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von j ner Seite nicht auS den Augen verlieren dürfen. Herr Graf von Klinckowstrem verdient für seine Initiative in dieser Frage der Dank aller Kleinmüller und Landwirthe.
Der Centralverband deutscher Industrieller hielt am Montag und Dienstag in Berlin eine Delegirtenversammlung ab, in welcher
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hältnisse auf unseren ganzen Getreidekonsum, so liegen d e Dinge so, daß weit mehr inländisches Getreide auf- den Markt geworfen wird als früher, wo eS unmittelbar in dem alten Mahl- und Backverfahren konsumirt wurde und wo jetzt der Handel mit Brod, das zum Theil aus amländisckem Getreide hergestellt ist, florirt. Das wirkt auf unsere Getreidepreise in kolossalem Maße. Herr von Helldorff berechnete den Prozentsatz des auf diese Weise mehr auf den Markt gebrachten inländischen Korns auf 20 Prozent und stellte die Wirkung dieser bedauerlichen Verschiebung beinahe gleich mit der, welche der verbilligte Import aus Amerika u. s. w. ausübt.
Hieraus ergiebt sich, daß die Landwirthschaft nicht minder als die kleine Müllerei daran ganz erheblich interesstrt ist, daß jede Begünstigung der Großmüllereien vermieden werde. Die kleine Müllerei ist die natürliche Vermittelung deS Absatzes nam nt- lich auch für den landwiithschastlichen Kleinbetrieb. Die Großmüllerei aber hat, da sie durch ihre maschinellen Einrichtungen und die mit einem Raffinement ohne Gleichen betriebene Ausbeute darauf angewiesen ist, möglichst gleichmäßig hergestellte große Quantitäten von Korn zu verarbeiten, bewirkt, daß selbst der Großgrundbesitz solche Massen nicht mehr liefern kann Die Handelsgesellschaften und der große Jmportverkchr find an dessen Stelle getreten, und so erleben wir es, daß in fruchtbaren Gegenden bei uns in Deutschland, wo prachtvoller Getreide gebaut wird, von Müllern absolut nichts mehr gekauft wird.
Diese ungesunden Verhältnisse, an deren Entwickelung nur der Großhändler und Importeure ein Interests haben und denen möglicherweise zum Tbeil durch genossenschaftlichen Zusammenschluß der Landwirthe entgegengetieten werden kann, dürfen kttncs- falls konservirt werden. Herr v. Helldo f schlug darum vor, daß die Rendementsverhältnisse der Groß mühlen so hergcstellt werden sollen, daß sie die Bearbeitung des ausländischen Getreides wehren und die des inländischen Getreides begünstigen. Jetzt machen wir es umgekehrt.
Da Herr Dr. von Miquel mitiheilte, daß die Staatsregierung eine Kommission eingesetzt habe, um die Frage betreffend der Exportbonifikationsfähigkeit des Mehles in Erwägung zu nehmen, so ist zu hoffen, daß auch d r obige Vorschlag dabei einer wohlwollenden Berücksichtigung unterwgen wird. Jedenfalls ist diese Frage von erheblichem allgemeinen Interesse und man nrrb sie trotz aller großen Worte der Großmüllereien und aller geharnischten Erklärungen
gekrönten Zeiten herrühren und die zurückführen auf Datm. on denen besonders der Monat Februar so reich ist in Bezug auf die Beziehuugen der Waffenbrüderschaft zwischen den veeren Sr. Majestät und den Meinen aus vergangenen Tagen, reihen sich die neuen Fahnenbänder würdig« an. Das Regiment und Meine Armee empfinden die Ehrung in ihrer ganzen Bedeutung und danken dafür aus vollem Herzen. Ich bitte Sie, Sr. Majestät zu versichern, daß da» Regiment nicht nur mit Stolz auf diese Fahnenbänder blicken, sondern auch sich stets mit besonderer Freudigkeit der Tage entsinnen wird, wo Se Majestät aus Allerhöchkeigener Einschließung sich an die Spitze seiner Fahnen setzte und dieselben unter dem Jubel der Bevölkerung in die ©tobt Breslau einführte, deren Name ja die Beziehungen seiner Vorfahren und der Meinigen verkörpern wird. Wir aber erheben unsere Gläser und trinken auf das Wohl Sr. Majestät, des Allerhöchsten Chefs des Kaiser A'crander- Garde-Regiments: S«. Majestät der Kaiser Nikolaus hurrab, hurrah, hurrah!"
Auf diesen Trinkspruch des Kaisers und Königs erwiderte der Flügeladjutat Oberst N e p o k o i s ch i tz k i:
„Ew Majestät versichere ich, daß ich die gnädigen Worte Ew Majestät meinem Herrn getreulich mittheilen werd« Nunmehr aber rufe ich: Se. Majestät Kaiser Wilhelm lebe hoch, hoch, hoch!"
öffentlichen Kenntniß zu bringen. Beilin, den 3. Februar 1L97.
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Ver- ndung 0 Pf. gegen (676
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Sie trat zu ihm, legte ihre Wange an' seinen Arm und sah ihm in die Augen. Er seufzte und drückte sie an sich.
„Du hälft mich doch nicht für eifersüchtig, Kind? Meinetwegen kann dieser Doktor morgen daß Haus beziehen, ich fürchte ihn nicht, obwohl ich mir gar nicht erklären kann, was er in Thalham sucht. In Schwanfelden hat er eine große Praxis, geselligen Umgang, verliebte Weiber, bei uns aber von all dem nichts, außer Einsamkeit, kleine Einnahme und Bauernmädchen, bei denen er seine Künste kaum erproben kann. Also schreibe nur Deiner Mutter, daß ich gegen Doktor Wirkheimer nichts einzuwenden habe."
Ruths Gesicht verdüsterte sich. „Anton, Du thust mir weh, meinetwegen darf Wirkheimer das Haus meines Vaters beziehen, wenn Du es wünschest Ich aber — und das Recht wirst Du mir doch ei»- räumen als Deine Gattin, ich würde ihm den Eintritt in mein Haus verbieten, auch dann, wenn ich krank wäre. Was für einen Zweck hat es also für uns, daß ein Arzt int Ort ist?"
„Warum ereiferst Du Dich denn so sehr, Ruth? Hattest Du denn ein Verhältniß mit ihm? Ist es jene Liebe, von der Du zu mir sprachst?"
„Ja und nein," sagte sie stolz den Kopf in den Racken werfend. „Es ist wahrhaftig keine Kunst, aufrichtigen, wahrheitsliebenden Personen glauben zu machen, daß andere Menschen auch so sind. Je tiefer Jemand empfindet, desto unbegreiflicher kommen diesem solche Charakter vor, die weder wahr noch ernst sind, denen die Liebe nicht heilig ist, sondern nur Zweck zur Unterhaltung. Doftor Wirkheimer hatte soweit bei mir leichtes Spiel. Ich glaubte ihm, ich ahnte nicht daß er auf gleiche Weise, wie er mir zärtlich die Hand drückte, es auch bei andern
(Nachdruck verboten.)
Um Wappen und Krone.
Original-Roman von l'a Rosse.
(Fortsetzung.)
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Umschau.
Der „Reichs-Anzeiger" veröffenllicht nachstehenden Erlaß Sr. Majestät des Kaisers an den Reichskanzler:
„Zu Meinem diesjährigen Geburtstage sind Mir wiederum aus dem Deutschen Reich und dem Auklande Glückwunsch-Telegramme und Adressen in einer Fülle zugegangen, daß ich e» Mir versagen muß, sie im Einzelnen zu beantworten. Tiefe Kundgebungen treuer Anhänglichteit und bk herzliche Theilnahme, mit welcher dieser Tag in Stadt und Land durch festliche Veranstaltungen aller Art gefeiert worden ist, haben in Meinem Herzen einen freudigen Wiederhall gefunden und Mir eine innige Festes'reud« bereitet. Mögen Alle, welche hierzu durch ihr freundliches Gedenken beigetragen, Meines wärmsten Dankes versichert sein; denn den schönsten Lohn Meiner Lebensarbeit erblicke Ich in der Liebe und Dankbarkeit des deutschen Volkes, welche« diese Gefühle seinem ersten Kaiser, Wilhelm dem Großen, in so reichem Maße cntgegengebracht hat und sich gegenwärtig anschickt, seiner Verehrung für den Verewigten noch über das Grab hinaus durch eine nationale Feier der hundertjährigen Wiederkehr Seines Geburtstages würdigen Ausdruck zu geben. Ich ersuch« Sie, diesen Erlaß alsbalv
den Nachfolger ihres Mannes zu v-rmiethen. „Denk' Dir liebe Ruth, schrieb sie weiter, Doktor Wirk Heimer Hot eine seltsame Aeußerung gemacht, als er mir seinen Kondolenzbesuch abstatt.te. Er sprach davon, mir das Haus in Thalham abkaufen zu wollen. So sehr mich einestheils seine Treue für Dich, mein gutes Kind, rührte, so war ich doch ganz eischrock n. Welch' einer Versuchung wärst Du da ausgesetzt, denn daß Du ihn lieber hattest, als Du es gestehen wolltest, das wußte ich recht gut. Er ist ein interessanter Mann und den Damen sehr gefährlich."
Empört legte Ruth den Brief weg. Bei jedem Briefe ihrer Mutter fühlte fie sich mehr und mehr ihr entfremdet. Wie kleinlich war doch diese Frau! Sir empfand es früher nicht so wie jetzt. Was mußte sich ihr Gatte denken bei solchen unklugen Aeußerungen?
Sie wollte den Brief eben zerreißen, als Sond- heim sie fragte, von wem er fei. Sie erröthete lebhaft bei den Worten:
„Von der Mutter."
„Die arme Frau, wie sie mich dauert," sagte er, „laß mich lesen, was fie schreibt."
„Bitte, lieber Anton, lies ihn nicht. — Es schmerzt mich — daß ich mich der Frau so gänzlich entftemdet fühle."
„Ruth!" rief er, die Stirne runzelnd.
»Sei mir nicht böse," bat sie, „aber fie denkt und empfindet ganz anders wie ich."
„Gi?b her!" sagte er etwas ungeduldig.
Zögernd und mit glühenden Wangen gab fie ihm den zerknitterten Brief. Nie in ihrem Leben jurnfe sie der Mutter mehr wie zu dieser Sinn: e. Es verursachte ihr bitteren Schmerz, als sie den jähen Farbenwechsel auf der Stirn ihres Mannes sah.
that. Doch wozu all das? Schau mir in die Augen und dann sage, ob Du mir vertraust, ob Du glauben könntest, ich wüßte nicht, was ich Dir, was ich Deinem Namen schuldig bin."
»Aber ich bitte Dich, Kind, nimm die ganze Geschichte nicht so tragisch auf, sie ist es gar nicht werth. Schreibe nur Deiner Mutter, daß ich nichts einzuwenden hätte, menu Doktor Wirkh.imer nach Thalham käme."
Sie neigte das Haupt. Einestheils war fie ihm dankbar, daß er ein so großes Vertrauen in sie setzte anderntheils grollte sie ihm, daß er so wenig eifersüchtig war. Aber was ging es sie im Grunde auch an, ob Wirkheimer in Thalham oder im Indien weilte. Sie würde es zwar nicht vermeiden können, ihm bei ihren Spaziergängen zu be- gegnen, aber fie werde ja nie allein gehen, sondern immer mit ihrem Gatten; aber irgend einen Zweck mußte doch Wirkheimer haben. Seine Macht über fie war aber dahin. Die Worte ihres Gatten schrieb sie der Mutter nicht, fie berührte Wirkheimer überhaupt nicht, sondern schilderte ihrer Mutter nur das hohe Glück, das sie an der Seite ihres Gemahls gesunden.
Auch Frau Doktor Mcinroth erwähnte Wiik- jeimcr nicht wieder in ihren ferneren Briefen, die immer seltener kamen, denn sie war keine rechte Freundin vom Schreiben. Nur als nach einigen Normten die Kunde kam, daß sie Hoffnung habe, Großmama zu werden schrieb fie stitenlange Ermahnungen, daß sich Ruth schonen und ruhig verhalten solle. So sehr Ruth die Kinder liebte, staunte fie doch über die maßlose Freude ihres Mannes.
(Fortsetzung folgt.)
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Die „Post" wendet sich energisch gegen den geftem von uns an leitender Stelle gekennzeichneten Artikel der „Frankfurter Zeitung" über die Frage: „Was geht in Hamburg vor?" Die Post fragt: Wer ist denn in Hamburg gezwungen gewesen, seine Arbeitskraft um jeden Preis loszuschlagen? Wer hat in Hamburg den Lohn, der seiner Leistung und den geschäftlichen Konjunkturen entspricht, nicht empfangen? Wer ist in Hamburg das Opfer einer Laune des Arbeitgebers geworden? Angesichts der Entstellungen und Verdrehungen durch die „Frankfurter Zeitung" müssen wir, so sagt die .Post", mit ihr fragen: „Was geht in Hamburg vor?", daraus aber antworten: Nicht die Arbeitgeber, sondern die Arbeiter haben einen Streik vom Zaun gebrochen, und als die Arbeitgeber in dem Wunsche, die Lage ihrer Arbeiter zu verbessern, diesen entgegen tarnen und ihnen die Erfüllung eines The les ihrer Forderungen zusagten, haben die Arbeiter dieses Entgegenkommen kurzer Hand abgewiesen und den W e g der Gewalt beschritten, um zu erzwingen, was man in Anbetracht ihrer Leistungen und der geschäftlichen Konjunktur zu bewilligen nicht im Stande war. Darum dreht sich der Hamburger Ausstand.
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Florirm der Großmüllereien
gesunde Verkehrsverhältniffe für «user Getreide und unser Mühlengewerbe?
A Mit dieser Frage beschäftigte sich in der Sitzung be8 Herrenhauses vom 23. Januar unter lebhaftem Beifall der Rechten Herr v. Helldorff-Bedra im Anschluß an die bekannte Interpellation des Herrn grafen von Klinckowstroem, betreffend die Ausfuhr von sogenanntem Neptunmehl durch die Königsberger Mlzrnühle. Der Interpellant hatte bei der Begründung seiner Anfrage ein reiches Material beige» dracht und unwiderleglich klargestellt, daß die Groß- Wllereien ein Mehl exportiren, welches als gebeuteltes Mehl im Sinne des Mühlenregulativs nicht anerkannt werden kann, daß für dieses Mehl zollfteie ßtzsuhrscheine ertheilt worden sid und daß dadurch btt Landwirthschaft ein ganz unbedingter Schaden zugefügt ist.
Dieser Schaden ist ein so erheblicher, daß, wie im Laufe der Debatte Herr von Helldorff-Bedra mit Recht erklärte, es sich hier um die Frage handelt, »b denn der Mehl-Export für Deutschland von so erheblichem Interesse sei, daß andere wichtige Ver- hältniffe darunter leiden müßten. Die von Herrn grafen von Klinckowstroem mitgetheilten Thatsachen sind derart, daß sie faktisch die Mühlen für den Verbrauch fremden Getreides interesstren; denn die Müller machen bei der Vermahlung fremden Getreides ein sehr viel größeres Geschäft, als bei der Vermahlung inländischen Getreides. Nun kommt noch hinzu, daß bei dem Vertrieb des Mehles die geringeren Sorten int Lande bleiben und den Preis im Jnlande drücken, und das Ergebniß des Ganzen K das stetige Zurückgehen der kleinen Mühlen und damit die Zerstörung der natürlichen Absatzverhältnisse des Getreides.
Wir freuen uns jetzt — so äußerte Herr von Helldorf weiter — darüber, daß wir so schönes tveißes Brot in den großen Städten genießen und daß wir so große Fortschritte in der Herstellung weißen Brotes g macht haben; allein, wo kommt nun das geringe Weizenmehl hin? Das geht aufs Land snnd verdirbt dort das Roggenbrot und die kleinen »Müller. Wie war das früher besser auf dem Lande! |£er Landwirth ließ das Brotg-treide auf der Mühte vermahlen und buk selbst. Jetzt ist an Stelle des allen Verfahrens in vielen Fällen der Brothandel k- der Großbetrieb — getreten.
Betrachtet man nun die Rückwirkung dieser Ver-
Bei der gestrigen Frühstückstafel in der Bildergallerte des Königlichen Schlosses zu Berlin anläßlich der durch den kaiserlich russischen Obersten und Fliigeladjuta: ten des Zaren, Nepokoi schitz ki, stattgehabten feierlichen Uebergabc der vom Kai er von Rußland dem Kaiser Alexander-Garde Grenadier- Regiment Nr. 1 verliehenen vier neuen Fahnenbänder brachte der Kaiser folgenden Trinkspruch aus:
„Mein verehrter He« Oberst!
Ich bitte S e, der Dolmetsch Meiner Gefühle und der Vermittler des Dankes zu sein, den Ich Ihnen im Namen dcs Regiments Sr. Majestät und im Namen Meiner ganzen Ärmee für Se. Majestät ausspreche für den neuen Beweis ver Huld, den er feinem Regiment gespendet hat. Se. Majestät hätte kein beffereS Geschenk machen können. Denn was ist dem Soldaten lieber und was schätzt b<r Soldat böhcr al« seine Fahne? Er schwört zu ihr, er dient unter ihr, er sich für sie und er fällt für sie. An die Zeichen der Gnade früherer Chefs des Regiments, die aus lorbeer-
Anzeigen nimmt entgegen die Expeditiou dieses Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von H-iasenstein & Vogler in granffurt a. M , Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf YYYjl Mofse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. AAAU* Dmwe & Co. in Frankfurt a. M„ Berlin, Hannover, Pari».
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain. Jllustrirtcs Sonntagsblatt,
Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und LNZsU
Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe- Tvl flIMJlI I*"
dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. ö
Bestellgeld). Jnsertionsgebiihr für die gespaltene Zeile SüIMllÜeNd 6 ^blllQr 1897
oder deren Raum 10 Pfg.. Reklamen für die Zeile 25 Pfg. <^UIinuVUlU, U. yX-UlU LU ±0171.
Ruth hatte in ihrer Ehe das Glück gefunden, »äs sie begehrte. Sie konnte ihren Gatten hoch «chten, sie wußte sich von ihm geliebt und war Mer Treue sicher. Nur eins hatte ihr Glück gleich Mangs gestört, als sie in Madrid weilte der wsche und ganz unerwartete Tod ihres Vaters, «ie wollte sofort zurück nach Thalham, aber bie! «utter schrieb ihr, daß sie um keinen Preis mehr w dem Hause bleiben werde, daß ihr der ganze ^stzuwider sei, und daß sie Linderung ihres Schmerzes »l den Freundinnen in Schwanfelden zu finden hoffe, ?eßhalb fie noch vor der Beerdigung ihres Gatten reife. Ruth hatte keine Ruhe mehr, cs «sagte sie heim an das Grab des Vaters. Sie -We die kühle Fassung der Mutter nicht begreifen, Me i« ihren Briefen stets vermied, von ihrem ^lust zu sprechen, und die sich auch jetzt so leb» S rudere Menschen interessiren konnte. So sie unter Anderem, daß Doktor Wftkheimer ^ihrer größten Ueberraschmig noch ledig sei und A sich ihre Freundinnen über das unbeschreibliche
Ruths wunderten. Sie habe sich wieder in ehemaligen Wohnung eingerniethet. Frau ^llau sei ein täglicher Gast; diese sei eine Art ,x AHwtheit geworden wegen dem überraschenden Hessen ihrer Prophezeihung. Die Damen von ] ^llvanftlden bestürmten sie, ihnen die Karte zu Jürgen. Ihren gräflichen Herrn Schwiegersohn ließ T L was sie, die Doktorin, mit dem Hanse . «chalham beginnen solle. Sie glaube, cs wäre
Wie, es sofort wieder zu verkaufen, oder an