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n Ruhe. Bei diesem stets wiederkehrende» Ge- wken fühlte fie sich sehr verstimmt. Sie waren
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«er Schaar eleganter Damen, die meist Wienerinnen ton, eine hochrothe Gestalt sah, die ihr das Herz scher klopfen machte. Sie riß ihr« Hand aus iolfgangs Arm und sagte mit stockender Stimme: »Wenn mich nicht meine Sinne täuschen, so ist t hochrothe Dame, die sich eben jetzt nach dem chlosse wendet, die Gräfin Pretzfeld."
„Warum nicht gar!" erwiderte er.
Aber fie bemerkte, wie er erschrocken nach der Wen Dame schaute. Im selben Moment wandte fi diese und schritt eilig auf fie zu.
i „Grüß Gott in Mondsee!" lachte fie und zeigte Mi ihre prächtigen Zähne. Ihr Lachen war nur W Verziehen des Mundes..
k „Ich bin sehr überrascyt, Sie hier zu sehen," er, „nichts weniger als erfreut."
Früher war das Kerhältniß zwischen Herrschaft l besondere finanziellen Maßnahmen bereit gestellt And Gesinde ein ganz anderes als heute. Jetzt ist Iwerden können.^ infolge der sozialdemokratischen und frei-I
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Um Wappen und Krone.
Original-Roman von La Rosse.
(Fortsetzung.)
Wi« ganz anders war Ruths Verhältuiß
Marburg
Mittwoch. 17. Mäh 1897.
der Redner feststellte, in einem Jahre nicht weniger als über 14dch kleinere Mühlen- betriebe eiugegaargen. Heute find nun noch etwa 36'4)00 Mühlen in Deutschland im Gange; von diesen aber genießen das Privilegium des Zollkredits nur 3.11 und gerade diese Mühlen vermahlen meist ausländisches Getteide, während bie durch dieses Privileg geschädigten Klettimüllereieu gute- Abnehmer deutschen Korns sind.
Wenngleich Herr Äeichsschatzfekretär Graf von- Pviadowskh es im Großen und Ganzen vermied, zudem Anträge eine entschiedene Stellung zu nehmen,! so war sein Wohlwollen in dieser Sache unverkerm-- bar. Es wird sich aber immer darum handeln,) welche Stellung andere Faktoren im Bim Herraths nehmen werden, wenn es heiße« -wird, der Sandwrrthb schäft durch posittve Maßnahmen zuHilfe zu kommen»' Daß der Anttag mit großer Wsjorität angenommest werden würde, war zu erwart ». Dagegen stimmten naturgemäß die den Großha»del und den Groß- kap-italismus begünstigenden Partkien. Darunter befand sich auch diesmal die Sozialdemokratie, ein Berveis, daß die Leitung dieser Partei auf der Seite des Großkapitals steht und daß die kleineren und mittleren wirthschaftlichen Existenzen alle Ursache haben, die Sozialdemokratie in, jeder Hinsicht auf das Schärfste zu bekämpfen. ,?
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finnigen Verhetzung der Geist des Miß-! In der Presse findet sich die Nachricht, daß im trauens und der Unbotmäßigkeit und Auflehnung anIReichstag die Berathung der Besoldnng sVorlage Stelle des früheren Berttauensverhältnisses eingezogen. I bis zum Herbst zurückgestellt werden soll. An maß- Bon einer Bedrückung der Dienstboten kann also im I gebender Stelle ist hiervon, laut der „Nordd. Allg. Allgemeinen keinesfalls gesprochen werden, und wenn Ztg." nichts bekannt, vielmehr dürften die verbündeten gar noch die Gefindeorduung abgeschafft und der I Regiemngen im Interesse der beteiligten Offiziere Streik inLand- nndHauswirthschaftlund Beamten auf baldige Verabschiedung der Be- «rmöglicht würde, dann würde das Verhältuiß zwischen l soldungsvorlage den größten Werth legen.
Dienenden und Herrschaften ganz unerträglich werden. I -------------
Das wäre dann fteilich eine goldene Zett für die! In der „Zeit" Nr. 40 ist folgendes zu lesen: revolutionäre Sozialdemokratte! «„Naumann besitzt selbstverständlich nicht das Maß
Die konservattve Partei leugnet es keineswegs, I von Naivität, das dazu gehört, um als ausgesprochener daß die Gesindeordnung einer Reform bedürfe; allein! Gegner der konservativen Partei in einer konservativen sie widerstrebt auf das entschiedenste dem Versuche,! Part ei Versammlung das Wort zu verlangen. Die diese Materie der Reichsgesetzgebung zu überlassen. I Behauptungen der „Konservativen Korrespondenz" Hat der Reichstag auch nach Ablehnung des sozial- sind einfach aus der Luft gegriffen. Wir sind wirklich demokratischen Antrages den Anttag der Freisinnigen gespannt, von ihr zu erfahren, wie s sie zu ihrer angenommen, so ist doch auf das Bestimmteste zu Iabentmerlichen Darstellung ge(ommen"'ift." __ Die
»warten, daß der Bundesrath diesem Beschluffe keine I Thatsacke, daß Pfarrer Naumann in unserer Dies» golge geben wird. I bener Versammlung sich zum Worte gemeldet und
■ — I daß sein Name auf der Rednerliste eingetragen worden
ITmfrhrtH IW fest. Dem Vorsitzenden der Versammlung
„ ' ' ' Pft bom Tische der Berichterstatter, an welchem der
Bekanutlrch hat der Herr Staatssekretär des Reichs-«Führer der National-Sozialen Platz genommen hatte.
«m Gemahl gewesen. Alles lag offen und «scheu ihnen, kein Geheimniß, keine Unklarheit störte
x- m^,D»^erstag verhandelte der Reichstag über!Marineamts, Admiral Hollmann, seine ein Zettel, der den Namen: „Pfarrer Nanmann" che Aufhebung der Geslndeordnmng. Diel Absicht verwirklicht und im Hinblick auf die Be- trug, hinaufgereicht worden. Hatte Herr Naumann SoMldemokratm hatten beantragt, daß „sämmtlichx!schlüffe der Budgetkommisfion des Reichstages über seinen Namen nicht selbst auf den Zettel geschrieben bie Marineetat ein Abschiedsgesuch eingereicht. Auf und auch niemanden beauftragt, dies zu thun, so
verhLtmste der land- und forstwirtzschaftlichen Arbeiter! die Entscheidung über die Bewilligung dieses Gesuchesl konnte das niemand wissen. Jedenfalls ist festacstellt f”b f ihren Arbeitgebern bezw. znlwird es vermuthlich nicht ohne Einfluß sein, wie sich daß man in Dresden nach den bisherigen Erfahmngm
obrer ^u^tzerr, chaftausgr Hobe« werben und an! die Beschlüsse des Reichstages zu denen seiner Bud-1 annahm und annehmen mußte, Herr Pfarrer Naumann Deren Stelle die Bestimmungen der Reichsgewerbe-lgetkommtsston verhalten werden. Es darf um so besitze das von der „Zeit" in Abrede gestellte Maß rrbnung treten “ Die Freisinnigen hatten dagegen «her erwartet werden, daß der Reichstag in seinen von Naivetät" noch in vollem Umsirnge ’ ® ben Antrag gestellt, daß :bte erwähnter. Rechlsver-1 Bewilligungen für Schiffsbauten über die Vorschläge! ___ . 8 ’
hültnisse resthsgesetzlich ger^elt werden möchten. Für!der Buvgetkommission erheblich hinausgeht, als deren Zwischen den Mächten wird aeaentoärtia er« d«: L>oz:a!de«k)ttatte handelte es sich bet ihrem «Abstriche bekanntlich aus finanziellen Erwäg-! örtert, in welcher Weise den Ausständigen am Kreta Anträge wieder nur um ein Agitattonsstück. Herriuugen motivirl wurden, während dieNothwendig- die beabsichtigte Autonomie der Insel bekannt gegeben stadthq;«n hlA. eme Rede, die das Gesinde als!k eit der geforderten Schiffsbauten auch von Solchen I werden solle; voraussichtlich wird man sich für direkte b'^{aöt “nb torelendtt und die Dienstherrschaften ! anerkannt wird, welche die geforderten Baugelver mit! Proklamation entscheiden Die Instruktion über die al. brutal mtd,.gewaltthättg schilderte. Wer aber Rücksicht auf^die Finanzlage für jetzt glaubten ab- zu ergreifend«.
Erscheint täglich außer ax Werktagen «ach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Znsertionsgcbühr für die gespaltene Zeile oder deren Saum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Scheint mir," erwiderte boshaft die Gräfin, „ich e auch überrascht, als sie so unvermuthet, so ganz 8s facon, sans gene Partenkirchen verließen, es 86IL 1 wirklich wie eine Flucht aus. Sie fürchten mich h nicht, Lieutenant Witpoldsried ? Früher merüc horigftenS nichts davon. Uebrigens, da mir eben die
Gelogenhett günstig ist, bitte äch Sie, mir für einige I Gestalt eiligen Schrittes die Straße heranfkommeu! au^dem Garten einer eleganten vräcktiaen »S Wi M®: «6« er hm nW. Sie WE< -der eme üier. Der B,L-r Sra' S2
3r« ®r«fta, Su «erlasse« mir dra 5übl>n SI««i>e, ««• p-i»lich- Unruhe äderssel fe, es litt ss-d», eigene Bei,nage» ja braten beim es daa, Flüchtling em wenrg? Ich bitte sie sehr em diese! nicht langer im Zimmer. Sie wollte noch einen! auch außerhalb seines Kartens d,r hn«\e.m
Sh?*“?' iä) b6he dtDaS wichtiges zu sage« I Spaziergang am Ufer des Sees entlang machen, bie Leg durch ein eisernes Sitter abgeschlossen wasche
unb b° TT , _ m c jSchonhett der Natur sollte das unruhige Herz be- Ruhebank aufgestellt, von der ausrnaueinenüb«-
„O sehr gerne, unterbrach ye Ruth erhobenen! sanskigen. Sie wollte überlegen, was sie ihm! raschend schönen Blick über den See batte Sie
H°upW, .es bedarf nicht so nieler Wotte." Neu werde; so konnte es nicht länger mchr sott- eben bei bkf« 8anf angela” flt <d?fie lku S
Ruth hoffte, daß Wolfgang an ihrer Sette «gehen. GL gedachte eines Sprichwortes besten sichlbeutlich ihren Namen rufen hörte SW hÄ
bleiben unb ber GrWn Pretzfeld eine abschlägigeder Förster Röslau immer bediente: Entweder biegen Stimme ging ihr wie der Stich eines^Mefiers durch Antwort erthetten würde, allem zu ihrem Schmerz | ober brechen. Wolfgang würbe sich nickt bieaen i das 6m» • ihr »‘^nLbnr^
S- *“■ fr «<£* »» «• • fr - ws S -fr » Ä-M L noch fSuÄSS? tÄ Ä'bS »ÄÄJÜ’ * *i-‘* *“
SS »litte Bie freubiger Triumph in »Mi«I-Indern? 31t bran'ein ?-ss-r »iile" »ich,'"mich,i^ ,'ranbe'"rrn^egungra"''w/rra Mem"n-tü!l ch ° 3'' Angc» aus, fie schob ihre Hand in seinen Ann unb«genug? Aber wollte fie beim wirklich? Schon der!stinkt sagte m?r daß Sie in beTämÜ^T 3 "i-kt- Ruth lachend zu, als wolle fie sagen: So nun bloße Gedanke einer Trennung von ihm machte fie der Sie den dnfawftS Weg ^auffuSn würden ui!d
««“dien Gliedern vor Zorn und SchmerzIschöu^wäre, E^mü^iesn Gräfin
.C ich Th-nul- rief fie, di- Hh-d- tl»,-°d.,r«e» f„M „„ fich di, «uns, de« «.liebt" »Mick
.»° * -»-fr Stiebe, meine MH-, mein «-! erringen! »ran die -leb, nicht ein frM «e«m“ Benennt, tä -• ** tm
S! 'fr W,S 'fr“ -W
Sugenö aus diesem Grunde meine Siebe zu Wirkheim er Wie sie > solche» Gedanken das Ufer entlang Begriff des Glückes zu halten-" ubermunben. Es ist ein unwürdiges Betragen von ging, fing die Sonne an, sich zum Untergang zu „Ganz richtig Sie habeu es -rratheu es drä»^ Wolfgang; wenn er keiner Versuchung widerstehen neigen. Der See bot eben jetzt einen prächtigen mich, mit Ihnen einmal über diesen' Vnntt tann, b°un--.dann will ich ihn aus meinem Herzen! Anblick, aber fie hatte keinen Sinn dafür, in ihr sprechen, ichwollte es schoninPatteukirckenE-^ reißen. Es wirb mir aber unmöglich sein, sagte fit«mar alles tonnb unb weh. Die Siebe stritt mit der!Sie entkamen mir." $ * rtenkirchen, aber
(t^, jeder Herzschlag gehört ihm." — Sie erhob I Vernunft, unb biefer Streit ermüdete fie unb machte! rcnrtfc«».«,.
ttch und wusch sich bre rothgeweinten Augen, dann! fie elenb unb unglücklich. j lsoryetzung folgt.)
trat sie an’5 Fenster in ber Hoffnung bie heißgeliebte! Der Weg, den sie eingeschlagen, führte fie hart! —----------
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Armoncm-Bureaux von Haasenstein & Vogler in Kankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXII Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. AAAU’ Daube & (So. tn Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Parii.
on Hrrm Rettich wurdesi bie durch jene unmotivirttn «fmännischen Privilegien der LLidwütthschaft und er Kleinmüllerei verurMchten Schäden ausführlich irgestellt und eisz Beseitigung sämmtlicher Transit- iger unb Mühleukonten auf das Entschiedenste ge-, irbert. Herr Graf von Kauitz erklärte mit Recht, aß es den Schwerpuntt der gayZen in Rede stchen- en Reform auf die Abschaffung des Zollkrebits für ie Mühlen lege. Was unsere Getieidepreise am eiften schädigt, ist bie traurige Sage, in bie die Seinen Mühlen gerathen find, bie sich der Konkurrcmz er Großmühlen nicht erwehren könne». Es find, wie
- Der Reichstag hat — das ist ber Eindruck, den die parlomentarffchen Vorgänge in der letzten Zeit ItTDorgciufen haben — viel Zeit. iGrst -ermöglicht er seinen Mttglieber« in ber besten Arbritsperiobe eine ausgiebige Faschingfeier durch eine zehntägige Vakanz; bann verwendet er zwei volle Tage hiltter- tinanbei für bie Bemühung von.Jmtiativanttägen. Liese parlamentarische Munificenz ist eine ganz neue Erscheinung. Leiber aber ist ber zweite biefer .Schwerinstage" fast ganz von .der Sozialdemoklctte in Anspruch genommen teorbce, sodaß bie Benützung des konservativen Anttagos aef A L - inderumg ber Bä ckec eiv er orb»ung ter= legt werden mußte.
Dafür ist tags vocher eine ebenfalls öoe kouftr- Mtioer Seite angeregte brenntnbe Frage, nämlich lie ber Bit s ch r»ä nku u g b es Zollkrebits ri ber Einfuhr von Getteide lebhaft erörtert unb in ünstigem Sinne entschieden worden. In seiner Be- rüudungÄLde wies Herr Graf von Schweriu-SSwitz «rauf hin, baß bei preußische Staatsrath schon vor rei Jahreu bie Aufhebung ber Transitläger, soweit ie nicht lelliglich den Lerkehr mit beet SteSlanbt ienen, beschlossen unb daß ber BunLesralh auch eine Seschränknug in Aussicht gestellt habe. Bis jetzt iber sei in biefer Sache nichts geschehen. Die Iranfitläger seien vielmehr ZollkreditanstaÜen auf LmdeSkosten geworden. Durch diese Transtürger »trbtn wir trotz etwaiger guter Ernten.mit Lber- Msigem ausländischen Getteide überschwemmt anb «e ZMredite, bie bis zu fünf Jahren gewährt (»erben können, begünstigen biefe Ueberschwcmmung. I Von ben Herren Grafen Arnwt unb Kauitz sowie
I Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «ad Kirchhain. Jllustrirtes Sonntagsblatt.
fr SM" d-mlch--- iumüffra. DI-" ifi ,"d°«
tonfeeDahbeK Redner Herrn Schall Recht geben, Netzt so günstig, baß erwartet werden barf, ber Reichs- schließung Kretas ist baher ^bevorstehend vorläusia welch^ zuttkffend schilbette w« heutzutage nicht die! tag werde die finanziellen Bedenken der Kommissions- dürste jedoch eine Blockade des Piräus überflüsfia er- Herr,Haften es sind die eine Äommwende, ja oft Mehrheit nicht theileu, wozu ihn schon der Umstand scheinen, da cs genügt den Verkehr - wischen
chrannisirende StÄung einnehmen, sondem die!bewegen sollte, daß wahrend der ganzen Amtsdaner Griechenland und Kreta abznschneiden
abtl a^.dem Lande ist die des jetzigen Reichskanzlers von Steuererhöhungen Ein neuerliches Kommnniquö des Journal de St'
^^0^1 der irgend welcher Art nicht bie Rede gewesen ist und Petersburg", welches bezweckt, Griechenland noch in
SWdwirthschast vielfach ^ie^brmneudste. ^auch dte für die Marine geforderten Bettäge ohne letzter Stunde zum Nachgeben zu oeranlaffen, toirb
orten 6^ Wochen in Wonbsee unb hatten beinahe ^.un® k« Tag eine kleine Parihie zusammen gemacht, «h an biefem Tage kehrten sie eben vom Attersee
1U4' rück. Sie gingen beim Schlosse, als Ruth unter