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Vt'.tntwortlichfürb«noUgttntinnt^Thril: Rrdskteur M. Hartmann, für den JnseratentheÜ: Joh.^Aug. Koch, beide m Marburg

xitb S» b. Ang. Koch, UrltvcrBLtS'Brchdruckr-ei in Marburg ÜUbtition xnb Erpeditiou: Markt 21.

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sowie die nächste Umgebung Ihrer Kaiserlichen Majestäten statt Gegen 5 Uhr Nachmittags betraten Ihre Majestäten den im hellsten Kerzenglanze strahlen­den Saal, in dem nicht allein die beiden großen Tannenbäume — einer für die Majestäten, der andere für den Hof — und die sieben kleineren Weihnachtsbäume für die sechs Prinzen unseres Königs- jauseS und die Prinzessin, sondern auch sämmtliche herrlichen venetianischen Glaskronleuchter eine zahl­lose Menge von brennenden Wachslichtern trugen, die in dem geräumigen Muschelsaale TageShclle ver­breiteten. Während für die Majestäten der Tannen­baum vom Eingänge des Foyers aus links an der kurzen Wand aufgerichtet war und für dieselben zu beiden Seiten desselben weißgedeckte Tafeln die Ge­schenke für die Majestäten zeigten, war die lange Tafel für die 6 Prinzen und die Prinzessin an der Gartenseite des Muschelsaales gedeckt und mit den reichen Geschenken für dieselben versehen. Tie sieben kleineren Weihnachtsbäume für die König!. Kinder stuften sich nach dem Alter derselben in der Größe ab und die Freude der Prinzen und der Prinzessin beim Anblick der Geschenke, die das Christkind ihnen bescheert hatte, war groß. Für die Mitglieder des Hofes befanden sich neben dem großen Baum für dieselben an der rechten kurzen Wand ebenfalls zwei Bescheerungstische, sowie zwei längere Tafeln rechts und links des Einganges zum Muschelsaale, für jeden an der Bescheerung Theilnchmendcn einen reich be­dachten „bunten Teller" aufweisend, neben dem die Geschenke der Majestäten placirt waren. In froher Stimmung bewegten sich die Majestäten im Kreise der freudig überraschten Königl. Kinder und der Damen und Herren ihrer nächsten Umgebung, sicht­lich erfreut darüber, diesen eine wahre, herzliche Weih­nachtsfreude bereitet zu haben. Die Bescheerung für die zahlreiche Dienerschaft hatte in den hierzu be­stimmten Parterre-Räumen des Neuen Palais statt­gefunden und auch hier wurde allen durch die Gaben unseres Kaiserpaares große Freude bereitet.

— * (Kaiserbesuch in Köln.) Dem Ver- mehmcn nach hat der Kaiser sein Erscheinen zur Enthüllung des Kaiser Wilhelm-Denkmals in Köln zugesagt.

* (B e t m Kaiser.) Die von der Besatzung des „Iltis" geretteten Mannschaften werden am 8. Februar vom Kaiser empfangen werden.

* (Goldene Hochzeit.) Ter Reichskanzler Für st Hohenlohe und Gemahlin begehen am 16. Februar nächsten Jahres die Feier der goldenen Hochzeit.

Jugend einzuflößen suchen, sie wird fortleben späteren Geschlechtern.

* (Die WHhnachts-Bescheerung Fürsten Bismarck) in Friedrichsruh

durch Spa-ier, durch Mitglieder einer internationalen: Verbrech'.rkolonie, die sich in Tanger angesiedclt hat und die zum größten Theil aus entwichenen Sträf­lingen der spanischen Präsidios an der dortigen Küste besteht. Möglich, daß solche Verbrecher auch den Häßner umgebracht, lediglich des zu machenden Raubes wegen, sodaß also hier die eingeborene Be­völkerung Marokko's an dem M»rde uubetheiligt er» cheint. Andererseits giebt eS aber in Marokko auch ehr viele Neider der Fortschritte des dortigen zeitlichen Handels. In Häßner ist jetzt wieder eiet Stütz: dieses deutschen Handels beseitigt. Wenn man dies in Erwägung zieht und bedenkt, daß es alle drei bedeutende deutsche Häuser waren, denen durch Neumanx's, Rockstroh's und Häßner's Er­mordung unersetzliche Verluste zugefügt worden; wenn man weiß, in welch' großartiger Weise sich deutscher Handel und deutsche Industrie in Marokko Eingang geschafft haben, wie sie, gestützt auf intelligente Geschäftsleute, immer mehr festen Fuß fassen, aber eben auch fremdländische Konkurrenzen mit einem gewissen Neid auf die Errungenschaften deutscher Energie blicken, so kann es Einem, wie auch ein in Tanger 1893 94 bei Häßner und Joachimssohn angestellt gewesener Kaufmann Paul Lotter es jetzt offen ausspricht, wohl fraglich erscheinen, ob nicht mit jenen Morden dem deutschen Handel Schläge versetzt werden sollten. Das spanische Ge­sindel ist zur Ausführung von Verbrechen ja mir zu leicht dort zu dingen!

Wir hegen sowohl zu dem neuen deutschen Ge­sandten wie zu unserem Reichskanzler das volle Ver­trauen, daß die Untersuchung mit größter Energie geführt werden wird, und daß es eventuell an nörhigem demonstrativem deutschen Nachdruck zur Er­langung der Sühne nicht fehlen dürfte. Aber De­monstrationen mit Kriegsschiffen dürften hier ganz sicher weniger helfen, als eine neue Organisation der Sicherheitsorgane in Marokko. Die in Marokko be­glaubigten Gesandren der fremden Mächte planen eine radikale Reform des marokkanischen Polizei­wesens durch eventuelle Schaffung einer internationalen Schutzmannschaft. Eher wtrd's dort auch nicht besser.

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diesem Jähre in engerem Kreise als sonst verlaufen. Es waren anwesend Graf und Gräfin Herdebt Bismarck und das Gräflich Rantzau'sche Ehepaar mit seinen Söhnen. Nach der Bescheerung für die Dienerschaft schritten die Herrschaften zur gegenseitigen Bescheerung. Man sang Weihnachtslieder; dann ging es zur Tafel. Der Fürst verweilte bis Mitternactt im Kreise seiner Familie und schlief die Nacht hindurch ausgezeichnet. Sein Befinden ist recht befriedigend, o wohl er der naßkalten Witterung wegen in der letzten Zeit wenig das Haus verlassen hat. Er will jedoch demnächst bei gutem Wetter eine Schlittenpartie unternehmen. — In Varzin ist während der Feiertage die dem Fürsten gehörige große Schneidemühle niedergebrannt.

* (Ausstellungs-Nachwehen.) Die Genehmigung zur Veranstaltung einer Geldlotterie.

Deutsches Reich.

Berlin, 27. Dezember. (Tagesbericht.) Am 24. d. M. Nachmittags 4 Uhr - fand bei Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin im Neuen Palais das übliche Weihnachtsdiner und so­dann die B e s ch e e r u n g für die Königliche Familie,

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(Wohnung im „Hotel Continental" in Tanger ge- f rufen und erschien Abends am Orte der grausigen (Thai. Die Firma Häßner und JoachimSsohn in s Tanger hat auf die Entdeckung des Mörders für die marokkanischen Behörden 25 000 Franks, für den unmittelbaren Entdecker des Thäters 5000 Franks ausgesetzt.

Die Unsicherheit in Tanger, wie in Marokko überhaupt ist in neuester Zeit vielfach verursacht

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L Dienstag, 29. Dezember 1896.

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| h. Ein dritter Deutschenmord in Marokko.

iß in diesen Tagen aus Tanger gemeld t worden. Man erinnert sich noch der Ermordung des deutschen Kaufmanns Neumann und der späteren Ermordung deS deutschen Kaufmanns Rockstroh. All' diese Blut- rhaten gegen Vertreter des deutschen Haedels und deutscher Industrie in Marokko sind innerhalb der drei letzten Jahre geschehen. Der jetzt Ermordete ist Eduard Häßner, Mitinhaber der in der deutschen Handelswelt wohlbekannten Firma Häßner und Joachimssohn in Tanger. Gerade er hat sich durch die Einführung deutscher Erzeugnisse i» Marokko nicht allein einen Namen erworben, sondern sich auch für die deutsche Industrie in der mannichfachsten Weise dort verdient gemacht. Der Vorgang seiner Er­mordung trug sich in Tanger am 16. Dezember zu. Es wird jetzt dazu des Näheren berichtet:

Häßner, welcher der Sicherheit des Geschäftshauses »rgen in demselben zu wohnen pflegte, nahm regelmäßig die Mahlzeiten in dem Hanse seines verheiratbeien Bruders Otto auf dem Marchan »in. Am 16 d. M, Abends gegen 10 Uhr verließ er da, Hans seines Bruders. Am 17. Dezember gegen 7 Uhr meldete ein Bootsmann im Hans, Otto H, Eduard H. liege tobt auf dem Wege; man fand ihn rieben dem Hause des jüdischen Kaufmanns Benoliel durch Dolchstiche ermordet liegen. Rock und Weste waren mfgeschlitzt. Es fehlten goldene Uhr und Kette. Man hatte dem Ermoideten einen Schlüsse!, den er im Paletot bei sich trug, abgenommen, jedenfalls in der Absicht, in Geschäft und Kassenraum einjudringrn. Die dazu gehörigen Schlüssel führt« Häßner jedoch in einer Tasche tei sich, die den Mördern entgangen war. Man fand lei dem Er mordeten a- ßerdem noch ein „Glücksschwein" und ein vier­blättriges Kleeblatt.

Die Untersuchung dieser Affaire ist nach dem Bekanntwerden von Deutschlands neuem Gesandte» in Marokko, Frhrn. Schenck zu Schweinsberg, dem Nachfolger des nach Bern versetzten Grafen von Tattenbach, sofort energisch in die Wege geleitet worden. Der Gesandte war »ach einer anstrengenden Reise erst Tags vorher in Tanger eingetroffen. Schon nach der ersten Nacht wurde er aus seiner

* (Abschlägiger Bescheid.) Der Herr Minister des Innern hat die vom Kardinal Erz­bischof K r e m e n tz eingereichte Eingabe, betr. die Einrichtung konfessionell getrennter Felder auf dem neuen Begräbnißplatz Köln - Deutz dahin beantwortet, daß er nicht in der Lage ei, dem Wunsche Folge zu geben.

-* (Geheimrath Dubois-Reymond), geboren am 7. November 1818, ist Sonnabend früh t/ü 7 Uhr nach längerem Krankenlager seinen Leiden erlegen. Die Leiche wurde noch Abends nach dem Französischen Friedhof gebracht. Die Beerdigung findet am Dienstag Nachmittag nm 2Va Uhr vom Physiologischen Institut in der Dorotheenstraße aus statt. Emil Dubois war eine Zierde der Berliner Hochschule, eine Leuchte deutscher Wissenschaft, ein Stolz der Stadt Berlin, deren echtes Kind zu sein er sich ost und gern rühmte. Er hat ein Alter von etwas über 78 Jahren erreicht. Der große Natur­forscher, der scharfsinnige Physiologe, dessen zähem, bohrendem Verstände es gelungen war, Licht in die aller Erkläru»g spottenden Erscheinungen auf dem Gebiete der Lehre von den Nervenfunktionen zu bringen, ist von dem großen Menschen Dubois nicht zu trennen. Die Erinnerung an das Dasein dieses großen Forschers wird so bald nicht verwehen, die Dankbarkeit seiner zahlreichen Hörer und Schüler, die im Geiste des Meisters auf sehr vielen deutschen Hochschulen weiter wirken und forschen und Dubois Ideen in die empfänglichen Seelen der studirenden

(Nachdruck verboten.)

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l Zwischen Lipp' und Kelchesrand.

Roman von I. Berger.

(Fortsetzung.)

Nachdem Wulf an seine Mutter geschrieben hatte mußte Noske sämmtliche größere und kleinere Credit- schulden bezahlen und die Auslagen der Wirthin für Wäsche und Heizung begleichen. Nun war er alle ; Widerwärtigkeiten los und fühlte sich sofort wieder i durch eine unheilvolle Gewalt, der er nicht wider- | stehen konnte, in die für kurze Z-it unterdrückten I Gewohnheiten zurück gebannt. Wulf war ein liebens­würdiger und begabter Mensch, aber es fehlte ihm das Wichtigste: Festigkeit des Charakters und an­haltende Energie.

Er machte sorgfältig Toilette, wichste den Schnurr­bart zurecht und eilte in heüerster Stimmung in den frischen Wintertag hinaus. Die Welt erschien ihm nicht mehr grau, sondern ein Rosengarten. Langsam | schlenderte er die Linden auf und ab, begrüßte mehrere Kameraden und ging zu Uhl hinauf, um zu soupireu. Nach dem langen Entbehren wollte er sich wieder etwas leisten. Er nahm einen Platz am Fenster, brannte sich eine Havanna an und studirte die Weinkarte. Da klopfte ihm Jemand auf die Schulter. Es war Baron von Emmerstein, der inzwischen eingetreten war.

„Trifft man Dich endlich mal wieder/ lachst er. „Hast ja vier Wochen in Deiner Klause gesessen, | wie ein richtiger Einsiedler."

„Hatte auch Giund dazu," erwiderte Wulf un) strich die Asche von seiner Cigarre.

„Zweifle durchaus nicht daran," erwiderte Lothar. „Aber Mensch, siehst Du nicht ein, daß dieses ewige Studsten Dich geistig und körperlich ruinirt ? Sei

gescheit, mein Junge, genieße Dein Oben, wie wir andern auch. Nur keine Arbeitsmaschine werden, fein pedantischer Streber. Das hat noch niemals zum Zweck geführt. Das einzig Wahre sei: Glück haben in der Welt, und es kräftig beim Schopf fassen, wenn es da ist. Mühselig danach ringen ist Tborheit. Das ist meine Lebensphilosophie und

„Wissen die Herren schon, was neueste Parole ist?" fragte Graf Rühl mit lustig blitzenden Augen. „Schlittschuhlaufen! Damen sind mehr begeistert davon, wie von Bällen. Wollen nächstens Eisfest veranstalten bei elektrischem Licht. Wird famos werden. Ich übernehme Arrangements und Ein­ladungen. Wie wäre es, wenn Kameraden mitlheilen?"

ich stehe mich gut dabei!"

„Du magst vielleicht Recht haben, mein lieber Lothar! Aber mit mir ist es anders, wie mit Dir Ich muß arbeiten, um weiter zu kommen, während Du schon in der Wiege Glück hattest. Was weißt Du vou Sorgen, die das Herz bedrücken, von Geld­mangel — und Schulden. Das alles fennft Du nicht — aber ich! Und das hat mich auch so einsiedlerisch gemacht die ganze Zeit. Doch jetzt ist Alles überwunden und liegt hinter mir. Darum will ich heute wieder recht fidel mit Dir sein. Was wollen wir trinken?"

„Ich denke, zuerst Chateau Lafitte, das ist eine gute Marke. Danach nehmen wir Poamery Greno. Das macht lustig, ich habe es oft probirt!" <■»

»Ganz wie Du willst. Und waS .speisen wir? Warm ober kalt?"

»Mit Rebhühnern ist jetzt nicht mehr loS," sagte Lothar. „Doch Hase und Reh ist ganz vorzüglich. Wenn Dir's recht ist, nehmen wir Hase. Vorher Hummer-Majonnaise, nachher Eis und Käsestangen. Habe Rout ne im Zusammenstellen guter Menüs. Neulich hat's Sorgfeld gethan, war schauderhaft! Liegt mir jetzt noch im Magen!"

Der Kellner brachte die bestellstn Speisen, setzte Wein und Gläser auf den Tisch und bediente.

Während die beiden Offiziere aßen, kamen @ra< Rühl und Premierlieutnant von Sorgfeld in das Lokal und nahmen an ihrem Tische Platz.

Er verbeugte sich vor Beiden.

Lothar sagte sofort zu, während Wulf höflich ablehnte.

„Na, Schlittschuhlaufen und auf dem Eise tanzen paßt mir auch nicht," schnarrte Sorgfeld, und rümpfte die Nase. „Ist kolossal banales Vergnügen! Wenn Sie aber Circus veranstalten wollen, bin gleich dabei! Ich reite die hohe Schule, die beiden Comtessen Klenau deßgleichen, Baron Brockmann ist der geborene Clown, und Sie Rühl übernehmen den August. Geschichte würde riesig amüsant werden. Habe mir neuen Goldfuchs zugelegt, Halbblut rntt hohem Widerrist und prachtvollem Behang. Ein göttliches Roß, stürmt ein wenig, weil voll Gluth und Feuer, Stnb dennoch lenksam. Habe Wallach, den ich bisher ritt, verkauft, hatte Neigung zum Ramskopf, biß au die Stange und schlug auf die Eisen. Vorgestern Phänomenalen Falben aufgespürt, vorzügliches Pferd mit breitem Rücken, ohne jedes Abzeichen. Wenn Circus zu Stande kommt, kann Panneau aufgelegt »erden. Habe bereits mit dem Besitzer verhandelt und 2000 Mark geboten. Kein zu hoher Preis dafür; Goldfuchs hat das Doppelte gekostet.

»Um Himmels willen, hören Sie endlich auf, Kamerad," rief Lothar von Emmersteiu »nd hielt sich die Ohren zu.

(Fortsetzung folgt.)

(Nachdruck verboten.)

Sylvesternacht.

Von 8. Schiitzler-Perafini.

Sylvester! Langsam flattern die weißen Schnee­sterne durch die Luft und bedecken bfe Dächer der Residenz mit ihrem Silbermantel. Allmählich sinkt auch die Nacht herab. Wie ein geheimnißvollcs Raunen und Flüstern zieht es durch das feine Schnee- gewoge, um den hohen Thurm der alten Kreuzkirche; die Geister des scheidenden Jahres erzählen sich, was alles sich begab.

Immer dichter wird das Schneegewftbel nun. Laternenanzünder huschen mit ihren funkelnden Lichtern durch die Sttaßen, es flammt empor, glitzert und gleist in den tanzenden Schneesternen.

Von den Fenstern flammen Lichter hernieder; man findet sich bald zu fröhlicher Runde zusammen. Das alle Jahr mit seinen Mühen und Sorgen wird unter Becherklang begraben, denn man hofft auf die neue Zeit.

Wem zöge an diesem letzten Tage nicht die Hoffnung durch die Seele; wie manchem Menschen- ttnde soll das neue Jahr nicht auch ein neues Leben bringen?

Im Hanse der verwittweten Kanzleiräthin Buch- wald war es still und ruhig an diesem Abend, aber cs war nicht die Ruhe, welche einem glücklichen Augenblicke vorauszugehen pflegt.

Es ist ein nicht prunkvoll, aber ttanlich ein­gerichtetes Heim. Mit ihrer Tochter Emilie bewohnt die Räthin die zweite Etage eines im Osten der Stadt gelegenen Hauses.

Die Räume sind angenehm erwärmt und eS herrscht eine sanfte Dämmerung in dem Gemache, wo Fra» Buchwald, in einem bequemen Sessel ge-