschiren. Grevena ist etwa 18 Stunden von Elassona entfernt Edhem - Pascha erhielt aus Konstauttnopel den Befehl, mit seinem Heere die griechische Grenze zu überschreiten, falls sicher sestge- stellt würde, daß sich unter den griechischen Bandep, welche in türkisches Gebiet eingedrungen sind, reguläre griechische Truppen befänden. Die türkischen Truppen rücken fottgesetzt gegen die griechischen Freischaaren vor, welche sich bald zwischen drei Feuern befinden werden. Das griechische BlattEstta" meldet über de» Einfall,daß 3000 Aufftändische unter den bisherigen Premierlieutenants der gttechischen Armee Mylonas und Äapsolopoulos in Makedonien einge­fallen find. Das in zwei Bataillone und sechs Kompagnieen zerfallende, mit einem Generalstab, Aerzten, Apothekern und einem Lazareth versehene Korps Hai sich in einem Dörfchen bei den Meteoren versammelt, es wurde vom Nationalcomite ausgerüstet und hat den Einfall auf dcsseu Befehl vollfühtt. Zu diesem Korps gehött auch Kipriani mtt seinen Schaare». Ueber die Einzelheiten des Zusammen­stoßes ist hier noch nichts bekannt. Die Nachricht wird von allen gttechischen Patrioten als Vorbote großer kommender Ereigniffe und als Beginn des Ktteges mit hoher Freude begrüßt." Wie aus dem Hauptquartier von Elassona toriter gemeldet wird, fielen die Griechen am Frettag auf türkisches

Wie kann ich rathen?"

Was nur Käthe dazu sagen wird; sie ist zu Hause?"

Ja, sie malt in ihrem Zimmer. Miß Adeline hat wieder einmal Migräne, und da erwarte» wir Axel, der uns nach dem Ausstellungspark abholen wird."

Hm!" machte Elly, mit halb listiger, halb unwMger Miene de» Kops zurückwerfend.Wenn die Braut versagt, muß natürlich die Freundin heran. Nein, ich an Käthes Stelle würde mich bedanken, solch Lückenbüßer zu sein."

Er holte ja nicht Käthe allein ab, sondern uns Alle."

Weil es nicht anders geht. Im Grunde sind wir, wenn die Selben zusammen sind, höchst über­flüssig, und ich begreife eigentlich nicht, warum Axel, wenn er so viel von Küche hätt, nicht sie heirathet, statt der koketten Amettkanettnl"

Ach, Kind, Du weißt, Axel kann eine Frau ohne Vermögen nicht gebrauchen ober konnte es doch nicht.

Ehe Elly etwas auf die Aeußerung der Mutter einzuwenden vermochte, öffnete sich die Thür des Nebenzimmers, und die Besprochene trat herein, eine zierliche, auf den ersten Blick durch einen eigenen Reiz auffallende Erscheinung, nicht schön, auch nicht einmal hübsch, aber pikant und interessant. Dunkle Augen und Teint, das braune Haar kurz ver- 'chnitte», in leichtem Gelock auf die schön gebildete Stirn herabfallend. Ihr Vater war Rath unter dem Präsidenten von Menzelen, Axels Vater, ge­wesen ; sie und Axel waren fast wie Geschwister aus­gewachsen, da die beiden Familien im engsten Ver­kehr gestanden hatten.

(Fortsetzung folgt.)