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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Jlluftrirtes Sonutagsblatt. ?*?-«**?*? * ---

________ _____________________________________ 1 a ________Mrden Mrratauheu: Joy. Aug. Koch, brid« in Marburg.

J2 86.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und Feiertagen. Quartal-Abonnements-PreiS bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (rxkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeil« oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Sonntag, 4. April 1897.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasmstein & Vogler in granffurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf TTJII Mofft in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. AAA11' ®<mb« & 60. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari«.

Erstes Blatt

zchn Seiten.

gratis nachgeliefert.

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Herr

Baron/ sagte Doktor Balzer zu Wolf,

aft._ «Sie sind auf dem Wege der Besserung, wie oft «er« E Ihnen das wiederholen?"

.Wenn ich Ihnen nun aber sage, daß ich vom 3190 degentheil überzeugt bin? Sie wollen mich schonen, 7~ «ollen mir Lebensmuth eiuflößen, ich begreife das

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btt besseren Provinzialblätter gehört es überhaupt heute zu einer der erforderlichen Geübtheiten, das Kahre aus den Berliner Nachrichten aus dem Wust her tägliche» Berliner unwahren Meldungen herauszu­finden und allein weiter zu verbreiten.

Leicht erklärlich ist, daß solche Krisengerüchte am Liebsten erfunden werden, wen» zwischen Reichstag rmd Regierungen eine Differenz offen am Tage liegt. Co war es mit der Nichtbcwilligung der Kreuzer und it der Bewilligung der Diäten. Wegen letzterer Differenz, denn die verbündeten Regierungen werden

»Des tollen Wo'f, meinen Siel Ach, bester Doktor, das ist so lange her. Werden Einem die Jugendsünden denn nie vergeben?*

Wer denkt daran, Sie bar für noch verantwort-

h. Berliner Entenzucht.

Nicht allein «n Theil der Presse Berlins, der dnrch Mitarbeiter von besonderer journalistischer .Findigkeit* bedient zu sein glaubt, sondern such ein Theil der von Berliner Journalisten mitOriginal- lachrichten* bedienten Presse im Reiche bringen in fast regelmäßigen Intervallen eine Reihe von Krisen- »erüchten über die Stellung der Inhaber unserer höchsten Reichs- und Staatsämter. So viel sie diese ihre Meldungen auch durch angebliches Stammen »o»bestunterrichteter Stelle* glaubwürdiger zu machen suchen, so widerfährt ihnen doch in 99 von

(Nachdruck verboten.)

SchwesterJlse.

Roman von Clarissa Lvhde.

(Fortsetzung.)

AuS- iffend.

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frank- m: l Mi 1 chte." \ erben. m bei 1 2189

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hundert Fällen bas Geschick, mit Fug und Recht als nru. Me Erfindung bezeichnet zu werden, und das Einzige, rt der ®a$ herauskommt, ist die erneut verringerte Slaubwürdigkeit des Blattes, welches in Berlin oder

im Reiche seinem Berliner Rerorter glaubte. In her Provinz fallen von de« Zeitungen außer denen, die ihre erste Lebensbedingung in der Sensafionsmache eünde ^hen, die meisten gar nicht erst aus solche reichs- hauptstädtische Flunkereien herein; für die Redaktionen

. > au un» Sohn noch im Schlosse.

-------- ""övJ I ^xel war um zwei Jahre älter als er, ein wegen

verlteren. Daß sie ein gleiches Ise nes Fleißes und guten Betragens von Eltern und Schicksal mit ihm gehabt, eine buch Leid und Krank-l Erziehern gerühmter Knabe, was ihm, Wolf der im tn ^er Samtlte getrübt- Kindheit, das hatte si4 Kadettenkorps erzogen wurde, nickt gerade imdbmiaae» i^m noch naher gebracht. Und nun sollte fie fort,!war. So maßte sich denn der Vetter einen gewissen eine Fremde kommen, die ihm vlcüeicht unsympathisch, Präceptorton an, den er schon damals nicht vertragen zuwider war. I konnte, und gegen den er stck ftrta nnfkn..«.#. °

Sie sei ein großsinniges Mädchen, hatte Doktor Die Mutter, stets leidend batte sch Gleich nach

Balzer gemeint, das sich über die Vorunheile der! der Beisttzung auf ihr Simm,!? 8 $

durfte er es nach dem, was der Doktor ihm gefagt | tfr.I am atßffneten h - b

. -------------, hatte, daß ihre Anwesenheit in seinem Haust, in d m lund unterhielt stck nack S h , J Ob5U^"^tnmer^

14 iU 6,1 b'° Mel»«*: M .Wta, t»«. >h.f Um»*]»« Wt ÄÄXSS

L v . Neu hmMtretende AbsMeuten

derOberhessischen Zeitung" er halten die Nwmmcrn seit Beginn des Romans Lohn-Schwester Ilse" -in unferm F.uilleton

dollkommen. Doch hänge ich zu wenig am Leben, «n mich vor dem Tode zu fürchten. Also noch f^ff kinmal, Doktor, seien Sie gegen die sonstige Ge- lktz «t »ohnheit des Arztes offen mit mir. Sie wiflen, «an hat seine irdischen Angelegenheiten zu ordnen.* .Nun, wenn Sie so sprechen, Herr Baron, so 23 M ich schon, wohl oder übel, antworten. Also «sitwffvz: Ich hege die entschiedene Hoffnung, Sie ganz

Webet herzustelleu. Doch wir Aerzte sind immerhin stcht allwissend. Deßhalb, wenn Sie noch Ver­trug. tzgungen zn treffen haben'*

[Ah, so, ich verstehe.*

kehren. Sie wissen, alle schönen und guten Er.! das Reine gern in den Staub ziehst Uebriaeus! Ack er münkck^ . . _

b-,I-idn Mrd.? Ich 6,6. »ich btrtto so«, ihr.» fintahm Bonn. feie»b«d> M sStaWSEi ÄL.®' SÄL9' d«6°I6 g°Ä.

,D,S kau, ich Jone» nicht fegt». darüber mujoor i6m ausbresiete. Ein leichter A6.»dglanz um-!onch in sisire^rmae Seele'?»« lait«, mll

dre junge Dame allem entscheiden. Doch möchte ich wob mit seinem Zauber Wälder nnh m. , 8?"^ Seele zum eisten Mal der Schatten

Doktor Balzer lächelte ein wenig. I würfe sangen leife in den llf ihüfAe^ h^ar, I ""- um dort in der Familiengruft beigeseet zu werden.

D-i ich °,«. -«wi 2-6.»». ,°m L-L" S."mKä So1"8-b"** »*

«»Ört -A r? ^^bltche» Wesen, bie ememihm wehe that, die freundlich mitl-idsvollen Augen ' ®

Manne l-tcht getährlrch werd n. ma1---- - -

»Das sagen Sie; die Welt denkt vielleicht ganz anders. Jedenfalls glaube ich, daß eine junge Dame, die noch nicht dem Verbände eines Diakoniffenhauses angehört, schwerlich ohne Schädi ung ihres Rusts Hansgenossin des Barons Wolf von Menzelen werden kann.* j

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efn^ReiL UmschüU. «ÄiMÄ bT**

wur^tträgerdeßhalb zurückgetreten wäre. Da mußte Im Reichstage hat die erste Lesung der Hand- dadurch entswndm ff?"ist ^ Weittm tiK'atofc J Da aber das w er ks or g ° nisati°n svorlage stattgefunden, als der sein würde den dst nme B Mmmnna

Äbschredsgesuch brö RerchSmarwesekretärs Hoümann Wenn die dem korporirten Handwerk nahestehende haben würde. Wenn dieArbeitgeber^ nock me^s

K /er Emreichung von bewährter Stelle Presse auch noch in den letzten Tagen gemeint hatte, bisher fci eta!b£L

selbst bekannt gegeben wurde, so 6heb nichts ander, s daß an eine Annahme des Entwurfs, wie er im I ihre Betriebe chikanirt werden so werden fie auf diese

hat2n-S« a18 dre Erschütterung der Stellung Bundesrathe Gestalt bekommen hat, nicht zu denken Kräfte ganz verzichten. Der Schaden abn würde ?«

des Rerchskanzlers, zumal auch die Nachricht keinen! sei, so hat sich in bet ersten Berathung gezeigt, baß! erster Linie auf bie Arbeiterfamilien selbst fallen

n26nS aafnb' Hohenlohe ben Reichstag I biefe Anschauung auf einem starken Jrrthum beruht. I Diese würben bett Gesetzgebern wenig dankbar fein'

S»Ä "s BS,b': ?. j? ?* f'16» S m -<--°-- --»-sicht »oq-°d-», mm,» ,6» i6. ÄZ «*6maS Ä ncb ftart für bte Flottenplane intereffirt habe. Aber! daß die Handwerkerorganisation noch in der laufenden I Solche und andere Fragen werden nun bei der Einrel-

VUf= P98» T £erI? m, die Welt ge Tagung unter Dach und Fach kommt. 6entntm bera^img beXlag 3nr 6r5rt?nZt mE schaffte Zeitungsente ist ihrem verdienten Schicksal! und Konservative haben sich durchaus nicht ablehnend I und bostentlieb in einem x»r i » verfallen. Der Herr Reichskanzler bleibt trotz seines verhaltet. Das Centrumistsogar, SberfänbUch ®emerbe8aü?fti^ U"1ert8

vollendeten 78. Lebensjahres und der Kaiser und die unter dem Vorbehalte der^ sunsttgen Smue entschtedeu werden.

Katserm haben lhn zum Geburtstage am 31. März berett, sich auf den Boden der Vorlage zu stellens Bei der Weiterbetatbuna der Stäbe-*b irr so herzlicher Weise beglücktwünscht, daß jeder weil - eben vom Bundesrathe nicht mehr u er- Landa em £h, nr L?f' "nb

»°fi der Festigkeit der Stellung Fürst Hohen- halten ist. Es wird nun, da einmal mft dieser Hessen - Na s s aV sm Abgeordnetenhauses stand lohe s Unsinn wate Aussicht gerechnet werden muß, Alles darauf an- 8 15,' bett das WaMstem zu D«

Da nun al'o auch hter nichts rst für bte Berliner! kommen, daß, wenigstens soviel als möglich Ver-1 Minister de« ' L Debatte. Der

Nachrichten Erfindet, so haben fie eine ganz neue Att!bessetungen an bet Vorlage vorgenommen werden.IR e cke, änßerte dazu: Die Regierung^rbldt"in bet rickttg°büst^8^^ ?'lzvthetlen. Es erscheint ja «Es ist keine Frage, baß bie Zwangsorganisatton im! Konstruktton des Wahlrechts eine bet wesentlichste» rtrftfg, daß Contre-Admtral Ttrpttz an die Stelle des größten Theile des Handwerks auf Gegenliebe nickt Säulen her Mnrfane- ? w enllrchste»

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m l?,rPt [l4 noc^ in Astasien anschickt,!würfe insoweit Rechnung getragen, als durch die Gewicht darauf bieSeihältniffefür Me

nach der Reichshauptstadt zurückzukehren, bespricht die! Mehrheit der Handwerker entschieden werden kann ob I einheitlich ru regeln WntmnLJb dte ganze Piovtnz Berliner Presse und erörtern die von den Berliner eine Innung errichtet werden M X nfctt %5e b« 1 £

unb als ob Herr Tirpitz es den Berliner Reportern! Theil den Zwangsinnungschaiakter annehmen In-1 der Bevölkeruna unterrirfitet q tmm*n8

haarklein auseinandergesetzt hätte, wie er es mit der dessen wird man immerhin mit ber ^öflM. I ^reufe bat .a ^l,A ^ ?nL^;ffi metner

iS «S-Äp!

lchtgen Reich-, tage noch -ine neue Vorlage mit Marine- g. fühl, sich bei der Abstimmung zu betheistam Der T rt ber

Forderungen vorlegen werde. Das ist natürlich in allen in B-ttacht kommenden^ Är"ifen

absolut unwahr. Man ersieht aber aus diesen Preß- Deßhalb sollte dies» Frage erhöhte Aufmerksamkeit meinde a ? 6t' bu gerge-

JS in d-r.R ichsh'aupttta?t bei der Sp zialbera'thung ^ugewL wLn^Ll^L

Ortginalnachrtckten entstehen und wie wemg gewissen- andere Verbesserung müßte bei den allgemein n Be-^w rden kann, ist unrichtig; denn die Z a h l^d er

| »Doch vielleicht nicht so ganz, Herr Baron. Ich VV Dritte, feinen letzten Willen aufsetzen kann man z - An Zeit. Doch ist damit keineswegs gesagt, daß 2191 » irgend eine plötzliche Wendung zum Schlechteren «fürchte. Im Gegentheil, Ihr Zustand ist'keiner, 21 sich rasch entscheidet; es kann vielleicht Morate, * em Jahr dauern, ehe Sie wieder Alles üver- * «unden haben.

213? s Wolf nickte nur leicht mit dem Kopse zu diesen j-j ' «orten.

' »Ich danke Ihnen, lieber Doktor, und nun noch Mis,* sagte er dann nach kurzer Pause.Ich hege M» dringenden Wunsch, nach Gattersberg zurückzu-