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Hände voll zu thun. Die kleinen Kranken der Kinder- t al ton nahmen Hildegard jede Minute in Anspruch, aber sie intledigte sich ihrer Obliegenheiten mit be- 'tändiger Ruhe, Geduld und Sanftmuth. Sie war
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Sozialismus dieser Herren führen kann. Sie fordern .Jeden im Volke, Männer und Frauen, die Hoch- Mellten und den schlichten Bürger, Reiche und wen ger Bemittelte, auf, durch eine, ihren Mitteln entsprechende, energische Gabe an die Streikenden
Sie hatte jetzt die Stationswache im Kindersaal
>es städtischen Krankenhauses in Berlin und alle
für einen baldigen Frieden im Volke zu wirken. .Wir wollen", so heißt es im Auftufe, „nur erwirken, daß die jetzt stattfindenden Verhandlungen, wir auf der einen, so auch auf der anderen Seite ohne den Druck drohender Roth geführt werben".
Wir müssen gestehen, dieser Aufruf s tzt uns schon durch die hier angeführte Stelle in Erstaunen genug; man höre aber, wie es ferner in diesem Aufrufe heißt:
«ine Reihe von Personen, darunter Pfarrer Rau- N-,n in Frankfurt a. M. und M. v. Egidy-Berlin,
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glückende Nähe. Aber ich muß auf meinem Posten bleiben, ich muß — meine Dienstpflicht hält mich fest. Ich darf nicht zu Dir kommen, um Dich als mein liebes Weib heimzuführen. Komm Du zu mir — wenn das wilde Afrika keine Schrecken für Dich hat. Ich biete Dir ein Leben voll unendlicher Liebe und Zärtlichkeit an meiner Seite, und ich will Dich so glücklich und zufrieden machen, wie Du es verdienst.
Komm zu mir, Hildegard, ich bitte, ich beschwöre Dich! Wir sind für einander geschaffen und gehören zusammen bis in alle Ewigkeit. Gott selbst hat nach schweren Prüfungen und Jrrthümern unsere Herzen von Neuem verbunden in Liebe und Treue. Laß uns fortan miteinander — füreinander — leben — oder wenn es sein soll, unser Blut dahingeben im gemeinsamen Sterben. Komm zu mir!
Es erwartet Dich mit unaussprechlicher Sehn- ücht Dein Wulf."
Hildegard hatte nach wie vor ihre Zeit in aufopfernder Thätigkeit und voller Hingabe am Bette der Kranken und Elenden verbracht. Hin und wieder hatte sie ein Schreiben hon Wulf empfangen mit Mittheilungen über die Vorgänge in Deutsch-Ostafrika und Berichten über die Kämpfe und Siege der Schutztruppe. Nachdem die erregten Wellen sich in den Kolonien wieder beruhigt hatten, wurden die Briefe pärlicher und Mieten zuletzt gänzlich aus. Offenbar waren verschiedene Schreiben verloren gegangen.
Bisher hat der Edelsinn der Menschheit diejenigen so viel wie möglich nach Christenpflicht unterstützt, welche unverschuldet in Noth gerathen, oder vom Unglück heimgesucht sind. Jetzt soll zum längeren Allshalienkönnen den Arbeitnehmern geholfen werden, damit sie „ohne den Druck der drohenden Noth" oerhandeln können. Auf die Arbeitgeber wird einfach gar keine Rücksicht mehr genommen, sie haben ja Geld, und den Streikenden geh?es jetzt aus, ihnen droht die Noth. Wir müssen hier der Wahrheit »egen die Herren Naumann und von Egydi daran «mnern, daß auch nicht ein einziger von den jcht streikenden Hamburger Hafenarbeitern sich vor Both stehend gesehen hätte, wenn er nicht völlig 'rciwillig selbst diese Noth sich geschaffen hätte.
All' diese Leute waren nach Mm Preise des Arbeits- Marktes und vielfach besser, als dieser es bedingt, von ihren Arbeitgebern bezahlt und hatten gute Arbeit. Da lassen sie sich von sozialdemokratischen Hetzern und Gewerkschaftsleuten ve: führen, ohne Kündigung bei ihren Arbeitgebern die Arbeit aufhören zu lassen und durch den Streik die Arbeitgeber zwingen zu wollen, ihnen auf einmal mehr Lohn zuzubilligen. Das ist eine einfache Machtprobe der Sozialdemokratie, welche die verleiteten Streikenden auch jetzt noch durch ihre Reichstagsabgeordneten leitet und gegen die Arbeitgeber anf- stachelt. Und für sie fordern die Herren Naumann und von Egydi Jeden aus dem Volke auf. Die Noth der Arbeitgeber bei dem Stillstand und der Einschränkung der Arbeit ihrer Betriebe wird einfach ignorirt, ihr Recht wird völlig über Bord geworfen, aber den kontraktbrüchigen Stteikenden soll „Jedermann" mit Geld unter die Arme greifen, damit sie den Streik fortsetzen können bis zur erzwungenen Löhner Höhung. Wo bleiben da Recht und Billigkeit? Wir erwarten, daß Jedermann aus dem Volke das in jeder Hinsicht Gefährliche der Unterstützung nur der einen Seite einsehn wird und zu solcher Unbilligkeit und Unterstützung der Sozialdemokratie kein Geld hat!
Wenn die Streik-nden jetzt aus Noth wieder zur Arbeit greifen müssen, soweit ihre Arbeitsgelegenheit nicht durch Ersatz für sie verloren ist, so nennen die Herren Naumann und Konsorten dies den „Sieg des Unterwerfungs-Princips." Wenn aber die Machtprobe und der Zwang der Sozialdemokratte gegen die ArbettgM gelingt, wenn sich also die Arbeitgeber lMu konttattbrüchigen Arbeitern durch höhere Lohnzahlung unterwerfey müssen, ist denn das elwa kein Sieg des Uuterwerfungs-Princips? So fordern dte Herren Naumann nicht zum Frieden, nein, fie fordern zuMK.rmöglichung der Fortsetzung des Kampfes zu Gunsten der Seite °uf' die ihn angefangen hat, die sich ohne jeden Anlaß selbst in Noth^ begeben hat, und auf deren Sette das Unrecht ist, das wahrscheinlich im sozialdemokratischen „Zukunftsstaate" als „Recht" gelten soll!
Die „Nordd. »llg. Ztg." weist heuie die Behauptungen der „ Vosstschen" und „ Fi eifinnigen Zeitung", daß die Reichspostverwaltung die Post- zeilungstarifreform absichtlich verzögert habe, mindestens als unbegründet zurück. Wenn bei den Reichstagsverhandlungen vom 20. und 21. Januar 1896 Staatssekretär v. Stephan betonte, daß fortwährend von Zeitungsverlegern, ja ganzen Gruppen von Zeitungen Wünsche und Vorschläge ein gehen ist's dann wirklich so ganz unfaßbar, daß eine gewissenhafte vom Werth der Presse überzeugte Verkehrsverwaltung von neuem den einen oder andern Vorschlag eingehend geprüft hat, selbst auf die Gefahr hin, in der Nähe des Ziels noch einmal umfassende Berechnungen anstellen zu müssen?
Die „Post" kommt auf den heute in unserem Leitartikel besprochenen Aufruf zu Gunsten der Hamburger Streikenden zu sprechen und sagt u. A.: Es ist eine arge Verschiebung des wahren Sachverhaltes, wenn jene Gruppe von Theoretikern und Phantasten, welche den Streikenden auch mit materiellen Mitteln beispringen will, in dem unter anderen von Naumann und v. Egidy unter» seichmten Aufrufe zu Geldsammlungen die grundsätzliche Bedeutung der Sache darin erblickt, daß zur Entscheidung stehe, ob Lohnstreitigketten bis zur Erschöpfung eines der beiden Theile durchgekämpft oder durch ein Schiedsgericht geschlichtet werden sollen. So steht die Frage überhaupt nicht. Das grundsätzliche Moment liegt vielmehr insbesondere darin, wie -Streittgleiten über Lohnverhältnisse, -Selche von dem einen Theile, hier von den Arbeiten, votzl vornherein in einer Weise eingeleite? wurden, welche nicht auf friedliche Verständigung über die streitigen Punkte, sondern auf gewaltsame Durchführung der eigenen Foideiungen im Wege eines Machtkampfes gerichtet wird, zu Ende zu führen sind, und wie ferner zu verfahren ist, wenn sich dritte Elemente, hier die Sozialdemokratie, zwischen die Arbeitgeber und Arbeitnehmer im eigenen Interesse einzudrängen versuchen. Einem befriedigenden Abschlüsse dieser Verhandlungen sind V e r d u n k e lu n g s - versuche, wie sie von den Herren Naumann und Genossen unternommen werden, natürlich nicht förderlich, wenn auch der materielle Sukkurs, welchen die Streikenden von dieser Seite zu erwarten haben, nicht eben sehr groß fein dürfte.
Die ersten Meldungen, welche der Telegraph gestern aus Pest über die Bergmanns-Unruhen in
n von lindern 1. bis onorar ', mit
(42 iraph. oben Ev Migraph M angk- -lt, kanl Canzlcj- indrathz- m Untep- andschch
(Nachdruck verboten.)
Zwischen Lipp' und Kelchesrand.
Roman von I. Berger.
(Fottsetzung.)
Am Abhänge eines mit dunklem Walde gekrönten «rges, zu dessen Füßen ein klarer Fluß brausend Äer Granitblöcke und Steintrümmer ergoß, lag «fllerifdj im Schatten von Palmen und Mango- Ärmen die deutsch - ostafrikanische Station Augusta «ewria.
eppe, r. 8.
!>en Kleinen allen herzlich gut und die Schwerkranken waren ihre besonderen Lieblinge.
Eben hatte sie die Runde im Kindersaal beendet, als leise die Thüre geöffnet wurde und eine Wärterin ihr den Brief von Wulf überbrachte.
Als fie seine Handschrift auf dem Couvert erkannte, flog ein flammendes Roth über ihr zartes Antlitz. Und fich rasch wendend und in eine Ecke flüchtend, las sie zwei-, dreimal hintereinander die Zeil-.n durch, mit stürmisch pochendem Herzen. Zuletzt drückte sie ihre Lippen auf das Papier, dann auf die Unterschrift.
So klar und deutlich wie seine Worte, stand auch der Brieffchreiber vor ihrem Geiste mit seinem ehrlichen geläuterten Herzen und in seiner ganzen be- techeuden Männerschönheit. Was Besseres ersehnte sie denn auf Erden, als sein Eigen zu werden für alle Zeit? Warum sollte sie denn zaudern, ihr Glück in Empfang zu nehmen, das nur an seinem Herzen für sie erblühen konnte.
Ja, zu ihm, zu ihm nach Aftika, da zog es fie hin. Ein neues Wünschen, ein neues Verlangen be- celte sie, das nach den alten Zielen nicht mehr fragte. Ohne noch zu überlegen, folgte fie der Stimme ihres Herzens und faßte ihren Entschluß.
Nun litt es Hildegard nicht mehr lange in Berlin. Sie sagte herzlich Lebewohl, nahm zärtlichen Abschied von ihren kleinen Kranken und kehrte in die Heimath zurück, um ihre Vorbereitungen für die weite Reise zu taffen.
Der Senator Lindner machte keine Einwendungen gegen eine Verbindung seiner Tochter mit Wulf, den er von Klein auf gern gehabt. „Er wird Dir,ein guter sorgsamer Gatte sein", meinte er, „das geht chon aus dem Briefe hervor, den er Dir geschi jeden."
(Schluß folgt.)^Z
Bn den letzigen Verhandlungen handelt es sich darum, «b die Arbeiter, bevor über die Einzelheiten der ausgestellten Forderungen auch nur in Berathung getreten wird, die . «rdeit wieder aufnehmen sollen. In dieser Lage mach: sich die Bctorgmß geltend, daß die Verhandlung üb« die Frage -b verhandelt werden soll, sich so lange hinziehe, bis der Rrbeiterschaft di« Mittel zur Fortsetzung des Kampfes aus- ge^n und sie dann nicht nur zur Wt deraufnahme der «rbnt, sondern zu einer bedingungslosen Unterwerfung gelungen ist. Ein btraiHflei @ieg beä llntei = b" *'" " - V rinzips würbe eine bedauerliche V,r-
I Wrsung für alle in Zukunft auftauchenden Sttei igke teu ! Mts! en Arbeitgebern und Arbeitnehmern bedeuten. Der ' Semei t ist gekommen, wo die weiten Kreise unseres Volkes die am etg ntlichen Kampf nicht l-etheiUgt sind, um ter Idee Willen, die hier zum Au-trag gebrecht weiden soll, ein- grerfeu müssen.
Kein anderer als Lieutenant von Scholle:mark » 1 5mn dieser kleinen Festung ernannt worden
R er bekleidete den verantwortlichen und zugleich " ^gesehenen Posten mit Geschick und Energie. Er sich glücklich in seinem neuen Heim. Hier im Gebirge war die Luft ftisch, gesund und *«rfrei; m durchsichtiger Klarheit spannte sich der » - Übliche Himmel über die wunderbare, mit ( ^tuischönheiten reich ausgestattete Landschaft ans.
...Der junge Offizier besaß alles, was er sich in J11« nur wünschen konnte. Ein behagliches Wohn- ■j.®8' einen Garten mit schattigen Bäumen und zahlen in tropischer Farbenpracht prangenden Blumen, "^rganifirte, geschulte Umgebene, die ihn hoch-
Anzeigeu nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie di« 8ümonc«n»S9xr«6Xi von Haasenstein u. Vogler in Fr«nkf»rt e. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXII. Aaüra M-ff» in Frankfurt «. M., Berlin, München u. Köln, 6. 8.
D«b« u. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari,.
Sie bestand ans einem massiven Wohnhause, ton dessen Dache die schwarz-weiß-rothe Fahne flat- Me, dem großen steinernen Magazin und eine An- Uhl mit Wellblech gedeckter Häuser für Mannschaften, »ammtliche Gebäude waren von einer starken, mit Schießscharten versehenen Umwallung umgeben, hinter sicher sich mehrere Geschütze und ein paar Schuppen ®it Gewehren und Munition befanden.
ßgrlik v 9an5 Useguha und noch weiter hinaus galt * Station Augusta Victoria für sturmfest und un-
ansspricht. Es heißt in der Eingabe: „Indem wir uns der Petition des Hallenser akademischen Senats vom 16. Januar d. I. betreffend die Aenderung des Besoldungswesens der Universitätsprofessoren in allen wesentlichen Punkten anschließen, heben wir insbesondere hervor, daß wir in dem Etatsentwurf von 1897,98 namentlich drei vorgesehene Punkte, nämlich 1. die Bestimmung der Höhe der Gehälter nach dem Ermessen der königlichen Staatsregierung; 2. d e Uefcert agbarkeit der Professorenbesoldungen von einer Universität auf die andere; 3. die beliebige Verwendung der geplanten Honorarabzüge — die doch nur der betreffenden Universität selbst sachlich oder persönlich zugute kommen sollten — als verhängnisvolle Gefahren für das Gedeihen und die freie Entwickelung der preußischen Hochschulen ansehen.
Die „Köln. Ztg." hat unlängst unter der Ueber- schrist: „Der Geheimpolizist und Hochstapler Nor- manu-Schumann" einen Artikel veröffentlicht, in welchem der Schriftsteller Hermann Friedrichs u. A. ausführlich barl-gte, wie dieser Mann nut seinen Beziehungen zu dem Grafen Walderse geflunkert habe. Das rheinische Blatt bemerkte in der Einleitung, daß der Mann mit besonderer Beharrlichkeit den Namen des Grafen Waldersee zu seinen bettügerischen Zwecken mißbraucht habe. Gegenüber den Flunkereien des Normann-Schumann übersendet der „Köln. Zeitung" nunmehr Graf W a l d e r f e e folgende Erklärung:
Altona, den 20. 1. 97. An hie Redaktion der „Kölnischen Zeirung" in Köln. Die verehrtiche Redaktion würde mich zu Dank verpflichten durch Aufnahme des Nächst henben:
m 2 der „Kölnischen Zeitung" em hält einen Bericht „Meine Erlebnisse mit Normann-Schnmann in Zürich, von Hermann Friedrichs", in welchem mehrfach von mir die Rede ist; ich erkläre hiermit, daß sämmtliche Angaben, soweit sie auf meine Person bezogen sind, auf Unwahrheit beruhen.
Graf Waldersee, Generaloberst der Kavallerie p. p.
Es ist eine bekannte Erfahrung, daß Existenzen wie Normann-Schumann es lieben, sich dadurch mit einem besonderen Nimbus zu umgeben, daß sie intime Beziehungen zu hervorragenden Persönlichkeiten erdichten, die nur in der Einbildungskraft des Renommisten bestehen. Graf Waldersee hat durch seine Erklärung einen neuen werthvollen Beitrag zur Kennzeichnung von Leuten geliefert, die mit Vorliebe nicht vorhandene Beziehungen ober im Monde liegende Rittergüter im Munde führen.
M 1889. veröffentlicht jetzt einen Aufruf zu Gunsten der -Seer, streikenden Hafen-Arbeiter in Hamburg, der so recht en Gast- iM.Wel$’ grundfalschen und politisch höchst be- iiige ick ptnklich u Schritten der unbedachtsam vorgehende sich bit
Umschau.
Auch der Rektor und Senat der Universität Greifswald habcn eine Petition an das Abgeordnetenhaus gerichtet, die sich gegen die von der Regierungsvorlage geplante Aenderung des Be- soldungswesens der Universitätsprofessoren achtetcn. Seine neue Thätigkeit bot ihm so viel Zerstreuung, daß er die Außenwelt darüber verpaß. Nur wenn er in linden mondhell n Sommernächten einsam in der Veranda seines Hauses saß, wenn durch die stolzen Sykomoren ein sanftes melodisches Rauschen zog, dann beschlich es ihn wie heiße unbezwingliche Sehnsucht, wie eine öde Leere und es lockte :hn zurück zu der verlassenen Welt. — Und zwischen dem blühenden Myrthengebüsch sah er im wachen Traum eine liebliche, Helle Mädchengestalt mit goldigem Haar und blauen tiefen Augen. Dann
5 bi- Arme um ihren Nacken und küßte ihren rosigen Mund.
Wenn Wulf so Mumie, wallte es heiß und leidenschaftlich in ihm auf. Er breitete verlangend toe Arme aus nach der Lichtgestalt, die er im Geiste vor sich sah und murmelte sehnsüchtig ihren geliebten Namen: „Hildegard!"
Selten hatte er nur ein paar Zeilen von Hildegard erhalten, aber er glaubte an fie und vertraute ihr. Warum sollte er ihr noch länger entsagen, es stand ihm ja frei zu heirathen und den Segen eines glücklichen Familienlebens zu genießen. Niemand wehtte es ihm.
. 3n der Hoffnung, daß eine günstige Entscheidung erfolgen würde, schrieb er an Hildegard einen Brief, 'n dem er um ihre Hand bat. Daß auch ihr Vater zu dieser Verbindung seine Einwilligung geben würde, dessen war er sicher, denn der Senator war ihm herzlich zugethan.
Sein Brief war kurz, aber klar und deutlich und aus jedem Satze leuchtete Liebe und heiße Sehnsucht hervor. Er schrieb;
»Hilde, geliebte theure Hilde! Ich liebe Dich unaussprechlich, mehr wie alles in der Welt. Ich trage es nicht länger, das Leben ohne Deine be-
«rscheint tätlich «nßrr en Werttegm noch Sonn- nnd
SÄ: firsflSs?» S & ä Marburg,
K'ÄÜX K SÄÄ Sonnabend, 23. Januar 1897
öcheattiche Beilage«: KreiSblatt für die Kreise SDUt>uta mt> Kirchhain.
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