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Wöchentliche Beilage«: Kreisblntt für >te Kreise Marlmrg **> Kirchhain.

®re< «Mb Strltg; 3»h. Steg «och, Univ«rsttätr-Vxchdnrckrr«i ix Marburg. VeraxtworÜichfürb«i allgemeinen Thrll: Redakteur Friedrich Eolbatzk

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Erscheint täglich autzer au Werktag« »ach Sonn» und Feiertag«. Quartal MonnementS-PreiS bei der Sxp«- dition L ML, bei all« Postämtern L Mk. 35 Pfg. (rxkl. Bestellgeld) JnfertionSgebühr fär bi« gespaltene Zeile »der der« Rax« IS Pfg., Reklanun für di» Zeil« S5Pfg.

Marburg,

Donnerstag, 26. November 1896.

nimmt tntmix di« Erpiditioo di«f«S Blattes, sowi« di« A»noncm-Bxr«axr von Haasmstiin u, Vogler in Frankfurt t M., Laffel, Magdeburg und Wim; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München x. Köln, 6. L. Daub« x. To. in Frankfurt «. M., Berlin, Hannover, Paris.

XXXI. Jahrg.

Delegirtentag der Deutschen konservativen Partei, ir.

Auch die zweite Sitzung des Delegirtentages war pchlreich besucht und nahm einen vortrefflichen Ver­lauf. Vor dem Eintreten in die Tagesordnung brachte Herr Freiherr von Maltzahn-Roibin ver­schiedene geschäftliche Anregungen vor und beantragte 6. 8t., dem Parteivorstande die Ermächtigung zu redaktionellen Korrekturen der vom Delcgirtentage «genommenen Resoluiionen zu ertheilen. Dieser Antrag fand einstimmige Annahme. Hierauf ergriff Herr'Graf von Mirbach-Sorquitten als Referent für den dritten Punkt der Tagesordnung:Schutz btt nationalen Produktivgewerbe", das Wort.

Es ist überaus schwierig, aus dem sorgfältig auSgearbeiteten, knapp und übersichtlich gefaßten Vor­trage einen Auszug zu liefern, da derselbe an sich die Quintessenz des ganzen umfangreichen Stoffes bot, mit dem der erste Theil des bezüglichen Satzes der Tagesordnung sich beschäftigte. Herr Graf v. Mirbach »erbrcitete sich im Anschluß an die dri te Resolurion über die Lage des landwirthschaftlichen Gewerbes, über die Nothwendigkett, demselben einen wirksamen Schutz angedeihen zu laffen und über die Mittel, die zu diesem Zwecke bereits ergriffen sind oder ergriffen werden müssen. Der Redner wies zunächst auf die bekannte Denkschrift des preußischen Landwirthschafts- »inisters hin, in welcher nicht nur die Nothlage der Laxdwirthschast zugegeben, sondern auch festgestellt ist, daß dieselbe nur durch Erhöhung der Getreide- preise zu heben sei. Diese Erkenntniß sei werthvoll Md es sei zu hoffen, daß daraus die nothwendigen Konsequenzen gezogen werden. (Bravo.)

Hierauf ging der Graf von Mirbach zur Kritik der bisher ergriffenen Abhilfemittel über und sprach zunächst seine Genugthuung über die Börsenreform aus. Zwar könne bei Bestimmungen, die sich gegen die Börse richten, eine volle Wirkung nur dann erst ein- treten, wenn in allen Ländern ähnliche Maßnahmen in Kraft gesetzt werden; allein auch der bisherige Erfolg bei uns zu Lande sei werthvoll und es sei zu erwa ten, daß die Ausführung der Börsenreform den Ansichten des Gesetzgebers auch in allen Punkten euffprechen werde. (Sehr richtig.) Die Branntwein- stmernovelle bezeichnete der Herr Referent als ein wirksames Gesetz; dasselbe habe schon insofern gut gewirkt, als es eine noch größere Ueberproduktion

(Nachdruck vrrboten)

Waisenkind.

Von Mary Widder«.

(Fortsetzung.)

Wir wollen der Obristin ja zur Flucht ver­helfen," sagte Konrad von Steifen zu Hildegard, felvstverständlich, nachdem sie ein umfaffendeS Ge- ständniß niedergeschrieben, mit klaren Worten auch das Alibi meiueS Vaters bewiesen; kann man nach­sichtiger gegen eine Frau sein, die falsche Eide leistet, mir um sich für eine Jugendsünde zu rächen, die fteilich aber immer doch auch nicht unverschuldet an ihr begangen worden? Und nun, Tante Ludowika, zögere auch nicht länger, Dich wieder zum Aus­fahren bereit zu machen, inzwischen erzählt mir das Fräulein, auf welche Weise der Alle zu dem Buch gekommen."

Auf welche Weise?" Hildegard erröchete, sie hatte j« gar nicht darnach gefragt

Ich weiß es wirklich nicht," sagte sie schüchtern, aber ich will ihn, sobald ich nach Hause komme, sofort darnach fragen und Ihnen dann das Resultat mittheilen."

Gut, gut, thun SIe's, mein Fräulein," er­widerte der Dokt»r, indem er sich rasch erhob und der Tante behilflich war, sich in ihren langen Mantel zu hüllen.

Ich »erbe nun schnell gehen und einen Wagen besorgen," sagte er dannIch begleite die Damen Übrigens als Beschützer meiner Tante," setzte er hinzu,denn die Obristin wird eS au Insulten gegen sie nicht fehlen lassen. Erschrecken Sie nicht, Fräulein Httdegard," fuhr er hastig fort als er be­merkte, wie sie jäh erbleichte,Sie können ja vorher

verhindert, den Export uud die Verwendung des Spiritus zu gewerblichen Zwecken erleichtert habe. Dagegen sprach H rr Graf von Mirbach sich über die Zuckersteuernovelle nicht in gleich günstiger Weise aus.

Was die Aufhebung des Identitätsnachweises be trifft, so betonte Herr Graf von Mirbach, daß auch diese Maßregel gut gewirkt habe, sie habe den Osten von seiner ifolirten Lage befreit und den westlichen Disttikten nicht geschadet. Die Beschränkung deS Zoll­kredits, die Aufhebung einzelner Tranfitläger seien zwar an sich anerkennenswerthe Maßnahmen; allein eine gute Wirkung für die Landwirthschaft könne erst bann erreicht werben, wenn jeglicher Zollkrebit für die Einfuhr ausländischer Maaren und die Auf­hebung s ä rn rn t l i ch e r gemischten Transitläger ver­fügt würde. (Sehr wahr!) Der Referent verbreitete sich hierauf über die Nothwendigkett einer Unter­suchung des ausländischen Getteides, dessen vielfach sanitäre Unzulänglichkeit und Minderwerthigkeit selbst im Vergleich zu den geringsten Sorten des deutschen Getteides nachgewtksen sei; er erkannte den Fort­schritt an, der durch die Novelle zum Unterstützungs­wohnsitz geschehen sei und befürwortete sodann eint wirksame Reform der Gütertarife nach dem Grund­sätze der fallenden Skala. (Beifall.)

Als bedauerliche Erscheinungen für die Land- wirthschaft auf dem Gebiete der Legislattve bezeich­nete Herr Graf von Mirbach die Ablehnung der Grundsteucrrückzahlung, die Haltung der Regierung in Sachen des Fideikommißstempels; ferner die Ab­lehnung des Margarinegesetzes und des Ouebracho- zolles durch den Bundesrath. (Beistimmung.) Er sprach die entschiedene Erwartung aus, daß nament­lich mit Rücksicht auf die letzterwähnten beiden Maß­nahmen eine Korrektur der Bundesrathsbeschlüsse er­folgen werde und stellte eine Initiative der konserva­tiven Partei nach dieser Richtung in Aussicht. (Bravo.) Was die Rentengutsgesetzgebung betrifft, so sprach sich der Referent, der int übrigen erklärte, gleich der überwiegenden Mehrzahl der Parteimitglieder ein Freund der Rentengüter zu sein, nicht sehr zustimmend über deren bisherige Wirksamkeit aus. Die Renten­gutsgesetzgebung könne, so äußerte Herr Graf von Mirbach mit Recht, nut dann gut wirken, wenn mit großer Vorsicht und in engster Fühlung mit den maßgebenden Organen Dorgegangen werde; geschehe das nicht, so sei die Folge eine Mobilisirung des Landbesitzes, also eine sehr verhängnißvolle. (Sehr wahr.')

Der Getteidebau bilde die Gmndlage des land- wirthschasilichen Betriebs, datum sei die ausländische

auSsteigen, damit von Niemandem bemerkt wird, daß Sie mit uns gekommen."

O, ich dachte mir," stammelte sie,daß"

Fräulein Hildegard, seien Sie überzeugt, ich ehrt Ihr Denken," unterbrach er sie und ein Blick begleitete seine Worte, der daS kleine zuckende Mädchenherz freudig aufschlagen machte.

Und bann war er gegangen, bie freudige Er­regung in jeder feiner Bewegungen, sah sie ihn durch das Gärtchen eilen, aber eS dauerte eine verhältniß- mäßig lange Zeit, ehe et wieder da war, im Wagen fitzend, dessen Schlag er hastig öffnete, um nun aber desto schneller wieder bei den beiden Damen zu sein, die inzwischen allerlei Pläne gemacht hatten in Be­treff von Frau Ulrikens Flucht.

Ich bin lange geblieben," sagte der Doftor in daS Zimmer tretend,aber die ganze Stadt ist in Aufregung und selbst die Droschkenkutscher hatten fich zusammengelottet, und es wurde mir schwer, einen aus ihrer Mitte zu der Fahrt zu bewegen."

Man ist jetzt nämlich zu der Ueberzeugung ge­kommen, daß wir eine vollständig organifirte Räuber­bande in unseren Mauern beherbergen, heute haben nicht mehr als zehn Einbrüche stattgefunden, die wieder mtt so raffinirter Schlauheit ausgesührt worden find, daß man sie alle erst im Laufe des Vormittags entdeckte. Uebrigens machen fich di Diebe nur an Geld und Kleinodien, ohne aber and das Silberzeug unserer Honoratioren zu verschmähen, davon weiß heute der Kommerzienrath Vanhagen ein Liedchen zu fingen, dem war ein ganzes Tasclservice von schwerem Silber entwendet, das der Stolz der Familie gewesen, so lange die VaxhagenS hier an­sässig sind. Und waS daS Seltsamste ist, nirgends hinterlassen die fremben Einbrecher eine Spur, kein Schloß zeigt fich vernichtet, unb erst wenn man ber

Konkurrenz, bie ben Landwirth um bie Früchte seiner Arbeit bringe, entschieden abzuwehren. (Bravo.) Der Herr Referent weist auf zweierlei Möglichkeiten eines Schutzes gegen bie AuSlanbSkonkurrenz hin: wirk- äme Zölle ober Maßnahmen im Sinne bes Antrags Graf Kanitz. Redner leugnete nicht, daß der er­wähnte Anttag feine Schwächen habe. (Sehr rindig!) Namentlich hinsichtlich der Abhängigkeit der Preis­lage des Getreides fei dies der Fall. Auch in anderer Hinsicht müsse zugegeben werden, daß der Antrag sich gegenwärttg nicht realisiren lasse; aber er sei gleichwohl im Auge zu behalten; denn es können Preisverschiebungen ein treten, die ein solches Monopol ermöglichen. Zum Schluffe erörterte Herr Graf von Mirbach noch die Bedeutung der Währungs- frage für die Landwirthschaft, betonte, daß deren Lösung auf einseitigem Wege nicht erfolgen könne, daß aber die Möglichkeit zu einer Lösung vorhanden und in ab­sehbarer Zett entschieden zu erwarten sei. Nach einigen Stteiflichtern auf die nordamerikanische Wahl­bewegung, in der die Silberwährungsfrage eine große Rolle spielte, schloß Herr Graf von Mirbach unter lebhaftem Beifall seine wirkungsvollen Aus­führungen. (Fortsetzung folgt.)

Deutsches Reich.

* »erlitt, 24. Nov. (Tagesbericht.) 3m Beisein der Kaiserlichen Majestäten hat heute in Riel die Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. unb hierauf bie Vereidigung der Marinerekruten stattgefunden. Bei der Denkmals­weihe hielt Graf Reventlou eine Ansprache an das Kaiserpaar, in welcher er betonte, dieses Denkmal sei das erste, welches Schleswig-Holstein einem Landes­herrn errichtet, es sei ein Wahrspruch für die Nach­kommen und erinnere ständig an die Zugehörigkeit zu dem deutschen Reiche. Nachdem der Kaiser den Befehl hierzu gegeben, fiel die Hülle, während die Ehrenkompagnien präsentirten und drei HurrahS aus­brachten. Der Bläserchor inionirte den Choral: Nun danket Alle Gott", die im Hafen liegenden Schiffe gaben einen Salut von 21 Schüssen ab, die Kirchenglocken läuteten. Ein Parademarsch schloß die Feier. Sodann wohnte der Kaiser der Vereidigung der Marinerekruten bei, die programmgemäß verlief unb bei der der Monarch folgende Ansprache hielt: Matrosen! Der Eid, den Ihr geschworen, ist die -Grundlage der Disziplin. Ohne Gott und Religion giebt es keine Disziplin. Macht Euren Vorfahren

in des Kaisers Rock Ehre. Ein Feind ist vorläufig nicht zu fürchten, kommt aber einer, bann werbet Ihr ihm unerschrocken, ohne Furcht gegenüberstehen." Nach einem Frühstück in bei Marine-Osfizier-Speise-- anftalt besichtigte der Kaiser einige Kriegsschiffe. Von der vomVolk" gemeldeten Verlegung der Kaiserlichen Hoflagers für die Sommer­monate nach Wilhclmshöhe ist auf dem Oberhof­marschallamt nichts bekannt.

* (Biographie Kaiser WilhelmSI.) Zufolge einer Anregung Sr. Majestät deS Kaisers wird zum 22. März nächsten Jahres, dem 100- jährigen Geburtstage Kaiser Wilhelms des Großen, eine Biographie des hochseligen Kaisers erscheinen. Der Reinertrag des Werkes wird dem BanfondS der Kaiser Wilhelm-Gedächtnißkirche znfli ßen, welcher die Herausgabe veranstaltet. Die Bearbeitung deS Textes ist b?nt ordentlichen Professor, Geh. Hofrath I r. Wilhelm Duden in Gießen, die künstlerische Leitung dem Direktor der chalkographischen Abthellung der Reichsdruckerei, Professor R o e s e, übertragen. Den Verlag hat die Verlagsbuchhandlung von Schall und Grund in Berlin übernommen.

(Hessische Ludwigsbahn.) Bezüglich der Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn be» werft diePost", daß Preußen dabei finanziell sicher kein schlechtes Geschäft mache; ob ein vortheilhaftereS finanzielles Arrangement, sei es mit den Aktionären, fei es mit Hessen zu ermöglichen gewesen wäre, kommt dem gegenüber nicht entscheidend in Betracht. Selbst wenn Preußen in dieser Hinsicht entgegenkommender gewesen sein sollte, als unbedingt nöthig war was übrigens noch keineswegs erwiesen ist, so wäre daraus angesichts der sonstigen Voriheile der Ab­machung kein Ablehnungsgrunb herzuleiten. Vom Standpunkt einer gesunden Eisenbahnpolitik, wonach die deutschen Bahnen als ein einheitliches Netz ver­waltet werden sollen, ist die Vorlage jedenfalls sympathisch zu begrüßen.

* (Lehrerbesoldungsgesetz.) DemLehrer- besoldungsgesetzentwurf wird in einem Theil der Presse zum Vorwurf gemacht, daß die Städte auch durch den neuen Entwurf schwer denachthe ligt würden. DieKrenzztg." schreibt demgegenüber, sie würde eS mit Genugthuung begrüßen, wenn es de» Bemühungen der Konservativen int Abgeordneieuhause gelänge, die Million, welche der neue Entwurf den Städten an erhöhieu Zuschüssen gewähren will, zu Erhöhungen wenigstens der Alterszulagen der Lehrer zu verwenden. Das ist wüuschenswerther als gesteigerte staatliche

entwendeten Gegenstände oder der gestohlenen Summen bedarf, bemerkt man ihr Fehlen.

Er hatte die letzten Worte schon an der Thür gesagt, die er hinter den beiden voraneilenden Damen geschloffen und beeilte sich nun, zu rechter Zeit mit an dem Wagen zu sein, um ihnen hinein- helfen zu können, aber da stand urplötzlich auch die kleine Lida am Tritt; auS der Stadt kommend, wo sie fich ihre Mustkalien gewechselt, sah sie den Wagen vor der Thür und erstaunte nun nicht wenig, in den Beiden, die eben im Begriff waren einzusteigen, Tante Lud«wtka und Hildegard zu'kennen.

Grüß' Gott," sagte sie mit ihrem sonnigen Lächeln und reichte der neuangekommenen Freundin den kleinen lieblichen Mund zum Kuffe.

Aber wie abscheulich," setzte die Heine Lida schmollend hinzu,daß Du unser Haus wieder 6er» lässest, genau in dem Augenblick, tob ich es betreten will. Daß ich auch gerad heut' auf den Gedanken kommen mußte, meine Musikalien zu wechseln, nun hab' ich ein liebes Plauderstündchen v rsäumt, und wer weiß, wann Du mir wieder einmal Gelegenheit giebft, Dir mein Herz auszuschütten."

Ich komme bald, mein Liebling!"

Hildegard saß schon neben der Tante auf dem Vordersitze des Wagens, während der Doktor auf dem Rücksitze Platz genommen.Adieu, adieu," rief sie dann noch, als der Kutscher schon mtt der Peitsche tnaßte.

schon hinter ihre Schliche bringen, wenn man ein solches Wort überhaupt mtt ihnen in Verbindung setzen kann!"

Damit ging ste denn auch in's HauS zurück, zu der Mutter, die wie gewöhnlich unthälig auf dem Sopha saß und nur ihren traurigen Gedanken nach­hing. Die jüngeren Geschwister teuren allesammt zu Haus, man hatte ja Mittwoch Nachmittag und da waren die Schulen geschlossen.

Wie das junge Mädchen, der die ftische Winter­lust ein strahlend glühendes Aussehen gegeben, mtt ihrem stmndlicheuGuten Tag, Ihr Sieben all'," in das behagliche angenehm erwärmte Zimmer trat, flog ihr auS dem Nebenzimmer die ganze Schaar mit lautem Jubel entgegen:Konrad hat uns Pfann­kuchen mitgebracht," riefen sie, und die Kleinste klatschte in die Hände, während fich das eine der anderen Kinder an ihren Mantelärmel hing, die zweite ihr zierliches groueä Müffchen streichelte und das übriggebliebene fich damit begnügte, ihr Schmeichel­namen zuzuflüstern.

Und da soll ich Euch schnell den Kaffee brauen, nicht wahr," sagte sie mtt jener Ueberlegenhett, die ihr das hausmütterliche Walten, das so ganz und gar in ihre kleinen Hände gelegt, natürlich geben mußte.Nein, nein, ich weigere mich ja auch nicht," setzte sie hinzu,nur müßt Ihr mich ein wenig zu Äthern kommen, vor Allem aber mich aus dem warmen Zeug schlüpfen und ein Röckchen Über­werfen lassen, Ihr seht ja, ich bin in meinem Sonntagsstaat."

Auf Wiedersehen!" entgegnete die Kleine. Aber als der Wagen davon rollte, schüttelte sie das hübsche Köpfchen, auf dessen dunstem Haar ein kokettes Pelzmützchen saß, und sagte leise:Die Unb als bie Kinder gehorsam, wie ste immer sehen mir so eigen aus, ganz, als wenn ste etwas waren, zur Seite träte« und sie, schnell Mantel und Absonderliches im Sinne hätten. Na, nur nicht »Hut abnehmend, in das kleine uebenliegenbe Schlaf- neugierig fein, kleine 2iba, bie Zeit wird Dich zimmerchen schlüpfte, um sich's bequem zu machen,