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Zur Lage im Orient.
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’rittflf $,e »ranzosen gaben sich alle erdenkliche Mühe, den 9 Masen zu ihren Ansichten zu bekehren, die besonders
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gereuen könnte.
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Kändniß mit dem Sultan eine allgemeine europäische Oberaufsicht in der Türkei eingeführt werden dürfe. 3u Berlin fand der russische Minister hierfür auch vollstes Verständniß. Anders war es in Paris.
französischen Einvernehmen beigetreten sei, nicht aber Oesterreich-Ungarn, wird ja auch durch die Erklärung BanMs im ungarischen Reichstage abgethan, wonach ^^^v-rnehmen Oesterreichs mit Deutschland auch hinsichtlich der Berliner Besprechungen mit Murawjew em vollkommenes ist.
Die Pariser Blätter sind, wie immer, einfach erfersucht,g, daß auch andere Mächte als Frankreich mit dem Grafen Murawjew Vereinbarungen über die orientalischen Angelegenheiten getroffen haben könnten. Doch ist es naheliegend, daß. nachdem dir Botschafterkonferenz sich in der Theorie bis zur Abfassung eines Schlußprotokolls über die zu machenden Vorschläge geeinigt hat, die weitere praktische Aus- suhrung mit etwaigen Zwangsmaßregeln nicht leicht ohne Vereinbarungen zwischen den leitenden Ministern gedacht werden kann.
bezüglich der Regelung der türkischen Finanzen wesemlich von den russischen abweichen. Diesen französischen Wünschen nachzukommen, fand sich aber der russische Minister, dem von Petersburg ganz be-
(Nachdruck verboten.)
Um Wappen und Krone.
Qriginal-Roman von Va Rosse.
Die Pforte beklagt sich über die schroffe Haltung der griechischen Regierung
WU 2? Kiel vom Kaiser Wilhelm zu Theil ge- der UnterMcr " , bei: Eibene Aufnahme ist Graf Murawjew nach Allem
tt><m »sh mehr üb rzeugt als bisher, desgleichen davon, stehet, biel' i as
(85$ Deutschland auch ferner seiner bisher befolgten! thümItrfip (S-rfrfiptnnnn r --> •! ,r® »®ine eigen-1 Der Besatz
( treu Heita «de. -M-hm.-d- ifi
16 in breit und hat einen Tiefgang von 6,8 m. Abgesehen von den Avisos Hela und Greis und den ! neuen Torpedobooten ist es das schnellste Schiff der Manne; es macht 22 Seemeilen in der Stunde Die sehr starke Bewaffnung zählt zwölf 15 em Schnell- lade-Kanonen, die sämmtlich in Schwalbennestern stehen, und acht 8,8 cm Schnelllade-Kanonen. Nach einer Breitseite kann in einer Minute die Geschoß- maste von 2116 kg gefeuert werden. Die Stahlgranate des langen 15 em- Geschützes durchschlägt 30 cm starke Panzerplatten.
Wie Gras Murawjew sonst denkt, dafür hier ein Petersburger Beleg: „Rußland sei nicht Europa und nicht Asien, sondern eben Rußland; diesen Grundsatz halte er für die Grundlage aller Beziehungen Rußlands zu Europa", so lautet ein geflügeltes Wort °es Grafen Murawjew, das dieser vor vier Tagen bei einer Unterredung mit dem Fürsten Meschtscherski äußerte, der im „Grashdanin" davon erzählt und
lchl »"der der Kerl paßt mir so wie so nicht.
io»»» nichts, thut nichts, ist armer Leute Kind,
(Schar'$ater war in der Jugend Holzschnitzer und lscheibe» tz^ter starb er im Armenhaus. Es ist eine i halber ^? ,fur den Sohn, daß er es so wett hat gen l°ssen. Meinst Du vielleicht, ich hätte dem des Burschen nur so zugeschant? Sobald
t8t anders el warten konnte, Iletzt nach Beendigung des Hamburger-Aus- ""ation alsoziale" Organ „Die * Streikenden, nennt das Ende
unen „Pyrrhussieg der Arbeitgeber und sagt in völlig sozlaldemokratisch-revolntio- rfllnne: '^chts, gar nichts kann man L fu^ren' l°as das Verhalten der Hamburger I Kapitalisten in milderem Lichte erscheinen lassen oder ! ensichuldigen könnte. Vom ersten Vermittelungsver- lsuch an, den sie mit einer durch nichts zu recht- I Äsenden Schroffheit zulückwiesen, bis zum letzten I eisigen Schweigen, das sie allen neuen Friedensan. |’rXenh entgegensttzten, ist ihr Benehmen eine einzige Ke"e von Kapilaliftentrotz, vonHerrenübermuth gewesen. I Gestutzt auf ihren Fünfmillionen-Garantiefonds, ver- I theidlgt von einer schamlos lügnerischen Presse er- I muihlgt von hohen Beamten, scharf gemacht von den I einflußreichsten Persönlichkeiten im Staate, unterstützt lastollen Behörden Hamburgs, haben sie ihrer Uebermacht mit einer Unerbittlichkeit Geltung verschafft, die selbst in früheren Völkerkriegen unerhört ist. Sie haben gegen ihre eigenen langjährigen Arbeiter, gegen Mejenig-n, deren Schweiß sie ihren Reichthum, ihre gesicherte Existenz, ihre soziale Machtstellung in elfter Jnte verdanken, gekämpft, als ob sie gegen eine Rotte s Verworfener, Nichtswürdiger zu kämpfen gezwungen ELie es in den schlimmsten Gefechten des Mittelalters die Regel war, so haben die Hamburger Arbeitgeber am Ausgang des neunzehnten Jahr- hunderts den wnthschaftlichen Krieg geführt: es wurde den Unterliegenden kein Pardon gegeben." Diese 2mnart..ift/5cn’° aufreizend, wie die Sprache des ^"bknecht findet in Pfarrer Naumann und Konforten feine sozialrevolutionären Meister!
bewußtlos zusammen. Erschrocken beugte sich der «Bauer über sie, bann hob er sie in die Höhe und ltrug sie ans Fenster, das er mit der Hand einstieß Idaß die Scherben klirrend umhersprangen.
. . "^es Weib," murmelte er und drückte das Gesicht an sich, „Du hast nichts Gutes I®ctn &6taS Ian9 bei mir, und doch hab Ilch Dich gern. Anastasia, mach, lauf m's Dorf und hol den Doktor!" rief er.
. Di« Dirne warf einen theilnahmslosen Blick au. Idle Bauerm.
V' fprin8' bleib nicht so lange stehen! »fuhr sie der Bauer an.
Lm?JUmmC"brrCntferntC das Mädchen, seinen I zürnen zu erfüllen.
L Unterdessen hatte Philomele schon den Saum des Waldes erreicht, sie hatte das Haus des Vaters eilig oerlassen, wie sie war.--Sieben Stunden
A Steigens lagen noch vor ihr, und schon senfte sich das Dunkel der Nacht über die Berge und ein kalter Wind fegte ihr den Schnee der Bäume ms glühend heiße Gesicht. Aber sie achtete nicht darauf, in ihrer Seele tobte noch der Sturm den der Starrsinn des Vaters erregt hatte, und 'unterdrückte nun gewaltsam alle andern Gedanken.
I „Fort," sagte sie sich, „fort aus dem Hause, das mir traut und lieb, fort von Vater und Mutter fort aus dem Wohlstände und der Ruhe! Aber zu ^r6”3' Un? ^Ü&te td) j°hr'lang in Nacht und KaUe irren, und hätte ich das Ziel, ich scheute nicht Wirch und Wetter, obdachlos komme ich zu Dir, an Deiner Brust ist meine Heimath l"
(iertfelixg felgt)
irr, au® DDU vtomtetit & Vogler in
®afW, Magdeburg und Wien; Rudolf TY 711
■■ , - - " M., Berlin, München u. Köln, C. L. ^Upl-g.
>o. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
b emo (rat le, auf welchem sich dieser Drang be-1 Dovpelenderlessel mit le keck« n». *;?. ln!tr' w • ; ■ «-« die geplante ®nri»hm, W mtt tai gX«el * V» »
augenfchetnlich mit diesem Bestreben, Einfluß auf die Gestaltung des politischen Lebens zu gewinnen und zu üben, zusammen; jene Kurse sind dazu bestimmt, den Männern der Wissenschaft eine bessere Operationsbasis für jene Bestrebungen zu gewinnen. Die Erfahrungen, welche Deutschland mit einer starken Be- theiligung der Professoren an unseren Hochschulen auf dem Gebiete der praktischen Polittk gemacht hat, sind nicht allzu günstige; es genügt in dieser Hin-! sicht an die Frankfurter Paulskirche zu erinnern. IKag aber auch immer etwas Verwirrung dadurch in unreifen Köpfen angerichiet werd in, so wird doch der! Staat durch das jetzige Heraustreten zahlreicher Pro-1 'bssoren auf das Gebiet praktischer Polittk, insbe- ondere praktischer Sozialpolitik, schwerlich ernstlichen! Schaden leiden. Wohl aber droht der Wissenschaft und ihrer Lehre an unseren Hochschulen davon ernste! Schädigung, und es wird eine wichtige und schwierige! Aufgabe der Unterrichts-Verwaltung sein, einer solchen! Gefährdung unserer Hochschulen in ihrer Eigenschaft!
SS- ?:£•?“ — ! b^ftr, bei der Natur unserer Hochschulen und Pro-
~ — ----! fessoreustellungen mit ganz besonderen Schwierigkeiten
llntfdjQU I verbundenen Aufgabe wird die Unterrichts Verwaltung
Zusammengehen der Konservativen, der Reichspartei!
5?. Md«»MW-I Mit dt-Euch»dM«deS»t,u,-rr $„|fer|„ f*-t. »itajtn mügtg-bt» SOS?
i lefunben, unb über bie ihm in Berlin unb besonders dort vorgekommenen Tumulte wurden vom s's - Kapitan-Lieutenant Gerdes. Die Maschinen sind dem an* in Kiel hnm Koii-N ... n-n.tr L .. u. vmmenen Tumulte wurden vom Kaiser inlIngenieur Gausch unterstellt, dem die Unter-Ingenieure!
I Bantlcon, Wadehn und Diffring zur Seite steh-n.!
r. ,, |?er Kreuzer hat eine Wasserverdrängung von 60521 welch« fett leher Tonnen und 12 000 indieme Pferdekräfte, d h noch " ™ 7"^ ?000 mehr als die bisherigen Panzer 1. Klafft
®tne eigen-»Der Besatzungsetat bettägt 418 Mann Kaiserin!
- 3 Mtanpolittk treu bleiben weide. Die komische Be-! Drän^r^Mseren zunehmende l Augusta ist 1892 vom Stapel gelaufen unb war
------ «uptung des „Nord", daß Deutschland dem russisch- Män n er der W iI^s en s"b5"!^ er!te Schiff der deutschen Marine, das drei!
j ----- -------— ^22^2^22f e n f 3 a f t, praktisch m die \ Schrauben hatte. Es hat auch drei Maschinen mit L
Den Franzosen ist auf einmal ein Verdruß gegen Mßlands Zögern gegen die Türkei, und ein Zorn gegen England anzumerken, das nur selbstsüchtig im Orient handele. In Frankreich werden immer mehr Stimmen laut, die eine selbstständige französische Politik im Orient, die nicht bloß fruchtlosen Dieust- lnstungen für Rußland gewidmet ist, befürworten. Nach Berard erweckte Lavisse mit solchen Anschau- imgen Beifall und die von ihnen so sehr betonte Aufgabe Frankreichs, im Orient für die „Humanität" zu sorgen, fand sogar in dem Tiinkspruch Hanotaux' an Murawjew einen vielleicht nicht ganz bedeutungslosen Ausdruck. Unlängst entsandte der ftanzösische llnterrichtsminister mit reichlicher Staatsunterstützung einen bekannten Journalisten nach der Türkei, um bie unter Frankreichs Schutz stehenden Schulen zu besuchen. Wie es heißt, hat dieser auch die Aufgabe erhalten, über seine Beobachtungen und die französischen Orient Interessen im allgemeinen für die „Revue d-S deux Mondes" Artikel zu schreiben. Kurz es regt sich bei den Franzosen ein gewisses Selbstständigkeitsgefühl in Orientalibus, und wenn Graf Murawjew zustimmte, der Türkei ernstlicher zuleibe zu gehen, so entspräche er damit sicherlich den Wünschen, nm nicht zu sagen, dem Drängen Hanotaux'.
„ i , Aber der Gras denkt anders. Nach der Rückkehr (849ÄH Grafen Murawjew von feiner Reise nach Paris i«s. Berlin tritt immer bestimmter zu Tage, daß Rußland an seinem bisherigen Standpunkt in der Mischen Frage festhält, nach dem nur im Einver-
sind glaubt"4 6 b 2 ' bte M spinnefeind Kindes, dem Du die Thür weisest. Vergißt Du denn
Sechstes Kapitel. I ' « . - ... . »ganz, was aus mir wird ohne Philomele9 Slaubft
. dfkJben 'm Paulushof standen sich Vater und wede^mttn Kinb noch mÄn Lo^und ? Jahre über an Deiner Seite
fntlfll gegenüber. Die Bäuerin hockte in einer Hast Du mich endttch verstauben S »»v ? 1,9ebuIbts Deine Grillen und Deine Herrschsucht er-
IU,Ul beim Ofen, faltete die Hände über die Kniee mir jetzt folgen« bas ftZ iS? ®“ Ä wenn ich nicht das Kind da gehabt hätte, sämmt- Kimmen unb schaute ängstlich auf bie zwei von letztenmal" ™ 9 *eute zum Bist Du em gottvergessener Mensch, baß Du mich
: werth- W Io sehr geliebten Menschen. Der Mann war Srfirei n„r m „ ,c |f° marterst unb quälst unb mich in meinen alten
' n, - ^^ast groß, breitschultrig und grobknochig, aber Mäbchen unb toanbte fi» erwiberte bas! Tagen noch kinberloS machen willst. Sei gebulbia
;5M>Kopf auf bem kurz gebogenen' ®a» 1jatte eint tot XtaeubTöS Ä Ä Letter, bie unb gieb Fiieben! Mehr kannst Du vo« bem krnstei« NaHenbe Aehnlichkeit mit bem feiner Tochter; Haar Eine Antwott aieb 6aTfL J^?beI nic^t verlangen, als baß es verspricht, Franz
cravattt^Bart waren feuerroth, zottig, ja mähuenartig ber Bauer f$naubte wuthend nicht mehr zu sehen!" 'P W\
5 PfE verliehen ihm etwas Wilbes, besonbers jetzt, wo Die 'haft Du ia frf>n„ ___ « „ - kann ich nicht versprechen," schaltete rasch
blegold)zvnng unb in leidenschaftlicher Aufwallung auf!etwa"anlügen« Soll ich saaen "däk Idaß ich mich in Ehren halten,!
0 Psg-E tro®tl ihm stehende Mädchen schaute, das nimmer mag?" 4 9 ' b 6 x6) ben Franz baß ich Euch keine Schande in's Haus bringen will
(854 * unerschrocken und feindselig anftarrte. „Folgen sollst Du ober beim P baMab€Euch gelobt, mehr könnt Ihr nicht
im vsich nicht zum Aeußersten," brüllte er, ich vergreife mich noch an Dir " $ ~|.ö.0It mir verlangen, benn mehr kann ich selbst nicht
beM ^tf ich nicht vergesse, baß Du mein eigen Fleisch! Das würbest D>, \nfcr' n- . - |^un- 34 habe ihn lieber als bas eigene Leben I
«lut bist. Sv lange ein Athem ba bLn würdest doch nWs bamn BL’wT» bra” lftber als Vater unb Mutter unb ben M auf £ regnlirtt unb babei schlug er sich wuchtig mit berIgern wahnsinnia aern b^5™"?|‘4.geboren. Ihm bl ib ich treu unb Euch ein ehr !
-rth * ß °uf die nackte, breite Brust -, „so lange fX X? Änft L b“8 “• Kind, also gebt Euch zufrieden!" * ’
LesslSr mir ber Bursch nicht auf meinen Hof. Esj heirathe bas weist i& aber tb”I -Nein!" schrie ber Bauer, „fort mit Dir, je!
23^ ^.uicht wegen bem Wildern —" er lachte hohnvoll!Gewalt,' habe ich doch selbst keine mebr^f.$U kEieher, desto lieber, damit ber Zorn mich nicht zu! >4t „aber der Kerl paßt mir so wie so nicht.Iso lcmge ich ihn kenne" Übtr w-4, -twas verleitet, was mich später gereuen könnte
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V l’ta SM,*, mich»' *lw *la «- <““■ il*
' w >'» i” Thür, mit einem schwachen Schrei sank sie
Wöchentliche Beilagen: Kreisvlatt für die Kreise Marbnra nnd tiirdih<ti.t
Druck und Verlag- Z°h. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei in Marburg, Of * AI „ ö <1111.
Redaktion und Expedition: Martt 21. Verantwortlich für den allgemeinen Theil.- Redakteur M Hartmann
. für den M-ratenth-ll.- Joh. Aug. Koch, beide in Marburg. '
Mlchemt täglich außer an Werktagen nach Sonn- und rwy»
Setertagett - Quarral-Abomicmeins-Preis bei der Expe- Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte« ~
mt‘-°nrr -..E' bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. H ^ttie bte Annoncen-Bureaux vou Haasenstein & Vogler in
Bettellgeld). Jnsertwnsgebuhr für die gespaltene Zeile 11 1007 Frankfurt a. M., E-" - ' • — 9 ’
oder deren Raum 10 Piq.. Reklamen für die Zeile 25 Pfa ^ÜNNerslllg, 11. ^yCDIUUr lo97. Moffe in Frankfutt
a' Daube & Co. in Fr,