eine Audienz, während er Abends im Kreise der Offiziere deS 1. Garde Ulanenregiments speiste. — Dem UuterstaaatSsekretär im Auswärtigen Amt v. Roten- h a n ist der russische Annenorden 1. Klasse und das Großkreuz des bulgarischen Civilverdienstordens ver- liehen worden, dem Landeshauptmann Major ßeutto ein das Ritterkreuz des badischen Ordens vom Zähringer Löwen. — Zum Nachfolger Frommel 's im Konfirmations-Unterricht der beiden älteste» Kaiserlichen Prinzen ist der Schwiegersohn deS Verewigten, Garnisonpfarrer Keßler- Potsdam, ernannt worden. Dieser war Erzieher der Prinzen.
* (Nochmals des Kaisers Rekrutenvereidigungsrede.) Ueber die viel besprochene Aeußemng des Kaisers bei der letzten Rekruteuver- eidiguug in Berit« sind verschiedene Gerüchte verbreitet worden, in denen u. A. auch gesagt wurde, der Monarch habe so leise gesprochen, daß nur die nächste Umgebung seine Worte hören konnte. Dagegen wird jetzt von anscheinend wohl unterrichteter Stelle mitgetheilt, daß die Aeußerung im Gegentheil laut und deutlich gesprochen wurde und daß auf die Anfrage an zuständiger Stelle, ob der Verbreitung der Aeußemng etwas im Wege stände, die Antwort ergangen sei, der Kaiser habe die Aeußemng so ge- than, wie sie berichtet wurde, und er wünsche, daß sie überall bekannt werde. Der fragliche Ausspmch lautet: „Wer Eure Uniform beleidigt, beleidigt Euren König, wer Eure Uniform angreift, greift Euren obersten Kriegsherm an."
* (Preßstimmen.) Ueber die Erklärung der deutschen Regierung in der Moutags- sitzung des Reichstags spricht sich die ö st e r r e i ch i s ch e Presse sehr befriedigt aus, weil durch sie der Dreibund eine neue Kräftigung erfahren habe. — Die Londoner „Times" äußert ihre Gcnuglhuung darüber, daß „jener unsinnigen und vi-lleicht sogar böswilligen Erfindung von englischen Einflüssen auf die deutsche Politik so kategorisch von der deutschen Regiemng widersprochen ist." — Die „Morning- Post" sagt, die Rede des Frhrn. v. Marschall ist der augenscheinliche Beweis dafür, daß die Regiemng sich des Vortheils bewußt ist, den ihr die Enthüllungen gegeben haben. — „Daily News" bemerkt, der Geheimvertrag sei kein agressiver gewesen, eS sei deßhalb kein Grund, weshalb die Kenntniß desselben Unruhe erregen sollte. — Aus Pest wird berichtet: Der Verhandlung des deutschen Reichstags über die Enthüllungen wurde mit Spannung entgegengeseheu, obgleich politischen Kreisen bekannt war, daß ausführliche Erörterungen zwischen Berlin und Wien stattgefunden haben, die alle Zweideutigkeiten und Mißverständnisse beseitigten. Die Rede des Staatssekretärs v. Marschall entspricht vollkommen den Zusicherungen, die der Botschafter v. Szögyeny durch den deutschen Kaiser empfing, und die auch auf anderem Wege in Wien abgegeben wurden. Die Kunbgebung der deutschen Regierung macht in den Klubs ausnahmslos einen günstigen Eindmck. Hinsichtlich der Bismarck'schen Rückoer- sichemvg ist die Auffassung allgemein genau die, welche Abg. Richter anssprach, daß die Abmachung den Dreibundmächten mitgetheilt werden müßte. Diese Unterlassung stellte Bismarck's Gesinnung in ein noch schlechteres Licht, als der msstsche Vertrag selbst. Die Berliner Vorgänge werden jedenfalls auch hier parlamentarische Besprechung finden.
* (R e t ch S t a g.) Der Effekt der mit so großer Spannung erwarteten Besprechung der fteisinnigen Interpellationen über das Duell und den Fall Brüsewitz hat ®ben Erwartungen der Interessenten keinesfalls enffprochen. Die Sensation, auf die man bei den Interpellationen zuversichtlich gerechnet hatte, wurde durch die mhige und besonnene Darlegung des Reichskanzlers keineswegs herbeigeführt. Der unan-
ohne Drehung unterbricht dann plötzlich eine rasche Schwenkung, verbunden mit einem in die Höhe Hopsen und dazugehörigem Auftrampeln. Was Wunder, daß auch hier sich Neugierige ansammeln und sich an den gewandten Tanzbeinen erfreuen.
Vorher beim gemeinsamen Kartoffelschälen, wo alle Mann um die Baljen und Säcke Hemmsitzen oder -stehen und — namentlich später infolge der Uebung — die Erdäpfel mit großer Kunstfertigkeit ihrer Schalen und schwarzen Stellm berauben, wird ein Chorgesang angestimmt, der meist aus etnften, getragenen Liedern besteht. Für Musik schwärmt der Matrose nun einmal; Betheiligt er sich nicht selber am Gesang, so hält er sich möglichst nahe dem Achterdeck auf, um den, durch den offenen Lichtschacht aus der Offiziersmesse herauftönenden Klängen des Klaviers oder anch dem Violin-Spiel eines Kadetten zu lauschen.
Da diese Vorliebe der Leute für Mufik, die Wirkung derselben auf ihre Stimmung bekannt ist, wird jedem größeren Schiff in der Regel ein Hautboist von den Kapellen der Matrosen-Divifionen zugetheilt, welcher fich aus den Schiffsjungen, die vielfach Jnstmmente erlernt haben, sowie anderen musikalischen Mannschaften eine Kapelle zusammenstellt und diese geschult. Die Jnstmmente selbst werde« geliefert und besonders im Anfang der Hebungen in einer Weise maltraitirt, daß man in die Takelage kriechen möchte. Es giebt aber kein Entrinnen!
Infolge der große» Lust der Mtwirkmde» zur Sache bcffem sich die Klänge aus der Unterwelt, d. h. dem tiefsten Raume im Schiff, bald und vielfach erlangen diese Bordkapellen eine Feistigkeit im Spielen,
greifbaren Versicherung des Fürsten gegenüber, es geschehe Alles, um das Duell im Heere nach Möglichkeit einzuschränken resp. ganz zu beseitigen, vermochte auch der verbissenste Gegner des sogenannten Militarismus nichts Stichhaltiges entgegenzusetzen. Ob der neue Kiiegsminister, Generallieutenant von Goßler, die parlamentarische Gewandtheit seines Vorgängers, deS Herm v. Bronsart, besitzt, ließ sich aus seinem Debüt am Dienstag noch nicht recht feststellen. Einige Anssühmngen, die er zum Schluß selbst wider- rief, möchten das sogar zweifelhaft erscheinen lassen. Zur allgemeinen Beruhigung muß jedenfalls die Erklärung dienen, daß die Militärverwaltung über den Fall Brüsewitz ebenso entrüstet ist, wie nur irgend Jemand im großen Publikum und de» Thäter mit der erforderlichen Strenge abzuuriheilen sich entschlossen hat. Auch daß die Militärverwaltung gewillt ist, das Uriheil im Falle Brüsewitz, entgegen der sonstigen Gepflogenheit, zur Pubiikatiou zu bringen, wird allgemeine Genugthuung Hervorrufen.
* (Bekämpfung der Tuberkulose.) Wie die „Berl. Corresp." mittheilt, haben zur Vorbereitung einer einheitlichen Regelung der Bekämpfung der auch unter den Viehbeständen Denffchlands ziemlich weit verbreiteten Tuberkulose (Perlsucht) am 13. uub 14. November im kaiserlichen Gesundheitsamte Be- rathungen unter dem Vorsitze des Direktors Dr. Köhler und unter Betheiligung von Kommissaren des Reichsamts des Junem, des Auswärtigen Amts und des Ministeriums für Landwirthschaft, ferner von Sachverständigen aus den nächstbctheiligten Kreisen, Landwirthen, Viehhändem, Schlächt.m und Fleischbeschauern stattgefunde». Die Verhandlungen, welche einen vertraulichen Charakter trugen, haben wesentlich zur Klämng der Ansichten beigetragen, und es darf angenommen werden, daß es gelingen wird, allmählig die bestehenden Schwierigkeiten soweit nöthig mit Hilfe der Gesetzgebung zu ^überwinden.
* (Obligatorische Leichenschau.) Wegen Einfühmng einer obligatorischen Leichenschau wurde im Rrichsamte des Innern eine Sitzung abgehalten, in welcher beschlossen wurde, Erhebungen über die Kosten anzustellen, die mit der Einführung dieser Einriß tnng in Preußen verbunden sein würden. Be- theiligt an der Angelegenheit find in erster Linie das Kultus- und das Finanzministerium.
* Münche«, 17. Novbr. (®u eil frage.) Es war mitgetheilt worden, daß der Prinz - Regent ein Uriheil des bayerischen Ehrengerichtes nmstieß, das gegen einen Offizier, der sich als prinzipieller Gegner des Duells erklärte, auf schlichten Abschied erkannte. Der Prinz-Regent betonte dabei, daß er in einer solchen Erklärung eines Offiziers keinen Grund zu dessen Verabschiedung erblicken könne. Diese Mittheilung wird jetzt bestätigt; dagegen wird eine weitere Meldung, die im Anschluß an die erstere Verbreitet worden war, das Kriegsministerium habe auf Befehl des Prinz-Regenten den Ehrengerichten eine Aendemng der bezüglichen Satzungen aufgegeben, offiziell in Abrede gestellt. Die Aufgabe einer solchen Abänderung konnte gamicht erfolgen, weil der Codex des bayerischen Ehrengerichts keine Bestimmung enthält, die einen Offizier, der seine prinzipielle Gegnerschaft gegen das Duell erklärt, aus dem Osfizierftande ausschlösse.
Ausland.
Oesterreich-Ungar«.
* Budapest, 18. Nov. Der „Pester Lloyd" bezeichnet die gestrige Rede des Staatssekretärs von Marschall im deutschen Reichstage als eine staatsmännische Leistung ersten Ranges, welche die öffentliche Meinung Europas nachhalüg und nur zum Vorthetle der deutschen Politik nach der Aera Bismarck
die geradezu erstaunlich ist. Wie oft konzertiren sie im Verlaufe einer Reise draußen im Auslande auf öffentlichen Promenaden und zu anderen Gelegenheiten mit ausgesprochenem Erfolge!
Natürlich sammeln sich um die Musik, sobald sie Abends zu spielen beginnt, die meiste» Leute und es giebt wohl schwerlich aufmerksamere Zuhörer, wie man es schon an ihren Gesichtern ablesen kann. Für sie dauert die Musik nur nicht lange genug; denn diese beginnt meist um 7 und endigt um 3/48 Uhr Abends, zu welcher Zeit die Decke geräumt werden, da eine Viertelstunde später die Ausgabe der Hängematten und beten Aushängung erfolgt. Geraucht darf dann dort nicht mehr werden, sondern nur noch auf dem Oberdeck, bis auch hier das Signal „Pfeifen und Lunten aus, Ruhe im Schiff" ertönt. Zu dieser Zeit sucht der Rest der Mannschaft sein Lager auf — der die Hundewache, Nachts von 12—4 Uhr, habende Theil ist meist schon um 8 Uhr zur Koje gegangen —, denn nach 10 Minuten kommt die vom 1. Offizier in Begleitung der Deckoffiziere gehaltene Ronde, der sich Niemand außerhalb der Hängematte zeigen darf.
Früher liefen auf einzelnen Schiffe» die Hunde der erfteu Offiziere die Ronde mit und wehe den nackten Seinen, die jene sich von selbst darauf dressirenden Vierfüßler dann sahen! Sofort ging die Jagd darauf los, die sonst nur den fich zu olcher Abendstunde hervorwagende» Ratten galt.
So geht es Tag für Tag! 3htr die Sonn- unb Feiertage machen eine Ausnahme. Denn wat der Kommandant mit der Musterung der ßeute und deS Schiffes zufrieden, so giebt er gleich nach be»
beschäftigen werde. Der Eindmck dieser wahrhaft bebeutenben Rebe werde, ein ungeteilt günstiger sein. Die liebel seien gefallen und die äußere Politik des dcuffchen Reiches stehe wieder in voller Klarheit vor den Augen der Well da.
Jtatte«.
* Rom, 17. Novbr. (Der Fried ens- a b s ch l u ß) mit Menelik hat in allen europäischen Staaten die lebhafte Genugthuung hervorgerufen. Die Bedingungen, über die sich der italienische Bevollmächtigte mit dem Negus Menelik nach langen Verhandlungen einigte, find solche, daß Jiallen damit wohl zuftieden sein kann. Ueber bi: baldige Rückkehr der Gefangenen herrscht im ganzen italienischen Volke lauter Jubel. Daß Menelik sich die Gelegenheit nicht entgehen läßt, um sich sowohl in Frankreich wie in Rußland als opferwilligen Gemüthsmenschen zu verherrlichen, kann nicht Wunder nehmen; sowohl mit dem Zaren wie mit dem Präsidenten von Fraukreich Hai der Negus sehr verbindliche Depeschen ausgetauscht. Der Regiemng in Rom und dem Könige Humbert sind von allen europischen Regierungen und Souverainen herzliche Glückwünsche zu dem Abschluß des Friedensve: träges zugegangen, dessen Rathification durch ein Telegramm König Humbert's bereits vollzogen ist.
England.
* London, 18. Novbr. Der erste Lord des Schatzes, Balfour, hielt geftem in Rochdele eine Rede, in welcher er ausführte, es fei augenscheinlich nothwendig, daß, wen» wirklich im Interesse der Armenier etwas gethan werden sollte, dies von dem gesummten Europa gcthan werden müßte. Die 6 Großmächte, die in einigen Fragen von gegenseitigem Argwohn erfüllt seien, dazu zu bringen, für irgend einen öffentlichen Zweck, bei dem sie individuale wenig zu gewinnen haben, gemeinsam zu arbeiten, sei aber eine schwierige Aufgabe. Eins der hauptsächlichsten Hindernisse sei der Argwohn, welcher unglücklicher Weise von der auswärtigen Presse gegen England genährt werde. Die armenische Agitation in England habe niemals die Erwerbung freyrden Landgebietes auswärtigen Einflusses für England zum Zweck gehabt. Es fei ein Mißgeschick für die ganze Welt gewesen, daß im Auslände Englands Wünsche und Bestrebungen falsch aufgefaßt worden seien. Für England mit seinen gegenwärtigen Pflichten und Aufgaben fei es unmöglich, gegen den Wunsch Europas einen Kreuzzug auszuführen, der den Armeniern nichts nutzen könne, England aber vielleicht erdrückende Verantwortlichkeiten auferlegen würde.
Aus Marburg und Umgegend.
* Marburg, 19. November. Gehalts- und Honorarverhältnisse. In Betreff der Nmregelung der Gehalts- und Honorarverhältnisse der Universiiäts- professoren soll, wie bte „Kreuzztg." hört, die Absicht befiel)en, von den zukünftig unzustellenden Professoren die Hälfte der Kollegienhonorare, welche über einen gewissen Betrag hinaus gehen, für Universitätszwecke und insbesondere für spätere Besoldungsausgleichungen zu vereinnahmen. Das habe aber mit der schon für das nächste Etatsjahr in Aussicht stehenden Aufbeffemng der Professorengehälter nichts zu thun. Diese soll vielmehr mittels Erhöhung der Durchschnittsbe- soldungen ans allgemeinen Staatsmitteln erfolge» und so bemessen werden, daß alle etatmäßigen Professoren, die in ihren Gehältern zurückgeblieben sind und denen es auch an erhebliche» Nebeneinnahmen fehlt, eine, wenn auch nicht glänzende, so doch auskömmliche und gesicherte Stellung erhalten.
4- Bußtag. An dem gestrigen großen Bußtag hatten viele Einwohner das schöne Wetter benutzt, um die Haltestelle-Süd und die Arbeiten am Klärbecken in Augenschein zu nehmen.
enbetem Gottesdienst die Erlanbniß zum Rauchen, was immer mit lautem Jubel begrüßt wird. Auch Nachmittags wird die Freizeit nur von einer kurzen weiteren Musterung unterbrochen, die lediglich den Zweck hat, das Vorhandensein aller Mannschastm festzustellen.
Da geht denn der Tmbel den ganzen Nachmittag in der geschilderten Weise fort. Häufiger hält dann der Pfarrer auch Voriräge über Land und Leute, deren Besuch beoorsteht, ober über sonstige lehrreiche Themata, was die Besatzung stets dankbar aufnimmt.
Auch Mittwochs und Sonnabends darf Nachmittags während des Zeugflickens geraucht werden.
Liegt das Schiff im Hafen, so wirb die wachfreie Hälfte nach Beendigung des Dienstes beurlaubt, sofern das Land, die sogenannte „stelle Küste" nicht zu weit liegt, und da unter den vom Bord Gehenden immer dieser ober jener ist, welcher zur Mufik gehört ober sonst sein Scherflein zur Unterhaltung ber Anderen beiträgt, so wird eS zuweilen recht einsam an Bord. .Da müssen denn die Bücher aus der Bibliothek herhalten.
Viel Zerstreuung bieten auf den großen Seereisen auch die mitgenommenen Affe», Papageien und sonstigen Thiere, von denen fich manchmal ganze Menagerien an Bord befindm.
Die Offiziere unterhalten fich in der Freizett durch Mufiziren, Lese», Kartenspielen oder Knobeln. Auf See wttd an schönen Tagen manchmal dem Bleilatsch, zuweilen auch wie SettenS der Mannschaft dem Frischwachs mit den Seekadetten gehuldigt. Zu elfterem werden durch Kreibestriche Zahlenfelder auf dem Deck markirt und mit runden dünnen Bleischeiben
+ Kanalisation. Heute Morgen wurde den Auf bmcharbeiten in der Kugelgasse, Mainzer? und dem Sttefelgäßchen begonnen. Es dürfte 2 nach Beendigung der Arbeiten in den genannten sd für dieses Jahr Schluß gemacht werden müssen.
4- Schulderem. Die Ortsgruppe Maibz des Allgemeinen Deutschen Schulvereins zur Erhalt des Deutschthums im Auslande hält morgen Abend, von 8 Vs Uhr an, im Saale des Quentin seine diesjährige Jahresversammlung, Nach Erledigung der Tagesordnung wird Herr Px, Dr. Fischer über „die augenblickliche Lage k. Deutschthums auf der Erde" referiren und wir schon aus diesem Gmnde, da Freunde der $ sttebungen des Schulvereins Theil nehmen könn, den Besuch dieser Versammlung empfehlen zu köngy
, + Lotterieziehung. Wie aus dem 3nfttattl theil ersichtlich, findet morgen Freitag die Zieh^ ber Straßburger Lotterie statt. Wer also den stß Voratz hat, zu gewinnen, der besorge sich noch shM ein Gewinn-Loos.
+ D'Znnthaler. Wir wollen nicht unterlaß, nochmals auf die heute und morgen Abend j Restaurant Bärtsch (nicht Saalbau) stattfindenh Konzerte der weltverühmten Tyroler Sänger- ö Schuhplatttänzer-Gesellschaft D'Jnnthaler hinzuweise
Th ber der wec Te> wie fis Sei die klin Ml! Hw wer bill «ich sich An' Soi mit !Ba dies ,W aus Rhc und das in '
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ri- Elisabeth-Markt. Der heutige Elisabch Markt war von Verkäufern und Käufern, letzte
hauptsächlich Landbevölkerung, sehr stark besucht z sich den nöthigcn musikalischen Genüssen fehlte es eba gab falls nicht. Da die Elisabethkirche den ganzen D deut
geöffnet war, wurde dieselbe von vielen Person
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besichtigt.
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ber Rollen schon definitiv besetzen und wird als da! voll
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Weihnachtsfestspiels im Bärtsch'schen Lokale stM Herr Regisseur V. Hertel konnte den größten Tl
WeihnachtSfestspiel von Hans Henj^
Ehristnackt. Vorgestern Abend fand eine Zusawm« auf
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mit den Proben begonnen werden. Weitere A
melbungen zur Betheiligung nimmt Herr O. EhrtM Aut
entgegen, ber auch gern bereit ist nähere Auskunft; zu ertheilen. Ein Anftus an bie Bewohner Marburg Seitens eines aus allen Kreisen unserer evangelisch Einwohnerschaft zusammengesetzten Coniittzs wird den nächsten Tagm erscheinen.
fiere ohn Aa des Stil
q Konzert Paul Bulß. So menschengesii wie am Dienstag. Abend haben wir dm großen So des Museums noch selten gesehen, das Haus w mehr als ausverkauft Herr Kammer- und Open anger Paul Bulß gab an diesem Abend ein Konze im Verein mit dem Klaviervirtuosen Fritz Masbai Die Konzerte in Marburg sind, abgesehen von d akademischen und den von dem Frankfurter Quattt gegebenen, nicht gut besucht. Der Marburger i ’parfam und vorsichtig unv rotnu tr nicht bestimi h~ weiß, auf die Kosten zu kommen, bleibt er einfach i Hause. Und so beweist der große Zuspruch, den Ht Bulß und Herr Masbach hatten, zur Genüge, d< das Publikum hier auf Leistungen ersten Ranges g faßt war. Wir schließen uns dieser Meinung, biee vorher gefaßten Uriheil an. Echte Künstler aber 6t dienen eine eingehende Besprechung und eine streu r Beurtheilung; meistens wünschen sie selbst, daß m an ihre Leistungen den sttengsten Maßstab aule und kein Auge zudrücke. — Legen wir ihn an! ■ Eingeleitet wurde das Konzert durch die von Heu Masbach vorgettagene Fantasie in C-moll bi Mozart, die man dessen Sonaten voransgedw indet. Gegen eine derartige Verzerrung und an tomische Zergliederung, wie besagter Herr sie uns ( \ boten hat, protcstiren wir mit Entschiedenheit Namen Mozarts, dem bei einer solchen Wiedergo eines Werkes die Haare zu Serge gestanden ob wenigstens seine Permcke vom Kopfe gefallen wä Es ist ja wahr — unsere Klassiker bedürfen groß -
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lang fühlbar. Neuerdings aber ist dieses Spii « nicht mit Unrecht, in Ungnade gefallen.
nutz, der zur Ablösung Seftimmte sich aber meist eine Kammer zurückzieht, wenn — er eine hat.
In den Häfen bleiben nur sehr wenige Offizii an Bord, sodaß die Messe häufig ausgestorben i jjl cheint, da der Wachthabende ständig an Deck si
Rheden werden bei günsttgem Wurde auch nicht feit Segelparthieen unternommen, namentlich seitdem bin >en Aufschwung des Kaiserliche» Nachtklubs me Anregung dazu gegeben ist. Da stellt fich dmn d »treffende Offizier eine Bootsbesatzung aus freitoil ich meldenden Leuten znsammm und segelt M Herzenslust. Meist werden hierbei zur Unterhalts und gleichzeitigen Belehrung einzelne ©eelabetü mitgenommen, die übrigens ihre Freizeitm in Ä licher Weise »erbringen, wie die Offiziere, nur n dem Unterschiede, daß eS bei ihnen ohne Lärm nH abgeht. f
Am Einsamsten lebt, wenn das Schiff nicht ger# im Hafen liegt, der Kommandant. Wie er im Die» gleichsam als unumschränkter Herrscher auftritt, f ieht er auch in den Mußestunden nur selten ebne einer Offiziere um fich. In feinem Schiff geht f# Leben auf. & I
damach geworfen. Zum Frischwachs stellt sich Ei» jüL an die Bordwand und hält einem Zweiten fi bückenden die Augen zu, der bann rathen muß, welch ' einer Kameraben ihm mit ber Hand Eins übergi — zogen hat. Ein schlechtes Rathen getilgt nicht ö ™ momentane Schmerzen, sondern macht sich noch