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Als eine weitere Folge der Besserung in den

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Von Mary Widder«.

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bie zwar das weite Gemach durchgehenb erleuchtete, aber erbarmungslos jeden Fleck auf der Diele zeigte, jeden Riß der elenden Vorhänge an den Fenstern und die ganze Armseligkeit seiner Ausstattung. Auf dem zerfetzten Sopha saßen dicht neben einander die Obristin und ein stattlicher, elegant gekleideter Mann vielleicht in den dreißiger Jahren, den man hätte schön nennen können mit den edel geschnittenen Zügen und den großen dunklen Augen, wenn nicht eben in diesen Augen ein Etwas gelegen hätte, was den guten Eindruck des Gesicht durchaus verwischte. Selten sah man wohl einen stechenderen, lauernden Blick, ein so jähes Aufblitzen und wieder Erlöschen, wie in diesen mandelförmigen glühenden Augen.

Er hatte die weißen, feinen, aber etwas großen Hände, an denen Brillanten funkelten, auf seinen Knieen liegen, und wie er jetzt in das verklärte Gesicht seiner Nachbarin sah, da war der Blick um Vieles gemildert, er sah beinahe treuherzig aus, als er in eigenthümlich ftemd accentuirtem Deutsch sagte: Nein, nein, meine Gnädige, ich lasse mir nicht so ohne Weiteres meine Bitte abschlagen, Sie müssen die Fahrt mit mir unternehmen, die eleganteste Equipage der Stadt steht mir zu Gebot und der Aufenthalt im Waldhäuschen soll ja so superb sein! Mein Diener begleitet uns auf einem zweiten Wagen mit Wein und kalter Küche."

In diesem Augenblick öffnete sich die Thür und Hildegard erschien auf der Schwelle, ihr auf' dem Fuße folgte der alte Johann.

Wie eine Feder schnellte die Gestalt des mährischen Edclmannes in die Höhe, in seinen Augen glühte es wie in wildem verzehrenden Feuer und doch verbeugte er sich chevakeresk und dankte damit für den leichten gleichgiltigen Gruß, der ihm von Seiten des jungen Mädchens geboten wurde.

Weise der Enthüllungen und der Angriffe auf die. Staatsmänner von 1890 96 scharf verurthetlen müssen, nie vergessen, was sie dem Hauptschöpfer des Reiches schuldig sind. Die Feinde der nachbis- marcktschen Politik sind dagegen in einer glücklichen Lage. Ihnen kann ein sehr großes Maß politischer Geheimnisse zur Verfügung gestellt sein; sie können genau so viel Gebrauch davon machen, wie ihnen gut scheint. Fürst Hohenlohe und v. Marschall aber sind mannigfach gebunden, sei es durch getreues Fest­halten an der Rußland zugestandenen Verschwiegen­heit, sei es durch den Hinblick darauf, daß die augen­blickliche diplomatische Lage nicht gestattet, Alles mit voller Offenheit zu behandeln und gar mit Gegen­enthüllungen zu antworten.

^Parlamentarisches.) In Mainz ist das Gesammtresultat der R e i ch s t a g s st i ch - wähl folgendes: Dr. Schmitt (Centrum) 10 296, Dr. David (Soz.) 10 102 Stimmen. Der Kreis Oppenheim war für Dr. Schmitt ausschlaggebend.

In Gießen haben die Nationalliberalen ein­stimmig beschlossen, bei der Reichstags-Stichwahl für Köhler (Reformpartci) einzutreten.

* (R e i ch s t a g.) Der Reichstag setzte die Be- rathung der Justiznovelle bei § 7 der Strafprozeß­ordnung fort. Dieser Paragaraph ward in der Kommissionsfaffung genehmigt, wonach der Gerichts­stand für Preßvergehen beim Gericht in dem Bezirke ist, wo die Druckschrift erschienen. Auch die folgen­den Paragraphen wurden durchweg in der Kommissions- fassung unter Ablehnung diverser freisinniger und sozialdemokratischer Anträge genehmigt. Bei § 25 wurde ein unwesentlich modifizirür Antrag Munckel, wonach ein Angeklagter auch noch nach Eröffnung des Hauptverfahrens ein Ablehnungsgesuch gegen einen Richter Vorbringen darf, angenommen. Die übrigen Paragraphen bis 55 einschließlich wurden m der Kommissionsfassung genehmigt und nur zu § 35 ein sozialdemokratischer Antrag angenommen, wo­nach dem in Untersuchungshaft befindlichen Angeklagten die Anklageschrift zugestellt und in stinem Gewahrsam belassen werden muß. Die Beendigung der zweiten Lesung der Justiziiovelle wird jedenfalls noch mehrere Tage beanspruchen. Auf der Tagesordnung vom Montag stehen die Interpellationen wegen der diplomatischen Enthüllungen, wegen des Falles Brüsewitz und wegen des Duell- Unwesens. Das Haus war heute sehr schwach besetzt, kaum 60 Abgeordnete waren zugegen.

Sie unterbrach ihn:Ich habe nie viel an meine Gesundheit gedacht," sagte sie schnell

weit entfernt davon, ihn zu einem Spaziergange zu benutzen im Gegcntheil," sie erröthete doch eilt . -im Gegcntheil verwendete ich die Stunden,

wirthschaftlichen Verhältnissen dürfte die Thatsache angesehen werden können, daß von nennenswertster Arbeitslosigkeit unter den ständigen Fabrik­arbeitern glücklicherweise nichts berichtet wird. In einigen Bezirken, sowohl in Norddeutschland, wie in Lüddeutschland ist sogar ein Mangel an Arbeits­kräften hervorgetreten. Um den Ausgleich zwischen Arbeitsangebot und -Nachfrage zu erleichtern, ist man an vielen Orten der Frage einer verbesserten Arbeits­vermittlung näher getreten. Die Errichtung von Arbeitsnachweisstellen für Arbeiter hat im Jahre 1895 bedeutende Fortschritte gemacht. In zahlreichen Berichten wird die erfreuliche Wirksamkeit der durch städtische Verwaltungen oder gemeinnützige Korporationen und Vereine errichteten Arbeitsnachweise hervorgehoben.

In den Wohnungsverhältnissen der Arbeiter finden sich vielfach noch unbefriedigende Zustände, doch war eine fortschreitende Besserung in diesen Bezirken zu bemerken, die hauptsächlich der Fürsorge der größeren Werkleitungen durch Bau von Arbeiterwohrungen, der Wirksamkeit von Bau- und Sparvereinen, sowie zweckmäßiger privater Bau- thäligkeit zu verdanken ist. Auch die W o h l f a h r t s - einrichtungen haben in erfreulicher Weise zugenommen.

Es ist eine gewaltige Arbeit, die durch die Ge­werbe-Inspektion alljährlich vom Staate im Interesse der Arbeiter geleistet wird. Für die Beurtheilung der Wirkungen, die die Arbeiterschutz-Gesetzgebung im Gefolge hat, liefern die Berichte einen zuverlässigen Maßstab. Der Geist der Unparteilichkeit nach allen Seiten, der aus ihnen spricht, das Wohlwollen für die leibliche, geistige und sittliche Wohlfahrt der Arbeiter,. von dem sie getragen werden, sind so augenfällig, daß das Studium der Berichte mit auf­richtiger Befriedigung erfüllen muß. Die Sozial­demokratie allerdings weiß nichts Gutes in den Be­richten zu entdecken. Nur dort, wo Mißstände an den Tag gebracht werden, benutzt ihre Presse die Feststellungen als Agitationsmittel. Das Gute wird verschwiegen. DerVorwärts" geht in seiner parteiischen Berichterstattung sogar so weit, die Jahres­berichte eineAnklageschrift gegen Unternehmerthum und Staat" zu nennen. Dieses Bestreben, die Arbeiterfürsorge übel zu beleumunden, beweist nur, daß die Wirkungen dieser Fürsorge sich in den Kreisen der Sozialdemokratie immer mehr fühlbar machen.

Das junge Mädchen warf ihr einen eigenthüm- lichen Blick zu:Ich heiße Hildegard Winter," sagte sie und setzte sich auf den ihr von der Obristin angewiesenen Platz.

Auf dem Gesicht der Obristin zeigten sich glüh- rothe Flecken, aber sie schluckte den Zorn, der in ihr auflodern wollte, hinunter und trotzdem sie gar zu gern erwidert hätte,ja, sie ist leider die Tochter einer Frau, die dem alten Namen der Solms- Hegendorf zur Schmach einen Bürgerlichen ge- heirathet," preßte sie doch die Lippen fest aufeinander und schwieg.

Herr von Bardanek hatte sich inzwischen auf ein Gespräch vorbereitet. Jetzt sagte er in jener eigen­thümlich höflichen Weise, die nur dem eigen, der sich mmer in guter Gesellschaft bewegt, von Kindheit an daran gewöhnt worden, den guten Ton zu be­obachten:Sie haben gewiß das prächtige Wint-r- wettcr zu einem Spaziergang benutzt, mein gnädiges Fräulein und thatcn auch recht daran, denn nichts ist ja der Gesundheit so zuträglich, als der Aufenthalt"

sind ja noch gar nicht mit einander bekannt gemacht. Herr von Bardanek aus Mähren," sagte sie vor- tellend,meine Nichte, die Tochter einer von Solrns- Hcgendorf.

ihrem Gesicht hafteten.Und es kostete mich sogar einige Mühe, das Fehlende zu ergänzen."

Sie malen, mein gnädiges Fräulein?"

, --Nur Fächer," sagte sie kurz und die Obristin setzte sehr eifrig hinzu,meine Nichte hat immer so viele Geschenke zu machen an Cousinen und Tanten, da benutzt sie dann ihr hübsches Talent als Mittel zam Zweck."

Auch die Obristin hatte sich erhoben:Du bist merkwürdig lange geblieben, Hildegard," sagte sie

Deutsches Reich.

* Berlin, 14. November. (Tagesbericht.) Se. Majestät der Kaiser ist heute Abend 11 Uhr von Letzlingen auf der Wildparkstatton wieder einge­troffen. Dem Erzbischof von Capua, Kardinal Capecelatro, hat der Monarch zum Dank für ein Exemplar seiner Werke den Rothen Adlerorden erster Klasse in Brillanten nebst einem eigenhändigen Schreiben übersandt. Dem italienischen Kronprinzen überreichte der deutsche Militär- attachee in Rom, v. Jacobi, einen kostbaren Degen als Hochzeitsgeschenk des Metzer Königs-Infanterie- Regiments. Der Prinz steht ä la suite dieses Re­giments. Der Kaiser Wilhelmkanal ist im Oktober d. I. von 1963 Schiffen (gegen 1466 im Oktober 1895) benutzt worden. An Gebühren wurden 134 736 (im Vorjahr 112 748) Mark ent­richtet.

* (Margarinevorlage.) Die konservative Fraction wird derPost" zufolge schon in den nächsten Tagen die Margarinevorlage in der im vergangenen Sommer vom Reichstage abgelehnten Form wieder einbringen, trotzdem es sonst nicht Brauch ist, ein und dieselbe Vorlage im Verlauf einer Session zweimal einzubringen.

* (Enthüllungsdebatte.) Angesichts der im Reichstage bevorstehenden Enthüllungsdebatte schreibt dieWescrztg.": Die Sozialocmokraten werden es an rohen Beschimpfungen des Fürsten Bismarck nicht fehlen lassen, ihre Presse hat davon bereits in den letzten Tagen viele Beispiele gegeben. Auch das Centtum und Herr Richter werden, wenn sie auch hoffentlich Rohheiten vermeiden, doch voraus­sichtlich es an Hefttgkeit nicht fehlen lassen. Nach dem Ton der Enthüllungen und dem Ton, in dem sie vertheidigt werden, kann man überzeugt sein, daß die Wortführer Bismarck's auch ihrerseits alle Rücksicht über Bord werfen. Und das nicht etwa, um den sozialdemokratischen Klotz mit einem entsprechenden Keil zu behandeln, sondern auch, um die Träger der nachbismarckischen Politik herunterzumachen. Zwischen beiden Heerlagern giebt es eine breite Front, die vom Fürsten Hohenlohe bis zur freisirnigen Ver­einigung reicht, in einer manche Schattenseiten dar­bietenden Lage. Sie haben zweierlei Rücksichten zu nehmen. Zunächst verlangt die laufende auswärtige Politik ein hohes Maß von Zurückhaltung und so­dann werden auch die, welche die Politik des Neu- ttalitätsvertrages für gefährlich und die Art und

Nichte^"nu/^leise^^,^is> c-" Hand hinübe^ die die wenig,»« weytmyeu ocrwcnoeie icy Die Stunden, i'T 1rr , L berührte und sie gleich darauf welche zwischen Mittag und Abend lieaen zu Gc- üe dann^mtt ±^7" fC6e fuhr schästsgäng!« - mir UVe

ste dann mit ersichtlich sehr gezwungener Freundlich- ausgegangen," setzte sie zu der Obristin aewendet "rtcr un^.rtm lieben Gaste gegenüber, hinzu, deren mißtrauische Blicke unausgesetzt auf ach «6 «rg.6/ MM fl° sich, .dl- H-mch-ftm WW lAu-f

Unten im Speisezimmer brannte auf der wohl- ( Ickten Tafel es war Alles aus dem Hotel Mbergebracht worden eine hohe Astrallampe,

I Hangen die beiden Zurückbleibenden zögerten

ülH S 5°ch «ne Minute kaum, dann eilten sie rasch 8 «r Hause au.

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Infolge des Aufschwungs der Industrie hat im Reiche die Zahl der b es ch äftigten Arbeiter, md zwar zum Theil ganz bedeutend, zugenommen. I Die Zahl der jugendlichen, im Alter zwischen i 14 und 16 Jahren stehenden Arbeiter ist trotzdem in 9 Aufsichtsbezirken im Wesentlichen nur dieselbe geblieben, wie im Vorjahre, in 24 Bezirken dagegen ist ste sogar zurückgegangen, und zwar am meisten in Preußen und in Sachsen. Diese Thatsache ist er- steulich. Die Berichte dürften kaum irren in der Annahme, daß der Rückgang der Zahl der jugend­lichen Arbeiter seine Ursache namentlich in dem Be- streben der Arbeitgeber findet, sich der obligatorischen Verpflichtung zur Einhaltung der Schutzbestimmungen möglichst zu entziehen. Die billige Arbeitskraft und die Geschicklichkeit jugendlicher Arbeiter dürften zwar die Unternehmer nicht gänzlich abhalten, sich dieser Arbeitskräfte auch ferner zu bedienen, namentlich richt in günstigen wirthschaftlichen Zeiten. So ist \ es denn auch erklärlich, daß aus vielen Aufsichts- J i Wirken mit der Zunahme der Arbeiter infolge des 7?)|' ^gemeinen geschäftlichen Aufschwungs auch eine Steigerung der Zahl der jugendlichen Arbeiter be- [11' eichtet wird.

** DieAmtlichen Mittheilungen aus den Jahres berichten der Gewerbe-Aufsichtsbeamten für 1895" find soeben erschienen. Wenn man den 732 Seiten starken Band mit den Berichten ftüherer Jahre ver­gleicht, so gewinnt man schon äußerlich eine Vor­stellung von der Ausdehnung, die im Laufe der Zeit die Beaufsichtigung der Gewerbebettiebe und die Für­sorge der staatlichen Behörden für das Wohlergehen der Arbeiter in Deutschland genommen haben. Die Leuchte bieten im Ganzen kein uneifreulicheS Bild don der Lage der Arbeiter. Wenn auch hier und da noch manches zu wünschen übrig geblieben ist mid die Vernachlässigung der Pflichten gegen die Arbeiter das Einschreiten der Aufsichtsbeamten er- forberte, so wird doch im Allgemeinen anerkannt, daß die Arbeitgeber meist willig den Anordnungen der Aufsichtsbeamten nachkommen und besttebt sind, besonders im Arbeiterschutz ihre Pflicht zu thun. Die Zahl der Betriebsanlagen, in denen Zuwiderhand­lungen gegen die gesetzlichen Schutzbestimmungen fest- , gestellt werden konnten, ist um 13,4 Prozent gegen J bei das Vorjahr zurückgegangen.

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extra, E.

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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses SlotteS.

sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in

Fr^kfurt «. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI Moste in Frankfurt M., Berlin, München u. Köln, C L.

Daube u. 6o. in Frankfurt «. M., Berlin, Hannover, Paris.

(Fortsetzung.)

Konrad von Etelsen und Hildegard Winter «schien einen verwunderten Blick:Was das für «schichten sind, die Du mir erzählst," sagte Hilde- prd dann lebhaft zu Haraldmein Gott, aber Wtptirte denn die Tante diese neue, aus den «elfen gefallene Verwandtschaft?"

. Sie hatte bei den letzten Worten das Garten- höttchcn geöffnet und den Arm des Knaben in dem )ttn, machte sie ein paar Schritte vorwärts, wandte ich dann aber rasch nach dem Dottor zurück, der «>hl Anstand nehmen mußte, ihr zu folgen.

.Ich vergaß, Herr von Steifen," sagte sie ireundlich und reichte ihm die Hand,leben Sie , 'l," setzte sie dann hinzu, und lenkte den Blick vr dem raschen Aufleuchten in seinem Auge, mit «u er ihre kleine Rechte zwischen feine Finger preßte »und grüßen Sie mir noch die lieben Ihren °r Allem aber Lida das süße kleine Mädchen rbe ich ganz und gar in mein Herz geschlossen."

Auf Wiedersehen," sagte er mit einem leisen Nchcr, indem er ihre Rechte fteigab und sich «m rasch zu dem Knaben wendend, reichte er ihm

die Hand:Ich hoffe. Dein unvorsichtiges wrren hier vor der Thür hat keine bösen Folgen " Noch eine leichte Verbeugung, ein warmer Blick 1 das Gesicht des jungen Mädchens, und er war

Hildegard unterließ die Widerrede und auch der Herr von Bardanek schwieg nur für die Dauer einer Minute jedoch, dann sagte er in seiner höflichen Weise, die so einnehmend gewesen wäre wenn sie nicht jener Blick begleitet hätte, der von vornherein jeden guten Eindruck verwischte:Ich muß gestehen, ich bin überhaupt ein Verehrer jed­weden Talents und," er lächelte fein,vielleicht weil ich wir schmeichle, auch nicht uutaleuttrt zu fein."

Die Obristin zog ihr liebenswürdigstes Gesicht. Das konnte man sich denken," sagte sie mit höf­lichem Kopfneigen und dann setzte sie hinzu, ihre unschönen Hände vor sich auf den Tisch gelegt,ge­wiß sind Sie musikalisch dichten vielleicht?"

Er verbeugte sich lächelnd,das letztere," sagte erich versuchte mich auch im Drama meine letzte ArbeitAdelaide von Ternesvar" ist in Wien über die Bretter gegangen und zu meiner Freude so beifällig ausgenommen worden, daß laute Hervor­rufe mich zwangen, meinen Platz im Zuschauerraum n , .v ,1V ju/m«*und zu verlassen, um mich dem aufgeregten Publikum au den heutigen Nachmittag anbettifft, fo war ich'zeigen." (Fortsetzung s^Igtt)

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und I

Jfö 271 Marburg,

____________H,bSiMfo Dienstag, 17. November 1896.

Wöchentliche Beilagen: KreiMatt für die «reffe Marburg «nb Kirchhain.

Redaktion und <^editton^Martt^Ll?^"^ SRar5r8* Verantwortlich für den allgemeinen Theil: Redaveur FriedrichColbatzky

---------------------------J__r für den Jnieratentheil: Joh. Ang. Koch, beide in Marburg 6