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werben könne, sondern daß er nur als der Versuch einer Abschlagszahlung anzusehen sei. Diese Ab­schlagszahlung annehmbar zu gestalten, wird die Aufgabe der Kommission sein; dem deutschen Hand­werke aber wollen wir wünschen, daß ein ersprieß­licher Boden geschaffen werde, auf welchem mit Be­harrlichkeit organisch weiter gebaut werden kann.

Wie, Sie wagen es, zu richten? Ungehört zu verdammen? Gott möge es Ihnen verzeihen, ich vermag es nicht.*

Genug, übergenug der Worte," mischte sich jetzt der Präsident ein.Du vergißt, Alfred, was Du der Gastfteundschaft schuldig bist. Wundere Dich deßhalb nicht, wenn wir nicht eher wieder nach Gattersberg kommen, bis die Verhältniffe hier völlig rein sind, und Du wieder ruhig geworden bist."

Damit nahm er seine Frau am Stirn, winkte den still und mit zusammengekniffenen Lippen dem Vor­gang lauschenden Axel an seine Seite, und alle drei verließen schweigend Gemach und Schloß.

Der Onkel aber »ahm den weinendeu Wolf in seine Arme und küßte ihn zärtlich:

Ruhig, ruhig, Kind, sie solle» weder Dir noch Deiner Mutter etwas anhabeu."

Der Onkel hatte Wort gehalten, Mutter und Kind vor Leder Unbill der Welt geschützt. In des Knaben Seele aber war ein Funke des Zwiespalts geworfen, der nicht mehr verlöschen sollte, der seine Jugend, sein ganzes Leben ihm verdunkelte. Traf eine Mutter eine Schuld, war sie unschuldig ver­leumdet worden?

Die Aufklärung wurde ihm erst durch den Onkel elbst, nachdem die Mutter ihre müden Augen für mmer geschlossen hatte. Es war eine Beichte, die der Onkel dem Sohne der Frau ablegte, deren Leben durch ihn zerstört worden war, eine Beichte, die diesem einen Theil der Last, die auf seinem jungen Herzen gelegen hatte, löste, doch aber - nur einen Theil.Eines," so hatte der Onkel geschloffen, halte fest, mein Junge: Deine Heimgegangene Mutter war das liebste, das reinste Geschöpf unter der Sonne. Wenn Jemand eine Schuld trifft, so bi» ich es. Ich liebte sie, seit ich sie zum ersten

Nm hinzutretende Monnenten derOberhessischen Zeitung"

Nach der ersten Lesung der Handwerker-Vorlage.

Die vorzügliche Rede, worin der Abgeordnete Jacobskötter im Reichstage den Standpunkt der konser- vattveu Fraktion in Sachen der Handwerker-Vorlage darlegtc, dürfte allen verfehlten gegnerischen Kom­binationen hinsichtlich einer angeblichen Schwenkung und allen Spekulattonen auf eine Spaltung unserer Parteien ein Ende gemacht haben. Wie Herr Jacobs- köüer ausdrücklich hervoihob, tritt die Fraktion mit unverminderter Energie für die programmatischen Forderungen der Zwangsinnung und des Befähigungs­nachweises nach wie vor ein und wird in der Kom­mission diesen Standpunkt auch der neuen Vorlage gegenüber nach Möglichkeit zur Geltung bringen.

Ist in diesen Endzielen die konservattve Partei einig, so ist sie es auch in dem Wunsche, auf der Basis der Vorlage etwas dem Handwerke Frommendes zu Staude zu bringen. Wir selbst haben ebenso wie der sogenannten preußischen, so auch der neuen Vor­lage gegenüber stets an der Meinung festgehalten, daß das Gute, was dargeboten wird, nicht, well Besseres erwünscht sei, zurückgewiesen werden dürfe. Daß der Entwurf in vielen Punkten den Wünschen des Handwerkes cntgegenkommt, ist also nicht zu leugnen. Es wird nun, wie auch Herr Jacobskötter betont hat, Sache der Kommissionsmitglieder sein, ernstlich mllzuwirken, um diese Vorlage so zu ge­stalten, daß sie auch wirklich zum Segen und zur Stärkung des deutschen Handwerkerstandes beiträgt.

Die Behauptung, daß die konservative Partei mit fliegenden Fahnen von ihrem bisherigen Handwerker- Programm abgeschwenkt sei, ist durch die Aus- firhrungen des Herrn Jacobskötter, der allerdings in einzelnen Punkten seinen persönlichen, von den übrigen Fraktionsmitgliedern nicht gethellten, mehr sanguinischen Auffassungen Ansdruck verlieh, vollständig widerlegt worden. Wer allerdings geglaubt hat, die Konservativen werden den Entwurf, weil er in seiner vorliegenden Fassung nicht wohl annehmbar erscheint,

Marburg

Dienstag, 6. April 1897.

Mal an der Seite Deines Vaters gesehen, und da es ihm an den nöthigen Eigenschaften gebrach, eine feinewpfindenve Frau, wie Deine Mutter, glücklich zu machen, und er in rücksichtsloser Selbstsucht nur seinen eigenen Neigungen und seinem Vergnüge» lebte, so geschah, was unausbleiblich war: sie fing an, meine Gefühle zu erwidern. Doch in der Stunde noch, in der wir uns das bekannten, stand es auch fest in uns, daß diese Liebe befiegt weiden mußte. Das Unglück wollte aber, daß Dein Vater »nS in diesem Augenblick überraschte. Sein Zorn, sein Er­schrecken war maßlos. Er, der seine Frau bisher ganz sich selbst überlasse» hatte, wurde plötzlich zu ihrem eifersüchttgsten Hüter. Die Ehe, die so lange eine gleichgtltige gewesen war, gestaltete sich »un zu einer tief unglücklichen."

Und warum Onkel," warf Wolf ein,hast Du die Mutter nicht geheftathet, als fie Wittwe ge­worden war?"

Warum, das frage die Welt! die Wett trat zwischen uns mit ihrer Verleumdung, ihrer Bös­willigkeit. Die schnödesten Dinge hat man mir und Deiner Mutter nackgesagt, selbst die Rechtmäßigkeit Deiner Geburt angezweifeft. Wäre Deine Mutter eine starkgeistige Frau gewesen, fie hätte fich vielleicht ttber die Bosheit der Menschen erhoben und mb dennoch die Hand gereicht. Sie aber in ihrem allzu zarten Empfinden vermochte es nicht über fich. Sie meinte, unsere eheliche Verbindung würde dem lösen L.umund einen Schein von Wahrheit verleihen, und sie glaubte, es Dir, ihrem Sohne, schuldig zu sein, zu entsagen, um keinen Schatten auf Deine Geburt allen zu lassen, ach, und doch Alles vergeblich! Das böse Wort der Verleumdung war einmal gc- allen und wiikt bis heute noch nach*

Wie, man wagt?"

»Noch immer z» zweifeln und vor Allen mein eigenes Blnt, die Verwandten, die ich seitdem Tagen der Beisetzung Deines Vaters noch nicht wiederge- sehen habe."

Wolf ballte in aufwallendem Zorn die Hand.

Sie sollen sich hüten," stieß er hervor.

Still," unterbrach ihn der Onkel;fie werden ihre Strafe» erhalten. Ihre hochmüthige Unduldsam­keit hat das Band zwischen uns zerrissen. Ich habe keinen Bruder mehr. Du bist meinem Herzen der Nächste. Der Sohn der Frau, die ich geliebt habe, die um mich, die für Dich gelit en hat, m hr, als die kaltherzige Welt eS ahnt und zu soffen vermag, soll wenigstens an äußeren Glücksgütern erhalten, was ich ihm geben kann. Ich habe mein Testament beretts gemacht, Wolf, Du bist mein einziger Erbe."

Onkel, das wird den Verwandte» vielleicht noch doppelten Vorwand zu jener Verleumdung geben."

Sei'S brnm! Auslöschen läßt es fich nicht. So will ich Dich denn auch als Sohn betrachten, wie Du mir ja im Herzen mein Sohn bist."

Und er war sein Erbe geworden. Göttersberg, das der Onkel aus einem Lehn durch Auszahlung an die Lehnsberechtigten zu seinem freien Eigcnthum, das er durch unermüdlichen Fleiß, durch gute Be- wiithscbastung und Sparsamkeit zu einem der ertrag« -cichsteu Güier der Umgegend gemacht hatte, uar letzt sein. Alle äußeren Bedingung,» zum Glück wäre» ihm gegeben, und nun lag er da, ein ge­brochener Mann, den Tod vor Augen. So jung noch und schon sterben wüffcn, so früh sterben! Niedergemäht wie eine kaum erst im Samen ge- choffene Aehre, und von dem, den er seit Jugend an ür seinen Nebenbuhler, ja Feind betrachlei hatte, besiegt von dem Uebermüthigen im Kampf und in

(Nachdruck verboten.)

Schwester Ilse.

Roman von Clariffa Lohde.

(Fortsetzung.)

Freilich," sagte bitter der Präsident zu Herrn von Gattersberg,dieses Recht wird Dir Keiner ab- streitm; aber ich rathe Dir noch, Deine Liebe zu dem übermüthigen Jungen nicht gar zu dokumeuttren. Es wäre wirklich eine Rücksicht, die Du, meine ich, Deiner Familie schuldig bist, wen» Du Dich soweit zu beherrschen suchtest, dem Auge der Welt eine Bevorzugung zu verbergen, die doch so übel gedeutet wird."

Otto!"

Mit einem Sprunge stand der Schlcßherr neben dem Bender und schüttette heftig beffen Arm.

»Sein Wort weiter, ober ich weiß nicht, was ich time"

Der Präsident trat mit dunkelgeröchetem Antlitz einen Schritt zurück, angstvoll klammerte fich seine Gattin an ihn.

Ich bitte Dich, Otto, komme fort von hier. Ich sagte es Dir ja, es wäre am besten gewesen, wir hätten unS fern gehalten*

,3a," entgegnete der Onkel, nun fich zu größerer Ruhe zwingend,das wäre in der That besser ge­wesen, wenn Ihr Euch nicht so weit wenigstens in Gewalt haltet, um einer Unglückliche», durch das Schicksal so schon schwer gebeugten Frau mit der gebührenden Achtung und Rücksicht zu begegnen."

Die Präsideuti» warf mit einer stolzen Bewegung tat Kopf zurück:

Ich bin der Wittwe des in Leid und Verzweiflung dahingegangenen Schwagers ganz so begegnet wie sie es verdient"

halten die Hummern seit Beginn des Romans Schwester Ilse" in unserem Feuilleton gratis nachgeliefert.

aber darauf aufmerksam zu machen, daß sich in den beiden Regierungsbezirken 2400 Gemeinden be­finden. Es würde also nur der achte Thei sein, aus dem derartige Petitionen eingegangen sind."

-------ßffTV* IMMM

Der Marine-Koller, berffbie gefarmte Demokratie ergriffen hat, nimmt bei dem an Zahl geringen, aber anGeistern" bedeutenden weib­lichen Anhänge der Sozialdemokratie einen akuten Charakter an. DieGleichheit", das Organ der uneimüdlichenGenossin" Ihrer schreibt nämlich: Man sinnt Dir (Proletarierin) an, unter dornen­reicheren Sorgen zu schaffen, eine kümmerlichere Existenz mit Deiner Familie zu stifte», damit fich der Mlitarismus auch auf dem Gebiete der Marine zum alles verzehrenden Ungeheuer außwachse'n kann..." Die Proletarierin, die deßhalbdarben" muß, bamit dieRegierung", die erpicht ist, mehr Panzer, Kreuzer und Kanonen zu haben,diese kunstreichen, glänzenden Dinger" bezahlen kann, ist ein hübsches, phantasie- volles Bild, das der Erfindungskunst der weiblichen Sozialdewostatie alle Ehre macht. Daß aber die darbende Proletarierin st e u e r f r e i ist, daß fie zu derungeheuren" Summe, die für die Marine gefordert wird, und deren Zinsen für den Kopf der Bevölkerung kaum zehn Pfennige jährlich betragen absolut gar nichts beizutragen hat, ist das Schönste dabei. Wir verwuthen, daß die Kassen der Sozial­demokratie weit höhere Anforderungen an dieProle­tarierinnen" stellen. DieGleichheit" schreibt aber weiter:

Ueber alle Tagesinteressen hinaus hast du, Prole­tarierin, gerade deßhalb einen dauernden zwingenden Grund, gegen die erhobene Forderung mit aller Schärfe zu pro- teftiren. Denn der Militarismus, der von den Besitzenden und Gewalthabern auf Kosten des Volkrwohls großgezogen wird, er ist bekanntlich der Heiland, von dem die büigerliche Gesellschaft die Rettung vor deminneren Feind" erhofft. Terinnere Feind" aber, Prolearierin, du weißt eS wohl, das ist dein Mann, das find deine Kinder, deine Brüder und Schwestern, das bist du selbst, dafern ihr alle, die ihr säet ohne ,n ernten, für euer Recht in Gegenwa t und Zukunft kämpft. Nicht nur die Rücksicht auf deine Armuth, der Hinblick auf deine Befieiung, auf L?iefrelu!!8?finer Klaffe macht dir deßhalb zur heiligen Pflicht, auf die Forderung der Floitenschwärmer mit der Sozialdemokratre zusammen zu a twoiten:Für diese Mari- e keinen Kahn und keinen Groschen ""

Diese Uebertragung ber sozialdemokratischen Be­hauptung, baß ber innere, b. h. ber auf revolutionären Umsturz des Bestehenden hinarbeitende Feind mit der Arbeiterschaft identisch sei, auch auf die Frauen, ist höchst originell. In Frau Ihrer und ihrenGe- uosstnnen" hat wahrlich noch kein Mensch einen

Umschau.

3« zweiter Lesung hat vorgestern das Abge. ordnetenhans den Entwurf der Landge­meinde-Ordnung für die Provinz Hessen- Nassau angenommen. Zu § 45 hatte die Kom­mission die Aenderung empfohlen, daß in Gemeinden mit mehr als 500 Einwohnern ein kollegialischer Ge­meinde-Vorstand gebildet werden soll. Diese Aenderung hat das Abgeordnetenhaus ange­nommen, obgleich der M i»i st e r des Inner» erklärt hatte, daß durch diese Annahme die V o r l a g e auf das Ernsteste gefährdet würde. Was übrigens der angeblicheallgemeine PetitionS sturm" gegen die Vorlage in Wahrheit zu bedeuten hatte und wie die Petitionen gemacht" wurden, das ergiebt nachstehende, dem Stenogramm entnommene Stelle aus der Rede des Herrn Ministers des Innern vom 2. April:Nach den Erfahrungen, die ich aber im Allgemeinen mit derartigen Petitionen gemacht habe, kann ich doch einen leisen Zweifel darüber nicht unterdrücken, ob nicht auch eine große Anzahl derjenigen Herren, bi ihre Unterschrift dazu gegeben haben, über die volle Bedeutung des Gesetzentwurfs sich noch nicht ganz klar geworden waren. Ich will znm Beweise dessen eines Berichts Erwähnung thun, der mir im Januar zugegangen ist. Darin meldet ein Landrath Folgendes:

An fämmtHdje Bürgermeister meines Kreises ist von dem Casseler Bürgeiverein eine vom 13. ds. Mik. datirte, gedruckte kurze Aufforderung ergangen, Unter­schriften auf einem anliegenden Bogen für eine Petition gegen die neu« Landgemeindeordnung zu sammeln Erne Begründung ist dem Anschreiben nicht beigefüllt. Was in der Petition stehen soll, ist den betreffenden Herren nicht mttgethrilt worden.

(Hört! hört! rechts.)

Nach meinen Nachrichten ist es jedenfalls sehr übertrieben, wenn man von der überwiegenden Stellungnahme gegen de» Entwurf spricht. Das Gleiche gilt von der Behauptung, daß fast aus allen Gemeinden Protestpetitionen eingegangen feien. Wenn ich de» Herrn Berichterstatter recht verstanden habe, so liegen 300 Petitionen vor. Ich erlaube mir

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" M., Cassel, Magdeburg und Wim; Rudolf XXXII

nkfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. AAH* in Frankfurt a. M.< Berlin, Hannover, Pari».

Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

Ikdaütoa Knb EMdM-^Marv Sl. Jllustrirtes Sonntagsblatt. Verantwortlich für dm allgemeinm Thell: Redakteur M. Hartmauu,

_____________________________________________ o_________ _________t»r den JMeratenthell: Joh. Aug. Koch, beide in Marburg.

ohne weiteres abweisen, der wird enttäuscht fein; allein auch in den Kreisen der organifirten Hand­werker hat man nicht die ParoleAlles oder Nichts" ausgegeben, sondern das Verlangen ausgesprochen, daß die Vorlage verbessert werden möge.

Wir äußerte» nach genauer Kenntnißnahrne des Entwurfs, daß derselbe in organisatorischer Hinsicht ein Chaos, eine Konfusion bedeute. Dieses Uriheii steht in keiner Weise im Widerspruch zu de» Aeuße- rnngen, die Herr Jacobskötter, der sich nur für feine Person ans den Boden der unveränderten Vorlage gestellt, im Namen der Fraktion abgab; denn es war unserseits doch nur von einem solchen Effekt der be- tteffenden Bestimmungen gesprochen worden, toofem bie ganze Vorlage unverändert zur Annahme gelangte. Davon aber kann nach dem Ergebnisse der ersten Lesung nicht die Rede sein, und es ist volle Aussicht vorhanden, daß die Kommission Ordnung in diesesChaos" bringen werde. Dazu gehört aber in erster Linie, daß eine gewisse Kon­formität zwischen den Gcwerbevereine» und den Innungen hergestellt wird, daß beiden, die gleiche Rechte erhalten sollen, auch g l e i ch e Pflichten auferlegt werden. Auch Herr Jacobskötter äußerte ja:Wo Rechte find, müssen auch Pflichten sein, das halte ich für selbstverständlich." Unseres Er­achtens wäre das Einfachste, wenn bestimmt würde, daß die zur Wahl für die Handelskammer» zngelaffene» Handwerker - Mitglieder der Gewerbevereine in be­sondere Lektionen innerhalb der Vereine zusammen- zufaffen seien. Diesen gegenüber könnten dann de» Handwerkerkammern dieselbe Aufsichtsrechte verliehen werden, wie sie fie über die Innungen ausüben solle».

Auch über die Aufhebung der aus den §§ 100 e und 100 f der Gewerbe-Ordnung den Innungen zu­stehenden Prärogative wird man keineswegs mit fliegenden Fahnen" hinweggehen. Wenn Zwangs- Innungen eingerichtet werden, find diese Paragraphen allerdings übrig; allein die Errichtung der Zwangs- Innungen ist indem Entwurf so stark verklausuliert, daß es noch schwieriger fein wird, dazu zu gelangen als es bisher war, der erwähnten Prärogative tbeil- haftig zu werde». I» dieser Hinsicht Verbesserungen anzubringe», dürfte nicht so schwierig sein. In diesem Sinne wird vermuthlich die Kommission eben­falls mitwirken und dabei werden, wie Herr Jacobs­kötter ausdrücklich hervorgehoben hat, die Wünsche und Bedenke» der organisierten Handwerker gewissen­haft berücksichtigt werden. Darin eben ist die kon­servative Partei einig, daß in dem vorliegenden Ent­würfe nicht eine Erfüllung ihrer Forderungen erblickt