Jeilmg.
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JVo 58.
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Marburg
Mittwoch, 10. März 1897.
Anzeige» nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux vou Haasenstein & Vogler in grmtffnrt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Parti.
xxxn. Jahrg.
Der Sprachmstreit in Belgien.
Der Abstimmung im belgischen Senat, die an Stelle des von der Kammer angenommenen Gesetz- «twurfes de Vriendt den Antrag Lejeune fitzte, der Bttr eine vlämische Uebersetzung neben dem französischen Texte des Gesetzes zulassen will, war eine lebhafte wallonische Bewegung im Lande vorange- gangen. Ganz wie 1830 die Brüsseler Advokaten an der Spitze der gegen Holland gerichteten Bewegung standen, so waren es auch diesmal wieder namentlich die Juristen, die gegen die Gleichberechtigung der »lämischen Sprache eiferten. Wenn man dabei die Behauptung aufstellte, man könne den Wallonen unmöglich zumuthen, vlämisch zu lernen, das sei für diese viel schwieriger, als umgekehrt für die Blamen das Erlernen des Französischen, so stellte man dabei sich selbst, d. h. den Wallonen, ein schlimmes Armuths zeugniß aus, das, ohne es zu wollen, die Blamen als die geistig bedeutenderen und damit doch wohl auch als die zum Herrschen berechtigten erklärt. Das böse Gewissen war es, das die Triebfeder der wallonischen Gegnerschaft bildete; man erkannte klar, daß mit Einführung der völligen Gleichberechtigung der vlämischen Sprache es mit der Vorher, schäft der Wallonen im Beamlenthum und damit in der Siams- leitung vorbei sei; denn noch jetzt ist das Verhältniß der wallonischen zu den vlämischen Beamten wie 4:1, trotzdem daß die Blamen in der Bevölkerung des Landes weitaus die Mehrheit besitzen.*)
Natürlich fehlt es, so schreiben die „Alldeutsch. Blätter", auch in Belgien nicht an verbohrten Doktrinären, die das Gesetz de Vriendt lediglich deswegen bekämpften, weil es von der Geistlichkeit so lebhaft befürwortet wurde, und dieser doktrinäre Liberalismus, der von jeher den engsten Anschluß an Frankreich gesucht hat, ist es, der auch den schimpflichen Abfall der vlämischen Senatoren verschuldet, die unter Führung von Surmont de Volsberghe gegen die Gleichberechtigung ihrer eignen Sprache gestimmt haben, während bezeichnender Weise die katholisch-konservativen Wallonen für das Recht der Vlamen eintraten; ja ihr Führer Poncelet, erklärte geradezu, daß er im Laufe der Erörterung immer mehr ein Vlame geworden sei. Aus. der letzteren verdient ganz besonders hervorgehoben zu werden die Rede des Dep. Picard, der, aus dem französischen Hennegau stammend, in begeisterten Worten sich auf
*) Auf 3790000 Vlamen kommen 2621C00 Wallonen.
(Nachdruck verboten.)
Um Wappen und Krone.
Original-Roman von V« Rosöe.
(Fortsetzung.)
»Nein, keine Gefahr," sagte Wolfgang nochmals, „nicht für mich, anders aber — Ruth, geh sei so gut, erlaß es mir, von dem unglücklichen Mädchen zu sprechen, es widerstrebt mir."
„Nein, ich will Alles wissen."
„Das ist nicht hübsch von Dir, sei so gut, ich bitte Dich nochmals."
„Rede!" sagte sie schroff.
„Nein," erwiderte er, „es ist abscheulich, Du gebärdest Dich nicht wie eine vernünftige Frau, Du chust, als wäre ich ein kleiner Knabe. Jetzt will ich nicht." Er ließ tijrc Hand los und stand dann schnell auf.
„O, ich weiß es," rief sie ebenfalls rasch aufspringend, „ich weiß es, dieses Mädchen hat Dich im ersten Moment bei der Klamm oben für ihren Geliebten gehalten. Der Wahn war sehr süß, und Du hast diesen Wahn benützt, Du hast dazu bei- getrageu, sie darin zu lassen, hast zärtliche Reden geführt, ihr Kosenamen gegeben und dergleichen. Natürlich, es kam Dir nicht schwer an, denn es ist ja ein Prachtveib, Du hast sie getröstet, sie läuft Dir nach, sie ist in Dich verliebt. Du ersetzest ihr den Franz."
Wolfgang drehte feinen Bart. „Wenn Du es «veißt, weßhalb soll ich es denn noch sagen?"
„Aber, das ist ja infam," schrie sie vor Zorn bebend, „perfid! niederträchrig! Und Du glaubst, daß ich Dir, einem solchen Menschen, das Wappen meines Gatten geben werde? Ich soll aue Dir einen Grafen Soudheim machen?! Aus Dir,
die Seite der Vlamen stellte und seine ungemein wirkungsvolle Rede mit den Worten schloß:
„Welche Partei soll den Sieg behalten? Unzweifelhaft die, welche die Gerechtigkeit für sich hat. Blicken Sie auf bte Gemälde dort (eS sind das die Wand- und Deckengemälde der Kammrr), dort zuerst habt Ihr die Gulden- iporenichlacht (in welcher die Vlamen die Franzosen schlugen), dann seht Jbr dort den Kampf gegen Ludwig XIV. (hier standen die Vlamen mit Marlborough und Prinz Eugen gegen d'e Franzosen), dort dir Kämpfe g-gen Dumouriez (den französischen Revolutionsgeneral, der die Niederlande eroberte), also immer und ewig seht Ihr dort den Kampf gegen den fremden Unterdrücker, der seine Sprache auf- drtngen will. Lange haben die Vlamen den Kampf auS- geführt mit der Waffe in der Hand, jetzt muß er ausgeführt werden mit dem Jawort auf den Lippen."
Weiter sei noch der Ausspruch des Justizministers Begerem, der die vlämische Sprache mit ebensoviel Wärme als Geschick verfocht, hervorgehoben:
„Wenn hier «in Abgeordneter oder Senator erscheinen sollte, der nur die deutsche Sprach- kennen würde, so müßten wir dem dentschredenden Theile unserer Bevölke>ung dasselbe bewilligen, was wir jetzt den Vlamen geben wollen "
Diese Worte lassen für die Deutsch-Belgier in den Provinzen Lüttich und Luxemburg das Beste hoffen.
Es ist keine Frage, daß die Vlamen das nunmehr an die Kammer zurückgegangene Gesetz Lejeune nicht annehmen können und werden; sie haben Gleichberechtigung für ihre Sprache verlangt, und man gab ihm» „die Uebersetzung", den Stein statt des Brotes — denn es ist doch klar, daß die „Uebersetzung" stets das untergeordnete ist, einer Bezugnahme auf sie wird man stets die Einrede entgegenhalten: „das ist nicht beweiskräftig! maßgebend kann nur der Urtext sein, niemals aber die Uebersetzung!' Kein Wunder also, daß sich sofort nach der Senatsadstimmung eine ttefgehende Bewegung der Vlamen bemächtigte, in der auch der Zorn über die abgefallenen Volksgenossen, die als Verräther durch Maueranschläge gebrandmarkt wurden, zu kräftigem Ausdruck gelangte. Wie gewaltig die Erregung des Volkes ist, geht daraus hervor, daß öffentlich erklärt wurde, diese Rechtsverweigerung werde das letzle Band zwischen Vlamen und Wallonen zerreißen, und in einer vom „Nederduitschen Bond" einberufenen Versammlung besprach der junge vlämische Advokat Hendrix kühl und offen die administrative Trennung des vlämischen Landesgebietes von dem wallonischen. „Ich verlange sie nicht", rief er, „denn man kaust uns zufriedenstellen, ohne zu diesem Aeußersten zu greifen. Aber wenn wir unsere Ehe scheiden müssen, — um den Ausdruck eines Brüsseler
der Du ein ganz gewöhnlicher, abscheulicher Mädchenjäger bist! Pfui!"
Wolfgang lehnte mit dem Rücken am Fensterkreuz mit verschränkten Armen und sah mit einem Gemisch von Lust und Aerger auf die vor Aufregung fassungslose Ruth. Sie tst eifersüchttg, jauchzte er im Innern, wie reizend sie ist, wie sie glüht. — Mein Gott, was soll aus all' dem noch werden?
„Du hast die Wahrhett verlangt," sagte er, als fte aufs Sopha zurücksank und in einen Strom von Thränen aus brach, „Du klagst mich an, ehe ich noch gesprochen. Komm, fei so gut," er zog ihr die Hände von dem Gesicht, kniete vor ihr nieder und küßte ihr die Fingerspitzen. „Ruth, ich, ich —" er sprang hastig auf und verließ das Gemach.
„Ich liebe Dich," flüsterte sie noch und blieb in diesen Gedanken versunken, bis es dunkelte. „Nein, ich darf ihn nicht mehr länger einer solchen Gefahr ausfetzen, Phttomele sucht ihn in ihr Garn zu ziehen, es soll ihr aber nicht gelingen, ich will fort von hier und er soll mit mir."
Inzwischen stieg Wolfgang den Abberg empor, er stieg langsam und holte tief Äthern, es war aber mehr «in Seufzer, der aus seiner Brust kam.
„Was ist da zu thuu? — Ruth, die liebe, süße, einzige Ruth ist offenbar eifersüchtig. — Aber ba8 darf ja nicht fein. — Hab ich denn ganz vergessen, weßhalb ich hierher kam? Um Wappen und Krone mir zu erringen, nicht das Weib. — Sie sollte meine Mutter werden — o mein Gott!"
®r blieb wieder stehen, schöpfte wieder Athem, riß den grünen Jägerdnt, der seinem frischen, männlichen Gesicht so trefflich stand, vom Kops und wischte
Blattes zu gebrauchen — so wissen wir, wer die Verantwortung dafür trägt!"
Was die Wallonen unter Gleichberechtigung verstehen, erhellt aus dem Verbote der Versammlung in Brüssel, welche die Vlamen zuerst für den 28. Februar, dann für den 14. März geplant hatten. Der stell- verttetende Bürgermeister des zu zwei Drittel von Vlamen bewohnten Brüssel verbot die Versammlung, weil sie die öffentliche Ordnung gefährden könne!
Das heißt, Oel in's Feuer gießen und so ist denn der völkische Kampf entbrannt in Belgien, und da die Vlamen unter keinen Umständeu nachgeben werden, so geht das Land einer schweren Krisis entgegen. Die Schuld tragen die Wölfchen, von denen der Senator Poncelet, selbst ein Wallone, meinte, sie würden keine 24 Stunden Geduld haben, unter solchem Unrecht zu leiden, wie es die Vlamen nun schon seit 60 Jahren ertragen wüßten. Der endliche Ausgang des Kampfes kann und darf daher nicht zweifelhaft sein, so wenig wie es zweifelhaft sein kann, auf welcher Seite wir Demsche im Reich zu stehen haben. Wohl mochten die Vlamen sich fast vergessen von uns glauben, aber auch das ist eine der köstlichen Früchte des glorreichen Jahres 1870/71, daß, feit wir wieder ein Volk geworden find, wir auch wieder an unsere Volksgenossen außerhalb des Reiches zu denken gelernt haben, und darum heißt in diesem Kampfe auch für uns die Losung:
„In Blanderen vlaamsch!
Umschau.
In Dresden fand vorgestem eine Versammlung Konservativer auS allen Gegenden Deutschlands statt. Sie war ungemein zahlreich besucht. Sehr zeitgemäß sprach u A. dort Herr Graf zu Limb urg-Stirum über Sozialpolitik und Sozialdemokratie. Er wendete sich zunächst gegen das Verlangen, die Sozialreform noch weiter auszudehnen, und gegen die Behaupiung, es sei noch nichts geschehen. Für Atters-, Kranken und Unfallversicherung sind in den letzten 10 Jahren in Deutschland 1150 Millionen Mark ausgegeden worden, wovon 500 Millionen den Arbeitgebern zur Last fielen. Wir werden die Arheitergcsetzgebung ausbauen und fördern, aber erst müssen wir doch prüfen, ob dem Mittelstände noch neue Lasten aufgelegt werden können. Vorläufig geht es den Arbeitern besser, als dem Kleingewerbetreibenden und Handwerker. Werthvolle Elemente haben sich von der Konservativen Partei abgesplittert; sie ver
stch einige Male mit der flachen Hand über die feuchte Stirn. „Nein, ich darf das Ziel nicht aus den Augen verlier» — aber ich kann nicht mehr, es hat sich alles in mir verändert. Aber die Schwestern, diese acht armen Mädchen, für die ich zu sorgen habe, und die drei armen Knaben. Sollen diese Handwerker werden? — Was bleibt ihnen sonst übrig, wenn ich ihnen nicht unter die Arme greifen kann? Wie habe ich schon gedarbt, welche Entbehrungen ertragen! Nein, ein so hartes Geschick muß ihnen erspart bleiben. Aber —" und wieder seufzte er schwer auf. Er setzte sich am Rande des Weges nieder, stützte seinen Kopf in die Hand und sann nach. „Nein, nein, es darf und kann nicht fein," sagte er vor sich hin, stand auf und ftieg wieder aufwärts. In fernem Sinnen hatte er den kleinen Jägersteig, der links abführte, ganz überfehen. Erft als er eine beträchtliche Höhe erklommen, bemerkte er feinen Jrrthum. Es begann zu dunkeln, am Himmel erschienen einzelne Sterne, während sich unten im Thale ein leichter, schleierartiger Nebeldunst über die Erde breitete. Soll ich wieder umkehren? überlegte er, ober soll ich noch höher steigen unb vielleicht ben Hirsch am Breitenstein aufsuch, n? Röslau sagte, es fei ein Kapitaloieh, ein Zwölfender. Es wäre schade, wenn uns ben bie Tiroler abfingen. Erst stieg et rüstig fort; als er an bie Stelle kam, wo eine kaum fußbreite Spur in bas Jungholz führte, blieb «r abermals stehen. Halt, i dachte er, vielleicht könnte ich noch einen besseren Fang machen; der Förster erzählte mir, daß oberhalb der Klamm sich die vorige Woche ein Wilderer herumgettieben habe. Ob ich mich da hinein pürsche? In der nächsten Sekunde schlüpfte er durch Brom- und Himbeerstauden, unb unter jungen, dicht bei einander stehenden Föhren hindurch und gelangte
s pjr cch e n mehr, als sie halten I ö n n ein. W.ir können den Herren, bie mit bem Pastor Naumann gehen, nicht folgen. Ihre Sprache unterscheibet sich nur wenig von ber der Sozialdemokraten, denen sie auch nur die Wege ebnen. Auch die Freisinnige Partei ist nur eine Vorfrucht der Sozialdemokratie. Diese letztere hat mit uns schließlich nichts mehr gemein als das Land. Sie negirt alles Heilige und Schöne und arbeitet nur auf den Umsturz bin. Sie ist so sehr auf den Materialismus begründet, daß sie keinen Sinn für das Ideale haben kann. Eine Partei, die Staat, Arche und alles nur Thenre negirt, kann keinen Bestand haben; selbst wenn sie einmal siegen sollte, würden zwar Ströme von Blut fließen, aber es würde schlimmer werden, wie es gewesen ist. Mit einer diabolischen Geschicklichkeit arbeiten die Sozialdemokraten am Umsturz des Bestehenden, an der Erregung von Unzufriedenheit. Das kann auf die Dauer nicht geduldet werden. Redner zeigt an dem Beispiel des Hamburger Streikes das Verderbliche der sozialdemokratische Agitation, die also die Arbeiter blos in das Unglück treiben. Denn jetzt sagen die Führer: Wir haben den unglücklichen Ausgang vorher gewußt. Die Mittel, die der Staat jetzt der Sozialdemokratie gegenüber hat, sind nicht genügend. Entweder wir gehen der Revolution entgegen, oder wir müssen au- greisend Vorgehen. Es ist eine Machtfrage. Wir müssen endlich den Kampf aufnehmen und haben dabei ein gutes Beispiel an der Umsicht und Thatkrast, mit der die Königlich sächsische Regierung den Kampf führt. (Beifall.) Mau kann entweder den Weg der allgemeinen ober ber Sondergesetzgebung gehen. 3ch glaube: nur ein ueu.s Sozialistengesetz kann helfen. Jetzt wird die Sozialdemokratie von der Regierung als gleichere ^tigt anerkannt und behandelt; das verwirrt die Gemüther im Lande und führt der Umsturzpartei neue Anhänger zu. Die Sozialdemokratie muß als etwas unerlaubtes, als etwas zu bekämpfendes hingestellt werden. Es muß ihr nicht gestaltet sein, im Parlament sich an unserer Gesetzgebung zu betheiligen. Wir müssen Maßregeln gegen die unglaubliche Verhetzung der Presse und Versammlungen treffen. Nach dem Beispiele des größten deutschen Staatsmannes müssen wir vorgehen. Lassen Sie uns einig sein, dann wird uns der Sieg nicht fehlen. Wir rufen mit bem Altteichskanzler: „Wir Deutsche fürchten nichts als Golt allein!" (Lebhafter Beifall.)
nach einer halben Stunde zur Stelle, wo das Kreuz stand. Er sühtte sich ermüdet und legte sich ans's Moos hinter einen Wachholdersttauch. Vor feinem Geiste stand Philomele, wie er sie zum ersten Mal hier sah. Unglückliches Weib mit dem treuen Herzen. Schade um dieses herrliche Geschöpf, daß es so elend zu Grunde gehen soll. Er war ihr ein Trost. Aber Ruth hat recht, er muß das Mädchen meiden. Arme Philomele, kaum hatte sie einen Menschen gesunden, der Macht hat, ihren Schmerz zu lindern, so wendet er sich schon wieder, sie zu verlassen, veil er feige die Gefahr fürchtet — nicht für sich, aber solch ein Weib wie Philomele, die so die Liebe erfaßt, so von ihr erfaßt wird, nein, solch ein Weib ist nicht zur Unterhaltung müßiger Stunden, sie verdient eine volle, eine ganze Erwiderung ihrer Gefühle.
Da hörte er sich nähernde Schritte, ein Knacken der Aeste und Rascheln deS welken Laubes am Boden. Das war der Trttt eines Menschen. Ein Wilderer, oder am Ende wieder die unglückliche Philomele, dachte er. Aufmerksam lauschte er der Richtung zu, woher das Geräusch kam. Jetzt bogen sich die Aeste der jungen Tanne drüben auseinder. Wolfgang faßte nach seiner Flinte, und sein Auge hing gespannt auf dem Burschen, ber nun heranstrat. Es war ein großer, starker Mensch in Lobenjoppe unb Kniehose, ber Filzhut war tief in die Stirn gedrückt, das Gesicht mtt Kohle geschwärzt. Er trug einen Rucksack und die Flinte hing über der Schulter. Beim Kreuz angekommen blieb er stehen, nahm den Rucksack und bie Flinte herab unb legte beides aus ben Boden. Dann schritt er bis zu bem jäh abfallenden Felsen und beugte sich weit vor.
(Forffetzung folgt.)