Redaktion und Expedition: Markt 21.
Verantwortlich für den allgemeinen Theil: Redakteur M. Hartmann, für den Zaseratenthell: Joh. Ang. Koch, beide in Marburg.
Wöchentliche Beilagen: Kreisölatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
Druck und Verlag: Joh. Ang. Äocj, UniversitätS-Buchdruckeret in Marburg, Jllnstrirtcs Sonntagsblatt.
Ji> 46.
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Marburg
Mittwoch, 24. Februar 1897.
Ameigen nimmt entgegen die Expeditiou dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein & Vogler in frommt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXII Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. AAAli‘ Daube & Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Diäten für den Reichstag.
h. Die freisinnige Volkspartei hat em ver- zangenen Sonnabend ihren früheren Antrag, daß die verbündeten Regierungen aufgefordert werden, Diäten und R e i s e k o st e n an die Reichstags- «bgeordneten zu gewähren, wieder eingebracht. Ver- chiedene Male ist ein solcher Antrag schon ange- gemmen worden, aber die verbündeten Regierungen haben mit Fug und Recht sich nicht dazu verstehen Vnnen, ihm stattzugeben. Die Anhänger dieses Antrages, natürlich meist demokratische Befürworter, Men die Behauptung auf, daß dann, wenn auch hie Reichstagsabgeordneten Diäten bezögen, doch nicht na diejenigen zu Reichsboten gewählt werden könnten, ,bie es dazu hätten." Früher führten sie weiter als kunb für ihren Antrag ins Feld, daß die Diäten sicherlich das beste Mittel wären, dem oft staunens- vrrth geringen Besuche der Sitzungen Seitens der Mglieder vorzubeugen. Inzwischen hat aber dre Leere des Abgeordnetenhauses, dessen Mitglieder bc- wntlich Diäten beziehen, Herrn Eugen Richter, folglich auch die gesammte freisinnige Volkspartei, berzeugt, daß in dieser Hinsicht die Digten sich nicht ewähren. So wird man also diesen Grund für ie Reichstagsdiäten von den Antragstellern kaum och vorgebracht sehen.
Die Antragsteller irren sich wohl, wenn sie stauben, daß jetzt der Reichskanzler Fürst Hohenlohe ie Diäten für den Reichstag befürworten, und Preußen im Bundesrathe eventuell für sie stimmen würde. Die Nachricht über einen angeblich einge- metenen Anstchtswechsel des Reichskanzlers und Ministerpräsidenten- Preußens zu dieser Frage ist imlängst zuerst in demokratischen Blättern aufge- iemchi, und sollte doch höchstens ein neues Gelegen- heitsmomknt bedeuten, den Antrag von Neuem ein- [übringen und dessen eigentlichen Zweck jetzt zu verargen. Es ist ganz klar, daß der Richter'sche Freiem jetzt den Antrag doch nur wiederholt in Rücksicht wrf die bevorstehenden 1898er Reichstagswahlen !or diesen Wahlen soll es im letzten Jahre dieses ieichstages den Wählern noch klar gemocht werden, sie „unablässig und unentwegt" Eugen Richters freisinn für die Taschen der Volksvertreter sorgt, »d es wird sich natürlich diese Fürsorge nicht nur 08 kleine Häuflein der Richtcrianer, sondern mnentlich auch die, nach ihrer Angabe nur auf das iolkswohl bedachte süddeutsche Demokratie vindiciren, denso selbstverständlich die Sozialdemokratie!
Wenn die Bebel, Liebknecht und Singer jetzt
(Nachdruck verboten.)
Um Wappen und Krone.
Original-Roman von Va Rosse.
(Fortsetzung.)
„Ich nahm das Anerbieten meines Arabers an," chr Wirkheimer in seiner Erzählung fort, „und so ich hierher und fand bei Ihnen so liebevolle lufnahme. Glauben Sie denn nun, Frau Gräfin, «ß ich unglücklicher bin als Sie. Ihnen lacht och das Leben, ich habe nur die Hoffnung auf das stab." ---
Ruth war tief ergriffen. „O Sie Armer! stich ein elendes Geschöpf diese Adelgunde ist! ch würde sie hassen, wäre sie mir nicht gar zu fkrächtlich."
„«rst durch mein Unglück erfuhr ich, wie gut N edel Rudolph ist. Alles, was ich habe, ver- tmke ich seiner Güte, denn meine schriftlichen Arbeiten Wien mich bis jetzt noch nicht ernähren. All- Ahlich fange ich an, mich an die Einsamkeit zu Möhnen, ich liebe das Haus und den Garten, und W wohlthuend Ihre Gesellschaft auf mich wirkt, A, Frau Gräfin, können Sie ja selbst ermessen, Wchdem Sie jetzt meine Vergangenheit kennen." ^Noch lange, nachdem Doktor Wirkheimer Ruth ♦faffen, dachte sie an ihn und seinen Bruder. Sie Mn sich vor, von nun an ihre Freundschaft zu Moppeln.
Elftes Kapitel.
. Am nächsten Morgen ging Ruth auf den Kirch- N, wo sie länger als gewöhnlich blieb. Es war Wh ein tiefer, sie anheimelnder Frieden. Sie «st nahende Schritte und wandte sich um, da stand «rkheimer vor ihr.
erneut mit nach Diäten für die Reichsboten rufen, so ist dies neben dem agitatorischen Momente noch aus einem anderen Grunbe leicht erklärlich. Die Kasse der Sozialdemokratie, der die jetzigen Reichs- tagsabgeordneten ihrer Partei jährlich über 24000 Mark gekostet haben, würde durch Diätenbewilligung diesen Betrag ersparen. Er würde frei werden, um den eigentlichen Agitationsfonds künftig zu vervollständigen. Schon dies ist doch jedenfalls thunlichst zu vermeiden. UeberdieS aber sind noch andere Wirkungen von der Diäten - Einführung für den Reichstag zu erwarten; sie würde zweifellos die Zahl der Berufsparlamentarier, dieser für die ersprießliche Entwickelung der Reichstags-Aufgaben so unwünschens- werthen Species von Abgeordneten, erheblich vermehren und ferner würden sich bei dem derzeitigen Modus der Reichstagswahl die jeweiligen Wahlkämpfe mit einer Heftigkeit und mit so großer Schroffheit der Gegensätze gestalten, daß man sich nur mit Widerwillen dazu verstehen müßte, sich an den Wahlen zu betheiligen.
Wenn endlich die Freunde des Antrags auf Diäten für die Reichstagsmitglieder einfach anführen, die Mitglieder des preußischen Abgeordnetenhauses, des sächsischen Landtags 2c. hätten ja auch Diäten, nun so ist allerdings i infach dagegen zu halten, daß hier eine Einschränkung des Wahlrechts durch Wahlmänner- und Censuswahl besteht. Würde man, statt des allgemeinen, direkten gleichen geheimen Wahlrechts solch ein Korrelat auch für die Diäten der Reichstagsmitglieder zur Reichstagswahl schaffen, so würden die Konservativen, und wohl auch die verbündeten Regierungen doch gewiß nichts mehr gegen diese Diäten haben. Aber am Wahlgesetz zum Reichstage darf bekanntlich nicht gerüttelt werden, auch unsere Partei will dies nicht thun. Dann muß aber eben auch die Diätenlosigkeit für den Reichstag weiterbleiben, und sie wird es auch. Es ist also Volksblenderei für die kommende Wahlkampagne, wenn der Richter'sche Freisinn und die Demokratie ä la Sonnemann den Leuten jetzt weißmachen, es würden nun doch Diäten zu erreichen sein, man müsse nur demokratisch wählen! Auf so etwas fallen heute die Wähler hoffentlich nicht mehr herein. Daß auch noch Reisekosten verlangt werden, enispricht ganz der Tendenz des Antrags; sie wären für demagogische Reichsboten trefflich zu Agitatiors reifen zu benutzen. Dazu hat aber das Reich kein Geld der Steuerzahler; es bleibt bei den jetzigen Reise-Freikarten zwischen Berlin und der Heimath des Reichsboten!
„Frau Gräfin, verzeihen Sie mir, daß ich Sie störe, ich sah Sie vom Fenster aus Vorbeigehen, Sie ind schon sehr lang da, und die F: ühlingsdünste ind auf dem Friedhöfe ungesund; darf ich Sie zurückbeglei'en oder wollen wir noch einen kleinen Spaziergang machen bei diesem köstlichen Wetter?"
Sie nickte zustimmend und so gingen Beide eine Weile schweigend neben einander den Bergen zu.
„Ist es Jynen zu beschwerlich, auf den Paulus- berg zu steigen?" fragte er.
„£) nein, im Gegentheil, haben Sie nichts mehr von Philomele gehört? Wie geht es ihr denn?" tagte Ruth.
»3ch weiß es nicht," erwiderte Wirkheimer. „Niemand im Dorfe hat sie seit dem Tode ihrer Eltern gesehen."
Ruth blieb stehen, legte ihre Hand auf seinen Arm und deutete auf ein Weib, welches in der Nähe unbeweglich am feuchten Boden hockte.
„Der Wolf in der Fabel," flüsterte Wirkheimer, „sie hat uns gehört."
Philomele sprang rasch auf die Füße und als ie die Gräfin gewahrte, ging eine förmliche Ver- nderung in ihrem Gesichte vor. Die Stirn zog ch in Falten, die dunklen Augen blitzten, die Nasen- lügel bebten, und die Hände ballten fich.
„Sind Sie es?" schrie sie Ruth entgegen und vertrat ihr den Weg. „Ich hasse Sie, Sie wissen, wo der Graf, den Gott verfluchen soll, wie ich es thue, liegt. Sie können das Grab mit Blumen Zieren und mit Ihren Thränen netzen, ich aber muß in den Höllenklamm hinunterschauen.
Doktor Wirkheimer trat vor und gebot dem aufgeregten Mädchen mit barschen Worten zu schweigen. .Besser wäre es," sagte er, „Du kehrtest zu Deiner Pflicht zurück, statt daß Du Dir erlaubst, die Frau
Umschau.
Zur kretischen Frage hat gestern der Staatssekretär des auswärtigen Amtes Frhr. Marschall von Biber st ein im Reichstage Folgendes erklärt: „Ueber die Vorgänge auf Kreta kann ich in thatsächlicher Beziehung das Folgende mittheilen: Gestern ist ein deutsches Kriegsschiff, S. M. S. „Kaiserin Augusta", vor Kanea eiu- getroffen und h^sofort 50 Mann in der Stadt gelandet. BereitSMam Nachmittag ist das Schiff in Aktion getreten. Auf Grund der Vereinbarungen der Kommandirenden der Kriegsschiffe haben russische, österreichische, englische Schiffe und unser Deutsches Schiff geschossen auf eine größere Jnsurgenten- schaar, die sich unter griechischerFlagge von Osten her dem von den Mächten besetzten Punkte näherte. So begreiflich ich den Wunsch finde, über den Stand der griechischen Frage näher unterrichtet zu werden, so muß ich doch darauf verzichten, über den Stand dieser Frage eine eingehende Mittheilung zu machen. Was ich sagen kann, ist folgendes: die Linie der deutschen Politik ist auch hier dahin vorgezeichnet, entschlossen einzutreten für die Erhaltung des Friedens. (Bravo!। Deutschland hat im Orient keinerlei Sonderinteressen zu verfolgen (Sehr richtig! rechts), um so fester und rückhaltsloser können wir uns der Aufgabe widme», nach unseren Kräften beizutragen zur Erhaltung des Friedens. Das Werk der Pacifizirung Kretas, das dre Großmächte in vollem Ernst aufgenommen haben, ist bedroht durch das völkerrechtswidrige Vorgehen Griechenlands. (Sehr wahr!) Nach den Berichten, die mir vorliegen, muß in Rücksicht gezogen werden, daß das Vorgehen Griechenlands in dem infurgirten Lande, weit entfernt, die Gemüther zu beruhigen, im Gegentheil eine ständig wachsende Anarchie hervorgerufen hat. Die Fortdauer dieses Zustandes enthält an sich und vermöge der Rückwirkung auf andere Völker eine große Gefährdung des Friedens. Di-se Friedensgefährdung zu bescittgen, mit den parat.sten und wirksamsten Mitteln, erscheint als die nächste Aufgabe. Damit wird Raum geschaffen werden zu einer definitiven dauernden Ordnung der Dinge auf Kreta, zur Befriedigung der Ansprüche und berechtigten Forderungen der christlichen Bevölkerung, die sehr wohl möglich ist, ohne die Integrität des ottomanischeu Reiches anzutasten. Ueber die Mittel, welche von den Großmächten zu ergreifen sind, um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen, schweben zur Zeit Verhandlungen unter den Mächten, über die ich, wie gesagt,
Gräfin mit Deiner Frechheit zu belästigen. Mach daß Du uns aus dem Wege kommst, Du unnütze Dirne!"
Philomele entfernte fich schweigend.
„Ein unheimliches Mädchen," sagte Ruth, „sie hat mich nie leiden können, jetzt haßt sie mich und ich habe ihr doch nichts zuleide gethan."
Sie fühlte sich feit diesem Vorfall verstimmter, als sie es Wirkheimer zeigen wollte. Die Nacht über schlief sie beinahe gar nicht, fortwährend sah ie Philomele vor sich. Dem Pfarrei gegenüber, >er sie im Laufe des Vormittags besuchte, klagte sie über Kopfweh.
„Frau Gräfin, Sie sehen bleich und krank aus, ich werde Ihnen den Dokwr schicken."
„Bitte nein, so krank bin ich nicht. Wissen Sie, was mein Hauptleiden ist? Es ist die Unthätigkeit. Ich habe nichts zu thun, und mein Kopf hat zu wenig zu denken, ich habe für nitmanb mehr zu orgen, für niemanbeS Glück mehr zu leben."
Der Pfarrer schickte ihr aber boch ben Doktor, und dieser verordnete eine Karlsbader Kur.
„Der Brunnen wird Ihnen außerordentlich gut thun und eine Abwechslung in ihre eintönige Lebensweise bringen."
Als Ruth den Ausspruch des Arztes dem Doktor Wirkheimer erzählte, sagte dieser:
„Ich bin ganz der Ansicht des Arztes, ich hoffe, Sie werden ihm doch Folge leisten."
„Ja natürlich, aber gehe ich Ihnen denn gar nicht ab?"
„Sehr, Frau Gräfin, aber der Gedanke, daß Sie glücklich und gesund zurückkehren werden, muß mich entschädigen."
Hätte Wirkheimer geahnt, daß die Abwesenheit
in diesem Augenblick keine Mittheilung machen kann, doch bin ich vom Herrn Reichskanzler zu der Erklärung ermächtigt, daß er, sobald die Zeit gekommen ist, gern bereit sein wird, über alles das, was von Seiten Deutschlands in dieser Frage unternommen, dem hohen Hause nähere Aufschlüsse zu gewähren. Man appellirt in jüngster Zeit sehr häufig und vielfach nicht ohne Erfolg an die christliche Humanität. Nach meiner Ansicht von den Thatsachen ist der Beweis leicht führbar, daß wir den Forderungen dieser richttg verstandenen Humanität im weitesten Umfang gerecht werden, wenn wir alle Kräfte einsetzen, um den Gefahren eines Krieges vorzubeugen, der nach menschlichem Ermeffen namenloses Unhell über weite Ländersttecken bringen würde." Der Angriff der Schiffe der vereinigten Mächte er» folgte,^ als vorgestern die Insurgenten auf Akrottri die türkische Garnison in Halapa angriffen. Das Bombardement der bereinigten Schiffe richtete sich 5 Minuten hindurch gegen die Insurgenten, welche alsdann die Flucht ergriffen. Beim Beginn der Beschießung hatte das griechische Kriegsschiff „Hydra" Dampf aufgemacht, um, wenn nöthig, in See zu stechen. Die „Kaiserin Augusta" gab den ersten Schuß ab. Der Befehl, das Feuer einzustellen, wurde gegeben, ohne daß die französischen und italienischen Schiffe, welche im äußersten Westen der Schiffslinie vor Anker lagen, nothwendig hatten, an der Kundgebung theilzunehmen. In W i e n hat, so meldet die „N. A. Ztg.", das erste auf Kreta erfolgte energische Einschreiten der Mächte große Befriedigung und die allseitige Hoffnung auf eine günstige Lösung der kretischen Frage hervorgerufen. Graf Goluchowski soll in diplomatischen Kreisen geäußert haben, man erwarte, daß die Verständigung der Mächte über die künftige Stellung Kretas die Türkei veranlassen werde, den Rest ihrer Truppen aus den Festungen zurückzuziehen, worauf Griechenland, das Ueberflüfsige der Anwesenheit seiner Truppen erkennend, die Insel räumen würde. Kreta erhielte eine gewisse Autonomie unter einem christlichen Gouverneur und Selbstverwaltung für die Finanzen, Kirche, Schule und Justiz.
Der „Vorwärts" schreibt in einem, an der Spitze seiner Nr. 44 befindlichen Artikel mit der Ueberschrift „EinJubiläum der Schande"».A.: „Heute vor zehn Jahren — am 21. Februar 1887 — wurde der Kartell-Reichstag gewählt, dessen schmachvolle Thätigkeit im Einklang war mit seiner schmachvollen Ent-
ber hochverehrten Frau so lange bauern würde, er hätte nicht so leicht Abschied genommen.
Ruth blieb sechs Wochen in Karlsbad. Die Kur that ihr außerordentlich gut, und sie wäre noch länger geblieben, wenn sie nicht Nachricht aus Schwanfelden bekommen hätte, daß ihre Mntter an einer Lungenentzündung schwer darnieder liege. Sie eilte sofort zu ihr. Dort sah sie Doktor Wirkheimer, der die Kranke behandelte. Sie mußte sich gestehen, daß er nicht nur ein tüchttger, geschickter Arzt, sondern auch ein guter, mitleidiger Mensch war. Er sorgte unermüdlich für die Kranke, und wo er ihr Linderung oder Freude schaffen konnte, that er es, auch wenn es oft ermüdend und anstrengend für ihn war.
„Kommen sie heute nachts," bat Frau Meinroth, als der Arzt um neun Uhr abends fich wegbegeben wollte.
„Aber Mama, Du siehst ja, wie erschöpft und müde der Herr Doktor ist."
„Ich bitte, ich bitte," rief unruhig die Kranke, „mir ist so bang."
Und wirklich kam er nachts zwölf Uhr, um nach einer eigensinnigen Patientin z» schauen.
„Sobald Ihre Mutter so weit ist, daß sie reisen nun, müssen Sie nach dem Süden, Frau Gräfin, ich chlage Ihnen dringend einen Aufenthalt in Nizza vor," riettj er der Gräfin.
„Natürlich, wann glauben Sie, können wir uns zur Reise rüsten."
„Bald, Ihre Frau Mutter hat eine kräftige Natur." Doktor Wirkheimer hatte recht, nach vier Wochen war Ruth mit ihrer Mutter in Nizza.
(Fortsetzung folgt.)
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