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Marburg
Donnerstag, 8. April 1897.
Alyrigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, sowie dir Annoncen-Bureaux von Haasenstein & Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf X¥fll CYnhril Mofle in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C ß. AA11- xlUljiy. Daube & Co. in Frankfurt a. M„ Berlin, Hannover, Paris.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg «nd Kirchhain.
Jllnstrirtes Sonntagsblatt. ytfKrmX"
Zweites Blatt.
Heber neue Tuberkulmpräparate.
Robert Kochs neue Veröffentlichung „über neue Tuberkulinpräoarate" umfaßt in der „Deutschen Medizin. Wochenschr.* über sieben Druckspalten und daürt vom 14. November 1896. Der Gelehrte charakteristrt zunächst das Wesen der Immunität gegen Infektionskrankheiten, bespricht dann sein Tuberkulin und dessen Werth als diagnostisches Heil mittel, namentlich zur frühzeitigen Diagnose der Rindertuberkulose (Perlsucht). Bei der fortgesetzten Anwendung des Tuberkulins auf Menschen komme es schließlich „zu einer vollkommenen Jmmunisirung gegen daS Tuberkulin, welche einige Monate anholten kann". „Leider ist sehr oft die Reaktionsfähigkeit gegen das Tuberkulin bereits erloschen, ehe eine vollkommene Heilung erfolgt ist. Es treten dann Rezidive ein, welche, sobald die Reaktionsfähigkeit sich wieder eingestellt hat, von Neuem mit Tuberkulinreaktionen zu behandeln sind. Auf diese Weise kann man mit der nöthigen Geschicklichkeit und Ausdauer, wenn auch nicht in allen, so doch in sehr vielen Fällen von unkomplistrter Tuberkulose Heilung oder doch mindestens erhebliche Besserung erreichen."
Bei seinen fortgesetzten Versuchen fand Koch ein alkalisches Extrakt (TA), das in kleinen Dosen ganz ähnliche Reaktionen bewirkte, wie das Tuberkulin, nur warcu die Reaktionen von etwas längerer Dauer; auch blieb die Reaktionsfähigkeit länger erhalten. Die Hauptsache aber war, daß die damit erzielten Erfolge sich als beständiger erwi sen, als die mit Tuberkulin erhaltenen. Es kam weniger oft und später zu Rezidiven. Es stellte sich jedoch bet diesem Präparat ein Uebelstand ein, der Koch schließlich dazu zwang, es wieder aufzugeben. Bei einer gewissen, allerdings ziemlich hohen Dosis bildeten sich an den Jnjektionsstellen Abscesse, die vollkommen steril waren und nur durch den Gehalt des Präparats an tobten Tuberkelbazillen bedingt sein konnten. *
Die mit dem TA gemachten Erfahrungen brachten Koch auf die Idee, die Tuberkelbazillen, wenn sie in unzerstörten Zuständen unter keinen Umständen resorbirt werden, womöglich mechanisch soweit zu zertrümmern, daß sie für die resorbirenden Elemente des Körpers besser angreifbar gemacht wurden. Bei früheren Versuchen hatte er gefunden, daß die Tuberkelbazillen zwei eigenthümliche chemische Körper enthalten, welche beide zu den ungesättigten Fettsäuren gehören. Diese Fettsäuren bilden, wie das mikroskopische Bild des gefärbten Bazillus lehrt, eine zusammenhängende Schicht in dem Körper desselben, sie schützen ihn gegen Eingriffe von außen und bewirken, daß seine Resorption so schwer vor sich geht. Es kam somit darauf an, diese Schutzhülle zu zerstören, wenn die Tuberkelbazillen resorbirbar gemacht werden sollten. Die ersten darauf hinzielenden Versuche scheiterten sämmtlich. Alles Zerreiben und Zerquetschen mit und ohne Zusätze von harten, pulverförmigen Massen ließ die Tuberkelbazillen unverändert. Erst als Koch gut getrocknete Kulturen nahm und sie ohne irgend welchen Zusatz im Achatmörser mit einem Achatpistill lange Zeit hindurch verarbeitete, ließ sich erkennen, daß die färbbaren Tuberkelbazillen an Zahl abnahmen und daß schließlich nur noch wenige Tuberkelbazillen davon übrig geblieben waren. Um auch diese sicher zu entfernen, vertheilte er die so gewonnene Substanz in destil- lirtem Wasser und zentrisugitte sie. Mit Hülfe einer sehr kräftigen Zentrifuge (4000 Umdrehungen in der Minute, eine halbe bis dreioiertel Stunden lang) ließ sich die Flüssigkeit in eine obere weißlich opaleszirende, aier vollkommen klar durchsichtige Schicht, welche keine Tuberkelbazillen mehr enthielt, und einen fest anhaftenden schlammigen Bodensatz trennen. Letzterer wurde wieder getrocknet, dann im Mörser verarbeitet und zeutrifugirt wie vorher; er gab dann gleichfalls eine klare obere Schicht und einen festen Bodensatz. Diese Manipulation konnte fortgesetzt werden, bis schließlich fast nichts übrig blieb, als die schon ursprünglich in der Kultur be- findl-chen und später zufällig hineingerathenen Verunreinigungen von Baumwollfasern, Staub rc. Es ieß sich also auf diese Weise mit Leichtigkeit die
vollzog. Ebenso fehlten bei Phthisikern die vom Tuberkulin her bekannten stürmischen Reaktionen, die vorübergehende Infiltration in den erkrankten Lungenpartieen zur Folge hatten. Beim TE war eine geringe Zunahme der Rasselgeräusche in der Regel das einzige örtliche Symptom, welches bald wieder verschwand. Schon nach wenigen Injektionen nahm die Menge des Sputums ab, und oft versiegte es schließlich ganz, womit natürlich auch der Befund von Tuberkelbazillen aufhörte. Dementsprechend schwanden die Rasselgeräusche über den erkrankten Lungenpartieen, und das Dämpfungsgebiet verkleinerte sich."
Koch schließt seine Veröffentlichung: , Irgendwelche beängstigenden Nebensymptome oder eine sonstige Beeinträchtigung der Gesundheit, welche dem Präparat zugeschrieben werden könnte, habe ich in keinem Falle gesehen. Fast alle Kranken nabmen von Anfang an im Gewichte zu und erreichten bis zum Schluß der Behandlung ganz erhebliche Gewichtszunahmen. Besonders in die Augen fallend war auch die Veränderung der Temperaturkurve bei solchen Kranken, welche die bekannten täglichen Temperaturschwankungen um einen Grad und darüber hatten. Die zackige Linie glich sich mehr und mehr aus und ging allmählich zur normalen, fast gestreckten und dicht unterhalb von 37 Grad verlaufenden Linie über. Ob die von mir bisher geübte Methode in der Anwendung des TR, nämlich lang'ames Ansteigen von subkutan beigebrachten kleinsten Dosen bis etwa auf 20 Milligramm, die beste ist, wage ich nicht zu ke- haupien. Es ist möglich, daß andere Methoden, vielleicht auch Kombinationen mit dem TO oder mit Serumpräparaten, die vermittels TO oder TR gewonnen sind, besser und schneller zum Ziele führen, das müffen eben weitere Versuche lehren. Aber das glaube ich mit Bestimmtheit b'haupten zu können, daß weitere Verbesserungen der Präparate selbst nicht mehr zu erwaiten find. Dieselben bestehen aus hochvirulenten, frischen Kulturen, welche unmittelbar vorder noch lebend waren und ohne chemische Eingriffe in den löslichen Zustand übergeführt sind. Etwas Besseres läßt sich in dieser Art nicht darstellen, und was überhaupt mit Tuberkelkulturen zu erreichen ist, das muß mit diesen zu erreichen sein."
gesummte Masse die Tuberkelbazillenkultur in eine Reihe von vollständig klaren Flüssigkeiten verwandeln.
Dieser Versuch war der Ausgangspunkt für die weiteren Arbeften. Zunächst überzeugte sich Koch durch Versuche an Thieren und später an Menschen, daß die Präparate vollkommen resorbirt waren und nie Absceffe machten, vorausgesetzt, daß sie gut zentrifugirt waren und keine färbbaren Tuberkelbazillen mehr enthielten. Es stellte sich dann heraus, daß nur die erste Flüssigkeit sich von den folgenden wesentlich unterscheidet, die zweite und die folgenden unter sich aber nicht unterschieden find. „Ich habe deswegen als Tuberkulin 0 (abgekürzt TO) die oberste Schicht nach dem Zenttifugiren und als TR ben nach dem ersten Zentrifugiren gebliebenen und weiter verarbeiteten Rest bezeichnet." Das TR wirkt ganz entschieden immunisirend. Es macht zwar auch bei Tuberkulösen Reaktionen, wenn zu große Dosen angewendet werden, aber seine Wirkung ist ganz unabhängig von diesen Reaktionen. Während beim Gebrauch.von gewöhnlichem Tuberkulin, ebenso wie von TA und TO Reaktionen hervorgerufen werden müssen, um Heileffckte zu erzielen, suche ich bei der Anwendung des TR die Reaktionen möglichst zu vermeiden und bemühe mich nur, den Kranken durch allmähliche Steigerung der Dosis, zwar so schnell als möglich, aber auch mit möglichster Schonung für größere Dosen des Mittels unempfänglich zu machen, d. h. ihn gegen das TR und damit, wie ich annehmen zu können glaube, auch gegen die Tuberkelbazillen selbst zu immunifiren. Daß daS TR Alles umfaßt, was an immunistrcnden Faktoren in den Kulturen der Tuberkelvazillen enthalten ist, geht auch schon daraus hervor, daß ein Mensch, welcher gegen TR immunisirt ist, auch wenn bei der Jmmunisirung Reaktionen fast ganz vermieden sind, nicht mehr auf große Dosen des gewöhnlichen Tuberkulins und des TO reagirt; er ist also gegen alle Bestandtheile der Tuberkelbazillen immuniflrt. Ich habe gerade dieses Verhalten des TR, weil es mir sehr wichtig zu sein schien, in einer so großen Anzahl von Fällen kon- statirt, daß über die Richtigkeit der Beobachtung kein Zweifel obwalten kann."
Vermischtes.
Der Verband deut'cher Kriegs. Veteranen,' Sitz Leipzig, hat Feldzugs-Erinnerungen, als: Waffen, Geschosse, Uniformen, Helme, Rüstungen, Bilder, Bücher, Handschriften, militärische Orden- und Ehrenzeichen sowie Dienst-AnSzeichnungen, plastische
Verfügung gestellt. Die Sammlung soll nach Fertigstellung des in Leipzig zu errichtenden Völker-
bei denen septische Proz sse die Tuberkulose ganz in den Hintergrund gedrängt haben. Es ist doch selbstverständlich, daß eine Jmmunisirung gegen Tuberkulose auf Streptococcen und andere patbogene Mikroorganismen, welche bei vorgeschrittener Tuberkulose ost eine so verhängnißvolle Rolle spielen, keinen Einfluß, wenigstens keinen unmittelbaren ausüben kann. Derartige Zustände sind in der Regel schon an dem Verhalten der Temperatur zu erkennen, und in dieser Beziehung hat die Erfahrung gelehrt, daß Kranke, deren Temperatur über 38 Grad hinausgeht, für die spezifische Behandlung der Tuberkulose nur noch ausnahmsweise zugänglich sind. Das Präparat ist von mir bei einer ziemlich großen Zahl geeigneter Kranken, und namentlich auch bei Lupuskrankcn cn- gewendet, und ich habe bei denselben ausnahmslos eine bedeutende Besserung erreicht, welche viel weiter geht, als die mit dem gewöhnlichen Tuberkulin und mit TA erzielten Erfolge. Ich rede absichtlich nur von „Besserung", obwodl nach gewöhnlichen Begriffen nicht wenige Fälle al« geheilt bezeichnet werden konnten. Aber ich halte es für verfrüht, den Aus druck Heilung zu gebrauchen, bevor. nicht ein h-.-t- -"ch nd langer Zeitraum ohne Rezidiv verstrichen ist. Bei Lupuskranken war es besonders bemerkenewcrth, daß die örtlichen Reaktionen sehr gering blieben und trotzdem eine beständig fortlaufende Besserung sich
schlacht - Denkmals von 1813 14 15 mit diesem vereinigt werden. Während der Säcbsich- Thüringischen Industrie- und Gewerbe-Ausstellung zu Leipzig wird die Sammlung in der Abtheilung „Alt-Leipzig" im Rathaussaale ebenfalls zum Besten hilfsbedürftiger Krieger gezeigt. Veteranen und Patrioten werden dringend gereten, Gegenstände für das genannte Museum zu stiften, damit die Sammlung des guten Zweckes wegen eine reichhaltige und sehenswerthe wird. Regimentsund Kriegsgeschichten, sowie auf die Zentenarfeier bezügliche Bücher und Broschüren werden gleichfalls dankbar entgegengenommen. Die Name» der Geber werden im Katalog verzeichnet. Bis jetzt sind circa 1000 interessante Sachen, welche an die ältesten und neuesten Feldzüge aller Länder erinnern, eingegangen. Etwaige Geschenke wolle man an den Verband deutscher Kriegs-Veteranen in Leipzig senden.
Visen bahn - Unfall. Amtlich wird gemeldet: Am Sonnabend, den 3. d. M., Nachmittags 2\ 4 Uhr, entgleiste auf Bahnhof Ludwigsfelde bei Ausfahrt des Personcnzuges 28 vom 2. nach dem 1. Geleise zwischen Weiche 11 und 12 ein Personenwagen 2. bis 3. Klasse und stürzte hinter Weiche 12 vollständig um. Hierdurch wurde der vorauflaufende dreiachsige Personenwagen mir
„Eine Heilung tuberkulöser Meerschweinchen, bei denen die Krankheit bekanntlich sehr rasch verläuft, gelingt deswegen nur, wenn die Behandlung frühzeitig, schon ein bis zwei Wochen nach der Impfung, eingeleitet wird. Letztere Regel gilt auch für den tuberkulösen Menschen, deffen Behandlung man nicht zu spät beginnen soll. Im Anfang werden so kleine Dosen gegeben, daß von ihnen keine nennenswerthe Jmmunisirung zu erwarten ist; erst wenn man zu größeren Dosen gelangt, 0,5—1 Milli.ramm, treten —>•—<>— unverkenn' are Wirkungen der Jmmunisirung ein. Figuren berühmter Militärs aus allen Zeiten und Damit ist auch von vornherein eine Grenze für dir Ländern, die von den alten Veteranen aus den Anwendbarkeit des Präparats gegeben. Ein Kranker, । früheren Feldzügen mitgebracht und gestiftet wurden, dessen Zustand nur noch wenige Monate Lebensstils gesammelt und hieraus ein Museum errichtet, welches gestattet, bat keinen Nutzer davon zu erwarten.; ö''rn Besten armer und kranker Veteranen gezeigt Ebenso wenig Hot es einen Zweck, Kranke damit de- ‘ werden soll. Die Stadt Leipzig hat dem Verbände handeln zu wollen, we che an sekundären Infektionen, s hierfür Räume in städtischen Gebäuden kostenfrei zur namentlich durch Streptococcen bedingten, leiden, unb ""
den 2. Vorderachsen ebenfalls zur Entgleisung g bracht. Das Hauptgeleis Berlin—Halle war bi 9 Uhr Abends gesperrt. Ein Reisender ist schwe Drei find leicht verletzt worden. Der schwer Verletz 'ft nach der berliner Königlichen Klinik transporti worden, während die leicht Verletzten nach Anlegun von Verbänden ihre Reise fortsetzen konnten. D Untersuchung ist eingeleitet.
Zn Paris wurde eine „Gräfin de Chal^on' die in einem Privathotel der Champs - Elysses ai großem Fuße lebte, für ihre zwei Kinder drei Haulehrer, sechs andere Lehrer und zwölf Bedienten hatt mit ihrem Privatsekretär verhaftet. Dieser Hal dem Baron Oppenheim, in dessen Haus er ein Bei trauensamt bekleidete, 350 000 Francs entwendet un der „Gräfin" gegeben, die mit ihrem wahren Name Berthe Jacquillara heißt, die Tochter bescheidene Handwerker und ihres Zeichens Privatlehrerin wa Sie hat schon unter verschiedenen Namen gelebt un Schwindeleien getrieben. Zuletzt hing sie sich a Maurice Briand, der verheirathet und Vater vo drei Kindern ist und bei dem Baron Oppenheim ei gutes Einkommen hatte. Dieser hat ihn angezeig nachdem er ihm ein erstes Mal eine Veruntreuun von 50 000 Francs verziehen hatte.
Madagassische Spinnseide. Die Franzose! welche an der eroberten Insel Madagascar wem Freude erleben, hoffen doch, aus der Züchtung eine dort heimischen Spinnenart einen bed ulenden wirft schaftlichen Vortheil zu ziehen. Diese Spinnen solle in einer Stunde je 100 Meter Faden, später soga bis zu je 150 Dieter liefern; der Faden soll ii Stande sein, bei einer Wärme von 17 Grad Celsin und 688 Feuchtigkeit ein Gewicht von 3l/t Grämt zu tragen, ohne zu zerreißen, in dieser Beziehung als hinter dem Faden der Seidenraupe nicht weit zurücl bleiben. Nun ist man geneigt, bieten Bestrebunge wenig Erfolg zu verheißen, weil die früher schon mi den Gespinnsten europäischer Spinnen gewachten Er fahrungen.zu ungünstig gewesen seien; dem gegen über weisen aber die Franzosen darauf hin, dies hab dann seinen Grund geha st, daß erst 1500 zusammen gedrehte Fäden europäischer Spinnen die Dicke eine Zwirnfadens ergäben, während der Faden de madagassischen Spinne viel stärker fei, tote ja auc aus der angegeb nen Beiastungspro e heroorgehi Hätten doch bie Kreolen der Insel Mauritius schot der Kaiserin Eugenik Handschuhe aus der nämliche; Spinmnseide überreicht.
Vom Büchermarkt
-f. In G. Strübig 's Verlag (Leipzig) erschik! soeben „Die Gleichnisse des Herrn." Predigte im Anschluß an das Kirchenjahr von P. Lic. theol. Frey stedt. 4 Mk. Die Gleichnisie haben nur selten eine einheit liche, vollständige Bearbeitung gefunden. Schon deßhalb ii jede neue Litreratur darüber mit Freuden zu begrüßen. 3, oolksthümlicher Sprache, in kurzen, klaren Sätzen spricht de Verfasser zu uns. Die sozialen Verhältnisse werden öfters zwar immer mit großem Geschick herangezogen. Di homiletischen Vorschriften find streng beachtet, daher hält sic der Verfafler auch fern von willkürlichen, allegorisirendei Deuteleien. Man kann daher das Werk allen Theologri und Laien nut bestens empfehlen.
„Textrcgister zu den Predigten bedeuten der Kanzelredner', 2, vermehrte und durchgehen Auflage, herausgegeben von Stier und Schwarzkopf, er schienen bei E. Nauck. Berlin. Der praktische Katalog ent hält @.1—4 ein Register der bedeutendsten Kanzclcedne und ihrer Werk« — auch außerdeutsche Prediger sind dc rücksichtigt -. Seite 4 — 84 folgt ein T-xtre^ister, welchem angiedt 1) wer über die einzelnen Verse der Bibel gepredig hat, 2) in welchem Werk, aus welcher Seite desselben sie fta findet. Da man durch diesen Katalog viel kostbare Zeit die man sonst zum Nachschlagen brauchte, spart, wird mai wohl gern sich in den Besitz dieses Buches setzen. Prell 2 Mark
Geschäftliche Mittheilvnge«.
Die Fleisch-Pepton-Krastsuppe sollte auf btu Speisezettel der Hausfrauen in regelmäßiger Reihenfolg rscheinen, denn sie ist mit den entsprechenden Zusätzen (Reto Gerste, Graupen, Gries, Hafermehl, Sago) wesentlich ge eignet, die Diät zu verbesfern. Vielfach herrscht noch tt Meinurg, daß Pepton nur geeignet sei, dem Kranken au- r-zeichnete Dienste zu leisten, sei es durch Verbesserung te Blulbilduug, fei es nach schweren Leiden zur Förderung be Genesung, sei eS, weil der Magen nichts andere- verträai llr diese so äußerst leicht verdauliche Nahrung. Aber auc ue Küche des Gesunden hat bereits durch das Fleisch-Pepio oer Kompagnie Liebig eine Bereicherung erfahren, und scho mS dem vorhin Gesagten geht die vielseitige Verwendbar leit dreies Präparats hervor. In jeder Verkaufsstelle steh; Gkbrauchsanweisungen marmigfaltigbrr Art zur Verfügung