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Plenum zur Verfügung stehen, bis es in die Osterferien eintrüt. Gerade viel ist es nicht, waS das Parlament in der Zeit von Weihnachten bis jetzt erledigt hat. Außer dem Converstons- und Schulden- tilgungSgesetz find es eigentlich nur zwei größere mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch in Zusammenhang stehende Entwürfe, das Subhastationsgesetz und die Kmndbuchordnung, welche ihre Erledigung gefunden haben. Mit Beginn des Jahres 1900 soll bekanntlich das Bürgerliche Gesetzbuch in Kraft treten. Es ist aber durchaus nöthig, daß, wie auch im Ein- sührungsgesetze ausdrücklich vermerkt ist, noch vorher eine Anzahl kleiner Gesetze, die sich aus Aenderungen des Civilrechts ergeben, fertiggestellt werde. Es ist erfreulich, konstatiren zu können, daß die Attion auf diesem Gebiete durch den Reichstag nicht verlangsamt wird.
des Parlaments mit den Ansichten der Mehrheit der Bevölkerung nicht in Uebereinstimmung gewesen ist. Wenn der Reichstag weiter fortfährt, die durchaus nöthigen Ausgaben für die Marine zu verweigern, so werden die Interessen des Vaterlandes geschädigt. Es könnte sich einst diese Verweigerung bitter rächen. Ob der Reichstag noch vor Ostern das Handelsgesetzbuch unter Dach und Fach bringen wird, steht dahin. Er erledigt soeben die ersten Lesungen der Handwerksorganisationsvorlage und hat noch d e Lesungen des Jnvalidenversicherungsgesetzes zu erledigen, und diese wird auch verschiedene Tage in Anspruch nehmen. Es ist also nicht die Aussicht vorhanden, daß das Handelsgesetzbuch schon vor Ostern fertig werden wird. Nachdem jedoch die Kommission mit den Vorberathungen zu Ende gekommen ist, ist es ftaglos, daß auch dieses, mit dem bürgerlichen Gesetzbuch wenigstens indirett im Zusammenhang stehende Gesetz in der laufenden Tagung zur Verabschiedung gelangen wird.
Was sonst noch nach Ostern erledigt werden wird, ist jetzt noch nicht zu übersehen, zumal, wie aus sicherer Quelle verlautet, der Bundesrath noch die Absicht hat. weitere Entwürfe an den Reichstag zu bringen. Dazu sind wohl in erster Reihe die Militärstrafprozeßordnung und der Entwurf über die Klassen- eintheilung der Orte und den Seroistarif zu rechnen. Kommen sie noch zu dem bisherigen Beratbung?- material hinzu, so wird der Reichstag alle Entwürfe zwischen Ostern und Pfingsten nicht erledigen können. Es wird fich darüber entscheiden müssen, welche die dringlicheren find. Aber auch wenn keine anderen Entwürfe mehr erscheinen würden, würde doch diese oder jene der schon eingebrachten Vorlagen in der nächsten Tagung wieder erscheinen müssen, wenn fie zur Erledigung gelangen will. Der Berathungsstoff ist nämlich jetzt bereits sehr umfangreich, und der Reichstag in seiner jetzigen Zusammensetzung nicht im Stande, soviel zu leisten, wie es früher der Fall war.
.Das thut fie auch wohl nicht. Aber Du weißt * ist nicht fürs Geben. Da muß ich schon Hand ^ers Herz l gen; aber verrathe es Ilse nur uicht; * schilt immer, wenn ich Dir mehr als die fest- Hetzte Zulage gebe.'
.Eine PHUisteriu ist fie vom reinsten Waffer. Mamachen, wie viel besser Du mir gefällst!' | Dabei küßte und herzte er die Mutter von
Neben diesen Gesetzen hat der Reichstag de« Etat für 1897,98 genehmigt. Es braucht wohl kein Wort darüber verloren zu werden, daß hier die Mehrheit
„Ach, hast Du schon wieder kein Geld mehr?' Er nahm sein Portemonnaie und wendete es
lachend um.
.Du stehst, kein Pfennig fällt heraus. Füll' eS dneder ein wenig, bitte, bitte! Wir haben noch acht Tage bis zum ersten.'
.Mein guter Junge, Du weißt ich thue gern «llcS für Dich; aber ich bin wirklich angenblicklich m» bischen knapp. Ich brauche jetzt neue Sommer- mletteu, und Du liebst doch, Deine Mama elegant M sehen.'
Werke fie sich alle angeschafft hatte. — Manchmal hatte er dieses oder jenes, was ihm nicht gefiel, oder was anzuhören er nicht die Laune hatte, schroff znrückgewiesen; fie aber blieb dennoch unermüdlich in ihrem Anerb ete«, in ihren Bemühungen, ihm die langen trüben Leidensstunden zu erleichtern.
Oft folgte sein Blick ihrem stillen fteundlichen Willen, wenn sie ihm mit Georg gemeinsam alle die kleinen Dienste leistete, deren ein Kranker bedarf, und trat fie dann zu ihm und sah ihn mit ihren klaren blauen Augen so warm und müleidsvoll an, dann kam es wie ein eigener Friede über ihn, und die Linien des Stolzes und der Bitterkeit in seinem durch die Krankheit verwüsteten Antlitz weichem einem Zuge geduldiger Ergebung, die ihm sonst immer fremd war.
.Wiffen Sie, Schwester Ilse,' redete er fie eines Tages au, als fie eben mit dem Vorlesen einer Storm'schen Novelle fertig geworden war, «daß Sie mir zuweüen vorkommen, wie eine der Gestatten Ihres Lieblingsdichters, so eigen wettfremd. so unwirklich?'
.Unwirklich?' entgegnete fie lächelnd. .Und doch bin ich greifbar nahe bei Jhnm. Das spricht nur dafür, daß auch die Gestatten Storm's nicht so unwahr geschildert find, wie Sie oft behaupten!'
.Jedenfalls find Wesen, wie Sie, sehr selten, Schwester Ilse. Wie Sie überhaupt, so jung noch, einen so entsagungsvolle» Beruf ergreifen konnten.'
„Das ist nichts zu Besonderes, das lhun viele mit mir. Und was sollte wohl aus den Kranken werden, wenn sich Niemand ihrer Pflege unterziehen wollte? Ach, und Sie wiffen gar nicht, Herr Baron, wie beglückend es ist, Schmerzen lindern, das wiederkehrende Leben der Genesenden beobachten, und fich sagen zu können, auch Du hast Deinen,
der Abg. v. Pappenheim u. A. dahin: „Man trenne sich eben schwer von alten Einrichtungen, an bie man fich gewöhnt habe. Alle Neuerungen würden von der Bevölkerung mit einigem Mißttauen angesehen, weil man vielleicht nach 1866 in der Aenderung der alten Verhältnisse nicht vorsichtig genug gewesen sei. So erkläre es fich, daß gegen die Vorlage eine Agitation in Scene gesetzt werden konnte, obgleich sie durchaus den Wünschen des Provinziallandtages entspreche. Dieser vorübergehenden Mißstimmung dürfe man nicht Rechnung fragen, denn mit den bisherigen buntscheckigen Gesetzen sei nicht auszukommen. Ein günstiges Vorzeichen für die Berathung sehe er darin, daß sie an dem Tage stattfinde, wo die Herzen aller Deutschen dem Manne zufliegen, der jetzt von seiner mühevollen Arbeit für daS Vaterland ausruhe. Seiner Auffaffung würde es nicht entsprechen, wenn man die Vorlage von kleinlichen engen Geflchtspuntten und nicht vom Standpunkt des ganzen Staates aus beurteilen wollte. (Bravo, rechts.) Der Abg. von Christen sagte: In weiten Kreisen der Provinz ist allerdings eine Mißstimmung vorhanden. Der Hauptgrund der Aufregung ist der, daß man den Leuten sagte, man wolle ihnen ein .bewährtes' Wahlrecht nehmen, mit dem fie gut gefahren seien. Die Agitation hätte nicht einen so weiten Raum gewinnen können, wenn man die Leute rechtzeitig aufgeklärt und ihnen gezeigt hätte, daß die alte Bürgergemeinde, welche die Grundlage des Wahlrechts bildet, nicht aufrecht erhalten werden kann, sondern durch die Einwohnergemeinde ersetzt werden muß wenn man ihnen gezeigt hätte, wie das hessische Wahlrecht eigentlich aussah. Die hessische Landgemeindeordnung bot den Gemeinden die Handhabe, alle unliebsamen Elemente fern zu hatten. Es wurde ein Bürgergeld erhoben, und auch das Wahlrecht ist an eine Menge Bedingungen geknüpft; so ist nur der Grundbesitzer wahlberechtigt, der mit eigenem Geschirr wirthichaftet, und nur der Handwerker, der Meister in einem zünftigen Gewerbe ist Alle find vom Wahlrecht ausgeschlossen, die in einem A hängigkeüsverhältniß stehen, also z. B. alle Arbeiter. Auch die wenigen Wahlberechtigten sind in ihren Entschließungen wiederum beschränkt; sie müssen mindestens die Hälfte der Gemeindeverfreter aus den Höchstbesteuerten wädlen. Wie man also davon reden kann, daß man den Hessen ein Wahlrecht nehmen wolle, welches den Interessen der kleinen Leute Rechnung frage, ist mir unverständlich. Meine politischen Freunde erblicke» in dem Dreiklassen- wahlsystem keineswegs ein Ideal. Einstweilen
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Neu hinzutretende Abonnenten der „Oberhessischen Zeitung" erhalten die Kummern seit Beginn des Romans
(Nachdruck verboten.)
Schwester Ilse.
Roman von Clai iffa Lahde.
(Fortsetzung.)
laufeil II.
»Nun aber Mamachen,' sagte Wolf zu Frau Bcllin, .ehe ich fortgehe, noch etwas Praktisches. Du kannst Dir wohl beuten, warum ich heute herüber- tzrkommen bin?'
aber haben wir kein besseres. Meine politischen Freunde sind in der Kommission mit Erfolg bemüht gewesen, die plutokratische Wirkung bei Dreiklassenwahlsystems abzuschwächen. Wir Alle wünschen, baß bies in noch weiterem Maße geschehen wirb, wenn bie von der Regierung zugesagte Reform des Dreiklaffenwahlsystems kommt. Wir werden alle Anträge, welche hier eine Aenderung des Wahlrechts herbeiführen wollen, ablehnen ohne Rücksicht auf Dank oder Undank, lediglich im Jntereffe der Entwickelung der Provinz.'
Der Gesetzentwurf wegen anderweitiger Bemessung des Wittwen- und Waisengeldes für die Hinterbliebene» von Angehörigen des R e i ch s d i e n st e s, wie er in der gestrigen Sitzung des Bundesrathes angenommen ist, regelt die staatliche Fürsorge für die Hinterbliebenen von Reichsbeamten in derselbe» Weise, wie dies durch de» dem preußischen Landtage vorliegenden Gesetzentwurf für Preußen in Aussicht genommen ist. Das Witwengeld, das nach geltendem Recht in dem dritten Theil der Pension des Verstorbenen besteht, wird darin auf 40 v. H. der Pension festgesetzt. Der Mindestbefrag des Wtttwengeldes wird von 160 Mk. auf 216 Mk. erhöht, der Höchstbetrag von 1600 Mk. aus 3000 Mk. (für Wittwen der Staatsminister und Beamten der ersten Rangklasse) bezw. 2500 Mk. (für Wittwen der Beamten der zweiten und dritten Rangklaffe) und * 00 Mk. (für Wittwen der übrigen Beamten) fest- ^setzl- Das Wtttwengeld bient auch ber Berechnung be§ Waisengelbes zur Grundlage unb hat besser, ent» Menbe Erhöhung zur Folge. Für W ttwen und Waisen von Personen bes S o l b a t e n st a n b e 8 vom Feldwebel abwärts wird das Wittwengeld einheitlich von 160 auf 216 Mk. erhöht, das Waisengelb von 32 auf 44 Mark, für Doppelwaisen von ..““f 7* .festgesetzt. Für bie Hinterbliebene» berienigen Mannschaften, denen eine mehr als fünf» zehnjährige Dienstzeit zur Seite steht, erhöht sich das Wittwen- und Waisengelb für jedes Jahr dieser weiteren Dienstzeit bis zum vollendeten vierzigste» Dienstiahr um 6 v. H. der angegeben Satze. Die n den gegenwärtig geltenden Gesetzen bei mehr als funfre$n]abrigem Altersunterschied ber Ehegatten Dor» gefeljene Kürzung des Witwengeldes wird dahm ab» geanbert, daß nach fünfjähriger Dauer ber Ehe für jebeS angefangene Jahr ihrer weiteren Dauer bem ein Zwanzigstel des berechneten Wittwengelbes so lange hinzugesetzt wird, bis der volle Befrag wieder erreicht ist.
In ber Reichstagstagung wirb demnächst wieder eine Pause einfreten. Es werden kaum noch acht Berathungstage für das
wenn auch kleinen und bescheidenen Theil daran gethan!
.Ja, ja,' nickte er, das ist sehr schön, sehr ideal; aber die Jugend pflegt sonst andere Wünsche, andere Hoffnungen zu hegen.'
.Wenn man eine sehr glückliche Jugend gehabt aber hat das Lebe» schon früh in feine Schule genommen. Ich habe emen heißgeliebten Vater in voller Manneskraft dahm sieche», und sterbe» sehe» muffen; das macht emft und ruckt andere Ziele vor die Augen, als sonst wohl meinen Altersgenosfinnen.'
-34 hörte erst heute,' sagte er, fie voll mit prüfendem Blicke ausehend, .daß Sie eine Schwerster bes 2,eutenant8 von Belli» finb, den ich zuweilen m Radnltz gesehen habe. Er steht Ihnen mit keinem Zuge ähnlich.'
.Er ist ganz das Ebenbild meiner Mutter,' ent- segnete fie mit leichtem Erröthen, „während ich dem Baler ähnle.
„Ja, ja,' nickte er, und ihm ging es durch de» Sinn, baß er von jener Fra» von «ellin, bie in Hertheu» die kleine an ber Straße liegende Villa besaß, allerhand nicht gerade Günstiges gehört habe. Und diese Frau hat eine ivlche Tochter! Wie seltsam die Natur ost spielt l Vieles an ihr, besonders aber ihr Entschluß, Diakonissin zu werden, wurde ihm jetzt begreiflich.
Am Abend, als Ilse ihn zu einem kurzen ÄTfVÄl. Ä U"d Georg im Neben- itmmer beschäftigt war, überraschte er den Doktor, oer ihm seinen Besuch abstattete mit der Frage, wie
Dokto!f??“”9 to£W n°ch ru leben habe.
. ~. tt r Walzer sah fernen Patienten ganz verdutzt »nd einigermaßen mischlüsfig an.
(Fortsetzung folgt.)
Stetigen nimmt entgegen bie Expedition dieses Blatte«, sowie die Annoncen-Bureau; von Haasenstein & Vogler in
' W, Magdeburg »nd Wien; Rudolf YYY1I Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. AAA11‘ ®«be & 6o. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Umschau.
Die neue Städte- und Landgemeinde- Ordnung für Hessen-Nassau ist gestern im Abgeordnetenhause in zweiter Lesung bis § 14 nach der Kommisstonsfaffung angenommen worden und wird dort heute wetterberatheu. Neben den Rednern, welche die Petitionen gegen das Dreiklassenwrblsystem in unserer Provinz vornehmlich in Scene gesetzt haben und natürlich in diesem Sinne sprachen, äußerte fich Neuem, die nun eilig an ihren Geldschrank ging und in das Portemonnaie des Sohnes mehrer Goldstücke legte.
.Dank, tausend Dank, Mamachen!'
Bruno steckte das Portemonnaie in die Tasche, ohne den Jndalt fich anzusehen. Erst draußen, als er auf dem Wege »ach dem Bahnhof war, öffnete er es und ließ die Goldstücke durch die feinen Finger gleiten.
.Anständig,' mnrmette er, höchst anständig. Wen» man die Weiber nur zu nehmen weiß — in bem einen Punkt find fie Alle gleich — durch Schmeicheleien gewinnt man Alles von ihnen, unb toenn fie auch vom eigenen Sohne kommen. Die gröbste Schmeichelei geht in bas feinste Ohr, heißt es. Unb ein gar feines Ohr hat die gute Frau Mama nicht.'
3.
Wolf von Wenzelen siechte allem Anscheine »ach i» der That einem langsamen Ende entgegen. Zwar waren die Splitter der Kugel glücklich aus der Lunge entfernt; aber er hustete, fühlte fich unsäglich elend und glaubte auch selbst nicht mehr an sein Aufkommen.
Bei den schönen Sommertagen ließ Doktor Balze, ihn in der Mittagsstunde im Rollstuhl nach bem onnigen Theil des Gartens fahr,», wo er bann, till in sich zusammengesunken, schweigend saß. Nur Ilses Gesellschaft befreite ihn zuweilen ein wenig I auf. Er liebte ihr weiches Organ, wen» fie fich mühte ihm Muth unb Hoffnung zur ©ent fang einzuflößen, ober ihm in stillen Adenbsiunden aus ihrem kleinen Bücherschatze vorlas. Gustav Fr.yiag, Konrab Ferdinanb Meyer, Paul Hcyse, Theobor Storm zähttcu zu ihren Lieblingsbichter», bereu
. .Nie elegant genug kann fie für mich fein, meine »ge, schöne Mama.' Dabei küßte er zärtlich ihre fonb. .Nur nicht solche Vogelscheuchenanzüge, wie W fie fragt. Uebrigens muß fie fich ja ein schönes biuck Gelb sparen. Bei ihrer Art Lebe» kann fie °»ch unmöglich die Zinse» des vom Vater ihr zur men Verfügung hinterlassenen so großen Kapitals : * ^brauchen.'
[1608 10.
tt.
öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Jllustrirtes Sonntagsblatt. TEVÄS-rrJ*
___________für den »serateutheil: Joh. Ang, «och, beide in Marburg.
geha stliche oder dieses 2140
der > Ge> i ein« Exp. (615 Herr- :nbe» fielt» 2010 , IL
. .Schwester Ilse" in unserem Feuilleton twict,
jTTaj 10 uachgelrefert.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und ftlt . AX.... .
Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe- dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (ejfl.
Bestellgeld) Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile AaNNllbeNd 3 Astrrl 1RÜ7
ober deren Raum 10 Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg. syUHUUvUW, O.
Von den im Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch genannten Entwürfen stehen nur noch 1 e U Novellen zum Gerichtsverfaffungsgesetz und zur Civil- frltlitj Prozeßordnung sowie die neue Konkursordnung aus. [2164 Bon diesen wird sicherlich bie eine ober anbere Vor- A« läge in ber nächsten Tagung bem Reichstage unter--
keilet werden. Von ' der Konkursordnung müßte allerdings, wen» sie nicht bald publicirt würde, gell SU Wünscht werden, daß fie nicht schon dann vorgelegt Würde. Denn es ist durchaus nöthig, daß sie eine «träume Zeit der öffentlichen Kritik unterliegt. Hier wirb gerabe bie praktische Erfahrung ein gewichtiges Wort mitzusprechen habe». Die jetzige Konkursorb- inng wird unter Fachleute» als ein juristisches Meisterstück befrachtet, es hat fich aber doch ergeben, daß sie in ber Praxis zu manchen Unzuträglichkeiten geführt hat.