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Wochemuche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain ^ÄBr*** Jlluftrirtes Sonntagsblatt. tnt

__________ a rur den Ayeratenthell: Joh. Aug. Koch, beide in Marburg.

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One Mahnung an unsere Bauern.

* Alljährlich wandern, so schreibt man uns von geschätzter Seite, Tausende deutscher Bauern nach dem fluslande, vornehmlich nach Amerika. Sie Alle ver- lAn ihre deutsche Heimath in der Hoffnung,drüben" ihr Glück zu machen. Und nicht die ganz Armen ziehen fort, sondern gerade solche, welche hier ein Seines Vermögen erarbeitet oder ererbt haben. Sie vollen Land erwerben, und das giebt'sdraußen" billig. Hauptsächlich aus dem Weste» Deutschlands sondern viele wohlhabende Landleute aus, denn im Westen ist der Besitz zum Theil in festen Händen, unverkäuflich, auch ist das Land so hoch im Preise, daß sie nur wenig Land erwerben können, zu wenig, als daß die Familie darauf leben könnte. Der reiche Ertrag des hochkultivirten Bodens hat manchen Lauern zur Theilung unter die Söhne veranlaßt; durch weitere Theilung ist die Scholle allzuklein ge­worden. In anderen Gegenden Mittel-Deutschlands mibt die bittere Noth brave deutsche Landleute in die Fremde. Seit Jahrhunderten mühen sie sich in den Gebirgslandschaften mit undankbarem Boden ; Imgebens ab, um ein ehrliches Auskommen zu finden. Die geringe, oft nur 2 bis 3 Zoll starke Ackerkrume »ereitelt ergiebige Erträge. Dazu tritt die Ungunst der Klimas auf den Bergen: Nachtfröste irn Sommer, Erschwerung der Ernte im Herbste. Oft steht der Hafer im Oktober noch grün auf dem Felde.

So treibt es Tausende hinaus; einige finden k8 erhoffte Glück, viele verlieren ihr Erspartes und Ererbtes, und was sie daheim nicht werden wollten Arbeiter ohne eigene Scholle, sie werden es aus Noch in der Fremde. Und erst dann spüren sie es, Die bitter das Brod schmeckt in der Fremde. Freilich, Land giebt es reichlich zu kaufen,drüben." Aber das Land ist entweder ausgesogen oder es ist roh oder es ist unfruchtbar. In Amerika sind viele Tausende von Morgen im Besitz von Aktiengesell­schaften. Der jungfräuliche, humusreiche Boden liefert Anfangs riesige Ernten. Mit Dampfmaschinen »ird gepflügt, mit Maschinen geerntet und aufgebunden, auf dem Fetde sofort gedroschen, das Stroh wird derbrannt. Vieh wird so wenig wie möglich gc 'halten, Dünger nicht angcwendet, denn der Bod.n hat noch alte Kraft, aus ihm wird herausgepreßt, V2s er leisten kann. Steht die Ernte reif auf dem Halm, so wird ein Probedrusch gemacht. Lohnt der Ertrag nicht, so wird das ganze Feld au allen Seiten angestcckt und verbrannt. Einige Jahre geht diese Raubwirthschaft fort, dann ist der Acker verarmt

(Nachdruck verboten.)

Um Wappen und Krone.

Original-Roman von La Rosöe.

(Fortsetzung.)

Ich bitte Dich um Gottes willen, Mama, rede Alien solchen Unsinn," sagte Ruth und legte ihre houd auf den Mund der Mutter.

Laß nur, ich will Dir sagen, was der Förster N alles erzählte. Du wirst zwar spotten, weil Lu nicht daran glaubst, es ist aber doch so. Frau «onglau prophezeite eine Reise; die ist eingetroffen, «d die Hochzeit--

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- L» Diese Gedanken hat auch der Förster," fuhr die Morin eifrig fort.Höre, was er noch alles er- f Rite. Der Graf ist in d.r ersten Ehe nicht glück-

R gewesen. Er hat dem Drängen seines Vaters

ri mit ^gegeben und sich mit einer vornehmen Dame ver- ;eb«t' die er aber nicht liebte. Er mußte heirathen, Aist der letzte seines Stammes, mit ihm stirbt die Emilie aus, und das ganze Sondheim'sche Vermögen W auf eine fremde Familie über. Ein Jahr nach jtqi. ?iaer Vermählung wurde ihm auch ein Knabe ge­geben. 7ttn> der aber bald wieder starb. Seitdem lebte er 7 Tätlich von seiner Gemahlin getrennt, er war die

CI Effi Zett hier, während sie in Paris eine große

^ne spielte. Der Förster sagte, weil er so unglück- Amit der Frau war, habe der Graf eine gewisse vor einer Wiedervermählung gehabt, ttotzdem W er immer noch Heirathsgedanken, und deshalb CI auch jedes Jahr einige Zeit von hier fort.

«Ja," höhnte Ruth,ein Wittwer und ein Sind."

«Der Gras ist Wittwer."

Ruth wurde ernft,Mama, ich bitte Dich, mach Lir keine solchen Gedanken."

und dann ja dann ist es Zeit zum verkaufen an die deutschen Bauern, an die Fremden, die da ihr Glück machen wollen. Große Grundbesitzer, welche eine gute Wirthschaft haben, verkaufen kein Land, nur das ausgesogcue, welches nicht mehr lohnt, soll die Nahrungsquelle bilden für den fremden Bauer.

Oder sagten wir das Land ist roh. Dann ist es meist mit Wald bestanden, der Ansiedler muß erst roden. Weite Sumpf- oder Haideflächen, die Jahrzehnte härtester Arbeit und Tausende an Geld kosten, sind der Boden, auf denen der Bauer an­gesiedelt wird. Ani schlimmsten aber sind die Ländereien, die auf steinigem oder felsigem Unter­grund eine dünne Erdschicht zeigen. Der Pflug bringt Millionen von Steinen empor, das Samen­korn^ kann nicht Wurzel schlagen und rauhe Winde vernichten die spärliche Frucht harter Arbeit. Ge­wiß giebt es auch guten, dankbaren Boden. Wo jich solcher aber in bewohnten Gegenden befindet, ist er längst verkauft. Sonst liegt er weit ab von Städten und Menschen, in der Wildniß. In den überseeischen Ländern giebt es keine Katasterämter und Grundbücher, keine Grenzsteine' Da kommt cs denn oft vor, daß ein Besitzer meist sind es schwindelhafte Unternehmer, die viele Tausende von Morgen für ein Spottgeld vom Staate kauften und das Land dann in Parzellen verkaufen Land abgiebt, welches ihm gar nicht gehört. Das Angeld ist bezahlt, dann meldet sich der richtige Besitzer und weist den Ansiedler aus seinem Eigenthum hinaus oder verlangt nochmalige Bezahlung. Da giebt's dann keine deutschen Richter, da ist der Weg weit und das Geld knapp und der, welcher so hoffnungs freudig hinauszog ist zum Bettler geworden.

Da giebt's aber auch keine Märkte in der Nähe, keine Schubn, keine Kirchen; die Nachbarn wohnen viele Meilen weit entfernt, sie sprechen vielleicht eine fremde Sprache und sind roh und hart. Und dann kommt die Sehnsucht nach der Heimath, nach den Lieben daheim, nach deutschem Gruß und Sang, nach deutscher Treue und Redlichkeit. Da gesellt sich zum Heimweh die Noth und die Reue!Daheim in Deinem Vaterlande hast Du ein Recht zu leben, hier in der Fremde bist Du geduldet, Niemand hat Dich gerufen. Agenten haben Dich mit lockenden Versprechungen verführt und Dich in's Elend gebracht!"

So ist's manchen deutschen Bauern gegangen und hundertmal hat er geseufzt: Wär' ich daheim geblieben! Er wollte ja aber Land erwerben, eigenes Land, eigenen Herd! Giebt's das nicht im deutschen

Er hat aber bisher noch keine paffende Dame ge­funden, der er die Ruhe seines Lebens anvertrauen möchte. Du siehst also, mein Kind, daß die Prophe­zeiungen der Frau Bonglau sich leicht erfüllen könnten; denn wenn der Graf doch noch heirathen will, so wird sein Auge auf Dich fallen, Du bist jung und hübsch und gebildet, wie kaum eine Dame seines Standes es ist. O, gebe Gott feinen Segen, daß aus der Heirath etwas wird!"

Die Worte der Mutter gingen ihr nicht mehr aus dem Sinne. Wenn sie doch recht hätte! Wenn ein so unerhörtes Glück wirklich ihrer wartete! Dann dachte sie wieder an Wirkheimer, sie hatte ihn geliebt. Sie würde glücklich gewesen fein, wenn sie ihn hätte achten können, er selbst aber hatte ihre Liebe zu ihm gelobtet. Nie mehr wollte sie an ihn denken, sie hatte sich zu bitter an ihm getäuscht. Ihre Charaktere waren gänzlich verschieden. Ruth haßte nichts mehr, als sein unstäles Liebesgetändel. Das würdige ernste Wesen des Gräfin gefiel ihr. Der arme Mann, er war also mit seiner ersten Ge­mahlin nicht glücklich. Er hat so liebe, gute Augen, und dann ein Graf nein, ein solches Glück wäre zu groß.

Sondheirn war jetzt immer zerstreut beim Tarock. Er sah öfters auf den Doktor, seine Tochter ist ihm gar nicht ähnlich, dachte er, schön ist sie nicht, aber doch so begehren-Werth. Wenn er nur nicht so alt wäre ob sie ihn wohl gern haben könnte? Die Doktorin erzählte, daß der junge Arzt, welcher ihren Mann aus Schwanfelden be: trieben hat, sich um Ruth bewarb. Sollte den ihr Herz bereits gewählt haben?

Herr Graf, Herr Graf, was werfen Sie denn >a?" rief der Pfarrer,Sie mußten doch wiflen, daß ich keinen Trumpf mehr habe. Der Förster

Vaterlande? Nun freilich! Im Osten des deutschen Vaterlandes giebt es viele Tausende von Morgen zu verkaufen. Das Land ist seit hundert Jahren beackert und gedüngt, entwässert und gepflegt. Gute Straßen, Chausseen und Bahnen führen hindurch, die Grenzen sind geregelt und deutsche Zucht und Ordnung herrscht! Die Eigen- thümcr wollen abgeben, die Einen, weil sie zu viel Land haben, die Andern, weil sie zu alt sind, wieder Andere, die verschuldet sind und den großen Besitz nicht halten können; endlich wollen oder müssen die Erben eines Verstorbenen das Land in Geld nm- sctzen, weil sie das Land nicht theilen können; denn sie sind Offiziere, Beamte, Kaufleute und nicht Land- wirthe. Dorthin wandert, die Ihr Land kaufen wollt! Genug ist da, billig ist e s a u ch! Da überwacht eine Königliche Behörde den Verkauf, dort werden die Grenzen gleich abge­steckt und in's Grundbuch eingetragen, dort erhält der Ansiedler, to.nn'g Noth thut einen Vorschuß zum Bau, Holz, Steine und Ziegel. Dort sorgt die Behörde für Kirche und Schule, für Wege und Regelung der Gemeindeverhältnisse. Viele Tausende deutscher Bauern haben dort eine Heimath und durch Fleiß und Sparsamkeit eine sichere Existenz gesunden Das beweisen die vielen schmucken Dörfer, welche zum Theil noch aus der Zeit stammen, als Friedrich der Große deutsche Bauern als Kolonisten nach dem Osten rief. Tas Land ist stuchtbar, zum Theil reich; es trägt auf den Morgen (i/4 ha) 512 Centner Getreide, 80120 Centn er Kartoffeln, 100180 Centner Zuckerrüben. Das Vieh ist billig und dis Löhne sind niedrig. Zahlreiche Molkereien, Stärke- und Zuckerfabriken sorgen für den Absatz der E zeugnisse aus der Wirthschaft. Der Morgen kostet je nach der Güte des Landes 100 bis 300 Mark. Als Angeld sind in der Regel 50 bis 100 Mark zu zahlen. Durch Vermittelung der Königlichen Rentenbanken wird der größte Theil des R-.stkaufgcldes in eine Rente umgewandelt. Der Ansiedler wird also Schuldner des Staates, welcher dafür 4 Prozent Zinsen verlangt. Von dtescn 4 Prozent wird V2 Prozent auf Tilgung der Grundschnld gerechnet, sodaß der Bauer die e allmählich abträgt und nach Bei lauf von 50 Jahren das Bcfitzthnm schuldenfrei hat. Wer wohl­habender ist, kann aber auch mehr anzahlen. Nicht alle Besitzungen sind mit Gebäuden besetzt, auf manchen muß der Ansiedler selbst seinen Hof auf­bauen, wozu ihm Baumaterial billig geliefert wird. Der Aufbau eines Gehöftes kostet etwa 3000 Mk.

hätte sein Solo gründlich verloren, wo haben Sie denn heute Ihre Gedanken? Beim Spiele sicher­lich nicht."

Sondheirn erröthete, als der Förster ihn lachend ansah.Ich weiß, an was der Herr Graf denken, ja, ja, es entgeht keiner seinem Schicksal."

Drittes Kapitel.

Es war Sonntagsmorgen, Ruth stand vor dem Spiegel mit verdrossenem Gesichte. Sie hatte an­fangs geglaubt, in dem kleinen Bauerndorfe keiner modernen Toilette zu bedürfen und nun ärgerte sie sich über den altmodischen, vorjährigen Hut. Der Graf wird in der Kirche sein, dachte sie sich. Doch horch! Schellengeläute! richttg, er kommt im Schlitten gefahren. Sie eilte an's Fenster und stieß einen Ruf der Uebeirafiung aus. Im offenen Schlitten faß in einen Pelzmantel gehüllt Doktor Wirkheimer. Er fuhr bis zum Gasthaus, dort sah sie ihn ein, treten.Mein Gott!" seufzte sie, während ihr Herz heftig klopfte, was will er hier? Dann lief sie rasch entschlossen über die Straße in die Küche. Vordem Hochaltar war der reichgeschnitzte Betstuhl der Schloß- herrschast mit einer rothen Sammtdecke belegt. Ruth bezwang sich, ihre Gedanken zu sammeln, da kam der Gras aus der Sakristeithüle, sah zu ihr auf und nickte ihr grüßend zu.

Fräulein Meinroth! einsetzen! einsetzen!" flüsterte ihr der Lehrer zu.

Sie ermannte sich und fang; es ging ihr aber wie dem Grasen beim Kartenspiel, ihre Gedanken weilten anderswo.

Nach dem Gottesdienste erwartete sie Sondheim vor d«r Kirche.

Fräulein Ruth, darf ich Sie bitten, mit mir

---- - ' " - _____!3 Leute mit 68000 Mk. Vermögen können so scho» eine hübsche Wirthschaft erstehen. ]

SBer nach dem Osten, Posen oder Westpreußen wandern will, wende sich zunächst an den Herrn Landrath oder an Herrn Dr. Winterstein, Kassel, Amalienstraße 7, am zweckmäßigsten aber an die Landbank, Berlin, Behrenstraße 43/45 oder an die Königl. Ansiedelungskommission in Bromberg.

Die Landbank kann solchen Landwirthen ange­legentlich empfohlen werden, welche kleinere Güter und Bauernstellen kaufen wollen. Sie beansprucht nur den Nachweis eines Vermögens von mindestens einem Drittel des Kaufpreises. Die Beamten der Landbank sind verpflichtet, die neu angezogenen Ansiedler in jeder Weise zu unterstützen und ihnen beratheud zur Seite zu stehen. Es werden ihnen die nöthigen Gespanne zur nächsten Bahn­station gestellt, sie erhalten nur wirthschaftlich, ins­besondere mit Winterung bestellten Acker. Außerdem gewährt man ihnen bei Bauten freie Anfuhr des Bauholzes, billiges Holz- und Steinmaterial sowie Nothwohnungen in den vorhandenen Gutsgebäuden bis zur Fertigstellung der Häuser. Zweckmäßig ist es, wenn mehrere Familien aus einer Gegend sich zusammen zur Ansiedelung bereit erklären, nachdem sie vorher durch Vertrauensleute die zu besiedelnden Güter haben besichtigen lassen. Bei genügender Be- theiligung können sogar ganze Dörfer auf diese Weise ausschließlich mit Stammeggenoffen besetzt werden.

Umschau.

Der Sozialdemokratie hat cs wieder ein­mal bei der ersten Berathung der Novelle zu den Unfallversicherungsgesetzen im Reichstage gefallen, Komödie zu spielen. Daß unsere staatliche Versicherungsgesetzgebung von größtem Segen für die Arbeiter ist, daß sie materieller Noth und Elend, die vor ihr in Arbeiterfamilien bei Er- werb-unfähigkeit des Ernährers sehr häufig vor­kamen, in den meisten Fällen vorbeugt, ließe sich nicht bestreiten, und wenn die Sozialdemokratie die Thatsachen noch mehr auf den Kops stellen wollte, als es jetzt schon geschieht. Man braucht sich doch nur die Zahlen der Ende 1896 lausend gewesenen Renten anzusehen, um über den Werth der staatlichen Versicherung einen Uebcrblick zu gewinnen. In­validenrenten waren 161670, Altersrenten 203 955, also auf Grund des Jnvaliditäts- und Altersoer- sicherungsgesetzes rund 365 000 Renten lausend.

zu gehen, es ist heute ein so köstlicher Tag, und es spricht sich leichter im Freien."

Der Förster ließ das Paar an sich vorüber und verbarg unter einer tiefen Verbeugung fein trium- phirendes Lächeln.

Als Sondheim außerhalb des Dorfes war, bot er der erstaunten Ruth seinen Arm. Sie war schweigend neben ihm hergegangen, ein Gedanke hatte den andern verdrängt. Was wird er sie fragen? Sollte die Mutter Recht haben? Warum war Wirkheimer gekommen? Was soll sie antworten, wenn der Graf----"

«Sie sind heute so still, Fräulein Ruth, das bin ich an Ihnen gar nicht gewöhnt. Sind Sie mir böse, daß ich mir erlaubt habe. Sie zu bitten, mit mir zu kommen?"

O nein, Herr Graf!"

Darf ich sprechen?"

Sie nickte zustimmend mit dem Kopfe, den sie rasch senkte, als sie das Auge des Grafen so zärt­lich auf sich gerichtet sah.

Ahnen Sie nicht, was ich auf dem Herzen habe? Bitte, schauen Sie mich an. Wissen Sie, was ich von Ihnen verlange?"

Sie schwieg, sie schämte sich zu lügen und konnte hm doch nicht antworten. Sie achtete und ehrte ihn, te hatte vom Pfarrer, vom Förster und vom Lehrer inr Gutes von ihm gehört, er war von allen Meu­chen der Gegend geliebt. Er bot ihr einen glän­zenden Namen und Reichthum an; durste sie dar annehmen; Was konnte sie dafür geben?

Fräulein Ruth, ich kenne Sie zwar noch nicht lange, aber ich liebe Sie und bitte Sie, meine Fra« zu werden."

( Fortsetzung folgt.)