Einzelbild herunterladen
 

I GWchsHe IMng

öchentlichc Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Jt° 72.

Erstes Blatt

ebene

2C.

sr

1371

1

Hand

Vater

Äl»

sagte

er,denn so schwer fie auch getroffe» ist, hat sie doch nur Dein Glück im Auge. Solche Mensche»

vor»

1942

mg, 1943

?

!

organ der Meinung fein, die Erinnerung an Kaiser Wilhelm I. durch die Auffrischung dieser Aeußerungen zu trüben? Nein, just das Gegentheil ist der Fall! Die Aeußerungen König Wilhelms bekunden ein so treffendes Urtheil über wichtige Zeitftagen, daß sie aufs neue weiter verbreitet zu werden verdienen, wie wir es hier nach derN. Pr. Zig." thuu. Es gleicht das sozialdemokratische Organ in diesem Falle dem Geist, der stets das Böse will, und stets das Gute schafft.

Es konnte nicht fehlen, daß die sozialdemokra­tische Preffe nach dem Ablaufe der Hundert- jahresfeier behauptet, daßwerkthätige Volk" oderdas Proletariat" habe den Festlichkeiten kalt und unbeteiligt gegenübergestanden und daß sie die traurige Thatsache rühmt, daß vielfach in den Ar­beitervierteln der Reichs Hauptstadt zu Ehren des großen Kaisers kaum eine Fahne heraus­gesteckt, kaum ein Licht angezündet worden ist. Wie diese beschämende Erscheinung aber zu Stande ge­kommen ist, daS verschweige» die sozialdemokratischen Blätter; sie stellen in der Regel die Sache so dar, als wolle die Arbeiterschaft von der Centenarfeier nichts wiffen oder als sei dasProletariat" (so schreibt derVorwärts") über solche pattiotische Feiern hinausgewachsen". Diese Darstellung aber ist falsch. DerKons. Korresp." ist von einigen Seiten mit- getheilt, daß nur der gewaltthätige Terro­rismus der Sozialdemokratie die Be­theiligung auch der Arbeiter an der Aus­schmückung und Illumination ihrer Wohnungen ge­hindert hat. An einzelnen Stellen hatten Ge­werbetreibende bereits Fahnen hinausgesteckt und Vor­kehrungen zur Beleuchtung der Fenster getroffen; da kamen aber Vertrauensmänner der Sozialdemokratie und drohten mit Entziehung der ganzen Arbeiter- kundschaft, wenn nicht sofort abgerüstet werde. Die Geschäftsleute haben sich leider gefügt. Ferner ist seitens der sozialdemokratischen Geheimpolizei ganz ftreng vigilirt worden, daß nicht etwaGenoffen", deren man in Sachen des Pattiotismus noch nicht ganz sicher zu fein meinte, sich an der HunderijahreS- feier aktiv wenigstens nicht durch Fahnenschmuck und Illumination beteiligten. Dieser Terro­rismus hat leider Erfolg gehabt. Solchen Gewalt- thätinkeiten gegenüber, deren sich der einzelne Arbetter nicht erwehren kann, muß aufs Neue gefragt werden, ob dagegen etwageistige Waffen" tauglich sein sollen. Auf die Agitatoren und Beamtengeistig" einwirken zu wollen, wäre vergebens, denn diese stehen in vollster Abhängigkeit, weil inLohn und Brod" der Parteiführer. Es muß vielmehr alles aufgeboten werden, um die Arbeiterschaft und die von dieser sich nährenden kleinen Gewerbetreibenden vor dem unge­heuren Terrorismus, den die kleine Schaar von Männern, die nicht werth ist den Namen Deuffcher

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-AbonneruentS-PreiS bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zelle oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.

Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf TTTII Stoff« in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. AAAU* Daube & So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

meiner Heimkunft ein umfassendes Bekenntniß abzu­legen und Dich zu bitten, meine Frau zu werden. Jetzt, da eine so mächtige Liebe in meinem Herzen lebte, jetzt, da mir Kuni widerwärtig geworden, mußte ich den Gedanken an die zwei Millionen Thaler aufgeben. Durch einen Zufall fand ich beim Abstieg einen Henn, der sich die Sehnen am Fuße veneukt hatte. Ich nahm ihn auf meinen Rücken und trug ihn hinab in seine Villa. Und jetzt be­ginnt der eigentliche Roman. Dieser betreffenbe Herr hatte von seinem Garten aus gehört wie Kuni Gräfin Sondheim" rief. Der Name interesfirte ihn, er schlich näher und belauschte so das Gespräch zwischen Euch Beiden. Das erzählte mir der alte Herr am selben Abend und noch mehr, nämlich daß, er einen Sohn hatte, der jetzt in meinem Alter wäre, wenn er noch lebe, und daß ich ihm so gut gefalle, daß er sich mir dankbar zeigen möchte und so fort. Und da theilte er mir ich glaube meinen Ohren nicht zu trauen seine Absicht mit, mich zu adopttren, damtt ich statt einer Mama einen Papa gewönne. Mir war, als träumte ich! Ich saß da vor ihm und starrte ihn ungläubig an. War es denn möglich! ein solches Glück! ein solch unerhörtes Glück! DaS war doch nur ein Märchen, nie aber Wirklichkeit, war nie im Leben zu finden.Es ist am Ende eins," sagte er.Wenn Ihre Tante Sie adoptttt, was fie übrigens nur mit meiner Zu­stimmung thun könnte, so würden Sie Graf Sond­heim, mithtt Eigenthümer der Güter werden, den» ich bin Fürst Than-Lengdorf, der nächste Erbe der Sondheim. Dann müßten Sie aber auf Ihre Ge­liebte verzichte», denn der Sohn kann die Mutter nicht heirathe». Es ist als» viel einfacher, ich adopttre Sie, so komme» Sie zugleich in de» Besitz der Güter und der Frau, die Sie lieben, den» so

nifenen Vertreter der organisirten Handwerker dazu entnehmen. Daß aber, sobald es zur Entscheidung kommt, die Fraktton einmüthig votire» wird, daran

Umschau.

Eine niedrige Verdächtigung der Kon- servativen leistet sich Herr Pfarrer Nau­mann. Er redet seinem Anhänge in derZett" vor, die Handwerkerfreuudlichkeit der Konservativen entspringe nur agttatorischem Interesse und die konservativenGrafen und Herren" opfern die dem Handwerk sehr vortheilhaste Bundesraths- Vorlage,nm weiter agitiren zu können". Wer so niedrig und gehässig von einer, um das Wohl des Vaterlandes doch immerhin verdienten Partei urtheilt, muß von einer ehrlichen, geraden Politik recht weit entfernt fein. Wtt fürchten, Herr Naumann, der so agitationsgewandte, steckt selber tief in dem Busche, hinter dem wie er seinem An­hänge vorredet die Konservativen fitzen sollen. Wenn der Führer der Nattonalsozialen, bevor er einenZwiespalt" der Konservativen in der Hand­werkerfrage an die Wand malt, doch wenigstens ge­wartet hätte, bis die Fraktton über diesen Gegenstand berctthr» hilN Wir können den N a t i o n al­so z i a l e n , die die Gesellen gegen die Meister aufzureden befliflen sind, die also keinesfalls als Freunde des Handwerks gelten können, versichern, daß die konservattve Partei den Wünschen der Hand­werksmeister auch bet ihrer Stellungnahme zu der neuverbefferten Oiganisationsvorlage sehr gewissenhaft Rechnung tragen wird, und daß fie sehr befriedigt sein würde, wenn fie nichtweiter zu agitiren" brauchte, weil daS, was sie erstrebt, erreicht worden ist. Daß die Herren, welche auch hier wieder ein­mal auf ein Zerwürfaiß innerhalb unserer Partei spekuliren, recht schlechte Spekulanten sind, werden sie selbst allmählich innewerden. Bis jetzt ist seitens der Fraktion bekanntlich die Hand werke Vorlage einer Berathung noch nicht unterzogen. Die Konservattve« werden gewohntermaßen erst eine gewissenhafte Prüfung des Entwurfes vornehme» und vor allen Dingen auch berücksichtigen, welche Stellung die be­

ausreiche, da habe das Königthum in die Lücke ein» zutreten. Zu dieser Aeußerung bemerkt das sozial­demokratische Organ: ES hätte zwar der König die Verfassung beschworen, aber doch in diesen Aeußer­ungen verrathen,daß er hierüber seine eigenen Ansichten hatte!" Und doch war es nicht nur ein Recht, sondern zugleich eine Pflicht des Königthnms, in die Lücke einzutteten, welche sich damals in der Verfassung zeigte. In diesem Sinne ist folgender Ausspruch des Königs vom 18. Novbr. aufzufassen:

Es thut mir leid, daß ich jetzt ohne festgestellte« Budget regieren muß. Da» ist frrllich ein Ausnahme­zustand. ES wird in die geregelte Bahn wieder eingeleutt werden; indtffen muß die LandeSvrttretung auch an ihrem Thelle dazu mithelfen, daß dies möglich werde, und von ihren verfaflung« mäßigen Rechten nicht einen Gebrauch machen wollen, der meine Regierung lahmen und das Land wehr­los machen würde. Ich kann die Rechte der Krone nicht VreiSgebrn."

Zeitgemäßer als je find die damaligen Aeußemngen König Wilhelms über den schlimmen Geist im Lande. So sagte er am 11. November:

,E» ist ein schlimmer Geist der Ver­führung und Beirrung weit im Land» ver­breitet. Dem muß entgegengetreten werden. .. . Es ist ein schwerer Kampf, aber ich habe die Zuverficht, daß c8 wieder besser werden wird; beharren Sie in dieser Treue, dann werden wir mit Gottes Hilfe siegen."

Schon damals betonte König Wilhelm die Noth- wendigkeit, daß der Glaube im Volke bewahrt bleibe. So erklärte er am 31. Oktober 1863:

Der religiöse Sinn des Volke» wird irr« geleitet; das darf nicht geschehen, und ich werde an meinem Theil dahin wirken, daß der Glaube im Volke b.wahrt bleibe. Wir müssen alle wach sein und bleiben, damit es wieder bester werde; denn viele Erfcheinnngen find wieder wie im Jahre 1848. Meine Pflicht und mein Wrlle ist »S, alle theueren Güter des Vaterlandes zu schützen, und ich werde jedem un­berechtigten Andringen mit Festigkeit widerstehen."

Auch was er damals in Bezug auf die Stadt Berlin sagte, ist heute keineswegs Bereitet:

.Ich muß »s mit Betrübuiß sagen, daß die Refidenz dem Lande vielfach ein betrübendes Beispiel gegeben hat, und das hat mich ttef bekümmert und verletzt."

Vollends zutteffend auch heute ist das Urthell, das damals König Wilhelm über das Verhalten der demokratischen Tagespresse abgab:

Die Presse wirst nicht in die em Sinne, vielmehr mißbraucht sie vielfach die Freiheit, welche ihr in so reichem Maße geboten und nie verkümmert worden ist; fie richtet einen Schaden an, welcher durch die Gutgesinnten auf dem­selben Felde schwer zu Hellen ist. Alle Worte, die hier ge­sprochen werden, kommen io die Oeffentlichkeit, und ich bin damit wohl zuftteden, aber sie werden geflissentlich entstellt."

Sollte wirklich das sozialdernokrattsche Zenttal-

Eine sozialdemokratische Anfeindung Kaiser Wilhelms I.

Zu dem großen Förderer des monaichischen und nationalen Gefühls in Deutschland blickt der repu­blikanische und internationaleVorwärts" in grimmigster, wenn auch verhaltener Feindschaft hinauf. Anstatt nun aber angesichts der Hundert­jahrfeier kein Aergeruiß zu geben, versucht das sozial­demokratische Centtalorgan das Urtheil seiner Gefolg­schaft über Kaiser Wilhelm I. zu verwirre». Letzte» Sonntag veröffentlichte es einen Aufsatz unter dem Titel:Zur Charakteristik Wilhelms I.", worin dem Kaiser volksfeindliche Gesinnungen unterstellt und zum Beweise einige seiner Aeußerungen aus der Konflittszeit angeführt wurden.

WaS König Wilhelm im Jahre 1863 sagte, verdient allerdings noch heute beachtet zu werden angesichts der sozialdemokratischen und fteisinnigen Bestrebungen. Mtt großem Nachdruck hat sich damals König Wilhelm gegen die Einführung einer parla­mentarischen Regierung ausgesprochen. So sagte er am 1. Dezember 1863 zu einer Abordnung aus Marienwerder:

Die Absicht, dl» mit allen Mitteln verfolgt wird, ist die Einführung der parlamentarischen Regierung. Dies» ist nicht durch die Verfaflung verheißen, sondern nur die parla- mentarrsche Gesetzgebung."

Zwei Tage später, am 3. Dezember 1863, wandte er sich gegen das demokratische Gerede von einem Heere unter dem Kommando des Parlaments:

Das Heer hinter dem Könige will man nicht, man will rin Parlamentsheer. Nicht der König, sondern ein» Partei soll über die Armee zu gebieten haben. Damir wäre es aber mit Preußens Machtstellung aus uud die Wohlfahrt des Landes auf immer gestött."

Am 15. Dezember äußerte er sich darüber noch schärfer:

Ihre Angriffe (d. h. die Angriffe der demokratischen Partei) find nicht gegen die Armee-Reorganisation sondern gegen die Armer irlbst gerichtet; str wollen überhaupt keine Armee, die hinter dem König als ihrem Kriegsherrn steht, sondern ein» Armee, die hinter dem Parlament steht. Dar ist dir parlamrntarische Rrgirrung. Daß es zu dieser nicht kommen soll, da» ist mein fester Entschluß, darauf verlaffrn Sie sich!"

Am 10. Oktober 1863 erklärte König Wilhelm einer Berliner Abordnung, er habe die Verfassung beschworen und wolle fie halten. Wo fie aber nicht

viel sah ich schon in Graseck, daß ich ein zärtliches Liebespaar vor mir hatte."

Spät in der Nacht, ich glaube, es war schon zwei Uhr, kehrte ich heim trunken vom Glück. AlS ich bei Deiner Thür vorbei kam, blieb ich stehen und flüsterte Deinen Namen und rief:Gute Nacht mein liebes, süßeS, herziges Weib." Ich konnte nicht schlafen, ich rannte im Zimmer herum und jauchzte öfter laut auf. Meine Schwestern brauchten nun keine Näherinnen mehr zu sein, brauchten sich nicht mehr um die nöthigen Nahrungsmittel zu sorgen. O wie mich ihre Arwuth bedrückt hatte! Ich war wie erlöst, welch ein Jubel! und Du, Du, bist mein! Am anderen Morgen erfuhr ich Deine Abreise. Wie ein kalter Wasserstrahl überkam es mich; aber ich glaubte sicher zu wissen, wer Dich zu biefem Schritt veranlaßt hatte, eS war Kuni; hatte fie mir es doch selbst gesagt, daß fie Dir die Wahrhett offenbaren werde. DaS war eS. Ich ging zu meinem Vater, so nannte ich ihn schon in meinem Herzen, und be­richtete ihm Deine Flucht. Er beruhigte mich. Erst als Fürst Than-Lengdorf kehrst Du zu ihr zurück," rieth er.Daß die Gräfin abreiste, ohne Dich vorher gehört zu haben, hast Du nicht ver­dient. Du bist mein Sohn und als solcher hast Du den Rath Deines Vaters zu hören und auch zu befolgen. Laß nur diese kleine, zornige Ruth erst austoben und dann geh' zn ihr und sage ihr: Ich,

(Nachdruck verboten.)

Um Wappen und Krone.

Original-Roman von L'a Rosse.

. (Fortsetzung.)

Ich erwartete kein besonderes Glück an Knnis Sette für mich," fuhr Wolfgang fort,aber ein großes, unbeschreibliches für meine Geschwister. Sie ist die Erbin von zwei Millionen Thaler. Die Armuth, in welcher bisher meine Geschwister lebten, konnte ich in Wohlstand umwandeln, die Buben ftubiren. O, wie mich nach dem «Selbe gelüftete. Ich hielt also um sie an. Ihr Vater sagte mir, daß ich ihm willkommen sei, wenn ich mit Wappen und Krone käme. Er rieth mir, mich adopttren zu laffen. Noch in derselbe» Stunde, als ich vom Grafen Pretzfeld kommend in meine Stube trat, schrieb ich Dir," Wolfgang zögerte eine Weile,und bann kam das Veihängrüß über mich. War mir die Liebe bisher ein Spiel gewesen, jetzt rächte es sich. Ich sah Dich und o Ruth, wie ich Dich liebe, mußt Du doch selbst genau wissen. Ich vergaß Kuni, vergaß den Zweck meines Kommens, vergaß Alles, selbst die Geschwister und liebte Dich liebte nur Dich." Wieder sank er auf die Kniee und legte seine Arme um ihren Leib.Wie ich erschrak, als ich am Eibsee Kuni sah, kann ich Dir kaum sagen. Wie ein mahnendes, böses Gewiffe» stand die rothe Gestatt des Mädchens vor mir. Wir flohen zu­sammen von Partenkirchen, und schon damals faßte ich de» feste» Plan, das Gluck meiner Geschwister zu opfern und Dich mtt als mein Weiv zu erringen. Da kam fiuni wieder, fie machte mir heftige Vor würfe, ich war vor Zorn wüthend über fie und mich. In meinem Ingrimm stieg ich, um mich erst zu be­ruhige», einen Berg hinauf. Ich beschloß, Dtt bei

der Fürst Than-Lengdorf, werbe um ihre für Dich."

Da bekam ich Deinen Brief den ich dem

zu lesen gab. Er aber lächelte nur darüber."

Sie hat Charakttr und ei» edles Herz,"

Marburg

Freitag, 26.^ 1897.

Druck und Verlagr Joh. Aug. Koch, Urrwerfitäts-Buchdruckerei in Marburg, SötttttddSbldÜ »"-°tw-rüich für b*n allgemeinen Theil- Sttdakteur M. H-rtmau-,

_______________R-daktion und Expedition: Martt LI._________________VUlUCIgy VIUIU ffc den Mnatrnthell- Joh. Äug. Koch, brid« fa Marburg.

sind wenige zu finden, ich grotulire Dtt zu Deiner Wahl."

Nachdem ich durch das Protokoll zu seinem Sohn ernannt war, gestattete er mir, daß ich zu Dir eile. Ich kann aber nicht länger hier verweile», morgen schon gehe ich zu ihm zurück, wo ich bleibe bis zum Tage der Vermählung, welcher er selbst bei­wohnen wird."

Ruth verhüllte sich mit beiden Händen das Geficht. Wie Wolfgang mußte fie sich fragen, ist eS denn möglich, so glücklich sein zu können? Er liebte fie! Er war da, seine Arme umschlangen fiel Sie ließ die Hände auf seine Schultern finken, sah in seine blauen Augen und Mette:In meinen Himmel." Und dann lag sie an seinem Herzen und seine Lippe» preßten sich auf die iijrigen zu einem langen, endlos langen Kusse.

Am anderen Morgen, als Wolfgang wieder ab­reisen wollte, kam Doktor Wirkheimer in schwarzem Frack und Eylinder."

Ich habe Ihre Ankunft erfahren," sagte er, und bitte fie nm einige Minuten Gehör."

Aber mein Lieber," rief Wolfgang und streckte ihm herzlich die Hand entgegen, warum so eeremoniell, wir werden ja bald Schwäger, Ihr Bruder hat bei mir um meine Schwester Thekla ungehalten, und da mir meine Schwester schon von ihrer Zuneigung ge- schtteben hatte, so gab ich natürlich mit tausend Freuden meine Einwilligung."

Doktor Wirkheimer räuspette sich etwas verlegen. Mein Bruder," sagte er,ist nicht nur sei» sehr wohlhabender Mann, er kau» seiner Frau ein an­genehmes Leben bieten."

(Fortsetzung felgt) ,