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Auzngm nimmt «tigtgm bi« Expedition dieses Blatte-, sowie bi« Sauoncrn-Buirmir von Haasenftein u. Vogler in Frankfurt a. M., Saffel, Magdeburg unb Wien; Rudolf XXXL Iabra. Moff« tn Frankfurt a. M., Brrlm, München «. Köln, 6. L.
Daube u. So. in Frankfurt «. M., Berlin, Hannover, Paris.
Erscheint täglich anher an Werktagen nach Sonn- und rwwi <
|ä<: MteSTS SäS? Marburg, ÄÜ'Ä U «RÄ Mittwoch, 25. November 1896.
Wöche«1liche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg un> Kirchhai«.
Jllustrirte- Se««tagsblatt. 8^ÄääS"3".ÄÄ'4:Yä?,ä,hii‘i
Delegirtentag der Deutschen konservativen Partei.
* Den gestrigen kurzen Ausführungen lassen wir, mit heute beginnend, einen längeren Bericht über den Delegirtentag folgen, den wir der „Kons. Sorrefp." entnehmen:
Zu dem am 19. d. Mts. einberufenen Delegirten- toge der Deutschen konseivativen Partei waren Dele- girte aus allen Theilen des Reiches zahlreich erschienen. Nachdem zuvor eine Berathung des ge- Mstsführenden (Elfer-) Ausschusses abgehalten worden Mi, in welcher üöer die vom Parteivorstande vcrein- bstten Vorlagen Beschluß gefaßt wurde, trat der Delegirtentag tn dem größten Kommisfionssaale des Reichstags, in dem bei dieser Gelegenheit znm ersten Male der Benutzung überwiesenen Zimmer Nr. 12, zusammen.
Herr Freiherr von Manteuffel-Crossen begrüßte die Versammlung, eröffnete nach einem begeistert aufgenommenen Kaiserboch und nachdem die Ermächtigung .zur Absendung eines Begrüßung-:- telegramms an den Fürsten Bismarck ertheilt war, die Sitzung und trat zugleich mit Erstattung des Referats zu Punkt 1: Gesammtpolitik und Stellung zu den Parteien, in die Tagesordnung ein. Der Redner ging von dem Gedanken aus, daß die konser- dative Partei die bestgehaßte im Reiche sei. Von allen Seiten bekämpfe man uns.re Partei und überhäufe sie mit Schmähungen und Gehässigkeiten; das dürfe uus aber nur zur Genugthuung gereichen, denn eine Partei werde nur dann gehaßt, wenn sie eine gewisse Machtfülle besitze. Machtlose Gruppen hasse man nicht. (Bravo!) Nachdem Herr Freiherr von Manteuffel ein treffendes Schlaglicht auf die jüngsten Ersatzwahlen geworfen und auf die daraus geholten Erfahrungen unter dem Hinweis auf das Wort: „Viel Feind' viel Ehr'" der Beherzigung empfohlen, ging er zu der Frage über: Wie haben wir uns unseren Feinden gegenüber zu stellen?
Herr Freiherr von Manteuffel wies dabei auf den Satz an der Spitze der ersten Resolution hin, dieser Satz bilde das Leitmotiv für alle konservativen Handlungen. So ergebe sich aus dem Kampfe gegen die Sozialdemokratie die Stellung der konservativen zu den übrigen Parteien. Abgesehen von den Frei- konservattven und dem nichlmanchesterlichen (agrarischen) Flügel der Nalionalliberalcn haben wir in diesem Kampfe von keiner Seite Unterstützung; naturgemäß
(Nachdruck veiboten) Waisenkind.
Von Mary Widdern.
(Fortsetzung.)
Ludowika hatte den.dichten schwarzen Crepe- Schleier, den sie über einem ganz schmucklosen Hut tag, zurückgeschlagen und breitete die Arme aus, M Hildegard, die Verwandte ihres unvergeßlichen geliebten Gatten, an ihr Herz zu drücken.
„Komme nur," sagte sie dann und den Arm um dm Hals des Mädchens geschlungen, führte sie es vorwärts in das Haus und durch den Korridor in das einfach klösterliche Z'mmer.
„Unsere Gedanken müssen sich heute wohl begegnet sein," sagte sie dann, indem sie sich rasch, von Hildegard unterstützt, der winterlichen Hülle entledigte, „schon fett einigen Stunden wünsche ich sehnsüchtig, mich mtt Dir berathen zu können und gerade, da ich zu dem Resuttat gekommen, Dich d«ch einen der Knaben heimlich zu mir bescheiden -l lasse», höre ich leichte jugendliche Schritte hinter «ir und mich umweudeud, sehe ich in das schöne liebe Gesicht meiner jungen Verwandten. Das ist wieder der beste Beweis für die Allgegenwart Gottes," setzte sie hinzu und schlug ein Kreuz.
„Aber nun nimm Platz, mein Kind," fuhr sie fort, auf einen der schwarzlackirtcn Holzstühle deutend, „und sage, was Dich herfühtt, ich werde Dir doch die Ruhe nicht nehmen, wenn ich Dich ßehend anhöre," setzte sie hinzu, „es ist aber eine Angst, eine Qual in mir, die —"
,O, Tante," unterbrach sie da das junge Mädchen, auch ich befinde mich in einer ganz außergewöhnlich erregten Stimmung, der alte Johann hat einen Fund gemacht, der, nun, der schwerwiegend in
würde die konservative Partei, wenn sie auch anderwärts Unterstützung erhielte, eine solche nicht von der Hand weisen. Der Freisinn sei mehr und mehr Schleppenträger der Sozialdemokratie, also sei diese Partei neben der Sozialdemokratie mit gleicher Schärfe zu bekämpfen. Unser Verhältniß zum Centtum habe sich im Laufe der Jahre wesentlich geändert. Dixs sei durch das Verhalten der unter demokratische und unter die Führung von „Mußpreußen" gelangte Partei selbst (sehr wahr), dann aber auch durch die Regierung, die ihre Stellung zum Centrum total geändert habe, geschehen. Den Wendepunkt erblickt der Redner in dem 18. März 1893, — dem dies nefastus, an welchem das Volksschulgesetz fiel. Seitdem könne von einer Waffenbrüderschaft der Konservativen mit dem Centrum nicht einmal bei den Wahlen mehr allenthalben die Rede sein.
Vor den Antisemit n warnte Herr Frhr. von Manteuffel. Man solle sich auf sie als auf Bundesgenossen ja auf keinen Fall verlassen. (Sehr richtig!) Die Aniisemiten seien nur dann Bundesgenossen, wenn wir ihnen helfen, aber kaltlächelnd wenden sie sich ab, wenn sie uns ihre Hilfe angedeihen lassen sollen. Sie verschaffen sich zudem ihre Mandate fast ausschließlich durch Einbrüche in unseren Besitzstand und scheuen sich vor Berührung derjenigen Wahlkreise, wo hauptsächlich ihre jüdischen Feinde sitzen. Im großen und ganzen zeichnete der Redner die Stellung der konservativen Partei zur Gesammtpolitik und den übrigen Parteien mit folgenden Worten: Wir haben uns nach oben wie nach unten und allen Parteien gegenüber als eine durchaus selbstständige Partei zur Geltung zu bringen. (Lebhafter Beifall.)
Wir haben uns — so fuhr der Redner fort — davor zu hü:en, daß wir eine lediglich agrarische Partei bilden. Wenn wir keine andere Frage als die agrarische betonen, so setzen wir uns selbstverständlich dem Verdachte aus, lediglich eine Agrarpartei zu sein. Daraus machen die Gegner dann Großgrundbcfitzerpartei — Junkerpartei usw. Nach unserem Programm haben wir alle Produktivstände zu tiertiefen. Herr Frhr. v. Manteuffel weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, daß der Schlußsatz in der Resolution 1 sich naturgemäß nicht auf den Bund der Landwirthe beziehe, da der Bund ja eine politische Organisation nicht sei. Nichtsdestoweniger ist — wie wir gleich hier mit berichten wollen — die ursprüngliche Bezeichnung „Organisation" in „Partei" umge- ändert worden.
die Geschichte zweier Familien fällt." — Und mit fliegendem Athem erzähtte sie von dem Inhalt des Büchelchens, wiederholte wortgetreu, was in dem Briefe und auf der Rechnung stand.
Ludowika hatte, im Gemach ruhelos auf- und niedergehend, dem Bericht des Mädchens gelauscht, jetzt blieb sie vor dem kleinen Altar, den sie sich an der ihrer Eiugangsthür gegenüberliegenden Wand errichtet, stehen, und die gefalteten Hände zu dem Bilde des Gekreuzigten erhebend, flüsterte sie: „O, Du mein Heiland, wie danke ich Dir!"
Und die Lippen im Gebet bewegend, warf sie sich auf die Knie und harrte lange, lange in dieser Stellung, sie schien vergessen zu haben, daß sie nicht allein war, denn sie zuckte zusammen, als sie durch ein leises Räuspern an P‘e Gegenwart des jungen Mädchens gemahnt wurde.
„O, Kind, vergieb,"' sagte sie, sich langsam erhebend, „aber der Drang, mich meinem Gott gegen« überzustellen, den lieben Heiligen, die ihn wie die irdischen Minister ihren König umgeben, war zu bezwingend in mir. Welch ein Tag auch," setzte sie hinzu, und ihre Augen hoben sich — „welch ein Tag!"
„Ist auch Dir etwas Besonderes begegnet?" fragte Hildegard ein wenig eingeschüchtert durch die Weise der ehemaligen Klosterftau.
„Ich bin im Hause — der Mörderin Adelaide von Meiuert's gewesen," sagte sie langsam und feierlich, es klang langsam, beinahe schaurig in' dem düsteren Gemach.
„Jene Schuhmachersran, bit zur Zeit der Unthat sich als Magd in der Behausung befunden, meinst Du, Tante?"
Die Nonne neigte bejahend den immer noch so schönen Kopf: „Ich hatte eS mir, wie ich Dir neulich auch gesagt, schon lange vorgenommen, fie auf-
Nachdem Herr Frhr. v. Manteuffel noch betont, daß die konservative Partei nie die Reserve außer Acht lass n solle, die sie sich als konservative Partei auf- erlegen müsse, daß sie also jeder Demagogie aus dem Wege zu gehen habe, schloß er unter lebhaftem Beifall mit nochmaliger Betonung der Partei-Selbstständigkeit, welche nicht ausschließe, daß den Regierungen offen die Meinung gesagt werde, wenn sie schädliche Wege gehen. Hierauf wird in die Diskussion eingetreten; dieselbe erstreckt sich hauptsächlich auf den von Herrn v. Ploetz bemängelten Schlußsatz der Resolution, dessen Ausbeutung durch den Freisinn er fürchtet. An der Debatte beteiligten sich die Herren Praetorius, Dr. Klastng, v. Levetzow, Graf von Schlieben, Graf zu Dohna, Dr. Mehnert, Frhr. ti. Durant, ». Oertzen, Graf zu Limburg- Stirum, v. Langen. Nach der fast einstimmig erfolgten Annahme der Resolution ergriff das Wort
Herr Graf zu Limburg-Stirum zur Berichterstattung über Puntt 2 der Tagesordnung: Sozialreform. Die Resolution, welche den Verhandlungen zu Grunde gelegt war, bezeichnete der Redner als sehr wichtig, den» die Fragen, um die es sich hier handle, seien die Ursache, daß sich schätzenswerthe Mitglieder von unserer Pattei getrennt haben. Es werde sich nun darum handeln, festzustellen, ob wir wirklich Schuld au dieser Trennung haben. Es sei Thatsache, daß wir vielfach zu Unrecht angegriffen worden seien. So habe er allerdings einmal geäußert, der Kampf gegen die Sozialdemokratie fei eine glatte Machfftage — und er halte daran auch heute noch fist (Beifall) —. Daraus aber habe man gemacht: Die soziale Frage sei eine glatte Machtfrage und das sei ein Unsinn, den er niemals gesagt habe und auch niemals gesagt haben könne. Es sei ferner behauptet, wir wollen die Sozialreform zum Stillstände bringen. Das sei ebenso falsch. Daran denken wir nicht. Es mag zwar auch unter uns Mitglieder geben, denen das Tempo der Sozialreform nicht schnell genug fei; allein es ist doch zu fragen: können wir schneller gehen, ohne der Ge- sammtheit her Staatsangehörigen zu schaden? (Sehr wahr!)
Redner wies auf die enormen, sich jährlich steigernden Lasten durch die Arbeittrverstchernngs- gesetze hin, und ging zu der speziellen Erläuterung der Resolution über. Die Fürsorge für die Arbeiter stehe nicht in erster Linie; denn wenn die Prodnktiv- stände nicht bestehen könnten, so stehe die Sozialreform ganz von selbst still und die Revolution trete ein. Wir wollen also, daß die Stände, die die
zusuchen, und mir ein Uttheil über sie zu bilden. Zur Ausführung aber brachte ich meinen Entschluß erst heute, immer wieder traten ja unvorhergesehene Hindernisse zwischen Wollen und Können."
„Und Du hast sie gesprochen?"
„Ja, Stilb, ich fand fie übrigens, wie man mir ja auch vorhergesagt, der Auflösung nahe; Gott ist barmherzig, er entzieht dieses Wesen, welches er freilich einst auch nach seinem Bilde geschaffen, das den göttlichen Funken in der Seele erstickt hat, in Verbrechen und Laster — dem Henkerbeil."
Hildegards Brust hob und fenfte sich stürmisch: »So hat fie Dir gestanden, Tante, in aufrichtiger Reue, womit sie sich so furchtbar versündigt?"
„Gestanden? Nein, Kind, dazu ist diese Seele zu verstockt, aber sie hat sich bei meinen Kreuz- und Querfragen, nun fie so von körperliche» Schmerzen geplagt ist, hundertmal verrathen — und wenn erst der Tod wirklich unerbittlich cn ihre Thür gebt, dann — wkrd auch sie nicht länger widerstehen. Sie gehött zu meinen Glaubensgenossen, und der alte Prälat, der fie einst gefirmt, auch ihre Ehe ein« gesegnet, ist mir ein treuer Freund — ihm habe ich mich anvettrauf und er wird an diesem Sterbelager wachen, damit keines ihrer letzten Worte verheimlicht — bedeckt werde. Aber selbst, wenn fie nicht gesteht, so haben wir noch das Notizbuch, den Brief und die Ouittung, Du mußt noch heute all das meinem Neffen übergeben."
„Unb Xante Ulrike?"
Die Nonne seufzte tief auf: „So »arten wir noch, geben ihr Muße zur Flucht vielleicht — erst wenn wir fie geborgen wissen, jenseits des Ozcans, es wohnen mehrere befreunbete Familien da drüben, beginnen wir mtt der abermaligen Untersuchung dieser furchtbaren Geschichte."
Opfer zu bringen haben, auch fähig erhalten werden, die Opfer zu bringen. (Bravo.)
Die Resolution könne bescheiden genannt werden; allein die konservative Pattei dürfe niemals Dinge versprechen, die sich nicht ausführen lassen. Die Arbeitslosenfrage und die Wohnungsftage seien an sich schwierig und Reformen auf diesem Gebiete nicht leicht ausführbar; allein man müsse an sie dennoch herantreten, denn wir können diese Fragen nicht von uns weisen. Nachdem Redner noch die im „Reichsanzeiger" veröffentlichten Abänderungspläne der Arbeiterversicherungsgesetzgebung eingehend im Sinne der Resolution besprochen, aber auch den vom Bunde der Landwirthe eingebrachten Gesetzentwurf als zu radikal bezeichnet hafte, schloß er seine mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen und die Diskussion begann. In derselben ergriffen zum Th eil wiederholt das Wort die Herren Frhr. von Durant, Dr. Klastng, Jacobskötter, Graf v. Schlieben, Schall, v. Levetzow, Fetisch, Frhr. v. Erffa, Gras zu Siollberg, Dr. Freudenstein, Sachße, Graf von Mirbach, Roeder (Karlsruhe), v. Oertzen, v. Ploetz, v. Osten, v. Staudy, v. Hagen. Nach der fast einstimmigen Annahme der Resolution erfolgte Vertagung der Sitzung. (Fortsetzung folgt.)
Deutsches Reich.
* Berlin, 23. Nov. (Tagesbericht.) Die Kaiserlichen Majestäten besuchten gestern Vormittag die Friedenskirche in Potsdam und verweilten längere Zeit in stiller Andacht im Mausoleum, wo sie am Sarge Kaiser Friedrichs Kränze niederlegten. Später machten der Kaiser und die Kaiserin einen gemeinschaftlichen Spaziergang. Heute Morgen traten die Majestäten die Reise nach Plön bezw. Kiel an. Die Ankunft in Plön erfolgte gegen 3 Uhr Nachmittags. Während die Kaise in hier bei ihren Söhnen verweilte, fuhr ihr Gemahl um 5 Uhr nach Kiel weiter, woselbst der Monarch am morgigen Dienstag der Enthüllung des Kaiser Wilhelm- Denkmals und darauf der Rekiutenvereidigung beiwohnt. Am Mittwoch trifft das Kais-rpaar in Altona etii und steigt bei dem Generalobersten Grafen Waldersee ab. Der Aufenthalt der Majestäten wird voraussichtlich mehrere Stunden dauern. — »Das Volk" bringt folgende auffällige Meldung: „Als künftige Sommerresidenz unseres K a i f e r p a a r e 3 ist, wie wir aus absolut sicherer Quelle erfahren, Wilhelmshöhe bei Cassel in Aussicht genommen, und zwar auf eine Reihe von
Hildegard blickte düster sinnend vor sich nieder, dann hob sich ihr Kopf wieder, „sie ist so alt schon," sagte sie, „und wer soll sie auch von dem unterrichten, was ihrer wartet, wenn sie hier bleibt?"
„Ich/ sagte Ludowika ernst, „ich will fie vor der tiefsten Erniedrigung warnen. Und nun gestatte, mein Kind, daß ich mich weni e Augenblicke entferne, ich pörte soeben Konrad in sein Studirzimmer treten, er ist so vernüstig, so klardenkend, laß ihn an unserer Berathung theiluehmen."
Ohne auf eine Erwiderung zu warten, hatte fie auch schon daS Gemach verlassen und eS verging immerhin eine geraume Weile, ehe fie, von dem Neffen gefolgt, wieder eintrat.
Konrads Antlitz strahlte, es hatte einen ganz anderen Ausdruck, all jene eigenthümliche Düsterheit, die sonst wie dunkle Wolkenschleier auf ihm gelegen, war gewichen, und wie er jetzt dem jungen Mädchen seine beiden Hände entgegenstreckte, da meinte fie, ihn nie so männlich schön gesehen zu haben.
„Hildegard — Fräulein Winter, wie soll ich Ihnen danken, Sie geben wft mehr als das Leben, geben mir meine Ehre, meinen guten Namen wieder."
Seine Freude that ihr weh — fie dachte wieder an die Obrist in.
„Ja, auf Kosten der Tante!" sagte fie tonlos.
Einen Moment zuckten seine dunklen Brauen, dann aber glitt die weiße Hand des jungen Mannes schnell über fie hin, als wollte er damit die zornigen Empfindungen bannen, die des Mädchens Worte in ihm geweckt.
(Fortsetzung folgt.)