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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
Jllustrirtes S-nntags-latt.
Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe- Marburg sowie die Annoncen-^reau^von^.asmstein^VMer^kl
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Die Ereignisse um und auf Kreta.
h. Aus Athen wird unterem 11. Februar Folgendes über den Stand der Dinge auf der Insel jkreta gemeldet: Die Führer der Christen sind in den verschiedenen Distrikten zusammengetrcten, und es »it> die baldige Einsetzung einer provisorischen Kegirrung erwartet. Bei Kastel i, Provinz Kissamo, hat gestern ein heftiger Kampf stattgefunden, wöbe ttina 30 Christen und etwa 100 Mohammedaner geltet worden sein solle». Ein anderer Kampf soll ßch beim Kloster Chrysopyghi ereignet haben. Etwa 1500 Christen halten die Ostprovinzcn Kretas abgesperrt. In der Umgebung von Herakleion stehen Mreiche Haufen von Christen und Mohammedanern eiaandrr beobachtend gegenüber, bereit, handgemein zu werden, wenn ein Uebcrfall auf ihre Religionsge- «ossen verübt werden sollte. Der griechische Kreuzer ,Admiral Mianlis" ist vor H e r a k l e i o n einge- twffen. Die Lage daselbst ist bcsorgnißerrcgend, da hie Mohammedaner die Christen am Abzüge hindern, »m sie als Geisel festzuhalten. Der griechische Kize-Consul wurde nach seiner Rückkehr von dem Kriegsschiff „Alpheioö" an der Landung verhindert mb erst später durch ein englisches Flottenboot unter Begleitung des englischen Konsuls an'§- Land gesetzt, berüchte kündigen für den Abend eine Landung griechischer Freiwilliger an. Eine Anzahl griechischer iriegsmatroscn desertierte, angeblich zu den Auf- iändischen.
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(Nachdruck verboten.)
der- pflügen Abfahrt der Flötte eine gewaltige Bewegung amen- hervor. Bei der Abfahrt des Prinzen, die um 1012
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Der „Standard" hebt hervor, der Abgang griechischer Torpedos unter dem Prinzen Georg mit der ausge- prochenen Absicht, die Landung türkischer Truppen zu lindern, sei bedenklich in Verbindung mit der Meldung aus Smyrna, daß nach Kreta türkische Ver- ßärkungen abgegangen seien. Der Pariser Vertreter her „Times" berichtet, der König Georg habe einem zur Vorsicht Mahnenden entgegnet, es handle ch nicht mehr um Vorsicht, sondern um die Krone. In Athen rief natürl'ch die Nachricht von der vor-
llhr Abends stattfand, brachte ihm eine ungeheure Menschenmenge unter Tücherschwenken und Hochrufen 1 onf Kreta eine begeisterte Huldigung dar. Prinz deorg hatte mit dem Könige, dem Kronprinzen und m Prinzen Nikolaus in einem Wagen Platz gekommen. Die Königin erschien weinend an einem tuster des ersten Stockwerks des Schlosses. Der ; Snig stand aufrecht im Wagen, der sich mit Mühe inen Weg durch die Volksmenge bahnen mußte und
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Um Wappen und Krone.
Original-Roman von La Rosse.
(Fortsetzung.)
, Ruth trat in's Zimmer zurück, auf dem Tisch rannte die Lampe, in der Nähe des Ofens stand e Wiege, darin lag friedlich schlummernd das md. Sie beugte sich über dasselbe und küßte das wie, kleine Händchen. „Wenn nur Deinem Vater WS geschehen ist, Fredi," flüsterte sie ängstlich, «andte sich ab und ging einigem«! im Zimmer M«, dann setzte sie sich auf das Sofa, schlug w Buch auf, und versuchte zu lesen, aber sie ver- «nd kein Wort.
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■ Endlich I — Ja, das ist sein — Wie ihr vor Jubel das Herz
»Weißt Du, wer vor Dir steht?" sagte er und r fich wie gebrochen auf den nächsten Stuhl.
»Du bist krank," jammerte sie.
»Ja herzenskrank," stöhnte er.
»Aber so sprich doch, Anton, was ist Dir denn lehen?"
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rief sie, prallte jedoch erschrocken s | r^k bei seinem heftigen Abwehren, und jetzt erst 11 führte sie die Veränderung seines Gesichtes, das ® ^trnblaß war.
Sie erhob fich und sah auf die Uhr. Schon 5 Hi- So lang blieb er noch nie aus. — Wäre D1 * nicht klüger, sie schickte Leute fort, ihn zu suchen. 5 i sieben Uhr will sie noch warten.
A . .Wieder trat sie an's Fenster. Draußen wirbelte j W ein dichtes Schneegestöber, sie konnte nichts ä 1 sehen, und nochmals suchte sie Trost Bei der
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S, j We, sie riß rasch die Thür auf und flog ihm
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den die Menge bis zum Bamhof begleitete. Auch auf der Rückfahrt in das Schloß begleiteten den König die Kundgebungen des Volkes. Dieselben begeisterten ©eenen wiederholten sich im Piräeus, wo auch die Königin am Nachmittage an die flüchtigen Kret r Unterstützungen veitheilt hatte.
Die Organisirung der Geusdarmerie au: Kreta schreitet fort, hauptsächlich mit fremden Elementen. Oesterreich sagte 100 Bosniaken und Dalmatiner zu; drei Kompagnien bestehen schon. Major Bor machte feinen ersten Streifzug und verhaftete mehrere Plünderer. Die Ankunft der griechischen Kriegsschiffe verursachte unter den Mohamedanern lebhafte Aufregung. Nur durch die Vermittelung der Kommandeurs der englischen Schiffe wurde der Austausch des Saluts zwischen den griechischen Schiffen und den türkischen Batterien doch noch erzielt.
Die Berliner Blätter beurtheilen die Lage, die freilich unerwartete Zwischenfälle nicht ausschließe, ziemlich ruhig, doch wird mehrfach die Ver- muthung ausgesprochen, daß die Kriegserklärung der Türkei an Griechenland unmittelbar bevorstehe. Wie es auch gestern von uns ausgesprochen worden, verlautet in Berliner diplomatischen Kreisen, die Mächte würden die Spazierfahrt der griechischen Torpedoflottille und die geheimnißvoll drohende Sprache des griechischen Ministerpräsidenten nur als Kundgebungen betrachten, die geschahen, weil die griechische Regierung vor dem eigenen Volke une bonne flgu e machen will, und in der sicheren Erwartung, daß die Mehrzahl der Großmächte zunächst ein aktives Eingreifen Griechenlands gar nicht zulasse. Die diplomatische Behandlung der kretischen Frage könne sich vorläufig nicht auf die Ueberlassung Kretas an Griechenland, sondern höchstens auf die Feststellung einer Art Suzeränetätsverhältnisses Kretas zum Sultan beziehen.
In Wien haben die neuen Vorgänge in Athen außerordentlich überrascht, um so mehr, als die griechische Regierung noch in den letzten Tagen die ernsten Vorstellungen Oesterreich-Ungarns mit beruhigenden Eiklärungen beantworten liefe. Man erwartet auch jetzt noch, dafe Griechenland sich nicht in Abenteuer stürzen werde, die eine verhängnifevolle Wendung für dasselbe nehmen könnten, und hält an kompetenter Stelle eine unmittelbare Kriegsgefahr für ausgeschlossen. Die Gerüchte, daß Kaiser Franz Josef angesichts der veränderten politischen Lage feine Reise nach Kap St. Martin verschoben habe, sind
„Etwas Schreckliches —" er stützte das Haupt in dir Hand und sah eine Weile starr vor sich hin.
„Es ist hart — aber!" — Plötzlich erhob er si4- warf den schneebedeckten Mantel von sich und breitete seine Arme gegen Ruth aus. „Ich that es Deinetwegen, ich bin es Dir und dem da —' er wies nach der Wiege — „schuldig. Sonst bei Gott! ich hätte es nicht gethan."
„Was denn, Anton?" fragte sie und schmiegte sich zärtlich an ihn.
„Mord!" kam es dumpf von feinen Lippen.
„Wie?" fragte sie und sah ihm verständnißlos m das thränenfeuchte Auge.
„Ich habe einen Menschen gelobtet — 0, es war gräßlich!"
Sie fühlte wie er bebte. „Sprich Dich aus, Du bist schuldlos, ich weiß es."
„O, Ruth, was nützt mir das? ES liegt so schwer, so unsagbar schwer auf mir."
„Du Guter, Du Armer, sag Alles, er wird Dich erleichtern."
„O, könnte ich diese Stunde auS meinem Sinne tilgen, was gäbe ich darum! — Es war Nothwehr, iber das ändert die Sache nicht für mich. — Noch ehe ich fein jähes Auffahren, er war zu Tod er- chrocken. Noch höre ich seinen gellenden Ruf — nie wieder werde ich ihn vergeffen, ich werde ihn immer, immer hören. Aber Gott ist mein Zeuge, ich hätte nicht abgedrückt, wenn er eS nicht zuvor gethan, — sein Schuß ging fehl. Er that den ersten, das ist allerdings wahr, aber er that es im Moment der Überraschung, des Schreckens. Ich bm fest überzeugt, er hielt mich für Röslau und dachte, es ginge ihm an's Leben. Schon wollte ich ihm zurufen, aber — er kam mir zuvor — und Bann — ,h der furchtbare Ton! — Das In»
vollkommen unbegründet. Die Abreise steht für den 18. d. M. fest.
Eine Petersburger Meldung der .Polit. Corr." betont, daß der Entschlufe der russischen Re gierung, an dem feit dem Beginne der gegenwärtigen türkischen Krise ausgestellten Grundsätze der Wahrung der Integrität des ottomanischen Reiches festzuhalten, auch durch die jetzigen Vorgände auf Kreta nicht im Geringsten erschüttert worden sei. Man hege in Petersburg die Ueberzeugung, daß auch die anderen Kabinette von der Nothwendigkeit, diesem Grundsätze unter den gegenwättigen Umständen treu zu bleiben, durchdrungen seien.
In Paris verweilten die Minister Hanotaux und Meline, sowie Admiral Besnard im Ministerium des Aeußern bis gestern 2 Uhr Morgens infolge der Orientvorgänge. Die Nachricht von der Einschiffung des Prinzen Georg von Griechenland an der Spitze der griechischen Flotte traf in Paiis 9 Uhr Abends ein, fand jedoch ursprünglich keinen Glauben. Erst um Mitteinacht wurde es amtlich bestätigt. Die Lage gilt nunmehr für äußerst bedrohlich, da jeden Augenblick die Landung griechischer Truppen auf Kreta befürchtet wird. Auch die Nachrichten ans Albanien und Makedonien lassen eineGährung befürchten. Die Griechen sagen, die Entsendung der Torpedobootsflottille sei erfolgt auf die Nachricht, daß ein Torpedoboot die Dardanellen zur Fahrt nach Kreta verlassen habe und Truppen in Saloniki eingeschifft seien.
AuS Loudon wird Folgendes gemeldet: Zwischen den Kabinetten der Mächte findet ein eifriger Meinungsaustausch über ein einvernehmliches Vorgehen bezüglich Kretas statt. Die Bestrebungen verfolgen zweifaches Ziel: einerseits auf das Erlöschen des Aufstandes hinzuwirken und andererseits den A b b r u ch der Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland zu verhüten. Entsprechend dieser Congruenzauffassung aller Mächte sind den Botschaftern in Konstantinopel, wie den Vertretern in Athen und den Konsuln auf Kreta im Wesentlichen identische Instruktionen zugegangen. Die aufgeregte Bevölkerung Kretas beginnt zu plündern und sucht die Einschiffung der Fremden zu verhindern. Die Ortsbehörden verholten fich passiv. Die christlichen Aufständischen in der Nähe von Kanea erwarten Zuzüge au8 dem Innern des Landes, besonders Sphakioten, und Munitionssendungen, worauf sie gegen die Stadt vorrücken wollen. Die Stimmung im Lager ist feit der Proklaminrng der Union einer Verständigung wenig günstig.
schlagen und Anprallen seines Körpers, das Nachrollen der Steine! Schauderhaft! Schauderhaft!"
„Sondheim preßte die Hand vor die Augen und stöhnte tief auf. Lange Zeit blieb er in Schweigen versunken. Ruth faßte feine Hand, zog sie von seinen Augen und küßte sie. Aber er blieb unempfindlich gegen ihre Liebkosungen und startte stumm vor sich hin.
„Warum," fing sie leise an, „gingst Du aber auch allein?"
„Das bin ich gewohnt. Röslau stieg auf den Abberg, ich verfolgte die Fährte eines BockeS bis Geschwendwiese, da hötte ich einen Schuß und dann noch einen. Mein Mentor war wie wüthend, ich hatte ihn an der Leine, mußte ihn aber loslassen, so rasch und ungebärdig flieg er vorwärts. Plötzlich blieb der Hund stehen und sah fich nach mir um, gleichsam als wolle er mich mahnen, schneller zu ein, er hob die Nase in die Höhe und schnupperte, bann stieg er vorsichtig, aber rasch aufwärts. Es war, als wolle er jedes Geräusch vermeiden. Wäre ch über diese Eigenthümlichkeit nicht so erstaunt gewesen, ich hätte über die übertriebene Behutsamkeit des Thieres lachen muffen; denn der Schnee erstickte a ohnehin jeden Laut unserer Tritte. So aber machte ich eS ihm nach; ich blieb öfters stehen, zog den Athem ein, lauschte und schlich ihm nach; denn ch «Bule, daß ich auf der Spur eines Wilddiebes war. Und ich, oder vielmehr Mentor hatte fich nicht getäuscht. Hoch oben entdeckte ich Schweiß, )en Mentor verfolgte. Nu» schlug der H»nd einen ehr gefährlichen Pfad ein, der hart an einer schroffen Felsenwand vorbei fühtte und im höchsten Grad gefahrvoll war. Noch einige hundert Schritt, und wir kamen zu der Stelle, von wo au8 man einen prächtigen Blick in die Schlucht hinab hat. Ehe
Krittsch könnte sich die allgemeine Lage gestalten, wenn Frankreich eine zweideutige Haltung ein» nähme. Allein für Rußland stehl zu viel auf dem Spiele, als daß es nicht mit aller Entschiedenheit daran gehen sollte, etwaige Ursachen französischer Verstimmung möglichst rasch zu beseitigen und dadurch dem ferneren Einvernehmen der europäischen Festlandmächte, das sich als wirksamstes Mittel erweist, die Wege zu ebnen.
Die Großmächte haben der griechischen Regierung eine Verbalnote übermittelt, worin ihre Einmüthigkeit zur Verhinderung einer Bewegung auf Kreta ausgesprochen wird. Die Mächte seien entschlossen, die Integrität der Türkei und den Weltfrieden aufrecht zu erhalten, und hegten die Ueberzeugung, daß die Reformvorschläge der Botschafter die innere Ruhe und Ordnung in der Türkei sich em würden. Die Botschafter in Konstantinopel sind Angesichts der veränderten Situation zu neuerlichen Be- rathungen von den Mächten angewiesen, um von der Pforte die schleunigste Durchführung der Reformen auf Kreta mit Entschiedenheit zu fordern, widrigenfalls die Pforte die Verantwortung für die weiteren Ereignisse zu tragen hätte.
Umschau.
In der „Schles. Zig." lesen wir: Die vor einigen Tagen getroffene Entscheidung der vatikanischen Kommission in Sachen des mehrfach erwähnten „antifteimaurerischeu Diana Vaughan-Schwindels (Unterschrift des leibhaftigen Teufels) geht dahin, „daß die Kommission bis heute kein entscheidendes Argument, sei es für, fei e s gegen die Existenz, die Bekehrung und die Echtheit der Schriftiu der angeblichen Diana Vanghau gefunden." Mit Bezug hierauf ist immerhin mitiheilenswerth, daß der vormalige Jesuit Graf Hoensbroech in einer Broschüre „Religion oder Aberglaube" — die zu einer Zeit gesch'.iebcn wurde, als die Untersuchung in Rom erst begonnen hatte — über die zu erwartende Entscheidung folgende Bemerkung gemacht hat: „Ohne Prophet zu sein, erlaube ich mir aus genauer Kennt»iß des Ullramontanismus folgende „Prophezeiung": Rom wird diese „Entscheidung" nie treffe», oder wen» sie erfolgt, wiid sie so ausfallen, daß Diana Vaughan und ihre Gegner sich in gleicher Weise auf sie berufen können. Rom ist eben klug unb weife, wie werthvoll die Tiefenkräfte bes religiösen Aberwitzes ihm sinb."
wir hin kamen, blieb Mentor wieder stehen, sah nach mir um und gab alle Zeichen, als witterte er Gefahr. Auch ich ahnte jetzt, daß ich vor einem Er- eignifj stehe. Die Haare auf dem Rücken des Hundes sträubten fich, er schlich sich um die Ecke, ich ihm nach, und - Mentor blieb mäuschenstill stehen. Keine zehn Schritt von mir lag ein Sechzehnenber; ei» Mensch war eben damit beschäftigt, ihn aufzubrechen. Mit einem Satze war jetzt der Hund bei ihm. Im nächsten Moment hatte sich der Bursch umgedreht, und kaum hatte er mich erblickt, als er einen Schrei auSftiefe, feine Flinte vom Boden ergriff und auf mich feuerte. Ei» Baumstämmchen rettete mich. Nun drückte auch ich los.--Ein gräß
liches, gurgelndes Aechzen, das Gewehr entsank ihm, er scklug mit beiden Armen in die Lust und stürzte kovfüber hinunter in die gähnende Tiefe. — Ich hörte das Ausschlagen uud Rollen des Körpers — bann Sülle — Tobtenstille. — — Mentor beschnupperte den Hirsch und Flinte des Burschen, die hart am Rande an einer Staude hängen geblieben war. Erst war ich wie gelähmt an allen ©lieber», bann trat ich vor und sah hinab — aber mein Auge sah nur in die unabsehbare Kluft. — Der Mensch war verschwunden. — Bei dem Hirsche lag dieses Messer." Mit diesen Worten zog es Sondheim aus der Tasche.
„Wer war es?" fragte Ruth, kanntest Du ihn?" „Sein Gesicht war mit Ruß geschwärzt, aber seine hünenhafte Figur konnte er nicht verbergen, es war der Tirolerstanz." •
Ruth nahm das Messer und betrachtete^ es. »Ja, sagte sie, „Du hast recht, hier steht der Name „Franz" etngrabirt."
(Fortsetzung folgt.) J